Schlagwort: Tourismusentwicklung

  • Parahotellerie treibt Logiernächte in Spiez auf neuen Rekord

    Parahotellerie treibt Logiernächte in Spiez auf neuen Rekord

    Der Spiezer Tourismus hat 2025 mit 198‘000 Übernachtungen einen neuen Rekord erzielt. Dieser geht aber laut einer Mitteilung der Spiez Marketing AG (SMAG) allein auf das Wachstum in der Parahotellerie zurück. Diese hat ihre Übernachtungen um 35 Prozent auf 63‘000 gesteigert. Gleichzeitig sind die Übernachtungen in der Hotellerie um 2,5 Prozent auf 135‘000 gesunken.

    Über die Hälfte der Übernachtungen geht auf Besuchende aus der Schweiz zurück. China folgt mit einem Anteil von 9 Prozent, Deutschland von 7 Prozent und die USA mit 5 Prozent. Bei der Parahotellerie machen die Besuchenden aus der Schweiz 15 Prozent aus, gefolgt von China mit 11 Prozent, den USA mit 10 Prozent und Deutschland mit 9 Prozent.

    Mit den steigenden Übernachtungen sind Herausforderungen verbunden. Der Gemeinderat hat den lokalen Standortförderer SMAG bereits im vergangenen Frühling mit der Bildung einer Arbeitsgruppe beauftragt. Die Vertretenden aus Politik, Bevölkerung, Hotellerie und Para, aber auch Einzelhandel und anderen Touristikern, sollten diese Herausforderungen identifizieren und Lösungsansätze suchen. Der daraus resultierende Massnahmenplan 2026 soll nun umgesetzt werden.

    „Es ist überhaupt nicht unser Ziel, Logiernächterekorden nachzujagen“, wird Stefan Seger, Geschäftsführer der Spiez Marketing AG, in der Mitteilung zitiert. Die Förderung des Tourismus dürfe nicht zu Lasten der Einwohnerinnen und Einwohner gehen. „Wir stehen für möglichst nachhaltigen Tourismus ein.“

  • Uri will Wirtschaftsstandort langfristig stärken

    Uri will Wirtschaftsstandort langfristig stärken

    Die Wirtschaftsförderungsstrategie dient als Kommunikationsinstrument gegenüber der Wirtschaft und der Politik und schafft Transparenz über die programmatische Ausrichtung der Wirtschaftsförderung. Sie trägt dazu bei, die Ziele gemäss Wirtschaftsförderungsgesetz – Erhöhung der Wirtschaftskraft und der Wettbewerbsfähigkeit sowie Sicherung und Erhaltung von Arbeitsplätzen – zu erreichen und so den Wirtschaftsstandort Uri langfristig zu stärken.

    Der Kanton Uri wird als verlässlicher und pragmatischer Partner mit kurzen Wegen positioniert. Anhand von Schlüsselprojekten werden die Grundlagen für eine positive Beschäftigungsentwicklung geschaffen. Schwerpunktthemen sind wissensbasierte Dienstleistungen, Alpintechnik, Tourismus im alpinen Raum und rund um den Urnersee, Verkehrs- und Sicherheitstechnik, Energietechnik/Cleantech sowie Präzisionstechnik bzw. Polymertechnologien. Stärker betont werden sollen künftig auch die Chancen für Unternehmensfunktionen (Backoffice, Entwicklungseinheiten) sowie die Kreativwirtschaft.

    Wichtigste Projekte zur Standortentwicklung sind die Weiterentwicklung der bestehenden und neu aufzubauenden Forschungs- und Bildungsangebote in Richtung eines «Campus Uri», die Betreuung von Entwicklungsschwerpunkten für die Bereitstellung von attraktiven Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsflächen, die Begleitung der positiven Effekte aus den anhaltenden Grossinvestitionen im Tourismus, die Übertragung der kantonalen Digitalisierungsstrategie auf die Urner Unternehmen sowie die Förderung von kommunalen Leuchtturmprojekten. Die Strategie wird auf das geplante Klimaschutzkonzept des Kantons abgestimmt.

    Ein Vermarktungskonzept stellt die zielgruppengerechte Kommunikation sicher. Wichtige Massnahmen sind die Pflege der ansässigen Unternehmen, die Sichtbarmachung der Schwerpunktthemen und Potenziale des Wirtschaftsstandorts mit Factsheets und Netzwerkveranstaltungen, Projekte mit einem Schwerpunkt auf «Heimweh»-Urnerinnen und -Urner, die Weiterentwicklung des Botschafternetzwerks und die Bündelung der Kernbotschaften zum Kanton Uri.

    Breit abgestützter Prozess und enge Abstimmung mit dem Regierungsprogramm
    Die aktualisierte Wirtschaftsförderungsstrategie ist eng mit dem Regierungsprogramm 2020 – 2024+ abgestimmt. Begleitet wurde die Aktualisierung von der Beratungsfirma LOC AG aus Zürich, die über eine ausgewiesene nationale Expertise in diesem Gebiet verfügt. In den Prozess wurden auch Partner aus Wirtschaft, Tourismus und Gemeinden sowie verschiedene kantonale Ämter einbezogen. Nun wurde die Wirtschaftsförderungsstrategie aus dem Jahr 2016 aktualisiert und geschärft und vom Regierungsrat verabschiedet. Das Dokument ist im Internet unter www.ur.ch/wirtschaft abrufbar.

  • SVSM Dialog Wirtschaftsförderung

    SVSM Dialog Wirtschaftsförderung

    Während vieler Jahre hat die SVSM jeweils im Frühjahr den Tag des Standortmanagements organisiert. An diesem ganztägigen Anlass haben sich Fachpersonen aus dem Standortmanagement, der Wirtschaftsförderung und der Immobilien-Branche sowie Vertreter*innen von Gemeinden, Städten und Kantonen getroffen, um Fallbeispielen zu lauschen, branchenspezifische Themen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und ihr Netzwerk zu pflegen. Auf Grund der Corona-Pandemie konnte der Anlass 2020 und 2021 nicht durchgeführt werden. Der Vorstand der SVSM hat diese «Zwangspause» genutzt, um den Anlass grundsätzlich zu überdenken und neu zu konzipieren. Entstanden ist die neue Veranstaltungsreihe «SVSM Dialog»: Ab Herbst 2021 organisiert die SVSM jährlich zwei halbtägige Anlässe – im Herbst mit dem Fokus auf Themen der Wirtschaftsförderung, im Frühling zu Themen des Standortmanagements. Die Anlässe werden, ganz dem Zeitgeist entsprechend, hybrid sein: Teilnehmen können Interessierte einerseits physisch, vor Ort, oder dank Live-Streaming virtuell vom Schreibtisch aus.

    Praxisbezogene Referate und Erfahrungsaustausch
    Der erste SVSM Dialog Wirtschaftsförderung findet am Mittwoch, 17. November 2021, von 15 bis 19 Uhr im Kino Capitol in Olten statt. Der Anlass vermittelt Fachwissen und vernetzt Standortmanagerinnen, Wirtschaftsfördererinnen, Immobilien-Fachleute, Raumplanerinnen und weitere Interessierte. Drei praxisbezogene Referate mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsförderung bieten den Teilnehmenden fachlich wertvolle Inputs für die tägliche Arbeit und zeigen anhand von Fallbeispielen Lösungsansätze und Strategien für aktuelle Herausforderungen auf. Stefan Büeler, Vorsteher des Amts für Wirtschaft und öffentlichen Verkehr Kanton Uri, zeigt anhand von aktuellen Projekten wie der Tourismusentwicklung Andermatt, dem Gotthard-Basistunnel oder Bildungs- und Forschungsinstituten die Ansätze der Wirtschaftsförderung Uri auf. Er geht auch darauf ein, welches Vorgehen und welche Organisationsformen sich in der Praxis bewährt haben. Samuel Zuberbühler, Leiter Standortförderung Stadt St. Gallen, gibt unter dem provokativen Titel «Sankt ohne Senf» Einblick in die Vermarktung der Ostschweizer Stadt und zeigt, wie dort aktuelle Themen – etwa die Belebung der Innenstadt – angegangen werden. Dabei greift er auch kritische Punkte auf, um einen praxisbezogenen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Bernard Schmid, Geschäftsführer von Promove, ermöglicht einen Blick auf die Arbeitsweise, Struktur und aktuelle Themen einer Wirtschaftsförderungsorganisation in der Westschweiz: Der Verein Promove hat die Förderung der Wirtschaft in der Region Riviera-Lavaux am Schweizer Ufer des Genfersees zum Ziel und verbindet dazu Behörden, Wirtschaft und andere wichtige Partner. Ein ausgedehnter Apéro zum Abschluss der Veranstaltung – auch dieser Teil wird live gestreamt – bietet Gelegenheit zur Pflege und zum Ausbau des persönlichen Netzwerks.  

    Mit dabei – vor Ort oder via Live-Streaming
    Der Anlass wird als Hybrid-Anlass durchgeführt: Die Teilnehmenden besuchen den Anlass entweder vor Ort im Kino Capitol in Olten oder schliessen sich dem Anlass virtuell an – der gesamte Anlass wird live gestreamt und bietet dank einer speziellen Event-Plattform auch virtuell Teilnehmenden die Möglichkeit zur Interaktion. Alle Teilnehmenden erhalten nach der Online-Registration einen persönlichen Teilnahmelink, mit dem sie sich über einen Browser in den Event einloggen können. Der Anlass ist für Mitglieder der SVSM kostenlos. Nicht-Mitglieder bezahlen einen Unkostenbeitrag von CHF 50. Sollte während oder nach dem Event eine Anmeldung für eine Mitgliedschaft erfolgen, wird dieser Betrag zurückerstattet.