Schlagwort: Stromproduktion

  • Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Aventron hat ihre Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 bekanntgegeben. Insgesamt erzeugte die Produzentin von Strom aus erneuerbaren Energien rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom – etwa 15 Prozent weniger als im Vorjahr (2024: 1,498 Milliarden Kilowattstunden). Als Gründe nennt aventron historisch schwache Wetterbedingungen sowie eine hohe Preisvolatilität bis hin zu negativen Strompreisen.

    Trotz des Produktionsrückgangs bleibt das Ergebnis laut einer Mitteilung „solide“. Der Nettoerlös belief sich auf 120,5 Millionen Franken (2024: 134,9 Millionen Franken), die Marge beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei rund 21 Prozent. Das Jahresergebnis nach Steuern erreichte 10,3 Millionen Franken.

    Im Jahr 2025 setzte aventron ihre Diversifikationsstrategie mit den Technologien Sonne, Wind und Wasser fort und entwickelte das Portfolio weiter. In der Schweiz wurde der Bau der alpinen Photovoltaikprojekte Sedrun Solar (Graubünden) und APV Sidenplangg (Uri) gestartet. In Italien begann die Umsetzung des 25-Megawatt-Solarkraftwerks Lazio 01, während sich in Frankreich und Deutschland zwei Windparks im Bau befinden. Insgesamt investierte das Unternehmen 67 Millionen Franken. Per Jahresende umfasste das Portfolio eine konsolidierte Gesamtleistung von 819 Megawatt (Vorjahr: 797 MW) in Betrieb oder Bau.

    Mittelfristig will sich aventron verstärkt auf eine erfolgreiche Stromvermarktung sowie den Ausbau von Datenmanagement- und Monitoring-Systemen konzentrieren. Ziel bleibt der Aufbau eines Portfolios mit einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt. Das Unternehmen mit Sitz in Münchenstein betreibt und entwickelt Kraftwerke in den Bereichen Wasser-, Solar- und Windenergie in der Schweiz und ausgewählten europäischen Ländern.

  • Baustart markiert wichtigen Schritt für erneuerbare Stromproduktion

    Baustart markiert wichtigen Schritt für erneuerbare Stromproduktion

    Die Kraftwerk Meiental AG hat am 11. März laut einer Mitteilung den Bau des Kraftwerkes Meiental in der Gemeinde Wassen mit dem offiziellen Spatenstich gefeiert. Die eigentlichen Bauarbeiten haben bereits im September begonnen. Derzeit wird an der Druckleitung und an der neuen Kraftwerkszentrale gearbeitet.

    Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Meienreuss. Dieses wird auf einer Höhe von 1317 Metern gefasst und durch eine 3250 Meter lange Druckleitung zum neuen Wasserkraftwerk geleitet, das sich auf einer Höhe von 1100 Metern in Fedenbrügg befindet. Das Kraftwerk soll mit einer Leistung von 10 Megawatt pro Jahr rund 34 Gigawattstunden Strom erzeugen. Es soll voraussichtlich Ende 2028 in Betrieb gehen.

    Insgesamt werden 40 Millionen Franken investiert. Der Kanton Uri und die Gemeinde Wassen rechnen mit zusätzlichen Steuereinnahmen, Kanton und Korporation Uri mit Wasserzinsen von einer halben Million Franken pro Jahr. „Wir nutzen unsere heimische Wasserkraft, stärken die regionale Wertschöpfung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung“, wird der Urner Regierungsrat und Baudirektor Hermann Epp in der Mitteilung zitiert.

    Die Kraftwerk Meiental AG gehört dem kantonalen Energieversorger energieUri AG, dem Kanton und der Korporation Uri sowie der Gemeinde Wassen.

  • Wetter und Wertberichtigungen belasten Geschäftsentwicklung

    Wetter und Wertberichtigungen belasten Geschäftsentwicklung

    Die BKW hat 2025 laut einer Mitteilung einen Umsatz von 4‘543,6 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 4‘772,3 Millionen, ein Rückgang um 4,8 Prozent. Der Rückgang auf Stufe Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern war deutlich ausgeprägter. 2025 erzielte die BKW ein Ergebnis von 561,0 Millionen Franken, während es im Vorjahr noch 789,9 Millionen gewesen waren. Der operative Reingewinn sank von 550,4 Millionen im Vorjahr auf 351,1 Millionen 2025.

    Die BKW macht für den Rückgang zum einen eine Wertkorrektur auf die Beteiligung am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven an der niedersächsischen Nordseeküste verantwortlich. Diese Korrektur beträgt auf Ebene Betriebsergebnis 113,7 Millionen, auf Ebene Reingewinn 90,9 Millionen Franken. Die BKW ist zu 33 Prozent an dem Kraftwerk beteiligt.

    Zum anderen hat der wetterbedingte Rückgang der Stromproduktion aus Wasser- und Windkraft das Ergebnis im Geschäftsfeld Energy Solutions belastet. Dieses lag schon vor der Wertkorrektur um 18,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis des Geschäftsfeldes Power Grid lag mit 130,6 Millionen Franken um 7,0 Prozent unter dem des Vorjahres.

    Dagegen ist das Ergebnis des Geschäftsfeldes Infrastructure & Buildings deutlich um 40,6 Prozent auf 80,0 Millionen Franken gestiegen. Der Umsatz des Geschäftsfeldes blieb mit 1,98 Milliarden konstant.

    Die BKW rechnet für 2026 mit einem Ergebnis zwischen 650 und 750 Millionen Franken.

  • Stromerzeuger investiert weiter in flexible Energieproduktion

    Stromerzeuger investiert weiter in flexible Energieproduktion

    Alpiq hat 2025 laut einer Mitteilung einen Nettoumsatz von 5920 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 6366 Millionen gewesen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug 572 Millionen, 310 Millionen weniger als im Vorjahr.

    Der Stromerzeuger mit Sitz in Lausanne begründet den deutlichen Rückgang vor allem mit dem ungeplanten Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen, an dem er einen Anteil von 40 Prozent hält. Das Kernkraftwerk ist wegen einer Modernisierung des Systems der Wasserversorgung seit Mai 2025 nicht mehr am Netz. Der Energiehandel fuhr 2025 ein negatives Ergebnis von 35 Millionen Franken ein. Im Vorjahr hatte er noch ein positives Ergebnis von 30,1 Millionen Franken erzielt.

    Die Finanzlage von Alpiq ist mit einer Eigenkapitalquote von 61 Prozent stark. Das Unternehmen setzt daher auf weitere Investitionen in seinen Wachstumsbereichen und schüttet eine Dividende in Höhe von 230 Millionen Franken aus.

    „Wir richten Alpiq für die Zukunft aus: Unsere Strategie ist auf Flexibilität, Modernisierung der Kraftwerke und kundenorientierte Energielösungen ausgerichtet“, wird CEO Antje Kanngiesser in der Mitteilung zitiert. „Damit festigen wir unseren Beitrag zur europäischen Energiezukunft.“

  • Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) modernisiert sein Speisewassersystem. Seit Ende Juni ist es deshalb vom Netz genommen. Die Wiederaufnahme der Stromproduktion verzögere sich nun um weitere sechs Monate, heisst es in einer Mitteilung

    Das KKG macht dafür die steigenden Sicherheitsanforderungen verantwortlich. Es brauche punktuelle Verstärkungen des Systems. Auch die Nachweisführung gegenüber den Behörden brauche mehr Zeit. Das KKG kann erst wieder angefahren werden, wenn das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) die Freigabe erteilt. Das KKG könne daher voraussichtlich Ende Februar 2026 wieder ans Netz gehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Betreiber erwarten einen Produktionsausfall während dieser acht Monate in Höhe von fast 6 Terawattstunden und einen entgangenen Ertrag von 500 Millionen Franken, schreibt Alpiq in einer Mitteilung

    Alpiq ist mit 40 Prozent der grösste Einzelaktionär und erwartet einen Ertragsausfall von 200 Millionen Franken. Axpo ist mit 25 Prozent der zweitgrösste Aktionär, gefolgt von der Stadt Zürich mit 15 Prozent, der Axpo-Tochter CKW mit 12,5 Prozent und Energie Wasser Bern (ewb) mit 7,5 Prozent. Die Aktionäre müssen den fehlenden Strom nun obendrein am freien Markt beschaffen, um ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen.

    Das KKG deckt gut ein Zehntel des Schweizer Stromverbrauchs. Kernkraftkritiker wie die Schweizerische Energie-Stiftung SES weisen auf die Risiken der zentralisierten Stromerzeugung hin. „Die Abhängigkeit von einzelnen Atomkraftwerken stellt für die sichere Stromversorgung ein Klumpenrisiko dar“, wird Geschäftsleiter Nils Epprecht in einer SES-Mitteilung zitiert. „Wir tun gut daran, unsere Stromproduktion so rasch wie möglich auf viele dezentrale, erneuerbare Anlagen zu verlagern.“

  • Schweiz gehört bei Wind und Solar zu den Nachzüglern

    Schweiz gehört bei Wind und Solar zu den Nachzüglern

    Die Schweiz belegt in einer neuen Studie der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) einen hinteren Rang bei der Stromproduktion aus Solar- und Windenergie. Ihre Produktion von Solarstrom beträgt pro Kopf 681 Kilowattstunden, von Windstrom 19 Kilowattstunden. Insgesamt kommt sie damit auf 700 Kilowattstunden pro Kopf aus Solar und Wind Im Ranking mit den EU-Mitgliedsstaaten belegt sie damit Platz 22 von 28.

    Schweden ist Spitzenreiter in der Windstromproduktion 3930 Kilowattstunden pro Kopf, gefolgt von Dänemark mit 3448 Kilowattstunden. Selbst Nachbar Österreich kommt auf 1004 Kilowattstunden. Bei der Solarproduktion pro Kopf führen die Niederlande mit 1206 Kilowattstunden pro Kopf, gefolgt von Spanien und Zypern. Doch selbst Österreich kommt auf 941 Kilowattstunden, Deutschland auf 888 Kilowattstunden.

    Die Schweiz konnte innerhalb von fünf Jahren ihre Produktion von Strom aus Wind und Solar von 7,2 Prozent auf 11 Prozent steigern. Andere Länder in Europa erreichten in der gleichen Zeit aber  erreichen allerdings oft höhere Zunahmen von bis zu 20 Prozentpunkten. Im europäischen Vergleich liegen nur noch Malta, Slowenien, Rumänien,Tschechien, Lettland und als Schlusslicht die Slowakei hinter der Schweiz bei der Produktion von Strom aus Wind und Solar pro Kopf.

    Aus der Sicht der SES muss in der Schweiz insbesondere die Windenergie ausgebaut werden, heisst es in einer Mitteilung. Insgesamt 11 Prozent des inländischen Stromverbrauchs werden durch Wind und Solar erzeugt, 7,2 Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Europäische Nachbarn

    Das neue Stromgesetz zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung nachhaltige Stromproduktion zukünftig intensivieren möchte. Politische Instrumente zur Umsetzung des Gesetzes sind bereits aktiv oder werden es ab 2026 sein. Ihre Wirkung wird sich in den kommenden Jahren zeigen, heisst es von der SES.

    Zudem birgt der Stromaustausch mit Nachbarn grosses Potenzial für die Schweiz. Die Schweiz ist in das europäische Stromnetz bereits mit über 40 grenzüberschreitenden Übertragungsnetzen eingebunden. Der europäische Stromhandel sei zentral für die Schweiz, um Winterstrom aus Windenergieanlagen der europäischen Nachbarn zu beziehen, heisst es in der Mitteilung. Das geplante EU-Stromabkommen bilde die Basis für den verstärkten Stromhandel.

  • Solarfassade verbindet Energiegewinnung mit Architektur

    Solarfassade verbindet Energiegewinnung mit Architektur

    Megasol Energie hat gemäss einer Mitteilung die Photovoltaiklösung für das Projekt Bern 131 entwickelt. Die 1605 massgeschneiderten Module schimmern blau dank des eingefärbten Rückglases, das auf die Sonne ausgerichtet ist. Das Frontglas ist transparent. Megasol hat die Module in Zusammenarbeit mit dem Berner Architekturbüro Atelier 5 entwickelt, das das Gebäude entworfen hat.

    Megasol hat ausserdem 468 standardisierte M450-Module für die Dachfläche geliefert. Die gesamte Anlage hat eine Leistung von 504 Kilowattpeak. Jährlich sollen damit rund 341‘238 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht einer Eigenversorgung des Gebäudes von 88 Prozent.

    Bern 131 an der Stauffacherstrasse 131 wurde von Atelier 5 als ein Hybrid aus Stahl und Holz gebaut. Das Holz stammt zu 98 Prozent aus dem Kanton Bern. Das Gebäude ist SNBS Gold-zertifiziert.

    Florian Lünstedt, Architekt und Partner bei Atelier 5, lobt die Zusammenarbeit mit Megasol. «Die Fassade ist nicht nur ein wichtiges, das Gebäude prägendes architektonisches Element, sondern auch ein funktionaler Bestandteil für die Energiegewinnung», wird er in der Mitteilung zitiert. «Die gemeinsame Entwicklung der PV-Module mit Megasol hat es ermöglicht, beide Aspekte auf hohem Niveau zu vereinen.»

  • Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Der Basler Energieversorger IWB hat die Baubewilligung für das Errichten einer Solaranlage auf der ehemaligen Kehrrichtdeponie Hinterm Chestel in Liesberg erhalten. Der Investitionsbescheid soll Anfang 2025 erfolgen, heisst es in einer Mitteilung. Nach zügigem Baubeginn soll bereits im Frühjahr 2026 der erste Solarstrom fliessen, der etwa 1000 Haushalte versorgen kann.

    Auf einer Fläche von 25‘000 Quadratmetern sollen 7600 Solarmodule verbaut werden. Das entspricht einer installierten Leistung von 3,4 Megawatt. Die Anlage wird in einer bestimmten Höhe installiert, so dass darunter weiter eine Grünflächenbewirtschaftung möglich ist. Dies soll auch der Biodiversität vor Ort dienlich sein.

    „Für uns ist wichtig, dass die Anlage naturverträglich umgesetzt wird. So haben wir bei der Planung in Koordination mit der KELSAG bewusst bestehende Naturobjekte integriert“, wird Daniel Neuenschwander, Projektleiter Photovoltaik Grossanlagen bei IWB, in der Mitteilung zitiert. Die KELSAG (Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG) ist die Besitzerin der Deponie und stellt die Fläche bis zu 50 Jahre lang zur Verfügung.

    Des Weiteren wird Sorge für den Lebensraum verschiedener Tierarten getragen. „Wir haben bei diesem Projekt von Beginn weg Natur- und Umweltverbände eng involviert. Das war das Erfolgsrezept zu einem ausgewogenen Projekt: Anliegen der Stromproduktion und der Biodiversität werden gleichermassen berücksichtigt“, so Neuenschwander.

  • Erste Niederdruckturbine der Schweiz in Martigny-Bourg in Betrieb genommen

    Erste Niederdruckturbine der Schweiz in Martigny-Bourg in Betrieb genommen

    Die Forces Motrices de Martigny-Bourg (FMMB) haben die erste Niederdruckturbine der Schweiz in Betrieb genommen. Wie Alpiq in einer Mitteilung schreibt, können so im Unterwasserkanal des Flusskraftwerks an der Dranse pro Jahr 850‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Die bisherigen drei Produktionseinheiten des Kraftwerks erzeugen 89 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

    Die Niederdruckturbine kann je nach Durchfluss zwischen 1,25 und 10,2 Kubikmeter Wasser pro Sekunde turbinieren. Sie ist für eine Fallhöhe von bis zu 2,5 Metern ausgelegt. Sie stellt keine zusätzliche Belastung für die Umwelt dar und beeinträchtigt nicht die bestehende Stromproduktion. «Die Installation dieser neuen Niederdruckturbine ermöglicht es, die verfügbaren Wasserressourcen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen», wird Kraftwerksleiter Georges-Alain Zuber in der Mitteilung zitiert.

    Die Planung der Anlage hat 2011 begonnen. Sie wird mit Mitteln aus der kostendeckenden Einspeisevergütung gefördert.

    Das Kraftwerk wurde 1908 als Stromerzeuger der Electro-Chimie de Paris errichtet. Heute sind an den FMMB die Gemeinden Bovernier mit 23,04 Prozent, Sembrancher mit 18,72 Prozent, Martigny mit 17,22 Prozent, Martigny-Combe mit 15,58 Prozent und Vollèges mit 1,64 Prozent sowie Alpiq mit 18 Prozent und der Walliser Energieversorger FMV mit 5,8 Prozent beteiligt.

  • Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Die Energieversorgerin Groupe E mit Sitz in Granges-Paccot und die KAAB haben einen Energievertrag für das Quartier La Maillarde in Romont unterzeichnet. Mit einer Laufzeit von 40 Jahren umfasst der Vertrag laut einer Medienmitteilung die Wärmelieferung und Verwertung der internen Abwärme, die Bereitstellung einer Microgrid-Infrastruktur und die Installation von Solarmodulen. Groupe E liefert Energie im Auftrag der KAAB an den Standort und diese stellt Betrieb, Wartung und Finanzierung der Anlagen sicher.

    Die Wärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz der Gemeinde Romont. Das von Groupe E verwaltete Netz wird hauptsächlich durch Holzschnitzel aus der lokalen Forstwirtschaft sowie durch Abwärme der Röstanlagen im Nespresso-Werk gespeist. Für lange Kälteperioden ist eine mit Gas betriebene Zusatzheizung vorgesehen.

    Die Elektrik wird über ein quartiereigenes Microgrid gesteuert. Dieses wird von einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von einem Megawatt gespeist. Sie erzeugt jährlich rund eine Gigawattstunde Strom.

    Das im Eigentum der KAAB befindliche Quartier La Maillarde wurde bis 2016 durch das multinationale Unternehmen Tetra Pak genutzt. Ab 2025 wird sich Uhrenhersteller Rolex dort niederlassen und rund 250 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Das endgültige La Maillarde-Projekt sieht eine Fläche von 40‘000 Quadratmetern vor. Derzeit werden 19‘000 Quadratmeter genutzt.

  • Mikroben als Kraftwerke

    Mikroben als Kraftwerke

    In einem beispiellosen Ansatz hat das Team von Professorin Boghossian die Eigenschaften exotischer Mikroben, die unter anaeroben Bedingungen leben und Elektrizität als Nebenprodukt ihres Stoffwechsels produzieren, auf das weit verbreitete und gut erforschte Bakterium E. coli übertragen. Diese Neuerung könnte die Tür zu innovativen Anwendungen in verschiedenen Branchen öffnen.

    Von der Natur zum Labor
    Die natürlichen Vorbilder der Forschung, anaerobe Mikroben, nutzen einzigartige Stoffwechselwege, um Elektronen an Metalle abzugeben und dadurch Strom zu erzeugen. Dieser Mechanismus wurde erfolgreich in E. coli implementiert, was das Bakterium für vielfältige technologische Anwendungen prädestiniert. Die Übertragung war komplex und erforderte das Einsetzen spezieller Proteine aus den elektrisch aktiven Mikroben in E. coli, was die Fähigkeit zur Stromproduktion in das Labor brachte.

    Anwendungsmöglichkeiten und praktischer Nutzen
    Das modifizierte E. coli könnte in Brennstoffzellen, bei der Abwasseraufbereitung oder als Biosensor eingesetzt werden. Besonders interessant ist die potenzielle Anwendung in der Abwasseraufbereitung, wo die Bakterien nicht nur helfen würden, das Wasser zu reinigen, sondern gleichzeitig als Nebenprodukt Strom erzeugen könnten. Diese dualen Vorteile stellen eine attraktive Option für eine Kreislaufwirtschaft dar, bei der Abfallprodukte wertvoll genutzt werden.

    Innovative Forschung und Industriekollaboration
    Unterstützt durch das innovative Umfeld der EPFL und die Möglichkeit, interdisziplinär zu arbeiten, erforscht Professorin Boghossians Team weiterhin die praktischen Anwendungen der «elektrischen» Bakterien. Die Entwicklung eines Prototypen für die Lebensmittelindustrie in Zusammenarbeit mit einem neu gegründeten Startup zeigt das kommerzielle Potenzial dieser Technologie. Dieses Engagement bietet nicht nur wissenschaftliche, sondern auch nachhaltige industrielle Lösungen, die zur Reduzierung des Kohlenstoff-Fussabdrucks beitragen können.

    Ausblick und globales Interesse
    Während die Technologie noch in der Entwicklungsphase ist, zeichnet sich bereits ein steigendes Interesse sowohl in der akademischen Welt als auch in der Industrie ab. Die Arbeit von Professorin Boghossian und ihrem Team ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie innovative Grundlagenforschung transformative Auswirkungen auf unsere Energiezukunft haben kann.

  • Hochtemperatur-Solarkraftwerke für durchgehende Energieversorgung

    Hochtemperatur-Solarkraftwerke für durchgehende Energieversorgung

    Das Kernstück der Technologie von 247Solar ist ein von David Gordon Wilson, emeritierter Professor am MIT, entwickelter Hochtemperatur-Wärmetauscher. Durch die Integration dieses Wärmetauschers in eine herkömmliche, einem Düsentriebwerk ähnliche Turbine, wird eine effiziente und emissionsfreie Energieerzeugung möglich. Die Turbine nutzt heisse Luft, die durch Solarenergie auf etwa 1.000 Grad Celsius erwärmt wird, um sowohl Strom als auch Wärme zu produzieren.

    Solarkraftwerk mit integrierter Energiespeicherung
    Eine innovative Komponente dieses Systems ist die Kraft-Wärme-Kopplung, ergänzt durch thermische Energiespeicher. Diese speichern die Hitze in festen Materialien, die dann die Turbine antreiben können, wenn keine Sonneneinstrahlung verfügbar ist. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Energieversorgung, unabhängig von Tageszeit und Wetterbedingungen. Die Erzeugungskapazität des vorgestellten Modells liegt bei 400 Kilowatt Strom und 600 Kilowatt Wärme.

    Das modulare Design des Systems bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere für abgelegene oder autarke Gemeinschaften. Diese Technologie eignet sich hervorragend für die Kombination mit anderen erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft, um eine ganzheitliche und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten.

    Bruce Anderson, der Geschäftsführer von 247Solar, hebt hervor, dass das Hauptziel der Entwicklung dieses Systems die Überwindung der Intermittenzproblematik herkömmlicher erneuerbarer Energien war. Die Fähigkeit, ununterbrochen Energie zu liefern, stellt einen entscheidenden Fortschritt in der Nutzung erneuerbarer Energiequellen dar und könnte eine Schlüsselrolle in der globalen Energiezukunft spielen.

  • Verhandlungen zwischen ewz, Gemeinde Surses und Kanton Graubünden

    Verhandlungen zwischen ewz, Gemeinde Surses und Kanton Graubünden

    Die ursprüngliche Konzessionsanfrage von ewz für die Erneuerung der Wasserrechtskonzessionen der Kraftwerke Tinizong und Nandro, die im Mai 2035 auslaufen, wurde von der Urnengemeinde Surses am 21. Januar 2024 abgelehnt. Trotz dieser Entscheidung bleibt ewz optimistisch und beabsichtigt, den konstruktiven Dialog fortzuführen, um die Vorteile einer erneuerten Konzession zu verdeutlichen.

    Philippe Heinzer, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei ewz, betont die Bereitschaft zu lösungsorientierten Verhandlungen und sieht in der Aufnahme der Konzessionserneuerung als eine der Handlungsoptionen in der Botschaft der Gemeinde einen positiven Vertrauensbeweis.

    Als langjähriger Stromproduzent in der Region verfügt ewz über tiefgreifende Erfahrungen und ist massgeblich in die lokale Wirtschaft und Infrastruktur integriert. Mit einer Jahresproduktion von über 700 GWh, die dem Verbrauch von etwa 280.000 Vierzimmer-Haushalten entspricht, spielt ewz eine zentrale Rolle in der regionalen Energieversorgung. Eine Konzessionserneuerung würde es ewz ermöglichen, die bestehenden Anlagen weiterhin effizient und sicher zu betreiben und die Energieversorgung in der Region weiterhin zu gewährleisten.

    Darüber hinaus investiert ewz jährlich rund 10 Millionen Franken in die Instandhaltung und Modernisierung der Kraftwerke sowie des regionalen Verteilnetzes und trägt mit erheblichen Steuer- und Wasserzinszahlungen zur regionalen Wertschöpfung bei.

    Mit dem Fokus auf die Stärkung der Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle bekräftigt ewz sein Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser wichtigen Ressource. Das geplante Angebot für eine neue Konzessionierung an die Gemeinde Surses und den Kanton Graubünden wird zeigen, wie ewz seine Rolle in der zukünftigen Energieversorgung der Region sieht und wie es zur nachhaltigen Entwicklung der lokalen Gemeinschaft beitragen kann.

  • Wasserstoffprojekt ein Standort mit Potenzial

    Wasserstoffprojekt ein Standort mit Potenzial

    Die Lage in Domat/Ems, direkt neben einer Hauptverkehrsachse der Schweizer Alpen und in unmittelbarer Nähe zu Stromproduzenten und einem Elektrizitätswerkbetreiber entsteht ein wegweisendes Wasserstoffprojekt. Gerade für LKWs, die an strategischen Knotenpunkten Wasserstoff tanken müssen, ist die Lage im Bündner Rheintal von grossem Wert.

    Das technische Leistungsspektrum der neu geplanten Einrichtung beeindruckt: In voller Kapazität kann die 2 MW-Anlage pro Jahr über 300’000 kg Wasserstoff generieren. Das entspricht dem Energiegehalt von 1’000’000 Litern Diesel. Eine derartige Produktionsrate beeinflusst nicht nur die Diversität der Energiequellen, sondern kann auch einen erheblichen positiven Einfluss auf die Umwelt haben, indem sie den jährlichen CO2-Ausstoß um mehr als 3’600 Tonnen verringert.

    Energiespeicher als grösste Herausforderung
    Seit geraumer Zeit sind erneuerbare Energien im Gespräch. Jedoch bringt ihre Speicherung einige Herausforderungen mit sich, insbesondere weil die Natur vorgibt, wann und in welchem Umfang Energie produziert wird. An dieser Stelle tritt Wasserstoff als optimales Speicherelement auf den Plan. Besonders in Zeiten hoher Energieproduktion im Sommer kann es vorteilhaft sein, überschüssigen Strom in Wasserstoff zu konvertieren. Für einen rentablen Betrieb ist jedoch eine konstante Produktion unerlässlich. Aktuelle gesetzliche Vorgaben legen nahe, solche Anlagen in der Nähe von Energieerzeugungsstätten zu bauen.

    Die ersten Überlegungen in diese Richtung wurden 2017 angestoßen. Bald darauf machte sich das Expertenteam der Fanzun AG auf die Suche nach einem passenden Standort. Urs Simeon, Partner und Projektleiter, äußerte: «Uns war bewusst, dass das Thema Wasserstoff eine Menge Aufklärung benötigt. Deswegen haben wir früh damit begonnen, uns intensiv damit auseinanderzusetzen und konnten so rasch ein umfassendes Fachwissen aufbauen.» Laut Simeon war die größte Hürde in der Planungsphase die wirtschaftliche Kalkulation – denn das Projekt ist nur dann sinnvoll, wenn es auch wirtschaftlich tragfähig ist.

    Am Anfang stand ein norwegischer Investor
    Bei der Suche nach den Wurzeln dieses Projekts stößt man auf den Namen Per Sandven, einen visionären Investor aus Norwegen, der für seine wegweisenden und nachhaltigen Ansätze bekannt ist. Sandven, als Mitbegründer und ehemaliger Hauptanteilseigner, spielte eine zentrale Rolle bei der Gründung und Entwicklung von Calanda Solar. Er hatte auch einen bedeutenden Einfluss auf die Umsetzung des angrenzenden Photovoltaik-Projekts Calinis. Dieses Vorhaben, angesiedelt im ehemaligen Steinbruch von Felsberg und betrieben von Rhiienergie, war 2020 die größte Photovoltaik-Einrichtung im Kanton Graubünden. Mit einem bemerkenswerten Jahresertrag von 1’500’000 kWh versorgt sie etwa 400 Haushalte mit Strom.

    Weitere Projekte sind in Planung
    In der Vergangenheit haben Sandven und Fanzun bereits Hand in Hand gearbeitet, wie beispielsweise bei dem 105%-PlusEnergie-Hotel Muottas Muragl in Samedan, welches zudem mit einem Solarpreis ausgezeichnet wurde. Ihre Kooperation verdeutlicht das geteilte Streben und die gemeinsame Vision, den Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren und klimaneutralen Energiezukunft voranzutreiben. Derzeit plant die Fanzun AG zusätzliche Initiativen im Segment der Hochgebirgs-Solaranlagen, auch als «Solarexpress» bezeichnet.

  • Zürich Wind – Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie

    Zürich Wind – Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie

    Mit der Energiestrategie und Energieplanung 2022 hat der Zürcher Regierungsrat die Stossrichtung im Kanton Zürich festgelegt: weg von importierten, fossilen Energieträgern hin zu erneuerbarer, heimischer Energie. EKZ, ewz und Stadtwerk Winterthur beabsichtigen daher, gemeinsam Windprojekte an den vom Kanton Zürich definierten und im kantonalen Richtplan festgelegten Standorten umzusetzen. Die Regierungen der Städte Zürich und Winterthur haben eine entsprechende Zusammenarbeitsvereinbarung genehmigt. Michael Baumer, Stadtrat der Stadt Zürich: «Mit EKZ, ewz und Stadtwerk Winterthur haben sich drei starke Partner zusammengeschlossen, um die lokale Energieproduktion weiter auszubauen und die Bevölkerung in der Stadt und im Kanton Zürich mit noch mehr erneuerbarer Energie zu versorgen.» Der Winterthurer Stadtrat Stefan Fritschi ergänzt: «Mit Windprojekten im Kanton Zürich leisten wir gemeinsam einen wertvollen Beitrag an die erneuerbare Stromproduktion und an unsere klima- und energiepolitischen Ziele.» Mit Zürich Wind, der Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie, soll die Entwicklung, aber auch die Finanzierung, der Bau und der Betrieb von Windkraftanlagen im Kanton Zürich sichergestellt werden. Windprojekte werden von der Bevölkerung nicht überall begrüsst. Gemäss Urs Rengel, CEO EKZ, sind sich die Partner dessen bewusst: «Zürich Wind setzt auf den Dialog und wird Windprojekte nur mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung realisieren.» Die drei Partner wollen mit Zürich Wind ein deutliches Zeichen für eine erneuerbare Stromversorgung im Kanton Zürich setzen.

    Der Kanton Zürich hat am 7. Oktober 2022 seine Pläne für die Evaluierung der Windenergiegebiete im kantonalen Richtplan vorgestellt. Windkraftanlagen sollen auch im Kanton Zürich einen Beitrag an die künftige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien leisten. Die Versorgungssicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung und es sind insbesondere Lösungen für den Strombedarf im Winter zu finden. Windkraftanlagen sind besonders geeignet, einen Beitrag an die Versorgungssicherheit zu leisten, da die Stromproduktion wegen der Windverhältnisse vor allem im Winter anfällt, wenn die Produktion aus Fotovoltaikanlagen mangels optimaler Sonneneinstrahlung im Mitteland gering ist.

    Windpotenzial im Kanton Zürich
    Die Baudirektion des Kantons Zürich hat im Auftrag des Bundes einen Grundlagenbericht Windenergie zur Situation im Kanton Zürich erstellt und im letzten Herbst veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, dass es auch im Kanton Zürich möglich ist, Windenergie zu nutzen. Rund 50 Gebiete sind als Potenzialgebiete definiert. Ob in diesen Gebieten die Realisierung von Windkraftanlagen machbar ist und die Windausbeute wirtschaftlich ist, ist in spezifischen Projekten zu klären. Der Kanton hat das Ziel, die Richtplanung mit der Standortfestlegung bis Ende 2025 abzuschliessen.

     Quelle www.ewz.ch

  • Warmer Winter senkt Stromverbrauch

    Warmer Winter senkt Stromverbrauch

    Die Schweiz hat 2022 insgesamt 61,3 Terawattstunden Strom benötigt, informiert das Bundesamt für Energie in einer Mitteilung. Nach Abzug von Übertragungs- und Wärmeverlusten ergibt sich ein Stromendverbrauch von 57,0 Terawattstunden. Im Jahresvergleich fiel der Stromendverbrauch damit um 1,9 Prozent oder 1,1 Terawattstunden geringer als 2021 aus.

    Zur Senkung des Stromverbrauchs hat vor allem der warme Winter 2022/23 beigetragen. Darüber hinaus wirkten auch Effizienzsteigerungen und Stromsparappelle verbrauchssenkend. Die positive Wirtschaftsentwicklung und eine leichte Steigerung der Bevölkerung wirkten hingegen verbrauchssteigernd.

    Die inländische Elektrizitätserzeugung belief sich 2022 auf 63,5 Terawattstunden gegenüber 64,2 Terawattstunden im Jahr zuvor. Nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen ergibt sich 2022 eine Nettoerzeugung von 57,9 Terawattstunden. Der Löwenanteil von 52,8 Prozent wurde dabei von den Wasserkraftanlagen geleistet. Kernkraftwerke trugen 36,4 Prozent, die konventionell-thermischen Kraftwerke und die Anlagen für Erneuerbare zusammen 10,8 Prozent bei.

    Den Importen von Strom im Umfang von 33,1 Terawattstunden standen im Berichtsjahr Exporte von 29,7 Terawattstunden gegenüber. Trotz des Importüberschusses von 3,4 Terawattstunden konnte im Stromhandel jedoch ein kleiner positiver Aussenhandelssaldo von 71 Millionen Franken verbucht werden.

  • Bundesverwaltung ist in Sachen Nachhaltigkeit insgesamt auf Kurs

    Bundesverwaltung ist in Sachen Nachhaltigkeit insgesamt auf Kurs

    Mit der Agenda 2030 haben sich die UNO-Mitgliedstaaten 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt. Der Bundesrat will, dass auch die Schweiz diese Ziele erreicht. Den Rahmen dafür bildet die 2021 beschlossene Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 und der Aktionsplan 2021-2023. Die Bundesverwaltung soll dabei ein Vorbild für nachhaltiges Handeln sein. Der erste Bericht dazu zeigt, dass sie mehrheitlich gut unterwegs ist: Sie hat die Energieeffizienz gesteigert, bezieht ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energiequellen und baut die eigene Stromproduktion mit Photovoltaikanlagen aus.

    Die Bundesverwaltung konnte zudem den Ausstoss von Treibhausgasen senken und ihn im Vergleich zu 2006 halbieren. Damit liegt die Bundesverwaltung bei ihrem Emissionsziel für 2030 auf Kurs. Nach dem von der Pandemie geprägten Jahr 2020 ist der Ausstoss 2021 allerdings wieder leicht angestiegen. Das liegt vor allem an den Flugreisen von Bundesangestellten, die wieder zugenommen haben. Auch beim Papierverbrauch, insbesondere für Publikationen, kann sie sich verbessern.

    Auf ihren eigenen Grünflächen fördert die Bundesverwaltung die Biodiversität. Sie schafft unter anderem entlang von Schienen und Strassen Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Pilze.

    Die Agenda 2030 verfolgt nicht nur das Ziel, die natürlichen Ressourcen zu schützen und den Klimawandel zu stoppen. Ein Teil der 17 Nachhaltigkeitsziele hat den Zweck, soziale Entwicklungen zu fördern, zum Beispiel die Gleichstellung von Mann und Frau. Auch in diesem Bereich nimmt die Bundesverwaltung ihre Vorbildrolle wahr. Sowohl im mittleren Kader als auch im Topkader hat der Frauenanteil zugenommen. Der Sollwert ist aber noch nicht ganz erreicht.

    Der Nachhaltigkeitsbericht ist unter der Federführung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE verfasst worden und soll künftig alle zwei Jahre aktualisiert werden.