Neu verfügt auch die AMAG Zug über eine Photovoltaikanlage (PVA). Auf 1301 Quadratmetern werden 667 Solarmodule pro Jahr voraussichtlich 263’040 Kilowattstunden Strom produzieren. Laut einer Medienmitteilung wird dieser vor Ort für den Eigenbedarf des Autohändlers verwendet. Je eine weitere PVA seien auf dem Dach des VW-Showrooms der AMAG Zug und auf dem öffentlichen AMAG-Parkhaus in Cham geplant.
In den vergangenen beiden Jahren wurden auf Dächern von AMAG-Betrieben bereits PVA installiert, unter anderem in Basel, Wettswil ZH, Lupfig AG, Chur, Baden AG, Etoy VD, Oftringen AG, Buchrain LU, Winterthur und Maienfeld GR. „Wir sind stolz darauf, dass wir nun auch zu den Betrieben innerhalb der AMAG-Familie gehören, die über eine Photovoltaikanlage verfügen und damit einen grossen Teil des von uns gebrauchten Stroms selber herstellen können“, wird Geschäftsführer Herbert Sommerhalder zitiert.
Bis 2025 wird die AMAG Gruppe im Zuge ihrer Nachhaltigkeits- und Klimastrategie insgesamt rund 75’000 Quadratmeter ihrer Dachfläche mit Solarpaneelen bestückt haben. Das entspricht etwa einer Fläche von zehn Fussballfeldern. Damit kann das Unternehmen den Angaben zufolge mehr als 20 Prozent des heutigen Stromverbrauchs selbst herstellen.
Die BKW Energie AG bekommt bei der Umstellung ihrer Zählertechnik Unterstützung vom Messtechnikausstatter Kamstrup mit Schweizer Sitz in Glattbrugg sowie von den in Cham ansässigen Firmen Ensor und Semax. Gemeinsam mit den jetzt vorgestellten Projektpartnern will die Energieversorgerin gemäss einer Medienmitteilung bis 2028 mehr als 400’000 elektronische Zähler im Netzgebiet einführen.
Der Gesetzgeber verlangt den Einbau der neuen Zähler als Teil der Energiestrategie 2050. Für das zukunftsweisende Infrastrukturprojekt zählt BKW auf die Expertise der mittels Ausschreibung gewählten Technologiepartner. Datenverschlüsselung und Datenerfassung basierten künftig auf einer sicheren Cloud-Technologie von Kamstrup. Von Ensor und Semax bezieht BKW hochwertige Smartmeter, die ausgerichtet sind für die Anforderungen der Industrie.
Wie die BKW informiert, erlaube die digitale Zählertechnik eine Verbrauchsmessung im Viertelstundentakt sowie eine direkte Datenübermittlung an den Energieversorger. Kunden erhalten einen detaillierteren Einblick in ihren Stromverbrauch, heisst es. Die Übermittlung der Daten soll das Kommunikationsunternehmen Sunrise übernehmen. Hansen ist der Mitteilung zufolge für das Datenmanagement zuständig.
Seit dem 6. Juni können Besuchende des Einkaufszentrums Zänti in Regensdorf ihre Elektrofahrzeuge an sieben Schnellladestationen aufladen, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Der Zürcher Energiedienstleister hat die Ladestationen mit einer Leistung von bis zu 120 Kilowatt im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft mit dem Zentrum Regensdorf installiert. „Gemeinsam mit dem Zentrum Regensdorf stellen wir den Kund*innen unsere momentan schnellste Ladelösung in einem Zürcher Shoppingcenter zur Verfügung“, wird Rami Syväri, Leiter Mobilität bei Energie 360°, in der Mitteilung zitiert.
Die neuen Stromtankstellen laden den Akku eines E-Autos je nach Modell innerhalb von 30 bis 60 Minuten mit ökologisch produziertem Gleichstrom auf. „Mit den neuen Schnellladestationen möchten wir dem Bedürfnis unserer Kund*innen nachkommen und gleichzeitig die CO2-Emissionen aktiv senken“, erläutert Sandro Engeler, Leiter des Zentrums Regensdorf. Zwei bereits bestehende AC-Ladestationen ergänzen das Angebot an Ladelösungen im Zänti.
Syväri zufolge betreibt Energie 360° schweizweit bereits über 200 Standorte mit Ladestationen. Das Unternehmen finanziert, plant, baut und unterhält die Stromtankstellen in Zusammenarbeit mit den Eignern geeigneter Standorte. Alle öffentlichen Ladestationen von Energie 360° können mit QR-Code, App oder RFID-Karte genutzt werden und sind in das Netz von Swisscharge eingebunden.
Am 3. Juni hat die feierliche Einweihung des Kraftwerks Palanggenbach stattgefunden. Damit ist das jüngste Wasserkraftwerk in Uri rund sechs Monate nach Inbetriebnahme, abgeschlossenen Tests und einigen Optimierungsarbeiten auch offiziell eröffnet, informiert EWA-energieUri in einer Mitteilung. Der Energiedienstleister hat das Kraftwerk Palanggenbach gemeinsam mit der aventron AG, der Korporation Uri und der Gemeinde Seedorf realisiert.
„Wir dürfen stolz auf das sein, was wir mit dem KW Palanggenbach realisiert haben“, wird Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der Kraftwerk Palanggenbach AG, in der Mitteilung aus seiner Ansprache an der Einweihung zitiert. „Das Kraftwerk Palanggenbach leistet mit seiner Jahresproduktion von 11,5 Gigawattstunden Strom zukünftig einen Beitrag an die Versorgungssicherheit und dies CO2-frei, nachhaltig und erneuerbar.“ Darüber hinaus wies Jauch darauf hin, dass über 85 Prozent oder rund 18 Millionen Franken der Investitionen in das Projekt dem Kanton Uri in Form von Aufträgen zugute kamen. Auch im laufenden Betrieb generiere das Kraftwerk „namhafte Abgaben an die Korporation Uri, den Kanton Uri und die Gemeinde Seedorf“.
Zur offiziellen Einweihung standen die Türen des Kraftwerks der interessierten Bevölkerung offen. Exklusiv wurde dabei die Möglichkeit geboten, den 1,3 Kilometer langen Stollen bis zur Wassererfassung zu erkunden. Zudem konnten Kraftwerkszentrale und Turbine in Augenschein genommen werden.
Die Bündner Gemeinde Samedan soll ihren Strombedarf künftig aus Solarstrom decken. Dafür richten die auf Solarprojekte spezialisierte TNC Consulting AG und der gemeindeeigene Energieversorger Energia Samedan auf der Fläche zwischen dem Flughafen Samedan und dem Fluss Flaz eine Solaranlage mit einer Leistung von 30 Megawatt ein. Sie werde rund 150 Prozent der Energie produzieren, die Samedan inklusive seiner Industriebetriebe im Jahr benötigt, schreibt TNC Consulting in einer Mitteilung. Der überschüssige Strom soll ins regionale Stromnetz abgegeben werden.
„Samedin wird Solarpionierdorf im Engadin“, prognostiziert TNC Consulting. Die geplante Anlage weist dafür eine ganze Reihe von Vorteilen auf. So wird aufgrund der günstigen Lage mit einem Winterstromanteil von mehr als 50 Prozent gerechnet. Der Aufbau der Panele wird durch die Nähe der Strasse und zur Rhätischen Bahn erleichtert. Zudem sind bereits vier mögliche Anschlusspunkte an das öffentliche Stromnetz vorhanden.
Aufstellung und Anordnung der Solarpanele sollen garantieren, dass die Fläche weiterhin mehrfach genutzt werden kann. Dazu werden die Module vertikal im Abstand von sechs Metern aufgestellt, wobei die unteren von zwei übereinanderliegenden Panelen 90 Zentimeter Abstand zum Boden aufweisen. „Dank der ausgesprochen konstruktiven Zusammenarbeit seitens der Grundeigentümer und Pächter, der kommunalen und kantonalen Behörden, von weiteren Industriepartnern sowie von den Umweltorganisationen“ bestünden „gute Voraussetzungen“, dass die in Etappen ausbaubare Anlage zur Schliessung der Stromlücke im Winter 2024/25 beiträgt, heisst es in der Mitteilung.
Die Gemeinde Grengiols und fünf Energieunternehmen planen die Einrichtung einer der grössten Solaranlagen in der Schweiz: Am Südhang des Walliser Saflischtals sollen 910’000 Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt rund 440 Megawatt Peak installiert werden, informieren die Industriellen Werke Basel (IWB) in einer Mitteilung. Neben IWB sind die beiden Walliser Energieunternehmen Energie Brig-Aletsch-Goms (EnBAG) und Forces Motrices Valaisannes (FMV) sowie die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und das Westschweizer Energieunternehmen Groupe E in das Projekt involviert. Eine Anfang Jahr abgeschlossene Machbarkeitsstudie hat das Potenzial von Grengiols-Solar bereits bestätigt.
Die Anlage ist in einem Gebiet geplant, das jährlich rund 1500 Sonnenstunden und damit erheblich mehr Sonnenstunden als das Unterland aufweist. Die damit möglichen rund 600 Gigawattstunden Strom im Jahr fallen zu 42 Prozent im Winter an, schreibt IWB. Im Verbund mit dem von den Gommerkraftwerken (GKW) geplanten Speicherkraftwerk Chumensee könnten jährlich 1200 Gigawattstunden Strom „planbar und durch Speicherung jederzeit verfügbar“ erzeugt werden.
Für die Realisierung der Anlage setzen die Projektpartner mehrere Jahre an. Bis Ende 2023 wollen sie den Umweltverträglichkeitsbericht und das Bauprojekt erstellt haben. Im Zusammenhang mit Letzterem sollen auch die Investitionskosten berechnet werden.
Bereits Ende 2025 wollen die Partner Grengiols-Solar mit der vom Gesetz geforderten Leistung ans Netz anschliessen. Dabei wird der Strom anfangs über eine temporäre Freileitung an eine 65-Kilovolt-Leitung ins Rhonetal abgegeben.
Die Stadt Winterthur hat beschlossen, auf den Dächern von fünf Schulhäusern in Winterthur Photovoltaikanlagen zu installieren, informiert die Stadtkanzlei in einer Mitteilung. Für Bau und Betrieb der Anlagen auf den Dächern der Schulhäuser Eichliacker, Guggenbühl, Neuwiesen und Talhof sowie der Mechatronik Schule in Winterthur ist der stadteigene Energieversorger Stadtwerk Winterthur zuständig. Die fünf neuen Photovoltaikanlagen sollen zusammen jährlich rund 186 Megawattstunden Solarstrom produzieren.
Die Kosten des Projekts werden in der Mitteilung auf insgesamt 450’200 Franken veranschlagt. Die entsprechenden Mittel sollen dem Rahmenkredit in Höhe von 90 Millionen Franken entnommen werden, den die Winterthurer Stimmbevölkerung im September 2021 für Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen bewilligt hat, erläutert die Stadtkanzlei. Sie weist zudem auf die Übereinstimmung des Projekts mit der Klima- und Energiepolitik der Stadt Winterthur im Allgemeinen und der in der aktuellen Legislaturperiode beschlossenen Förderung von erneuerbaren Energien hin.
ABB präsentiert bei der CES 2023 in Las Vegas seine neue Heimladestation Terra Home für elektrische Fahrzeuge. Die wichtigste internationale Elektronik- und Technik-Messe findet vom 5. bis 8. Januar statt. Die neue Terra Home-Station soll den Nutzenden „einmalige Auswahlmöglichkeiten und Flexibilität bieten, damit noch mehr Menschen einfach und stilvoll auf Elektromobilität umsteigen können“, wird Leon van de Pas in einer Medienmitteilung zitiert.
Der Senior Vice President des Geschäftsbereichs Destination Charging bei ABB E-mobility verweist auf eine im Vorfeld der CES von ABB in Auftrag gegebene Umfrage. Dabei hätten 86 Prozent der weltweit befragten Autofahrerinnen und Autofahrer angegeben, dass sie im neuen Jahr ihre Reiseemissionen aktiv reduzieren wollen – die meisten durch die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und den Umstieg auf ein Elektroauto.
Terra Home ist den Angaben zufolge in der Lage, automatisch Strom aus heimischen erneuerbaren Energiequellen, etwa Solarstrom, zu bevorzugen. Das kommt laut ABB jenen 54 Prozent der Befragten entgegen, die ein E-Auto eher nutzen würden, wenn sie wüssten, dass es mit erneuerbarem Strom betrieben wird.
Das kleine quadratische Ladegerät identifiziert den Eigentümerinnen und Eigentümer der Autos. Der Zugriff ist auch über die ABB E-mobility Charger-App steuerbar. Zudem kann das Gerät über die Cloud unkompliziert aus der Ferne aktualisiert und gewartet werden.
Spätestens seit Corona boomt der Online-Handel. Landesweit entstehen immer mehr riesige Warenumschlagshallen. Bislang werden die bestellten Güter und Waren via Strassen und Schienen zu ihren Endabnehmern transportiert. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) schätzen, dass das Güterverkehrsaufkommen in der Schweiz bis 2050 um rund 31 Prozent zunehmen wird. Die genannten gängigen Wege des Güterverkehrs können aber nicht unlimitiert ausgebaut werden.
Neue Verkehrslösungen wurden gesucht – und mit Cargo Sous Terrain (CST) gefunden: Bis 2045 entsteht zwischen Boden- und Genfersee mit Ausläufern nach Basel, Luzern und Thun, ein 500 Kilometer umfassendes Netz durch dreispurige Tunnels mit jeweils 6 Metern Durchmesser in 20 bis 100 Metern Tiefe. Diese werden mit oberirdisch angelegten Be- und Entladestationen, Hubs genannt, erschlossen. In den Hubs werden die autonom fahrenden, unbemannten Fahrzeuge über senkrechte Lifte voll automatisiert be- und entladen.
Die futuristisch aussehenden Wagen verkehren mit konstant 30 Stundenkilometern auf Induktionsschienen rund um die Uhr. Sie fassen Güter in Palettgrösse. Auch der Transport von Frisch- und Kühlwaren ist möglich. Das System sortiert und bündelt die Waren bereits im Tunnel, sodass die spätere Belieferung von Verkaufsstellen und Endabnehmern koordiniert stattfindet.
An den Hubs werden die ausgelieferten Güter laufend von bemannten Fahrzeugen, die ausschliesslich mit erneuerbarer Energie betrieben werden, aufgenommen und ausgeliefert. «Möglich ist, dass wir eine eigene Flotte aus energiebetriebenen Fahrzeugen stellen oder auch mit entsprechenden Logistikpartnern zusammenarbeiten», sagt Patrik Aellig, Kommunikationsbeauftragter CST. Die Entsorgung von Abfall und Recyclingstoffen ist ebenfalls fester Bestandteil des Konzepts. Aellig führt aus: «Güterbewegungen finden in erster Linie von den Logistikzentren zu den Städten statt. Das System läuft aber natürlich in beide Richtungen und ist prädestiniert, um Abfall- und Recyclingstoffe oder auch Bauabfälle aufzunehmen und aus den Städten hinaus zu transportieren.» Ein Fahrzeug kann bis zu zwei Paletten oder Boxen und Behälter dieser Dimension aufnehmen.
CST reduziert Lärmemission um 50 Prozent und ermöglicht den Transport von Kleimengen Die Vorteile eines solchen unterirdischen Netzes liegen auf der Hand: Die Nationalstrassen werden um bis zu 40 Prozent vom Schwerverkehr entlastet, die Städte um ca. 30 Prozent. Gleichzeitig sinken die Lärmemissionen – in den Städten um rund 50 Prozent. Auch der CO2-Ausstoss kann deutlich reduziert werden: Die Ökobilanz ist um bis zu 80 Prozent besser gegenüber den heutigen Transportsystemen, da CST zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird.
Die erste Etappe soll 2031 betriebsbereit sein und umfasst die 70 Kilometer lange Strecke von Härkingen-Niederbipp zum Flughafen Zürich mit 10 Hubs. Die Hubs werden in existierenden Logistikzentren angesiedelt und stellen die Anbindung an sämtliche Verkehrssysteme sicher (Schiene, Strasse, Wasser, Luftfracht). Das Gesamtverkehrsnetz soll 2045 fertiggestellt sein. Zum ausgeklügelten System gehört eine innovative Software, die eine intelligente Steuerung ermöglicht. Die IT hinter CST sowie der automatische Verlad und Transport der Güter bilden den Kern dieses Systems. Die Software ist Stand heute noch nicht entwickelt. Aber: «Das IT-Team steht – der erste Schritt umfasst die Entwicklung der sehr umfangreichen IT-Plattform», erklärt Aellig. CST richtet sich mit seiner massgeschneiderten Technologie an die Smart Citys der Zukunft und übernimmt auch die Feinverteilung der Waren. Zudem ermöglicht CST der Wirtschaft erstmals, Kleinmengen in Einzelpaletten oder Behältern zu transportieren. Damit fällt die Zwischenlagerung kleinteiliger Güter weg.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 30 Milliarden Schweizer Franken. CST ist in privater Hand und hat seinen Sitz in Olten. Zu den 83 Aktionären, Investoren und Projektpartnern gehören bekannte Schweizer Namen wie die Versicherungsfirma Vaudoise, SAP, Siemens, die Schweizerische Post, Coop, Migros, die Mobiliar oder die Zürcher Kantonalbank, Credit Suisse sowie Swisscom. Dazu zählen zahlreiche Logistik-, Energie- und Baufirmen, Ingenieurbüros und Velokurierdienste oder auch das High-Tech-Start-up Hyperloop One aus Kalifornien (USA). Die entstehende Infrastruktur steht allen Marktteilnehmern zur Verfügung. CST wird im engen Austausch mit Behörden, Bund und Kantonen entwickelt. Der Bund beteiligt sich nicht an den Kosten.
Die geplante, weitgehend unterirdische Gütertransportanlage über Kantonsgrenzen hinweg ist dank dem im Dezember 2021 von National- und Ständerat beschlossenen Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport (UGüTG) möglich. CST wird in mehreren parallel laufenden Teilprojekten vorangetrieben. Die Kantone werden die genauen Standorte und Streckenführungen der Hubs und Tunnels mit fortschreitender Planung in ihre Richtpläne aufnehmen. Die Richtplanverfahren beginnen im Lauf des Jahres 2023 in den Kantonen Aargau, Solothurn und Zürich. Das Vorprojekt soll im Laufe des kommenden Jahres stehen. «Danach werden die Ausschreibungen für die Bauvergabe des unterirdischen Netzes vorbereitet», sagt Aellig. Der Baustart ist 2026 geplant.
Die 3D-Simulaton zeigt die Logistikanbindung eines Hubs.
Liegenschaftsverwaltungen, Wohnbaugenossenschaften und Eigentümerschaften von Mehrfamilienhäusern sind ständig am Erneuern oder Bauen. Sie haben alle Hände voll zu tun. Elektroinstallateure können sie bei der Auswahl und Beschaffung der Haushaltgeräte entlasten, indem sie ihnen energieeffiziente Geräte offerieren und die Förderbeiträge des Bundes direkt als Rabatt vergüten. Damit brauchen die Eigentümer selber keine Formulare auszufüllen.
Förderbeiträge
Effiziente Geräte sind nötig, da die Strompreise derzeit regelrecht explodieren. Bereits liegt der Preis pro Kilowattstunde bei 30 Rappen, in einzelnen Gemeinden sogar bis über 40 Rappen. Die Stromrechnung belasten die Budgets vieler Mieter. Effiziente Haushaltsgeräte finden sich unter www.topten.ch/immo. Eine win-win-Situation! Die Eigentümer und Verwalter von Immobilien erhalten günstigere Geräte, während die Mieter Stromkosten sparen. Das Förderprogramm wird von Topten im Auftrag des Bundesamts für Energie sowie dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) koordiniert.
Broschüre gibt Auskunft
Die neue Broschüre „Haushaltsgeräte professionell beschaffen“ des Bundesamtes für Energie fasst die wichtigsten Kriterien und Kosten für die Beschaffung effizienter Haushaltsgeräte diverser Produktkategorien wie Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte oder Geschirrspüler zusammen (PDF-Dokument 614 KB).
Für Installateure und Küchenbauer:
So vergüten Sie Bundes-Förderbeiträge Ihren Kunden direkt als Rabatt
Kontaktieren Sie immo@topten.ch damit Sie die Bundes-Förderbeiträge Ihren Kunden direkt als Rabatt vergüten können
Sie informieren Ihre Kunden über das Förderprogramm
Die Förderbeiträge werden Ihnen monatlich rückvergütet auf der Basis von einem einfachen Reporting
Axpo und der schwedische Hersteller von Plastikfolien, Borealis, haben laut Medienmitteilung einen langlaufenden Stromabnahmevertrag (PPA) unterzeichnet. Die hundertprozentige Axpo-Tochter Axpo Nordic wird demnach ab Januar 2024 zehn Jahre lang über 130’000 Megawattstunden Strom aus Windkraft an die Produktionsanlage von Borealis in Stenungsund liefern.
Für Borealis bedeutet der Vertrag mit Axpo, dass der Anteil an erneuerbarer Energie, die in der Anlage in Stenungsund verbraucht wird, erheblich gesteigert wird, heisst es in der Medienmitteilung. Der indirekte Kohlendioxidausstoss in Betrieben von Borealis werde um nahezu 10’000 Tonnen jährlich reduziert. Borealis will bis 2025 den Anteil an Erneuerbaren in seinem Strommix auf 40 Prozent steigern und bis 2030 erreichen, dass 100 Prozent Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen.
„Diese Transaktion markiert einen weiteren Meilenstein in unserem Corporate-PPA-Geschäft und zeigt, welch entscheidende Rolle Axpo Nordic in der Energiewende spielt. Schweden ist ein attraktiver Markt für internationale Anleger in erneuerbare Energien“, wird Cecilia Bergman von der Geschäftsleitung Axpo Sweden zitiert. Der kontinuierliche Ausbau der Windfarmen ermögliche es den Industrieunternehmen, vor Ort erneuerbaren Strom für ihre Anlagen zu beziehen, um ihre Emissionen zu verringern und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, so Bergman weiter.
„ Der Vertrag bringt uns unserem letztlichen Ziel näher, bis Ende dieses Jahrzehnts unseren gesamten Stromverbrauch aus erneuerbaren Quellen zu decken. Damit gehen wir einen weiteren Schritt auf unserem Weg, uns neu zu erfinden und nachhaltiger zu leben“, wird Wolfram Krenn, Executive Vice President Base Chemicals & Operations von Borealis, zitiert.
Ende 2021 hatte Lyreco angekündigt, auf dem Dach seines Logistikzentrums in Dintikon eine Photovoltaikanlage zu installieren. Am 11. Oktober ist diese Anlage nun eingeweiht worden, informiert der Vertreiber von Produkten und Dienstleistungen rund um den Arbeitsplatz mit Sitz in Dietikon in einer Mitteilung. „Wir freuen uns, dass wir unseren Energiebedarf fortan zu 40 Prozent selbst decken können, die restlichen 60 Prozent fliessen direkt in das örtliche Stromnetz von Romande Energie“, wird Erwin Fries, COO der Lyreco Switzerland AG, in der Mitteilung aus seiner Ansprache auf der Einweihung zitiert.
Die Romande Energie SA aus Morges VD war von Lyreco mit der Installation der Solaranlage beauftragt worden. Insgesamt wurden rund 3000 Solarpanele mit einer Gesamtfläche von über 5400 Quadratmeter verbaut. Sie können jährlich rund 1,1 Gigawattstunden Strom erzeugen.
Lyreco sieht die Einrichtung der Anlage als Beitrag des Unternehmens zur Verkleinerung des ökologischen Fussabdrucks und zur Reduktion von CO2-Emissionen durch Energieerzeugung. „Nachhaltigkeit ist in unserer Unternehmensphilosophie fest verankert“, heisst es in der Mitteilung. Als konkrete Beispiele zählt Lyreco dort unter anderem den umweltfreundlichen Transport von Paketen aus dem Logistikzentrum in Dintikon über die Schiene und den Einsatz von elektrisch betriebenen Kastenwagen und Lastenfahrrädern auf. Zudem verwendet das Unternehmen aus wiederverwertetem Material hergestellte Mehrwegboxen.
Die Schweiz könnte deutlich mehr Strom aus Windenergie erzeugen als bisher angenommen. Einer Studie der Berner Firma Meteotest im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE) zufolge könnten Windräder allein im Winterhalbjahr 19 Terawattstunden produzieren, heisst es in einer Medienmitteilung des BFE. In einer Vorgängerstudie von 2012 waren die Wissenschaftler noch von 3,7 Terawattstunden pro Jahr ausgegangen. Zum Vergleich: Die Schweiz verbrauchte 2021 insgesamt 58,11 Terawattstunden Strom.
Der Grossteil des Potenzials liegt mit 17,5 Terrawattstunden im Mittelland. Im Jurabogen und in den grossen Alpentälern könnten zusammen mehr als 7,8 Terawattstunden, im Alpenraum über 4,2 Terawattstunden pro Jahr produziert werden.
Seit der letzten Studie haben sich sowohl die politischen Bedingungen als auch die Technik weiterentwickelt. So sind heutige Windkraftanlagen höher, haben grössere Rotoren und produzieren ein Mehrfaches im Vergleich zu älteren Anlagen. Ausserdem kommen „mit der Zuerkennung des nationalen Interesses für Windparks“ mehr Flächen wie Wälder und Gebiete im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) infrage. Sie unterliegen jedoch höheren Anforderungen an die Windenergieproduktion.
„Schon ein Teilausbau von 30 Prozent des gesamten Windenergiepotenzials – das entspricht rund 1000 Windenergieanlagen – könnte wesentlich zu einer sichereren Stromversorgung der Schweiz und zu einer Verringerung der Auslandabhängigkeit beitragen“, heisst es in der Medienmitteilung.
Ausgeschlossen von der Berechnung wurden bewohnte Gebiete mit einem Puffer von 300 Metern, geschützte Landschaften wie Moore, Nationalparks und Biotope sowie geheime Anlagen des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport.
Ticino Solare wurde auf dem Dach eines Fachhochschulgebäudes in der Nähe von Lugano installiert. Am 13. Mai 1982 lieferte die nach Süden ausgerichtete Anlage Strom ins Netz. Die installierte Leistung: 10 kWp. Das war für damals aussergewöhnlich. Später wurden die Panels auf ein anderes Gebäude transferiert.
Regelmässig wurden Zustand, Beschaffenheit, Farbe und Leistung der Solarzellen kontrolliert und gemessen. Eine Untersuchung nach 35 Jahren Betrieb kam zum Schluss, dass die Zellen Abnützungserscheinungen zeigen – Stichwort Korrosion, verbrannte Stellen (Hot spots), Risse in den Zellen oder Defekte bei Verbindungskabeln. Doch: Die Mehrheit der Module funktionierte immer noch gut und lieferte über alles gesehen immer noch mindestens 80 Prozent der Leistung. Hersteller von Solarpanels garantieren in der Regel eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren.
Energeiaplus hat bei Mauro Caccivio nachgefragt, was TISO-10 besonders macht. Caccivio leitet das Photovoltaik-Labor der Tessiner Fachhochschule SUPSI. «Es ist absolut erstaunlich. Wenn man sich die Schwarz-Weiss-Fotos von damals anschaut und sich den technologischen Fortschritt vergegenwärtigt, der seither erzielt wurde, versteht man, wie visionär das Projekt und wie mutig das Team dahinter war. TISO war für die spätere massive Verbreitung der Solarenergie bedeutend: Die Photovoltaik-Technologie war bereits zu Beginn ihrer industriellen Phase in der Lage, die für die Herstellung der Solarmodule benötigte Energie um ein Vielfaches ins Stromnetz zurückzuliefern. Dies ist entscheidend, um die Auswirkungen auf Umwelt und Natur so gering wie möglich zu halten, und dies gilt heute umso mehr, angesichts der enormen Weiterentwicklung, die wir erleben.
In den vergangenen zwölf Monaten sind die globalen Energiepreise massiv angestiegen. Die Strompreise am Markt haben sich verzehnfacht. Haupttreiber sind neben dem Krieg in der Ukraine unter anderem auch Nachwirkungen der Coronapandemie und eine tiefere Verfügbarkeit ausländischer Kraftwerke. Diese Preissteigerungen führen zu höheren Strombeschaffungskosten. Hinzu kommen auch deutlich höhere Kosten der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid für das Übertragungsnetz.
Daher steigen die Energie- und Netztarife auch von CKW – wie bei den meisten Energieversorgern in der Schweiz – im Jahr 2023 an. Für einen Privatkunden mit mittlerem Stromverbrauch ergibt dies eine Erhöhung der Mehrkosten von rund 23 Franken pro Monat, für KMU in der Grundversorgung mit mittlerem Stromverbrauch belaufen sie sich auf rund 500 Franken pro Monat.
Die regulatorischen Vorgaben verlangen, dass sowohl die eigene Produktion wie auch die Strombeschaffung am Markt in die Preiskalkulation einfliessen. In Zeiten steigender Marktpreise führt dies zu höheren Tarifen. Bei tiefen Marktpreisen wirkt sich dies positiv für die Stromkundinnen und -kunden aus.
Die Produktion von Solarstrom lohnt sich mehr denn je Positiv wirken sich die hohen Preise hingegen für die Solarstromproduzenten aus. Denn die ins Netz eingespeisten Strom wird nach dem BFE-Referenzmarktpreis vergütet, der sich nach dem Marktpreis richtet. Dieser lag im ersten Halbjahr 2022 im Schnitt bei 23.0 Rappen pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Zwei Jahre zuvor betrug er 3 Rappen pro Kilowattstunde. Der Erlös des Solarstroms hat sich somit verachtfacht. Eine durchschnittliche 15 kWp Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses wird einen Mehrertrag von über 2’000 Franken pro Jahr erzielen. Die Produktion von Solarstrom lohnt sich demnach zurzeit mehr denn je.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie hoch die Abhängigkeit der Schweiz vom Ausland noch immer ist. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist zentral, um als Land unabhängiger zu werden.
Tipps zum Stromsparen Mit einfachen Massnahmen lassen sich der eigene Stromverbrauch und damit auch die Kosten senken.• Die Erzeugung von Wärme ist einer der grössten Stromverbraucher. Es lohnt sich darum, die Heizung richtig einzustellen: im Wohnzimmer auf 20 Grad, im Schlafzimmer auf 16 Grad. Pro Grad weniger Temperatur sparen Sie 6 Prozent Heizkosten.• Geschirr in der vollen Maschine zu spülen, braucht halb so viel Energie wie von Hand.• Das Duschen mit Wassersparaufsätzen spart bis zu 50 Prozent Wasser – und damit auch viel Energie für die Warmwasseraufbereitung.• Duschen statt baden spart rund 70 Liter Wasser – oder 65 Rappen pro Dusche.• Licht ausschalten, wenn man es nicht braucht, lohnt sich immer – auch wenn es nur für kurze Zeit ist.• In Schweizer Haushalten verpuffen etwa 10 Prozent Strom ungenutzt, insbesondere durch den Standby-Verbrauch. Es lohnt sich, Geräte wie TV, Spielkonsolen, Kaffeemaschinen usw. bei Nichtgebrauch ganz auszuschalten. Zum Beispiel mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste.• Wasser statt in der Pfanne im Wasserkocher zu erhitzen, verbraucht etwa halb so viel Energie.• Mit dem Ersatz von herkömmlichen Glühbirnen oder Stromsparlampen durch LED-Leuchten lässt sich der Verbrauch deutlich reduzieren.
EWA-energieUri realisiert in Schattdorf die Solargemeinschaft Uri. Wie der Urner Energieversorger mitteilt, will er auf dem Dach der Stiftung Behindertenbetriebe Uri eine Photovoltaikanlage realisieren, an der sich auch private Interessentinnen und Interessenten beteiligen können. Diese können ab sofort einzelne Quadratmeter der Anlage für einen Fixpreis von 339 Franken reservieren. Dafür erhalten sie über 20 Jahre Solarstrom.
Die Anlage soll auf 260 Quadratmetern pro Jahr insgesamt 49‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Pro Quadratmeter sind das 165 Kilowattstunden, rund 4 Prozent des Verbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Frühjahr 2023 geplant. Interessierte können ihren Anteil bereits jetzt auf meinurstrom-sun.ch reservieren.
„Die Solargemeinschaft Uri ist ein attraktives Produkt, um einfach und unkompliziert auch ohne eigenes Dach Solarstrom zu produzieren und beziehen“, wird Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von EWA-energieUri, in der Mitteilung zitiert.
Die Fleco Power AG mit Sitz in Winterthur erhält einen neuen Anteilseigner. Auch die ADEV Energiegenossenschaft beteiligt sich nun mit 17 Prozent an dem 2015 gegründeten Tochterunternehmen der Genossenschaft Ökostrom Schweiz und der MBRSolar, schreibt sie in einer Mitteilung. Sie wird mit ihrem Geschäftsführer Thomas Tribelhorn auch im Fleco Power-Verwaltungsrat vertreten sein.
Fleco Power unterstützt kleine, dezentrale Erzeuger erneuerbarer Energien bei der Direktvermarktung ihres Stroms. Zudem bietet sie Lösungen für Endkundinnen und Endkunden an, denen sie etwa hilft, in Einkaufsgenossenschaften erneuerbaren Strom am Markt zu beschaffen.
ADEV und Fleco Power wollen gemeinsam neue Dienstleistungen und Innovationsprojekte entwickeln. Langfristiges Ziel ist die Schaffung eines unabhängigen Energieversorgers der Erneuerbaren.
Die 1985 gegründete ADEV betreibt in der ganzen Schweiz Solarstromanlagen, Kleinwasserkraftwerke, Windenergieanlagen sowie Heizzentralen und Nahwärmenetze. Sie will mit der Zusammenarbeit auch seine eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken. Diese ermögliche es, „für unsere Kundinnen und Kunden massgeschneiderte Dienstleistungen anzubieten, die uns von der Konkurrenz abheben“, wird Thomas Tribelhorn in der Mitteilung zitiert.
Vor 12 Jahren baute CKW-Tochter Steiner Energie in Malters das letzte Wasserkraftwerk im Kanton Luzern. Schon damals war CKW intensiv mit der Planung des Kraftwerks Waldemme beschäftigt. Bis nun endlich die Bagger auffahren und ihre Schaufeln in die Erde treiben konnten, floss viel Wasser die Waldemme herunter.
Bis in einem Jahr wird aus einem Teil dieses Wassers nun sauberer, erneuerbarer Strom produziert. Am heutigen Spatenstich in Flühli drückte Regierungsrat Fabian Peter, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes, seine Freude aus: «CKW leistet mit dem Neubau dieses Kraftwerkes einen weiteren wichtigen Beitrag, um die energie- und klimapolitischen Ziele im Kanton Luzern zu erreichen.»
Ausbau von erneuerbaren Energien ist dringend nötig CKW-CEO Martin Schwab freute sich in seiner Rede vor über 70 geladenen Gästen in erster Linie darüber, dass das Kraftwerk nun endlich gebaut wird. Denn es war ein langer und steiniger Weg. Positiv hob Schwab das grosse Engagement im Entlebuch hervor. «Die Region ist Pionierin bei der Nutzung der eigenen einheimischen Energien.» Gleichzeitig mahnte Schwab: «Wir müssen in der Schweiz dringend die Produktion von erneuerbarer Energie ausbauen. Die Coronapandemie wie auch der Krieg in der Ukraine zeigen deutlich, wie gefährlich starke Abhängigkeiten vom Ausland sein können,» sagte Schwab. Heute gehe es in der Schweiz viel zu langsam vorwärts. «Das liegt in erster Linie an den langen Bewilligungsverfahren. Das Kraftwerk Waldemme ist hierfür bestes Beispiel: Von den ersten Plänen bis zum Spatenstich dauerte es über 17 Jahre.»
«Wir wollen vorwärts machen und einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende in der Schweiz leisten – sowohl bei der Wasserkraft wie auch bei der Windkraft, der Solarenergie und anderen erneuerbaren Technologien. Aber die Widerstände sind oftmals gross. Dies ist paradox, da wir alle die Energiewende möchten und dafür mehr erneuerbare Energien brauchen.»
Strom für 1500 Haushalte Mit dem Spatenstich beginnt die rund einjährige Bauphase. Die Wasserfassung entsteht beim Weiler Matzenbach in Flühli. Ab diesem Standort wird ein Teil des Wassers der Waldemme in einer 2,1 Kilometer langen erdverlegten Druckleitung zur Kraftwerkszentrale geführt, wo ökologischer Strom produziert wird. Die Kraftwerkzentrale kommt direkt vor der Lammschlucht bei der Chrutacherbrücke zu stehen. Unmittelbar danach wird das Wasser wieder dem natürlichen Lauf der Waldemme zugeführt und fliesst durch die Lammschlucht. Das Kraftwerk hat eine Leistung von 1,4 Megawatt und produziert durchschnittlich 6,5 GWh Strom. Damit kann ab Mitte 2023 sauberer Strom erzeugt werden, der den Jahresbedarf von rund 1’500 durchschnittlichen Vierpersonen-Haushalten deckt. CKW investiert in das Kraftwerk 12,4 Millionen Franken.
Im Weiler Matzenbach wird mit der Wasserfassung (1) ein Teil des Wassers der Waldemme entnommen. In der rund zwei Kilometer langen erdverlegten Druckleitung (2) wird das Wasser zur Kraftwerkszentrale (3) bei der Chrutacherbrücke (4) geführt, wo es eine Turbine antreibt und Strom erzeugt. Unmittelbar bei der Zentrale wird das Wasser wieder dem natürlichen Lauf der Waldemme zugeführt und fliesst durch dievom Projekt unberührte Lammschlucht (5).Setzen an der Waldemme zum Spatenstich an: (v.l.) Hans Lipp, Gemeindeammann Flühli, Fabian Peter, Regierungsrat und Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes des Kantons Luzern, Martin Schwab, CEO CKW und Hella Schnider-Kretzmähr, Gemeindepräsidentin Flühli.Freuen sich über den Baustart: Fabian Peter, Regierungsrat und Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschafts-departementes des Kantons Luzern und Martin Schwab, CEO CKW.
Über CKW: Die CKW-Gruppe ist ein führender Schweizer Anbieter von integrierten Energie- und Gebäudetechniklösungen. Seit über 125 Jahren versorgt das Unternehmen seine mittlerweile über 200’000 Endkunden aus den Kantonen Luzern, Schwyz und Uri mit Strom. Hinzu kommen schweizweit innovative Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Connectivity & IT-Infrastruktur, Elektro, Energietechnik, IT & Communication sowie Security. Die CKW-Gruppe beschäftigt über 2’100 Mitarbeitende. Mit rund 350 Lernenden in 14 Berufen ist sie der grösste privatwirtschaftliche Lehrbetrieb der Zentralschweiz. Im Geschäftsjahr 2020/21 erwirtschaftete CKW einen Umsatz von CHF 916 Mio. Mit 81 Prozent der Aktien ist die Axpo Holding AG Mehrheitsaktionärin von CKW. Weitere Informationen unter www.ckw.ch
Die TBW haben auf dem Dach der Reithalle in Wil ihr erstes Projekt im Modell Dachmiete umgesetzt, informiert das stadteigene Energie-Dienstleistungsunternehmen in einer Mitteilung. Konkret wurde eine Solaranlage mit einer Leistung von 178 Kilowatt Peak realisiert. Sie wird jährlich rund 170 Megawattstunden Strom produzieren.
TBW werde den auf dem Dach der Reithalle produzierten Strom der eigenen Kundschaft zur Verfügung stellen, erläutert das Unternehmen in der Mitteilung. Der Reitklub Wil erhält im Gegenzug eine Miete für das von ihm zur Verfügung gestellte Dach sowie für weitere vom Projekt genutzte Nebenräume. Der entsprechende Vertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren.
Die TBW gehen von einem in Folge des Verzichts auf fossile Brennstoffe steigenden Bedarf an Strom aus erneuerbaren Energien aus. Um diesen zu decken seien „innovative Lösungen wie auf dem Dach der Wiler Reithalle gefragt“, schreibt das Unternehmen.
Die Versorgungsunternehmen im südwestlichen Aargau rücken enger zusammen. Die tba energie ag, die EW Oftringen AG, die EW Rothrist AG und die StWZ Energie AG wollen gemeinsam den Energieversorger Regionale Energie AG (REAG) und die Wasserversorgerin Regionale Wasser AG (RWAG) gründen. Die Stadt Zofingen soll an der REAG knapp über 50 Prozent halten. Die Beteiligung Oftringens, Rothrists und Zofingens an der RWAG soll je zwischen 27 und 33 Prozent liegen. Der Zusammenschluss soll unter anderem die regionale Wertschöpfung steigern und Arbeitsplätze sichern.
Die vier Unternehmen rechnen mit Synergien von 2 Millionen Franken pro Jahr, schreiben sie in einer Mitteilung. Davon soll etwa die Hälfte über die Tarife an die Kunden zurückgegeben werden. Die Angleichung der Tarife werde aber bis zu zehn Jahre dauern.
Der Ball liegt nun bei den Verwaltungsräten der vier Unternehmen, den fünf beteiligten Gemeinden und am Ende bei der Stimmbevölkerung. Die beiden neuen Unternehmen sollen am 1. Januar 2023 ihren Betrieb aufnehmen.
Die Erzeugung von Strom aus tiefer Geothermie in der Schweiz erhält eine weitere Chance. Wie die jurassische Regierung mitteilt, will sie mit der Geo-Energie Suisse SA über eine schrittweise Wiederaufnahme des Projekts verhandeln. Dabei sollen zusätzliche Sicherheitsauflagen festgesetzt werden. Ausserdem soll eine Begleitkommission aus unabhängigen Experten die Transparenz des Projekts sicherstellen. Wenn die Sicherheit gewährleistet sei, sehe die Regierung viele Vorteile in der Entwicklung erneuerbarer Energien, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.
Der Kanton hatte das Projekt der Geo-Energie Suisse SA 2015 genehmigt. Es sieht die Produktion von Strom aus tiefer Erdwärme für 6000 Haushalte vor. Ein Erdbeben der Stärke 5,4, das durch ein ähnliches Projekt im südkoreanischen Pohang im November 2017 ausgelöst worden ist, löste Ängste auch in der Region um Haute-Sorne aus. Zwar kam eine Analyse der Geo-Energie Suisse SA zum Schluss, dass ein solches Szenario wie in Pohang im Jura aufgrund der Sicherheitsauflagen „undenkbar“ sei. Aber dennoch kam es zu einem faktischen Stopp des Projekts.
Ähnliche Projekte zur Stromproduktion aus tiefer Erdwärme hatten zuvor bereits in Basel und St.Gallen zu leichten Erdbeben geführt. Die betroffenen Projekte waren daraufhin gestoppt worden.
Die Mehrfamilienhäuser im Seebrighof speichern Solarstrom in Form von Wasserstoff. Dr. Martin Nicklas, Leiter Energiecontracting bei EKZ, erklärt das revolutionäre Power-to-Gas-Konzept: «An Sommertagen wird die Solaranlage auf dem Dach des Seebrighofs mehr Strom produzieren als die Bewohnenden nutzen können. Daraus macht die sogenannte Power-to-Gas-Anlage Wasserstoff. Im Winter ist der Energiebedarf höher. Dann wandelt man den gespeicherten Wasserstoff in Energie um. In den Brennstoffzellen der Anlage entsteht daraus zu rund 55 Prozent Strom. Die restlichen 45 Prozent der Energie entweichen als Abwärme, mit der man das Gebäude beheizt.» Der Wasserstoff wird aus Leitungswasser produziert, das direkt in der Anlage aufbereitet wird. Quasi als Abfallprodukt entsteht dabei Sauerstoff, der in die Umgebungsluft entweicht. Dies ist umweltfreundlich, weil der Wasserstoff im Winter mit Sauerstoff aus der Luft wieder in Wasser und erneuerbare Energie umgewandelt wird. Damit schliesst sich der Kreislauf. Für die Produktion verwendet die Anlage ausschliesslich lokal produzierten Solarstrom, und das öffentliche Stromnetz wird entlastet.
EKZ als Vorreiter Mit einer Batterie im Haus werden kurzzeitige Schwankungen in der Solarstromproduktion im Sommer aufgefangen und so zum Beispiel Solarstrom für die Nacht gespeichert. Die danach freibleibenden Überschüsse wandelt die P2G-Anlage konstant in Wasserstoff um. Dadurch kann sie kostengünstiger realisiert und effizienter betrieben werden. Für Nicklas übernimmt EKZ hierzulande eine Vorreiterrolle in der Umstellung auf die erneuerbare Energieversorgung: «Schweizweit wird zum ersten Mal eine P2G-Anlage realisiert, die kostengünstig auch in anderen Immobilien unterschiedlicher Grössen – sogar bei bestehenden Gebäuden – eingesetzt werden kann. Mit der Anlage prüfen wir das Potenzial der saisonalen Energiespeicherung von Solarstrom für den Winter.» In der Schweiz gibt es einige wenige Immobilien mit Wasserstoff-Anlagen, auch im Kanton Zürich. Der Unterschied des Projekts im Seebrighof ist das standardisierte Konzept, welches einfach und kostengünstig auf andere Gebäude angewendet werden kann.
Power-to-Gas-Anlage Doch es kommt noch besser: Dank der Power-to-Gas-Anlage kann der grösste Teil des Solarstroms direkt lokal verbraucht werden. Die elektrische Effizienz der P2G-Anlage beträgt über alle Prozesse rund 30 bis 35 Prozent. Der Rest fällt als Abwärme an, die im Sommer für die Warmwassererwärmung und im Winter für die Heizung verwendet wird. Könnte man sich im Seebrighof komplett eigenständig mit Energie versorgen? – «Dies wäre technisch möglich und wird in einzelnen Objekten bereits auch so gemacht. Allerdings wäre dies sehr kostenintensiv und war daher in diesem Projekt nicht das Ziel.»
Ungefährliche Wasserstoff-Lagerung Bei der Lagerung von brennbaren und potenziell explosiven Gasen wie etwa Erdgas oder Wasserstoff sind die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Diese Massnahmen werden von den Behörden überprüft, um sichere Installationen zu gewährleisten. Wasserstoff wird üblicherweise im Aussenbereich gelagert, wobei sich allfälliges Leckage-Gas schnell verflüchtigt und somit ein explosives Gemisch verhindert wird. Im aktuellen Fall wird gemäss Nicklas das H2 in handelsüblichen Gasflaschen gelagert, welche die schweizerischen Sicherheitsstandards und Normen voll erfüllen.
Wann lohnt sich eine P2G-Anlage? Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab und muss sich immer auf das konkrete Bauobjekt und die Ansprüche der Bauherrschaft beziehen, wie Nicklas ausführt: «Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie oft der Wasserstoffspeicher pro Jahr aufgeladen werden kann. Denn mit jedem Ladezyklus erwirtschaftet die Anlage einen Deckungsbeitrag, der zur Amortisation beiträgt. Auch dieses Potenzial testen wir mit der Anlage und entwickeln das Konzept entsprechend weiter.» Die Bauherrschaft des Seebrighofs beweist mit dem Projekt aber durchaus auch Pioniergeist. So lässt sie die Anlage nicht nur aus rein monetärer Betrachtung installieren. Man möchte hier vorneweg gehen und einen Beitrag leisten zur Reduktion der Versorgungslücke im Winter – die Gesellschaft unabhängiger machen von Energieimporten aus fossilen Quellen. Die Anlage am Seebrighof kann dank kostengünstiger Umsetzung gut finanziert werden, so Nicklas. Sie leiste einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung saisonaler Speichertechnologien: «Wie wirtschaftlich die Technologie effektiv ist, ist Gegenstand unserer Untersuchungen. In den nächsten Jahren rechnen wir allerdings nochmal mit einer deutlichen Preisreduktion auf dem Wasserstoffmarkt, was der Technologie Auftrieb verleihen könnte.
Energiestrategie 2050 In der bundesrätlichen Energiestrategie 2050 nehmen Speichertechnologien auf der Basis von Gasen und Flüssigkeiten einen hohen Stellenwert ein. EKZ erreicht mit der ersten standardisierten Power-to-Gas-Anlage einen wichtigen Meilenstein, der für die zukünftigen Entwicklungen beispielhaft sein könnte. Nicklas sagt abschliessend: «Wollen wir Wärme- und Stromversorgung wie auch die Mobilität mit erneuerbaren Energiequellen vollumfänglich speisen, braucht es Anstrengungen in allen Bereichen. Wasserstoff als Speichermedium kann dazu beitragen, die Herausforderungen der Stromversorgung im Winter zu entschärfen».
Rund 5 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in der Schweiz werden derzeit durch im Inland produzierten Solarstrom gedeckt, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. In den Standard-Stromprodukten der Energieversorger betrage der Anteil an Solarstrom jedoch durchschnittlich nur 1,85 Prozent, heisst es dort weiter. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche setzt sich gemeinsam mit dem Stromvergleichsdienst myNewEnergy dafür ein, den Solaranteil der Standardprodukte in einem ersten Schritt auf diese 5 Prozent zu erhöhen.
„Dieser Wert sollte jährlich mindestens um die jeweilige Zubaumenge erhört werden“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert. „Rund 1 Prozent würde dem notwendigen Zubau von Photovoltaik-Anlagen entsprechen.“
Die Mehrheit der Haushalte wähle kein spezielles Stromprodukt und erhalte daher das Standardangebot des jeweiligen Energieversorgers, erläutert Swissolar in der Mitteilung weiter. Bei einem auf den Anteil am Stromverbrauch aufgestockter Solarstromanteil im Standardprodukt werde der vergleichsweise teure Strom auf eine grosse Anzahl Abnehmende aufgeteilt, argumentiert Swissolar. Dies halte den Produktpreis niedrig und erschliesse neue Absatzmärkte für Anbietende von Solarstrom, die bisher „auf ihrem sauberen Strom sitzen“ blieben.
„Wichtig ist dabei, dass diese Zertifikate ausschliesslich aus Schweizer Solaranlagen stammen, denn nur solche leisten einen effektiven Beitrag an eine sichere und saubere Stromversorgung in unserem Land“, erklärt Stickelberger. „Allein um die AKW zu ersetzen, brauchen wir 20 Terawattstunden Solarstrom.“
Die Kebag in Zuchwil entsorgt jährlich 221’000 Tonnen Abfall und versorgt die Region mit Fernwärme und Strom. Sie ist der drittgrösste Kehrichtverwertungsbetrieb der Schweiz. Aus den 1178 Gemeinden der Kantone Bern und Solothurn stammen 85 Prozent der Abfälle. Allerdings wird das Werk im 2025 bereits 50 Jahre alt – und stösst damit an seine Altersgrenze. Um die umweltverträgliche Entsorgung auch in Zukunft sicherzustellen, ist eine neue Anlage unumgänglich. Denn mit zunehmendem Alter häufen sich Ausfälle, die zu teuren Betriebsunterbrüchen und Entsorgungsengpässen führen, wie das Unternehmen auf seiner Webseite schreibt.
Der Betrieb im Emmenspitz ist bereits heute der grösste Stromproduzent der Region. Schweizweit wird hier der grösste Anteil an elektrischer Energie aus dem Kehricht gewonnen. Die geplante Anlage namens Kebag Enova kann in Zukunft dank neuster Technik bis zu 15 Prozent mehr Energie aus derselben Menge Abfall gewinnen. Ein spezieller Gewebefilter und eine mehrstufige Rauchgasreinigung führen zu einer fast vollständigen Reduktion der Schadstoffe. Die Investitionskosten belaufen sich auf 450 bis 500 Millionen Franken. Doch ganz ohne Kompromisse kann der Neubau nicht umgesetzt werden: 11’000 Quadratmeter Wald mussten gerodet werden. Die Kebag leistet als Kompensation im gleichen Umfang Ersatzaufforstungen an anderen Orten im Kanton Solothurn. Die Firma TBF+Partner AG aus Zürich wurde mit dem Planungsmandat beauftragt. Den Architekturwettbewerb konnte im 2017 die Penzel Valier AG für sich entscheiden. Die Kebag Enova wird zwei statt bislang vier Verbrennungslinien aufweisen. Dafür sind grössere Ofenlinien vorgesehen, die für mehr Energieeffizienz sorgen. Die Gebäudehülle wird mit Solarpanels bestückt und dadurch die zurzeit grösste Photovoltaik-Fassadenanlage der Schweiz. Der Kamin ist seitlich an den Bau angegliedert und ragt 80 Meter in die Höhe. An der Spitze dieses Betonschaftes befindet sich ein Aussichtsraum.
Die eine oder andere Herausforderung galt es aber vorgängig zu bewältigen: Eine bedeutende Änderung musste 2018 bei der Kühlung vorgenommen werden. Seit jeher nutzt die Kebag die Flusswasserkühlung. Die Kühlung ist massgebend, damit die Stromproduktion und die dazu benötigte Dampfverwertung möglich sind. Durch die revidierte Gewässerschutzverordnung, die Mitte 2018 in Kraft trat, hat man sich beim Neubau für eine Luft- statt eine Flusswasserkühlung entschieden. Zudem erwies sich der Baugrund bei einer Prüfung als zu wenig stabil für die Kebag Enova. Dank einer Pfahl-Platten-Fundation konnte auch dieses Problem gelöst werden.
2019 wurde schliesslich das Baugesuch eingereicht. Der Spatenstich erfolgte am 7. Mai 2020. Die Inbetriebnahme ist auf Anfang 2025 geplant.
Das Riverside Zuchwil steht stellvertretend für die Nachhaltigkeitsstrategie der Swiss Prime Anlagestiftung und die energieeffiziente zukunftsträchtige Energiepolitik der mit Goldstatus versehenen Energiestadt Zuchwil: «Wir haben an diesem Standort eine Fernwärmeleitung, an der alle bestehenden Gebäude angehängt sind», erklärt Markus Hauri von der Firma mha GmbH das Energiekonzept. «Im Jahr 2014 stellte sich heraus, dass man dieses Gelände problemlos zum 2000-Watt-Quartier entwickeln kann. Denn nebst der Fernwärme haben wir hier Fluss- und Grundwasser. Zudem haben wir im 2015 eine der grössten Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) auf einer Industriehalle in Betrieb genommen. Sie hat eine Fläche von rund 37’000 Quadratmetern und markiert die nachhaltige Gebietsentwicklung.» Neu gebaute und sanierte Gebäude erhalten allesamt eine PV-Anlage, welche in einigen Fällen gar in die Fassade eingebaut wird. Zudem gibt es Grundwasser-Wärmepumpen, welche auch während der Sommermonate eine Komfortsteigerung bewirken. So lässt sich das Grundwasser mittels Pumpbetrieb für ein Free-Cooling nutzen, um die Innentemperatur um zwei bis drei Grad zu senken.
Sauberer Strom zum Preis von dreckigem Strom Seit mehreren Jahren sucht das Entwicklungsteam unter der Führung der Swiss Prime Site Solutions AG nach einem Energiekonzept mit einem möglichst hohen Eigenverbrauchswert. Der sauber gewonnene Strom soll den Bewohnern und Nutzern des Quartiers ohne Umwege zur Verfügung gestellt werden. Dies sei mit Hilfe eines eigenen Mittelspannungsnetzes, genannt RiverGrid, möglich, welches die Firma Sulzer früher bereits auf dem Areal betrieben hat. «Den sauberen PV-Strom können wir dank dieses internen Stromnetzes primär an unsere Mieterschaft verteilen und so vielleicht eines Tages das ganze Areal autark mit Energie versorgen», formuliert Hauri die Energiestrategie der Swiss Prime Anlagestiftung. Um dies über das ganze Jahr gewährleisten zu können, muss die überschüssige PV-Energie nicht nur kurz-, sondern auch langfristig gespeichert werden können. Nebst Licium-/Ionen- und Salzwasser-Batterien werden dafür auch alternative Lösungen auf Wasserstoff-Basis oder mit Druckluft geprüft. «Unser Ziel ist es, die Mieter auf dem Riverside jederzeit mit ‹sauberem Strom› zum billigen Preis von ‹dreckigem Strom› versorgen zu können», so Hauri abschliessend und in Anlehnung an den vom Solothurner Rocker Chris von Rohr und Greenpeace formulierten Slogan «Weniger Dräck».
Die von der Armee genutzten Immobilien des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verbrauchen ausschliesslich Strom, der aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Wasserkraft, erzeugt wird, informiert das VBS in einer Mitteilung zum aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Bundesamts für Rüstung (armasuisse). Ihr zufolge konnten auch die von den VBS-Immobilien verursachten CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt werden. Konkret wurden im letzten Jahr 36’600 Tonnen CO2 ausgestossen.
Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht zeige auf, „wie armasuisse Immobilien ressourcenintensive militärische Infrastrukturen nachhaltig baut und über den gesamten Lebensweg wirtschaftlich betreibt“, heisst es in der Mitteilung weiter. Darüber hinaus stelle der Bericht wichtige Kennzahlen zur Verfügung. Als Beispiel wird unter anderem der Anteil der auf lokale Zulieferer entfallenden Ausgaben für Planungs- und Bauleistungen genannt. Er wird in der Mitteilung auf 85 Prozent beziffert.
Zusätzlich enthalte der Bericht ein Gespräch mit Divisionär Thomas Kaiser, wird in der Mitteilung weiter erläutert. In diesem stelle der Chef der Logistikbasis der Armee „seine Vision der nachhaltigen Zukunft für die Logistikbasis der Armee“ vor.
Der Bundesrat will die Sicherheit der Stromversorgung stärken. Er hat dafür die Botschaft zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien verabschiedet. Diese sieht laut einer Mitteilung des Bundesrates unter anderem vor, den Ausbau der heimischen erneuerbaren Energien stärker als bisher vorgesehen voranzutreiben. Insbesondere will er die Versorgungssicherheit im Winter stärken.
Laut der Botschaft sollen 2035 neu 17 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden, davon 14 Terawattstunden aus Photovoltaik. Bisher lag der Zielwert bei 11,4 Terawattstunden. 2050 soll die Produktion 39 Terawattstunden betragen, der bisherige Zielwert lag bei 24,2 Terawattstunden.
Um die Versorgung im Winter zu sichern, sollen bis 2040 zusätzlich zu den bisherigen Zielwerten 2 Terawattstunden klimaneutralen Stroms erzeugt werden, die im Winter sicher abrufbar sein müssen. Dies soll vorrangig durch grosse Speicherkraftwerke erreicht werden, die über einen Winterzuschlag entschädigt werden. Ausserdem soll eine strategische Energiereserve etabliert werden, die auch die Stromversorgung gegen Ende des Winters absichert.
Der Bundesrat will die Finanzierung der heutigen Förderinstrumente, die bis Ende 2022 und 2030 befristet sind, bis 2035 verlängern. Die Höhe des Netzzuschlags soll dabei weiter 2,3 Rappen pro Kilowattstunde betragen.
Ausserdem soll der Strommarkt vollständig geöffnet und damit die dezentrale Stromproduktion gestärkt werden. Eine weiter bestehende Grundversorgung soll kleine Endverbraucher schützen.
Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sind der Frage nachgegangen: Wie viel verbraucht die Schweiz? Zugrunde gelegt wurden die Massen- und Energieflüsse für das Jahr 2018. Daraus ergibt sich laut Medienmitteilung, dass der inländische Materialkonsum netto pro Jahr 87 Millionen Tonnen beträgt. Das ist die Masse an Material, um die Schweizer Volkswirtschaft am Laufen zu halten. Dazu gehören beispielsweise Gebäude, Strassen, Autos oder auch Strom.
Als Beispiele für abfliessende Massen nennt die Mitteilung, dass 12 Millionen Tonnen in die endgültige Entsorgung gelangen. Der Export belief sich im Untersuchungsjahr 2018 auf 18 Millionen Tonnen. Ein Grossteil des zufliessenden Materials verbleibt im System und lässt das „Lager“ pro Jahr (Stand 2018) um 52 Millionen Tonnen wachsen. Das Gesamtgewicht des „Materiallagers“ der Schweiz umfasst rund 3,2 Milliarden Tonnen.
Die Studie ist der vierte Teil des Projekts MatCH. Die Abkürzung steht für „Material- and energy resources and associated environmental impacts in Switzerland“ (Material- und Energieressourcen und damit verbundene Umweltauswirkungen in der Schweiz). Das Projekt wurde 2013 im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) lanciert und erstreckte sich über mehrere Etappen. Der erste Teil erfasste sämtliche Material- und Energieströme im Bausektor; der zweite deckte die Mobilität ab. Und Teil drei widmete sich der Produktion und dem Konsum der übrigen Güter, die eingeführt, im Inland gewonnen und exportiert werden.
Die jetzt vorgelegte Arbeit ist Teil vier, der eine Synthese der Erkenntnisse aus den drei vorausgegangenen bringt. Zudem analysierte das Team, wie sich das Verhalten der Bevölkerung auf die Emission von Treibhausgasen auswirkt. Neben Pro-Kopf-Verbrauchsdaten haben die Forschenden auch das persönliche Verhalten analysiert. In der Mitteilung heisst es, wenn sich alle Einwohner so verhalten würden wie das Fünftel der Bevölkerung mit dem vorbildlichsten Lebensstil, liessen sich die gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz um 16 Prozent reduzieren. Würden sich hingegen alle wie das Fünftel mit dem unökologischsten Lebensstil verhalten, stiegen die Emissionen um 17 Prozent an.
Das Wasserkraftwerk Schächen hat in seinem ersten, nicht ganz vollen Betriebsjahr 14,8 Millionen Kilowattstunden Strom für die Versorgung von rund 3300 Haushalten produziert. Im Vollbetrieb werden es 3600 Haushalte sein. Das neue Kraftwerk leiste damit einen wichtigen Beitrag zur CO2-freien Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Quellen, betonte Verwaltungsratspräsident Werner Jauch auf der Generalversammlung der KW Schächen AG.
Zudem hat er gemäss einer Medienmitteilung hervorgehoben, dass zwei der drei Maschinengruppen des im November 2019 in Betrieb genommenen Kraftwerks jeweils sechs Wochen vor dem Zeitplan ihre Arbeit aufnahmen. Das sei vor allem in Corona-Zeiten keine Selbstverständlichkeit gewesen. „Dadurch konnten wir das gute Wasserangebot im Winter und Frühling 2020 optimal nutzen.“
Überhaupt seien die Bauarbeiten mitten im belebten Urner Talkessel „eine grosse Herausforderung“ gewesen, so Jauch: „Das Projekt erlebte in einem Planungs- und Bewilligungsmarathon von rund acht Jahren viele Höhen und Tiefen und auch die Bauphase gestaltete sich sehr anspruchsvoll.“ Es habe sich jedoch „auf jeden Fall gelohnt, beim KW Schächen alle Herausforderungen bis hin zur Corona-Pandemie anzunehmen und erfolgreich zu meistern“.
Mit Mieterstromanlagen könnten Hauseigentümer ihre Mieter mit günstigem Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgen und im Gegenzug ihre Anlagen schneller amortisieren, schreibt die Smart-red GmbH (smartRED) in einer Mitteilung. Die im deutschen Energiewirtschaftsgesetz spezifizierten Anforderungen an die Abrechnung des Mieterstroms hielten viele deutsche Hauseigentümer jedoch von der Einrichtung von Mieterstromanlagen ab, heisst es dort weiter. Hier hat das Gemeinschaftsunternehmen der Zuger smart-me AG und der deutschen Firma ABM-Mess Service Abhilfe geschaffen.
Mit der Cloud-basierten Mieterstrom-Lösung von SmartRED könnten „aufwandslos automatisierte Rechnungen“ erstellt werden, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Dafür werden die Mieterstromanlagen über eine WiFi-Schnittstelle oder per Mobilfunk mit der Cloud verbunden. Die intelligenten Zähler stellen ihnen dann in Echtzeit Daten für die Steuerung und Optimierung der Anlage und die Erstellung der Abrechnung zur Verfügung.
„Einer der wichtigsten Punkte bei Mieterstrom-Projekten ist die gesetzeskonforme Abrechnung“, wird Bernd Bosch, Geschäftsführer der Smart-Red GmbH, in der Mitteilung zitiert. „Ausserdem ist es wichtig, den administrativen Aufwand möglichst zu reduzieren.“ Beides soll das digitale Abrechnungswerkzeug von SmartRED ermöglichen.
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