Schlagwort: Totalsanierung

  • Kriens: Alte Ziegelei soll in neuem Glanz erstrahlen

    Kriens: Alte Ziegelei soll in neuem Glanz erstrahlen

    Die Alte Ziegelei unterhalb des Bellparks in Kriens ist stadtbekannt. Sie wurde in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Zwischen 1889 und 1899 erweiterte Luzern seinen Häuserbestand um 25 Prozent, die Nachfrage nach gebrannten Ziegeln war hoch. Mangelhafte Lehmvorkommen und eine unbeständige Geschäftsführung führten die Ziegelei im Jahr 1900 jedoch in den Konkurs.

    Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Gebäude in den 1920er-Jahren zu einem Wohnhaus umgebaut. Seither hat es mehrere bauliche Veränderungen erfahren und ist dadurch historisch gewachsen. Zwischenzeitlich wurde es ins Verzeichnis der schützenswerten Gebäude des Kantons Luzern aufgenommen. Bis vor kurzem wohnten und arbeiteten in der Alten Ziegelei junge Familien, Kreative, Handwerkerinnen und Lebenskünstler.

    Das Gebäude hat einen hohen Sanierungsbedarf. Als Grundeigentümerin entschloss sich die Schmid Immobilien AG zur Sanierung der Alten Zieglei und ein Bauprojekt in einem begleiteten Verfahren zu entwickeln.

    Die Alte Ziegelei ist stadtbekannt und steht seit über 100 Jahren in Kriens.

    Ein Fachgremium aus Vertretenden der Bauherrschaft, der Denkmalpflege und der Stadt Kriens sowie externen Architekten und Ingenieuren beurteilte die Projektentwürfe von vier eingeladenen Architekturteams. Die Projekte sollten den Bezug zur Geschichte der Alten Ziegelei erfüllen, die Interessen der Denkmalpflege umsetzen und die wirtschaftlichen Interessen der Eigentümerin berücksichtigen. Das Siegerprojekt stammt von Seiler Linhart Architekten aus Luzern.

    Es sieht vor, die historisch gewachsenen dreiseitigen Anbauten des Gebäudes zu entfernen und die Alte Ziegelei auf ihren Kern zurückzubauen. Die historischen Fassaden sollen saniert und das zentrale Element des natürlich belichteten Innenhofs wiederhergestellt werden. An der Ost- und Westseite soll das Wohngebäude mit einer Laubenkonstruktion ergänzt werden. Geplant sind insgesamt 18 Wohnungen, verteilt auf die drei Obergeschosse, und vier Ateliers im Erdgeschoss. Auch nach der Sanierung soll das gemeinschaftliche Leben unter einem Dach in der Alten Ziegelei im Vordergrund stehen.

    Die Bauarbeiten starten im Frühling 2023 und sollen bis Ende 2024 dauern. Die Investition beträgt rund elf Millionen Franken.

  • Totalsanierung und Neubau in Rekordzeit

    Totalsanierung und Neubau in Rekordzeit

    Die Wohnüberbauung Hagenmatt in Root mit rund 160 Wohnungen ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Totalsanierung und Nachverdichtung: Die in den 1970er-Jahren erbaute Siedlung bot ideale Voraussetzung für dieses Vorhaben. Für die Umsetzungen engagierte Die Liegenschaftsverwalter AG als Vertreterin der Eigentümerin Schürch Immobilien AG die PP Baumanagement AG aus Kriens mit der Gesamtprojektleitung, Kostenplanung und Bauleitung. Zudem wurden sechs Neubauten mit insgesamt vierzehn Reiheneinfamilienhäusern und vierzehn 2,5-Zimmer-Wohnungen im Holzbau von der Strüby Konzept AG aus Seewen SZ im Auftrag der Eigentümerschaft realisiert.

    Nebst einer attraktiveren Gestaltung der Wohnungen hatte die Sanierung auch eine optimierte Gebäudeerscheinung sowie neugestaltete Aussenräume und eine energetische Optimierung zum Ziel. Letztere wurde dank technischen Massnahmen wie dreifach verglasten Fenstern oder einem Anschluss ans EWL-Fernwärmesystem sowie dem Abschalten der Öl-Heizung erreicht. Für mehr Wohnkomfort wurden in der bestehenden Liegenschaft Bodenheizungen eingebaut, die Balkone erweitert, die Küchen mit neuen Geräten ausgestattet und die Nasszellen erneuert.

    Die neugebauten Ein- sowie Mehrfamilienhäuser sind allesamt zweigeschossig und betten sich harmonisch in die zuvor nicht optimal genutzten Überbauungsflächen ein. Sie überzeugen durch minergietaugliche Gebäudehüllen, begrünte Flachdächer, grosszügig konzipierte Dachterrassen sowie durch grosse Fenster, die für lichtdurchflutete Häuser sorgen. Die Totalsanierung der Überbauung Hagenmatt sowie die Errichtung der sechs Neubauten konnte etappenweise innert acht Monaten abgeschlossen werden.

    Die schnelle Bauzeit ist – gerade bei den Neubauten – dem gewählten Holzbau geschuldet: Die Bauteile werden vorgefertigt auf die Baustelle geliefert, sodass vor Ort direkt mit der Montage begonnen werden kann. Die Strüby Unternehmungen beziehen jährlich rund 20’000 Kubikmeter Holz direkt von Schweizer Waldbesitzern. Das Holz wird in der jeweiligen Region gesägt und verleimt, bevor es weiterverarbeitet wird. Dank diesen kurzen Wegen wird graue Energie massgebend reduziert.

    Der Inhaber der Die Liegenschaftsverwalter AG, Andreas Gasser, ist nebst der kurzen Bauzeit stolz, dass das Gesamtkostenbudget des Projekts von 42 Millionen Franken sogar noch unterschritten werden konnte. Zudem war die Wohnqualität für die Mieter, die in der ersten Etappe noch nicht vom Umbau betroffen waren, zu keiner Zeit eingeschränkt. Gasser hebt hervor, dass mit einer geschickten Verdichtung mittels Aufstockungen, Anbauten oder Ergänzungsbauten mehr Wohnraum auf bestehenden Flächen geschaffen und der Landverschleiss gleichzeitig eingedämmt werden konnte.