Schlagwort: Tessin

  • Tessin im Überblick – Chancen, Druck und Dynamik

    Tessin im Überblick – Chancen, Druck und Dynamik

    Der Kanton, rund 360 000 Einwohner, 100 Gemeinden, 2812 km² Fläche, hat sich als forschungs- und innovationsnahe Region positioniert. Im Regional Innovation Scoreboard 2025 der EU belegt das Tessin Rang 6 unter 241 europäischen Regionen, schweizweit direkt hinter Zürich. Das kantonale BIP wuchs gemäss BAK Economics 2024 um 0,6 Prozent. Für 2025 wird ein Plus von rund 1,1 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote lag per Januar 2026 bei 3,3 Prozent, leicht über dem Schweizer Schnitt von 3,2 Prozent.

    Für die Immobilienwirtschaft ist diese Entwicklung wichtig, weil Innovation allein noch keine Standortattraktivität garantiert. Entscheidend ist, ob Forschung, Unternehmertum und urbane Qualität räumlich zusammenfinden. Der Kanton verfügt mit USI, SUPSI, dem Switzerland Innovation Park Ticino und dem Accelerator Boldbrain, über eine solide Innovationsinfrastruktur. Gleichzeitig stehen Bauwirtschaft und Marktentwicklung unter Druck. Die Bauproduktion sank schweizweit im Dezember 2025 um 0,2 Prozent, im Tessin überdurchschnittlich. Steigende Baukosten, politische Unsicherheiten und komplexe Bewilligungsverfahren verschärfen mittelfristig den Druck auf Angebot und Projektkalkulationen.

    Der Immobilienmarkt zeigt ein differenziertes Bild. Die Leerwohnungsziffer sank im Tessin von 2,08 Prozent  im 2024, auf 1,92 Prozent im Juni 2025. Der stärkste Rückgang aller Grossregionen, aber weiterhin fast doppelt so hoch wie der Schweizer Schnitt von 1,0 Prozent. Gleichzeitig sanken die Angebotsmieten laut ReMPA 2024/2025 um 5,6 Prozent. Als einzige Region der Schweiz rückläufig, während der nationale Schnitt um 2,4 Prozent stieg.

    Die räumliche Struktur bleibt eine Herausforderung. Lugano mit 63’600 Einwohner, Bellinzona mit 45’300, Locarno mit 16’400 und Mendrisio mit 15’100 bilden unterschiedliche Teilräume mit eigenen Profilen. Hinzu kommen Topografie, knappe Flächen und demografischer Druck. Das BFS prognostiziert bis 2050 einen Rückgang der Erwerbsfähigen um 45’000 Personen. Die rund 78’800 Grenzgänger stützen den Arbeitsmarkt, doch ihre Zahl sank erstmals leicht. Gegen den nationalen Trend von 411’000 Grenzgängern gesamtschweizerisch. Wer im Tessin investieren will, kommt mit reiner Fernanalyse aus Zürich oder Basel nicht weit. Man braucht lokale Partner, Marktkenntnisse und ein Verständnis für die spezifischen Teilräume.

    Gleichzeitig bietet diese Gemengelage Potenzial. Die Nähe zu Norditalien, der Gotthard-Basistunnel, die Rolle als Südportal des Gotthardkorridors und die hohe Lebensqualität. Mit 85,2 Jahren weist das Tessin die europaweit zweithöchste Lebenserwartung auf und schaffen Voraussetzungen, die anderswo kaum zusammenkommen. Wenn es gelingt, Innovationsstrategie, Flächenpolitik, Mobilität und Projektentwicklung enger abzustimmen, kann das Tessin seine Stellung als Wirtschafts- und Immobilienraum deutlich stärken. Nicht ob das Potenzial vorhanden ist, sondern wie konsequent es in die Realität übersetzt wird.

  • Vom Rückzugsort zum strategischen Wohnsitz

    Vom Rückzugsort zum strategischen Wohnsitz

    Die Mischung aus mediterraner Lebensfreude und schweizerischer Ordnung ist einzigartig. Sonnige Tage, italienische Küche, Seen und Berge bieten eine Lebensqualität, die weit über Lifestyle hinausgeht. Familien, Ruhesuchende und Pensionierte entdecken im Tessin ein zweites Zuhause, mit stabiler Infrastruktur und sicherem Umfeld.

    Digitalisierung verändert Wohnentscheidungen
    Die Homeoffice-Welle seit der Pandemie hat die Standortwahl revolutioniert. Wer nicht mehr täglich pendeln muss, entscheidet sich zunehmend für Lebensqualität. Das Tessin mit seiner guten digitalen Anbindung und attraktiven Immobilien wird zum klaren Gewinner.

    Immobilienpreise im Vergleich
    Während in Zürich, Zug oder Genf Wohnraum kaum erschwinglich ist, bietet das Tessin mehr Platz zu günstigeren Konditionen. Besonders ausserhalb von Lugano oder Locarno lassen sich Wohnträume realisieren, die in anderen Regionen unerreichbar bleiben.

    Expats entdecken den Süden
    Immer mehr internationale Fachkräfte, Unternehmer und vermögende Familien richten ihren Blick nach Süden. Zürich bleibt Finanzzentrum, Genf Drehscheibe der Diplomatie, doch das Tessin überzeugt mit Effizienz, Zugänglichkeit und einer starken Balance von Kosten, Qualität und Lebensstil. Lugano entwickelt sich parallel zum Hotspot für Private Banking, Fintech und Krypto-Initiativen.

    Steuerklarheit und menschlicher Zugang
    Ein entscheidender Vorteil liegt in der kantonalen Praxis. Die Pauschalbesteuerung im Tessin ist nicht nur attraktiv, sondern wird auch transparent und effizient gehandhabt. Der Dialog mit den Behörden ist persönlich und lösungsorientiert. Ein entscheidender Unterschied zu den oft komplexeren Verfahren in Zürich oder Genf.

    Integration durch Offenheit
    Italienische Herzlichkeit trifft auf schweizerische Struktur, diese Kombination erleichtert die Integration. Sprachkenntnisse bleiben wichtig, doch die offene Kultur und kurze Entscheidungswege schaffen Nähe. Für viele Expats und Rückkehrer ist das Tessin nicht nur Wohnsitz, sondern Heimat.

    Chancen und Herausforderungen
    Der Boom bringt auch Aufgaben mit sich:, wie steigende Nachfrage nach Wohnraum, Schulen und Infrastruktur. Gemeinden stehen vor der Herausforderung, Wachstum nachhaltig zu steuern, ohne die Identität zu verlieren. Doch gerade das Zusammenspiel von Tradition, Innovation und Lebensqualität macht das Tessin zum Modell einer Region, die Zukunft gestalten will.

  • Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Unter der Moderation von Natascia Valenta sprachen Michele Bertini (La Mobiliare), Nicolas Daldini (SVIT Ticino), Gian-Luca Lardi (Schweizerischer Verband der Bauunternehmer) und Sandro Montorfani (Abteilung Privates Baugewerbe, Stadt Lugano).

    Die Debatte berührte zentrale Fragen wie die Neuplanung und Verdichtung des Territoriums, die Vereinfachung der Verfahren für Baugenehmigungen und die Notwendigkeit, die Rechtsvorschriften zu straffen, um die Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

    Es wurde auch betont, dass die Investitionen im Tessin heute positiv sind, dank des Rückgangs der Leerstände, die sich hauptsächlich auf veraltete Immobilien konzentrieren.

    Zu den künftigen Herausforderungen gehörten auch die Frage der ÖPP (öffentlich-private Partnerschaften) und der schrumpfenden Mittel für die Erneuerung vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung und des zu erneuernden Gebäudebestands. Ein Thema, das in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein wird.

    Erinnert wurde auch an die strategische Rolle Italiens als Wirtschaftspartner und Quelle für qualifizierte Arbeitskräfte sowie an die Auswirkungen der jüngsten Abstimmungen über den Eigenmietwert, die sich erheblich auf die Finanzen des Kantons und der Gemeinden auswirken werden.

    Trotz der Herausforderungen bleibt die Sonnenstube eine dynamische und attraktive Region für Immobilieninvestitionen, die bereit ist, die Chancen eines sich wandelnden Marktes zu nutzen.

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  • Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Spatenstich für SBB-Werk in Arbedo-Castione

    Das neue SBB-Werk, offiziell Nuovo stabilimento industriale ferroviario (NSIF) genannt, ersetzt das bestehende Werk in Bellinzona, das den Anforderungen an den Unterhalt der modernen Triebzüge nicht mehr genügte. Die neue Anlage schafft Raum für 360 Vollzeitstellen und 80 Lehrstellen und ist auf die künftige Wartung und Instandhaltung von Giruno-, ETR- und FLIRT-TILO-Triebzügen spezialisiert. Der hohe Automatisierungsgrad und die Ausrichtung auf elektromechanische Arbeiten machen die Anlage zum modernsten SBB-Industriewerk Europas.

    Besonders stolz zeigte sich SBB-CEO Vincent Ducrot beim Spatenstich. Der Kanton Tessin sei eine äusserst wichtige Region für die SBB, die mit diesem Projekt in Arbeitsplätze, Know-how und Technik investiere. Der neue Standort umfasst eine Fläche von 150’000 Quadratmetern, das entspricht mehr als 20 Fussballfeldern und setzt mit einem Gründach und integrierten Solaranlagen auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

    Nachhaltigkeit und grosser Baufortschritt
    Begonnen haben die Arbeiten bereits im Juni 2025 mit der Einrichtung der Baustelle, Aushub- und Fundamentarbeiten sowie ersten Massnahmen für die künftige Zugwaschanlage. Parallel läuft der Ausbau der Bahninfrastruktur. Neue Weichen, zusätzliche Gleise und moderne Steuerungstechnik sorgen für eine optimale Anbindung an das Netz. Die SBB legt Wert auf ökologische Kompensation, 8,4 Hektaren hochwertige Fruchtfolgeflächen werden an alternativen Standorten im Tessin ausgeglichen.

    Ab Mitte 2028 geht das neue Werk schrittweise in Betrieb. Mit dem Umzug des bisherigen Werks Bellinzona nach Arbedo-Castione, erhalten Region und Mitarbeitende eine zukunftsfähige Perspektive. Das neue SBB-Werk steht für Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung in einer für die Schweiz strategisch wichtigen Region.

  • Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Tessin zählt zu Europas innovativsten Regionen

    Laut dem Regional Innovation Scoreboard 2025 der Europäischen Kommission zählt der Kanton Tessin zu den zehn innovativsten Regionen Europas. In der Schweiz liegt er direkt hinter Zürich auf Platz zwei. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an kleinen und mittleren Unternehmen, die Prozess- oder Produktinnovationen einführen. Auch bei der Markenregistrierung belegt der Kanton national einen Spitzenplatz.

    Universitäre Exzellenz mit internationaler Vernetzung
    Die Università della Svizzera italiana (USI) stärkt mit über 20 spezialisierten Forschungsinstituten die akademische Innovationskraft der Region. Schwerpunkte sind u. a. Biomedizin, Computational Science und Finanzwissenschaften. Die enge Einbindung in nationale und internationale Fördernetzwerke macht die USI zu einem zentralen Akteur im Innovationssystem des Tessins.

    Praxisorientierte Forschung für Unternehmen
    Auch die Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) ist ein Schlüsselakteur der Innovationslandschaft. Sie verfügt über hohe Fachkompetenz in Industrieautomation, Robotik und Materialwissenschaften und zeichnet sich durch die höchste Erfolgsquote beim Zugang zu europäischen Fördermitteln unter allen Schweizer Fachhochschulen aus. Unternehmen profitieren durch praxisnahe Kooperationen in angewandten Forschungsprojekten.

    Gesetzliche Innovationsförderung mit Breitenwirkung
    Der Kanton unterstützt Innovation gezielt über das Gesetz für wirtschaftliche Innovation. Dieses bietet umfassende Fördermöglichkeiten, von der Unterstützung bei Forschungsprogrammen über Investitionsvorhaben bis hin zur Teilnahme an Messen und Internationalisierungsprojekten. Die Umsetzung erfolgt über das Amt für wirtschaftliche Entwicklung.

    Switzerland Innovation Park Ticino als Drehscheibe
    Mit dem Switzerland Innovation Park Ticino fördert der Kanton den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die entstehenden Kompetenzzentren fokussieren sich auf Schlüsselbereiche wie Life Sciences, IKT, Drohnentechnologien und Freizeitindustrie. Ziel ist die Entwicklung technischer und technologischer Lösungen mit hoher Relevanz für die kantonale Wirtschaft.

    https://projects.research-and-innovation.ec.europa.eu/en/statistics/performance-indicators/european-innovation-scoreboard/eis#/ris?compare_year=2025&year=2025
  • Innovativer Sonnenschutz für modernes Hotelprojekt in Locarno

    Innovativer Sonnenschutz für modernes Hotelprojekt in Locarno

    Das Dorint Resort & Spa in Locarno/Riazzino ist nach dreijähriger Bauzeit im Spätsommer dieses Jahres eröffnet worden, informiert Griesser in einer Mitteilung. Der international aktive Entwickler von Sonnenschutz für Gebäude aus Aadorf hat zu dem Vier-Sterne-Hotel die Fassadenmarkisen beigetragen. Konkret wurden die Griesser-Produkte Solozip II und Soloscreen IV verbaut.

    «Nebst Zuverlässigkeit und geringer Wartungsintensität entschied ich mich aufgrund der Eleganz für die Solozip-Fassadenmarkisen», wird Simone Garofoli vom projektverantwortlichen Architekturbüro TIGESTIM in der Mitteilung zitiert. «Zudem passt dieses Produkt perfekt zur architektonischen Linearität der Fassade.» Bei der Wahl des Soloscreen überzeugte die Senkrechtmarkise von Griesser mit Farbgebung und dezenter Struktur: «Die Option der schwarzen Drahtseile macht die Trägerstruktur fast unsichtbar, wodurch das Gewebe des Stoffes in den Vordergrund gerückt wird», erläutert Garofoli.

  • Uri und Tessin betreiben das Kraftwerk Lucendro künftig gemeinsam

    Uri und Tessin betreiben das Kraftwerk Lucendro künftig gemeinsam

    Das Kraftwerk Lucendro in der Gotthardregion auf dem Gebiet der Gemeinde Airolo wird künftig von den Kantonen Uri und Tessin gemeinsam betrieben. Das ist laut einer Mitteilung das Ergebnis einer Vereinbarung, die am 1. November erzielt worden ist. Die Einigung wurde dank einer seit 2022 laufenden Mediation des Bundesamtes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erzielt. Gemäss der Vereinbarung sind beide Kantone zu je 50 Prozent an der künftigen Gesellschaft beteiligt, die ihren Sitz in Airolo haben wird. Uri erhält einen Mehrheitsanteil am Strom. Der technische Betrieb und der Unterhalt werden wie bisher durch die Azienda Elettrica Ticinese (AET) sichergestellt. Uri übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung.

    Das Kraftwerk wurde 1942 bis 1948 durch die damalige Atel errichtet, die später in Alpiq aufging. 2013 entschieden die beiden Kantone, nach dem Heimfall die Konzession für die Alpiq nicht mehr zu verlängern. 2015 erwarb AET das Werk.

    Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Gotthardreuss und des Ticino, das in den Stauseen Lucendro und Sella aufgefangen wird. Es produziert rund 103 Gigawattstunden im Jahr.

  • Grössten Ladepark für E-Autos mit 18 neuen Schnellladestationen

    Grössten Ladepark für E-Autos mit 18 neuen Schnellladestationen

    Energie 360° hat im Einkaufszentrum Serfontana den grössten Ladepark für Elektroautos im Kanton Tessin eröffnet. Der Park umfasst insgesamt 38 Ladepunkte, von denen 18 neu hinzugefügte Schnellladepunkte sind. Diese ermöglichen es Elektromobilist*innen, ihre Fahrzeuge innerhalb von 20 bis 40 Minuten von 10% auf 80% aufzuladen, während sie einkaufen oder eine Pause einlegen. Mit diesem Ausbau setzt Energie 360° einen weiteren Meilenstein in der Förderung der Elektromobilität in der Region.

    Schnellladung mit Ökostrom
    Die neuen Schnellladestationen im Centro Shopping bieten eine beeindruckende Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt, angetrieben durch 100% Ökostrom. Jörg Wild, CEO und Leiter Mobilität bei Energie 360°, betont die Bedeutung dieser Erweiterung: «Unser Ziel ist es, die Elektromobilität in der ganzen Schweiz rasch voranzutreiben. Mit dem neuen Ladepark bieten wir unseren Kund*innen einen der grössten und leistungsfähigsten Ladeparks der Schweiz.»

    Über 300 Ladestandorte in der Schweiz
    Energie 360° betreibt bereits über 300 Ladestandorte in der gesamten Schweiz und plant, baut und unterhält diese in Zusammenarbeit mit Partnern wie Coop, SBB und der Swiss Finance & Property Group. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen zu schaffen und die Elektromobilität flächendeckend verfügbar zu machen. Mit dem neuen Ladepark in Chiasso setzt Energie 360° ein klares Zeichen für die Zukunft der Mobilität und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz.

  • Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Das Magazin „Bilanz“ hat das diesjährige Ranking der Lebensqualität Schweizer Städten publiziert. Dabei hat Zürich wieder den Platz eins bekommen und steht damit laut dem Bericht seit elf Jahren praktisch unangefochten an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei stehen die Städte Zug und Bern, gefolgt von Winterthur, Basel und Genf.

    Das Städteranking ist von den Immobilienexperten von Wüest Partner für das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ anhand mehrerer Indikatoren für die Lebensqualität der Städte erstellt worden, etwa in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Freizeiterholung und Einkaufen. Insgesamt sind 162 Städte so bewertet worden.

    Es erscheint für andere Städte kaum möglich, in die absolute Spitzengruppe vorzudringen, heisst es in dem Artikel von „Bilanz“. In den Top 10 hat einzig die Kantonshauptstadt Aarau zwei Ränge verloren und steigt ab von Platz 6 auf Platz 8. Auf die Frage, ob andere Städte überhaupt eine Chance hätten, in die Spitzengruppe hineinzukommen, wird Patrick Schnorf von Wüest Partner zitiert: „Unmöglich ist es nicht.“ So habe etwa St.Gallen, das derzeit Platz 11 hält, eine Chance, wenn die Stadt im Bildungs- und Kulturangebot zulegen könnte ebenso wie beim Bevölkerungswachstum.

    Gegenbeispiel ist laut Schnorf Bassersdorf ZH, das elf Plätze nach hinten gerutscht sei. „Im Vergleich zu anderen Städten hat sich Bassersdorf nicht so schnell entwickelt, etwa was Bildung und Kultur betrifft“, wird Schnorf zitiert. Am lebenswertesten seien laut dem Ranking die beiden Wirtschaftsregionen Zürich und Genfersee.

    Da es unter den Top 30 nur vier Städte aus der Westschweiz und mit Lugano eine im Tessin gebe, müsse man feststelle, dass die Lebensqualität in der Deutschschweiz insgesamt höher sei.

  • Wincasa expandiert nach Westen und Süden

    Wincasa expandiert nach Westen und Süden

    Nach den positiven Erfahrungen, die man mit dem kombinierten CMSM-Standort «Mittelland» machte, war die Eröffnung eines weiteren Hubs die logische Konsequenz, wie Thomas Hinderling, Leiter CMSM Wincasa sagt: « Dass Retail Spezialisten gemeinsam mit Areal Experten unterschiedliche Objektarten betreuen und weiterentwickeln, ist ein Erfolgsrezept. Alle Beteiligten profitieren einerseits vom grossen Know-how der anderen, zudem entstehen durch die Zusammenarbeit spannende neue Ideen, die es umzusetzen gilt. »

    Philippe Schroff ist Regionenleiter
    Die Leitung des CMSM Westschweiz & Ticino obliegt Philippe Schroff, als Retailexperte und mehrjähriger ehemaliger Leiter des Signy Centre bestens in der Region vernetzt. Das Team im CMSM Hub Romandie in Signy kümmert sich in erster Linie um zwei Grossprojekte: Das Einkaufszentrum Signy und dessen anstehendes Revitalisierungsprojekt sowie das A-One Business Center in Rolle. Zwei unterschiedliche Immobilien, bei denen sich die Spezialisten mit ihren verschiedenen Kompetenzen bestens ergänzen.
    Der Hub ist für Philippe Schroff die ideale Organisationsform: « Im Hub haben wir die komplette Expertise beider Bereiche lokal vereint. Das schafft Effizienzen und Synergien, spart Ressourcen und stärkt unsere Marktposition. Zudem ist in der Romandie nach wie vor viel Potential vorhanden, das es auszuschöpfen gilt. In mehreren Regionen der Westschweiz sind zahlreiche Projekte in Entwicklung oder stehen bevor. Die agile Hub-Organisation eignet sich daher ideal, um eine schnelle Anpassung an die neuen Kunden-Bedürfnisse zu ermöglichen. »

    Das Tessin schliesst den Kreis
    Der strategische Ausbau des Bereichs wird weiterhin aktiv vorangetrieben. Mit dem Mandatsgewinn des Centro Lugano Sud, dem ersten Center Mandat im Tessin, ist Wincasa im CMSM nun in allen Sprachregionen vertreten. Das bestehende Team vor Ort wird von Wincasa übernommen und von Philippe Schroff geführt. Das Center wurde vom Swiss Prime Site Solutions Investment Fund Commercial per 9. Mai 2022 erworben. Philippe Schroff sieht den Expansionskurs Richtung Tessin sehr positiv: « Durch die Übernahme dieses erfahrenen Teams haben wir nun die Möglichkeit, die grosse Kompetenz und das starke Netzwerk von Wincasa auch in der Region Tessin zu implementieren. Wir freuen uns sehr, in der Südschweiz präsent zu sein, da wir hier ebenfalls grosse Wachstumschancen ausmachen können. »

  • Kein Ende des Booms im Immobilienmarkt Schweiz 

    Kein Ende des Booms im Immobilienmarkt Schweiz 

    Mieter mit Umzugswunsch müssen sich bei der Wohnungssuche auf höhere Mietpreise gefasst machen. Nach mehreren Monaten mit praktisch unveränderten Werten haben Vermieter im Mai ihre Preiserwartungen um durchschnittlich 0,7 Prozent angehoben. Die Korrektur ist damit fast so hoch wie die Veränderung, die über die letzten zwölf Monate registriert wurde (0,9 Prozent). Dies zeigt der Swiss Real Estate Offer Index, der von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird. 

    Die Mietentwicklung verläuft aber je nach Region unterschiedlich. Mit einem deutlichen Anstieg der Angebotsmieten konfrontiert sind Wohnungssuchende in der Grossregion Zürich (1,8 Prozent) und in der Zentralschweiz (1,2 Prozent). Geringer sind die Aufschläge in der Genferseeregion (0,5 Prozent) und in der Nordwestschweiz (0,4 Prozent), während im Mittelland (0,1 Prozent) und in der Ostschweiz (0,1 Prozent) praktisch keine Veränderungen festzustellen sind. Gesunken sind die Mieten hingegen im Tessin (−0,8 Prozent). 

    Wohneigentum: Kein Ende des Booms 
    Der Immobilienmarkt ist derzeit vor allem wegen der hohen Preise für Wohneigentum im Fokus. Vor dem Hintergrund steigender Hypothekarzinsen gehen viele Beobachter von einer baldigen Abkühlung aus. Noch befinden sich die Angebotspreise aber im Steigflug, wie die Analyse der Inserate im Mai ergibt.  

    «Für Einfamilienhäuser wurden 1,0 Prozent höhere Werte verlangt als im Vormonat, beim Stockwerkeigentum liegt das Preiswachstum bei 0,2 Prozent. Der zinsbedingte Anstieg der Finanzierungskosten scheint den Kaufinteressenten bisher also nicht viel auszumachen. Zumindest gehen die Verkäufer noch immer von einer steigenden Zahlungsbereitschaft aus», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group. 

    Stand 31. Mai 2022 
    Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Webseiten von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert.  
    www.immoscout24.ch/immobilienindex 
    www.iazi.ch/angebotsindizes 

  • Neue Dienstleistungs- und Gewerbearena in der Werkmatt Uri geplant

    Neue Dienstleistungs- und Gewerbearena in der Werkmatt Uri geplant

    Die Franz Kempf AG will ihre Tätigkeit in ein neues Gebäude in der Werkmatt Uri verlegen, das sie zu bauen gedenkt. Da sie jedoch nur einen kleinen Teil des Gebäudes auf der 7000 Quadratmeter grossen Parzelle nutzen wird, sucht Geschäftsführer und Firmeninhaber Franz Kempf Betriebe, die Bedarf an Eigentums- oder Mietfläche haben.

    Das Unternehmen für Gips-, Stuckatur- und Plattenarbeiten hat an seinem jetzigen Standort zu wenig Platz. Zudem sieht Kempf im neuen Standort grosses Potenzial. Er ist gut erschlossen und bietet Mitarbeitenden einen Arbeitsort mit hoher Lebensqualität in der Nähe der Natur. Durch die Kooperation mit anderen Unternehmen entstehen ausserdem neue Arbeitsplätze im Kanton Uri.
    Um Interessenten aus der ganzen Schweiz anzusprechen, hat Kempf in verschiedenen Medien in Basel, Zürich, der Innerschweiz, dem Aargau und dem Tessin inseriert. Im Moment ist er an der Auswertung der Interessenten, die sich gemeldet haben. Was für Unternehmen das sind, will er noch nicht verraten: «Es ist sehr spannend, aber aus Diskretionsgründen kann ich darüber noch keine Angaben machen.»

    Das neue Gebäude soll nach den Bedürfnissen der Interessenten entwickelt werden. Kempf hofft auf einen baldigen Projektstart und den Bezug der Gewerbeflächen ab 2024. Die Parzelle, in der Kempf seine Dienstleistungs- und Gewerbearena bauen möchte, ist die südlichste der Werkmatt. Sie befindet sich direkt neben dem neuen Autobahnanschluss.

    Franz Kempf, Geschäftsführer und Inhaber der Franz Kempf AG.
  • Nachfrage nach Eigentumswohnungen stark von Region und Preis abhängig

    Nachfrage nach Eigentumswohnungen stark von Region und Preis abhängig

    Die neuste Ausgabe der Online Home Market Analysis vom Immobilienportal Homegate und dem Swiss Real Estate Institute (SwissREI) untersucht die Inseratedaten von Eigentumswohnungen für 2020 und 2021. Die ausgewerteten Inserate stammen von den vier grössten Schweizer Internetportalen und umfassen damit rund 85 Prozent aller Online-Inserate während des Betrachtungszeitraums. Detaillierte Reports zur Studie für alle Regionen finden Sie hier in der Online-Medienmitteilung.

    Für Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group, zeigt die neuste Online Home Market Analysis, wie heterogen der Schweizer Eigentumswohnungsmarkt ist: «Insgesamt hat sich die Nachfrage nach Eigentumswohnungen schweizweit im vergangenen Jahr coronabedingt etwas weniger dynamisch entwickelt. Bestimmte Marktsegmente haben im vergangenen Jahr dennoch eine lebhafte Nachfrage verzeichnet, insbesondere in den Städten». So hat sich im Mittel in den untersuchten Städten die Inseratedauer im tiefen Preissegment deutlich verlängert, während sie im höheren Preissegment praktisch unverändert geblieben ist, obwohl die Zahl der Inserate zugenommen hat. «Analog zum Mietwohnungsmarkt haben sich in der Covid19-Pandemie auch im Eigentumswohnungsmarkt die Präferenzen weg von kleineren und preiswerteren hin zu grösseren und teureren Objekten verschoben», so Waeber zusammenfassend zu den Studienergebnissen.

    Längere Inseratedauer trotz kleinerem Angebot 
    Die aufgrund der Covid19-Pandemie für 2020 gegenüber 2019 markante Verlängerung der mittleren Ausschreibungsdauer von Eigentumswohnungen von 61 auf 84 Tage hat sich im Jahr 2021 mit 85 Tagen auf hohem Niveau bestätigt. Im Vergleich dazu ist die Inseratedauer für Einfamilienhäuser von gut 61 Tagen im Jahr 2019 auf das Level vor der Pandemie zurückgegangen.

    Demgegenüber steht, dass schweizweit im Jahr 2021 online rund 20 Prozent weniger Eigentumswohnungen angeboten wurden als noch im Vorjahr. Bei einer so starken Angebotsverknappung würde man erwarten, dass sich auch die mittlere Inseratedauer entsprechend verkürzt. Dass sich diese jedoch nicht verkürzt, sondern sogar noch leicht verlängert hat, zeugt für 2021 von einer schweizweit abnehmenden Nachfrage nach Eigentumswohnungen.

    Prof. Dr. Peter Ilg, Institutsleiter von SwissREI, sieht mehrere Gründe für die schwächere Nachfrage nach Eigentumswohnungen: «Die Eigentumswohnungspreise in der Schweiz sind im Jahr 2021 durchschnittlich um über 8 Prozent gestiegen. Dies ist der stärkste Preisanstieg seit zehn Jahren. Eine solch deutliche Verteuerung dürfte generell eine dämpfende Wirkung auf die Nachfrage gehabt haben. Steigende Nachfrage ist nur noch in ausgesuchten Regionen sowie in einzelnen gehobenen Preissegmenten ersichtlich, in denen die Käuferschaft vermutlich vermehrt auf Erbvorbezüge zurückgreifen konnte». Darauf lasse sich beispielsweise aus den Verteilungen des steuerbaren Vermögens sowie der Eigenheimkäuferschaft nach Altersklassen schliessen. So verfügt die Klasse der über 54-Jährigen im Kanton Zürich über die Hälfte des steuerbaren Vermögens, während schweizweit bei der Verteilung der Eigenheimkäuferschaften die Mehrheit unter 55 Jahre alt ist, so Ilg weiter. 

    Regionale Unterschiede bei Inseratedauer verstärken sich 
    Regional betrachtet haben sich die Unterschiede der Inseratedauer in den untersuchten acht Grossregionen 2021 weiter akzentuiert. In der Region Zürich, in der Verkäuferinnen und Verkäufer schweizweit am wenigsten lang eine Eigentumswohnung ausschreiben müssen, verkürzte sich die Inseratedauer um rund einen Viertel deutlich auf nur noch 43 Tage (minus 14 Tage). In den zwei Regionen mit der längsten durchschnittlichen Inseratedauer für eine Eigentumswohnung hingegen stiegen sie mit je rund 22 Prozent weiter signifikant an; die Region Waadt/Wallis verzeichnete einen Anstieg um 18 auf 98 Tage, das Tessin um 25 auf 139 Tage. 

    Die absolut betrachtet stärkste Verkürzung der Inseratedauer zeigte sich derweil in der Region Innerschweiz. Diese Region verzeichnet neu nach einem Rückgang um 19 Tage (minus 27 Prozent) für 2021 mit 51 Tagen unmittelbar nach der Region Zürich die zweitkürzeste Inseratedauer aller acht untersuchten Regionen. Die Region Genf hingegen, die mit 52 Tagen im Jahr 2020 noch schweizweit die kürzeste Inseratedauer aufwies, ist im Jahr 2021 nach einem Anstieg um 12 Prozent (plus 6 Tage) auf den dritten Platz zurückgefallen.

    Steigende Nachfrage einzig in drei von acht untersuchten Regionen
    Die Kombination der Veränderung der Inseratedauer sowie der Veränderung der Anzahl Inserate lässt Schlüsse auf die Nachfrageveränderung in den untersuchten Regionen zu. So zeigt sich in den drei Regionen Tessin, Waadt/Wallis und Genf für das Jahr 2021 trotz Angebotsverknappungen (das heisst rückläufiger Anzahl Inserate) eine teilweise deutliche Verlängerung der Inseratedauer und somit eine schrumpfende Nachfrage nach Eigentumswohnungen. Für die drei Regionen Innerschweiz, Nordwestschweiz und Zürich kann hingegen eine zunehmende Nachfrage (grösserer prozentualer Rückgang bei der Inseratedauer als bei der Anzahl Inserate) festgestellt werden. Die übrigen zwei Regionen (Ostschweiz und Espace Mittelland) weisen für 2021 eine konstante Nachfrage auf.

    Nachfragewachstum bei Stadtwohnungen insbesondere im oberen Preissegment
    Neben den acht Regionen untersucht die Online Home Market Analysis auch acht Schweizer Städte. Bei der Analyse der Nachfrage nach Eigentumswohnungen zeigt sich dabei mit genauerem Blick auf das Preissegment, dass insbesondere die Nachfrage in Basel, Lausanne, Genf und Lugano gestiegen ist. Dies sowohl im hohen Preissegment (CHF 1.5 Mio. – CHF 3.0 Mio.) als auch im tiefen Preissegment (CHF 0.3 Mio. – CHF 0.5 Mio.). Im hohen Preissegment hat die Nachfrage insgesamt in sechs von acht untersuchten Städten – neben Basel, Lausanne, Genf auch in St. Gallen und Luzern – zugenommen, in tiefen Preissegment hingegen verzeichneten die restlichen vier Städte eine gleichbleibende oder abnehmende Nachfrage. Diese erhöhte Nachfrage im hohen Preissegment gestaltet sich derweil sehr unterschiedlich aus; während in Basel insbesondere die rückläufige Inseratedauer zur höheren Nachfrage führte, deutete in Genf eine wesentlich höhere Zunahme des Immobilien-Angebots gegenüber der Ausschreibungsdauer auf diese Schlussfolgerung.

  • Ansiedlungen erreichen Vor-Corona-Niveau

    Ansiedlungen erreichen Vor-Corona-Niveau

    Die Firmenansiedlungen nehmen nach der Corona-Delle wieder zu. Die Greater Zurich Area AG (GZA) als Standortmarketingorganisation von neun Kantonen hat 2021 insgesamt 125 Unternehmen ansiedeln können, ein Zuwachs von 36 Firmen im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020. Davon kamen laut einer Mitteilung der GZA 42 Unternehmen aus den USA (+20), 19 aus Deutschland (+4), zehn aus Italien (+5) und je fünf aus China (-6), Grossbritannien und Singapur.

    Insgesamt haben die Firmen 582 Arbeitsplätze im Wirtschaftsraum geschaffen, ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den nächsten fünf Jahren sollen es insgesamt 1843 Stellen werden.

    Die ICT-Branchen sind mit 42 Unternehmen am stärksten vertreten, gefolgt von den Life Sciences mit 25 Firmen und der Maschinenindustrie mit 18 sowie den Finanzdienstleistungen mit 13 Firmen. Die Life Sciences-Firmen haben 235 Stellen geschaffen, gefolgt von den ICT-Firmen mit 154 Stellen.

    Die Bedeutung der Firmen für den Standort geht aber über die Zahl neuer Arbeitsplätze hinaus. „Wir sprechen gezielt solche Firmen an, die eine hohe Wertschöpfung erzielen und das bestehende Ökosystem stärken“, sagte GZA-Geschäftsführerin Sonja Wollkopf Walt an einer digitalen Medienkonferenz.

    Zu den neu angesiedelten Firmen gehört etwa Benchling. Der amerikanische Anbieter von Cloud-Lösungen für Biowissenschaften will im Circle am Zürcher Flughafen bis zu 150 Arbeitsplätze schaffen. Das chinesische Pharmaunternehmen Hengrui hat bereits in Basel seinen Europasitz und richtet nun einen Standort für Forschung und Entwicklung in Zürich ein.

    Das deutsche RegTech-Unternehmen targens wird von Schwanden GL aus seine Software für Compliance-Lösungen an Banken in der Schweiz und Liechtenstein verkaufen. Ruedi Becker, der Schweiz-Chef der Tochter der Landesbank Baden-Württemberg, konnte seine Vorgesetzten zusammen mit der GZA von den Vorteilen von Glarus überzeugen.

    Das freut den Glarner Standortförderer Christian Zehnder. Glarus sei bisher stark im verarbeitenden Gewerbe und in der Nahrungsmittelproduktion. „Wir wollen von unserem traditionellen Image wegkommen“, sagte er. „Bei der Ansiedlung von Firmen sind wir aber auf den starken Partner GZA angewiesen, der den Standort international vermarktet.“

    Ähnlich sieht es Sonja Wollkopf Walt: Die Ansiedlung von targens stärke das Ökosystem insgesamt und sende das Signal, dass der Wirtschaftsraum über Zürich und Zug hinausreicht. „In der Greater Zurich Area gibt es für jedes Unternehmen den idealen Standort.“

    Der Greater Zurich Area gehören die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Tessin, Uri, Zug und Zürich an.

  • Finalisten für den Enterprize stehen fest

    Finalisten für den Enterprize stehen fest

    Die drei Projekte Holzbau-LAB, Swiss Mobility Programm und Unternehmerisches Denken und Handeln an Berufsfachschulen der Schweiz stehen im Finale des diesjährigen Enterprize, informieren die SVC Stiftung für das Unternehmertum und die Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung (EHB) in einer Mitteilung. Sie zeichnen mit dem Enterprize jährlich herausragende Projekte der beruflichen Aus- und Weiterbildung aus. In diesem Jahr haben sich rund 30 Projekte für den Preis beworben.

    Finalist Holzbau-LAB vermittelt praxisorientiert Wissen und Tätigkeiten der Holzbaubranche. Die digitalen Lern- und Themenwelten des Projekts des Branchenverbands Holzbau Schweiz stehen Lernenden, Kadermitarbeitenden, Unternehmern, Bildungsanbietenden und Lehrpersonen gleichermassen offen.

    Das Swiss Mobility Programm wurde 2015 von den Kantonen Luzern und Tessin lanciert. Hier können Lehrabgehende aller Berufe ein Praktikum im Partnerkanton absolvieren. Seit 2018 ist auch der Kanton Waadt Partner.

    Mit dem Projekt Unternehmerisches Denken und Handeln an Berufsfachschulen der Schweiz will die Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen das Programm myidea.ch im allgemeinbildenden Unterricht verankern. Myidea.ch vermittelt unternehmerische Kompetenzen für Lernende an Berufsfachschulen. Derzeit wird das Programm von den vier Pilotkantonen Bern, Solothurn, Wallis (französischsprachiger Teil) und Tessin durchgeführt.

    Das siegreiche Projekt wird den Enterprize am 31. Mai an der EHB-Jubiläumstagung entgegennehmen können. Die Preisverleihung findet unter dem Patronat von Bundesrat Guy Parmelin statt.

  • Weniger Wohnungen stehen leer

    Weniger Wohnungen stehen leer

    Zum Stichtag am 1. Juni 2021 wies die Schweiz insgesamt 71’365 leerstehende Wohnungen inklusive Einfamilienhäuser auf, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 9,5 Prozent. Die entsprechende Leerwohnungsziffer nahm im selben Zeitraum um 0,18 Prozentpunkte auf 1,54 Prozent ab. Sie sei damit zum ersten Mal innert zwölf Jahren gesunken, heisst es in der Mitteilung.

    Die Analysten des BFS haben dabei in in sechs der sieben Grossregionen einen Rückgang der leerstehenden Wohnungen beobachtet. Lediglich im Grossraum Tessin sei die Leerwohnungsziffer um 0,12 Prozentpunkte auf 2,83 Prozent angestiegen. Innerhalb der Kantone machten die Analysten die tiefsten Leerwohnungsziffern in Zug (0,34 Prozent), Genf (0,51 Prozent) und Zürich (0,72 Prozent) aus. Die höchsten Leerwohnungsziffern wurden in den Kantonen Solothurn (3,15 Prozent), Tessin (2,83 Prozent) und Appenzell Innerrhoden (2,59 Prozent) beobachtet.

    Einen besonderes hohen Rückgang der Leerstände haben die Analysten bei Neubauwohnungen und Einfamilienhäusern festgestellt. Zum Stichtag wurden schweizweit 7066 leer stehende Objekte zur Dauermiete oder zum Kauf angeboten, das sind 24,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der für Dauermiete oder Kauf angebotenen leerstehenden Einfamilienhäuser nahm im selben Zeitraum um 18,8 Prozent auf 5940 Immobilien ab.

  • Edilgroup #unitipercostruire

    Edilgroup #unitipercostruire

    Tradition und Innovation sind die beiden Grundkonzepte des Projekts, die zur Gründung von Edilgroup geführt haben, dem wichtigsten Einzelhändler für Bauprodukte und -materialien im Tessin. Mit acht operativen Büros, einem im Kanton verteilten Handels- und Verwaltungssitz und rund achtzig Mitarbeitern wird der neue Akteur in der regionalen Bauszene als kompetenter und zuverlässiger Partner von Architekten, Unternehmen und Handwerkern der Branche anerkannt.

    Am beeindruckendsten ist jedoch die insgesamt 230-jährige Erfahrung auf Baustellen, die von den drei Unternehmen, aus denen die Edilgroup hervorgegangen ist, als Mitgift mitgebracht wurde: Ghielmimport SA, Taiana SA und Wullschleger SA. Bis vor wenigen Monaten haben Wettbewerber mit Weitsicht und Realismus beschlossen, mit bestem Know-how zum Erfolg einer beispiellosen unternehmerischen Initiative beizutragen, um den Herausforderungen eines wettbewerbsorientierten und anspruchsvollen Marktes auf dem Markt zu begegnen welche es Möglichkeiten geben wird, ergriffen zu werden.

    Zwischen Tradition und Innovation
    Natürlich innovativ, aber wie? Die Lager werden eingerichtet, um die notwendige Sichtbarkeit der Produkte zu gewährleisten. Kunden können sich auf professionelle Beratung verlassen. Ein wichtiger Beitrag wird auch vom Marketingbüro erwartet, zu dessen Strategien der Einsatz der wichtigsten modernen Kommunikationsinstrumente gehört.

    «Wir haben neue Ziele zwischen ökologischer Nachhaltigkeit und technologischer Innovation definiert und digitale, finanzielle und Planungsinstrumente integriert. Es geht nicht nur um Wettbewerbsfähigkeit – sagt Oliviero Milani, CEO von Edilgroup -, sondern auch darum, das Angebot zu diversifizieren, Fähigkeiten zu erweitern und uns darauf zu spezialisieren, exzellente Lösungen anzubieten, um das Gleichgewicht zwischen Qualität und Preis zu finden. Die Person steht im Mittelpunkt unserer Gedanken und unseres Handelns, da nur mit einem starken, kompetenten Humankapital gezeigt wird, dass wir an die Werte glauben, die uns identifizieren, und dass wir unsere Ziele wirklich erreichen können. Unser Motto #unitipercostruire repräsentiert nicht nur die Vereinigung von drei historischen Unternehmen im kantonalen Panorama, sondern bedeutet vor allem, Kräfte zu bündeln und mit Kunden und Lieferanten zusammenzuarbeiten, um die beste fachliche Beratung, exzellenten Service und innovative Qualitätslösungen anzubieten. “ . ■