Schlagwort: Startup

  • Im 1. Halbjahr 1,47 Milliarden an Risikokapital an Schweizer Start-ups

    Im 1. Halbjahr 1,47 Milliarden an Risikokapital an Schweizer Start-ups

    Im ersten Halbjahr 2025 flossen 1.47 Milliarden Franken in Schweizer Startups, ein Plus von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es handelt sich um das drittbeste Resultat seit Beginn der Messungen. Getrieben wurde das Wachstum allerdings von wenigen Startups, die grosse Summen von internationalen Investoren einwarben. Die Zahl der Finanzierungsrunden sank zum dritten Mal in Folge auf 124, was einem Rückgang von zehn Prozent entspricht.

    Biotech als Wachstumsmotor
    Besonders die Biotech-Branche sorgte für ein starkes Ergebnis. Mit 705 Millionen Franken Kapitalzufluss stellte sie einen neuen Rekord auf. Der bisherige Höchstwert von 436 Millionen Franken aus dem Jahr 2021 wurde deutlich übertroffen. Die Gründe für diesen Erfolg liegen in hochqualifizierten Gründerteams und technologischen Entwicklungen auf Basis exzellenter Forschung.

    Erholung bei ICT und Fintech
    Auch die zuletzt schwächelnden Sektoren ICT und Fintech konnten sich erholen. Allgemeine ICT-Startups verzeichneten ein Investitionswachstum von 86 Prozent auf 247 Millionen Franken. Fintech-Unternehmen erhielten 153 Millionen Franken, was einer Steigerung von 93 Prozent entspricht. Die Anzahl der Transaktionen bleibt tief, was auf anhaltende Selektivität der Investoren hinweist.

    Schweizer Startup-Ökosystem bleibt widerstandsfähig
    Trotz unsicherem Marktumfeld zeigt sich das Schweizer Startup-Ökosystem in der Lage, international wettbewerbsfähige Unternehmen hervorzubringen. Ein Beispiel dafür ist die Sygnum Bank, die im ersten Halbjahr 2025 zur Unicorn wurde. Die auf digitale Assets spezialisierte Bank wurde mit über 1 Milliarde Dollar bewertet, ein Signal für das Potenzial von Innovationen auch ausserhalb des Gesundheitssektors.

    Getrübter Ausblick bei Investoren
    Eine breit angelegte Umfrage zeigt, dass die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate verhalten sind. Sorgen bereiten insbesondere das eigene Fundraising und die erschwerten Exit-Möglichkeiten. Internationale Handelshemmnisse spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Für viele Startups dürfte der Zugang zu Kapital weiterhin herausfordernd bleiben, trotz einzelner Erfolgsmeldungen.

  • Neuer Investor für nachhaltige Baustartups

    Neuer Investor für nachhaltige Baustartups

    Buildify.earth wurde mit der Vision ins Leben gerufen, nachhaltige Innovationen in der Baubranche zu unterstützen. Die Investmentgesellschaft engagiert sich besonders in den frühen Entwicklungsphasen von Startups und bietet neben Kapital auch Zugang zu einem umfassenden Netzwerk. Dieses Netzwerk wurde über Jahre im Rahmen des Aufbaus des Switzerland Innovation Park Central, NEST und anderen Organisationen etabliert und ist ein wertvolles Asset für die geförderten Unternehmen.

    Strategische Partnerschaften und langfristige Ziele
    Vor acht Jahren begann die Planung für den Standort des Innovation Parks in der Zentralschweiz, der 2019 in Rotkreuz seine Türen öffnete und seit 2021 offiziell Teil von Switzerland Innovation ist. Der Park zählt heute über 100 Mitglieder, darunter namhafte Akteure der Schweizer Baubranche sowie Forschungseinrichtungen. Diese Vernetzung bietet direkten Zugang zu Entscheidungsträgern und eine Plattform für Startups, um in einer traditionell risikoaversen Branche wichtige Kooperationen zu schmieden.

    Bereitstellung finanzieller Mittel und Ressourcen
    Die von privaten Investoren, der Zuger Kantonalbank und dem Park selbst bereitgestellten Mittel, die sich auf einen einstelligen Millionenbetrag belaufen, ermöglichen es buildify.earth, signifikante erste Investitionen zu tätigen, die bald angekündigt werden sollen. Die Investmentpipeline ist reich gefüllt, einschliesslich 40 Startups, die bereits Mitglieder des Parks sind. Die buildify.earth AG nimmt dabei eine flexible Rolle als Co-Investor ein, der schnell agieren und als Katalysator für weitere Investitionen dienen kann.

    Langfristige Planung und offene Türen für weitere Investoren
    Reto Largo und Sem Mattli, die Leiter von buildify.earth, suchen nicht nur nach vielversprechenden Startups, sondern auch nach weiteren Investoren, um das Kapital der Evergreen-Struktur der Gesellschaft zu stärken. Diese Struktur passt gut zu den langen Innovationszyklen im Baubereich und ermöglicht es, einen Teil der Erträge wieder zu investieren, während gleichzeitig attraktive Renditen für die Investoren angestrebt werden. Dies ist nur der Beginn einer langfristigen Strategie, die darauf abzielt, substanzielle Investitionen in aussichtsreiche Startups zu tätigen und die Zukunft der nachhaltigen Bauindustrie aktiv mitzugestalten.

  • Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Die Berner Kantonalbank (BEKB) fördert CO2-Speicheranlagen in der Region Bern-Solothurn. Dazu hat sie laut ihrer Medienmitteilung eine Kooperation mit dem Berner Start-up Neustark vereinbart. Sie soll dessen innovative Technologie zur dauerhaften Speicherung von CO2 in Abbruchbeton unterstützen. Damit sollen in den nächsten zehn Jahren rund 1000 Tonnen CO2 im Wirtschaftsgebiet der BEKB aus der Atmosphäre entfernt werden.

    Neustark, eine 2019 gegründete Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, ist laut der Mitteilung das erste Unternehmen weltweit, das die Kohlenstoffentfernung durch Mineralisierung in Abbruchbeton in die kommerzielle Praxis umgesetzt und ein Netz von Speicheranlagen eingerichtet hat. Im Sommer 2023 wurde im Solothurnischen Biberist die bis anhin grösste Anlage im Wirtschaftsgebiet der BEKB in Betrieb genommen. Weitere Anlagen in der Region sind in Planung. „Durch unsere Zusammenarbeit fördern wir nicht nur innovative Technologien zur Erreichung der Klimaziele, wir tragen auch zur Kreislaufwirtschaft in der Region bei und ermöglichen es, CO2-Emissionen im eigenen Wirtschaftsraum permanent zu entfernen“, wird BEKB-CEO Armin Brun zitiert.

    Im Jahr 2022 betrugen die betrieblichen CO2-Emissionen der BEKB 1153 Tonnen. Diese sollen mittels verschiedener Massnahmen weiter reduziert werden. Durch diese Kooperation mit Neustark wird die Bank ab 2024 jährlich 100 Tonnen CO2 der Betriebsemissionen im eigenen Wirtschaftsgebiet dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um die geschätzten Restemissionen, die für die BEKB unvermeidbar sind und auch in Zukunft nicht reduziert werden können.

  • Swissbau Startup Challenge sucht innovative Geschäftsideen

    Swissbau Startup Challenge sucht innovative Geschäftsideen

    Nach einer erfolgreichen Erstausgabe im vergangenen Jahr gleisen die Startup Acadamy und die Fachmesse Swissbaudie zweite Auflage der Swissbau Startup Challenge auf. Gesucht werden innovative Geschäftsideen, die zur Transformation der Bau- und Immobilienbranche beitragen können. Anmeldungen nehmen die Veranstalter bis Ende Februar dieses Jahres online entgegen.

    In der ersten Runde werden die Start-ups und Scale-ups „mit- und gegeneinander“ antreten, heisst es in einer entsprechenden Mitteilung der Startup Acadamy. Dabei werden sie in einem Bootcamp von Fachleuten betreut und können ihre Ideen in einer Pitching-Runde vorstellen. Die Finalisten dürfen sich dann im Januar 2024 an der Fachmesse Swissbau dem Messepublikum präsentieren. Bei der aktuellen Swissbau Startup Challenge ist zudem neu auch die Vergabe eines Nachhaltigkeitspreises geplant. Er soll besonderes Engagement für den nachhaltigen Umgang mit Energie, Klima und Ressourcen würdigen.

    Als Innovationspartnerin der Swissbau Startup Challenge wird auch dieses Mal wieder die Standortförderung Baselland fungieren. „Start-ups tragen bedeutend zur Steigerung der Innovations- und Wirtschaftskraft der Region bei“, wird Thomas Kübler, Leiter der Standortförderung, in der Mitteilung zitiert. „Es ist uns ein grosses Anliegen, das Angebot für die Innovationsförderung laufend zu pflegen und auszubauen.“

  • Houzy verdoppelt Nutzerzahl

    Houzy verdoppelt Nutzerzahl

    Houzy wächst rassant. Vor Kurzem habe sich der 100’000. Wohnungseigentümer auf der gleichnamigen Plattform des PropTech-Jungunternehmens aus Zürich registriert, schreibt Houzy in einer Mitteilung. Erst vor einem Jahr hatte das 2017 gegründete Start-up den Anstieg seiner Nutzer auf 50’000 vermeldet. Die Zahl der auf der Plattform digital erfassten Häuser und Wohnungen legte im selben Zeitraum von 70’000 auf 144’000 zu.

    Auf der Plattform Houzy werden Daten intelligent verknüpft und daraus Empfehlungen für Wohneigentümer abgeleitet. Beispielsweise kann dort errechnet werden, wann die Heizung saniert und wie viel Geld dafür auf die Seite gelegt werden soll. Auch eine Immobilienbewertung gehört zum Angebot von Houzy. Registrierten Nutzenden steht zudem eine kostenlose Beratung zur Verfügung.

    In den letzten Wochen habe das Unternehmen nun seine Plattform überarbeitet und neue digitale Werkzeuge integriert, erläutert Houzy. Konkret können Wohneigentümer nun die Nachfrage für ihre Immobilie prüfen, den entsprechenden Verkaufspreis optimieren und die Grundstücksgewinnsteuer für alle Schweizer Kantone berechnen. Als wichtigste Neuerung streicht Houzy die neue Immobiliensuchfunktion der Plattform heraus. Hier würden alles grossen Immobilienplattformen durchsucht und die Inserate „mit wertvollen Zusatzinformationen“ ergänzt. Als Beispiele für solche Zusatzinformationen werden in der Mitteilung eine neutrale Marktwertschätzung sowie Energieeffizienz, Energiespar- und Solarpotenzial und Sanierungsbedarf des Objekts genannt.

  • open2work erhält Auszeichnung der Reisebranche

    open2work erhält Auszeichnung der Reisebranche

    Die Reisebranche zeichnet regelmässig die interessantesten Start-ups aus. An der vierten Travel Start-up Night des Verbandes Internet Reisevertrieb (VIR) und des Travel Industry Clubs präsentierten sich vier Schweizer Jungunternehmen. Dabei konnte laut einer VIR-Mitteilung open2work die analog und digital Teilnehmenden überzeugen. Das Zürcher Start-up wird sich im Dezember den Vertretern der Reisebranche der deutschsprachigen Länder in Frankfurt vorstellen können.

    Die Plattform von open2work ermöglicht es Unternehmen mit überzähligen Büroplätzen, diese Interessierten für die stunden- oder tageweise Nutzung anzubieten. In der Schweiz hat das 2020 gegründete Unternehmen laut Mitgründer und CEO Lionel Ebener bereits 27 Standorte. Das Interesse sei auch auf der Nachfrageseite vorhanden. So konnte die Plattform in der ersten Septemberwoche 30 Buchungen verzeichnen. „Unsere Kunden sehen jetzt, dass wir etwas besonderes sind.“

    Das Start-up sucht nun eine Finanzierung in mittlerer sechsstelliger Höhe. „Wir wollen eine professionelle Infrastruktur aufbauen und jetzt alle Schritte skalierbar machen“, so Ebener. open2work wolle das Airbnb für Büros werden.

  • Bund will Schweiz als Standort für Start-ups stärken

    Bund will Schweiz als Standort für Start-ups stärken

    Der Start-up-Standort Schweiz ist nach Ansicht des Bundesrats zwar grundsätzlich gut aufgestellt. In manchen Bereichen bestehe aber dennoch Potenzial für Verbesserungen. Die Eidgenössischen Departemente für Wirtschaft, Bildung und Forschung und für Justiz und Polizei sollen nun im Auftrag des Bundesrats Massnahmen prüfen, mit denen der Standort weiter gestärkt werden könnte.

    Verbesserungspotenzial sieht der Bundesrat laut einer Mitteilung vor allem in den Bereichen Technologietransfer, Internationalisierung, Zugang zu Fachkräften sowie bei der Finanzierung. Er betont zudem, dass „zahlreiche Staaten in den letzten Jahren umfangreiche Programme zur Unterstützung von Start-ups“ lanciert hätten. Er will daher auch die Vor- und Nachteile eines Schweizer Innovationsfonds umfassend zu prüfen lassen. Dabei soll insbesondere verdeutlicht werden, inwiefern ein solcher Fonds den Risikokapitalmarkt in der Schweiz erweitern und damit die Wachstumschancen innovativer Firmen verbessern könnte.

  • Kompotoi ist Finalist bei Swiss Excellence Produkt Award

    Kompotoi ist Finalist bei Swiss Excellence Produkt Award

    Kompotoi befindet sich unter den sechs Finalisten für den Swiss Excellence Produkt Award 2021. Das hat Swiss Excellence jetzt mitgeteilt. Das Zürcher Start-up überzeugte die Jury mit seinen mobilen und auf Nachhaltigkeit fokussierten Komposttoiletten. Die Preisverleihung findet am 16. September im Technopark Winterthur statt. Mit dem Swiss Excellence Produkt Award leistet die Swiss Excellence Stiftung eigenen Angaben zufolge einen Beitrag zur Förderung des Unternehmertums sowie des Technologie- und Innovationsstandortes Schweiz.

    Kompotoi bietet eigenen Angaben zufolge eine „schöne, benutzerfreundliche und nachhaltige Alternative“ zu den herkömmlichen Toilettenhäuschen. Sie seien „absolut geruchsfrei“ und werden „in Schweizer Handarbeit“ aus Holz gefertigt. Sie kommen ohne Plastik, Chemie, Strom und Spülwasser aus. „Wir haben für den Bereich der mobilen Toiletten eine bessere Lösung entwickelt als die herkömmliche. Sie ist einfach und einleuchtend. Deshalb sind die Kunden begeistert von unserem Produkt“, so Kompotoi in seiner Präsentation für den Green Business Award, für den das Unternehmen ebenfalls nominiert ist.

    Stattdessen werden die gesammelten Reststoffe durch eine kombinierte Verfahrenstechnik von Fermentation und Kompostierung in stabile Humuserde umgewandelt. „In einem Kilo Kompost wird durchschnittlich 0,2 kg CO2 gespeichert“, so Kompotoi auf die Frage nach dem Umweltnutzen ihres Produkts. „Kompotoi produzierte 2019 rund 100 Tonnen Kompost, das sind circa 20’000 Kilogramm gespeichertes CO2. Wenn alle mobilen Toiletten der Schweiz als Komposttoiletten betrieben würden, könnten so 13‘200 Tonnen CO2 nachhaltig in den Böden gespeichert werden.“

    Kompotoi vermietet seine Holztoiletten etwa für grössere Festivals. Das Unternehmen plant aber auch Anlagen im öffentlichen Bereich oder für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Ausserdem verkauft Kompotoi Toilettenlösungen für Gartenhäuser, Jagd- und Alphütten.

    Mit Kompotoi bewerben sich weitere zwei Start-ups um den Swiss Excellence Produkt Award: Hivewatch und Smartbreed. In der Kategorie KMU sind ebenfalls drei Unternehmen nominiert: Advanced Osteotomy Tools – AOT AG, Qumea und Rheonics. Alle Start-up-Finalisten werden bereits mit einem dreijährigen Coaching des Start-up-Förderers genisuisse unterstützt.

  • Drohne erstellt digitalen Zwilling von Zürich

    Drohne erstellt digitalen Zwilling von Zürich

    Wingtra, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), stellt spezielle Drohnen für Luftbildaufnahmen und die Fernerkundung her. Dabei kombiniert sie die positiven Eigenschaften von Multirotoren und Starrflüglern. Die Wingtra-Drohne startet und landet senkrecht wie ein Helikopter. Gleichzeitig fliegt sie aber effizient vorwärts wie ein Flugzeug. Dank ihrer hohen Traglast kann die Drohne zudem eine grosse Auswahl an Kameras tragen.

    Erst vor Kurzem hat Wingtra die WingtraOne GEN II auf den Markt gebracht. Diese Drohne ermöglicht eine neue, schräge Kamerakonfiguration für hochwertige 3D-Drohnenkartierungen. Um die Entwicklung gleich einzusetzen, hat Wingtra damit einen digitalen Zwilling der Stadt Zürich erstellt.

    Für die 3D-Kartierung der Stadt Zürich hat die Drohne einer Medienmitteilung zufolge lediglich sechs Flugstunden gebraucht. Ein Pixel im 3D-Modell entspricht dabei 3 Zentimeter an Informationen aus der realen Welt. Damit stelle es „einen völlig neuen Detailgrad“ dar.

    Laut Maximilian Boosfeld, Mitgründer und CEO von Wingtra, ist die neue Drohne „die perfekte Wahl für die Erfassung von Infrastruktur – von einer einzelnen Industrieanlage bis hin zu ganzen Städten“. Detaillierte 3D-Daten könnten etwa Stadtverwaltungen, Stadtplanern, Ingenieuren und Architekten helfen, die Lebensqualität in städtischen Räumen zu erhöhen, kritische Infrastrukturen zu planen und Veränderungen der Umwelt zu simulieren, hält das Unternehmen weiter fest.

  • Was hat künstliche Intelligenz mit Facility Management zu tun?

    Was hat künstliche Intelligenz mit Facility Management zu tun?

    Das Thema Künstliche Intelligenz hat den «Laborstatus» definitiv hinter sich gelassen. KI-basierte Lösungen werden immer stärker in den Arbeitsalltag integriert. Dabei geht es im Kern nicht um die «lernende» Technologie selbst, sondern um die dahinterliegenden Daten. Die technologische Lösung übernimmt das Sammeln, Speichern, Verarbeiten und Nutzen der eingeflossenen Daten. Entscheidend für künftige Innovationen wird hier das Zusammenspiel zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz sein. Jene Unternehmen, die KI sinnvoll nutzen, werden für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sein und entscheidende Wettbewerbsvorteile erlangen.

    Auch im Facility Management haben KI-basierte Lösungen Einzug gefunden. Die Gebäudereinigung ist ein sehr kostspieliges Thema und Reinigungsmittel, Energie und Zeit werden oftmals mehr als nötig eingesetzt – dies ist nicht nur unökologisch, sondern auch unökonomisch. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz kann der Ressourceneinsatz optimiert und Kosten deutlich reduziert werden.

    Das Schweizer Startup Soobr bietet hier eine nutzungsorientierte KI-Lösung. Dabei werden die bestehenden Leistungs- und Gebäudedaten in die Software eingelesen, worauf die KI basierend auf Faktoren wie Raumdistanzen, Raumpriorität, Anzahl und Dauer der Reinigung die Planung der täglichen Touren vornimmt. Über Raumsensoren kann zusätzlich die Belegung der einzelnen Räume in die Einsatzplanung integriert werden, um so die Reinigung gezielt dort auszuführen, wo sie wirklich notwendig ist. Die ausführenden Reinigungsmitarbeitenden werden mittels App auf mobilen Geräten durch die jeweiligen Touren geführt wobei Sie die KI mit Feedback und Dokumentationen speisen können. Die dynamische Tourenplanung erhöht die Effizienz, spart Kosten und Zeit bei der Tourenplanung ein und steigert die Transparenz für die Datenauswertung. 

    Mehr zu digitalen Helfer in der Immobilien- und Bauwirtschaft finden Sie auf: https://proptechmarket.net/solutions

  • Porsche unterstützt Zürcher Start-up

    Porsche unterstützt Zürcher Start-up

    Porsche unterstützt über sein Programm Forward31 innovative Jungunternehmen. Nun hat der deutsche Autobauer auch das Zürcher Start-up The Embassies in dieses Programm aufgenommen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    The Embassies entwickelt eine neue Lösung für das Wohnen im Alter. Diese setzt sich aus einer digitalen Plattform sowie bewohnbaren Räumlichkeiten zusammen. Die Firma will dabei ein Netzwerk mit rund 30 Standorten weltweit aufbauen. Dabei will sie sich auf Grossstädte wie Zürich, London, New York oder Berlin fokussieren. Der erste Standort soll 2022 in Europa eröffnet werden.

    An den Standorten  – sogenannten Botschaften – von The Embassies sollen Bewohnern und Besuchern öffentlich zugängliche Gastronomie- und Freizeitangebote zur Verfügung stehen. Das Ziel ist es, die soziale Interaktion zu fördern. Auch das Reisen von älteren Personen wird unterstützt. So haben Bewohner und Mitglieder auch Zugang zu anderen Standorten von The Embassies weltweit.

    „Wir haben unser Angebot für Menschen geschaffen, die so lange wie möglich ein selbstbestimmtes, erfülltes und gesundes Leben führen möchten“, sagt Jan Garde, Gründer von The Embassies, in der Mitteilung.

    Forward31 wird nun gemeinsam mit dem Gründerteam von The Embassies das Geschäftsmodell weiterentwickeln und das Unternehmen in Zukunft als strategischer Partner begleiten.

  • Bringhen Gruppe beteiligt sich an Habitects

    Bringhen Gruppe beteiligt sich an Habitects

    Habitects ist 2019 als digitale Handels- und Serviceplattform für den Sanitärbereich in der Schweiz an den Start gegangen. Nun geht das Winterthurer Start-up eine Partnerschaft mit der Bringhen Gruppe ein. Das 1959 gegründete Unternehmen mit Sitz in Visp VS gehört mit 14 Standorten in der ganzen Schweiz und über angebotenen 120‘000 Produkten zu den grossen Fachhändlern im Baubereich. „Für mich ist diese Partnerschaft ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserer Firmengeschichte“, wird Jean-Pierre Bringhen, Inhaber und CEO der Bringhen Gruppe, in der Mitteilung von Habitects zitiert. „Um einen solchen Schritt ausserhalb der traditionellen Marktstruktur zu unternehmen, musste die Firmengruppe eine kritische Grösse mit einer entsprechenden Marktabdeckung erreichen.“

    Bringhen beteiligt sich auch finanziell am Winterthurer Unternehmen. Michael Lochmatter-Bringhen tritt in den Verwaltungsrat von Habitects ein.

    Habitects will dank der Partnerschaft zu einem führenden Marktplatz im Schweizer Bauhandel aufsteigen. Dazu sollen neue Dienstleistungen für Handwerker lanciert werden. Die Digitalisierung solle für eine einfachere und effizientere Abwicklung von Bauprojekten genutzt werden, wird Christoph Meili, Verwaltungsratspräsident von Habitects, in der Mitteilung zitiert. Das solle allen Anspruchsgruppen zugute kommen, vom Wohneigentümer über den Architekten zum Generalunternehmer.

    Habitects gehört zum digitalen Ökosystem ConReal Swiss. Dieses hat auch andere Unternehmen im Bau- und Immobilienbereich hervorgebracht, darunter Fixify, houzy und SmartDevis. Weitere Start-ups seien in Vorbereitung, heisst es in der Mitteilung.

  • PriceHubble nimmt frisches Geld ein

    PriceHubble nimmt frisches Geld ein

    PriceHubble hat eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei mehrere Millionen Franken eingenommen, wie aus einer Mitteilung bei startupticker.ch hervorgeht. Angeführt wurde die Runde vom Helvetia Venture Fund und von Swiss Life. Zu den Investoren gehören ausserdem das österreichische Immobilienunternehmen Soravia und Frank Strauss, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank.

    PriceHubble ermöglicht es, aus grossen Datenmengen nützliche Erkenntnisse für die Bewertung von Immobilien zu gewinnen. Mit der Lösung des Unternehmens können etwa Daten zum Standort, der Nachbarschaft oder zur Lärmbelastung mithilfe von Big Data Analytics sowie Künstlicher Intelligenz ausgewertet und anschaulich präsentiert werden. PriceHubble richtet sich an alle Parteien der Immobilienwertschöpfungskette, etwa an Immobilienportale, Banken, Vermögensverwalter, Versicherungen, Immobilieninvestoren sowie Privatpersonen.

    Der Mitteilung zufolge ist das Unternehmen bereits im deutschsprachigen Raum, in Frankreich sowie in Japan erfolgreich. Im den vergangenen zwölf Monaten konnte PriceHubble die Anzahl seiner Kunden auf mehrere hundert verfünffachen und jene der Mitarbeitenden auf 72 verdoppeln.

    Mit dem frischen Geld soll das internationale Wachstum weiter vorangetrieben werden. „Durch die neu gewonnenen Finanzmittel sind wir bestens für die weitere Expansion gerüstet und können unsere europäische Spitzenposition als Proptech für datengetriebene Immobilienbewertungen und Standortanalysen weiter ausbauen“, lässt sich PriceHubble-Gründer Stefan Heitmann zitieren.

  • ETH-Ausgründung bindet CO2 in Betonbruch

    ETH-Ausgründung bindet CO2 in Betonbruch

    Wäre die Betonindustrie ein Land, dann wäre sie der drittgrösste Emittent der Welt. Sie produziert etwa viermal so viel CO2 wie der gesamte globale Flugverkehr. Dem setzt das Start-up Neustark, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), sein Konzept entgegen: die Mineralisierung von Kohlendioxid aus der Luft, um Kalkstein zu erhalten.

    Neustark bindet CO2 in den Poren und an der Oberfläche von Betongranulat. Dieses aufgewertete Granulat kann dann als Sand- und Kiesersatz in frischen Beton gemischt werden. Dank dieses Granulats benötigt man dafür weniger Zement, bei gleichbleibenden Eigenschaften. Das geht aus einer Mitteilung der ETH hervor.

    „Mich hat gereizt, dass die Lösung nicht erst in fünf oder zehn Jahren, sondern schon jetzt greifbar ist“, sagt Betriebswirtschaftler Valentin Gutknecht, der sich im immer grösser werdenden Team von Neustark um die operativen Aspekte des Geschäfts kümmert. Gemeinsam mit Johannes Tiefenthaler will er diese klimapositive Geschäftsidee in die Realität umsetzen. Tiefenthaler doktoriert am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik (MAVT) über die nächste Technologiegeneration für die Mineralisierung von Kohlendioxid.

    Im Baubereich werde zwar viel geforscht, trotzdem habe die Industrie bisher nur kleine Emissionsreduktionen erzielt, so Tiefenthaler. Der Vorteil des Betongranulats sei, dass es hochreaktiv sei und der Betonbruch auch ohne klimaschädliche Vorbehandlung mit dem Kohlendioxid eine sehr stabile chemische Verbindung forme.

    Ihre Pilotanlage zur Wiederverwertung von Beton wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Klimastiftung Schweiz gefördert. Das Projekt soll jetzt den Wertzuwachs entlang der ganzen Wertschöpfungskette demonstrieren. Neustarks Ziel: negative Emissionen, für die es nur „ganz wenige technische Ansätze“ gebe. Das Jungunternehmen will zeigen, „dass negative Emissionen nicht nur Kosten, sondern sogar einen wirtschaftlichen Gewinn bringen können“.