Schlagwort: SVSM

  • Stabwechsel bei der SVSM

    Stabwechsel bei der SVSM

    Während acht Jahren prägte Beny Ruhstaller als Präsident den Dachverband der Schweizer Standort- und Wirtschaftsförderungen, bereits seit 2013 war er Mitglied im Vorstand. Noch viel früher hatte er aber erstmals Kontakt mit der SVSM: «Ich durfte 2007 den ersten SVSM Award entgegennehmen: für mein Mandat als Geschäftsführer des Gebietsmarketings Glattpark.» Ruhstaller ist kein klassischer Standortförderer. Vielmehr hat er mit seinem Einsitz im Vorstand der SVSM und ab 2015 als Präsident die Sicht der Immobilienwirtschaft im Verband vertreten. Es war ihm denn auch stets ein Anliegen, die Immobilienbranche und die Standortförderung näher zusammenzubringen. Die Nachfolge von Ruhstaller als Verbandspräsident tritt Remo Daguati, Inhaber LOC AG, an, das Vizepräsidium übernimmt Stefan Otziger, Geschäftsführer Wirtschaftsraum Thun.

    Als Präsident der SVSM profitierte Beny Ruhstaller von einem grossen Netzwerk, das er sich während seiner jahrzehntelangen Tätigkeit in der Immobilienbranche aufgebaut hat. Besonders bekannt wurde er als «Mister Glattpark»: Als Geschäftsführer des Gebietsmarketings Glattpark – heute IGG Glattpark – baute er vor 21 Jahren eine damals in der Schweiz einzigartige Organisation auf. Der Zusammenschluss mehrerer Grundeigentümer hatte die Gesamtvermarktung des damals noch Oberhauserriet genannten Gebiets zum Ziel. In den folgenden 21 Jahren fungierte Ruhstaller nicht nur als Vermittler zwischen Grundeigentümern, Vertretern der Stadt Opfikon, Medienschaffenden und Öffentlichkeit, sondern nahm auch Einsitz in Jurys für einzelne Bauprojekte, baute einen Showroom mit grossem Modell und Visualisierungen des neuen Stadtteils auf oder gründete die IG Boulevard. Viel Zeit nahm sich Ruhstaller für Vorträge und Führungen im neuen Stadtteil: Von diesen absolvierte er rund 1000. Das Mandat als Geschäftsführer der IGG Glattpark hat Ruhstaller erst kürzlich ebenfalls abgegeben.

    Im Weiteren machte sich Beny Ruhstaller im Bereich Immobilienmarketing einen Namen – zu einer Zeit, als es diese Disziplin der Schweiz eigentlich noch gar nicht gab: Gemeinsam mit Roman H. Bolliger verfasste er das Sachbuch «Immobilienmarketing: Mehrwert für Liegenschaften», das sich zum Standardwerk und zum Lehrbuch gemausert hat und bis heute über 10’000 Mal verkauft wurde. In zahlreichen Immobilienprojekten war Ruhstaller mit seiner Firma acasa Immobilienmarketing als Berater und Vermarkter tätig und engagierte sich als Dozent und Referent zu Thema.

  • Beny Ruhstaller tritt als Präsident der SVSM zurück – Remo Daguati wird sein Nachfolger

    Beny Ruhstaller tritt als Präsident der SVSM zurück – Remo Daguati wird sein Nachfolger

    Seinen Rücktritt plante Beny Ruhstaller von langer Hand: „Mir war es wichtig, nicht Knall auf Fall zu gehen, sondern meine Nachfolge gut vorzubereiten“, erklärte der scheidende Präsident an der Generalversammlung der SVSM, die im  stimmungsvollen Gartensaal der Villa Boveri in Baden stattfand. Während acht Jahren prägte Ruhstaller als Präsident den Dachverband der Schweizer Standort- und Wirtschaftsförderungen, bereits seit 2013 war er Mitglied im Vorstand. Noch viel früher hatte er aber erstmals Kontakt mit der SVSM, wie er sich in seinem Rückblick an der Generalversammlung erinnerte: „Ich durfte 2007 den ersten SVSM Award für innovative Projekte im Standortmanagement entgegennehmen: für mein Mandat als Geschäftsführer des Gebietsmarketings Glattpark.“ Wie es der Zufall will, hat er dieser Tage auch ebendieses Mandat nach 21 Jahren als Geschäftsführer niedergelegt.

    Verknüpfung von Immobilien und Standorten
    Beny Ruhstaller ist kein klassischer Standortförderer. Vielmehr hat er mit seinem Einsitz im Vorstand der SVSM und ab 2015 als Präsident die Sicht der Immobilien-Wirtschaft im Verband vertreten. Es war ihm denn auch stets ein Anliegen, die Immobilien-Branche und die Standortförderung näher zusammenzubringen. Dies ist ihm in verschiedener Hinsicht gelungen, beispielsweise im Bereich der Mitgliederstruktur oder im Rahmen einer Kooperation mit der Zeitschrift „immo!nvest“. Im Weiteren fand unter Ruhstallers Präsidentschaft mehrmals ein geführter Besuchstag an die Expo Real, Europas grösste Messe für Immobilien und Standorte in München statt und Anfang dieses Jahres nahm die SVSM erstmals an der Immo23, der Schweizer Messe für Immobilien-Investitionen, teil. Ruhstaller legte zudem stets viel Wert auf das „Schweizerische“ im Verbandsnamen, beispielsweise mit einer ausgewogenen Regionenvertretung im Vorstand oder Anlässen an wechselnden Standorten. Die Professionalisierung der Branche im Sinne eines fundierten Aus- und Weiterbildungsangebotes war Ruhstaller ein weiteres Anliegen: Er war nicht nur selbst in verschiedenen Kursen als Referent tätig, sondern auch bei der Entwicklung neuer Angebote aktiv. Während der Corona-Pandemie gelang es ihm zudem, gemeinsam mit einem engagierten Vorstandsteam neue Veranstaltungsformate zu entwickeln und den Verband fit für die Zukunft zu machen.

    Remo Daguati zum neuen Präsidenten gewählt
    Die Generalversammlung wählte in Baden Remo Daguati, seit 2021 Vorstandsmitglied der SVSM und seit 2022 Vizepräsident, einstimmig zum neuen Präsidenten der SVSM. Remo Daguati ist Inhaber der LOC AG in Zürich und betreut Standortförderungsorganisationen und Arealentwicklungen im gesamten DACH-Raum. Vor seiner Selbstständigkeit leitete er bis Anfang 2016 als GL-Mitglied von Switzerland Global Enterprise (S-GE) die nationale Standortpromotion (Invest in Switzerland). Stefan Otziger, Vorstandsmitglied der SVSM seit 2018 und Geschäftsführer des Wirtschaftsraumes Thun, wurde als Vizepräsident gewählt. Im Rahmen der Generalversammlung durfte der scheidende Präsident Ruhstaller überdies einen neuen Sponsoren vorstellen: Mettler2Invest, eine inhabergeführte, unabhängige Immobilien-Entwicklungsgesellschaft, unterstützt die SVSM ergänzend zu den bisherigen Sponsoren Sunrise und EKZ. Ohne die wertvolle Unterstützung durch ihre Sponsoren könnte die SVSM ihr Leistungsangebot im aktuellen Umfang nicht aufrechterhalten – ein grosses Dankeschön deshalb an dieser Stelle.

    Inputreferate zu Arealentwicklung und Leerstandsmanagement
    Im Anschluss an die Generalversammlung erwartete die Teilnehmenden im Rahmen der hybriden Fachveranstaltung „SVSM Dialog Standortmanagement“ zwei praxisnahe Inputreferate zu den Themen Arealentwicklung und Leerstandsmanagement: Verena Rohrer, Leiterin Aargau Services Standortförderung, widmete sich der Frage, ob Grossansiedlungen wie jene des Pharmazulieferers Bachem auf dem Sisslerfeld eine Folge der kantonalen Arealentwicklung sind – und kam als Antwort zu einem „indirekten Ja“. Majid Parente, Geschäftsführer und Gründer von collektiv AG, zeigte andere Wege im Umgang mit leerstehenden Gewerbeliegenschaften in Innenstädten auf: indem der Standort und die Liegenschaft einbezogen und verstanden werden, eine vertiefte Analyse vorgenommen und ein partizipativer Ansatz verfolgt wird.

  • SVSM Awards 2022 vergeben

    SVSM Awards 2022 vergeben

    Seit 2007 vergibt die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM die SVSM Awards. Dabei handelt es sich um Auszeichnungen für besonders innovative Projekte aus den Bereichen Standortmarketing, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung. Für die Awards 2022 gingen 14 Bewerbungen ein – von Gemeinden, Städten und Organisationen vom Bodensee bis ins Oberwallis. Eine Jury hat diese anhand festgelegter Kriterien bewertet und sechs Projekte für die Awards 2022 nominiert. Die Nominierten hatten anschliessend Gelegenheit, ihr Projekt der Jury zu präsentieren. Im Rahmen der Fachtagung «SVSM Dialog Wirtschaftsförderung» fand schliesslich Anfang November im Capitol in Olten die Verleihung der begehrten Auszeichnungen statt. Den SVSM Award 2022 durfte das Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis für das Projekt «valais4you», das die Zuwanderung von Fachkräften fördern möchte, entgegennehmen. Gemäss Katharina Hopp, Jury-Präsidentin der SVSM Awards und Vorstandsmitglied der SVSM, gaben die regionale Kooperation und die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher Hand den Ausschlag für den Entscheid der Jury: «Die verschiedenen Anlaufstellen und Angebote kooperieren bereichsübergreifend und decken so verschiedene Bedürfnisse von Neuzuzügern ab. Zudem hat die Jury die agile Organisationsform, die flexibel auf Anforderungen reagieren kann, als besonders innovativ bewertet», so Hopp in ihrer Laudatio.

    Die Jury-Präsidentin durfte auf der Bühne des Capitol noch einen zweiten Preis vergeben: einen speziellen SVSM Anerkennungspreis. Dieser ging an die Genossenschaft Stadtufer, welche die Umnutzung der alten Spinnerei im toggenburgischen Lichtensteig vorantreibt. Die junge, frische Organisation habe einem schwierigen Umfeld und widrigen Umständen getrotzt, so Katharina Hopp: «Die Jury möchte das Engagement der Genossenschaft, die dem Projekt auf lokaler und regionaler Ebene Strahlkraft verliehen und ein Beispiel für innovative Standortförderung im ländlichen Raum geschaffen hat, mit dem Anerkennungspreis wertschätzen.» Anerkennung zollte die Jury-Präsidentin auch allen übrigen Nominierten, die eine Nominationsurkunde entgegennehmen durften.

    Im Rahmen der SVSM Awards zeichnet die SVSM jeweils auch eine verdiente Persönlichkeit als Standortmanager:in des Jahres aus. 2022 durfte Christoph Lang, CEO der Flughafenregion Zürich FRZ, die Auszeichnung von Sonja Wollkopf Walt, CEO Greater Zurich Area und Jury-Mitglied der SVSM Awards, entgegennehmen. In ihrer Laudatio hielt Wollkopf Walt fest, dass Christoph Lang nicht nur ein unbestritten verdienter Standortmanager sei, sondern auch die SVSM massgeblich mitgeprägt habe, war er doch seit der Vereinsgründung 1998 bis 2008 Mitglied im Vorstand.

  • SVSM Award 2022: Projekt sind nominiert

    SVSM Award 2022: Projekt sind nominiert

    Seit 2007 vergibt die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM jährlich die SVSM Awards. Dabei handelt es sich um Auszeichnungen für besonders innovative Projekte aus den Bereichen Standortmarketing, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung. Für die diesjährigen Awards sind 14 Bewerbungen eingegangen – von Gemeinden, Städten und Organisationen vom Bodensee bis ins Oberwallis. Eine Jury hat diese anhand festgelegter Kriterien bewertet und die folgenden sechs Projekte für die Awards 2022 nominiert:

    • City-Event „Big Air Chur“ – eingereicht von der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Chur

    • Umnutzung der alten Spinnerei in Lichtensteig – eingereicht von der Genossenschaft Stadtufer

    • Projekt „valais4you“ zur Förderung der Zuwanderung von Fachkräften –

    eingereicht vom Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis

    • Gemeinschaftsprojekt „BIGNIK“ zur Identifikationsstärkung –

    eingereicht von REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee

    • „Werkstadt Zürisee“ zur Entwicklung des Arbeitsplatzgebietes Rütihof –

    eingereicht von der Stadt Wädenswil

    • Lancierung der integrierten Standortförderung für das Zürcher Oberland –

    eingereicht vom Verein Standortförderung Zürioberland

    Mit der Nomination ist den Bewerber*innen aber noch kein Award auf sicher: Ende August haben alle Nominierten die Gelegenheit, ihre Projekte der Jury zu  präsentieren. Die Jury setzt sich zusammen aus den folgenden Fachpersonen: Katharina Hopp, Jury-Präsidentin und Vorstandsmitglied SVSM; Botschafter Dr. Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung SECO; Pascal Jenny, Präsident Arosa Tourismus; Karin Jung, Leiterin Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton St.Gallen; Prof. Dr. Markus Schmidiger, Leiter Kompetenzzentrum Immobilien

    Hochschule Luzern; Sonja Wollkopf-Walt, CEO Greater Zurich Area.

    Die Vergabe der Awards findet am Mittwoch, 2. November 2022, im Rahmen der hybriden Fachtagung „SVSM Dialog Wirtschaftsförderung“ im Kino Capitol in Olten statt. An diesem Anlass wird übrigens auch der oder die Standortmanager/in des Jahres ausgezeichnet.

  • SVSM besucht den Glattpark

    SVSM besucht den Glattpark

    Bei einem Rundgang durch das Entwicklungsareal Glattpark in Opfikon haben der Vorstand der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) und führende Mitglieder und Berater am 15. Juni die Entwicklung in Augenschein genommen. Die vom Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer organisierte Begegnung war Teil der Initiative Arealentwicklung – Königsdisziplin der Standortförderung. Dabei geht es um das Zusammenspiel zwischen öffentlicher Hand, Investoren, Architekten, Gebietsmanagement, Nutzern sowie Vereinen von unterschiedlichen Interessen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Vision und Strategie.

    Die zweistündige Besichtigung fand unter der Leitung von Beny Ruhstaller, Gebietsmanager Glattpark und SVSM-Präsident, statt. Er hat die Publikation „Glattpark – eine Stadt entsteht“ herausgegeben. Die Teilnehmenden besuchten die verschiedenen Quartiere, sahen sich die Innenhöfe an, begutachteten die Architektur und besuchten den See und Park.

    An der Besichtigung nahm auch Arun Banovi, Verleger von Immoinvest und Medienpartner der SVSM, teil. Ebenso das ehemalige SVSM-Vorstandsmitglied Beat Ritschard und Alexandra Vogel, die Geschäftsführerin der SVSM in Winterthur, sowie Jasmina Ritz, Geschäftsführerin der Standortförderung Limmatstadt AG.

    Zum Zweck des Anlasses heisst es von den Initiatoren, der SVSM-Vorstand pflege aktiv die Beziehung zu seinen Senior-Mitgliedern und erfahrenen Experten. Es gehe dabei um das Erhalten des grossen Wissensschatzes und Netzwerkes dieser Persönlichkeiten. Und es gehe bei solchen Einladungen auch um die Wertschätzung ihrer Verdienste zugunsten des Verbandes und der ganzen Branche. Miteingeladen sind bei Veranstaltungen wie im Glattparkt jeweils auch die SVSM-Sponsoren.

    Nach der Besichtigung am Nachmittag war für 17 Uhr ein Apéro und Nachtessen im Restaurant Casa Cosi angesetzt.

  • Standortförderung in der Schweiz – hybride Fachtagung und Awards

    Standortförderung in der Schweiz – hybride Fachtagung und Awards

    Mit der Veranstaltungsreihe «SVSM Dialog» vermittelt die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM Fachwissen und vernetzt Standortmanager*innen, Wirtschaftsförderer*innen, Immobilien-Fachleute, Raumplaner*innen und weitere Interessierte. An der kommenden Frühlingsveranstaltung, die am 31. März 2022 von 15 bis 18.30 Uhr stattfindet, bieten praxisbezogene Referate aus dem Oberwallis, der Stadt Baden und der Region Wil fachlich wertvolle Inputs für die tägliche Arbeit. Drei spannende Referent*innen zeigen am «SVSM Dialog Standortmanagement» anhand von Fallbeispielen Lösungsansätze und Strategien für die Praxis auf und diskutieren über aktuelle Herausforderungen: Thomas Lütolf, Leiter Standortförderung Stadt Baden, stellt die regionalwirtschaftliche Vision Stadtquartier Baden Nord vor. Anne Rombach-Jung, Geschäftsführerin REGIO WIL, spricht über die Zukunft von WILWEST und Esther Schlumpf, Projektleiterin beim Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis, befasst sich mit der Frage, ob Governance ein Erfolgsfaktor für die Regionalentwicklung sein kann.

    Mit dabei – vor Ort oder via Live-Streaming
    Der «SVSM Dialog Standortmanagement» wird als Hybrid-Anlass durchgeführt: Die Teilnehmenden besuchen den Anlass entweder vor Ort im einzigartigen Ambiente des Gartensaals der Villa Boveri in Baden oder schliessen sich dem Anlass virtuell an – der gesamte Anlass wird live gestreamt und bietet dank einer speziellen Event-Plattform auch virtuell Teilnehmenden die Möglichkeit zur Interaktion. Alle Teilnehmenden erhalten nach der Online-Registration einen persönlichen Teilnahmelink, mit dem sie sich über einen Browser in den Event einloggen können. Der Anlass ist für Mitglieder der SVSM kostenlos. Nicht-Mitglieder bezahlen einen Unkostenbeitrag von CHF 50. Sollte während oder nach dem Event eine Anmeldung für eine Mitgliedschaft erfolgen, wird dieser Betrag zurückerstattet.

    Anmeldung und detailliertes Programm:
    https://svsm-standortmanagement.ch/anlaesse

    SVSM Awards für innovative Projekte
    Neben den hybriden Fachtagungen sind die «SVSM Awards» ein weiterer Schwerpunkt der SVSM. Diese werden 2022 nach einer pandemiebedingten zweijährigen Pause wieder vergeben. Die Awards richten sich an kleine wie grosse Projekte – von lokal bis national. Die «SVSM Awards» möchten die Vielfalt und Qualität sowie die Innovationskraft von Projekten aus dem ganzen Land sichtbar machen und damit die Stellung der entsprechenden Organisationen und Initiativen stärken. Die «SVSM Awards» sind damit sowohl Ansporn als auch Belohnung für Akteure im Tätigkeitsbereich der Standort- und der Wirtschaftsförderung. Ausgezeichnet werden Projekte mit einem besonders hohen Grad an Innovationskraft. Mögliche Beispiele sind Standortstrategien, Arealentwicklungen und entsprechende Positionierungen, Projekte zur Förderung von Innovation und Wirtschaftscluster, Projekte zur Etablierung oder Stärkung von Standortmarken, Promotionsaktivitäten und Kampagnen, Veranstaltungen, die einen Standort stärken, oder Organisationsentwicklung und Kooperationsmodelle. Die Bewerbung für die Awards erfolgt über ein Online-Formular. Eine Jury von Fachpersonen wählt aus allen Einsendungen die nominierten Projekte aus. Die Nominierten haben anschliessend in einer virtuellen Sitzung die Möglichkeit, ihr Projekt der Jury zu präsentieren. Die Bekanntgabe der Siegerprojekte sowie die Vergabe der Awards findet im Rahmen des «SVSM Dialog Wirtschaftsförderung» vom 2. November 2022 statt.

    Weitere Informationen und Online-Bewerbung:
    https://svsm-standortmanagement.ch/awards

    Der Dachverband für Standortförderungen
    Die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM ist ein 1998 gegründeter Fachverband. Sie ermöglicht den interdisziplinären Informations- und Erfahrungsaustausch, verknüpft Lehre, Forschung und Praxis, fördert die Professionalisierung im Standortmanagement und ist Ansprechpartner für Fragen zum Standortmanagement. Die SVSM zählt aktuell rund 80 Mitglieder aus den Bereichen Standort- und Wirtschaftsförderung, c, Immobilien sowie Aus- und Weiterbildung. Zwei Mal jährlich organisiert die SVSM die hybride Fachtagung „SVSM Dialog“; im Frühling mit Fokus auf Themen der Standortförderung, im Herbst mit Fokus Wirtschaftsförderung. Nach einer pandemiebedingten Pause vergibt der Fachverband dieses Jahr auch wieder die „SVSM Awards“ für innovative Projekte im Bereich Standortmanagement und Wirtschaftsförderung. Anfang Oktober organisiert die SVSM – ebenfalls nach einer zweijährigen Pause – wiederum den beliebten geführten Besuchstag an Europas grösste Messe für Standorte und Immobilien, die Expo Real in München.

    Weitere Informationen zur SVSM:
    https://svsm-standortmanagement.ch

  • SVSM lädt zu Dialog über Standortmanagement am 31. März ein

    SVSM lädt zu Dialog über Standortmanagement am 31. März ein

    Die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) lädt am Donnerstag, 31. März, im Rahmen der Veranstaltungsreihe SVSM Dialog zu einer Fachtagung ein. Der Anlass von 15.30 bis 18 Uhr findet laut Medienmitteilung vor Ort in der Villa Boveri in Baden oder virtuell über die Plattform Veertly statt. Auf der Frühlingsveranstaltung des SVSM gebe es praxisbezogene Referate aus dem Oberwallis, der Stadt Baden und der Region Wil. Dabei würden anhand von Fallbeispielen Lösungsansätze und Strategien für die Praxis aufgezeigt und dann über aktuelle Herausforderungen diskutiert. Wer virtuell dazugeschaltet ist, kann über die interaktive Plattform mit diskutieren. Der Anlass sei für Mitglieder der SVSM kostenlos, Nicht-Mitglieder bezahlen einen Unkostenbeitrag von 50 Franken.

    Neben der Dialog-Veranstaltung findet auch die ordentliche Generalversammlung der SVSM in der Villa Boveri statt. Am Dialog teilnehmende Nicht-Mitglieder seien dabei ebenfalls willkommen, heisst es in der Mitteilung des Verbands.

    Zum Programm heisst es, der Leiter Standortförderung der Stadt Baden, Thomas Lütolf, werde die regionalwirtschaftliche Vision Stadtquartier Baden Nord vorstellen. Anne Rombach-Jung, Geschäftsführerin REGIO WIL, spreche über die Zukunft von WILWEST. Esther Schlumpf, Projektleiterin beim Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis, spreche zu der Frage, ob Governance ein Erfolgsfaktor für die Regionalentwicklung sein kann.

  • Gelungene Fachtagung zur Wirtschaftsförderung

    Gelungene Fachtagung zur Wirtschaftsförderung

    Der erste SVSM Dialog Wirtschaftsförderung fand coronabedingt nicht wie geplant als hybride, sondern als rein virtuelle Veranstaltung statt. Der Anlass vermittelte Fachwissen und vernetzte Standortmanagerinnen, Wirtschaftsfördererinnen, Immobilien-Fachleute, Raumplaner*innen und weitere Interessierte. Die Referenten stellten eindrückliche Praxisbeispiele aus den unterschiedlichsten Regionen – von Montreux über Uri bis St. Gallen – vor und berichteten dabei im Sinne von Best Practice auch über Herausforderungen, organisatorische Belange und Erfahrungen. Die Teilnehmenden erhielten so wertvolle Inputs für ihre tägliche Arbeit. Dank engagierten Fragerunden und einer Podiumsdiskussion, professionell moderiert von SVSM-Vorstandsmitglied Markus Müller, kamen auch der fachliche Erfahrungsaustausch und die Vernetzung nicht zu kurz.

    Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Tourismus
    Stefan Büeler, Vorsteher des Amts für Wirtschaft und öffentlichen Verkehr Kanton Uri, zeigte anhand von aktuellen Projekten, wie der Tourismusentwicklung Andermatt, dem Gotthard-Basistunnel oder Bildungs- und Forschungsinstituten, die Ansätze der Wirtschaftsförderung Uri auf. Er ging auch darauf ein, welches Vorgehen und welche Organisationsformen sich in der Praxis bewährt haben und welche Herausforderungen es im Alltag zu meistern gilt. Samuel Zuberbühler, Leiter Standortförderung Stadt St. Gallen, gab Einblick in die Kampagne «Sankt ohne Senf», mit der sich die Ostschweizer Stadt vermarktet und Bewohnende, Heimweh-St. GallerInnen und «NewcomerInnen» zielgruppengerecht anspricht. Er zeigte damit eindrücklich auf, wie eng Wirtschafts-, Standortförderung und Tourismus zusammenhängen. Dies bestätigte auch Bernard Schmid, Geschäftsführer von Promove. Schmid ermöglichte einen Blick auf die Arbeitsweise, Struktur und aktuelle Themen einer Wirtschaftsförderungsorganisation in der Westschweiz: Der Verein Promove hat die Förderung der Wirtschaft in der Region Riviera-Lavaux am Schweizer Ufer des Genfersees zum Ziel und verbindet dazu Behörden, Wirtschaft und Tourismus. Entsprechend eng ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche, die teilweise auch organisatorisch verknüpft sind. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigte Schmid anhand des Projektes «Dolce Riviera», das 2020 lanciert wurde und die lntegration der gesamten touristischen Wertschöpfungskette in der Destination Montreux Riviera zum Ziel hat.

    Der Start der neuen Veranstaltungsreihe ist gelungen: Das durchgehend positive Feedback der Teilnehmenden zu den Referaten zeigt, dass die SVSM mit dem neuen Veranstaltungsformat auf dem richtigen Weg ist. Der nächste SVSM Dialog ist bereits in Planung, dieses Mal mit dem Fokus Standortmanagement. Merken Sie sich das Datum bereits vor – weitere Informationen folgen:
    SVSM Dialog Standortmanagement: Donnerstag, 31. März 2022, 15 bis 19 Uhr

    Weitere Informationen:
    Schweizerische Vereinigung
    für Standortmanagement SVSM
    Geschäftsstelle
    Ricketwilerstrasse 135
    8352 Ricketwil (Winterthur)

    Telefon 058 255 08 88
    info@svsm-standortmanagement.ch www.svsm-standortmanagement.ch

  • SVSM Dialog Wirtschaftsförderung

    SVSM Dialog Wirtschaftsförderung

    Während vieler Jahre hat die SVSM jeweils im Frühjahr den Tag des Standortmanagements organisiert. An diesem ganztägigen Anlass haben sich Fachpersonen aus dem Standortmanagement, der Wirtschaftsförderung und der Immobilien-Branche sowie Vertreter*innen von Gemeinden, Städten und Kantonen getroffen, um Fallbeispielen zu lauschen, branchenspezifische Themen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und ihr Netzwerk zu pflegen. Auf Grund der Corona-Pandemie konnte der Anlass 2020 und 2021 nicht durchgeführt werden. Der Vorstand der SVSM hat diese «Zwangspause» genutzt, um den Anlass grundsätzlich zu überdenken und neu zu konzipieren. Entstanden ist die neue Veranstaltungsreihe «SVSM Dialog»: Ab Herbst 2021 organisiert die SVSM jährlich zwei halbtägige Anlässe – im Herbst mit dem Fokus auf Themen der Wirtschaftsförderung, im Frühling zu Themen des Standortmanagements. Die Anlässe werden, ganz dem Zeitgeist entsprechend, hybrid sein: Teilnehmen können Interessierte einerseits physisch, vor Ort, oder dank Live-Streaming virtuell vom Schreibtisch aus.

    Praxisbezogene Referate und Erfahrungsaustausch
    Der erste SVSM Dialog Wirtschaftsförderung findet am Mittwoch, 17. November 2021, von 15 bis 19 Uhr im Kino Capitol in Olten statt. Der Anlass vermittelt Fachwissen und vernetzt Standortmanagerinnen, Wirtschaftsfördererinnen, Immobilien-Fachleute, Raumplanerinnen und weitere Interessierte. Drei praxisbezogene Referate mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsförderung bieten den Teilnehmenden fachlich wertvolle Inputs für die tägliche Arbeit und zeigen anhand von Fallbeispielen Lösungsansätze und Strategien für aktuelle Herausforderungen auf. Stefan Büeler, Vorsteher des Amts für Wirtschaft und öffentlichen Verkehr Kanton Uri, zeigt anhand von aktuellen Projekten wie der Tourismusentwicklung Andermatt, dem Gotthard-Basistunnel oder Bildungs- und Forschungsinstituten die Ansätze der Wirtschaftsförderung Uri auf. Er geht auch darauf ein, welches Vorgehen und welche Organisationsformen sich in der Praxis bewährt haben. Samuel Zuberbühler, Leiter Standortförderung Stadt St. Gallen, gibt unter dem provokativen Titel «Sankt ohne Senf» Einblick in die Vermarktung der Ostschweizer Stadt und zeigt, wie dort aktuelle Themen – etwa die Belebung der Innenstadt – angegangen werden. Dabei greift er auch kritische Punkte auf, um einen praxisbezogenen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Bernard Schmid, Geschäftsführer von Promove, ermöglicht einen Blick auf die Arbeitsweise, Struktur und aktuelle Themen einer Wirtschaftsförderungsorganisation in der Westschweiz: Der Verein Promove hat die Förderung der Wirtschaft in der Region Riviera-Lavaux am Schweizer Ufer des Genfersees zum Ziel und verbindet dazu Behörden, Wirtschaft und andere wichtige Partner. Ein ausgedehnter Apéro zum Abschluss der Veranstaltung – auch dieser Teil wird live gestreamt – bietet Gelegenheit zur Pflege und zum Ausbau des persönlichen Netzwerks.  

    Mit dabei – vor Ort oder via Live-Streaming
    Der Anlass wird als Hybrid-Anlass durchgeführt: Die Teilnehmenden besuchen den Anlass entweder vor Ort im Kino Capitol in Olten oder schliessen sich dem Anlass virtuell an – der gesamte Anlass wird live gestreamt und bietet dank einer speziellen Event-Plattform auch virtuell Teilnehmenden die Möglichkeit zur Interaktion. Alle Teilnehmenden erhalten nach der Online-Registration einen persönlichen Teilnahmelink, mit dem sie sich über einen Browser in den Event einloggen können. Der Anlass ist für Mitglieder der SVSM kostenlos. Nicht-Mitglieder bezahlen einen Unkostenbeitrag von CHF 50. Sollte während oder nach dem Event eine Anmeldung für eine Mitgliedschaft erfolgen, wird dieser Betrag zurückerstattet.

  • Ungenutzte Potenziale in der Zusammenarbeit von Standortförderung und Immobilien-Branche

    Ungenutzte Potenziale in der Zusammenarbeit von Standortförderung und Immobilien-Branche

    Auf den ersten Blick unterscheiden sich Standortförderung und Immobilien-Branche deutlich. Während Standortförderungen in der Regel von der öffentlichen Hand – Bund, Kantone, Städte, Gemeinden – getragen werden, sind Immobilien-Dienstleister in den weitaus meisten Fällen private Unternehmen. Das bedeutet, dass erstere Non-Profit-Organisationen und letztere gewinnorientierte Firmen sind. Standortförderer möchten Unternehmen für ihren Wirkungskreis gewinnen und diese möglichst lange behalten; sie sind demnach an einer langfristigen Beziehung interessiert. Immobilien-Akteure hingegen sind in der Regel abschlussorientiert, was zu vergleichsweise kurzen Kundenbeziehungen führt. Was im Mittelpunkt der Aktivitäten steht, wird nur schon aus der Namensgebung klar: Standorte auf der einen, Immobilien auf der anderen Seite.

    Mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede
    Auf den zweiten Blick gibt es aber doch gewichtige Gemeinsamkeiten. Da sind in erster Linie die Kunden, die oft dieselben sind, da ein Unternehmen auf der Suche nach einem neuen Standort immer auch auf der Suche nach einer neuen Immobilie ist. Im umgekehrten Fall gilt dasselbe zwar nicht immer, aber doch in den meisten Fällen. Denn wenn eine Firma eine neue Immobilie benötigt, zum Beispiel weil die bestehende zu klein geworden ist, macht man sich im Zuge des Evaluationsverfahrens meist auch Gedanken über die Vor- und Nachteile eines Standortwechsels. Die zweite Gemeinsamkeit stellt die Immobilie selbst dar: Kein Unternehmen kann ohne die vier klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital, Wissen und Boden auskommen. Sowohl Standortförderer als auch Immobilien-Akteure unterstützen ihre Kunden bei der Optimierung des Faktors Boden bzw. Immobilie. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für ihre Kunden und unterstützen sie bei der Erfüllung ihrer Ziele.

    Voneinander profitieren
    Auf Grund der vorhandenen Gemeinsamkeiten besteht ein grosses Potenzial, um voneinander zu profitieren. So können sich zum Beispiel beide Seiten Vorteile im Marketing verschaffen: Die Immobilien-Branche kann als potenter Multiplikator der Botschaft eines Standortförderers dienen, denn Immobilien-Dienstleister stehen in direktem Kontakt mit Firmen, die neue Liegenschaften suchen. Dieser Kanal wird von Standortförderern noch zu wenig genutzt. Umgekehrt ist der Liegenschaftenprofi sehr daran interessiert, die Immobilien-Bedürfnisse von Standortsuchenden möglichst genau zu kennen, um ein wettbewerbsfähiges Angebot bereitstellen zu können. Diese Information kann ihm wiederum die Standortförderung liefern.

    Transparenz schaffen
    Um Synergien schaffen zu können, braucht es in erster Linie Transparenz: Anstatt unter sich zu bleiben, müssen sich Standortförderung und Immobilien-Branche vermengen, gemeinsame Plattformen etablieren und Informationen austauschen. Dazu stehen ihnen sowohl physische als auch digitale Plattformen zur Verfügung. Immobilien-Messen sind eine gute Gelegenheit, um sich Face-to-Face zu treffen, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Auf internationaler Ebene bieten sich dazu jedes Jahr die MIPIM in Cannes jeweils im März und die EXPO REAL in München jeweils im Oktober an. Auf beiden Messen gibt es seit über 20 Jahren einen Schweizer Gemeinschaftsstand, der Schweizer Unternehmen und Standorten einen Auftritt zu einem verträglichen Budget erlaubt. Innerhalb der Schweiz hat sich die IMMO’Messe in Zürich etabliert, die jeweils im Januar ausgerichtet wird. Dort präsentieren sich Immobilien-Investoren und treffen auf Marktteilnehmer jeglicher Ausrichtung. Obwohl sich die IMMO‘ längst als Branchentreffpunkt etabliert hat, sind dort Standorte und deren Vertreter noch selten anzutreffen. Neben den Messen gibt es ein breites Angebot an Kongressen, die rund um Referate und Expertendiskussionen Gelegenheiten für Kontaktpflege bieten. Daneben stehen Standortförderern und Immobilien-Akteuren eine grosse Anzahl an Netzwerkanlässen zur Wahl. Sie werden von Verbänden, Interessengemeinschaften, Standorten und privaten Unternehmen angeboten.

    Online holt auf
    In der heutigen, von der Pandemie beherrschten Zeit, haben Online-Plattformen an Bedeutung gewonnen. Einerseits können sich Branchenexperten durch Auftritte an Webinaren Gehör verschaffen und für eine breite Wahrnehmung sorgen. Als Beispiele können etwa die Diskussionsplattformen Real Estate Brains oder Metropole Insights genannt werden. Andererseits haben sich Online-Datenbanken etabliert, die von Standortförderern und Immobilien-Profis gleichermassen genutzt werden können. So können sich Unternehmen etwa auf swisscircle-member.ch
    präsentieren. Für Personen bietet sich realestate-experts.ch und für grössere Immobilien-Projekte top-projekte.ch an. Nebst diesen Angeboten ist jeder Marktakteur aufgerufen, Social Media Tools wie etwa Linkedin oder Xing für sich zu nutzen.

    Networking
    Es gibt kaum Vorhaben, die man – sei es als Standortförderer oder als Immobilien-Profi – im Alleingang durchziehen kann. In der Regel ist jeder Akteur auf nützliche Informationen, wohlwollende Marktteilnehmer, leistungsfähige Lieferanten und/oder kooperative Partner angewiesen. Deshalb ist ein gutes Netzwerk unerlässlich. Das bedingt ein persönliches Engagement und eine kluge Wahl der Plattformen für die Pflege und den Ausbau seiner Kontakte. Anbieter derartiger Netzwerke sind etwa die SVSM, Swiss Circle, SVIT, RISC, ULI oder Fiabci.

    Ideen zur Verbesserung der Zusammenarbeit
    Es gibt bereits zahlreiche Möglichkeiten, die Zusammenarbeit von Standortförderung und Immobilien-Branche zu intensivieren. Es zeigen sich aber gleichzeitig auch Potenziale, die noch weitgehend ungenutzt sind. So könnten sich Standorte auf den grossen Immobilien-Portalen präsentieren und dort in Kontakt mit Unternehmen auf der Suche nach einer neuen Immobilie treten. Oder es könnten vermehrt Kongresse oder Events organisiert werden, die sich sowohl an Standortförderer und Immobilien-Dienstleister richten. Letztlich werden sich diejenigen Angebote durchsetzen, welche die Wahrnehmung der Teilnehmer im Markt stärken, den Austausch von Erfahrungen erlauben und die Pflege des persönlichen Netzwerks unterstützen.

  • Jahresrückblick 2020 der SVSM

    Jahresrückblick 2020 der SVSM

    Sehr viel direkter und substanzieller von der Corona-Pandemie betroffen sind Sie, unsere Mitglieder. Zahlreiche Standort- und Wirtschaftsförderungen mussten die Erfahrung machen, dass jahrelange Aufbauarbeit innert weniger Wochen wegen des Lockdowns bzw. wegen regionaler Lockerungen praktisch bedeutungslos werden kann. Massgebend für Einkaufs-, Freizeit- und Reiseverhalten waren plötzlich ganz andere Faktoren, vornehmlich die Frage: Was ist wo noch erlaubt? Standort- und Wirtschaftsförderungen können in einer solchen Situation – in der aus meiner Sicht der Föderalismus an seine Grenzen stösst – kaum mehr Einfluss nehmen. Erschwerend kommt hinzu: Wo das Gewerbe ums Überleben kämpft, bleibt weder Zeit noch Energie, geschweige denn Geld übrig, regionale Standortvorteile zu sichern und zu bewerben. Doch gerade jetzt gilt es, langfristig zu denken, zu investieren und Erreichtes weiter auszubauen. 

    In diesen besonderen Zeiten möchten wir Ihnen umso mehr für Ihre Treue zu unserem Verband danken – auch wenn Sie 2020 nicht von allen Leistungen, auf die Sie im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft Anspruch haben, profitieren konnten. Auch unseren Sponsoren, UPC Schweiz und Elektrizitätswerke des Kantons Zürich EKZ, danken wir an dieser Stelle bestens für ihr Engagement. Wir hoffen sehr, dass wir im Herbst 2021 einen Halbtagesanlass als neues Format durchführen können. Unsere Generalversammlung im Frühjahr wird aber auch dieses Jahr virtuell stattfinden. Wir senden Ihnen in den nächsten Wochen alle entsprechenden Informationen und Unterlagen. Selbstverständlich halten wir Sie auch über unser Jahresprogramm auf dem Laufenden, unter anderem mit unserem Newsletter.

  • Wer ist oder was ist ein Standortmanager?

    Wer ist oder was ist ein Standortmanager?

    Es kommt häufig vor, dass Mitglieder des EZB-Rates des Schweizerischen Standortverbandes gefragt werden, was genau ein Standortförderer ist und was sein Geschäft ist. Die nicht ganz zufriedenstellende Antwort lautet immer: Es kommt darauf an. Da es für die rund 300 in der Schweiz als Immobilienentwickler tätigen Personen keine anerkannte berufliche Qualifikation gibt, viel weniger einheitliche Ausbildung oder ein Qualifikationsprofil. Es gibt verschiedene berufliche Namen und Tätigkeitsbereiche: Standortförderer, Wirtschaftsförderer, Standortmanager, Marketing nach Standort, regionales Marketing, regionale Entwicklung, um nur einige zu nennen, aber die Liste ist nicht vollständig. Tatsächlich sind die unzähligen Kollegen in den Bereichen, mit denen der Standortmanager eng zusammenarbeitet, nicht enthalten: Tourismus, Immobilien, Architektur, Bauwesen, Forschung, Verwaltung und öffentlicher Sektor, Kultur, Gastronomie usw. Auf der theoretischen Ebene scheint es eine klare Unterscheidung zu geben, die in der Praxis tatsächlich verschwindet.

    Erkennen Sie das Potenzial und setzen Sie es dann um
    Und genau in dieser Schnittstelle zwischen den unterschiedlichsten Sektoren befindet sich der Promoter oder Promoter von Standorten und arbeitet in den meisten Fällen – ja, Frauen gewinnen an Boden – oft mit vielfältigen Fähigkeiten in anderen Sektoren wie Soziologie, Wirtschaft, Architektur, Marketing oder Immobilienverkauf. Der moderne Veranstalter kombiniert diese und andere Fähigkeiten und erfüllt die Aufgabe, die ihm häufig von der Politik gestellt wird – auf kommunaler oder internationaler Ebene. Sie, die dieses Magazin lesen, sind höchstwahrscheinlich in einem der genannten Bereiche aktiv, sodass Sie die zahlreichen Qualitäten und Kenntnisse, die ein Standortförderer besitzen sollte, am besten bewerten können. In einem Punkt sind sich alle einig: Es gibt einen gemeinsamen Nenner für alle Projektträger, jeder möchte das Potenzial seines Aktionsfeldes kennen, um es dann zu entwickeln und zu realisieren. Und dies ist eine etwas einfache Antwort auf die ursprünglich gestellte Frage.

    Professionalität fördern
    Der ASLM, der Dachverband, der Standort- und Wirtschaftsförderer in der Schweiz zusammenbringt, ist nicht zufrieden. Der 1998 gegründete Verein hat mittlerweile rund 90 Mitglieder. Es bemüht sich um Antworten auf die eingangs genannten Fragen und fördert zu diesem Zweck den interdisziplinären Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die Verbindung zwischen Lehre, Forschung und Praxis. Die ASLM setzt sich voll und ganz für die Förderung der Professionalität im Bereich des Standortmanagements ein. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschuleinrichtungen organisiert der Verein Kurse und Schulungsmodule zu diesem Thema, und mehrere Mitglieder sind auch Redner in den verschiedenen Schulungs- und Auffrischungskursen. Auch auf politischer Ebene steht die ASLM im Dienste der Professionalität, um eine anerkannte berufliche Persönlichkeit, die Figur des „Standortmanagers“, zu erreichen. Zu den Aufgaben des ASLM gehört nicht zuletzt die Beantwortung von Fragen zum Standortmanagement.

    Das Netzwerk der Kontakte ist unerlässlich
    Die Hauptaufgabe der ASLM ist jedoch die Verbindung zwischen ihren Mitgliedern. Standortentwicklung, Standortmarketing, Wirtschaftsförderung, Immobilienprojekte, Raumplanung: Diese und andere Themen gehören, wie bereits erwähnt, zur täglichen Tätigkeit der Standortförderer. Komplexe Sektoren, die sich überschneiden und für die es nicht immer einfach ist, einen Überblick zu behalten und die Verbindungen und Zusammenhänge zu haben
    fühlt sich richtig an. Gerade deshalb gewinnen der Erfahrungsaustausch, das berufliche Netzwerk und die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Branchen zunehmend an Bedeutung. Die ASLM bietet ihren Mitgliedern die Möglichkeit, ihr Netzwerk zu erweitern, sich um den interdisziplinären Austausch zu kümmern und die Synergien zwischen Standortförderung, Wirtschaftsförderung, Raumplanung und Immobilienentwicklung zu nutzen. Darüber hinaus können ASLM-Mitglieder kurze kostenlose Konsultationen zu Aspekten des Standortmanagements und der Standortentwicklung in Anspruch nehmen, die von Mitgliedern des ASLM-Verwaltungsrats angeboten werden.

    Auszeichnungen für innovative Projekte
    Jedes Jahr im Frühjahr organisiert die ASLM den Standortmanagement-Tag, an dem sich Standortmanager, Wirtschaftsförderer, Experten des Immobiliensektors und Vertreter von Kommunen, Städten und Kantonen treffen, um Interventionen zu Referenzfällen anzuhören und Themen zu diskutieren branchenspezifisch, tauschen Sie Erfahrungen aus und erweitern Sie Ihr Kontaktnetzwerk. Seit 2007 vergibt ASLM die begehrten ASLM Awards an innovative Projekte im Bereich Standortentwicklung, Standortmarketing und Wirtschaftsförderung. Die Auszeichnungen sollen die Vielfalt und Qualität sowie die Innovationskraft von Projekten im Bereich Standortentwicklung, Standortmarketing und Wirtschaftsförderung belohnen. Seit 2017 organisiert die ASLM auch einen Besuch der Expo Real in Monaco, die Anfang Oktober stattfindet. Mit rund 42.000 Besuchern und 2.000 Ausstellern ist die Expo Real die größte europäische Ausstellung für den Immobilien- und Standortbereich. Die Initiative beinhaltet eine Rückfahrt mit dem Bus, einen Besuch der Ausstellung mit ausgewählten Treffen, einen Aperitif und ein exklusives Netzwerk am Schweizer Stand „Swiss Circle“. ■

    • André Gassmann ist Mitglied der
      Geschäftsführer der ASLM und Leiter Kommunikation und Marketing der Gemeinde Emmen; Alexandra Vogel leitet das Büro des Schweizerischen Standortverbandes ASLM.

    Kontakte

    Schweizerische Vereinigung
    für Standortmanagement SVSM
    Geschäftsstelle
    Ricketwilerstrasse 135
    8352 Ricketwil (Winterthur)
    T: 058 255 08 88
    info@svsm-standortmanagement.ch
    www.svsm-standortmanagement.ch

  • Zielgruppengerechtes Planen und Vermarkten einfach gemacht

    Zielgruppengerechtes Planen und Vermarkten einfach gemacht

    Von den Sinus-Milieus ® haben die meisten Standortförderer und Immobilien-Fachleute wohl schon gehört: Diese gruppieren auf Grund von über 30 Jahren sozialwissenschaftlicher Forschung Menschen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln, in zehn verschiedene Milieus. Grundlegende Wertorientierungen gehen dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen zu Arbeit, Familie, Freizeit, Geld und Konsum. Die Sinus-Milieus ® bieten dem Anwender Informationen und Entscheidungshilfen, indem sie den «roten Faden» für Produktentwicklung, Strategie, Positionierung, Kommunikation, Werbe- und Mediaplanung sowie CRM liefern.

    Praxisnahe Aufbereitung
    Bis anhin waren die Sinus-Milieus ®, die seit 2007 auch spezifisch für die Schweiz erforscht werden, für die Standort- und Wirtschaftsförderung sowie für die Immobilien-Wirtschaft jedoch nur von begrenztem Nutzen, fehlte doch der Einbezug von Wohnbedürfnissen weitgehend. Das ändert sich nun: Für das neue Angebot «Sinus-Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz» wurden zusätzliche Kriterien wie Ansprüche an Architektur, Innenausstattung und Lage des Erstwohnsitzes analysiert und ausgewertet. Bereiche wie Architektur, Ausstattung, Kommunikations- und Nachbarschaftsverhalten sowie Entscheidungs- und Finanzierungsaspekte werden praxisnah und im Tagesgeschäft anwendbar für jedes Milieu dargestellt. Ergänzt werden die Texte, Tabellen und Grafiken mit aussagekräftigen Fotos zu Personen, Architektur und Inneneinrichtung. Das Angebot ist somit eine glaubwürdige und sehr einfach nutzbare Grundlage für zahlreiche Fragestellungen rund um die Entwicklung und Planung von Standorten, Arealen oder Quartieren sowie für die Planung, Produktentwicklung und Positionierung von Immobilien.

    Konkrete Anwendung finden die «Sinus-
    Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz» beispielsweise…
    …im Immobilien-Markt (z.B. Standort- und Marktanalysen, Infrastrukturplanung, Quartierplanung)
    …im Städtebau (z.B. Entwicklungsgebiete, Quartierentwicklung)
    …in der Produktentwicklung (z.B.
    Architektur, Wohnflächen, Ausstattung, Parkplätze)
    …im Preismix und der Finanzierung (z.B. Preisspannen Miete und Eigentum)
    …im Sozialverhalten und der Freizeitgestaltung (z.B. Nachbarschaft, Dienstleistungsangebote)
    …in der Kommunikation und Vermarktung (z.B. Markenaufbau und -positionierung, …Marketingmassnahmen)

    11 Broschüren und ein Online-Tool
    «Sinus-Milieus  ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz», herausgegeben von acasa Immobilien-Marketing GmbH und SVIT Schweiz, umfasst die beiden Bausteine Milieus Basis (gedrucktes Werk) und
    Milieus Analyzer (Online-Tool). Milieus Basis bietet in einer Sammlung vertiefte Informationen zu jedem der zehn Sinus-Milieus ® in jeweils einem eigenen Heft sowie ein Heft mit Grundlageninformationen und Erklärungen. Der Milieus Analyzer ist ein passwortgeschütztes Online-Analyseinstrument, mit dem Nutzerinnen und Nutzer mit wenigen Klicks passende Milieus beispielsweise für Immobilien-Projekte identifizieren können. Milieus Basis und Milieus Analyzer bilden eine Einheit und werden nur im Paket angeboten. Das gedruckte Werk (Milieus Basis) umfasst insgesamt 256 Seiten in 11 Heften im Format A4 quer in einer kartonierten Sammelmappe. Das Paket mit gedrucktem Werk und dem Zugang zum Online-Tool kostet CHF 580 (SVIT-Mitglieder 10 % Rabatt).

    Mikrogeografische Auswertungen
    Welche Milieus wohnen an einem bestimmten Ort in der Schweiz? Passt mein Immobilien-Projekt zum Standort? Ist meine Zielgruppe an einem bestimmten Standort vertreten? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Sinus Geo Milieus ® – die ideale Erweiterung und Konkretisierung zu den «Sinus-Milieus ® Wohn- und Lebenswelten Schweiz». Für jede Postleitzahl in der Schweiz liefern Sinus Geo Milieus ® grafisch aufbereitete Informationen und detaillierte Daten zum Vorkommen und zur Verteilung der einzelnen Milieus sowie der Kaufkraftklassen. ■

    Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM

  • Klausurtagung des SVSM-Vorstandes

    Klausurtagung des SVSM-Vorstandes

    Die SVSM wurde 1998 als Dachverband für die Standort- und Wirtschaftsförderer der Schweiz gegründet.
    Während anfangs der Fokus auf dem Stadtmarketing lag, haben sich die Tätigkeitsfelder seither stark ausgeweitet: Gemäss dem Ansatz der integrierten Standortförderung zählt die SVSM zu ihren rund 90
    Mitgliedern heute nicht nur Standort- und Wirtschaftsförderungen, sondern auch Tourismusregionen, Immobilien-Fachleute, Event-Agenturen und Bildungsinstitutionen. Um diesen veränderten Rahmenbedingungen
    Rechnung zu tragen, hat sich der Vorstand der SVSM zur einer Klausurtagung getroffen. Die Schärfung des Verbandsprofils, die angebotenen Leistungen und der Nutzen für die Mitglieder standen dabei im Fokus. In intensiven Diskussionen haben sich Schwerpunkte herauskristallisiert und neue Aufgaben ergeben. Die Hauptziele der SVSM – den interdisziplinären Erfahrungsaustausch ermöglichen, die Professionalisierung fördern sowie Lehre und Praxis verknüpfen – bleiben sich dabei gleich. Allerdings werden die Mitglieder künftig von mehr Leistungen und verbesserten Networking-Gelegenheiten profitieren können. Die Vorstandsmitglieder werden nun mit viel Motivation und Engagement die Herausforderungen anpacken, um den Verband
    weiterzuentwickeln; denn einig waren sich alle: Die SVSM ist eine wichtige Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Standortmanagement.

  • Wer oder was ist eigentlich ein Standortförderer?

    Wer oder was ist eigentlich ein Standortförderer?

    Für die geschätzten 300 Personen, die in der Schweiz als Standortförderer tätig sind, gibt es weder einen anerkannten Berufsabschluss noch eine einheitliche Ausbildung und schon gar kein Anforderungsprofil. Entsprechend vielfältig sind die Berufsbezeichnungen und Tätigkeitsfelder: Standortförderer, Wirtschaftsförderer, Standortmanager, Standortmarketing, Regionalmarketing, Regionalentwicklung – die Reihe liesse sich fortführen. Nicht berücksichtigt sind dabei die unzähligen Berufskollegen aus all jenen Bereichen, mit denen «der Standortmanager» eng zusammenarbeitet: Tourismus, Immobilienbranche, Architektur, Bauwirtschaft, Forschung, Verwaltung und Behörden, Kultur, Gastronomie und so weiter. In der Theorie – so scheint es – wird gerne scharf getrennt, was die Praxis eigentlich verbindet.

    Und genau an dieser Schnittstelle der verschiedensten Bereiche ist der Standortförderer bzw. die Standortförderin – ja, die Frauen holen auf – meist tätig, oft mit vielfältigen Kompetenzen in anderen Bereichen wie der Soziologie, der Ökonomie, der Architektur, dem Marketing oder der Immobilien-Wirtschaft. Der moderne Standortförderer kombiniert diese und weitere Kompetenzen und erfüllt so jenen Auftrag, der ihm häufig von der Politik erteilt wird – auf kommunaler bis internationaler Ebene.

    Doch als Leser dieser Zeilen sind Sie höchst wahrscheinlich selbst in einem der erwähnten Bereiche tätig; und damit können Sie bestens beurteilen, welche vielfältigen Qualitäten und Kenntnisse «der Standortförderer» benötigt. Und genau dieses Wissen brauchen wir: Eines der Ziele der SVSM ist die Professionalisierung des weiten Berufsfelds der Standortförderung. In diesem Zusammenhang arbeiten wir seit längerem daran, das Berufsprofil zu definieren und zu schärfen sowie die Ausbildung zu koordinieren und zu vereinheitlichen. Ihr Wissen und Ihre Erfahrung helfen uns dabei. Gerne kommen wir deshalb demnächst mit einer Umfrage auf Sie zu, um Sie um Ihre Meinung zu bitten.

    Eines steht auf jeden Fall heute schon fest: Es gibt einen gemeinsamen Nenner aller Standortförderer – oder wie immer man sie auch nennen mag: Sie alle möchten in ihrem Wirkungsgebiet Potenziale erkennen, entwickeln und umsetzen. Und vielleicht ist das doch eine einfache Antwort auf die eingangs gestellte Frage.

  • SVSM Awards werden 2020 nicht vergeben

    SVSM Awards werden 2020 nicht vergeben

    Der Vorstand der SVSM und die Jurymitglieder der SVSM Awards haben beschlossen, dieses Jahr keine SVSM Awards auszuschreiben. Dies hat zwei Gründe: Zum einen ist der bisherige Jury-Präsident, Michael Domeisen, aus dem Vorstand der SVSM und damit aus der Jury der Awards zurückgetreten. Neu wird Mani Sokoll, seit April Vorstandsmitglied der SVSM, das Präsidium der SVSM Awards übernehmen. Der Wechsel im Jury-Präsidium soll nun genutzt werden, um die künftige Ausrichtung der Awards zu überdenken. Zum anderen haben auf Grund der aktuellen Situation mit Covid-19 die meisten Standort- und Wirtschaftsförderungen derzeit andere Prioritäten, als sich für einen SVSM Award zu bewerben.

    Die SVSM hofft auf Verständnis für diesen Entscheid. Selbstverständlich wird umgehend informiert, sobald die Bewerbungsfrist für die SVSM Awards 2021 gestartet ist.

  • Beny Ruhstaller: «Auch die SVSM ist jetzt gefordert»

    Beny Ruhstaller: «Auch die SVSM ist jetzt gefordert»

    Im Moment befindet sich die Schweiz, ja die ganze Welt in einer Situation, wie wir sie noch nie erlebt haben. Die Corona-Krise wird auch die Standorte und die Immobilien-Wirtschaft hart treffen. Bereits jetzt sind neue Lösungen für bisher scheinbar in Stein gemeisselte Aufgaben und Prozesse nötig. So findet auch die Generalversammlung der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement SVSM virtuell statt – und unseren Hauptanlass, den Tag des Standortmanagements, mussten wir mit grossem Bedauern absagen.

    Die Standortförderer in der Schweiz müssen auch in „normalen“ Zeiten mit bescheidenen Mitteln möglichst viel für ihre Standorte leisten. In der aktuellen Krise sind sie noch stärker auf sich alleine gestellt; Rückhalt und Wertschätzung fehlen vielerorts. Doch gerade jetzt, wo praktisch alle Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen schliessen mussten, werden von den Standort- und Wirtschaftsförderungen Wunder erwartet. Nun gilt es, zusammenzustehen: Der Fokus liegt im Moment auf dem Regionalen, dem Lokalen – was auch eine Chance sein kann, wenn die Beschränkungen für das Gewerbe wieder gelockert werden.

    Die Rückkehr zur «Normalität» nach der Corona-Pandemie wird auf jeden Fall keine Rückkehr in die gleiche Realität sein, wie wir sie bis anhin kannten. Weiterhin – und dann erst recht – werden innovative Lösungen, «Querdenken» und kreative Ideen gefragt sein; auch im Standortmarketing und in der Wirtschaftsförderung. Ohne in Zweckoptimismus verfallen zu wollen: In diesem Sinne kann die aktuelle Situation durchaus als Chance für hoffentlich positive Veränderungen gesehen werden.

    Wir als Verband werden versuchen, unsere Mitglieder bestmöglich bei den aktuellen und noch kommenden Herausforderungen zu unterstützen – sei es mit Informationen, mit Lobbying oder mit der Bereitstellung eines gut funktionierenden Netzwerkes.

  • Winterthurer Pioniergeist:  Wie die Industrievergangenheit die heutige  Arealentwicklung beeinflusst

    Winterthurer Pioniergeist: Wie die Industrievergangenheit die heutige Arealentwicklung beeinflusst

    Im 19. Jahrhundert tüftelte Charles Brown erst in der Firma Sulzer an der Verbesserung der Dampfmaschinen und später als Mitbegründer der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) an der Erfindung der Elektrolokomotive. In den Hallen des Sulzer-Areals befand sich das damals wegweisende Zentrum für Lokomotivbau, das für die ganze Welt produzierte und entwickelte. Ende des 20. Jahrhunderts zog sich die Schwerindustrie rasant aus Winterthur zurück. Was blieb war ein riesiges, äus-serst zentral gelegenes Areal. Erst drei Jahrzehnte später erwachte die einst «verbotene Stadt». Das Portier-Häuschen erinnert an die Eingangskontrolle – heute ein hippes Kleinlokal. Die Winterthurer Bevölkerung musste sich erst daran gewöhnen, dass sie in diesem Areal nun willkommen ist: Der Skills Park, das Cameo Kulturkino sowie das Les Wagons beleben heute den Lagerplatz. Auch die zahlreichen Studierenden haben das Areal wieder zum Leben erweckt. Als Bindeglied zwischen Bildung und Wirtschaft fungiert auf dem Areal der Technopark Winterthur, der Startups fördert. Heute ein geglückter Mix.

    Lokstadt – die wohl grösste Neugestaltung
    Gleich angrenzend zum Lagerplatz kam es nach fast dreissig Jahren zum Spatenstich für den neuen Stadtteil Lokstadt. Ein Grossteil des früheren Industrieareals, der nun zukünftig Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbinden soll. Rund 120 000 Quadratmeter Land stellen in den nächsten sieben Jahren die wohl grösste Neugestaltung in der Winterthurer Arealentwicklung dar. In Zusammenarbeit mit diversen Stakeholdern wurde ein konsensgerechter Gestaltungsplan erstellt. Die grösste Herausforderung bei solchen Grossprojekten ist, dass diese von der Bevölkerung angenommen und entsprechend genutzt werden. «Dabei spielen eine gute Durchmischung und smarte Mobilitätskonzepte eine grosse Rolle», so Lucius Graf, Leiter Business & Meetings bei House of Winterthur. Die Lokstadt werde grösstenteils verkehrsfrei bleiben – durch Tiefgaragen werde der Verkehr zu den entsprechenden Gebäuden gelenkt. Die maximal 200 Ein- und Ausfahrten pro Stunde könnten daher knapp werden. An Alternativen für Mobilität in der Zukunft wie dem dreirädrigen Bicar tüfteln Entwickler der ZHAW auf dem benachbarten Lagerplatz. Oder in der Velostadt bietet sich der ultraleichte Anhänger Polyroly an.

    The Valley – Entwicklungsareal und Forschungszentrum
    Heute verkehren täglich über 120 000 Personen und 670 Züge zwischen Zürich und Winterthur. Der Bahnhof Kempt-
    thal liegt dabei an einer der meist befahrenen Zugstrecken. Direkt an diesem Bahnhof liegt das industriehistorische Maggi-Areal. Heute Entwicklungsareal und Forschungszentrum: «The Valley». Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude werden aufwändig saniert und zusätzliche Neubauten realisiert. The Valley umfasst 100 000 Quadratmeter Mietfläche mit einem lebendigen Nutzermix. «Mit über sechzig Mietern ist die Hälfte der Mietfläche besetzt, und es arbeiten aktuell rund 700 Personen hier. Zudem laufen fortwährend Investitionen in Gebäudepark und Infrastruktur: So wird im Frühjahr 2020 die Silobar über den Dächern des Areals eröffnen, die Ansiedlung von Lebensmittelshops ist in Verhandlung und nächsten Sommer wird das eben beschlossene ‹Valley House of Food›, ein Hub für innovative Lebensmittelentwicklung und Produktion, fertiggestellt sein», so Mikula Gehrig, Immobilienentwickler der Mettler2Invest AG. Mit Blick in die Zukunft wird The Valley im Vollausbau viel Leben nach Kemptthal bringen, wobei bereits Mobilitätslösungen angedacht sind wie beispielsweise Züge im Viertelstundentakt. «Ein optimaler Anschluss an das ZVV-Netz ist zentraler Faktor für die erfolgreiche Arealentwicklung», so Bernard Hosang, Gemeindepräsident Lindau.

    Zukunftsbrille aufgesetzt – werden Visionen wahr?
    Seit Dezember 2019 ist die Startup-Szene im «Home of Innovation» in Töss auf dem Rieter Fabrikareal eingezogen. Wo neue Ideen gesponnen werden, liegen zudem zukunftsweisende Erschliessungsprojekte auf dem Tisch: Der geplante Brüttemer Tunnel soll das Nadelöhr im Eisenbahnnetz zwischen Zürich und der Ostschweiz entlasten. In Neuhegi-Grüze, wo ein zweites urbanes Zentrum als bipolare Stadtvision von Winterthur angedacht war, gibt es noch Entwicklungspotenzial, wobei der grösste Park der Stadt, ein neu gebautes Primar-Schulhaus sowie verfügbare Gewerbeflächen, bereits vorhanden sind. Die geplanten Pocket Parks, verschiedene Formen von altersgemischtem Wohnen, und nicht zuletzt die neue Autobahnerschliessung Neu-Hegi sollen hier die künftige Entwicklung unterstützen.
    Nach dem Rückzug der Schwerindustrie brauchte Winterthur dreissig Jahre, um die ehemaligen Industrieareale mit neuem Leben zu füllen. An vielen Stellen bereits mit grossem Erfolg. An anderen Stellen ergeben sich neue Herausforderungen. Winterthur hat jedoch in den vergangenen zweihundert Jahren schon manche Herausforderung gemeistert und wird auch hier Lösungen finden. Mit Pioniergeist. ■

  • SVSM Awards 2019

    SVSM Awards 2019

    Die Imagekampagne «Willkommen in Biel» und das Projekt «Lattich» in St. Gallen durften einen der begehrten SVSM Awards entgegennehmen. Karl Brander wurde für seine Verdienste um die Ansiedlung von Biogen im solothurnischen Luterbach als Standortmanager des Jahres 2019 geehrt.

    Die SVSM Awards sind von der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement initiierte Auszeichnungen für besonders innovative Projekte aus den Bereichen Standortmarketing, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung. Für die diesjährigen Awards hatten sich zehn Projekte beworben, davon wurden fünf von der Jury nominiert – und zwei durften schliesslich einen der begehrten Awards entgegennehmen.

    Willkommen in Biel
    Ein SVSM Award ging nach Biel, ausgezeichnet wurde die Imagekampagne willkommeninbiel.ch. Die Kampagne kämpft gegen Vorurteile gegenüber Biel – und möchte dem akuten Fachkräftemangel in der Stadt entgegenwirken. Mit der Kampagne soll vermittelt werden: Die Tatsache, dass ein bestimmter Job in Biel ist, ist nicht die schlechte, sondern die gute Nachricht. Über eine Online-Plattform können Interessierte deshalb Kontakt mit über 230 waschechten Bielerinnen und Bielern aufnehmen, die persönlich über das Leben und Arbeiten in der Stadt erzählen. Die Rückmeldungen aus der Wirtschaft sind durchwegs positiv: Die Kampagne hilft bei der Rekrutierung von Fachkräften. Finanziert wird die Kampagne gemeinsam von der Stadt und der Wirtschaft. Michael Domeisen, Jury-Präsident der SVSM Awards, lobte das Projekt im Namen der Jury: «Der Ansatz der Kampagne ist pragmatisch und einfach, aber hoch wirksam; und dies bei einem minimalen Budget. Die Kampagne ermöglicht einen analogen Kontakt in einer digitalen Welt und verbindet beide Kanäle. Zudem hat Biel mit der Wahl einer unkonventionellen Kampagnenidee Mut und Vertrauen bewiesen.»

    Brennpunkt für die Kreativwirtschaft
    Der zweite SVSM Award ging an das Projekt «Lattich» in St. Gallen. Hier ist auf dem Areal beim Güterbahnhof im Rahmen einer aussergewöhnlichen Zwischennutzung ein Brennpunkt für die Kreativwirtschaft entstanden. Ein geplantes Strassenprojekt verhinderte eine langfristige Nutzung auf einem der letzten grösseren Entwicklungsgebiete der Stadt St. Gallen. Das Areal sollte deshalb einer Zwischennutzung zugeführt werden. Im Frühjahr 2016 startete ein dreimonatiges Experiment zur Nutzung und Belebung des Areals. In den beiden Folgejahren wurden diese Nutzungsphasen jeweils im Frühjahr wiederholt. Die «Inkubationszeit» sorgte dafür, dass der Lattich-Bau mit 48 Modulen, fertig gestellt im Frühjahr 2019, von Anfang an voll vermietet war.

    Die Weiterentwicklung des Areals soll unter ständiger Veränderung passieren: Man möchte ausprobieren, was auf dem Areal funktioniert. Insofern handelt es sich um eine Art städtebauliches Labor, um ein Experimentierfeld mit einem relativ langen Horizont. Dies war denn auch eines der Hauptargumente für die Jury: «Die Zwischennutzung an sich ist nicht innovativ – wohl aber der Versuch, innerhalb der Zwischennutzung neue Feldern zu eröffnen. Besonders erwähnenswert sind der «Laborcharakter» für Städtebau und die lange Vorlaufzeit als «Inkubator», hielt Jury-Präsident Domeisen in seiner Laudatio fest.

    Die weiteren Nominierten – die Plattform grhome.ch, das Projekt «Zukunft St. Galler Innenstadt» sowie das 3D Limmatstadtmodell – erhielten zwar lediglich eine Urkunde. Jury-Präsident Domeisen hielt aber fest: «Bereits die Nomination für einen SVSM Award ist eine beachtliche Leistung. Es braucht im hart umkämpften Standortwettbewerb innovative Ideen und Weitsicht – und alle Nominierten haben diese bewiesen.»

    Karl Brander ist Standortmanager des Jahres
    Ein weiterer Höhepunkt des Anlasses in Thun war die Auszeichnung des Standortmanagers des Jahres. Die Ehrung durfte Karl Brander, Leiter Standortpromotion und Ansiedlungen des Kantons Solothurn, entgegennehmen. «Seine Verdienste bei der Ansiedlung des amerikanischen Biotech-Unternehmens Biogen in Luterbach sind ausserordentlich. Für den Forschungsstandort Schweiz hat diese Neuansiedlung eine nicht zu unterschätzende Signalwirkung», begründete Botschafter Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung SECO und Jury-Mitglied der SVSM Awards, den Entscheid. Sonja Wollkopf Walt, Geschäftsführerin der Greater Zurich Area AG (GZA) und ebenfalls Jury-Mitglied, ergänzte: «Karl Brander hat nicht nur unzählige Arbeitsstunden investiert, um die Ansiedlung dieses renommierten Unternehmems zu ermöglichen, sondern auch viel Herzblut und Know-how. Er hat alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, um den Standort für Biogen vorzubereiten. Seine Betreuung nicht nur der neu anzusiedelnden Firma, sondern auch der bereits am Standort ansässigen Unternehmen ist beispielhaft für jedes ausländische Investitionsprojekt.» ■

  • Standortförderung – quo vadis?

    Standortförderung – quo vadis?

    Anita Martinecz-Fehér, stv. Leiterin Standortförderung des Kantons Zürichs, brachte es in ihrer Grussbotschaft gleich zu Beginn des Anlasses auf den Punkt: «Wir Standortförderer säen und säen und säen – und irgendwann einmal, vielleicht völlig unerwartet, können wir die Früchte unserer Arbeit ernten.» Wie viel Arbeit bis dahin nötig ist, zeigten unter anderem die Ausführungen von Botschafter Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung des Bundes: Die Strategie «Standortförderung 2020+» mit einem Budget von rund 120 Millionen Franken pro Jahr ist umfassend, und involviert sind nicht nur die Direktion für Standortförderung, sondern acht weitere Organisationen, die im Auftrag für das SECO arbeiten. Auch Roger Tognella, Initiant des ersten e-Prix in der Schweiz und Standortmanager des Jahres 2018, wies auf die Langfristigkeit von Standortförderungsmassnahmen hin: «Die Mobilität verändert sich. Und mit einem solchen Event ist es möglich, die Schweiz im interna­tionalen Kontext als Innovationsstandort im Bereich der Mobilität zu positionieren.»

    Digitalisierung ist die Zukunft
    Der Zukunft des Detailhandels widmete sich Andreas Zürcher, Geschäftsführer der City Vereinigung Zürich. Studien gehen davon aus, dass im Jahr 2020 rund 20 Prozent des Detailhandelsgeschäftes online abgewickelt werden; eine Entwicklung, die nicht nur die Detailhändler vor grosse Herausforderungen stellt, sondern sich auch auf Innenstädte und deren Belebung auswirkt: «Die Generationen Z und Alpha besuchen physische Stores nur noch dann, wenn der Besuch zu einem Erlebnis wird», hielt Zürcher fest. Die zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Geschäftsbereichen sorgt auch für weitere Herausforderungen, wie Franz J. Menayo, Head of Community Relations bei UPC Schweiz GmbH, aufzeigte: «Die Schweiz ist weltweit die Nummer fünf was die Versorgung mit Breitband-Internet betrifft. Nichtsdestotrotz steigen die Ansprüche laufend: Ein gut ausgebautes Glasfasernetz ist ein Wirtschaftsmotor und für die Standortattraktivität entscheidend.»

    Professionalisierung dank Ausbildung
    Aller Digitalisierung zum Trotz: Das Standortmanagement lebt nach wie vor von Menschen und deren Vernetzung. Umso erstaunlicher ist es, dass es in der Schweiz im Gegensatz zum Ausland keine Aus- oder Weiterbildung zum Standortmanager/zur Standortmanagerin gibt. André Gassmann, Leiter Kommunikation und Marketing der Gemeinde Emmen und als Vorstandsmitglied der SVSM zuständig für das Ressort Aus- und Weiterbildung des Verbandes, stellte ernüchtert die Ergebnisse seiner Abklärungen vor: «Es gibt einige Angebote, die das Thema Standortmanagement aufgreifen – dies aber immer nur am Rande. Die SVSM hat deshalb Gespräche auf Bundesebene geführt und erarbeitet derzeit die Grundlagen für eine Ausbildung zum Standortmanager/zur Standortmanagerin als Berufsbild mit eidgenössischem Abschluss oder auf Stufe Fachhochschule. Als Dachverband sehen wir uns in der Pflicht, eine Professionalisierung zu erreichen.»

    Immobilien und Standorte sind eng verknüpft
    Wie eng Immobilien und Standorte verknüpft sind, zeigten die Ausführungen von Tobias Achermann, CEO von Zug Estates AG und Preisträger des SVSM Awards 2018: Die Entwicklung des «Suurstoffi-Areals» ist nicht nur ein grosses Immobilienprojekt, sondern hat aufgrund seiner Dimensionen spürbare Auswirkungen auf den Standort Rotkreuz. Auch die Ausführungen von Roger Ochsner, Leiter Anlageobjekte Zürich & OST bei der SBB AG, Immobilien Development, zeigten die enge Verknüpfung von Immobilien und Standorten. So handelt es sich bei den grösseren Projekten der SBB oft um Arealentwicklungen, die in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Standortförderern geplant werden. Praxisbeispiele erfolgreicher Ansiedlungen zeigten Sebastian Friess, Leiter der Standortförderung des Kantons Bern, und Beat Bachmann, Leiter der Kontaktstelle Wirtschaft des Kantons Zug.

    Eine neue Landkarte der Schweiz
    Dem viel diskutierten Thema Landesausstellung widmete sich Juri Steiner: Er stellte als Kurator die NEXPO, eine Initiative von zehn Schweizer Städten vor, und hielt fest: «Die neue Landesausstellung ist in vielerlei Hinsicht neu: Sie ist dezentral und umfasst die ganze Schweiz. Sie ist partizipativ und eine Einladung an alle. Sie ist evolutiv und nicht auf den Moment beschränkt, sondern als Bewegung angelegt.» Es gebe so viele grosse Themen, über die in der Schweiz gesprochen werden sollte – und genau das solle an den vielen verschiedenen Standorten mit kleinen und grossen Projekten möglich werden. Das Ziel der NEXPO ist denn auch nichts weniger als die Suche nach Wahrzeichen, das Erstellen einer neuen Landkarte des Standortes Schweiz.

    Erfreuliche Mitgliederentwicklung
    Im Rahmen des Tags des Standortmanagements fand auch die 20. Generalversammlung der SVSM statt. Präsident Beny Ruhstaller zog ein erfreuliches Fazit der Entwicklung des Verbandes: Die Mitgliederzahlen konnten in den vergangenen Jahren laufend gesteigert werden; aktuell zählt die SVSM 84 Mitglieder. Ebenso erfreulich ist das grosse Engagement der Vorstandsmitglieder, die sich überdies alle zur Wiederwahl stellten und einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden. Der Vorstand setzt sich somit weiterhin aus folgenden Personen zusammen:
    • Beny Ruhstaller (Präsident) acasa Immobilien-Marketing GmbH, Glattpark (Opfikon)
    • Michael Domeisen, Direktor House of Winterthur
    • André Gassmann, Leiter Kommunikation und Marketing/ Wirtschaftsförderung Gemeinde Emmen
    • Markus Müller, Gründer und Geschäftsführer SOULWORXX, Olten
    • Stefan Otziger, Wirtschaftsbeauftragter der Stadt Thun
    • Beat Ritschard, Geschäftsführer Standortförderung Zimmerberg-Sihltal und Wirtschaftsförderung Höfe
    • Albert Schweizer, Bereichsleiter Immobilien & Standortförderer Stadt Schlieren ■