Schlagwort: Standardisierung

  • DC-Technologie als Schlüssel zur Energiewende

    DC-Technologie als Schlüssel zur Energiewende

    Gleichstrom gewinnt an strategischer Bedeutung. Der OVE DC Day 2025, veranstaltet in Kooperation mit der Technologieplattform Smart Grids Austria, brachte rund 80 internationale Experten zusammen. Zentrale Themen waren unter anderem sogenannte DC-Microgrids, lokale Energienetze, die erneuerbare Energien, Speicher und Verbraucher auf Gleichstrombasis vernetzen.

    Diese Systeme ermöglichen eine deutlich effizientere Energieverteilung, etwa in Gebäuden, Rechenzentren, der Industrie und in autarken Inselnetzen. Auch in der Elektromobilität zeigt sich ihr Potenzial, etwa durch die direkte Kopplung von Ladeinfrastruktur mit erneuerbarer Stromerzeugung.

    Standardisierung und Sicherheit im Fokus
    Neben konkreten Anwendungsfeldern wurden auch technische und normative Aspekte diskutiert. Die Vortragenden präsentierten Erfahrungen aus laufenden DC-Pilotprojekten, neue regulatorische Rahmenbedingungen und Fortschritte in der Normung. Besonders betont wurde, dass parallel laufende Projekte essenziell sind, um belastbare Standards für die DC-Technologie zu schaffen.

    Impulse aus der Industrie
    Mit Keynotes von Yannick Neyret (Schneider Electric) und Friederich Kupzog (AIT) sowie Fachbeiträgen namhafter Unternehmen bot der DC Day einen hochkarätigen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Im Zentrum standen praxisnahe Erkenntnisse aus der Industrie sowie der gezielte Austausch unter Experten. Eine ideale Grundlage für beschleunigten Wissenstransfer.

    Gleichstrom als Beschleuniger der Energiewende
    Ein Höhepunkt war die Podiumsdiskussion mit führenden Köpfen der Branche, darunter Vertreter von Siemens, Eaton, AIT, Schneider Electric und dem Fraunhofer Institut. Unter der Moderation von Karl-Heinz Mayer (Eaton) wurde deutlich, DC-Systeme sind bereit für den breiten Einsatz. Vorausgesetzt, Normung und Sicherheit entwickeln sich zeitgleich mit der Technologie.

  • Neue Grundlagen Datenaustausch im Bauprozess

    Neue Grundlagen Datenaustausch im Bauprozess

    Seit über drei Jahrzehnten bildet die SIA 451 das Fundament für den standardisierten Datenaustausch in der Bauwirtschaft. Ursprünglich als Leitlinie für Leistungsverzeichnisse konzipiert, legte sie bereits 1992 fest, wie Datenfelder strukturiert und ausgetauscht werden. Ergänzt durch moderne Anforderungen, wie die Einbindung von Bildern und Memos, hat sich die Norm kontinuierlich den Bedürfnissen der Branche angepasst. Dennoch war eine grundlegende Überarbeitung längst überfällig.

    Neue Inhalte und Ziele der Revision
    Die überarbeitete SIA 451 definiert nicht nur die Prozesse und Begriffe des Informations- und Datenaustauschs, sondern stellt auch klare Anforderungen an Lieferobjekte, IT-Infrastrukturen und die Qualitätssicherung. Durch die Einführung eines standardisierten Informationsmanagement-Prozesses werden folgende Aspekte geregelt:

    Klare Definition von Schnittstellen und Datenstrukturen
    Qualitätssicherung:
    Standards für die Überprüfung und Zertifizierung von Softwarelösungen.

    IT-Infrastruktur:
    Anforderungen an Technik und Kompetenz der Akteure.

    Diese Neuerungen gewährleisten, dass die Norm auch in Zukunft als Basis für fortschrittliche Lösungen und Standards im Bauwesen dient.

    Relevanz für die Baupraxis
    Die Bedeutung der SIA 451 für den Bauprozess kann kaum überschätzt werden. Sie ist nicht nur Basis zahlreicher Softwarelösungen, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der Kommunikation zwischen allen Akteuren – von der Planung über die Beschaffung bis hin zum Betrieb und der Instandhaltung von Bauten. Indem sie offene Standards fördert, schafft sie Transparenz und Zugang für alle Marktteilnehmer. Dies stärkt die Zusammenarbeit und ermöglicht es, technologische Innovationen effizient zu integrieren.

    Ein Standard für die Zukunft
    Mit der Revision der SIA 451 wird ein entscheidender Schritt in Richtung digitaler Transformation der Bau- und Planungsbranche gemacht. Die überarbeiteten Inhalte setzen neue Maßstäbe für den Datenaustausch und schaffen eine solide Basis für zukünftige Entwicklungen. Damit bleibt die SIA 451 ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die in der Bauwirtschaft tätig sind.