Schlagwort: Textilbranche

  • Schweizer Textilfirma stattet Gebäude in London und Lichtenfels aus

    Schweizer Textilfirma stattet Gebäude in London und Lichtenfels aus

    Création Baumann hat zwei Aufträge aus England und Deutschland bekommen. In London stattet das auf textile Raumgestaltung spezialisierte Berner Unternehmen die 636 Wohnungen des Newfoundland-Turms mit einer farblich auf das Innenarchitekturkonzept abgestimmten Variante seines Vorhangstoffes LORD aus, informiert Création Baumann in einer Mitteilung. Die Vorhänge reflektieren das Licht und bewirken eine Energieeinsparung von bis zu 14 Prozent. Die Stoffbahnen im Gesamtumfang von etwa 40 Kilometern Länge werden in der Schweiz gefertigt.

    In Deutschland stattet Création Baumann das in Lichtenfels bei Bamberg gelegene Archiv der Zukunft aus. Dabei handelt es sich um einen von vollständig zu öffnenden Glasfassaden umrundeten Pavillon, der Büroräume und Flächen für Ausstellungen und Veranstaltungen birgt. Derartig «offene Architekturkonzepte mit viel Glas sind auf eine gezielte Lichtsteuerung angewiesen, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und Räume vor Überhitzung zu schützen», schreibt Création Baumann in einer weiteren Mitteilung. In Lichtenfels kommt dabei der Vorhangstoff GUARD des Textilherstellers zum Einsatz. Der aluminium-metallisierte Stoff lässt mit seiner gitterartigen Optik Licht ins Innere, seine hauchdünne Aluminiumschicht schützt jedoch gleichzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung und Blendung.

  • Lindner produziert nachhaltiger mit neuem Cellulosezwirn

    Lindner produziert nachhaltiger mit neuem Cellulosezwirn

    Lindner Suisse nutzt zur Fertigung der Howolis-Holzwollevliese künftig Trägernetze aus Cellulosefäden. Durch das neue Trägermaterial soll das Produktportfolio an Holzwolleprodukten laut einer Mitteilung noch nachhaltiger werden. Basis für den natürlichen Erosionsschutz bildet ein feinmaschiges Netz, das zu Schutzvliesen für Begrünungen und im Wasserbau verarbeitet wird. Das Produkt sei in diversen Varianten für verschiedenste Anforderungen erhältlich. Für den Wasserbau könne es verstärkt werden, heisst es.

    Der Hersteller von Geotextilien aus der St.GallenBodenseeArea könne für seine bewährten Holzwolleprodukte zur Hang- und Böschungssicherung ab sofort ein „insgesamt noch nachhaltigeres, durchwegs klimafreundliches Produkt“ liefern und ermögliche mit den im eigenen Hause gewobenen Netzen zudem eine Belebung der langen lokalen Textilgeschichte.

    Kernstück für die Trägernetze seien biologisch verrottbare Fäden aus Buchenholz-Cellulose aus europäischem Buchenholz. Lindner Suisse fertigt daraus die Fäden. Um damit die gewünschten beweglichen Netze herzustellen, komme traditionelles Webverfahren zum Einsatz. Zur Vermittlung des Handwerksverfahrens brachten Pensionäre aus der Textilbranche ihr Wissen ein, heisst es in der Mitteilung.

    Der Faden gilt als noch nachhaltiger als die bisher eingesetzten Jutefäden. Auch diese seien biologisch abbaubar, schnitten bei der Nachhaltigkeit aber aufgrund langer Transportwege schlechter ab. Wie Geschäftsführer Thomas Wildberger in der Mitteilung erklärt, sollen die Holzwollvliese die Produktionsabläufe „auf ein neues ökologisches Level bringen“. Zugleich will Lindner unabhängig werden von Überseemärkten. Die Jutefäden sollen bis auf Weiteres auf Wunsch erhältlich sein.