Schlagwort: Stromtarife

  • Sinkende Strompreise 2025

    Sinkende Strompreise 2025

    Die Eidgenössische Elektrizitätskommission hat ihre Berechnungen für die Stromtarife 2025 veröffentlicht. Ein typischer Schweizer Haushalt mit einem Verbrauch von 4.500 kWh wird im kommenden Jahr 29 Rappen pro Kilowattstunde zahlen, was einer Reduktion von 3.14 Rp./kWh im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Preissenkung führt zu einer jährlichen Ersparnis von 141 Franken und senkt die Stromrechnung auf insgesamt 1.305 Franken.

    Die Reduktionen betreffen sowohl die Netzkosten als auch die Energietarife. Während die Netzkosten für einen typischen Haushalt um 4 Prozent von 12.71 Rp./kWh auf 12.18 Rp./kWh sinken, fallen die Energietarife um 12 Prozent auf 13.7 Rp./kWh. Unverändert bleiben die Abgaben an die Gemeinwesen (1 Rp./kWh) sowie der Netzzuschlag (2.3 Rp./kWh). Für kleine und mittlere Unternehmen zeichnen sich ähnliche Entlastungen ab.

    Schwankende Preise je nach Netzbetreiber
    Die Stromtarife variieren je nach Netzbetreiber stark. Dies liegt hauptsächlich an Unterschieden in der Eigenproduktion und den Beschaffungsstrategien. Einige Netzbetreiber, die stärker auf langfristige Beschaffung setzen, können kurzfristige Preisschwankungen besser ausgleichen, tragen aber über längere Zeit höhere Kosten. Die Unterschiede in den Energiebeschaffungsstrategien führen zu erheblichen Preisunterschieden zwischen den Regionen.

    Gründe für die Preissenkungen
    Die stabileren Stromgrosshandelspreise sind einer der Hauptgründe für die Entspannung der Tarife. Nach den erheblichen Preissteigerungen in den Jahren 2023 und 2024 notieren die Großhandelspreise derzeit bei etwa 90 EUR/MWh, was einen Rückgang gegenüber den 150 EUR/MWh des Vorjahres darstellt. Diese Marktentspannung wird sich nun schrittweise auf die Energietarife auswirken.

    Ein weiterer Faktor ist die Reduktion der Kosten für die Winterreserve. Während diese im Jahr 2024 noch bei 1.2 Rp./kWh lagen, sinken sie 2025 auf 0.23 Rp./kWh. Die Kapitalverzinsung für das Netz, der sogenannte WACC, ist ebenfalls leicht gesunken, was sich ebenfalls kostensenkend auswirkt.

    Beschaffungsstrategien und Eigenproduktion als Schlüssel
    Die Tarife in der Grundversorgung werden stark durch das Produktions- und Beschaffungsportfolio der Energieversorger beeinflusst. Eigenproduktion und der Zeitpunkt der Strombeschaffung sind dabei entscheidende Faktoren. Netzbetreiber, die ihre Beschaffungsstrategien über längere Zeiträume streuen, können Preisschwankungen am Grosshandelsmarkt besser abfedern. Die Höhe der Eigenproduktion beeinflusst dabei ebenfalls die Gestehungskosten, die teilweise unter den Marktpreisen lagen.

    Die Netzkosten bleiben jedoch aufgrund der hohen Marktpreise weiterhin relativ hoch, da sie auch von strompreisabhängigen Komponenten wie Wirkverlusten und Systemdienstleistungen (SDL) betroffen sind. Swissgrid stellt diese SDL für die kurzfristige Stabilität des Systems bereit und gibt die Kosten an die Netzbetreiber weiter, die diese wiederum den Endverbrauchern in Rechnung stellen.

    Transparenz für Verbraucher
    Die ElCom hat die Stromtarife 2025 für alle Gemeinden und Netzbetreiber veröffentlicht. Diese sind ab sofort auf der Webseite www.strompreis.elcom.admin.ch einsehbar und bieten Verbrauchern die Möglichkeit, die Tarife zu vergleichen und sich über die Entwicklung der Strompreise zu informieren.

  • Exnaton und sunvigo entwickeln neue Stromtarife für Prosumer

    Exnaton und sunvigo entwickeln neue Stromtarife für Prosumer

    Eine umweltbewusste Bevölkerung ist auf der Suche nach Energiesicherheit mit Aussicht auf Kosteneinsparungen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, wollen das in Zürich ansässige Softwareunternehmen Exnaton und der Kölner Energieversorger sunvigo sogenannten Prosumern – Kundinnen und Kunden, die sowohl Strom produzieren als auch konsumieren – einen innovativen Tarif anbieten. Sunvigo bietet einen Stromvertrag an, der aus vom Unternehmen bereitgestellter Solaranlage zu einem Fixpreis von 16 Cent pro Kilowattstunde bezogen werden kann. Ein solcher Vertrag läuft über 20 Jahre, im Anschluss geht der Besitz der Solaranlage an die Hauseigentümer über. Reicht der selbst produzierte Strom vom eigenen Dach nicht aus, profitieren sunvigo-Kundinnen und – Kunden zusätzlich von günstigen Konditionen an der europäischen Strombörse EPEX. Für die Kombination aus Eigenproduktion und dynamischem Reststromtarif setzt sunvigo auf die Abrechnungsplattform PowerQuartier von Exnaton, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

    Um ihr gemeinsames Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, laden Exnaton und sunvigo am 29. Februar von 10 bis 11 Uhr zum Webinar «Smarte Prosumer Tarife als Schlüssel zur Energieunabhängigkeit» ein, heisst es in der Mitteilung. Bereits vom 20. bis 22. Februar können Informationen zu dem Projekt auf der Messe E-World in Essen erhalten werden.