Schlagwort: Städtebau

  • Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Die Gemeinde Spreitenbach kann den Gestaltungsplan Vinea für den Bau von Wohnungen am Ortseingang realisieren. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau hat laut Medienmitteilung den Gestaltungsplan genehmigt. Er bildet die planerische Grundlage, um auf dem bisher gewerblich genutzten Areal südlich der Verzweigung Landstrasse und Wigartestrasse eine Überbauung mit rund 37 Wohnungen zu realisieren.

    Die geplante Überbauung umfasst laut Mitteilung der Gemeinde drei Gebäude. Entstehen soll ein viergeschossiges Gebäude entlang der Landstrasse, ein dreigeschossiges Gebäude an der Wigartestrasse und ein zweigeschossiges Gebäude mit direkter Ausrichtung zum Dorfbach.

    Zwischen den Gebäuden soll ein verkehrsfreier Innenhof entstehen, der den Bewohnenden zur Verfügung steht. Die unterirdische Parkierung soll die Wohnqualität erhöhen und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, heisst es weiter.

    Vinea basiert auf dem Richtprojekt der Hunziker Architekten AG in Baden-Dättwil und der SKK Landschaftsarchitekten AG in Wettingen AG. Die Metron AG in Brugg AG hat den Gestaltungsplan gemeinsam mit der Bauherrschaft und der Gemeinde Spreitenbach erarbeitet. Das Areal Vinea ist derzeit mit einer Gewerbeüberbauung bebaut. Bereits 2018 wurde eine Überbauungsstudie durch die Hunziker Architekten erarbeitet. Die Gemeinde entschied sich nach Abwägung unterschiedlicher Varianten für eine längsorientierte Bebauung entlang der Strasse, um «optimale städtebauliche Rahmenbedingungen zu schaffen».

  • Ein historisches Erbe in neuem Glanz

    Ein historisches Erbe in neuem Glanz

    1896 legte Richard Theiler mit dem Bau des Theilerhauses den Grundstein für das Electrotechnische Institut, das später als Landis+Gyr Weltgeltung erlangte. Die Bedeutung des Theilerhauses für die Zuger Bevölkerung ist nicht abzustreiten und seine Erhaltung wurde 1989 zur Priorität, als der Kanton Zug das Areal erwarb, um es für kommende Generationen zu bewahren.

    Erhaltung historischer Substanz
    Der Kanton Zug hat ein umfassendes Konzept entwickelt «Das Theilerhaus und sein Spirit». Diese Ideenskizze dient dem Ziel, den «Geist» der Gebäude zu bewahren und Aspekte der Ökonomie, Technologie, Architektur und Kultur in einem ganzheitlichen Rahmen zusammenzuführen.

    Denkmalgerechte Sanierung
    Die Instandhaltungsmassnahmen erstrecken sich auf alle bestehenden Altbauten, wobei der Fokus auf der Erdbebensicherheit, dem Brandschutz und der Barrierefreiheit liegt. Die Erneuerung von Fenstern, Sonnenschutz und Dachhaut sowie die Dämmung der Shedhalle sind wichtige Schritte, um den Anforderungen gerecht zu werden. Durch den Neubau im östlichen Bereich wird die historische Substanz respektiert und eine ansprechende städtebauliche Gesamtstruktur geschaffen.

    Ein neuer städtebaulicher Akzent
    Der geplante Neubau ergänzt das städtebauliche Ensemble und besteht aus einem fünfgeschossigen Kopfbau und einem viergeschossigen Zwischenbau. Diese Gestaltung, die durch einen modernen Treppenturm an den Hochbau angebunden wird, fügt sich harmonisch in die bestehende Umgebung ein und stärkt die Identität des Areals.

    Die Shedhalle als kultureller, kreativer Raum
    Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird die Shedhalle nicht nur als ein Ort des Erinnerns an die Vergangenheit fungieren, sondern auch als ein lebendiger Raum für kulturelle und künstlerische Veranstaltungen. Diese Nutzung bietet einen Mehrwert für die Zuger Bevölkerung und unterstreicht die Vielseitigkeit des Areals und dessen Relevanz in der heutigen Zeit.

    Zukunftsweisendes Projekt
    Insgesamt stellt dieses Projekt einen bedeutenden Schritt in der städtebaulichen Entwicklung des Kantons Zug da und soll zukünftigen Generationen zugutekommen. Die geplanten Massnahmen unterstreichen, wie wichtig es ist, historisches Erbe als Teil einer lebendigen, sich ständig weiterentwickelnden Gesellschaft zu betrachten und entsprechend zu gestalten.

  • Halter baut Kompetenzzentrum für Städtebau und Architektur auf  

    Halter baut Kompetenzzentrum für Städtebau und Architektur auf  

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter schafft das neue Kompetenzzentrum Städtebau und Architektur. Laut einer Medienmitteilung wird es innerhalb des Unternehmens unter der Verantwortung von Christof Glaus eingerichtet, dem ehemaligen Senior Partner bei Stücheli Architekten in Zürich. Es soll die Bereiche Entwicklungen, Gesamtleistungen und Renovationen insbesondere in frühen strategischen Phasen bei der Projektentwicklung unterstützen. Mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums soll noch im April begonnen werden.

    Als ein Unternehmen der Halter Gruppe teile die Halter AG die Vision einer Etablierung der Kreislaufwirtschaft, um das Nachhaltigkeitsziel Netto-Null für alle Projekte zu erreichen. Dafür sei ein struktureller Wandel in der Immobilien- und Baubranche vonnöten, der integrierte Zusammenarbeitsmodelle fördert und fordert, heisst es weiter.

    Das neue Team für Städtebau und Architektur sei direkt beim CEO der Halter AG angegliedert und unterstütze die Bereiche Entwicklungen, Gesamtleistungen und Renovationen in frühen strategischen Phasen der Projektentwicklung durch städtebauliche und architektonische Machbarkeitsstudien. Das enge und partnerschaftliche Zusammenwirken mit externen ausgewiesenen Städteplanern, Architekten sowie Freiraumplanern bleibe dabei unverändert von zentraler Bedeutung.

    „Mit Christof Glaus konnten wir einen renommierten Stadtplaner und Architekten gewinnen, der in seiner erfolgreichen Karriere für viele hervorragende Entwürfe und deren Realisierung verantwortlich zeichnete“, wird Maik Neuhaus zitiert, CEO der Halter AG. Unbestritten seien auch die Fähigkeiten von Glaus als Jurymitglied oder Vorsitzender bei zahlreichen Wettbewerbsverfahren.

  • Auf dem ehemaligen Comadur-Areal wird ein neues Kapitel aufgeschlagen

    Auf dem ehemaligen Comadur-Areal wird ein neues Kapitel aufgeschlagen

    Qualitätsvolle und identitätsstiftende Entwicklung
    Die Projektvision für die Entwicklung /
    Neunutzung des ehemaligen Comadur-Areals besteht darin, kurz- bis mittelfristig einen urbanen, gemischtgenutzten, identitätsstiftenden Quartierbaustein mit einer hohen Qualität der Bauten und Freiräume- zu entwickeln. Entsprechend führten die Stadt Thun und die Bauherrschaft (Pensionskasse des Schweizerischen Anwaltsverbands (PKSAV)) einen mehrstufigen Planungsprozess durch. Ziel war es, die Potenziale des Areals im Entwurfsvariantenstudium auszuloten, die städtebaulichen Qualitäten im Rahmen eines Projektwettbewerbs nach SIA-Ordnung 142 zu sichern und diese planungsrechtlich in einer Zone mit Planungspflicht (ZPP) festzulegen.

    Das Siegerprojekt «Capybara»
    Die Grundlage für die Entwicklung des Comadur- Areals an der Bernstrasse 11 bildet das Siegerprojekt «Capybara». Es setzt mit innovativen städtebaulichen und architektonischen Massnahmen neue Akzente in einem heterogenen Umfeld. Die drei charakterstarken Baukörper – das «Stadthaus», das «Gartenhaus» und der «Anbau» – verschmelzen auf kreative Weise mit der bestehenden Struktur des Quartiers. Sie bilden ein zusammenhängendes Ensemble, das durch seine Dichte, Vielfalt und klare Identitäten besticht. Ein zentrales Element des Entwurfs ist der verbindende Innenhof. Er schafft nicht nur eine nahtlose Integration der neuen Baukörper, sondern fördert auch den Dialog mit dem umgebenden Quartier. Durch die gekonnte Kombination von Materialien, Farben und Texturen entsteht ein Spiel zwischen der Historie der Comadur und den zeitgenössischen Elementen des Projekts.

    Nachhaltige Gestaltung
    Das Projekt weist in verschiedenen Aspekten eine sehr hohe Qualität auf. Neben der sichtbaren und ansprechenden Gestaltung spielen Überlegungen zur Nachhaltigkeit und die Berücksichtigung der grauen Energie sowie ein bewusster und sorgfältiger Umgang mit Materialien eine bedeutende Rolle. Das Projekt bietet eine ausgewogene Mischung aus Ästhetik, Nachhaltigkeit und Integration ins bestehende Quartier.

    Vielfältiges und lebendiges «Quartiersstück»
    Der Schwerpunkt der Arealentwicklung liegt auf der Realisierung zeitgemässer Wohnformen. Es sind rund 60 neue Wohnungen geplant. Die Wohneinheiten sind divers und gezielt gestaltet, um den vielfältigen Bedürfnissen der potenziellen Bewohnenden gerecht zu werden. Diese Wohnnutzung wird durch ortsangepasste und auf das Publikum ausgerichtete Zusatznutzungen erweitert. Auf diese Weise entsteht ein lebendiger und identitätsstiftender Quartiersbaustein.

    Fazit
    Die Arealentwicklung an der Bernstrasse 11 präsentiert sich als ein visionäres Vorhaben, das die Vergangenheit ehrt und zugleich zukunftsweisende Impulse setzt. Das Siegerprojekt «Capybara» zeigt, wie man in einem dicht besiedelten Raum Geschichte und Gegenwart verknüpfen kann, wobei der Fokus stets auf Qualität und Sorgfalt liegt.

  • „Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun

    „Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun

    Das ambitionierte Stadtentwicklungsprojekt im Siegenthalergut nimmt Form an. Durch eine Kooperation zwischen der Stadt Thun und der Frutiger AG wird hier ein neuer Quartierteil realisiert. Die Gestaltung des Aussenraums war Gegenstand eines Studienauftrags, dessen Sieger nun feststeht: Das Projekt „Plus de jardins“ aus der Feder des Zürcher Büros für Landschaftsarchitektur „Skala Landschaft Stadt Raum“.

    Im Mittelpunkt des Siegerprojekts steht die Entwicklung eines großzügigen öffentlichen Parks, der nicht nur durch seine grüne Ästhetik, sondern auch durch seine intelligente Raumgestaltung und vielfältige Nutzbarkeit besticht. Der Park soll sich als Begegnungsort etablieren, der das Quartierleben belebt und Raum für diverse Aktivitäten bietet. Erkennbar ist das Bestreben, eine harmonische Balance zwischen Naturnähe und urbanem Leben zu schaffen, was sich in der Multifunktionalität und der ökologischen Ausrichtung des Freiraumkonzeptes widerspiegelt.

    Die über 1’500 Bewohner, die in diesem nachhaltig konzipierten Wohnquartier ein Zuhause finden sollen, profitieren von einem bewussten Städtebau, der sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Durch durchdachte Verbindungen und Wege wird das Siegenthalergut optimal in das bestehende Quartier eingebettet. Diverse Außenräume mit unterschiedlichen Atmosphären laden zum Verweilen ein und fördern die Biodiversität.

    Die Gestaltung des Quartiers geht Hand in Hand mit der aktiven Einbeziehung der Thuner Bevölkerung. Ihre Anforderungen und Wünsche werden in den fortlaufenden Planungsprozess integriert, um so ein lebenswertes Quartierzentrum zu schaffen. Hierbei liegt ein Fokus auf der gemeinsamen Entwicklung eines Quartierzentrums, das als Herz des Siegenthalerguts dienen soll.

    Mit dem voraussichtlichen Start der ersten Bauphase im Jahr 2027 rückt die Realisierung des Stadtentwicklungsprojekts in greifbare Nähe. Bis dahin sind weitere planerische Schritte vorgesehen, wie die Erarbeitung eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts für die angrenzenden Straßen und die Definition der Überbauungsordnung, welche die Grundlage für die kommenden Architekturwettbewerbe bildet. Die öffentliche Präsentation der Zone mit Planungspflicht (ZPP) gegen Ende des Jahres markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung des Projekts „Plus de jardins“ und dem neuen Quartierteil im Siegenthalergut.

  • Mit Klimasimulation gegen Hitzeinseln

    Mit Klimasimulation gegen Hitzeinseln

    Die Erhitzung asphaltierter Innenstädte – sogenannte Hitzeinseln – ist ein bekanntes Problem beim Städtebau. Sie lässt sich mit smarten Massnahmen aber merklich verbessern. Dies zeigt die Stadt Winterthur in Zusammenarbeit mit dem Raumplanungsbüro Berchtoldkrass Space & Options und dem auf Klimaanalysen spezialisierten Büro GEO-NET Umweltconsulting GmbH anhand einer computergestützten Klimamodellierung für die Lokstadt. Der aktuelle Planungsstand wurde mit zwei klimaoptimierten Szenarien verglichen. Dank der Simulation wird erkennbar, wie sich die Gestaltung der Gebäude und Freiräume auf die Aussentemperaturen auswirken und so die Aufenthaltsqualität im Areal beeinflussen. Gleichzeitig wurde geprüft, welche Massnahmen besonders gut umsetzbar und wirkungsvoll sind. Die Pilotstudie ist Teil des Programms Smart City Winterthur und wurde durch dessen Innovationskredit ermöglicht. In Auftrag gegeben wurde sie durch das Amt für Städtebau.

    Auf dem Planungsperimeter der Lokstadt werden zahlreiche Wohneinheiten und Arbeitsplätze entstehen. Damit das Quartier später eine hohe Wohn- und Lebensqualität aufweist, ist eine auf Klimagesichtspunkte abgestützte Planung sinnvoll. Eine klimaangepasste und damit hitzeverträgliche Gestaltung ist trotz dichter Bauweise möglich: Bioklimatisch wirksame Ausgleichsmassnahmen sind bei der Lokstadt zum Beispiel Bäume, unversiegelte, helle sowie begrünte Oberflächen und beschattete Flächen. Grossflächig begrünte Dächer – idealerweise in Kombination mit schattenspenden Fotovoltaikanlagen – wirken sich positiv auf das Stadtklima aus. Für eine bessere Aufenthaltsqualität sorgen nebst Fassadenbegrünungen Wasserflächen oder auch Trinkbrunnen.

    Die Auswertung zeigt: Die Lokstadt wurde bereits in der ursprünglichen Planung in der Ausgestaltung des öffentlichen Raums stadtklimatisch gut aufgestellt. Um das Klima weiter zu optimieren, werden weitere Baumstandorte sowie helle, versickerungsfähige Flächen geprüft. Die Technologie bietet alle Voraussetzungen, um den Städtebau der Zukunft in Bezug auf das Klima zu optimieren.

  • Universität Liechtenstein stärkt nachhaltige Raumentwicklung

    Universität Liechtenstein stärkt nachhaltige Raumentwicklung

    Michael Wagner wird zum 1. Januar 2023 Professor für Architektur und Städtebau an der Liechtenstein School of Architecture. Mit seiner Berufung stärkt die Universität Liechtenstein einer Medienmitteilung zufolge ihre Kernthemen Raumentwicklung und Nachhaltigkeit, insbesondere beim Entwerfen und Planen im Alpenrheintal.

    Michael Wagner habe sich „in einem kompetitiven Berufungsverfahren“ gegen starke internationale Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt. Besonders habe das Berufungsgremium seine zukunftsweisende, nachhaltigkeitsorientierte Forschungserfahrung, seine praxisbezogenen Vermittlungsansätze, seine auch sonst hohen Kompetenzen in der Lehre sowie sein enthusiastisches Auftreten überzeugt.

    In den vergangenen Jahren lehrte Wagner an der Universität Liechtenstein und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Dort leitete er von 2012 bis 2018 den Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft. Seit 2018 ist Wagner Dozent für Städtebau am ETH-Departement Architektur. In Zürich führt er zusammen mit Raphael Vanzella ein Architekturbüro.

  • Klybeck-Areal:Ein Stadtquartier wandelt sich

    Klybeck-Areal:
    Ein Stadtquartier wandelt sich

    Das vielleicht bedeutendste Areal der Basler Industriegeschichte liegt mit einer Fläche von 300’000 Quadratmetern im Norden der Stadt. Dieses geschlossene Areal wird sich jetzt öffnen. Schritt für Schritt soll ein grünes, durchmischtes und klimafreundliches Stadtquartier entstehen und mit dem restlichen Klybeckquartier verschmelzen. Beim Bau muss keine zusätzliche Fläche neu versiegelt werden, sondern es wird bereits bebaute Fläche genutzt. Nebst Raum für Wohnen und Arbeiten sind mehrere Schulen, Kultur- und Sportangebote vorgesehen sowie öffentliche Grün- und Freiräume, öffentliche Einrichtungen und neue Verkehrsverbindungen. «Eine gewisse Heterogenität im Angebot ist für einen urbanen Charakter eines Ortes zentral», sagt Beat Aeberhard, Kantonsbaumeister von Basel-Stadt. «Das Klybeck soll ein Anziehungspunkt für Personen aus ganz Basel und der Region werden.» Aktuell gehe er davon aus, dass es im neuen Quartier Wohnungen für 8500 Einwohnende und Platz für 7500 Arbeitsplätze geben wird. Das Wohnraumangebot soll hochwertig und vielfältig sein. Ein Drittel der Wohnungen wird preisgünstig und drei Viertel davon gemeinnützig sein.

    Quelle: Diener & Diener Architekten

    Ebenso sind weiterhin bedeutende Flächen für Industrie- und Gewerbenutzungen vorgesehen. «Es ist der Regierung ein Anliegen, dass auf dem Klybeck nach wie vor auch weniger wertschöpfungsintensive Branchen ihr Auskommen finden.» Mit verschiedenartigen Grün-und Freiflächen, dem Umgang mit den Oberflächen im Sinne einer Schwammstadt, einem massvollen Erhalt von bestehenden Bauten, einer Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe und dank einer autoreduzierten Mobilität soll der Stadtteil in Sachen Klimaschutz vorbildlich sein. Das Klybeck-Areal besitzt eine lange und bewegte Geschichte als Industrieareal. Die Entwicklung des Areals knüpft nicht nur an weltweite Trends an, sondern auch an die gewachsene, spezifische Identität und Geschichte des Ortes. In den Planungsprozess wurde die Öffentlichkeit mittels Beteiligung von Anfang an einbezogen.

    Auf dem Klybeck-Areal soll ein lebendiges Stadtquartier entstehen, das an die Geschichte des Orts anknüpft. Quelle: Diener & Diener Architekten

    Die Planungspartner Rhystadt AG, Swiss Life und der Kanton Basel-Stadt entwarfen auf Basis der bereits bestehenden Stadtstruktur unter Bewahren von Identität und Atmosphäre ein städtebauliches Gesamtkonzept. Dieses bildete die Basis für die Arbeiten zum städtebaulichen Leitbild, welches im Herbst 2022 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es ist ein Gesamtplan für die Bebauung und die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten im Klybeck-Areal. Das städtebauliche Leitbild wurde von den Planungspartnern zusammen mit dem interdisziplinären Planungsteam Diener & Diener Architekten, Vogt Landschaftsarchitekten, Heller Enterprises und Gruner und unter Beizug eines fachlichen Begleitgremiums erarbeitet. Das Areal ist immer noch ein Betriebsareal, auf dem gegen 2500 Menschen jeden Tag arbeiten und ein- und ausgehen. Im Rahmen der heutigen Zonenordnung entwickelt es sich schon heute ständig weiter. Mit einer Umsetzung von Transformationsprojekten in ersten Arealteilen ist ab 2027/2028 zu rechnen, für die gesamte Arealentwicklung mit einem Zeithorizont bis 2040.

    Das neue Stadtquartier möchte in Sachen Klimaschutz vorbildlich sein.