Schlagwort: Strommarkt

  • Schwarmfinanzierung treibt flexible Solarenergie voran

    Schwarmfinanzierung treibt flexible Solarenergie voran

    Die Solarify GmbH baut ihr Angebot für Investitionen privater Anleger in die Energiewende weiter aus. Das Unternehmen mit Sitz in Wabern bietet nun laut einer Mitteilung die Schwarmfinanzierung in eine neue Generation von Solarkraftwerken, die mit Batteriespeichern verbunden sind. Diese ermöglichen es, den Solarstrom zeitversetzt auszuliefern.

    Solarify.ch reagiert damit auch auf eine Änderung der Vergütung von Solarstrom. Künftig sollen die Einspeisevergütungen stundenbasiert sein. Zudem werden die Marktpreise vierteljährlich neu ermittelt. Die Speicher erlauben eine flexible Reaktion der Auslieferung an die Preise.

    Das Unternehmen setzt Solaranlagen bereits mit dem Batteriespeicher ein, so auf der Asylunterkunft Tannental in der Gemeinde Muri bei Bern und auf dem Dach der Condecta AG in Bern.

    „Mit dieser neuen Generation können wir Solaranlagen netz- und systemdienlich betreiben“, wird CEO Roger Langenegger in der Mitteilung zitiert. „Anstatt zur Mittagszeit die Netze zu belasten, wird der Strom lokal verbraucht oder gezielt zu Zeiten höherer Nachfrage verkauft.“

    Solarify.ch ermöglicht Privaten die Investition in die Energiewende. Das 2016 gegründete Unternehmen hat schweizweit 160 Solarprojekte realisiert und 26 Millionen Franken investiert.

  • Neue Dynamik für Eigenverbrauchsgemeinschaften

    Neue Dynamik für Eigenverbrauchsgemeinschaften

    Primeo Energie baut sein Geschäft für Energiegemeinschaften aus. Das Baselbieter Energieunternehmen übernimmt per Anfang 2026 die Abrechnungsleistungen für Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) von Energie Wasser Bern (ewb), Regio Energie Solothurn (RES) und AGROLA, informiert Primeo Energie in einer Mitteilung. Die drei Energieversorger werden ihrer Kundschaft weiterhin ZEV-Dienstleistungen vermitteln, diese jedoch von Prime Energie ausführen lassen.

    „Wir glauben an Energiegemeinschaften als wichtiges Element der Energietransformation“, wird Primeo Energie-CEO Cédric Christmann in der Mitteilung zitiert. „Umso mehr freut es mich, dass uns ewb, RES und AGROLA ihr Vertrauen schenken und uns ihre ZEV-Dienstleistungen übertragen.“ Mit der Übernahme dehnt sich das schweizweite Netz von Primeo Energie auf über 20’000 ZEV-Messpunkte aus. Der Wachstumskurs des Unternehmens im Bereich Energiegemeinschaften soll die Position von Primeo Energie, „als führender Anbieter von ZEV-Dienstleistungen“ stärken, heisst es in der Mitteilung.

  • Schweizer Firma entwickelt Blockchain-Handelsplattform für Ökostrom

    Schweizer Firma entwickelt Blockchain-Handelsplattform für Ökostrom

    Strom aus der Region und dem Strommix dabei selber bestimmen: Dies ermöglicht die Blockchain-Plattform des Energieunternehmens Elblox AG mit Sitz in Olten. Die Grundidee kam den Betreibern bereits im Jahr 2015 bei einem Management-Workshop innerhalb des Schweizer Energiekonzerns «Axpo», wie die Wirtschaftsförderung des Kantons Solothurn berichtet.

    Solche Plattformen sind derzeit in Deutschland, Schweden und Finnland im Einsatz. Kunden können dabei die Stromproduzenten selber auswählen. Die Stromlieferung lässt sich in Echtzeit zurückverfolgen und bietet Anbietern und Nutzern neue Möglichkeiten, wie beispielsweise Strom von der Solaranlage des Nachbarn zu beziehen oder auch von einem Windrad in der Region. Wer beispielsweise selber eine Photovoltaikanlage betreibt, aber nicht allen Strom verbraucht, kann den Reststrom auf der Plattform anbieten. Im Idealfall kennen sich Kunde und Stromproduzent persönlich, wie Frédéric Maurer, Verkaufs- und Entwicklungschef von Elblox im Bericht zitiert wird.

    Das Problem für eine solche Plattform in der Schweiz nennt Maurer auch gleich: Die hierzulande fehlende Strommarktliberalisierung für Kleinkunden mit einem Verbrauch von bis zu 100’000 Kilowattstunden im Jahr. Für kleine Betreiber sei man mit der Plattform derzeit deshalb ausschliesslich im Ausland aktiv. Für die Schweiz arbeite man aber an entsprechenden Pilotprojekten und sei zuversichtlich, dass die vollständige Liberalisierung des Strommarktes voranschreite.

  • Schweiz: Strommarkt soll für alle geöffnet werden

    Schweiz: Strommarkt soll für alle geöffnet werden

    Bis Anfang 2021 wird das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eine Änderung des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) erarbeiten. Dadurch sollen Eckwerte für eine vollständige Öffnung des Strommarktes identifiziert werden.

    Bisher konnten Verbraucher von mindestens 100’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr ihren Stromlieferanten frei wählen. Nun sollen es auch schon bald Haushalte und Kleinbetriebe können. Zudem sollen sie das Recht erhalten, vom freien Markt zur Grundversorgung zurückzukehren. Durch diese Änderung wird die dezentrale Stromproduktion gestärkt und eine bessere Integration der erneuerbaren Energien in den Strommarkt ermöglicht.

    Die vorgeschlagene Revision des Energiegesetzes dient hingegen dazu, der Strombranche mehr Planungssicherheit und Investitionsanreize zu bieten. Dazu sollen, an den bisherigen Richtwerten orientiert, verbindlichen Ausbauzielen für das Jahr 2035 und 2050 definiert werden.