Schlagwort: Studio Vulkan Landschaftsarchitektur

  • Zürichs Zentrum soll idyllisch werden

    Zürichs Zentrum soll idyllisch werden

    Die von den Planungsteams Van de Wetering Atelier für Städtebau und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur vorgelegten Visualisierungen zeigten „eine Idylle mitten in der Grossstadt“, heisst es in einem Bericht des „Tages-Anzeiger“ zur geplanten Neugestaltung des Areals zwischen Hauptbahnhof und Central. Beide Konzepte setzen auf begrünte Promenaden, grosszügige Plätze und wenig Autoverkehr.

    Im Konzept von Van de Wetering Atelier für Städtebau hat der Fussverkehr höchste Priorität. „Fussgängerinnen und Fussgänger in der Grössenordnung der Street Parade strömen täglich durch das Gebiet Hauptbahnhof und Central“, wird Han van de Wetering im Beitrag zitiert. Er wolle daher „aufräumen und grosszügige, begrünte Plätze schaffen“.

    Im Konzept von Studio Vulkan Landschaftsarchitektur wird viel Wert auf nahe ÖV-Umsteigemöglichkeiten und Zugänge zu Dienstleistungen gelegt. Dazu sollen eine neue ÖV-Haltestelle am Europaplatz eingerichtet und der Autoverkehr auf zwei Hauptachsen gebündelt werden.

    Beide Teams rechneten auf lange Sicht mit einer „Reduktion des motorisierten Individualverkehrs im Zentrum der Stadt“, heisst es im Bericht. Das Tiefbauamt habe vor allem anerkannt, dass beide Visionen eine Verlagerung des Verkehrs in die Quartiere oder auf andere städtische Achsen vermieden und die Feinerschliessung der Liegenschaften sowie die Logistik für Güter und Gewerbe erhalten bliebe. In einem nächsten Schritt sollen die Konzepte von verwaltungsinternen und externen Fachleuten begutachtet werden.

  • Ein «grand projet» für Zug

    Ein «grand projet» für Zug

    Schon der frühere französische Staatspräsident François Mitterand bezeichnete den Umbau grosser Flächen der Stadt Paris als «grand projets». Just ein solches «grosses Projekt» planen Christian Salewski & Simon Kretz Architekten, pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur gemeinsam mit mrs partner: Das Landis&Gyr-Areal (LG-Areal) soll neu gestaltet werden. Et voilà: Nach einem städtebaulichen Studienauftrag und der Überführung des überarbeiteten Konzepts in ein Richtprojekt kann im Sommer 2021 der nächste Planungsschritt erfolgen. Gemäss Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug ist für die Weiterentwicklung des Areals ein Bebauungsplan erforderlich. Denn dieser stellt sicher, dass die qualitativen Anforderungen an die städtebauliche und architektonische Gestaltung von Bauten und Freiräumen erfüllt werden.

    Eine Familie von Orten
    Das Siegerteam überzeugte die fünf Grundeigentümer Alfred Müller, Credit Suisse Funds, Park Lane Zug, SBB und Thoba Immobilien mit vier Thesen: Das LG-Areal hat Strahlkraft (1) und historische Tiefe (2). Es verbindet Menschen (3) und stellt quasi eine Familie von Orten dar (4). Sein städtebauliches Konzept ermöglicht eine sehr hohe Dichte und schafft zugleich attraktive Freiräume. Die Höhenentwicklung vermittelt zwischen dem Gleisraum im Osten und der Gartenstadt im Westen. Ein Freiraumring verbindet die Teilareale und ermöglicht so eine einfache Orientierung. Zudem bleiben alte Indust-
    riebauten erhalten und werden Teil des neuen Quartiers.

    Neues altes Zug
    Eliane Birchmeier, Stadträtin und Vorsteherin des Baudepartements der Stadt Zug, wünscht sich eine Öffnung des Quartiers: «Wir wollen ein lebendiges, erlebbares, sehr grünes Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität, in dem preisgünstiges Wohnen und Gewerbe möglich sind. Ein Quartier, das die Stadt verbindet, auch mit einer neuen Unterführung der Bahngleise, die der Stadt guttun wird.» Es gebe zwar bereits Startups und Grosskonzerne, die vom LG-Areal aus wirkten. Aber viele Zugerinnen und Zuger hätten kaum Gelegenheit, das Areal zu betreten, wenn sie nicht hier arbeiten würden. «Es befindet sich momentan in einer Art Dornröschenschlaf», so Birchmeier. Das ändere sich mit dem vorgestellten Projekt grundlegend. «Wir sehen schon heute Vorboten davon, wie dieses Areal belebt werden könnte», sagt die Stadträtin. «Etwa im Club Lounge & Gallery, im Museum Modi Lab und besonders im Freiruum, den die Zuger Bevölkerung nicht mehr hergeben würde.» Das LG-Areal hat die Chance auf eine echte Veränderung, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Hier wird ein neues Stück Zug entstehen, aber es wird noch immer Zug sein.