Schlagwort: Technologietransfer

  • Zürich schärft sein Innovationsprofil

    Zürich schärft sein Innovationsprofil

    Der Kanton Zürich gehört zu den stärksten Wirtschaftsregionen Europas. Doch auch ein Spitzenstandort gerät unter Druck, wenn Fachkräfte fehlen, Entwicklungskosten steigen und der globale Wettbewerb härter wird.

    Genau hier setzt der Regierungsrat an. Er will den Innovationsstandort nicht mit Einzelaktionen aufladen, sondern mit verlässlichen Rahmenbedingungen stärken. Dieser Zürcher Weg soll Forschung, Unternehmertum und Anwendung enger verzahnen.

    Fünf Felder mit Hebelwirkung
    Für die Jahre 2027 bis 2030 definiert der Regierungsrat fünf Schwerpunkte. Halbleiter, Raumfahrt, Umwelttechnologien, Gesundheit und Risikokapital. Die Auswahl ist kein Zufall. Alle fünf Bereiche verbinden technologische Dynamik mit realen Wachstumschancen.

    Zugleich zeigen sie, wohin Zürich denkt. Nicht in kurzfristigen Trends, sondern in Feldern, in denen sich industrielle Stärke, Forschungskompetenz und neue Märkte überlagern. Das macht die Strategie wirtschaftspolitisch relevant.

    Vom Labor in den Markt
    Besonders interessant ist der Fokus auf Umsetzung. Innovation soll schneller in die Anwendung kommen. Genau hier verlieren viele starke Forschungsstandorte an Tempo.

    Bei Halbleitern geht es um Zugang zu Chip-Design, Reinräumen und Technologietransfer. In der Raumfahrt will Zürich Entwicklung und Skalierung neuer Anwendungen erleichtern. Im Gesundheitsbereich sollen digitale Lösungen rascher getestet, validiert und in Einrichtungen überführt werden. Der Anspruch ist klar. Nicht nur erfinden, sondern auch anwenden.

    Nachhaltigkeit wird zum Standortfaktor
    Spannend ist auch der Blick auf Umwelttechnologien. Nachhaltige Mobilität und kreislauffähiges Bauen werden nicht nur als ökologische Aufgabe verstanden, sondern als wirtschaftliche Chance.

    Das ist ein wichtiges Signal. Wer Versorgungssicherheit, Klimaziele und Standortqualität zusammen denkt, verschiebt Nachhaltigkeit aus der Nische ins Zentrum der Standortpolitik. Gerade für Zürich kann daraus ein neues Profil mit internationaler Strahlkraft entstehen.

    Kapital entscheidet mit
    Innovative Unternehmen brauchen mehr als gute Ideen. In der Wachstumsphase brauchen sie Kapital, das Skalierung ermöglicht. Darum setzt die Strategie auch beim Risikokapital an.

    Für die erste Etappe beantragt der Regierungsrat einen Rahmenkredit von 23 Millionen Franken. Das ist kein riesiger Betrag. Aber er markiert einen politischen Richtungsentscheid. Zürich will seine Innovationskraft nicht nur verwalten, sondern gezielt in Wertschöpfung und Arbeitsplätze übersetzen.

  • EPFL-Campus Freiburg wächst

    EPFL-Campus Freiburg wächst

    Die ETH Lausanne (EPFL) und der Kanton Freiburg intensivieren ihre Zusammenarbeit, um den EPFL-Campus Freiburg zu einem führenden Zentrum für nachhaltiges Bauen zu entwickeln. Bis 2030 werden schrittweise sechs neue Lehrstühle eingerichtet, wodurch der Campus insgesamt zehn Lehrstühle umfassen wird. Das Wachstum stärkt die Forschung in den Bereichen gebaute Umwelt, Energie und Klima und schafft neue Impulse für die Freiburger Wirtschaft.

    Das Herzstück dieser Entwicklung bildet das CWSC, ein internationales Zentrum, das in Lausanne und Freiburg aktiv ist. Ziel des CWSC ist es, durch Forschung, Bildung und Technologietransfer innovative Lösungen für nachhaltiges Bauen zu entwickeln. Damit trägt es zur globalen Wende hin zu einer umweltfreundlichen und ressourceneffizienten Bauweise bei.

    Innovatives Smart Living Lab als Zentrum
    Die neuen Lehrstühle werden im zukunftsweisenden Experimentalgebäude des SLL untergebracht. Der Bau des SLL-Gebäudes beginnt im ersten Quartal 2025 auf dem Bluefactory-Gelände, die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Das Gebäude setzt neue Massstäb. Es dient als Pionierprojekt für Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus.

    Dank seiner experimentellen Eigenschaften und der digitalen Zwillingstechnologie wird das SLL zu einem multidisziplinären Labor. Forschenden der ETH Lausanne, der HTA Freiburg und der Universität Freiburg stehen hier modernste Möglichkeiten zur Verfügung, um neue Technologien unter realen Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln.

    Impulse für die Freiburger Wirtschaft
    Mit der Stärkung des EPFL-Campus und des CWSC leistet der Kanton Freiburg einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung. Gleichzeitig profitiert die Freiburger Wirtschaft, insbesondere der Bausektor, von diesem Technologietransfer. Unternehmen erhalten Zugang zu innovativen Technologien und Lösungen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Geschäftsfelder erschliessen.

    Ein starkes Netzwerk für die Zukunft
    Die Initiative baut auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen der ETH Lausanne, der Hochschule für Technik und Architektur und der Universität Freiburg auf. Diese Partnerschaft stärkt die regionale Innovationskraft und fördert die Entwicklung von nachhaltigen Bauweisen, die sowohl ökologischen als auch wirtschaftlichen Anforderungen gerecht werden.

    Die Expansion des EPFL-Campus Freiburg und die Gründung des CWSC setzen starke Impulse für Forschung, Innovation und die Wirtschaft. Freiburg wird damit zu einem zentralen Standort für nachhaltiges Bauen und einer Vorreiterregion im Kampf gegen den Klimawandel.