Schlagwort: Technologie

  • Eröffnung des Innovationsparks Innovaare

    Eröffnung des Innovationsparks Innovaare

    Am 25. April 2024 wurde der Innovaare Park, der grösste Innovationshub seiner Art, feierlich eröffnet. Bundesrat Guy Parmelin und weitere bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Forschung, darunter der Vizepräsident des Aargauer Regierungsrates Dieter Egli und PSI-Direktor Prof. Dr. Christian Rüegg, nahmen an der Zeremonie teil. Der Park, der bereits zu 80 Prozent vermietet ist, dient als strategischer Knotenpunkt und grösster Mieter des angrenzenden Paul Scherrer Instituts.

    Dr. Christian Brönnimann, der Vorstandsvorsitzende von Park Innovaare, betonte die Bedeutung dieser Einrichtung: «Die offizielle Eröffnung des Park Innovaare ist das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Anstrengung vieler Beteiligter, einschliesslich Aktionäre, des Kantons, der Bundesregierung, Investoren und des PSI. Diese Zusammenarbeit hat einen zukunftsweisenden Treffpunkt für Industrie und Spitzenforschung geschaffen.»

    Der Park Innovaare bietet dank seiner direkten Nachbarschaft zum PSI und der Nutzung dessen Forschungsinfrastruktur ideale Voraussetzungen für den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Industrie. Er konzentriert sich auf Schlüsseltechnologien in den Bereichen Photonik und Quantentechnologien, Life Sciences, fortgeschrittene Fertigungstechnologien sowie Energie und Nachhaltigkeit.

    Andreas Rickenbacher, Präsident der Schweiz Innovation, erklärt die übergeordnete Vision: «Die Schweiz ist weltweit für ihre Innovationskraft bekannt. Park Innovaare spielt eine zentrale Rolle dabei, unsere akademischen Einrichtungen optimal mit der Wirtschaft zu vernetzen und so die Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen.»

    Park Innovaare hat bereits eine hohe Akzeptanz gefunden: «Wir haben bis jetzt 21 Unternehmen angezogen, darunter 15 Spin-offs von PSI, ETH oder FHNW, zwei Technologietransferzentren und mehrere grosse internationale Firmen», so Robert Rudolph, CEO von Park Innovaare. Mit einer aktuellen Auslastung von etwa 80 Prozent zeigt sich der Park bereits kurz nach der Eröffnung von seiner besten Seite und blickt optimistisch in die Zukunft.

  • Alternativer Standort für Energiezentrale in Zürich

    Alternativer Standort für Energiezentrale in Zürich

    Die Machbarkeitsstudie vom Swiss Center of Applied Underground Technologies in Zusammenarbeit mit der Amberg Engineering AG, der Rapp AG, sowie Experten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern hat bestätigt, dass es in Zürich unterirdische Standorte gibt, die sich für eine Energiezentrale eignen. Besonders im Fokus steht der Bau einer Kaverne unterhalb des ETH-Maschinenlaboratoriums. Der stillgelegte Lettentunnel könnte als Zugangsschacht genutzt werden, um eine Erschliessung ohne gravierende Emissionen zu gewährleisten.

    Darüber hinaus wäre es möglich, den Lettentunnel als Standort für einen Wärmespeicher zu nutzen. Laut den Experten der HSLU könnten auf diese Weise sämtliche CO2-Emissionen von CoolCity vermieden werden. Dies würde es der Stadt ermöglichen, ihre Klimaziele besser zu erreichen als mit dem Standort Selnau, wo die Verbrennung von Gas zur Kompensation von Spitzenlasten vorgesehen ist und überschüssige Wärme in die Limmat abgeführt werden müsste.

    Ein Untergrundstandort hat auch Vorteile bezüglich schneller Realisierbarkeit und Kosten. Der Standort unter der ETH erfordert im Gegensatz zum Standort Selnau keine Genehmigungen vom Denkmalschutz und reduziert die Belastung des Grundwassers auf ein Minimum. Die zusätzlichen Kosten für den Bau einer Energiezentrale schätzen die Ingenieure des SCAUT im Vergleich zum Unterwerk Selnau auf 15 bis 30 Millionen Franken, zuzüglich etwa 20 Millionen Franken für einen Wärmespeicher. Dem gegenüber stehen jedoch die Vorteile eines grossen oberirdischen Gebäudes, das über Jahrzehnte hinweg genutzt werden kann, sowie die klima- und umwelttechnischen Pluspunkte eines unterirdischen Baus.

  • Digitaler Stillstand in der Immobilienwirtschaft

    Digitaler Stillstand in der Immobilienwirtschaft

    Die sechste Ausgabe des «Digital Real Estate Index» weist erstmals seit 2020 einen leichten Rückgang in der digitalen Reife der Branche auf, mit einer Bewertung von 4,6 auf einer Skala von 1 bis 10. Trotz Fortschritten durch Building Information Modeling (BIM) bei Planern und Bauunternehmen bleibt die Entwicklung bei Eigentümern und Investoren hinter den Erwartungen zurück.

    Obwohl zwei Drittel der befragten Unternehmen mehr als ein Prozent ihres Umsatzes in Digitalisierung investieren, zeigt sich ein rückläufiger Trend bei grösseren Firmen. Externe Faktoren wie Zinswenden und Lieferkettenprobleme scheinen die digitale Transformation zu hemmen, während regulatorische Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit als Katalysator für Digitalisierungsbestrebungen dienen.

    Während KI und maschinelles Lernen hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Integration in die Branche noch hinter den Erwartungen zurückbleiben, festigt sich BIM als wichtige Technologie für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Die Nutzung von Smart Building-Technologien nimmt zu, wobei der Fokus auf Ressourcenschonung liegt und andere Vorteile wie Nutzererlebnis und Komfort zunächst in den Hintergrund treten.

    Die Studie zeigt, dass die Immobilienbranche an einem kritischen Punkt in ihrer digitalen Evolution steht. Trotz des offensichtlichen Potenzials digitaler Technologien und der Notwendigkeit einer stärkeren Integration zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit, bedarf es konkreter Massnahmen und Investitionen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse und dient als Richtschnur für zukünftige Entwicklungen in der digitalen Landschaft der Immobilienwirtschaft.

  • Miljan Gutovic wird neuer CEO von Holcim 

    Miljan Gutovic wird neuer CEO von Holcim 

    Der Verwaltungsrat von Holcim ernennt Miljan Gutovic laut Medienmitteilung mit Wirkung zum 1. Mai zum Chief Executive Officer (CEO) von Holcim. Er wird Nachfolger von Jan Jenisch, der sich auf seine Rolle als Verwaltungsratspräsident konzentrieren will und sich an der Generalversammlung im Mai zur Wiederwahl stellt. Der Verwaltungsrat hat Jenisch auch mit der Leitung des geplanten Börsengangs des Nordamerika-Geschäfts von Holcim in den USA beauftragt.

    Gutovic ist seit 2018 Mitglied der Konzernleitung von Holcim. Der Australier hat einen Bachelor-Abschluss in Bauingenieurwesen und einen Doktortitel in Materialwissenschaften und Ingenieurwesen von der University of Technology in Sydney. Er war Leiter der Region Naher Osten und Afrika, danach der Region Europa und er war für den Bereich Operational Excellence verantwortlich. Unter seiner Führung habe Holcim seine Marktpositionen gestärkt, branchenführende Margen erzielt und die Dekarbonisierung zu einem Treiber für profitables Wachstum gemacht, heisst es in der Mitteilung.

    Miljan Gutovic sei «ein hochqualifizierter Kollege, der einen ganz entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Transformation von Holcim hin zum führenden Unternehmen für innovative und nachhaltige Baulösungen geleistet hat», wird der noch amtierende CEO Jenisch zitiert. «Dabei hat Miljan unsere Profitabilität in Europa auf ein Rekordniveau gesteigert, erfolgreich strategische Transaktionen durchgeführt und ausgezeichnete Teams aufgebaut.»

    «Es gibt für mich als leidenschaftlicher Bauingenieur kein spannenderes Unternehmen als Holcim – gerade in einer Zeit, in der die Dekarbonisierung und fortschrittliche Technologien die Art des Bauens verändern. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Holcim-Teams weltweit», wird der künftige CEO Gutovic zitiert.

    Holcim mit Sitz in Zug gehört zu den grössten Baustoffproduzenten der Welt. An 55 schweizweiten Standorten produziert das Unternehmen Beton, Kies und Zement und macht aus Abbruchmaterialien ressourcenschonende Produkte.

  • Zürichs Zukunft gestalten: Erster Standorttag setzt neue Akzente

    Zürichs Zukunft gestalten: Erster Standorttag setzt neue Akzente

    Am «Tag des Standorts», einer Initiative der Volkswirtschaftsdirektion Zürich, kamen führende Köpfe aus der Wirtschaft, Wissenschaft und der Zürcher Regierung zusammen, um gemeinsame Visionen für die zukünftige Ausrichtung des Standorts Zürich zu formulieren. Die Veranstaltung zielte darauf ab, durch einen konstruktiven Dialog innovative Ideen und Massnahmen zu identifizieren, die den Wirtschaftsstandort Zürich nachhaltig stärken sollen.

    Die Diskussionen fokussierten sich auf die Kernstärken des Kantons, wie seine dynamische Unternehmerlandschaft, die Spitzenforschung und -bildung sowie die hochwertige Infrastruktur. In einer Reihe von Panels und Workshops wurden Themen wie Technologie, Fachkräftemangel, Unternehmensförderung sowie Mobilität und Nachhaltigkeit vertieft. Die Workshops generierten eine Vielzahl von Vorschlägen, die nun weiterentwickelt werden sollen, um praktische Lösungsansätze für den Standort Zürich zu realisieren.

    Eine speziell für den «Tag des Standorts» angefertigte Studie zur Standortattraktivität des Kantons Zürich diente als Diskussionsgrundlage. Sie analysierte entscheidende Einflussfaktoren auf den Wirtschaftsstandort und identifizierte sowohl Stärken des Kantons als auch Bereiche mit Verbesserungspotenzial. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnten die Teilnehmenden gezielt Handlungsbedarfe adressieren und in produktive Bahnen lenken.

    Aufgrund des positiven Echos und des erkennbaren Bedarfs nach fortlaufendem Austausch zwischen den verschiedenen Sektoren, hat die Volkswirtschaftsdirektion bereits angekündigt, den «Tag des Standorts» als jährliches Event zu etablieren. Dies unterstreicht das Engagement des Kantons Zürich, sich als innovativer und zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort weiter zu positionieren und zu stärken.

  • AQUA4D bereitet seit 20 Jahren Wasser auf

    AQUA4D bereitet seit 20 Jahren Wasser auf

    Der Walliser Wasseraufbereitungsspezialist Planet Horizons Technologies stellt laut einer Medienmitteilung zum 20. Jahrestag der Einführung die siebte Produktgeneration seines Wassermanagements AQUA4D vor. AQUA4D wurde im September 2004 von dem Unternehmen mit Sitz im Ecoparc de Daval in Siders im Kanton Wallis erstmals vorgestellt. Die neueste Produktgeneration verkörpere das Ergebnis umfangreicher Forschung und Innovation, die auf die Optimierung des Wassermanagements in verschiedenen Sektoren abzielt, heisst es in der Mitteilung.

    «Vom Daval Ecopark aus entwickeln, testen und montieren wir weiterhin unsere Produkte, die sich dem Schutz von Wasserleitungen in der Schweiz und der Optimierung der Bewässerung auf der ganzen Welt widmen», heisst es in der Mitteilung weiter. «Dank der hauseigenen Fertigung an unserem Schweizer Hauptsitz können wir unsere Produktionsprozesse vollständig kontrollieren und so optimale Qualität und Effizienz gewährleisten», wird Nicolas Masserey zitiert, Produktionsleiter bei AQUA4D.

    Planet Horizons Technologies hat in der Schweiz mehr als 100 öffentliche Gebäude mit seiner nachhaltigen Wasseraufbereitung AQUA4D ausgerüstet. Mit der innovativen Technologie kann auch die Wasserqualität von Krankenhäusern und Schulen verbessert werden. Die Technologie nutzt Elektromagnetismus nach einer patentierten Methode, um Kalkablagerungen zu entfernen sowie vor Korrosion und Bakterien zu schützen. Das System kann vor allem in alten Gebäuden mit lang bestehenden Rohrleitungen und in Gebieten mit hohem Kalkanteil im Wasser eingesetzt werden. Dabei konnten nicht nur die Trinkwasserqualität verbessert, sondern auch Kosten für Unterhalt und Wartung gesenkt werden.

    Mit der Erfahrung aus mehr als 5000 installierten Anlagen in 45 Ländern findet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auch in der Schweiz zunehmende Resonanz.

  • Wingtras Kartierungsdrohnen unterstützen französische Baubranche

    Wingtras Kartierungsdrohnen unterstützen französische Baubranche

    Wintgra und SITECH France, ein Unternehmen für digitales Bauen und digitale Lösungen der Firma Trimble, sind eine Partnerschaft eingegangen. Diese Zusammenarbeit bringt laut einer Meldung von Wingtra die eigenen Kartierungsdrohnen als Lieferanten wertvoller Geodaten mit SITECHs Expertise bezüglich der Verwendung digitaler Technologien bei Erdarbeiten, Strassen- und Linearprojekten, topografischen Massnahmen sowie bei Steinbrüchen und technischen Deponien zusammen. Das französische Unternehmen hat seinen Sitz in der Region Île-de-France.

    Da SITECH die nahtlose Integration der zuverlässigen Datenerfassung von Wingtra ermögliche, werde diese Partnerschaft die Branche mit verbesserten Geodaten voranbringen. Diese dienen der effizienteren Modellierung von Baustellen, der Verbesserung der Projektierung und der Prozessoptimierung.

    Wie es in der Meldung weiter heisst, unterstützen beide Partner damit proaktive Unternehmen dabei, intelligenter zu bauen. Dies unterstreiche ihr Engagement für Innovation, Produktivität und die Reduzierung des CO2-Fussabdrucks im Bauwesen.

  • Ein erfolgreicher Treffpunkt der Baubranche

    Ein erfolgreicher Treffpunkt der Baubranche

    Die Swissbau 2024 zog in diesem Jahr mit ihrer beeindruckenden 85’000 m² großen Ausstellungsfläche 52’486 Besucherinnen und Besucher an. Die Messe bot eine einzigartige Gelegenheit für Fachleute aus der Bau- und Immobilienbranche, sich über aktuelle Innovationen und Trends zu informieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Im Fokus der Veranstaltung stand der Wissenstransfer, angereichert durch Diskussionen und praktische Demonstrationen auf den Plattformen Swissbau Focus und Lab.

    Die Messe, die traditionell alle zwei Jahre stattfindet, war in diesem Jahr von einer besonderen Dynamik geprägt. Im Zentrum stand der persönliche Austausch, der angesichts der zunehmenden Digitalisierung und der Beliebtheit von Videokonferenzen eine neue Qualität erlangte. Unter dem Motto „Den Wandel gemeinsam gestalten“ bot die Swissbau vielfältige Plattformen für Produkterlebnisse, Informationsaustausch und Networking.

    Erstmals entschieden sich die Veranstalter, die Messe auf vier Tage zu verkürzen und den wenig geschätzten Samstag aus dem Programm zu nehmen. Dieser Schritt wurde von Ausstellern und Besuchern positiv aufgenommen, da die Qualität der Gespräche und die Bereitschaft zur Auftragsvergabe gesteigert wurden. Die Messe zog Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen wie Architektur, Planungswesen, Immobilien und Handwerk an.

    Rudolf Pfander, Messeleiter der Swissbau, unterstrich die Bedeutung der Messe als Plattform für neue Angebote und die Entwicklung innovativer Konzepte. Die diesjährige Messe beinhaltete neu geschaffene Marktplätze für Begegnungen und die Designbühne Swissbau Inside, die das Fachpublikum und private Bauinteressierte gleichermaßen begeisterten.

    Die Leitthemen der Swissbau, wie Kreislaufwirtschaft, Energie, Digitalisierung und Lebensraum, spiegelten die aktuellen Herausforderungen der Branche wider. Die Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab boten in intensiver Vorarbeit ein hochkarätiges Programm, das diese Themen adressierte.

    Namhafte Partnerschaften mit Organisationen wie dem SIA, Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein sowie Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland zeigten die anhaltende Relevanz der Swissbau. Ebenso zufrieden zeigten sich die Themenpartner Hörmann, Laufen und Siemens mit dem Messeverlauf.

    Die nächste Swissbau wird vom 20. bis 23. Januar 2026 stattfinden. Bis dahin bleibt die Swissbau-Website eine wichtige Informationsquelle für die Branche, mit Fachwissen, Standpunkten und Neuheiten aus der Bau- und Immobilienwelt.

  • Die Industrielle Revolution im Digitalen Zeitalter

    Die Industrielle Revolution im Digitalen Zeitalter

    Die Vision von digitalen Paralleluniversen, bekannt als das Metaverse, wird zunehmend zu einer realen Möglichkeit für Industrieunternehmen. Das von Neal Stephenson geprägte Konzept ist nicht mehr nur ein Science-Fiction-Szenario, sondern nimmt Gestalt an in Initiativen wie dem iguversum von igus, welches eine Brücke zu einer neuen Art des Vertriebs und Engineerings schlägt. Diese fortschrittliche Technologie, unterstützt von Künstlicher Intelligenz und Big Data, könnte bis 2030 einen Marktwert von mehreren Billionen Dollar erreichen.

    Das Industrial Metaverse ermöglicht es Unternehmen, physische Technologien in 3D-Modelle zu übertragen und internationale Teams in virtuellen Räumen zusammenzubringen. So können sie Anlagen und Maschinen effizienter als jemals zuvor planen und simulieren. Siemens’ Digital Native Factory in Nanjing ist ein Vorreiter mit ihrem Digital-Twin-Ansatz, der die Genauigkeit der Planung und Produktivität der Fabrik erheblich verbessert hat. Ebenso nutzt igus das iguversum, um Kunden und Vertriebsmitarbeiter durch virtuelle Welten zu führen, in denen Produkte und Lösungen interaktiv erlebbar gemacht werden.

    Die Zukunft des Industrial Metaverse verspricht eine Zusammenarbeit ohne geografische Grenzen, wo globale Teams als Avatare ganze Projekte in der digitalen Welt durchführen und somit den Aufwand physischer Treffen und traditioneller Kommunikationsmittel eliminieren. Dies führt nicht nur zu einer anschaulicheren Darstellung von Projekten, sondern auch zu einer beschleunigten und effizienteren Projektumsetzung.

    Neben der Optimierung der Entwicklungsprozesse von Produkten, ermöglicht das Metaverse auch innovative After-Sales-Servicekonzepte. Technische Schulungen könnten in einer immersiven Umgebung stattfinden, die ein lebensechtes Lernen und Interagieren mit digitalen Zwillingen realer Objekte erlaubt.

    Augmented Reality, bekannt durch Spiele wie Pokémon Go, stellt die nächste Stufe der Entwicklung dar. Diese Technologie erlaubt es Ingenieuren, 3D-Modelle aus dem Metaverse in ihre reale Umgebung zu projizieren und so die Kompatibilität von geplanten Maschinen mit ihrer Umgebung zu beurteilen.

    Die Herausforderung bleibt jedoch, das Bewusstsein und Verständnis für das Industrial Metaverse zu steigern. Eine Umfrage von TeamViewer zeigt, dass viele Menschen noch nicht über die Technologie informiert sind. Es bedarf daher weiterer Aufklärung, um das volle Potenzial dieser revolutionären digitalen Transformation zu entfalten.

  • Das digitale Herz der Baubranche weiter gedacht bis Facility Management

    Das digitale Herz der Baubranche weiter gedacht bis Facility Management

    Ein digitaler Zwilling, das BIM-Modell, welches den kompletten Lebenszyklus eines Gebäudes detailgetreu abbildet. Damit wird die Planung und Umsetzung von Bauvorhaben schneller, produktiver und effizienter. Und das Beste: Alle Beteiligten können jederzeit und überall auf dieses Modell zugreifen, wodurch es in nahezu allen Phasen des Projektlebenszyklus zur Anwendung kommt – von der Planung bis zur Wartung und Instandhaltung. Mit Herrn Samuel Klaus konnten wir ein Gespräch führen.

    Herr Klaus, wie engagiert sich die Stadt Thun in der Digitalisierung der Bauwirtschaft?
    Die Stadt Thun verfolgt seit 2020 eine Digitalisierungsstrategie, aus der das Amt für Stadtliegenschaften (AfS) eine BIM-Strategie entwickelt hat. Im Austausch mit Verbänden, Kantonen sowie Planern fördert das AfS die Umsetzung von BIM und unterstützt alle Prozessbeteiligten sowie KI-Startups. Offen für innovative Digitalisierungsideen, teilt das AfS sein Wissen in Projekten und informiert seine Partner an Informationsveranstaltungen, um gemeinsam erfolgreiche Projekte zu realisieren.

    Welche Vorteile bietet BIM mit dem digitalen Zwilling für die Planungs- und Bauteams?
    Der digitale Zwilling verbessert die Qualität in der Planungs- und Ausführungsphase durch die automatische Generierung von Checklisten und Prüfprotokollen. Er erleichtert Freigabeprozesse und ermöglicht eine frühzeitige Kostensicherheit sowie Kollisionsprüfungen. Das Common Data Environment reduziert den E-Mail-Verkehr und spart Zeit, während die Verknüpfung von Dokumenten mit dem Modell den Zugriff auf Informationen erleichtert. Im BIM-Prozess sind Informationen direkt mit dem Modell verknüpft, was eine effiziente Projektsteuerung ermöglicht.

    Kann BIM dazu beitragen, Informationsverluste zu verhindern?
    Die konsequente Anwendung von BIM über das Bauprojekt hinaus und die Einbindung des Facility Managements (FM) in die BIM-Strategie bringt Vorteile. Klare Prozesse für die Übergabe an CAFM. Der digitale Zwilling als Grundlage aller Prozesse verhindert Informationsverluste. Im AfS-Kontext können alle Abteilungen vom Portfoliomanagement über das FM bis hin zu den Projektbeteiligten auf die Datenbasis des digitalen Zwillings zugreifen.

    Wie kann das Facility Management von BIM profitieren?
    Das Facility Management (FM) profitiert von den strukturierten Informationen des digitalen Zwillings, insbesondere nach Abschluss der Bauarbeiten. Statt in vielen Ordnern zu suchen, sind alle Bauteilinformationen im digitalen Zwilling verknüpft, was ein schnelleres Verständnis und eine optimierte Instandhaltungsplanung ermöglicht.

    Welche Auswirkungen hat die Nutzung von BIM auf die Effizienz von Reparatur- und Wartungsarbeiten im FM?
    Durch die Integration von Building Information Modeling (BIM) und Digitalem Zwilling im Facility Management (FM) werden Reparatur- und Wartungsarbeiten effizienter. Der digitale Zwilling zentralisiert Gebäude- und Anlageninformationen, erleichtert die vorbeugende Instandhaltung und verbessert die Kommunikation. Dies optimiert den Ressourceneinsatz und unterstützt Compliance- und Nachhaltigkeitsstandards. Die Dokumentation der Wartungs- und Reparaturhistorie ermöglicht datenbasierte Entscheidungen, Kosteneinsparungen und verbesserte Wartungspläne, wodurch die Durchführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten insgesamt effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger wird.

    Welche Vorteile bietet die digitale Gebäudeverwaltung durch BIM?
    Der digitale Zwilling ermöglicht eine genauere Bewertung des Gebäudezustands und die Optimierung von Strategien. Zum ersten Mal kann der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes detailliert dargestellt werden, was das Verständnis für Herausforderungen wie Nachhaltigkeit verbessert. Der digitale Zwilling ermöglicht es, den CO2-Fussabdruck zu verfolgen, eine Materialdatenbank zu erstellen und proaktiv auf den Klimawandel zu reagieren. Er ermöglicht auch eine transparente Dokumentation des Ressourcenverbrauchs, fördert die Entwicklung nachhaltiger Betriebsstrategien und unterstützt die Identifikation von Optimierungspotenzialen für umweltfreundliche Prozesse und Materialien.

  • Künstliche Intelligenz und das Metaverse im Fokus

    Künstliche Intelligenz und das Metaverse im Fokus

    Die SMK, ein Eckpfeiler des Schweizerischen Verbandes der Immobilienwirtschaft (SVIT), bekräftigte ihre Rolle als Informations- und Austauschzentrum mit einer wegweisenden Veranstaltung. Die zentrale Frage der Konvention lautete: «Künstliche Intelligenz: Ein Upgrade für Immobilienprofis oder der Anfang vom Ende?» Sprecher wie Benjamin F. Grewe und Fabian Wicki lieferten Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die KI und das Metaverse für die Branche bedeuten.

    Innovativer Kundenservice durch Technologie
    Die Nutzung von KI und das Eintauchen in die Metaverse-Welten bedeuten für Immobilienmakler nicht nur eine Verbesserung des Kundenservices, sondern auch die Erschliessung neuer Geschäftsfelder. «Wir betreten gemeinsam mit unseren Klienten eine neue Ära, in der KI uns ermöglicht, den Zugang zu unseren Dienstleistungen zu vereinfachen und Kundenanforderungen effizienter zu erfüllen», erklärte Ruedi Tanner, Präsident der SMK.

    Effizienzsteigerung durch KI-Integration
    Prof. Benjamin F. Grewe unterstrich das Potenzial von KI, Maklern in verschiedenen Bereichen unterstützend zur Seite zu stehen. Dies reicht von der Automatisierung von Routineaufgaben bis hin zur präzisen Preisfindung und Prognose von Markttrends.

    Das Metaverse als neue Geschäftsdimension
    Das Metaverse wurde von Fabian Wicki als ein «Mindset» beschrieben, das auf die Digitalisierung folgt und neue Möglichkeiten für Immobilienmakler schafft. Hierbei entstehen analog zur realen Welt vielfältige Geschäftsmöglichkeiten, einschliesslich der Vermittlung virtueller Immobilien.

    Ein Qualitätsnetzwerk für Fachleute
    Die SMK steht für Qualität und Professionalität in der Immobilienbranche. Nur ausgewählte Mitglieder, die strenge Qualitätsstandards erfüllen und sich kontinuierlich weiterbilden, dürfen das begehrte Qualitätslabel tragen. Die SMK fördert somit nicht nur Fachkompetenz, sondern auch ethische Standards und Fairness im Immobiliengeschäft.

  • Memox akquiriert 2,8 Millionen Euro

    Memox akquiriert 2,8 Millionen Euro

    Das Proptech-Unternehmen Memox hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde erfolgreich abschliessen und dabei eine Kapitalaufstockung von 2,8 Millionen Euro erzielen können. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, wurde die Finanzierungsrunde von Swiss Prime Site und 41 Group sowie anderen Schlüsselakteuren aus den Bereichen Immobilien, Technologie und Investmentbanking angeführt. Mit der erzielten Summe will die in Zürich ansässige Memox ihre Positionen im sogenannten DACH-Raum ausweiten.

    Memox hat sich sowohl auf die Gestaltung von Besprechungs- und Konferenzräumen als auch auf die Organisation von Konferenzen in der Geschäftswelt spezialisiert. Dabei sind in die Angebote von Memox Erfahrungen wie auch Innovationen nach der Corona-Pandemie eingeflossen. Nach dem erfolgreichen Start von 14 neuen Räumen in der ersten Jahreshälfte 2023 umfasst das Portfolio von Memox nun insgesamt 31 Räume an sechs Standorten in drei Städten. Memox ist nun in Zürich, Basel und Frankfurt aktiv. Die Unternehmensaktivitäten erzielen derzeit einen Jahresumsatz von 7 Millionen Euro, gibt Memox in der Mitteilung bekannt.

    «Memox bereitet bereits eine zweite Finanzierungsrunde vor, um weitere Markteintritte in Deutschland und der Schweiz zu finanzieren», wird Dirk Reiner, CEO bei Memox, in der Mitteilung zitiert. «Mit den aktuellen Trends in der Arbeitswelt und im Immobilienumfeld ist Memox ideal positioniert, um den Markt zu erobern.»

  • Park Innovaare startet neues Kompetenzzentrum

    Park Innovaare startet neues Kompetenzzentrum

    Der Switzerland Innovation Park Innovaare in Villigen richtet ein neues Kompetenzzentrum für High-Tech-Ausrüstungen ein. Dafür arbeitet er mit seinen beiden Mitgliedern Paul Scherrer Institut und VDL Enabling Technologies Group zusammen.

    Diese Initiative bildet laut einer Medienmitteilung einen neuartigen Industrie- und F&E-Cluster im Innovation Park Innovaare. Er nutzt die sektorübergreifenden Synergien zwischen der Deep-Tech-Grundlagenforschung des PSI und den Engineering-Fähigkeiten von VDL ETG und soll den Park-Mitgliedern und dem gesamten Ökosystem Grundlagentechnologien im industriellen Massstab bereitstellen. Der anfängliche Schwerpunkt liegt auf Anwendungen in der Halbleitermesstechnik, Inspektion und Analytik sowie der optischen Kommunikation, heisst es weiter.

    „VDL ETG als Mitglied im Park Innovaare zu haben, ist ein grossartiger Startschuss, um unser wachsendes Ökosystem zu nähren“, wird Park Innovaare-CEO Robert Rudolph zitiert. Ton Pejnenburg, CTO bei VDL ETG, sagt: „Park Innovaare ist als Top-Deep-Tech-Innovationszentrum für uns von entscheidender Bedeutung, um unsere Ziele bei der Entwicklung der nächsten Generation von Hightech-Modulen für die Halbleiterfertigung sowie für Analyseinstrumente und Satellitentechnik zu erreichen.“ Der Park biete Zugang zur Schnittstelle zwischen der Grundlagenforschung am PSI und ihrer Anwendung durch die verschiedenen Industriepartner.

    Der Park Innovaare ist einer von fünf Standorten von Switzerland Innovation und fokussiert auf die Innovationsschwerpunkte Beschleunigertechnologien, Advanced Materials & Processes, Mensch und Gesundheit sowie Energie.

  • Klimaneutraler Campus fertiggestellt

    Klimaneutraler Campus fertiggestellt

    „Technologie stellt den Schlüssel zur Erreichung von Nachhaltigkeit dar,“ so Roland Busch. „Da Gebäude für 40% des globalen Energieverbrauchs verantwortlich sind, spielen klimaneutrale Gebäude eine entscheidende Rolle. Sie sind sowohl für Unternehmen als auch für Länder ein wirksamer Ansatzpunkt, um nachhaltiger zu agieren. Um die komplexen Prozesse zu steuern, setzen wir auf künstliche Intelligenz. Diese orchestriert die notwendige Hardware und Software. Insbesondere die Schweiz, mit ihren strengen Umweltstandards und weltklasse Universitäten, bietet den idealen Nährboden für die Weiterentwicklung dieser Technologien. Unsere neue digitale Geschäftsplattform, ermöglicht unseren Kunden, unsere modularen Lösungen effizient einzusetzen.“

    „Wir schafft eine einzigartige Symbiose aus der physischen und der digitalen Welt, und ermöglicht damit die Gestaltung einer besseren Zukunft,“ fügt Matthias Rebellius, Vorstandsmitglied der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure, hinzu. „Der neue Campus in Zug ist ein Paradebeispiel dafür. Durch Einsatz modernster Technologien aus unserem Portfolio läuft der Campus vollständig klimaneutral – ein Ziel, das wir uns bereits vor zwei Jahren gesetzt hatten und nun erreicht haben.“

    Der Campus in Zug dient als globaler Hauptsitz von Smart Infrastructure und ist ein Hotspot für die Entwicklung innovativer Gebäudetechnologien. Von hier aus werden jährlich etwa 80 neue Patente angemeldet. Der 25.000 Quadratmeter große Campus umfasst ein Haupt-, ein Fabrik- und ein modernisiertes F&E-Gebäude. Die Klimaneutralität wird durch eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen erreicht: Wärmepumpen, Wasser aus dem Zugersee, Photovoltaikanlagen, begrünte Dächer und ein hochmodernes Gebäudeautomationssystem. Zudem fördern über 50 firmeneigene Ladestationen die nachhaltige Mobilität.

    Für die Planung des Campus kam Building Information Modeling (BIM) zum Einsatz, eine Methode, die zunächst einen digitalen Zwilling des Gebäudes erstellt. So können Energie- und Ressourcenverbrauch präzise dokumentiert, gemessen und angepasst werden. Zusätzlich wurden zahlreiche IoT-Funktionen implementiert, um die Effizienz und das Nutzererlebnis zu optimieren.

    Bei der Eröffnungszeremonie konnten die Teilnehmer Building X, die skalierbare digitale Gebäudeplattform von Siemens, in Aktion erleben. Diese Plattform ist ebenfalls Teil von Siemens Xcelerator und trägt zur Digitalisierung und Optimierung des Gebäudebetriebs bei.

    Der neu fertiggestellte Campus bietet nun ein klimaneutrales Arbeitsumfeld für über 1.700 Mitarbeiter, die daran arbeiten, die technologische Entwicklung für kritische Infrastrukturen weltweit voranzutreiben.“

  • KI-basiertes Tool schafft Durchblick im Baurecht

    KI-basiertes Tool schafft Durchblick im Baurecht

    Das Baurecht in der Schweiz ist ein komplexes Gebilde aus Bundes-, Kantons- und Gemeindegesetzen. Dies führt nicht selten zu erheblichen Unsicherheiten und Verzögerungen in der Projektplanung. Die durchschnittliche Bewilligungsdauer für Bauvorhaben ist seit 2016 um 34 Tage oder 32 Prozent gestiegen. „Das ist ein klarer Indikator für die wachsende Unsicherheit in der Planung von Bauprojekten“, sagt Daniel Steffen, Ökonom an der Hochschule Luzern.

    Lösung durch KI: Effizienzsteigerung in der Baubranche
    Ein Forschungsteam der HSLU an einem wegweisenden KI-Tool. Dieses soll Baugesetze aus unterschiedlichen Gemeinden rasch analysieren und in einer strukturierten Form zur Verfügung stellen. „Wir wollen Planungsprozesse vereinfachen und Unsicherheiten minimieren“, betont Peter Staub, Verwaltungsratspräsident von pom+.

    Methodik und Funktionsweise
    Das KI-System basiert auf Natural Language Processing Technologien und wird fortlaufend mit den aktuellen Baugesetzen gefüttert. Es soll sowohl klare als auch vage formulierte Regelungen erkennen und entsprechende Handlungsempfehlungen generieren. Durch die Integration dieser Daten in existierende Planungstools können Risiken minimiert und Chancen besser erkannt werden.

    Zeitplan und Unterstützung
    Das Projekt „Regulatory Information System for Real Estate“ hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Es erhält zudem finanzielle Unterstützung von Innosuisse, der schweizerischen Agentur für Innovationsförderung.

    Mit dieser technologischen Innovation setzt das Kollaborationsprojekt einen neuen Standard für effiziente und transparente Bauprojektplanung in der Schweiz.

  • 10 Millionen Franken Fördermittel für Betonrecycling-Technologie

    10 Millionen Franken Fördermittel für Betonrecycling-Technologie

    Fast 40% der globalen CO2-Emissionen sind auf den Bau- und Gebäudesektor zurückzuführen. Jährlich werden weltweit rund 30 Milliarden Tonnen Beton hergestellt und die Nachfrage steigt weiter an. Das Bindemittel Zement und der Verbundwerkstoff Beton sind wichtige Baustoffe – ihre Produktion trägt allerdings zum Klimawandel bei. Schätzungen gehen davon aus, dass alleine die Zementindustrie für mehr als 8% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Mit reCO2ver® hat Sika eine innovative Technologie entwickelt, die eine vollständige Wiederverwertung von Beton-Abbruchmaterial ermöglicht und in der Betonbranche einzigartig ist.

    17’000 Tonnen CO2-Speicherung in  Beton-Abbruchmaterial bis ende 2030

    Sikas bereitet Altbeton nicht nur in die qualitativ hochwertigen Einzelteile Kies, Sand und Zementstein auf, sondern kann dank eines chemischen Verfahrens zusätzliches CO2 binden. Zirka 15 Kilogramm CO2 können pro Tonne Abbruchmaterial dauerhaft gespeichert werden. Darüber hinaus wird das im Prozess entstehende Zementsteinpulver durch Sika

    Additive in seiner Leistungsfähigkeit optimiert und kann so erneut als Zementersatz in der Betonproduktion eingesetzt werden. Seit Oktober 2021 ist eine Pilotanlage in der Schweiz in Betrieb – die Testphase wurde nun erfolgreich abgeschlossen.

    Um den Klimamehrwert der Anlagen standardisiert belegen zu können, entwickelt Sika gemeinsam mit South Pole ein Klimaschutzprogramm gemäss den Vorgaben des Schweizer Bundesamts für Umwelt (BAFU). Ein bedeutender Meilenstein in Bezug auf die Umsetzung und Verwendung dieser Technologie zur CO2-Abscheidung und -Speicherung wurde nun erreicht: Die Schweizer Stiftung Klimarappen garantiert den Kauf von CO2-Zertifikaten aus diesem Programm von anfänglich CHF 10 Millionen bis Ende 2030.

    Die Implementierung der industriellen Anlagen ist zentraler Bestandteil des zertifizierten Klimaschutzprogramms. Bis Ende 2030 sollen so rund 17’000 Tonnen CO2 in Beton-Abbruchmaterial gespeichert werden. Dies entspricht ungefähr der CO2-Menge, die beim Bau von 850 Einfamilienhäusern aus Beton freigesetzt wird. Philippe Jost, Head Construction Sika: «Mit unserer Innovationsstärke und unseren nachhaltigen Technologien ermöglich wir es unseren Kunden in der Bau- und Fahrzeugindustrie, ihren ökologischen Fussabdruck zu verkleinern und den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit zu vollziehen. Wir freuen uns sehr, dass die reCO2ver®-Technologie gezielt gefördert wird. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch das Programm einen grossen Mehrwert für die Baubranche, die Umwelt und für die nachfolgenden Generationen schaffen.»

  • BlackRock’s Investment und die Schweiz als aufstrebender Blockchain Hub

    BlackRock’s Investment und die Schweiz als aufstrebender Blockchain Hub

    Auch die Schweiz, die bereits als führender Blockchain Hub und Heimat für bedeutende Akteure im Bereich Blockchain und Kryptowährungen bekannt ist, erkennt das Potenzial, das diese Technologien bieten. Die Schweiz verfügt über eine offene Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten und der Blockchain-Technologie im Allgemeinen. Dies könnte dazu beitragen, das Land als bevorzugtes Ziel für Unternehmen zu etablieren, die nach neuen Standorten suchen, um von der aufstrebenden Branche zu profitieren.

    Angesichts der jüngsten Herausforderungen im Kryptobereich, wie dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX in den USA, erwägen viele Unternehmen alternative Standorte. Hier bietet die Schweiz eine vielversprechende Gelegenheit, indem sie sich als sicherer und attraktiver Standort für die Kryptobranche positioniert. Allerdings sind andere Länder, allen voran Frankreich, bereits aktiv dabei, Krypto-Firmen anzuziehen und regulatorische Lösungen zu erarbeiten, um diesen Unternehmen ein optimales Umfeld zu bieten.

    Die Schweiz, als angesehener Blockchain Hub, darf den Wettbewerb in diesem dynamischen Sektor nicht unterschätzen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Schweiz ihre Vorreiterrolle weiter ausbaut, um sich auch in Zukunft optimal für digitale Finanzprodukte und die Blockchain-Technologie zu positionieren. Die Swiss Blockchain Federation wird sich in den kommenden Monaten weiterhin dafür einsetzen, die Politik, Regulierung, Medien und andere wichtige Akteure auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen.

  • Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Der Urbanist Thomas Sevcik geht davon aus, dass die Region zwischen Schlieren und Turgi zunehmend zu einer Stadt wird. In seiner Publikation „Limmattalstadt – Impulse für die Region entlang der Limmat“ schlägt er vor, diese Urbanisierung „aktiv und strategisch“ zu gestalten. „Kommen wird die Limmattalstadt sowieso. Aber wir sollten sie so gut machen, wie wir nur können“, schreibt er.

    Sevcik schlägt unter anderem sogenannte Neogebiete vor. Diese sollten Lücken zwischen den Siedlungsgebieten schliessen. So könnte ein Campus etwa auf einem Teil des Rangierbahnhofs Platz für eine Hochschule Limmat, ein Rechenzentrum, aber auch ein Kongress- und Unterhaltungszentrum bieten. Zwischen Neuenhof und Killwangen könnte ein neues Wohnquartier entstehen, im Tägerhard östlich von Wettingen ein zukunftsgerichtetes Quartier für neue Wohn- und Arbeitsformen. Auch in der Hard in Siggenthal könnte ein neues Quartier Arbeiten, Wohnen und Freizeit verbinden.

    Sevcik weist darauf hin, dass die Limmat bisher in der Region wenig präsent ist. Er schlägt die Aufwertung der Flusslandschaft in Dietikon zu einer Riviera vor.

    Wirtschaftlich sollte die künftige Limmattalstadt auf ihre Stärken in der angewandten Technologie und im Design, auf Logistik und Handel sowie Medtech und Biotech setzen. Die Mobilität in der Region sollte durch die Verlängerung der Limmattalbahn, die Nutzung der Bahnstrecke zwischen Dättwil und Wettingen, durch Seilbahnen und das Velonetz erleichtert werden. Sevcik schlägt auch einen Startplatz für vertikal startende elektrische Helikopter bei der Autobahnraststätte Würenlos vor.

    Sevcik hat die Strategieideen auf Initiative der Standortförderung Limmatstadt erarbeitet und am 15. August an der Generalversammlung der Limmatstadt AG vorgestellt. 20 Unternehmen, vor allem aus der Region, haben das Projekt unterstützt. Die Publikation kann digital bestellt werden.

  • Kanton Basel-Stadt verbaut künftig CO2-negativen Asphalt

    Kanton Basel-Stadt verbaut künftig CO2-negativen Asphalt

    Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt hat zusammen mit ViaTec Basel AG, Institut für Baustofftechnologie, im Rahmen eines Forschungsprojekts einen CO2-negativen Asphalt entwickelt. Er soll den CO2-Fussabdruck des Basler Strassenbaus deutlich reduzieren.

    Laut einer Medienmitteilung wurden verschiedene Asphaltmischungen mit unterschiedlichen Anteilen an Pflanzenkohle getestet. Zertifizierte Pflanzenkohle wird von IWB in einer eigenen Anlage aus Grüngut hergestellt. Sie besteht aus dem Kohlenstoffanteil des CO2, das die Pflanze während ihres Wachstums der Umwelt entzogen hat. Durch deren Weiterverwendung im Asphalt wird das CO2 der Atmosphäre dauerhaft entzogen.

    Schliesslich erprobte das Tiefbauamt Basel-Stadt auf einem Umschlagplatz für Recycling-Baustoffe seit 2022 eine tragende Asphaltschicht aus 50 Prozent Recyclingasphalt und 2 Prozent Pflanzenkohle. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge „äusserst positiv“: Eine Tonne der neuen Asphaltmischung bindet dauerhaft ein Äquivalent von 50 Kilogramm CO2. Nun werde es auch in Basel möglich sein, die Technologie grossflächig einzusetzen.

    Nun will das Tiefbauamt Basel-Stadt gemeinsam mit den regionalen Belagsmischwerken die Herstellung vereinfachen und den Pflanzenkohleasphalt bei notwendigen Strassensanierungen möglichst flächendeckend einsetzen. Die Stadt geht davon aus, dass sie auf diese Weise jährlich rund 1250 Tonnen CO2-Äquivalent dauerhaft in den Basler Strassen einlagern kann. Das seien rund 450 Tonnen mehr, als die Asphaltproduktion für den Strassenbau verursache.

  • Der Schweizer Bitcoin-Experte mit internationalem Top-Ruf im Geldcast

    Der Schweizer Bitcoin-Experte mit internationalem Top-Ruf im Geldcast

    Es sei eine hochpolitische Frage, wie unser Geldsystem aussehe, sagt Fabian Schär. Der Professor für Finanzmarktinfrastruktur ist international einer der gefragtesten Experten, wenn es um Kryptowährungen und Blockchain-Technologien geht. Sogar bei den G-20-Treffen durfte er schon sprechen, zuletzt auf Einladung des indischen Wirtschaftsministeriums.

    Bitcoin als „Wertaufbewahrungsmittel“
    Für ihn sei das eine gewaltige Erfahrung gewesen, erzählt Schär. „Die Stimmung an so einem Treffen ist sehr eindrücklich.“ Das auch deshalb, weil dort die mächtigsten der Mächtigen zusammenkommen: Die G-20 sind ein loser Zusammenschluss der wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Im Rahmen dieser Treffen werden regelmässig internationale Regulierungen vorbesprochen, vieles hinter verschlossenen Türen.

    Aktuell ein heisses Thema ist Schärs Fachgebiet: „FinTech“. Darunter versteht man alles, was mit Finanzmarktinfrastruktur zu tun hat. Also zum Beispiel die Frage, wie Zahlungen abgewickelt werden. Dabei sind Kryptowährungen wichtige Innovationstreiber: Zum Beispiel brauchen Zahlungen mit Bitcoin keine zentrale Gegenpartei mehr – das Geld kann direkt vom Käufer zur Verkäuferin geschickt werden. Bei gängigen Überweisungen ist das anders: Dort gehen die Zahlungen in den allermeisten Fällen über eine Drittpartei, häufig eine Bank.

    Wird sich Bitcoin sich also durchsetzen als neue Währung? Schär ist sehr vorsichtig mit Prognosen. Er sagt: „Wenn sich alles so entwickelt, wie es ursprünglich die Idee war, dann kann Bitcoin möglicherweise in Zukunft ein Wertaufbewahrungsmittel werden.“ Als Zahlungsmittel wird sich Bitcoin dagegen eher nicht etablieren.

    „Ich war extrem skeptisch“
    Trotzdem finde er die Innovationen der Kryptowährungen extrem spannend, so Schär. Ein Grund dafür liege im Hobby seiner Jugend: Damals habe er noch viel Zeit mit Videospielen verbracht und dadurch ein Interesse für Informatik entwickelt. Später im Ökonomiestudium habe er dann angefangen, sich mit Kryptowährungen auseinanderzusetzen.

    „Am Anfang war ich extrem skeptisch“, sagt Schär, „doch je mehr ich mir die Sache angeschaut habe, desto mehr hat es mich fasziniert.“ Bitcoin sei hochspannend, sagt er heute, eine fantastische Innovation. „Das System ist unglaublich durchdacht.“ Doch Schär warnt auch vor den Risiken: „Die hohen Wertschwankungen sind ein Problem.“ Bei Investitionen in Kryptowährungen solle man vorsichtig sein. Er empfiehlt, lieber in die eigene Ausbildung und in ein besseres Verständnis der Kryptowährungen zu investieren.

    Was tun Banken in der Zukunft?
    Das tut auch Schär in seiner Rolle als Professor für Kryptowährungen. An seinem Job mag er vor allem die Vielseitigkeit. Als Professor könne er sich mit viele spannende Leute aus der Politik und der Privatwirtschaft austauschen und Inputs aus seiner Forschung vermitteln. Dabei gehe es auch um die Finanzinfrastruktur der Zukunft und die Rolle von Intermediären wie etwa Banken. Vieles sei da noch unklar, so Schär, doch eines könne man heute schon sagen: „Die Rollen werden sich ändern.“

    Quelle: www.swissinfo.ch

  • Planet Horizons rüstet 100 öffentliche Gebäude mit Aqua4D aus

    Planet Horizons rüstet 100 öffentliche Gebäude mit Aqua4D aus

    Der Walliser Wasseraufbereitungsspezialist Planet Horizons Technologies hat 100 öffentliche Gebäude mit seiner nachhaltigen Anlage zur Wasseraufbereitung namens AQUA4D ausgerüstet. Laut seiner Medienmitteilung war das Unternehmen aus Siders bisher in den Kantonen Basel, Bern, St.Gallen und Wallis tätig. Wie es in einer weiteren Mitteilung heisst, wurden diese Anlagen allein im Wallis in 50 Gebäude eingebaut.

    Die Technologie nutzt Elektromagnetismus nach einer patentierte Methode, um Kalkablagerungen zu entfernen sowie vor Korrosion und Bakterien zu schützen. Das System kann vor allem in alten Gebäuden mit lang bestehenden Rohrleitungen und in Gebieten mit hohem Kalkanteil im Wasser eingesetzt werden.

    Mit der Erfahrung aus mehr als 5000 installierten Anlagen in 45 Ländern findet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge nun auch in der Schweiz zunehmende Resonanz. Installiert wurden die Systeme etwa in Schulen, Kasernen, Kliniken und Verwaltungsgebäuden. Dabei konnten nicht nur die Trinkwasserqualität verbessert, sondern auch Kosten für Unterhalt und Wartung gesenkt werden. Das Unternehmen setzt nun auf die Unterstützung der Stadt Siders, des Kantons Wallis sowie des Bundesamtes für Umwelt, um sein innovatives Projekt landesweit weiter vertreiben zu können.

  • Holcim erwirbt polnische HM Factory

    Holcim erwirbt polnische HM Factory

    Holcim hat den polnischen Hersteller von Baufertigelementen, HM Factory,  akquiriert. Laut einer Medienmitteilung will das in Zug ansässige Unternehmen von den technologischen und nachhaltigen Lösungen der polnischen Firma auf dem Gebiet des Wohnungs- und Industriebaus profitieren. Mit der Firmenakquise übernimmt Holcim auch den polnischen und skandinavischen Markt von HM Factory sowie die 70 Mitarbeitende des polnischen Unternehmens.

    HM Factory ist ein nahe Warschau gelegenes Unternehmen mit einem jährlichen Nettojahresumsatz von 18 Millionen Franken. Zu seinem Produktionsprofil gehören Fertigwände, Treppenhäuser und Balkone. Ein sparsamer Materialeinsatz sowie innovative Konstruktionen in 3D-Drucktechnologie ermöglichen den Angaben zufolge eine nachhaltige Produktion.

    „HM Factory ist eine perfekte Ergänzung zu unseren bestehenden Betrieben und bietet zahlreiche technologische und Rohstoffsynergien“, wird Miljan Gutovic, Holcim-Regionalchef für Europa, in der Mitteilung zitiert. Holcim werde von der grünen Erfahrung und der hocheffektiven modularen Technologie der HM-Factory-Mitarbeitenden profitieren.

  • Virtuelle Realität von Uzufly vereinfacht die Stadtentwicklung

    Virtuelle Realität von Uzufly vereinfacht die Stadtentwicklung

    Uzufly, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), hat eine Technologie der Virtuellen Realität entwickelt, die es Stadtplanern ermöglicht, ihre Entwicklungsprojekte präzise zu gestalten. Das System verwendet Drohnen, um Tausende von Luftaufnahmen zu machen. Wie es in einer Mitteilung der Hochschule heisst, werden daraus digitale Zwillinge oder Nachbildungen von realen Objekten wie Gebäuden erstellt, aus denen 3D-Modelle werden. Damit lässt sich jede Art von architektonischem Design in echtem Massstab abbilden. Auch die geografische Lage der Objekte, die sogenannte Georeferenzierung, kann zentimetergenau bestimmt werden.

    Théo Benazzi, Mitbegründer und CTO von Uzufly, vergleicht diese neue Technologie mit der von Google Earth. „Während Google jedoch Flugzeuge einsetzt, um eine riesige Menge an Bilder in grosser Höhe aufzunehmen, verwenden wir Drohnen, die mit kleineren Kameras Bilder viel näher am Boden aufnehmen. Auf diese Weise können wir 3D-Modelle von Stadtvierteln oder einer ganzen Stadt generieren.“

    Die digitalen Zwillinge von Uzufly können mit jeder Art von georeferenzierten Daten erweitert werden, etwa mit Grundstücken, Bebauungsgebieten, Bestandteilen der Stadtentwicklung und unterirdischer Infrastruktur wie Rohrleitungen. Auch Daten des Bundesamtes für Landestopografie können hinzugefügt werden und Informationen über die Kapazität der Solarstromerzeugung auf einzelnen Dächern anzeigen. Und Architekturbüros ist es möglich, das Gebiet, in dem es mit der Planung eines Gebäudes beauftragt wurde, herunterzuladen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, Grundstücke zu vermessen.

    Uzufly befindet sich in Le Garage, einem Gründerzentrum im EPFL Innovation Park. Auch Entwicklerinnen und Entwickler von Videospielen haben bereits ihr Interesse an Uzuflys Technologie angemeldet.

  • Digitale Betreiber: Eine Perspektive für die zukünftige Bewirtschaftung von Immobilien

    Digitale Betreiber: Eine Perspektive für die zukünftige Bewirtschaftung von Immobilien

    Die digitale Herausforderung in Immobilienportfolios
    Die Digitalisierung ist vollends in der Immobilienwirtschaft angekommen. Grosse Potenziale werden insbesondere in der Bewirtschaftung gesehen. Regulatorische Anforderungen wie bspw. aus dem Nachhaltigkeits-/ESG-Umfeld, Effizienzdruck und neue Nutzeranforderungen oder Nutzungskonzepte lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Immobilien wird man in Zukunft nicht mehr so betreiben können, wie man es im letzten Jahrhundert getan hat.

    Digitale Lösungen versprechen Entlastung in ganz unterschiedlichen Bereichen der Bewirtschaftung. Allerdings lassen sich diese Potenziale nicht ganz einfach realisieren: Immobilienportfolios werden über Jahre und Jahrzehnte akquiriert. Entsprechend wächst auch die Prozess- und Software-Landschaft zum Betrieb dieser Portfolios über Jahre hinweg. Diese spannt sich zudem über zahlreiche Prozessschritte auf: Den Betrieb von Immobilien systematisch zu digitalisieren, ist daher eine Herausforderung, deren Lösung immer dringender wird.

    Statt Schritt für Schritt weitere Anwendungen dazu zu bauen und zu versuchen, ein gewachsenes Gesamtsystem zu flicken, sind in den vergangenen zwei Jahren verschiedene Immobilieneigentümer und -bewirtschafter einen anderen Weg gegangen, nämlich den eines «Greenfield-Ansatzes»: Wie würde man einen maximal digitalisierten Immobilien-Betrieb konzipieren, wenn man nochmals ganz von vorne – auf einer grünen Wiese – starten könnte?

    Vor diesem Hintergrund wurde zuerst überlegt, welche «Jobs» in Zukunft überhaupt zu erledigen sind. Es ist davon auszugehen, dass einige herkömmliche Jobs weiter bestehen werden, einige durch die Digitalisierung wegfallen und einige dazu kommen. Ziel war es, einzelne grosse Aufgabenblöcke zu erfassen, die in sich gekapselt verstanden werden können.

    Hilfreich ist dabei, die Jobs in drei grosse Kategorien aufzuteilen: Mietermanagement, kaufmännisches Property Management und technisches Property Management. Es hat sich gezeigt, dass man in einer 3×6 Matrix alle wesentlichen Jobs-to-be- done im Immobilienbetrieb abbilden kann.

    Einen digitalen Betreiber auf der grünen Wiese aufzubauen folgt dann der Logik, diese einzelnen Jobs-to-bedone ZUERST mit modernen Software-Komponenten so zu unterstützen, dass eine nahtlose Plattform entsteht, in der maximal viele Prozesse automatisiert sind. Erst DANACH wird überlegt, für welche Tätigkeiten Mitarbeitende eingesetzt werden, die dann einen umso grösseren Mehrwert für die Nutzer dieser Immobilien erzielen können. Das Ziel ist also nicht primär nur die Effizienz zu steigern, sondern das immer knapper werdende Personal in der Bewirtschaftung für diese Tätigkeiten einzusetzen, die wirklich Mehrwert stiften.

    Natürlich ist das Nutzenpotenzial nicht in allen Prozessschritten gleich gross und eine Umsetzung entsprechend nicht überall gleich dringlich. Eine Priorisierung entlang der Dimensionen Effizienz- und Ertragsimpakt, Einfluss auf Nachhaltigkeitsdimensionen, Mieterzufriedenheit und Transparenz ist wichtig. Eine Toolbox, die die möglichen Werkzeuge in allen Prozessschritten aufzeigt und eine Priorisierung nach verschiedenen Funktionen zulässt, hilft dabei, eine eigentliche Roadmap zu erstellen.

    Ebenso wichtig ist es, passende Werkzeuge zur Hand zu haben, die die verschiedenen Systeme miteinander verbinden, beispielsweise eine Integrations- oder Orchestrierungsplattform wie diejenige von Allthings. Ziel ist es ja gerade, einen separaten Einsatz von Insellösungen zu verhindern. Wer bereits frühzeitig die richtige Auswahl an integrationsfähigen Partnern trifft, etabliert ein vernetztes Ökosystem.

    Pragmatische Implementierung am Beispiel UBS
    Wie setzt man das aber nun in die Praxis um? Wenn die Vision einmal klar ist – einen maximal digitalen Betreiber mit einer integrierten Plattform über verschiedene Software-Komponenten zu etablieren – dann eignet sich wiederum ein Schritt-für- Schritt Vorgehen in der Realisierung. Eine ganze Reihe Immobilieneigentümer und Dienstleister haben sich in den vergangenen Jahren auf diesen Weg gemacht.
    Auch die UBS als einer der grössten Immobilieninvestoren in der Schweiz, verfolgt solche Ansätze bei ihren digitalen Innovationsprojekten im Immobilienbetrieb.

    Die UBS hat den Weg gewählt, zunächst über einzelne Neubauprojekte einzelne Jobs-to-be-done zu testen und zu validieren, die perspektivisch für eine integrierte Plattform eine wesentliche Rolle spielen.

    So wurden beispielsweise auf dem Claraturm in Basel die Prozesse «Mieter finden», «Mieterkommunikation», «Vorfallsbearbeitung» und das Anbieten zusätzlicher Community Services getestet.

    Auf dem kombinierten Sanierungs-/Neubauprojekt Grimselhof in Altstetten hingegen sollten die Prozesse «Onboarding», «Vertrags- und Datenmanagement», «Dokumentenmanagement und Berichtswesen» und neue Wege in der Bearbeitung von Reparaturen und Schäden implementiert werden. So lassen sich über die Zeit die verschiedenen Jobs-to-be-done validieren und zu einer Gesamtplattform zusammensetzen.

    Der Entwurf eines Plans zum Aufbau digitaler Betreiber lässt sich in der Regel in einer Serie von 3–4 Workshops einfach abbilden. Der im Schaubild dargestellte Ablauf zeigt einen idealtypischen Ablauf eines Planungsvorhabens zur Etablierung eines digitalen Betreibers.

    Die bisherigen Erfahrungen mit Greenfield -Ansätzen zeigen, dass eine systematische Implementierung eines digitalen Betreibers in Zusammenarbeit mit Immobilieneigentümern und Dienstleistern den Betrieb von Immobilien um bis zu 30% effizienter, 100% mieterzentrierter, und ab Tag 1 nachhaltigkeitsorientiert macht – und zudem noch eine Menge klassischer Zielkonflikte eliminiert, die aus den herkömmlichen Geschäftsmodellen resultieren.

  • Axpo gliedert Batterieinnovation aus

    Axpo gliedert Batterieinnovation aus

    Ein Team von Axpo hat in Zusammenarbeit mit regionalen Bauunternehmen vier Jahre lang an einem umweltfreundlichen Generator gearbeitet. Entstanden ist eine Batteriespeicherlösung, welche Dieselgeneratoren an Baustellen ersetzen kann. Die Technologie namens emost (electric mobile storage/Deutsch: elektrischer mobiler Speicher) kann auch bei Veranstaltungen oder in Notfällen eingesetzt werden. Sie wurde im Frühling 2021 bereits mit dem Innovationspreis von IDEE SUISSE ausgezeichnet.

    Nun hat Axpo beschlossen, die Technologie an ein Konsortium aus dem bestehenden Management des Projekts sowie mehreren Schweizer Unternehmern zu verkaufen. Damit werden die Kontinuität im Management und der Wissenstransfer optimal gewährleistet, schreibt Axpo in einer Medienmitteilung. Alle relevanten Rechte und Verträge sind per Ende Oktober 2022 an die neu gegründete emost AG mit Sitz in Dietikon übergeben worden.

    Das Gründungsteam besteht den Angaben zufolge aus dem gesamten Managementteam, das die Technologie in den vergangenen Jahren entwickelt hat. CEO der emost AG wird Benedikt Domke. Verwaltungsratspräsident wird Christoph Sutter, der bisher die Axpo-Division Renewables geleitet hat. Er will sich insbesondere auf die internationale Expansion fokussieren.

  • Holzbauten bekommen CO2-Zertifikate

    Holzbauten bekommen CO2-Zertifikate

    Das Schweizer Kompetenzzentrum Timber Finance Initiative und das in Seattle im US-Bundesstaat Washington ansässige Unternehmen für Bautechnologie, Immobilienentwicklung und Fondsmanagement, Green Canopy NODE, arbeiten gemeinsam mit dem Zürcher Projektentwickler South Pole und dem Beratungsunternehmen Gordian Knot Strategies aus Portland im US-Bundesstaat Oregon an der Entwicklung einer Methodologie zur Erteilung von CO2-Zertifikaten für Holzbauten, informieren die Partner in einer Mitteilung. Konkret soll die Methodologie es ermöglichen, den im Holzbau gespeicherten Kohlenstoff zu messen und über CO2-Zertifikate zu monetarisieren. Dadurch könnten Holzbauten als Negativemissionstechnologie anerkannt und Holz als emissionsarmes Baumaterial etabliert werden.

    Als Standard für die global anwendbare Methodologie wird das weltweit anerkannte Programm zur Vergabe sogenannter Carbon Credits, Verified Carbon Standard, fungieren. „Der UN-Klimarat hat das Speicherpotenzial und die Vorteile von Holz vor Kurzem offiziell anerkannt“, wird Thomas Fedrizzi, Mitgründer der Timber Finance Initiative, in der Mitteilung zitiert. „Holz ist nicht nur eine Kohlenstoffsenke, sondern erzielt als Baustoff Emissionsreduktionen durch den Ersatz von emissionsintensiven Baumaterialien.“

    Als erneuerbare, emissionsarme Alternative zu Beton und Stahl könne Holz die Umwelt doppelt schützen, heisst es in der Mitteilung. Zum einen, indem Bäume der Atmosphäre CO2 entziehen und zum anderen, indem Bauholz den Kohlenstoff langfristig in Gebäuden speichert. „Häuser aus Massivholz sind langlebiger und können günstiger sein“, erläutert Aaron Fairchild, Co-CEO von Green Canopy NODE. „So werden klimafreundliche Häuser für Menschen aller Einkommensschichten zugänglich.“

  • Carrier investiert in Archilogic

    Carrier investiert in Archilogic

    Carrier hat über seinen neu geschaffenen Risikokapitalfonds in drei Start-ups investiert. Zu diesen gehört mit Archilogic auch eine Schweizer Firma, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat Carrier mit ihrer eigens entwickelten Software überzeugt. Mit dieser lassen sich die Grundrisse von Gebäuden in 3D-Modelle umwandeln. Nutzende können damit beispielsweise erkennen, wie sich ein Grundriss auf die Sichtbezüge, den Lichteinfall oder die Lärmbelastung auswirkt. Damit lassen sich verschiedene Grundrisse einfach vergleichen.

    Carrier will die Zürcher Entwicklung auch in seine eigene digitale Cloud-Plattform integrieren. Damit sollen Nutzende Gebäude besser visualisieren können, was letztendlich die Planung von „gesünderen und effizienteren Räumen“ ermöglichen soll.

    Carrier hat seinen Risikokapitalfonds Carrier Venture 2022 ins Leben gerufen. Damit will das Unternehmen mit Sitz in Palm Beach Gardens im US-Bundesstaat Florida nachhaltige Innovationen im Gebäudebereich fördern.

  • Sika und PERI investieren in Zürcher Bauroboter

    Sika und PERI investieren in Zürcher Bauroboter

    Der Zuger Baustoffhersteller Sika und die auf Schalungs- und Gerüsttechnik spezialisierte deutsche Firma PERI investieren in die Mesh AG. Das Start-up steht hinter einer neuen robotergestützten Technologie für die Baubranche. Mit dieser lassen sich basierend auf einem Computermodell Stahlgitter für verschiedene Betonformen herstellen. Dadurch wird der Bau von Gebäuden mit unüblichen Formen effizient und kostengünstig möglich. Bisher mussten solche speziellen Gitterstrukturen nämlich in Handarbeit hergestellt werden. Laut einer Mitteilung von PERI ist die Technologie von Mesh die weltweit erste ihrer Art.

    Die Methode basiert auf langjähriger Forschung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), aus der Mesh ausgegliedert wurde. Die Zürcher Forschenden haben 2018 auch schon erfolgreich eine geschwungene Betonwand im NEST, dem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude der Eidgenössischen Materialforschungs- und Prüfungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH, realisiert. In Zusammenarbeit mit PERI und Sika ist die Technologie seit 2019 in einen industriellen Bauprozess überführt worden. Die Gründung der Mesh AG ist erst kürzlich erfolgt.

    „Durch unsere Zusammenarbeit mit der Mesh AG und PERI wird ein neuartiges Bauverfahren am Markt etabliert, das die Herstellung von komplexen Geometrien ermöglicht und dabei kostengünstiger als konventionelle Methoden ist“, wird Philippe Jost, Head Construction Sika, in der Mitteilung zitiert. Davon profitiere die gesamte Bauindustrie.

  • Neubau Forschungsgebäude GLC, ETH Zürich: Fassaden­technik von heute für die Gesundheits­wissen­schaften von morgen

    Neubau Forschungsgebäude GLC, ETH Zürich: Fassaden­technik von heute für die Gesundheits­wissen­schaften von morgen

    Mit dem Neubau im Gloriarank (GLC) schafft die ETH Zürich im Hochschulgebiet Zürich Zentrum ein modernes Entwicklungs- und Laborgebäude an der Schnittstelle zwischen -Gesundheitswissenschaften und Technologie. Zusammen mit Partnern möchte die ETH Zürich einen Meilenstein in der medizintechnischen Forschung und Anwendung setzen. Im Neubau sollen Forschungsgruppen zusammentreffen und in Forschungsprojekten verstärkt mit der Industrie, der Universität Zürich, dem Universitätsspital Zürich und weiteren universitären Spitälern zusammenarbeiten. Dafür setzt die ETH Zürich mit dem Neubau auch ein architektonisches Statement. Durch die attraktive Anbindung des Bauwerks an das bestehende ETZ-Gebäude entsteht ein zentraler Hof, dessen Herzstück der denkmalgeschützte Scherrer- Hörsaal bildet. Der so geschaffene Innenhof wird zum Zentrum, um das sich die Haupteingänge und öffentlichen Angebote gruppieren.

    In Sachen Architektur ist hier «Alles Roger».
    Er spricht von «Maison de Verre», meint damit in diesem Fall allerdings nicht das berühmte 30er-Jahre-Glashaus in Paris – der Zürcher Architekt Roger Boltshauser. Vielmehr hat er mit dem Forschungsgebäude GLC ein aufsehenerregendes Bauwerk geschaffen, das durch seine gläserne Fassade aus kassettenartig zusammengefügten Glasbausteinelementen und den in die Tiefe gestaffelten Lüftungsflügeln eine erhabene Schwere erzeugt, die dessen repräsentativem Charakter gerecht wird. Da die  Verwendung von Glasbausteinen als Fassadenmaterial bei zeitgemässen Industrie- und Hochschulbauten eine lange Tradition hat, erdachte der Architekt bei diesem Projekt das Material gestalterisch, technisch sowie energetisch neu. Es erfüllt damit nicht allein die heutigen, enorm hohen Ansprüche an Energie und Nachhaltigkeit. Vielmehr entspricht der Entwurf durch die Kombination aus Reduktion und Robustheit der eingesetzten Elemente der städtebaulichen Grundhaltung des Quartiers.

    Gemeinsam denken heisst weiterdenken. 
    3866 m² Stahlfassade, 22 550 m² Geschossfläche, 1875 mm hohe Fensterflügel mit 2800 mm Ausladung, strengste Umwelt- und Brandschutzstandards und vieles mehr: Das neue GLC-Bauwerk war in jeder Beziehung eine Herausforderung, die dank des offenen und konstruktiven Ideenaustauschs der beteiligten Unternehmen souverän gemeistert wurde. Ein gutes Beispiel hierfür sind die besonders schweren Putzflügel. Aufgrund ihrer komplexen Geometrie unterzog sie Aepli Metallbau – in Kooperation mit der Jansen AG – vorab einem Dauertest. Dazu wurde eigens ein Prototyp gebaut. Exakt 1250 problemlose Öffnungen und Schliessungen später war klar: Alles funktioniert tadellos!

    Kontakt:
    Matthias Elmer
    Aepli Metallbau AG
    Telefon direkt +41 71 388 82 38
    matthias.elmer@aepli.ch
    www.aepli.ch

  • Betterhomes tritt SwissPropTech ein

    Betterhomes tritt SwissPropTech ein

    SwissPropTech hat ein neues Mitglied. Zum Jahresanfang 2022 hat sich Betterhomes dem Innovationsnetzwerk der Schweizer Immobilien- und Baubranche angeschlossen, informiert das Maklerunternehmen aus Zürich in einer Mitteilung. Im Rahmen seiner Mitgliedschaft will Betterhomes Wissen weitergeben und eine geplante Expansion vorantreiben. Bisher ist Betterhomes mit seiner Technologieplattform für Makler- und Kundensoftware in der Schweiz, Deutschland und Österreich aktiv.

    „Wir verfolgen das ehrgeizige Ziel, in den nächsten acht Jahren 30 Länder in Europa zu erschliessen“, wird Betterhomes-CEO Cyrill Lanz in der Mitteilung zitiert. „Zu den grössten Herausforderungen dabei zähle ich nicht so sehr die Technologie, sondern vielmehr das organische Wachstum im Vertrieb und die kulturellen Unterschiede in den verschiedenen Ländern.“ Derzeit bereitet das Unternehmen zudem einen neuen Webauftritt und ein neues Learning Management System für seine Technologie-Plattform Betternet 3.0 vor.

    Für SwissPropTech ist der Eintritt von Betterhomes „ein starkes Signal für unsere Branche“, erläutert Lars Sommerer, Managing Director von SwissPropTech, in der Mitteilung. „Ein digitaler ‚Immobilienfairmittler‘ der ersten Stunde anerkennt die Wichtigkeit von Innovation und Digitalisierung und möchte seine Erfahrungen und Expertise nun auch weitergeben.“