Schlagwort: statistik

  • Bautätigkeit bleibt stabil

    Bautätigkeit bleibt stabil

    Die Bautätigkeit hat im ersten Quartal 2025 im Jahresvergleich ein kleines Plus von 0,4 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken realisiert, informiert der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) in einer Mitteilung. Er schätzt die Bautätigkeit trotz der internationalen Handelskonflikte als stabil ein. Für das Gesamtjahr geht der Verband von einem Wachstum der Bautätigkeit um 1,1 Prozent im Jahresvergleich aus.

    Bei den einzelnen Sektoren im Baugewerbe haben die Fachleute des SBV im Berichtsquartal unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. So fiel der Wirtschaftsbau gegenüber dem ersten Quartal 2024 um 7 Prozent schwächer aus. Die Bautätigkeit im öffentlichen Hochbau legte hingegen gleichzeitig um 23 Prozent zu. Beim Tiefbau wurde ein Rückgang der privaten Bautätigkeit von einem Wachstum des wesentlich stärkeren öffentlichen Tiefbaus um 2,8 Prozent weitgehend ausgeglichen. Unterm Strich verbleibt ein Rückgang der Bautätigkeit im Tiefbau um rund 2 Prozent.

    In der Mitteilung streicht der SBV die «überraschend» positive Entwicklung im Wohnungsbau heraus. Hier lag der Umsatz mit 1,7 Milliarden Franken um 2,4 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Als «besonders erfreulich» schätzen die Fachleute des SBV das gleichzeitig beobachtete Wachstum der Neuaufträge um 11 Prozent im Jahresvergleich ein. Sie führen dies auf die erhöhte Anzahl Baugesuche im Vorjahr zurück, die sich nun «allmählich in den Auftragsbüchern» niederschlage.

  • Schweizer Datenökosystem

    Schweizer Datenökosystem

    Daten sind eine zentrale Ressource für wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt. Um zu verhindern, dass Daten in isolierten Silos verbleiben, setzt der Bund auf ein nationales Datenökosystem. Dieses umfasst themenspezifische Datenräume, in denen Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Organisationen sicher und kontrolliert Daten austauschen können.

    Der Bundesrat hat die Bundeskanzlei beauftragt, eine zentrale Anlaufstelle zur Koordination dieser Datenräume zu schaffen. Die Anlaufstelle Datenökosystem Schweiz, die am 15. Januar 2025 ihren Betrieb aufgenommen hat, wird von der Bundeskanzlei in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kommunikation, dem Bundesamt für Statistik und der Direktion für Völkerrecht betrieben.

    Koordination, Beratung und internationale Vernetzung
    Die Hauptaufgabe der Anlaufstelle besteht darin, Grundlagen für ein interoperables Datenökosystem zu schaffen. Dazu gehören Regelwerke, technische Standards und organisatorische Strukturen. Gleichzeitig unterstützt sie laufende Datenraumprojekte mit konzeptioneller, organisatorischer und rechtlicher Beratung.

    Ein zentrales Element ist die Vernetzung der relevanten Akteure. In sogenannten Communities of Practice können Fachleute Wissen und Erfahrungen austauschen, um die Entwicklung gemeinsamer Datenlösungen zu beschleunigen. Darüber hinaus arbeitet die Anlaufstelle mit internationalen Partnern wie dem Fraunhofer-Institut zusammen, um die Kompatibilität schweizerischer Datenräume mit europäischen und globalen Initiativen sicherzustellen.

    Daten für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft nutzbar machen
    Mehrere Datenraumprojekte befinden sich bereits im Aufbau, etwa in den Bereichen Gesundheit («DigiSanté»), Tourismus («Nationale Dateninfrastruktur für den Tourismus») und Landwirtschaft («agridata.ch»). Ein weiteres Beispiel ist der geplante Mobilitätsdatenraum, in dem Akteure des öffentlichen Verkehrs, der Logistik und der Behörden Mobilitätsdaten austauschen. Dies ermöglicht effizientere Verkehrssteuerung, optimierte Routenplanung für Spediteure und schnellere Reaktionszeiten für Blaulichtorganisationen.

    Mit der neuen Anlaufstelle setzt die Schweiz einen wichtigen Schritt, um das Potenzial von Daten nachhaltig zu nutzen und digitale Innovationen über Branchen- und Verwaltungsgrenzen hinweg zu fördern.

  • Wohneigentum wird teurer

    Wohneigentum wird teurer

    Die Preise für Wohneigentum haben im zweiten Quartal 2024 weiter angezogen, informiert das Amt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Der von ihm erhobene Wohnimmobilienpreisindex legte im Quartalsvergleich um 1,1 Prozent zu und steht aktuell bei 117,5 Punkten. Im Jahresvergleich haben die Fachleute des BFS einen Anstieg um 1,4 Prozent beobachtet. Die Basis des Index wurde im vierten Quartal 2019 bei 100 Punkten fixiert.

    Die Preise von Eigentumswohnungen zogen im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent, im Jahresvergleich um 1,7 Prozent an. Bei den Einfamilienhäusern wurde ein Anstieg um 1,2 Prozent im Quartalsvergleich und um 1,0 Prozent im Jahresvergleich beobachtet. Der Immobilienpreisindex für Einfamilienhäuser schloss zum Quartalsende bei 118,6 Punkten. Sein Pendant für Eigentumswohnungen fiel mit 116,5Punkten etwas geringer aus.

    De Preise für Einfamilienhäuser zogen im Berichtsquartal in sämtlichen Gemeindetypen an, informierten die Fachleute des BFS. Den stärksten Anstieg haben sie mit 2,3 Prozent in der Kategorie der ländlichen Gemeinden beobachtet. In dieser Kategorie legten auch die Preise für Eigentumswohnungen mit 2,7 Prozent besonders stark zu. Bei Eigentumswohnungen in den städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration gaben die Preise hingegen um 0,3 Prozent nach.

  • Bauinvestitionen haben 2023 leicht zugenommen  

    Bauinvestitionen haben 2023 leicht zugenommen  

    Die Bauinvestitionen sind in der Schweiz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nominal um 0,2 Prozent angestiegen. Dabei sanken laut einer Medienmitteilung die Investitionen in den Hochbau um 0,3 Prozent und jene in den Tiefbau nahmen um 2,7 Prozent zu. In Neubauprojekte wurden im Jahresvergleich 2,5 Prozent weniger und in Umbauprojekte 4,4 Prozent mehr investiert. Dies zeigen die provisorischen Resultate der Baustatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

    Die gesamten Bauausgaben, also Bauinvestitionen plus öffentliche Unterhaltsausgaben, nahmen 2023 um 0,3 Prozent zu, wobei preisbereinigt ein Rückgang von 2,5 Prozent verzeichnet wurde.

    Die öffentlichen Auftraggeber – Bund, Kantone und Gemeinden – erhöhten die Investitionssummen in den Tiefbau um ein Plus von 3,9 Prozent sowie in den Hochbau um 8,5 Prozent. Die privaten Auftraggeber gaben dagegen im Jahr 2023 sowohl weniger für den Tiefbau, minus 2,3 Prozent, wie auch für den Hochbau (-1,9 Prozent) aus.

    Ein Rückgang um 2,5 Prozent wurde bei den Neubauinvestitionen verzeichnet. Die privaten Auftraggeber gaben um 4,8 Prozent weniger für Neubauprojekte aus. Zugelegt haben dagegen die Investitionen in Umbauten mit einem Plus von 4,4 Prozent.

    Neben der privaten Umbautätigkeit mit plus 3,9 Prozent habe auch die öffentliche Hand im Jahresvergleich mehr in Neubauten (+6,9 Prozent) und in Umbauten (+5,2 Prozent) investiert, heisst es in der Mitteilung des BFS.

  • Analyse und Ausblick der Baupreise

    Analyse und Ausblick der Baupreise

    Der Baupreisindex 2023 offenbart eine komplexe Dynamik im Schweizer Hochbau, mit moderaten Preissteigerungen, die durch eine Mischung aus internationalen Marktbedingungen, Währungseffekten und lokalen Wirtschaftsfaktoren beeinflusst werden. Die Branche steht vor Herausforderungen, darunter ein veränderlicher Arbeitsmarkt und eine rückläufige Bautätigkeit, die strategische Anpassungen erfordern. Der Bericht liefert wichtige Einblicke für Fachleute im Management der Immobilienbranche, um fundierte Entscheidungen zu treffen und zukünftige Entwicklungen zu antizipieren.

    Die Analyse der Materialpreise für den Hochbau zeigt eine differenzierte Entwicklung: Während der Materialpreisindex KBOB im November 2023 nur eine leichte Erhöhung um 0.6 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete, offenbaren sich bei Betrachtung einzelner Materialien signifikante Unterschiede. So fielen die Preise für Armierungsstahl markant um 28 Prozent, während Frischbeton und Backsteine Preissteigerungen von 9.5 bzw. 36 Prozent erlebten. Diese Preisentwicklungen reflektieren eine Normalisierung der internationalen Marktpreise und die Auswirkungen der Aufwertung des Schweizer Frankens, die die Importkosten für Baumaterialien reduzierte. Dem gegenüber standen jedoch steigende Energie- und Treibstoffpreise, die die Materialkosten beeinflussten.

    Die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Baugewerbe und die Lohnentwicklung bleiben von strategischer Bedeutung. Nach einem temporären Anstieg der offenen Stellen im Frühjahr stabilisierte sich die Quote im dritten Quartal 2023 auf 2.1 Prozent und liegt damit weiterhin über dem Zehnjahresmittel. Die demografische Entwicklung verstärkt die Herausforderungen für das Baugewerbe, was zu einem anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Löhne beiträgt.

    Die Bautätigkeit, insbesondere im Bereich der Wohn- und Büroflächen, hat seit 2021 kontinuierlich abgenommen. Die Investitionen in Neubaubewilligungen gingen im Vergleich zu den Durchschnittswerten der letzten fünf Jahre zurück, was auf die hohen Finanzierungskosten und einen verhaltenen wirtschaftlichen Ausblick zurückzuführen ist. Diese Entwicklungen könnten zu einem verstärkten Preiswettbewerb führen und die Profitabilität im Bauwesen beeinträchtigen.

  • Preise von Wohneigentum steigen im 2. Quartal 2023 um 1,2%

    Preise von Wohneigentum steigen im 2. Quartal 2023 um 1,2%

    Im 2. Quartal 2023 zogen im Vergleich zum Vorquartal schweizweit gesehen sowohl die Preise der Einfamilienhäuser (+0,7%) wie auch diejenigen der Eigentumswohnungen (+1,6%) an. Bei den Einfamilienhäusern stiegen die Preise in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration am meisten an (+3.4%), während die Preise in den städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration und in den intermediären Gemeinden stabil geblieben sind. Das Marktsegment der Eigentumswohnungen weist in sämtlichen Gemeindetypen höhere Preise auf als im 1. Quartal 2023. Der stärkste Preisanstieg fand in der Kategorie der städtischen Gemeinden einer mittelgrossen Agglomeration statt (+2,4%). Weitere Informationen unter www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell

  • Wasserkraft legt um 151 Gigawattstunden zu

    Wasserkraft legt um 151 Gigawattstunden zu

    Das Bundesamt für Energie (BEF) teilt in der Wasserkraft-Statistik 2019 mit, dass per Jahresbeginn 674 aktive Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils mehr als 300 Kilowatt gezählt wurden. Die Anzahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Anlagen und die erwartete Energieproduktion aus Wasserkraft legte im selben Zeitraum um 118 Gigawattstunden auf 36’567 Gigawattstunden zu.

    Rund 57 Prozent des inländischen Stroms werden heute mit Wasserkraft erzeugt, dabei produziert der Kanton Wallis mit einer Produktionserwartung vom 9765 Gigawattstunden am meisten Strom. Darauf folgt Graubünden mit 7950 Gigawattstunden, Tessin mit 3566 Gigawattstunden und Bern mit 3336 Gigawattstunden.

    „Gemäss dem geltenden Energiegesetz soll die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion bis 2035 auf 37‘400 Gigawattstunden ansteigen“, informiert das BFE in der Mitteilung weiter. Um die Entwicklung zu verfolgen, setzt das BFE die Statistik zur Wasserkraft ein. Dabei wird von der zu erwartender Energieproduktion der grossen Kraftwerke der Verbrauch der Zubringerpumpen abgezogen. Dafür wird die effektive Produktion der kleineren Kraftwerke addiert. So wurde für das vergangene Jahr eine durchschnittliche inländische Produktion von 36’137 Gigawattstunden errechnet, was gegenüber 2018 einer Zunahme von 151 Gigawattstunden bedeutet.