Schlagwort: Synhelion

  • Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und die mexikanische Cemex, im Jahr 2020 fünftgrösster Zementhersteller der Welt, haben den ersten Solarklinker der Welt produziert. Wie beide Unternehmen in einer gleichlautenden Medienmitteilung schreiben, sei diese „revolutionäre Innovation“ ein „erster Schritt zur Entwicklung vollständig solarbetriebener Zementwerke“. Dr. Gianluca Ambrosetti, CEO und Mitgründer von Synhelion, zeigt sich stolz, „gemeinsam mit Cemex eine konkrete, industriell relevante Anwendung unserer vollständig erneuerbaren Hochtemperatur-Solarwärme zu demonstrieren“.

    Synhelion ist 2016 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorgegangen. Die Technologie des Unternehmens will mit Solarkraftstoffen alle Arten von fossilen Brennstoffen ersetzen. Den Angaben zufolge wandelt sie konzentrierte Sonnenwärme in „die heisseste auf dem Markt erhältliche Prozesswärme“ um. Cemex will bis 2050 weltweit CO2-neutralen Beton liefern. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist CEMEX Ventures und sein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Brügg BE.

    Die Forschungsteams beider Unternehmen installierten auf dem Gelände des Imdea Energieforschungsinstituts der Madrider Regionalregierung eine Pilotanlage. Dort lieferte der Solar-Receiver von Synhelion mit konzentriertem Sonnenlicht „rekordverdächtige“ Temperaturen von über 1500 Grad. Damit wird ein gasförmiges Wärmeträgermedium erhitzt. So konnte die für das Zusammenschmelzen von Kalkstein, Ton und anderen Materialien erforderliche Hitze bereitgestellt werden.

    Der so gewonnene Klinker wurde zur Herstellung von Zement verwendet und anschliessend zu Beton weiterverarbeitet. In der nächsten Phase ihres gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekts wollen Synhelion und Cemex auf eine Pilotanlage in industriellem Massstab hinarbeiten.

  • Flughafen Zürich AG spannt mit Synhelion SA zusammen

    Flughafen Zürich AG spannt mit Synhelion SA zusammen

    Bis 2050 soll die gesamte Flughafeninfrastruktur kein CO2 mehr ausstossen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Flughafen Zürich AG eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Synhelion eingegangen. Das 2016 gegründete Spinoff der ETH Zürich arbeitet erfolgreich an der Entwicklung von synthetischen Treibstoffen. Synhelion erforscht und entwickelt eine Technologie, um aus Luft und Sonnenlicht synthetisches Gas herzustellen. Dieses wird zu Treibstoff weiterverarbeitet, der in gängigen Motoren verbrannt werden kann. Der Treibstoff bindet bei der Herstellung CO2 aus der Luft und ist damit im Gegensatz zu fossilen Kraftstoffen emissionsfrei.

    Synthetischer Treibstoff ab 2023 verfügbar

    Die Produktion grosser Mengen an synthetischem Treibstoff bleibt die grosse Herausforderung dieser Technologie. Eine neue Testanlage, die voraussichtlich in der Schweiz stehen soll, wird zu deren Erforschung beitragen. Ab 2023 dürfte in der Testanlage bereits synthetischer Treibstoff anfallen. Die Flughafen Zürich AG sagt mit der eben unterzeichneten Absichtserklärung zu, der Synhelion die gesamte verfügbare Jahresmenge des in der Testanlage produzierten nachhaltigen Treibstoffs zu Selbstkosten abzukaufen.

    Diese werden während der Testphase deutlich über dem Preis von fossilem Treibstoff liegen. Die Flughafen Zürich AG unterstützt die Aktivitäten von Synhelion und trägt dazu bei, dass synthetischer Treibstoff bald in grösseren Mengen verfügbar ist und der Preis mittelfristig mit jenem von fossilen Kraftstoffen konkurrenzfähig wird.

    «Wir wollen jedoch nicht nur den Flughafen als Infrastruktur CO2-frei betreiben, sondern auch einen Beitrag leisten, im Luftverkehr fossile Brennstoffe schneller abzulösen und so in Zukunft klimafreundlicher zu fliegen. Denn nicht das Fliegen per se ist für den CO2-Ausstoss verantwortlich, sondern die fossilen Brennstoffe», sagt Emanuel Fleuti, Leiter Umweltschutz der Flughafen Zürich AG.