Schlagwort: Telekommunikation

  • Mobilfunknetze müssen Notstrom erhalten

    Mobilfunknetze müssen Notstrom erhalten

    Der Bundesrat verschärft die Anforderungen an die Ausfallsicherheit der Mobilfunknetze. Künftig müssen Betreiber an wichtigen Standorten und Antennen eine Notstromversorgung installieren, die den Betrieb bei Stromunterbrüchen während mindestens vier Stunden aufrechterhält.

    Im Fokus steht die Sicherheit der Bevölkerung. Notrufe, klassische Telefonie und Internetzugang sollen auch dann funktionieren, wenn das reguläre Stromnetz ausfällt. Dazu zählen ausdrücklich auch Radioprogramme, die über das Internet verbreitet werden, als Informationskanal in Krisensituationen.

    Staffelung bis 2034
    Die neuen Vorgaben gelten nicht für alle Dienste gleichermassen und nicht sofort. Ab 2031 müssen Notrufe während mindestens vier Stunden möglich sein. Andere Mobilfunkdienste, wie  allgemeiner Datenverkehr, müssen erst ab 2034 über diesen Zeitraum hinweg abgesichert werden.

    Um die Netze in einer Mangellage nicht zu überlasten, erhalten Betreiber zudem einen klaren Handlungsspielraum. Sie dürfen die Übertragung von Videos und TV-Programmen einschränken, um Kapazitäten für prioritäre Dienste wie Notrufe, Sprachverbindungen und zentrale Informationsangebote zu sichern.

    Kompromiss nach Kritik aus der Branche
    Ursprünglich plante der Bundesrat deutlich strengere Anforderungen. Die Mobilfunknetze hätten auch bei Stromausfällen von bis zu drei Tagen und wiederholten Abschaltungen stabil bleiben sollen. Telekomunternehmen und Wirtschaftsverbände kritisierten diese Vorgaben in der Vernehmlassung als kaum umsetzbar und zu aufwändig.

    In einem moderierten Dialog unter Leitung von Bundesrat Albert Rösti einigten sich Mobilfunkbetreiber und Verwaltung auf die jetzt beschlossene Lösung. Sie erhöht das Schutzniveau der Netze, ohne die Branche mit maximalen Szenarien zu überfordern, und liegt im Rahmen dessen, was auch andere europäische Länder verlangen.

    Prüfung weitergehender Härtung
    Mit der Teilrevision der Fernmeldedienstverordnung ist die Diskussion über Versorgungssicherheit noch nicht abgeschlossen. In einer zweiten Etappe prüft das zuständige Departement, in welchem Umfang eine weitergehende Härtung der Netze für Szenarien wie Strommangellagen oder mehrtägige Ausfälle realistisch umsetzbar ist.

    Dabei arbeiten mehrere Bundesdepartemente zusammen, unter anderem Wirtschaft, Bildung und Forschung sowie Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Bis spätestens Ende 2027 soll feststehen, ob und wie zusätzliche Massnahmen nötig sind, damit die Schweiz auch in ausserordentlichen Lagen möglichst verlässlich mit Mobilfunkdiensten versorgt bleibt.

  • Pfanner & Frei AG übernimmt die re.com Elektroanlagen AG

    Pfanner & Frei AG übernimmt die re.com Elektroanlagen AG

    Pfanner & Frei AG, gegründet 1913, ist ein tief in der Schweizer Elektrobranche verwurzeltes Unternehmen, das sich durch umfassende Dienstleistungen in den Bereichen klassische Elektroinstallationen, moderne E-Mobility-Lösungen sowie Smart Home Technologien auszeichnet​. Unter der Leitung von Enis Bajra und Timo Wenger hat sich Pfanner & Frei AG als ein innovativer und zuverlässiger Partner etabliert, der grosses Engagement für Qualität und Kundenzufriedenheit zeigt.

    Die re.com Elektroanlagen AG, seit 2001 ein fester Bestandteil der Zürcher Elektrolandschaft, ist bekannt für ihre hochwertigen Dienstleistungen und das starke Engagement für Innovation und technologische Entwicklung. Mit der Übernahme durch Pfanner & Frei AG wird re.com weiterhin als eigenständiges Unternehmen agieren, jedoch mit verstärkter Zusammenarbeit in verschiedenen technischen und operativen Bereichen.

    «Die re.com ist für ihren hervorragenden Ruf in der Region Zürich bekannt. Dieses professionelle Unternehmen in die Zukunft zu führen, ist für uns ein Herzenswunsch», stimmen die neuen Partner Enis Bajra und Timo Wenger überein.

    «Nach 25 Jahren ist die Zeit gekommen, das Unternehmen einer neuen Generation zu übergeben. Die Übereinstimmung der beiden Unternehmenskulturen und Marktausrichtungen sind optimal, um die Nachfolge meines Lebenswerks langfristig zu sichern», meint Romeo Raffaele.

    Romeo Raffaele, der Gründer von re.com Elektroanlagen AG, sieht in der Partnerschaft mit Pfanner & Frei AG eine ideale Möglichkeit, das Unternehmen in die Hände einer neuen Generation zu legen und gleichzeitig die Unternehmenswerte und den Qualitätsanspruch fortzuführen. Enis Bajra wird den Vorsitz des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung übernehmen, während der langjährige Geschäftsführer Alex Stanzani das operative Tagesgeschäft weiterhin leiten wird.

    Diese Partnerschaft ist ein beispielhaftes Vorgehen für die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung beider Unternehmen und stärkt ihre Position in einem dynamisch wachsenden Markt. Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner können weiterhin auf die bewährte Qualität und Professionalität der re.com vertrauen, die nun durch zusätzliche Ressourcen und Expertise von Pfanner & Frei AG weiter ausgebaut wird.

  • Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkämme sind essenzielle Werkzeuge der modernen Optik. Sie ermöglichen hochpräzise Messungen und finden Anwendung in der Telekommunikation, Umweltüberwachung und sogar der Astrophysik. Doch bislang waren kompakte, energieeffiziente Lösungen schwer realisierbar.

    Das neue, von einem internationalen Forschungsteam entwickelte elektrooptische Kammgenerator-Design revolutioniert diese Technologie. Mit mehr als 2000 Kammlinien auf einer Fläche von nur 1 cm² bietet es eine bisher unerreichte Präzision und Kompaktheit.

    Lithiumtantalat als Schlüsselkomponente
    Im Zentrum der Entwicklung steht Lithiumtantalat (LTO), ein Material, das eine 17-mal geringere Doppelbrechung als Lithiumniobat aufweist. Diese Eigenschaft reduziert Interferenzen zwischen Lichtwellen, was eine gleichmäßige und stabile Kamm-Erzeugung ermöglicht.

    Durch die Kombination von Mikrowellen- und optischen Schaltkreisen auf einer einzigen Plattform konnte das Team eine integrierte Dreifachresonanz-Architektur entwickeln, in der drei Felder – zwei optische und eine Mikrowelle – harmonisch in Resonanz stehen.

    Energieeffizienz und Vielseitigkeit
    Ein entscheidender Fortschritt ist der deutlich reduzierte Energiebedarf: Das neue Design benötigt fast 20-mal weniger Mikrowellenleistung als frühere Modelle. Zudem ermöglicht die kompakte Bauweise eine praktische Integration in photonische Systeme, die zuvor auf sperrige und energieintensive Lösungen angewiesen waren.

    Potenzielle Anwendungen in Hochtechnologiebranchen

    • Robotik: Hochpräzise Laser-Messungen für autonome Systeme
    • Spektroskopie und Sensorik: Genaue Gasdetektion und Umweltanalysen
    • Telekommunikation: Effizientere optische Netzwerke mit geringerem Energieverbrauch

    Ein Meilenstein für die Photonik
    Das neue Design zeigt das Potenzial der Co-Integration von Mikrowellen- und photonischer Technik für zukünftige Anwendungen. Durch die Kombination von hoher Präzision, geringem Energieverbrauch und kompaktem Design könnte diese Entwicklung einen Wendepunkt für optische Technologien darstellen.