Schlagwort: Standortattraktivität

  • Ein attraktives Umfeld für Unternehmen und Privatpersonen

    Ein attraktives Umfeld für Unternehmen und Privatpersonen

    Die kombinierte Steuerbelastung für Unternehmen liegt in der Schweiz je nach Kanton zwischen 12 und 24 Prozent. Grund dafür ist die Steuerautonomie der Kantone, die im Standortwettbewerb gezielt attraktive Rahmenbedingungen schaffen. Wirtschaftsstarke Kantone wie Zug, Schwyz oder Nidwalden setzen auf niedrige Unternehmenssteuern, um Ansiedlungen zu fördern.

    Seit der Steuerreform STAF (2019) profitieren Firmen von weiteren Vorteilen. Dazu zählen die Patentbox, welche Erträge aus Patenten begünstigt besteuert, sowie Abzüge für Forschung und Entwicklung, was besonders relevant für technologieorientierte Unternehmen ist. Auch Holdinggesellschaften profitieren von steuerlichen Sonderregelungen, was die Schweiz für global tätige Unternehmen attraktiv macht.

    Steuerliche Rahmenbedingungen für Privatpersonen
    Privatpersonen profitieren ebenfalls von einer moderaten Steuerbelastung. Die Bundessteuer auf Einkommen beträgt maximal 11,5 Prozent, ergänzt durch kantonale und kommunale Abgaben. Viele Kantone haben eine flache Steuerprogression, wodurch auch höhere Einkommen im internationalen Vergleich gering belastet werden.

    Die Vermögenssteuer liegt meist unter einem Prozent. Auf Bundesebene existiert keine Erbschaftssteuer und einige Kantone bieten Regelungen für vermögende Zuziehende. Ausländische Personen ohne Erwerbstätigkeit in der Schweiz können von der Pauschalbesteuerung profitieren.

    Mehrwertsteuer als Standortvorteil
    Mit einem Satz von 8,1 Prozent gehört die Schweizer Mehrwertsteuer zu den niedrigsten in Europa. Ein klarer Vorteil gegenüber Ländern wie Deutschland (19 %) oder Frankreich (20 %).

    Internationale Entwicklungen im Blick
    Der internationale Druck, insbesondere von OECD und EU fordern Anpassungen zur Vermeidung von Steuerwettbewerb. Die Schweiz reagiert mit Reformen, ohne jedoch ihre Standortattraktivität aufzugeben.

  • Impulse für Zürichs Zukunft: Der erste Tag des Standorts

    Impulse für Zürichs Zukunft: Der erste Tag des Standorts

    Der erste «Tag des Standorts» im Kanton Zürich brachte führende Köpfe aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen, um die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu beleuchten. Im Zentrum standen die Diskussion aktueller Herausforderungen und die Erarbeitung von Strategien zur Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts. Mit Panels und Workshops zu Themen wie Technologie, Fachkräfte, Unternehmertum sowie Mobilität und Nachhaltigkeit wurden wichtige Impulse gesetzt, um Zürichs Position im internationalen Vergleich weiter zu verbessern.

    Eine vorgängige Studie zur Standortattraktivität lieferte die Basis für vertiefte Diskussionen und zeigte die Stärken Zürichs in den Bereichen Bildung, Wirtschaftskraft und Lebensqualität, aber auch die Bereiche mit Verbesserungspotenzial wie Arbeitsmarkt, Innovation und Infrastruktur auf. Hervorgehoben wurden insbesondere die Relevanz von künstlicher Intelligenz für den Technologiestandort und die Notwendigkeit einer stärkeren digitalen Ausrichtung des Gesundheitswesens. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Förderung von Start-Ups und der Integration digitaler Prozesse im Gesundheitswesen hervorgehoben, um sowohl die Attraktivität für Fachkräfte als auch die Effizienz der medizinischen Versorgung zu steigern.

    Der «Tag des Standorts» unterstrich die Dringlichkeit, die heimischen Potenziale zu nutzen und die Rahmenbedingungen für eine digitale und nachhaltige Transformation kontinuierlich zu verbessern. Die Ergebnisse der Workshops und Panels werden nun weiterverfolgt, um konkrete Massnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Aufgrund des grossen Interesses und der produktiven Beiträge ist eine Wiederholung der Veranstaltung geplant, um die Fortschritte und neuen Ansätze im kommenden Jahr zu evaluieren.

  • Zürich als Wirtschaftsmagnet

    Zürich als Wirtschaftsmagnet

    Eine kürzlich vom kantonalen Amt für Wirtschaft (AWI) veröffentlichte Studie zur Standortattraktivität Zürichs verglich den Kanton mit internationalen Wirtschaftszentren wie München und London. Der «Tag des Standorts» bot eine Plattform, um diese Ergebnisse zu diskutieren und weiterführende Strategien zu entwickeln. Laut AWI-Direktor Fabian Streiff steht Zürich zwar gut da, sieht sich aber mit Herausforderungen im Kostenumfeld und Fachkräftemangel konfrontiert.

    Ein internationaler Vergleich zeigte, dass Zürich bei der Fachkräfterekrutierung besser abschneidet als München, obwohl auch hier der Fachkräftemangel spürbar ist. Diskussionen ergaben, dass eine effizientere Bearbeitung von Arbeitsbewilligungen und eine bessere Ausschöpfung des inländischen Potenzials erforderlich sind, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

    Ein weiteres Thema war die Unterstützung von Start-ups. Während einige die Forderung nach mehr staatlicher Unterstützung erhoben, warnten andere vor den Folgen zu starker Regulierung durch staatlichen Eingriff.

    Die Digitalisierung des Gesundheitssystems und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wurden als Schlüsselbereiche für die Zukunft identifiziert. Ein effizienterer Datenaustausch und die Implementierung digitaler Prozesse könnten nicht nur die Arbeitsbelastung des medizinischen Personals verringern, sondern auch die Attraktivität des Standorts für Fachkräfte aus dem Ausland steigern.

    In Workshops wurden Technologie, Fachkräfte, Unternehmertum sowie Mobilität und Nachhaltigkeit als zentrale Themen behandelt. Die Diskussionen zeigten, dass Zürich grosses Potenzial hat, welches es zu nutzen gilt, insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

    Der «Tag des Standorts» endete mit dem Appell von Regierungsrätin Carmen Walker Späh, das vorhandene Potenzial voll auszuschöpfen und die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Die Ergebnisse des Tages sollen als Grundlage für konkrete Massnahmen dienen, um Zürich als attraktiven Wirtschaftsstandort weiter zu stärken.