Schlagwort: Thurgau

  • Wirtschaftspreis würdigt Industriekompetenz und regionale Verankerung im Thurgau

    Wirtschaftspreis würdigt Industriekompetenz und regionale Verankerung im Thurgau

    Die GLATZ AG aus Frauenfeld sichert sich den Thurgauer Wirtschaftspreis 2026, der jährlich von der Industrie- und Handelskammer Thurgau, dem Thurgauer Gewerbeverband, der Thurgauer Kantonalbank sowie dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft verliehen wird.

    Das Familienunternehmen überzeugte die Jury laut einer Mitteilung mit einer Kombination aus generationenübergreifender Geschäftstätigkeit, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Loyalität, heisst es zur Begründung. Mit ihren patentierten Schirmgestellen, einer hohen Fertigungstiefe, einer internen Näherei und kompromisslosen Qualitätsstandards sei die GLATZ AG Trendsetter bei Schattenlösungen – und das in Zeiten, in denen der internationale Billigmarkt viele Mitbewerber verdrängt. Die Grossschirme aus Frauenfeld, die Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde standhalten, werden so aus dem Thurgau in über 50 Länder exportiert.

    „Seit über 130 Jahren ist das Unternehmen fest im Thurgau verwurzelt – und trägt zugleich die Qualität und den Innovationsgeist des Werkplatzes Thurgau in die Welt hinaus“, wird Thomas Koller zitiert, Jury-Präsident des Thurgauer Wirtschaftspreises.

    Davon, dass die GLATZ AG auch künftig im Thurgau verwurzelt bleibt, zeugt der Umzug in den neuen Stammsitz an der Langfeldstrasse in Frauenfeld im Jahr 2024. Der Neubau, der Forschung und Entwicklung, Produktion, Verwaltung und ein modernes Schulungszentrum unter einem Dach vereint, sei auch mit Fokus auf die Nachhaltigkeit errichtet worden. So reduzieren Photovoltaikanlagen, energieeffiziente Heiz- und Kühlsysteme sowie verkürzte Transportwege den CO2-Fussabdruck.

    Die Preisverleihung findet am 15. April 2026 bei der GLATZ AG in Frauenfeld statt.

  • Solarstromprojekt in Frauenfeld gestartet

    Solarstromprojekt in Frauenfeld gestartet

    Thurplus produziert auf dem Dach von Signer Elektromotoren in Frauenfeld künftig Solarstrom. Der Frauenfelder Energieversorger hat dort laut einer Mitteilung Ende November eine Photovoltaikanlage mit 140 Modulen auf einer Fläche von 280 Quadratmetern in Betrieb genommen. Sie soll mit einer Leistung von 62 Kilowattstunden jährlich rund 62‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

    Thurplus hat die Anlage finanziert und mit regionalen Handwerkern gebaut und wird sie auch betreiben.
    Signer Elektromotoren stellt das Dach zur Verfügung und erhält den Solarstrom zu einem stark vergünstigten Tarif. „Wir haben schon lange darüber nachgedacht, eine Photovoltaikanlage zu realisieren“, wird Juniorchef Dominik Signer in der Mitteilung zitiert. „Die Zusammenarbeit mit Thurplus war sehr gut, und wir freuen uns, einen Beitrag zur Förderung der Solarenergie zu leisten.“

    Das 1967 gegründete Familienunternehmen repariert Elektromotoren und baut Sondermotoren.

    Thurplus sucht weitere Dachflächen für die Photovoltaik. „Solche gemeinsamen Projekte tragen zur Energiewende bei und zur Erreichung unserer städtischen Nachhaltigkeitsziele“, wird Fabrizio Hugentobler, Stadtrat und Departementsvorsteher Thurplus, Freizeit und Sport, in der Mitteilung zitiert. Frauenfeld will bis 2027 eine Leistung von 8000 Kilowattpeak hinzubauen.

  • Thurgauer Agri-Photovoltaik und Energiespeicher Projekte erhalten Förderung

    Thurgauer Agri-Photovoltaik und Energiespeicher Projekte erhalten Förderung

    Vier Projekte erhalten Unterstützung durch die EKT Energiestiftung. Im Rahmen der zweiten Vergaberunde lagen dem Stiftungsrat laut einer Mitteilung 20 Gesuche zur Prüfung vor. Alle Projekte arbeiten an einer sicheren nachhaltigen Energieversorgung und an der Umsetzung der Klimaziele. Überzeugt hätten sie durch eine hohe Praxisorientierung und ihren Bezug zum Kanton Thurgau. Zudem seien es „gute Beispiele dafür, wie sowohl die Thurgauer Wirtschaft als auch die Thurgauer Landwirtschaft von der EKT profitieren können“, wird Stiftungsratspräsident Fabian Etter zitiert.

    Eines der Forschungsprojekte ist im Bereich Agri-Photovoltaik angesiedelt. Untersucht werden Wege zur Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen, sowohl zur Erzeugung von Kulturpflanzen als auch von Solarstrom. Eine Versuchsanlage mit halbtransparenten Photovoltaikmodulen des Landwirtschaftlichen Kompetenzzentrums Arenenberg soll Erkenntnisse zu Sorteneignung, Witterungsschutz, Bewässerung und Lichtmanagement liefern.

    Als weitere Projekte werden zwei Vorhaben rund um Energiespeicherung gefördert, da diese zentral beim Umbau der Energieversorgung sind. Das eine wird bei der Tierkörpersammelstelle in der Stadt Frauenfeld durchgeführt, die an dem Pilotprojekt beteiligt ist. Untersucht wird der Prototyp einer Sorptionswärmepumpe. Damit lasse sich während der Sommermonate die beim Kühlen entstehende Abwärme zusammen mit der elektrischen Energie der Photovoltaikanlage thermochemisch speichern. Beim zweiten Energiespeicherprojekt handele es sich um eine Vorstudie, die Chancen und Rahmenbedingungen beim Einsatz von modularen Sandbatterien als Wärmespeicher erforscht.

    Weitere innovative Ansätze für die Energiewende sieht die EKT Energiestiftung in dem Projekt Thurgauer Energienutzung aus dem Untergrund 2023. Die Fördersumme werde in Kombination mit einem Darlehen vergeben und soll Grundlagen und Planungsarbeiten unterstützen, welche zur Beantragung von Fördermitteln beim Kanton und beim Bund benötigt werden. Forschungsziel seien Erkenntnisse zur Nutzung von geothermischen Energiequellen.

  • Weiterentwicklung der Fernwärmeleitung zwischen Konstanz und Kreuzlingen

    Weiterentwicklung der Fernwärmeleitung zwischen Konstanz und Kreuzlingen

    Im Sommer 2022 hatten Energie Kreuzlingen, KVA Thurgau und Stadtwerke Konstanz über ihre Pläne zum Bau einer grenzübergreifenden Fernwärmeleitung informiert. Nun geht das Projekt in die nächste Phase, informiert Stadtwerke Konstanz in einer Mitteilung. Die drei Partner haben sich darauf geeinigt, die Eckpunkte des Projekts zu definieren und ein Vorprojekt zu erarbeiten. Auf dessen Grundlage soll dann der Realisierungsentscheid gefällt werden.

    Die geplante Fernwärmeleitung soll von der künftigen Ersatz-Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Weinfelden nach Kreuzlingen und weiter nach Konstanz verlaufen. In einer Absichtserklärung haben die Partner die Rollen und die Verteilung der Aufgaben bei der Planung festgelegt. Danach wird KVA Thurgau Finanzierung und Umsetzung der für die Projektierung nötigen Arbeiten übernehmen. Energie Kreuzlingen und Stadtwerke Konstanz steuern die technischen und planerischen Grundlagen bei.

    KVA Thurgau soll auf Grundlage der vorgegeben technischen und betrieblichen Parameter die bereits durchgeführte Machbarkeitsstudie aktualisieren und die Planung der Linienführung einleiten. Gleichzeitig wollen die Partner Gespräche mit potenziellen Partnern für die Finanzierung des Projekts führen. In einer zweiten Etappe sollen die Grundlagen für die Erwirkung eines Realisierungskredits entwickelt werden. Gemäss aktueller Planung könnte die Ersatz-KVA Ende 2031 erste Wärme liefern. Zu diesem Zeitpunkt soll möglichst auch die Fernwärmeleitung stehen.

  • Ostschweizer Bahnprojekte von der Bundesregierung vernachlässigt

    Ostschweizer Bahnprojekte von der Bundesregierung vernachlässigt

    Die Ostschweizer Kantone haben ehrgeizige Ziele für die Zukunft der Mobilität und den Klimaschutz festgelegt. Eine Schlüsselrolle bei der Erreichung dieser Ziele spielt der Ausbau des Bahnangebots und der zugehörigen Infrastruktur. Dazu gehört die Stärkung der Bahnstrecke zwischen Winterthur und St. Gallen, um die Erreichbarkeit der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau und des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg deutlich zu verbessern. Diese Erweiterung wurde erstmals im Jahr 2009 im Rahmen des Programms „Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur“ (ZEB) vom Parlament genehmigt und im Jahr 2019 mit der Botschaft zum Bahnausbauschritt 2035 bestätigt.

    In der aktuellen Botschaft vom 16. August 2023 legt der Bundesrat seine Pläne für den weiteren Ausbau des Bahnnetzes dar und beantragt eine Erhöhung der finanziellen Mittel für Projekte in verschiedenen Regionen der Schweiz. Bedauerlicherweise plant er jedoch nicht, die bereits beschlossenen Erweiterungen zwischen Winterthur und St. Gallen umzusetzen. Darüber hinaus beabsichtigt er, die Vorinvestitionen für einen zukünftigen Meilibachtunnel im Rahmen des laufenden Ausbauprojekts zum Zimmerberg-Basistunnel nicht durchzuführen. Es ist unklar, warum diese Streichungen vorgenommen werden, da sie den Zielen der Perspektive BAHN 2050 des Bundes, der Raumplanung und des Klimaschutzes entsprechen.

    Die Regierungen der Ostschweizer Kantone akzeptieren diese Benachteiligung nicht. Für einen Lebens- und Wirtschaftsraum mit über 1,1 Millionen Einwohnern und fast 700.000 Beschäftigten ist die Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots von entscheidender Bedeutung. Sie setzen sich aktiv dafür ein, dass die geplanten Erweiterungen im Rahmen des politischen Prozesses weiterhin berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck stehen sie im engen Kontakt mit den Bundesparlamentarierinnen und Bundesparlamentariern.

    Konkret fordern die Regierungen der Ostschweizer Kantone:

    Die Beibehaltung der Mittel für die Leistungssteigerung und Beschleunigung auf der Strecke Winterthur-St. Gallen.

    Die Einleitung von Vorinvestitionen für den Meilibachtunnel als Teil des Zimmerbergtunnels 2, um die Verbindung zu den Regionen Ausserschwyz, Linthgebiet, Glarus, Rheintal und Graubünden sicherzustellen.

    Die Umsetzung weiterer Bahninfrastrukturprojekte in der Ostschweiz, wie die Projektierung des Doppelspurausbaus Tiefenwinkel auf der Strecke Zürich-Chur im Rahmen der Botschaft 2023 und die Bereitstellung eines Planungskredits für Beschleunigungsmassnahmen auf der Strecke Pfäffikon-Chur im Rahmen der Botschaft 2026.

    Diese Anliegen werden auch von den Regierungen des Kantons Zürich und des Fürstentums Liechtenstein, die assoziierte Mitglieder der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK) sind, unterstützt. Darüber hinaus weisen die Regierungen der Ostschweizer Kantone bereits auf zukünftige Anforderungen hin, die voraussichtlich im Jahr 2026 vom Parlament erörtert werden sollen. Hierzu gehören Massnahmen zur Kompensation des Verzichts auf schnelles Fahren in Kurven auf der Strecke Winterthur-St. Gallen, die Entflechtung des internationalen Fernverkehrs vom nationalen Fernverkehr auf der Strecke Zürich-St. Gallen-München sowie die Umsetzung weiterer Bahninfrastrukturprojekte in der Ostschweiz, einschließlich des Ausbaus des Tiefenwinkels auf der Strecke Zürich-Chur und der Sicherstellung der aktuellen Anschlussqualität im Knoten Schaffhausen.

  • Burkhalter kauft Bötschi Holding

    Burkhalter kauft Bötschi Holding

    Die Burkhalter-Unternehmensgruppe hat das Gebäudetechnikunternehmen Bötschi Holding gekauft. Wie aus einer Medienmitteilung des in Zürich ansässigen Dienstleisters für Heizungs- und Kälte-, Lüftungs- und Klima-, Sanitär- und Elektrotechnik hervorgeht, verfolgt er mit der Übernahme den Ausbau seiner Technikfelder Sanitär, Heizung und Lüftung in den Kantonen Thurgau und St.Gallen. Mit der Transaktion schliessen sich auch die Tochtergesellschaften Bötschi AG Feuer Luft Wasser, Angele AG Feuer Luft Wasser und Perl-Pool AG der Burkhalter Gruppe an.

    Burkhalter übernimmt alle 65 Mitarbeitenden des in Mauren und Bronschhofen ansässigen Familienunternehmens. Dessen Jahresumsatz beläuft sich im Kerngeschäft Sanitär, Heizung und Lüftung auf 19 Millionen Franken. Die Unternehmen behalten ihren Firmennamen und die Geschäftsleitung.

    Der Kaufpreis wird in bar und mittels Namenaktien der Burkhalter Holding AG beglichen. Zu diesem Zweck ist die Schaffung von 47’682 Namenaktien aus genehmigtem Kapital vorgesehen. Sie sollen ab Anfang oder Mitte Mai gehandelt werden. Der Verkäufer hat sich verpflichtet, dass aus dem Verkauf erhaltene Namenaktien während zweier Jahre nicht zu veräussern.

    Der Dienstleister für Heizungs- und Kälte-, Lüftungs- und Klima-, Sanitär- und Elektrotechnik beschäftigt 4600 Mitarbeitende an 150 Standorten in 80 Gesellschaften.

  • Nüssli nimmt grosse Photovoltaikanlage in Betrieb

    Nüssli nimmt grosse Photovoltaikanlage in Betrieb

    Nüssli hat seine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Mit ihren 8000 Quadratmetern ist dies die viertgrösste Solaranlage im Kanton Thurgau. Sie wird vom Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen (EKS) betrieben. Dies hatte einer Medienmitteilung zufolge auch den Anstoss für den Bau dieser Anlage gegeben. Die von den rund 4100 Modulen jährlich produzierten 1,5 Megawattstunden Solarstrom werden in das Netz des Elektrizitätswerks Hüttwilen eingespeist.

    Dabei handelt es sich um das Zweieinhalbfache dessen, was das Werk zur vollständigen Eigenversorgung benötigt. Der Überschuss steht mehr als 300 Vierpersonenhaushalten der Umgebung zur Verfügung.

    „Wir realisieren für unsere Kunden nachhaltige oder sogar selbstversorgende Bauten“, wird Nüssli-CEO Andy Böckli zitiert. „Mit der neuen Anlage übernehmen wir nun auch auf unserem Gelände noch mehr Verantwortung. Wir freuen uns, gemeinsam mit EKS einen Schritt weiter in Richtung nachhaltiger Zukunft zu gehen und uns selbst mit Strom versorgen zu können.“

  • Wärmekonzept aus Müllverbrennung und Seewärme wird geprüft

    Wärmekonzept aus Müllverbrennung und Seewärme wird geprüft

    Die Energieversorgungsunternehmen Energie Kreuzlingen, Stadtwerke Konstanz, der Verband KVA Thurgau aus Weinfelden TG sowie die EKT AG aus Arbon TG wollen sich einer Medienmitteilung zufolge zusammenschliessen, um im grenzüberschreitenden Schulterschluss neue Wärmequellen optimaler zu nutzen.

    Angedacht ist ein Wärmeversorgungskonzept, bei dem die Nutzungen von CO2-neutraler Abwärme der Müllverbrennungsanlage der KVA via Fernwärmeleitung sowie Seewasserwärme aus dem Konstanzer Trichter kombiniert werden.

    Die vier Partner haben die Swisspower AG eingeschaltet, um die Machbarkeit des Projekts in technischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und organisatorischer Hinsicht zu untersuchen. Noch im Laufe des Jahres wird mit einem Ergebnis gerechnet.

    Swisspower unterstützt Stadtwerke und Energieversorger mit Kooperationsinitiativen, Beratungsdienstleistungen und Vernetzungsangeboten auf dem Weg zu Energiesystemen ohne CO2-Ausstoss.