Schlagwort: Thermostate

  • Ostermundigen installiert intelligente Thermostate in Schule

    Ostermundigen installiert intelligente Thermostate in Schule

    Der Rat der Gemeinde Ostermundigen hat sich kürzlich für die Installation von 237 intelligenten Thermostaten des Cleantech-Start-ups Cleveron mit Sitz in Stettlen ausgesprochen. Sie sollen der Umrüstung der Heizkörper in der Schule Dennigkofen dienen und deren Heizenergieverbrauch um bis zu 30 Prozent senken, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Investitionskosten belaufen sich auf 40‘000 Franken.

    Diese Kosten sollen sich nach zwei bis drei Jahren über den optimierten Energieverbrauch amortisiert haben. Sollte die Massnahme den bisherigen Energieverbrauch beim Heizen um mindestens 8 Prozent senken, will die Gemeinde Ostermundigen die Ausstattung weiterer Schulanlagen und Verwaltungsgebäude mit neuen Thermostaten in Erwägung ziehen.

    „Mit dem Pilotbetrieb in der Schule Dennigkofen testen wir aus, wie wir zukünftig den Energieverbrauch in unseren gemeindeeigenen Liegenschaften reduzieren können. Gleichzeitig ist die Beschaffung ein Beitrag zur Minimierung des Risikos der Energiemangellage im bevorstehenden Winter“, wird Maya Weber Hadorn, Gemeinderätin in Ostermundigen, in der Medienmitteilung zitiert.

    Die Heizungsthermostate von Cleveron messen die Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit in Räumen. Ausserdem berücksichtigen sie die aktuellen Wetterdaten und die Aussentemperatur. Ein selbstlernender Algorithmus soll eine optimale Temperaturregulierung sicherstellen. Alle Daten lassen sich über eine App darstellen und auswerten, und die Thermostate darüber steuern. Im vergangenen Herbst hatte die Gemeinde bereits 220 Sensoren von Cleveron in Schulhäusern installiert, um die Luftqualität zu verbessern.

  • viboo spart Heizenergie mit lernendem Algorithmus

    viboo spart Heizenergie mit lernendem Algorithmus

    viboo hat einen Algorithmus zur Einsparung von Heizenergie entwickelt. Die Ausgründung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) kann damit laut einer Medienmitteilung auch ältere Gebäude mit rund einem Viertel weniger Energie beheizen. Der Nutzerkomfort bleibe dabei gleich oder verbessere sich sogar.

    Die Forscher Felix Bünning und Benjamin Huber haben die Idee bei ihrer Arbeit im Urban Energy Systems Lab der Empa entwickelt. Der Regelalgorithmus kann basierend auf Wetter- und Gebäudedaten mehrere Stunden im Voraus den idealen Energieaufwand eines Gebäudes berechnen. Die ersten Experimente im NEST, dem Forschungs- und Innovationsgebäude von Empa und Eawag in Dübendorf, haben den Energieverbrauch um 23 Prozent gesenkt. Die Forschenden arbeiteten dabei mit dem Thermostat-Hersteller Danfoss zusammen. Um Vergleich dazu sparte der Thermostat Danfoss Ally lediglich zwölf Prozent ein.

    Im März 2022 gründeten die beiden Forscher viboo zusammen mit Matthias Sulzer, Senior Researcher an der Empa, um die Lösung auf den Markt zu bringen. In der nächsten Heizperiode führt das Unternehmen weitere Testprojekte durch, ausser mit Danfoss auch mit weiteren Herstellern wie ABB und Schneider Electric.

  • Ein Algorithmus regelt Thermostate

    Ein Algorithmus regelt Thermostate

    Zwei Forscher des Urban Energy Systems Lab an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben einen selbstlernenden Algorithmus für Heizungsthermostate geschaffen. Laut einem Bericht der Empa kann er mittels Cloud-Anbindung in herkömmliche intelligente oder smarte Thermostate eingebunden werden und die Raumtemperatur vorausschauend regeln.

    „Das Potenzial ist enorm“, so Felix Bünning, Co-Gründer der Empa-Ausgliederung viboo, die diesen Algorithmus vermarktet. „Unsere Experimente im NEST haben gezeigt, dass mit diesem Ansatz eine Energieeinsparung zwischen 26 und 49 Prozent erreicht werden kann.“

    Um ein Modell des Gebäudes zu erstellen, genügen Gebäudedaten wie die Ventilpositionen und Messungen der Raumtemperatur von lediglich zwei Wochen. In Kombination mit Vorhersagen zur lokalen Aussentemperatur und zur globalen Sonneneinstrahlung berechnet der Algorithmus dann eigenständig bis zu zwölf Stunden im Voraus den idealen Energieaufwand, um das Gebäude zu heizen oder zu kühlen.

    Ein erster Partner ist den Angaben zufolge die dänische Firma Danfoss. Der international tätige Thermostathersteller prüft derzeit in einem Pilotprojekt gemeinsam mit viboo, wie hoch das Einsparpotenzial in herkömmlichen bestehenden Gebäuden ist. Daneben sei das Start-up bereits mit anderen Industriepartnern im Gespräch. So werde es den Algorithmus etwa in einem Zürcher Bürohaus direkt ins zentrale Gebäudeautomationssystem integrieren.