Schlagwort: Technik

  • Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Laut dem Regional Innovation Scoreboard 2025 der Europäischen Kommission zählt der Kanton Tessin zu den zehn innovativsten Regionen Europas. In der Schweiz liegt er direkt hinter Zürich auf Platz zwei. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an kleinen und mittleren Unternehmen, die Prozess- oder Produktinnovationen einführen. Auch bei der Markenregistrierung belegt der Kanton national einen Spitzenplatz.

    Universitäre Exzellenz mit internationaler Vernetzung
    Die Università della Svizzera italiana (USI) stärkt mit über 20 spezialisierten Forschungsinstituten die akademische Innovationskraft der Region. Schwerpunkte sind u. a. Biomedizin, Computational Science und Finanzwissenschaften. Die enge Einbindung in nationale und internationale Fördernetzwerke macht die USI zu einem zentralen Akteur im Innovationssystem des Tessins.

    Praxisorientierte Forschung für Unternehmen
    Auch die Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) ist ein Schlüsselakteur der Innovationslandschaft. Sie verfügt über hohe Fachkompetenz in Industrieautomation, Robotik und Materialwissenschaften und zeichnet sich durch die höchste Erfolgsquote beim Zugang zu europäischen Fördermitteln unter allen Schweizer Fachhochschulen aus. Unternehmen profitieren durch praxisnahe Kooperationen in angewandten Forschungsprojekten.

    Gesetzliche Innovationsförderung mit Breitenwirkung
    Der Kanton unterstützt Innovation gezielt über das Gesetz für wirtschaftliche Innovation. Dieses bietet umfassende Fördermöglichkeiten, von der Unterstützung bei Forschungsprogrammen über Investitionsvorhaben bis hin zur Teilnahme an Messen und Internationalisierungsprojekten. Die Umsetzung erfolgt über das Amt für wirtschaftliche Entwicklung.

    Switzerland Innovation Park Ticino als Drehscheibe
    Mit dem Switzerland Innovation Park Ticino fördert der Kanton den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die entstehenden Kompetenzzentren fokussieren sich auf Schlüsselbereiche wie Life Sciences, IKT, Drohnentechnologien und Freizeitindustrie. Ziel ist die Entwicklung technischer und technologischer Lösungen mit hoher Relevanz für die kantonale Wirtschaft.

    https://projects.research-and-innovation.ec.europa.eu/en/statistics/performance-indicators/european-innovation-scoreboard/eis#/ris?compare_year=2025&year=2025
  • ETH deckt Schwachstelle in Intel-Architektur auf

    ETH deckt Schwachstelle in Intel-Architektur auf

    Moderne Standortentwicklung basiert auf digitalen Infrastrukturen, deren Sicherheit als selbstverständlich gilt. Doch mit der Entdeckung der Sicherheitslücke «Branch Privilege Injection» durch ETH-Forschende wird klar, die Risiken in spekulativen CPU-Technologien sind gravierender als bisher angenommen. Die Schwachstelle erlaubt es Angreifern, privilegierte Speicherbereiche auf gemeinsam genutzten Prozessoren auszulesen. Byte für Byte und das mit hoher Geschwindigkeit. Davon betroffen sind weltweit Millionen Systeme in privaten und öffentlichen Rechenzentren.

    Segen für die Performance, Risiko für die Sicherheit
    Ursprung der Schwachstelle ist ein Konzept, das ursprünglich zur Effizienzsteigerung eingeführt wurde. Spekulative Ausführung. Der Prozessor berechnet vorausschauend Rechenschritte, ein Mechanismus, der im Nanosekunden-Takt zu Berechtigungsfehlern führen kann. Angreifer nutzen dabei eine sogenannte Race Condition im Branch Predictor und überwinden so Schutzmechanismen zwischen verschiedenen Nutzern.

    Cloud-Umgebungen besonders exponiert
    Die Gefährdung ist nicht auf Einzelgeräte beschränkt. Besonders kritisch ist die Schwachstelle im Cloud-Computing, wo verschiedene Kunden dieselben Hardware-Ressourcen teilen. Das Angriffsszenario erlaubt es, auf die Speicherbereiche anderer Nutzer zuzugreifen. Ein Albtraum für alle, die auf sichere Datenhaltung angewiesen sind. Damit wird die Standortwahl für digitale Unternehmen auch zur Frage der IT-Sicherheitsarchitektur.

    Architekturschwäche mit System
    Bereits seit der Entdeckung von Spectre und Meltdown 2017 ist klar, dass spekulative Ausführungen ein sicherheitstechnisches Minenfeld darstellen. Die aktuelle Lücke reiht sich in eine Serie systematischer Designprobleme ein. ETH-Professor Kaveh Razavi spricht von einem grundlegenden Architekturfehler. Neue Angriffswege werden regelmässig entdeckt und müssen über aufwendige Microcode-Updates behoben werden.

  • EPFL zeigt neue Greiftechnik mit Potenzial

    EPFL zeigt neue Greiftechnik mit Potenzial

    Im Alltag greifen Menschen instinktiv nach Objekten, ohne deren genaue Position zu kennen. Roboter hingegen benötigen meist exakte Umweltinformationen und komplexe Berechnungen. Die neu entwickelte Roboterhand  der EPFL verzichtet auf diese Rechenlast. Stattdessen nutzt die Roboterhand weiche Materialien, Federmechaniken und ein intelligentes Design, das menschenähnliches Greifen ohne hochauflösende Sensorik ermöglicht.

    Selbstorganisierende Bewegungen mit 93 % Erfolgsquote
    Die Hand nutzt Silikonbänder, mechanische Federn und ein faltbares Robotergelenk, ergänzt durch nur 12 statt üblich 20 Motoren. Dank dieser reduzierten, aber optimal verteilten Steuerung erzielte ADAPT in Tests mit 24 Objekten eine Greiferfolgsquote von 93 % bei einer Ähnlichkeit von 68 % zu menschlichen Bewegungen. Die Interaktion zwischen Material, Form und Umgebung ersetzt dabei teils die klassische Programmierung, eine Form mechanischer Intelligenz.

    Von starren Maschinen zu lernfähigen Systemen
    Statt jedes Gelenk separat anzusteuern, folgt die Roboterhand nur vier Hauptbewegungspunkten. Alles andere ergibt sich durch physikalische Wechselwirkungen mit dem Objekt. Das reduziert nicht nur den Rechenaufwand, sondern schafft robuste Systeme, die auch mit Unsicherheiten und unbekannten Formen umgehen können. Künftig wird diese Flexibilität durch sensorisches Feedback und KI-Algorithmen ergänzt. Ein hybrider Ansatz, der Präzision und Anpassungsfähigkeit vereint.

    Neue Perspektiven für Robotik und Standorte mit Zukunft
    Die Erkenntnisse der EPFL-Forschenden sind nicht nur für die Forschung von Bedeutung, sondern auch für industrielle Anwendungen in unstrukturierten Umgebungen – etwa Logistik, Pflege, Landwirtschaft oder urbane Dienstleistungssysteme. Roboter, die ohne permanente Neuprogrammierung flexibel agieren, eröffnen neue Möglichkeiten für Automatisierung und entlasten Fachkräfte gezielt dort, wo klassische Systeme an ihre Grenzen stossen.

    Die ADAPT-Hand zeigt, intelligente Robotik entsteht nicht allein im Code, sondern auch im Material. Wer in adaptive Systeme investiert, eröffnet neue Märkte, von der kollaborativen Fertigung bis zu menschenzentrierten Assistenzsystemen. Das EPFL-Projekt liefert ein starkes Signal für die Rolle von Forschung und Standortentwicklung in einer Welt, in der Maschinen künftig eigenständig und sicher agieren müssen.

  • 69 Millionen Dollar für CO2-Speicherungstechnologie gesichert

    69 Millionen Dollar für CO2-Speicherungstechnologie gesichert

    Neustark konnte sich eine Finanzierung in Höhe von 69 Millionen Dollar sichern. Wie es in einer Mitteilung heisst, wurde das ClimateTech-Unternehmen aus Bern vom Finanzierungsfonds Decarbonization Partners, einer Partnerschaft zwischen BlackRock und Temasek, mit Unterstützung von Blume Equity gefördert. Die UBS initiierte eine Fremdfinanzierung. Auch die bisherigen Finanziers Siemens Financial Services, Verve Ventures, ACE Ventures und Holcim beteiligten sich an der neuen Kapitalrunde.

    Mit den erworbenen Mitteln will Neustark seine Position in Europa stärken und neue Märkte in Amerika und Asien gewinnen.

    Neustark, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat ein Verfahren entwickelt, bei dem CO2 in Kalkstein umgewandelt wird, der an den Poren und der Oberfläche des Betongranulats gebunden wird. Das derart karbonatisierte Granulat kann im Anschluss im Strassenbau oder für die Produktion von Recyclingbeton eingesetzt werden. Nach Unternehmensangaben betreibt Neustark derzeit 19 Anlagen mit dieser Technologie in Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz. Bis 2030 will das Unternehmen 1 Million Tonnen Kohlendioxid aus der Luft speichern und lagern.

  • Zug setzt Massstäbe in der globalen Blockchain-Forschung

    Zug setzt Massstäbe in der globalen Blockchain-Forschung

    Mit der Unterstützung des Kantons Zug entsteht ein interdisziplinäres Forschungszentrum, das sich mit den vielfältigen Anwendungen und Auswirkungen der Blockchain-Technologie beschäftigt. Die Initiative, die in Kooperation mit der Universität Luzern und der Hochschule Luzern umgesetzt wird, soll nicht nur technologische, sondern auch gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Aspekte der Blockchain erforschen. Finanzdirektor Heinz Tännler betont, dass das Projekt nicht nur die wissenschaftliche Forschung vorantreibt, sondern auch den Wirtschaftsstandort Zug stärkt, insbesondere im Licht der neuen OECD-Mindestbesteuerung, die Anfang 2024 eingeführt wurde.

    Weltweit einzigartige Forschungsinitiative
    Das neu gegründete Zuger Institut für Blockchainforschung an der Universität Luzern wird sich den Herausforderungen und Chancen dieser disruptiven Technologie widmen. Dabei werden neun neue Lehrstühle geschaffen, die sich den verschiedensten Facetten der Blockchain-Technologie annehmen. Die Forschung wird dabei einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der die technologischen Innovationen ebenso umfasst wie die damit verbundenen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Fragestellungen. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis der Blockchain-Technologie und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft zu entwickeln.

    Stärkung der Forschungskapazitäten an der Hochschule Luzern
    Die Hochschule Luzern wird ihre bestehenden Aktivitäten in der Blockchainforschung durch die neue Initiative signifikant erweitern. Die Hochschule bringt ihre Expertise aus den Bereichen Informatik, Finanzen und Technik in das Projekt ein und arbeitet eng mit der Universität Luzern zusammen, um ein umfassendes Forschungsumfeld zu schaffen. Diese Kooperation bildet die Grundlage für den Hub, eine Plattform für Zusammenarbeit und Kommunikation, die den Austausch zwischen den beteiligten Forschern und der globalen Blockchain-Gemeinschaft fördert.

    Nachhaltige Finanzierung und langfristige Ziele
    Nach der initialen Anschubfinanzierung durch den Kanton ist vorgesehen, dass das Projekt auf nachhaltige Finanzierungsquellen umgestellt wird. Eine externe Evaluation nach drei Jahren soll die Effektivität und die Fortschritte der Forschungsinitiative beurteilen. Durch diese Massnahmen wird sichergestellt, dass die «Blockchain Zug – Joint Research Initiative» langfristig zu einer festen Grösse in der globalen Forschungslandschaft wird und Zug als führendes Zentrum für Blockchain-Technologie etabliert.

  • Corentin Fivet wird neuer Chef des Smart Living Labs

    Corentin Fivet wird neuer Chef des Smart Living Labs

    Corentin Fivet übernimmt im Frühjahr die Leitung des Smart Living Labs an der Freiburger Niederlassung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Er ist seit  2016 Professor an der EPFL und hat laut Medienmitteilung bahnbrechende Methoden zur Wiederverwendung von Betonplatten, Wänden und Trägern aus Holz oder Stahl entwickelt. Das Smart Living Lab feiert 2024 sein zehnjähriges Bestehen.

    Als Fivet eine Assistenzprofessur an der EPFL in Freiburg antrat, war sein Forschungsgebiet noch jung, heisst es in der Mitteilung. «Es war einfach, die Literatur zu sichten, da kaum etwas veröffentlicht worden war», wird er zitiert. Damals war die Wiederverwendung tragender Strukturen noch nicht so weit verbreitet wie heute. Und auch das Smart Living Lab selbst befand sich gerade in der Anfangsphase. Das Smart Living Lab ist eine gemeinsame Initiative von drei Schweizer Universitäten – der EPFL, der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HEIA-FR) und der Universität Freiburg.

    «Wir haben jetzt rund ein Dutzend Forschungsgruppen, die zahlreiche Erfolge erzielt haben – darunter auch einige, die international anerkannt wurden. Meine Ernennung zum akademischen Direktor des Zentrums markiert den Beginn der nächsten Phase», wird Fivet weiter zitiert.

    Fivet wird am 1. April 2024 die akademische Leitung des Smart Living Labs übernehmen und mit Martin Gonzenbach zusammenarbeiten, der weiterhin die operative Leitung innehaben wird. Fivet will das Ziel des Smart Living Labs weiterverfolgen: als Katalysator für Nachhaltigkeit und Wohlbefinden in der gebauten Umwelt zu dienen, heisst es in der Mitteilung. Eines seiner ersten Ziele werde es sein, das Weiterbildungsangebot des Zentrums für Architekten, Bauingenieure, Bauleiter und Immobilienverwalter zu erweitern.

  • Die Hamilton Bonaduz AG investiert gezielt in ihre zukünftige Entwicklung

    Die Hamilton Bonaduz AG investiert gezielt in ihre zukünftige Entwicklung

    Die renommierten Domenig Architekten wurden erneut beauftragt, die Gestaltung und Umsetzung des Projekts zu übernehmen. Entlang der Autobahn A13 und in unmittelbarer Nähe zum bereits im Jahr 2018 in Betrieb genommenen Gebäude «1.0» sind die Bauaktivitäten in vollem Gange. Das neunstöckige Gebäude wird durch einen vierstöckigen Zwischentrakt mit dem bestehenden Komplex verbunden. Die herausragende Komponente dieses Neubaus ist das 40 Meter hohe Hochregallager, das Platz für insgesamt 12.000 Europaletten bietet. Das bereits bestehende vollautomatisierte, schienengeführte Transportsystem wird erweitert, und die Intralogistik wird nahtlos mit den bereits vorhandenen Systemen des Gebäudes «1.0» verknüpft.

    Das moderne Erscheinungsbild dieses High-Tech-Gebäudes zeichnet sich durch intelligentes Glas aus, das mit einer Elektrochrom-Beschichtung versehen ist. Dieses Glas, zusammen mit Metall- und Photovoltaikpaneelen, unterstreicht die Vision der Marke Hamilton. Die innovative Glasfassade verdunkelt sich eigenständig bei direkter oder indirekter Sonneneinstrahlung und lässt im vollständig abgedunkelten Zustand lediglich 1% der Lichtenergie durch. Um eigenständig Strom zu erzeugen und zu nutzen, werden insgesamt 5.400 m² Photovoltaikpaneelen auf dem Dach und an der Fassade angebracht. Zudem werden die Wärmeenergie und Feuchtigkeit aus der Lüftung durch einen Wärmetauscher zurückgewonnen. Abgerundet wird das zeitgemässe Energiekonzept durch den Bezug von Heizwärme über eine Grundwasserwärmepumpe, die von einem Wärmeverbund in Domat/Ems betrieben wird. Das Gebäude wird die begehrte Minergie A-Zertifizierung erhalten.

    Ganz im Sinne des Projekts «Hamilton 1.0» wird der Neubau von Anfang bis Ende mithilfe von Building Information Modeling (BIM) detailliert geplant. BIM ist eine ganzheitliche Arbeitsmethode für die integrierte Planung, Konstruktion und Verwaltung von Gebäuden. Dabei werden alle relevanten Daten digital modelliert, und sämtliche beteiligten Parteien arbeiten synchron mit denselben Informationen.

    Bei «Hamilton 2.0 » wird der BIM-Prozess sogar in der Umsetzungsphase konsequent fortgeführt: Zum ersten Mal wird ausschliesslich mit dem digitalen 3D-BIM-Modell gearbeitet, wodurch herkömmliche Papierpläne auf der Baustelle obsolet werden.

  • BKW macht Starthaus am Matterhorn energieautark

    BKW macht Starthaus am Matterhorn energieautark

    Die diesjährige Ski-Weltcup-Saison startet an den Wochenenden vom 11./12. und 18./19. November mit grenzübergreifenden Rennen in Zermatt und Cervinia. Die BKW hat dafür laut einer Mitteilung auf dem Theodulgletscher oberhalb von Zermatt ein Starthaus errichtet, das mobil ist und ohne externe Stromanschlüsse auskommt.

    Das Starthaus ist 15 mal 8 Meter gross und aufblasbar. Es wiegt 600 Kilogramm und soll dennoch Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Kilometer pro Stunde aushalten. Die Stromversorgung erfolgt über 40 integrierte Solarzellen, die eine Gesamtleistung von 11 Kilowatt Peak aufweisen.

    Die Anlage wurde von Unternehmen aus dem Netzwerk des Berner Energiedienstleisters errichtet. Dazu gehörten die BKW Engingeering für die Projektsteuerung, ingenhoven architects mit Hauptsitz in Düsseldorf für die Gebäudeplanung und enerpeak mit Sitz in Dübendorf für die Elektrik und Photovoltaik.

    Die BKW ist offizielle Premium- und Nachhaltigkeitspartnerin des Veranstalters Swiss-Ski. „Wir nutzen die Partnerschaft mit Swiss-Ski, um nachhaltige Lösungen in den Schneesport zu bringen“, wird Michael Morgenthaler, Leiter Brand Experience, Partnerships & Campaigns bei der BKW, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig können wir der Bevölkerung unsere breiten Kompetenzen in den Bereichen Energie, Gebäude und Infrastruktur aufzeigen.“

  • Rhenus Schweiz nimmt in Schaffhausen Solardach in Betrieb

    Rhenus Schweiz nimmt in Schaffhausen Solardach in Betrieb

    Rhenus Schweiz nimmt auf dem mit einer Spezialfolie ergänzten Dach des Logistikgebäudes in Schaffhausen insgesamt 2511 Photovoltaikmodule in Betrieb. Diese Anlage soll rund 1’100’000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Einer Medienmitteilung zufolge entspricht das etwa dem Verbrauch von 220 Haushalten.

    Das Gebäude war in knapp vier Monaten saniert worden. Der auf 6700 Quadratmetern erzeugte Solarstrom wird direkt in das Netz von Rhenus eingespeist. Damit will Rhenus drei Gebäude mit Büro-, Lager- und Mietflächen betreiben. Die Versorgung der Logistikflächen mit insgesamt 23 Laderampen und über 15’000 Palettenplätzen sowie Blocklager- und Kommissionierflächen sei damit gewährleistet.

    „In der nachhaltigen Logistik sind wir bei der Rhenus Gruppe am liebsten gleich zwei Schritte voraus“, wird der CEO von Rhenus Alpina, Andreas Stöckli, zitiert. „Mit dem jüngsten Anbau unserer Photovoltaik-Anlage in Schaffhausen sowie auch auf Logistikzentren in Basel und Spreitenbach schaffen wir die Grundlage für einen effizienteren und klimafreundlicheren Güterumschlag. Es braucht innovative Lösungen, die nicht nur der Umwelt und Gesellschaft zugutekommen, sondern auch unseren Kunden.“

    Die deutsche Rhenus Gruppe ist weltweit einer der führenden Logistikdienstleister mit 39’000 Mitarbeitenden an 1120 Standorten und einem Jahresumsatz von 8,6 Milliarden Euro. In der Schweiz unterhält das Unternehmen 15 Standorte.

  • Im Proptech-Bereich von PriceHubble erfolgreich übernommen

    Im Proptech-Bereich von PriceHubble erfolgreich übernommen

    Die Übernahme ist bereits die zweite Akquisition von PriceHubble in Grossbritannien innerhalb eines Jahres, nach der Übernahme von Dataloft im März 2023. Durch die Integration der Produkt- und Datenstärke stärkt das Unternehmen seine Position als lokaler Marktführer und wird zum unangefochtenen globalen Spitzenreiter bei Performance-Datenlösungen, die einen Mehrwert für die Banken-, Versicherungs-, Vermögensverwaltungs- und Immobilienbranche weltweit bieten.

    Im Jahr 2012 gegründet, bietet WhenFresh Zugang zu über 200 erstklassigen, proprietären, privaten und öffentlichen Datensätzen über eine einfache API-Integration an, einschliesslich wichtiger ESG-bezogener Informationen. Die Lösungen ermöglichen es Kunden, schnellere und fundiertere Entscheidungen im Zusammenhang mit Immobilienrisiken zu treffen.

    Dr. Stefan Heitmann, Gründer und Vorstand, äusserte sich erfreut über die erfolgreiche Übernahme: «Wir haben uns als führender B2B SaaS-Anbieter von Performance-Datenlösungen im Immobilienbereich für Banken, Versicherungen und Vermögensverwalter weltweit etabliert. Die Vollendung unserer sechsten Übernahme und die Erweiterung unserer einzigartigen Fähigkeiten im grössten Banken- und Immobilienmarkt Europas und darüber hinaus erfüllen uns mit Stolz.»

    Alexis Radjabi, Vertriebsvorstand Westeuropa, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Team: «Durch die Verschmelzung unserer Lösungen mit dem Fachwissen im Bankwesen, bei Versicherungen, in Versorgungsunternehmen und im öffentlichen Sektor sowie der Expertise im Bereich Marktinformationen für Wohnimmobilien können wir einzigartige Performance-Datenlösungen entwickeln und unsere Position als europäischer Marktführer weiter stärken.»

    Die übernommene Firma wird eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von PriceHubble UK unter der Leitung von Mark Cunningham, Mitgründer und Direktor. Cunningham äusserte sich begeistert: «Wir sind sehr aufgeregt, Teil der expandierenden Familie zu werden. Die Zusammenführung unseres umfangreichen Immobiliendatenbestands, unserer technologischen Exzellenz und unseres datenwissenschaftlichen Know-hows wird es uns ermöglichen, die Produkt- und Serviceentwicklung zu beschleunigen und unser Geschäft im grossen Massstab auszubauen.»

    Alan Dean, Mitgründer und Technischer Direktor, wird Group Innovation Director und wird die Wachstumsagenda des Unternehmens in Grossbritannien und international weiter vorantreiben. Dean betonte: «Diese Übernahme eröffnet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre Technologien zu teilen, um die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen. Sie bietet eine enorme Chance, unseren Erfolg in Grossbritannien als Teil der Group auf den internationalen Markt zu bringen.»

  • Halter-Firmen treten verstärkt als Gruppe auf

    Halter-Firmen treten verstärkt als Gruppe auf

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter AG ordnet seine Führungsstruktur neu. Laut einer Mitteilung ist rund um die Firma in den vergangenen zehn Jahren ein Ökosystem an Schwesterunternehmen mit unterschiedlichen Bau- und Immobilienleistungen entstanden. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit der Weiterentwicklung an der Spitze. Die Halter Holding sei bisher als „stille“ Holding in der Öffentlichkeit kaum aufgetreten.

    Künftig werden sie sich verstärkt im Markt positionieren. Der Weg der Bau- und Immobilienwirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft  könne nur mit integrierten Wertschöpfungsprozessen und Modellen der Zusammenarbeit in Planung, Ausführung und Betrieb erfolgreich umgesetzt werden könne. Das sei verbunden mit Nutzung der Digitalisierung und digitaler Technologien.

    Im Zuge der Organisationsentwicklung ergeben sich laut der Firmenmitteilung ab 1. Januar 2024 personelle Änderungen. So übernimmt Maik Neuhaus von Markus Mettler die Aufgabe als CEO der Halter AG. Mettler wird neu Verwaltungsratspräsident der Halter AG und Delegierter des Verwaltungsrates der Halter Gruppe. Balz Halter bleibt Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe. Alexandra Stamou nimmt Einsitz im Verwaltungsrat der Halter AG und wird neu Leiterin Innovation und Produkte der Halter Gruppe.

    Die Geschäftseinheit Gesamtleistungen der Halter AG, die mit mehr als 200 Mitarbeitenden die grösste Einheit darstellt, wird  aufgeteilt. Ab Januar 2024 wird es die Halter Gesamtleistungen Deutschschweiz und die Halter Gesamtleistungen Westschweiz geben. Neue Geschäftsführer werden Diego Frey für die Deutschschweiz und Fréderic Boy für die Westschweiz. Beide gehören dann zur Geschäftsleitung der Halter AG.

  • Wohnlabor der OST hilft beim Älterwerden in eigenen vier Wänden

    Wohnlabor der OST hilft beim Älterwerden in eigenen vier Wänden

    Das Wohnlabor SimDeC (Akronym für Simulation im Bereich Dementia Care) der OST – Ostschweizer Fachhochschule will den Wunsch vieler Schweizerinnen und Schweizer erfüllen: möglichst lang selbstbestimmt daheim wohnen bleiben. Wie lang das ist, entscheide sich schleichend im Alltag, so Josef Huber in einem Blog-Beitrag und einer aktuellen Medienmitteilung der OST. Er ist Leiter des SimDeC und Dozent im CAS Lebensweltorientierte Demenzpflege an der OST. „Flaschen gehen zu schwer auf, die Pfeffermühle bereitet Schmerzen beim Berühren oder Produkte und Lebensmittel sind herausfordernd verpackt.“ Dabei gebe es eine „unfassbare Vielfalt und Vielzahl technischer Lösungen“. Doch werde das Wissen über Technik mit Betroffenen in der Gesellschaft eher nicht geteilt. Zudem fehle ihnen und den Angehörigen oft die Kraft für eigene Recherchen.

    Als Innovationszentrum zum Mitmachen und Anfassen schafft das Wohnlabor genau hierbei Abhilfe, für Privatpersonen ebenso wie für Gemeinden, Städte und Spitäler. „Wenn ein Problem an uns herangetragen wird, machen wir eine aktuelle Marktübersicht und entwickeln gemeinsam eine fachlich und ethisch reflektierte, kriterienorientiert begründete Entscheidung.“ Wie Huber betont, sei es wichtig, massgeschneiderte Lösungen für einzelne Fälle zu finden. „Als Forscherinnen und Forscher lernen wir wiederum aus den Rückfragen.“

    Um Menschen mit Demenz, ihr Lebensumfeld und ihre Betreuungsteams geht es auch im CAS Lebensweltorientierte Demenzpflege der OST. Der neunmonatige Kurs vermittelt die Kompetenz, die Situation von Personen mit Demenz professionell einzuschätzen und geeignete Interventionen anzubieten. Nächster Start ist am 23. Oktober.

  • Crowdlending, eine neue Quelle der Immobilienfinanzierung

    Crowdlending, eine neue Quelle der Immobilienfinanzierung

    Die Anleger profitieren von festen Zinsen in Schweizer Franken. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sparkonten, die oft nur vernachlässigbare Renditen bieten, bietet Immobilien-Crowdlending attraktive Renditen und ist somit eine interessante Alternative für diejenigen, die ihr Einkommen maximieren möchten. Darüber hinaus sind die erforderlichen Mindestinvestitionen erschwinglich. Dies erweitert den Kreis der Anleger und ermöglicht es ihnen, ihre Immobilienportfolios zu diversifizieren, indem sie in verschiedene kurz- und mittelfristige Projekte investieren und gleichzeitig die Volatilität der Aktienmärkte meiden.

    Die Finanzierungsstrukturen optimieren
    Immobilien-Crowdlending ist kein Ersatz für Banken, sondern ergänzt das Eigenkapital von Immobilienentwicklern. Die von den Anlegern gewährten Kredite sind nachrangig und durch Immobilien besichert, was im Falle eines Zahlungsausfalls Sicherheit bietet. Dieser Ansatz ermöglicht es den Bauträgern, sich auf die Entwicklung bestehender und neuer Projekte zu konzentrieren, ohne einen Grossteil ihres Kapitals in laufenden Projekten zu binden. So können sie ihre Finanzierung schnell abschliessen und vermeiden, dass die künftigen Gewinne aus ihren Geschäften durch die Inanspruchnahme externer Finanzierungspartner verwässert werden.

    Immobilienbesitzer haben dadurch nun Zugang zu einer zusätzlichen Finanzierungsquelle, um ihre Vermögenswerte aufzuwerten. Sie können die erhaltenen Mittel für Renovierungen und Verbesserungen an ihren Immobilien verwenden und so die Finanzstruktur ihrer Immobilienportfolios optimieren. Diese finanzielle Flexibilität ist ein grosser Vorteil für Eigentümer, die den Wert ihrer Immobilien steigern und gleichzeitig die Rendite maximieren möchten.

    Abgesehen von den individuellen Vorteilen trägt das Immobilien-Crowdlending auch zur wirtschaftlichen und sozialen Dynamik der Schweiz bei. Indem es die Schaffung von neuem Wohnraum und die Renovierung bestehender Vermögenswerte fördert, erfüllt es die Wohnbedürfnisse der lokalen Bevölkerung. Die steigende Nachfrage nach Wohnraum in der Schweiz, insbesondere in den städtischen Gebieten, erfordert hohe Investitionen in den Immobiliensektor. Das Immobilien-Crowdlending bietet eine innovative Lösung zur Finanzierung dieser Projekte und trägt damit zum Wirtschaftswachstum des Landes bei. Darüber hinaus schafft Immobilien-Crowdlending durch die Unterstützung von Immobilienprojekten Beschäftigungsmöglichkeiten in der Baubranche und den dazugehörigen Dienstleistungssektoren.

    Fazit
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Immobilien-Crowdlending eine innovative Finanzierungsquelle für den Immobiliensektor in der Schweiz ist. Mit unbestreitbaren Vorteilen für Investoren, Bauträger und Immobilienbesitzer eröffnet es neue Perspektiven und spricht mit einem
    Wachstum von über 400% in sechs Jahren und einem Volumen von CHF 142 Millionen1 bis zum Jahr 2022 eine wachsende Zahl von Menschen in der Schweiz an. Dieses Modell bietet eine interessante Alternative zu traditionellen Investitionen und trägt zur Demokratisierung von Immobilieninvestitionen in der Schweiz bei.

  • Neuer Campus Horw schafft Synergien

    Neuer Campus Horw schafft Synergien

    Der Kanton Luzern zählt immer mehr Studierende – die bestehende Infrastruktur auf dem jetzigen Campus Horw hat ihre Kapazitätsgrenzen aber bereits erreicht und einige Gebäudeteile sind zudem veraltet. Dank den Erneuerungen und Erweiterungen des Hochschulcampus in Horw sollen nach Fertigstellung ab dem Jahr 2029 rund 4000 Studierende und 1000 Mitarbeitende des HSLU-Departements Technik und Architektur sowie der Pädagogischen Hochschule Luzern Platz finden.

    Die beiden Institutionen bleiben dabei eigenständige Organisationen mit einer je eigenen Identität und mit unterschiedlichen Kulturen. Der Campus lässt diese Diversität zu und ermöglicht eigenständige Auftritte. Trotzdem prägt ihn Gemeinsamkeit nach innen und aussen. Die gemeinsame Nutzung von Räumen und Einrichtungen, überschneidende und komplementäre Lehr-, Forschungs- und Dienstleistungsangebote sowie die zentrale Bewirtschaftung der Campusanlage basieren auf gemeinsamen Abmachungen und bewirken Synergien. Dadurch entsteht für die Pädagogische Hochschule wie auch Technik & Architektur ein qualitativer und ökonomischer Mehrwert.Geplant sind zwei neue Baukörper: Im Norden ein sechsgeschossiges Hauptgebäude der PH Luzern und im Süden ein siebengeschossiger Bau des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern. Die bestehenden Trakte II, III und IV werden saniert und um ein Geschoss erweitert. Die leicht versetzte Anordnung der neuen Bauvolumen sorgt für eine spannungsvolle Gesamtkomposition auf dem Areal. Den Zuschlag für das Projekt erhielt das Architekturbüro Penzel Valier AG aus Zürich.

    Die neuen Bauvolumen werden leicht versetzt angeordnet.

    Die Architekten haben sich für eine Hybridbauweise aus Beton und Holz entschieden. Für die Erweiterung der Bestandesbauten sowie für die aussenliegenden Raumschichten der Neubauten soll unter anderem heimisches Holz zur Verarbeitung kommen. Dieses verleiht den Unterrichtsräumen eine angenehme und warme Atmosphäre. Die innenliegenden grossen Raumbereiche werden aus Recyclingbeton konstruiert.

    Die Unterrichts- und Büroräume der beiden Neubauten entstehen rund um zentrale Atriumfiguren. Die Räumlichkeiten werden flexibel und an sich verändernde Bedürfnisse anpassbar gebaut. Die Atrien vernetzen die Institute der jeweiligen Schulen untereinander sowie mit den übergeordnet genutzten Sockelgeschossen. Diese sehen gemeinsame Nutzungen für den Gesamtcampus wie Bibliothek, Mensa, Audimax oder Campusaula vor.

    Die rötliche Farbgebung der verschiedenen Fassaden-Elemente setzt die bestehende Tradition und Identität des Campus Horw fort.

    Für die Realisierung des rund 365 Millionen kostenden Projekts sowie für den späteren Betrieb des Campus ist eine eigens dafür gegründete Aktiengesellschaft, die Immobilien Campus Luzern-Horw AG, verantwortlich. Die Realisierung ist ab 2026 vorgesehen. Die etappierte Inbetriebnahme ab 2029.

    Der neue Campus Horw entsteht in Hybridbauweise aus Beton und Holz.
  • Kunstwerk produziert Solarstrom

    Kunstwerk produziert Solarstrom

    Solarzellen können Gebäude auch als Kunstobjekte zieren. Dies zeigt ein Projekt, das nun am Forschungsgebäude NEST der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Wasserforschungsinstituts EAWAG umgesetzt wurde. Die Fassaden des Gebäudes sind mit Photovoltaikmodulen bestückt worden, die zusammen ein Kunstwerk ergeben.

    Die Empa hat dafür das Projekt namens Glasklar umgesetzt, an dem sie gemeinsam der Firma Zug Estates sowie Studierenden und Dozierenden der beiden Departemente Design & Kunst und Technik & Architektur der Hochschule Luzern gearbeitet hat. Letztere haben in einer zweiwöchigen Blockveranstaltung Photovoltaikmodule entworfen, die als Designobjekte visuell zum NEST-Gebäude passen. Umgesetzt wurde das Design der Textildesignstudentin Lynn Balli. Es wurde bei einem interdisziplinären Design-Wettbewerb für den Einsatz beim NEST-Gebäude ausgewählt.

    „Wenn wir das Interesse von Designerinnen und Designern für die Gestaltung von gebäudeintegrierten Photovoltaikmodulen wecken können, leisten wir einen wichtigen Beitrag für mehr Akzeptanz von Photovoltaikfassaden und fördern somit den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion in der Schweiz“, wird Björn Niesen, Innovationsmanager NEST, in einer Mitteilung der Empa zitiert.