Schlagwort: Transformation

  • 27 Jahre Engagement für Schlierens Transformation

    27 Jahre Engagement für Schlierens Transformation

    Seit 1998, also über 27 Jahre, prägt Albert Schweizer die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Schlieren. In dieser Zeit hat er nicht nur Unternehmen angesiedelt und Flächen organisiert, sondern auch Dialoge zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung geführt. Stets mit einer klaren Philosophie, Netzwerke und Vertrauen statt blinder Zahlenoptimierung.

    «Schlieren ist rasant gewachsen, aber kontrolliert, mit einer Standortförderung, die nicht nur auf Zahlen, sondern auf Netzwerke und Vertrauen baut», beschreibt diese Herangehensweise von Albert Schweizer  treffend. Aus einer klassischen Industriestadt wurde ein dynamischer Technologiestandort.

    Von der Industrie zur Biotechnologie
    Schweizers Fähigkeit, Chancen konsequent in Projekte umzusetzen, machte den Unterschied. Er organisierte Flächen, löste Knoten, lancierte Feste und schuf die Bedingungen für Unternehmen, um sich in Schlieren niederzulassen und zu wachsen. Besonders beeindruckend ist die Umwandlung früherer Industriebrachen zu Zentren der Biotechnologie und Medizintechnik. Ein strategischer Wandel, der Schlieren neu positionierte.

    Verdiente Pensionierung
    Im kommenden Frühling 2026 tritt Albert Schweizer seine wohlverdiente Pensionierung an. Für die Stadt Schlieren endet damit eine Ära, deren Spuren aber bleiben – in den Netzwerken, die er aufgebaut hat, in den Projekten, die er initiierte, und in der Kultur der Standortförderung, die er mitgestaltete.

    «Wir sind stolz darauf, wie sich Schlieren entwickelt hat», würdigt auch Stadtpräsident Markus Bärtschiger die Leistungen von Albert Schweizer.

    Mit der Pensionierung von Albert Schweizer geht nicht nur ein erfahrener Standortförderer, sondern auch der Architekt des modernen Schlieren. Seine Auszeichnung ist ein verdientes Finale einer einflussreichen Karriere, die zeigt, dass nachhaltige Entwicklung von Menschen kommt – von solchen, die nicht nur Wirtschaft managen, sondern Vertrauen aufbauen.

  • La Rasude Lausanne

    La Rasude Lausanne

    La Rasude gehört zu den sechs städtischen Transformationspolen Lausannes und liegt direkt am Bahnhof sowie an einem der wichtigsten ÖV-Knoten der Romandie. Aus Sicht der Stadt ist dies der ideale Ort für eine Verdichtung, die kurze Wege, hohe Nutzungsdichte und bessere Lebensqualität verbindet. Der Plan d’affectation definiert hierfür die zulässigen Nutzungen, Gebäudevolumen und Anforderungen an Umwelt, Mobilität und Denkmalschutz.​

    Weiterbauen im Bestand statt Tabula rasa
    Rund 70 Prozent der bestehenden Bauten werden erhalten, darunter das markante, von Alphonse Laverrière entworfene Gebäude an der Avenue de la Gare, dessen Schutz nach Kritik von Bund und Fachleuten in einem überarbeiteten Projekt ausdrücklich gesichert wurde. Einzelne Gebäude wie «Gare 45» und «Horizon» dürfen um zwei Geschosse erhöht werden, dazu kommen zwei neue Baukörper. Einer entlang der Gleise, einer im Quartierzentrum, deren Höhen so definiert sind, dass die bestehende Skyline und Sichtbezüge respektiert bleiben und der Edipresse-Turm nicht überragt wird.​

    Wohnen, Arbeiten und soziale Mischung
    Etwa 30 Prozent der Geschossflächen sind für Wohnen vorgesehen, mindestens 20 Prozent davon als logements d’utilité publique, also gemeinnützige Wohnungen. Insgesamt sollen so knapp 500 Personen in einem heute nicht bewohnten Quartier leben können. Parallel entsteht ein vielfältiger Nutzungsmix mit Büros, einem Hotel, Läden, frühkindlicher Betreuung, Kultur- und Freizeiträumen sowie quartiernahen Dienstleistungen. Rund 500 Quadratmeter werden zu kontrollierten, günstigen Mieten für Kulturschaffende und öffentliche Nutzungen reserviert.​

    Öffentlicher Raum, Begrünung und Mobilität
    Der heute geschlossene, stark versiegelte Komplex wird in ein offenes, fussgängerorientiertes Quartier überführt. Etwa die Hälfte des Areals soll künftig als öffentlicher Raum zur Verfügung stehen, ein grosser Teil davon mit Bäumen und Grünflächen, ergänzt durch begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen und den Anschluss an erneuerbare Wärmequellen, um die CO₂-Bilanz deutlich zu verbessern. Die Erschliessung an der Oberfläche erfolgt primär zu Fuss und mit dem Velo, während eine Tiefgarage mit rund 275 Autoparkplätzen und rund 1200 Velostellplätzen die notwendigen Mobilitätsangebote unterirdisch bündelt.​

    Politischer Prozess und Ausblick
    Der Plan liegt bis zum 18. Dezember zur öffentlichen Einsicht auf. Einwendungen und Einsprachen fliessen in die weitere Überarbeitung ein, bevor der Beschlussweg über den Gemeinderat zum Kanton führt. Parallel sind Wettbewerbe für Architektur und öffentliche Räume mit partizipativen Formaten vorgesehen, um die Qualität der Umsetzung zu sichern. Der Baubeginn wird derzeit ab etwa 2029 anvisiert, mit einer gestaffelten Inbetriebnahme des neuen Quartiers zwischen 2031 und 2033. Vorausgesetzt, allfällige politische Referenden ändern den Zeitplan nicht.

  • Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Die Ergebnisse des Studienauftrages Arealentwicklung Gewerbestrasse, Döttingen werden am 18. und 19. Oktober in Döttingen ausgestellt. Der siegreiche Beitrag stammt von fsp Architekten aus Spreitenbach, zusammen mit LAND Suisse aus Lugano sowie ASTOC Architects and Planners aus Köln. Bei dem Projekt DOT entsteht auf dem Areal von Birchmeier Hess Immobilien ein neues Quartier. Auf einer Fläche von 75’000 Quadratmetern sollen 550 Wohnungen entstehen, 15’000 Quadratmeter Fläche sind für Gewerbe vorgesehen, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

    „Mit der Transformation des Areals wird Industrie zur Nachbarschaft. Aus Hallen wird Heimat, aus Spuren Identität. Das industrielle Erbe wird verwandelt – nachhaltig, zukunftsfähig, durchmischt“, heisst es von Ivo Lenherr von fsp Architekten zum Projekt DOT. Die Jury begründete das einstimmige Votum für das Siegerprojekt unter anderem mit der „raffinierten städtebaulichen Strategie im Umgang mit den Vorgaben der Grund­eigentümerin, dem aktuellen Gebäudebestand sowie dem genehmigten Richtplan“. Das Projekt stelle „einen rück­sichtsvollen Umgang mit der Nachbarschaft sowie den öffentlichen Bedürfnissen dar und lässt für die zukünftigen Nutzerinnen und Bewohner einen stimmigen und reichhaltigen Wohn- und Arbeitsort erwarten.“

  • Strategischer Meilenstein für Zofingen

    Strategischer Meilenstein für Zofingen

    Das 27’636 Quadratmeter grosse Areal nahe dem Bahnhof Zofingen war bis 2024 Standort der traditionsreichen Druckerei Swissprinters. Nach der Schliessung verkaufte die Ringier Areal AG den westlichen Teil an Turidomus, während der östliche Abschnitt im Ringier-Besitz verbleibt. In den letzten Jahren hatte Ringier zusammen mit der Stadt Zofingen und dem Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein bereits die strategische Grundlage zur Umnutzung erarbeitet. Darauf baut nun die Entwicklung auf.

    Vielfalt und Nachhaltigkeit im Zentrum
    Das «Areal West» ist ein Standort von strategischer Bedeutung. Die Lage vis-à-vis der Altstadt und direkt hinter dem Bahnhof bietet ideale Voraussetzungen für ein neues, urbanes Wohnquartier. Auf fünf Baufeldern sollen über 300 Wohnungen für unterschiedliche Lebensstile und Haushaltsgrössen entstehen. Von kompakten Apartments bis hin zu Familienwohnungen.

    Die Projektentwicklung orientiert sich am Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz. Vorgesehen sind ein klimafreundlich gestalteter Quartierplatz, grüne Freiflächen, die Hitzeinseln reduzieren, sowie Photovoltaikanlagen. Auch die Versorgung über Fernwärme ist eingeplant, um den CO₂-Fussabdruck des Quartiers von Beginn an niedrig zu halten.

    Studienauftrag zur Präzisierung
    Für 2026 ist ein Studienauftrag vorgesehen, um die stadträumliche Einbindung und die konkrete Ausgestaltung des Wohnungsangebots zu präzisieren. Ziel ist es, ein lebendiges Quartier zu schaffen, das nicht nur Wohnen, sondern auch Begegnung und Identität stiftet. Baustart könnte je nach Verfahren ab 2028 erfolgen, mit ersten Bezügen ab 2030.

    Erfahrung mit Transformationen
    Referenzprojekte wie der Ziegeleipark in Horw/Kriens, das Quartier Reitmen in Schlieren oder Zwhatt in Regensdorf zeigen, dass sich die Gruppe auf komplexe Transformationsprozesse versteht. Mit dem «Areal West» in Zofingen knüpft die Gruppe an diese Linie an. Mit dem Ziel, industrielle Vergangenheit in ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Quartier zu überführen.

  • Rebranding setzt Fokus auf nachhaltige Transformation

    Rebranding setzt Fokus auf nachhaltige Transformation

    Die INNOArchitects AG schlägt nach zwölf Jahren ein neues Kapitel auf: Seit Anfang September firmiert das Beratungsunternehmen aus Wabern unter dem Namen Fuil, informiert Pierre-Yves Caboussat, Gründungspartner und Berater Strategie, in einer Mitteilung der Fuil AG. Der Name INNOArchitects sei zu sehr „einer engen Assoziation mit neuen Produkten und Ideen“ verhaftet. Der neue Name soll dagegen den heutigen Fokus des Beratungsangebots auf nachhaltige Transformation von Unternehmen versinnbildlichen.

    Fiul ist dabei an den englischen Begriff Fuel angelehnt. Er bedeute „Energie, Antrieb, Geschwindigkeit, aber auch Nahrung, also etwas, das nährt und Wachstum ermöglicht“, erklärt Cabussat. Der neue Name stehe damit für den Anspruch des Unternehmens, Wandel mit Wirkung zu gestalten.

    Für Nora Blaesy, Lead Rebranding und Beraterin Geschäftsentwicklung, verdeutlicht der neue Markenauftritt, „wer wir wirklich sind“. Danach will sich Fuil durch die Art, die Dinge anzupacken von anderen Beratungsfirmen unterscheiden. „Wir wollen Organisationen nicht nur beraten, sondern sie befähigen, Wandel selbstbewusst zu gestalten und mit Energie in die Zukunft zu gehen“, wird Blaesy zitiert.

    Fiul bietet Unternehmen Beratungsleistungen in den Bereichen Strategie, Geschäftsentwicklung, Organisationsentwicklung und Zusammenarbeit, Entwicklung von Menschen und Teams sowie beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz an. In den Räumen der umgebauten Gurtenbrauerei in Wabern stellt Fiul zudem Räume für Seminare und Zusammenarbeit zur Verfügung. Unter dem alten Markenauftritt INNOArchitects hat das Unternehmen einen Angaben zufolge bereits über 3000 Aufträge abgeschlossen.

  • Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Mit der interimistischen Institutsleitung übernimmt Prof. Nora Dainton eine doppelte Verantwortung. Sie führt das Institut Digitales Bauen und bleibt zugleich Studiengangleiterin des MSc in Virtual Design and Construction. Diese Kombination ermöglicht eine enge Verzahnung von Forschung, Lehre und strategischer Entwicklung. „Ich freue mich, die Zukunft des digitalen Bauens gemeinsam mit unseren Studierenden und Fachkollegen aktiv mitzugestalten“, betont sie.

    Seit 2021 ist Prof. Dainton am Institut tätig und prägt dort die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Masterprogramms VDC. Einem Studiengang, der digitale Prozesse im Bau- und Immobilienwesen in den Mittelpunkt stellt.

    Brücke zwischen Forschung und Praxis
    Ein zentrales Anliegen von Prof. Dainton ist die angewandte Forschung in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern. Als Bindeglied zwischen Industrie, Lehre und Forschung will sie den digitalen Wandel im Bauwesen aktiv begleiten. Im Fokus stehen dabei neue Planungs- und Bauprozesse, innovative Organisationsformen und digitale Werkzeuge, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Qualität im Bauprozess steigern.

    Ihre institutsübergreifende Rolle innerhalb der Hochschule ermöglicht es ihr, auch auf strategischer Ebene zur Weiterentwicklung der Fachbereiche und zur Hochschulentwicklung beizutragen.

    Stabsübergabe mit Perspektive
    Prof. Dainton folgt auf Prof. Manfred Huber, der das Institut Digitales Bauen über acht Jahre hinweg mit grossem Engagement aufgebaut und geprägt hat. Ab August 2025 wird Prof. Huber als Direktor des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern eine neue Führungsaufgabe übernehmen.

    Der Übergang markiert einen neuen Abschnitt für das Institut, das sich als Impulsgeber regional, national und international für die digitale Transformation im Bauwesen positioniert.

  • Die Schweiz als Pionier der Kreislaufwirtschaft im Bausektor

    Die Schweiz als Pionier der Kreislaufwirtschaft im Bausektor

    Der Schweizer Bausektor durchläuft einen Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Gegenwärtig haben etwa 21% der Unternehmen
    zirkuläre Geschäftsaktivitäten in ihr Modell integriert. Diese Maßnahmen zielen hauptsächlich darauf ab, den Materialverbrauch und die Umweltauswirkungen des Produktionsprozesses zu
    reduzieren. Eine umfassende Studie zeigt, dass die Schweiz aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit besonders gut in der Lage ist, zirkuläre Maßnahmen erfolgreich umzusetzen und sich dadurch klare Wettbewerbsvorteile zu sichern.

    Obwohl die Fortschritte in der Kreislaufwirtschaft von Sektor zu Sektor unterschiedlich sind, sind es vor allem die Elektronik-, Pharma- und Automobilindustrie, die in der Schweiz eine Vorreiterrolle spielen. Der Bausektor steht jedoch vor besonderen Herausforderungen: Die Umsetzung ist organisatorisch komplex und sehr
    regional unterschiedlich in Bezug auf die Verfügbarkeit von finanziellen Ressourcen und die Nachfrage. Ein weiteres Hindernis ist der oftmals geringe Grad an Bewusstsein und die Sorge um
    Rentabilität solcher Maßnahmen.

    Die ökologischen Vorteile der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen sind jedoch offensichtlich. In der Schweiz erzeugt dieser Sektor mehr als 80% aller
    Abfälle und ist für etwa die Hälfte der CO²-Emissionen eines durchschnittlichen Gebäudes verantwortlich. Durch frühzeitige Planungsmaßnahmen können diese negativen Auswirkungen erheblich minimiert werden. Dazu gehört auch die Berücksichtigung des Lebenszyklus von Materialien und deren Rückbau durch die Verwendung von recycelbaren und modularen Materialien.

    Auch die wirtschaftlichen Vorteile beginnen sich bemerkbar zu machen. Trotz
    anfänglich höherer Kosten übersteigt der Marktwert dieser Gebäude den von vergleichbaren Objekten. Politische Initiativen wie parlamentarische Initiativen unterstützen die Kreislaufwirtschaft bei der Planung und dem Rückbau von Gebäuden. Strategische Planung durch die Bauherren, die Verwendung von recycelbaren Produkten und technologische Innovationen wie CO2-absorbierender Beton sind für die Förderung dieser nachhaltigen Praxis von entscheidender Bedeutung. Die Circular Building Initiative (CBI) Booster von Innosuisse spielt eine Schlüsselrolle bei der Zusammenführung verschiedener Akteure und der Förderung von zirkulären Projekten.

    Dieser umfassende Ansatz wird entscheidend sein, um den Bausektor nachhaltig umzugestalten und die Schweiz als Modellregion für die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen weiter zu stärken.

  • Davos Baukultur diskutiert nachhaltige Transformation der gebauten Umwelt

    Davos Baukultur diskutiert nachhaltige Transformation der gebauten Umwelt

    Die Davos Baukultur Allianz hat an ihrer Jahresversammlung am 18. Juni in Genf die Weichen für eine nachhaltige Transformation der gebauten Umwelt gestellt. An der von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider eröffneten Konferenz wurden entsprechende Vorgehensweisen und erfolgreiche Modelle aus der Praxis diskutiert, informiert das Bundesamt für Kultur in einer Mitteilung. Die 2023 in Partnerschaft mit dem Weltwirtschaftsforum (WEF) gegründete Allianz ist davon überzeugt, dass sich nachhaltiges, kreislauffähiges und gleichzeitig erschwingliches Bauen sowohl aus sozialer und ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnt.

    Der Davos Baukultur Allianz gehören aktuell 27 Staaten, 21 internationale Unternehmen der Bau- und Immobiliengesellschaft sowie eine Reihe zivilgesellschaftlicher und internationaler Organisationen an. «Die Davos Baukultur Allianz steht für die Notwendigkeit, die vielfältigen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gemeinsam anzugehen», wird Alois Zwinggi, Managing Director des WEF, in der Mitteilung aus seiner Ansprache an der Konferenz zitiert. «Mit ihrer sektorenübergreifenden Aufstellung ist die Allianz ein Vorbild für ein effektives, wirkungsvolles Schaffen besserer Lebensräume für alle.»

    Zu den Schweizer Gründungspartnern gehört der weltweit aktive Baustoffkonzern Holcim. «Unsere gebaute Umwelt muss mit dem Menschen im Mittelpunkt und in erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor sowie der Zivilgesellschaft gestaltet werden», so Cédric De Meeûs, Head Public Affairs & Government Relations bei Holcim, an der Konferenz.

  • Potenzial zur Transformation trotz Entwicklungsverzug in Basel

    Potenzial zur Transformation trotz Entwicklungsverzug in Basel

    Die von Sotomo durchgeführte Studie legt dar, dass Basel in den letzten zehn Jahren eine gedämpfte Wachstumsdynamik erlebt hat, insbesondere im Vergleich mit Städten wie Zürich, Genf und Bern. Mit nur sechs Prozent Zuwachs im Wohnungsbestand seit 2012 bildet Basel das Schlusslicht unter den acht grössten Schweizer Städten. Nur ein geringer Anteil der Wohnungen wurde nach 1990 erbaut, was auf eine verzögerte Entwicklungsdynamik schliessen lässt.

    Demografische Herausforderungen und Chancen
    Die Studie betont weiterhin, dass Basel als einzige der untersuchten Städte keinen Geburtenüberschuss aufweist, was auf eine schwache Bevölkerungsdynamik hinweist. Der vergleichsweise niedrige Anteil von jungen Erwachsenen und Familien sowie der hohe Anteil älterer Haushalte spiegelt eine demografische Herausforderung wider, die auch die Arbeitsplatzentwicklung beeinflusst.

    Trotz dieser Herausforderungen hebt die Studie hervor, dass Neubauwohnungen nicht zwangsläufig zu höheren Mieten in Bestandswohnungen führen. Im Gegenteil, sie könnten sogar den Markt für preisgünstige Altbauwohnungen beleben. Dies deutet auf ungenutzte Chancen in der städtischen Planung und Entwicklung hin.

    Das Potenzial von «Klybeck Plus»
    Ein besonders hervorstechendes Beispiel für ungenutztes Potenzial ist das geplante Stadtquartier «Klybeck Plus». Dieses Areal soll auf einem ehemaligen Industriegelände entstehen und bietet Platz für Wohnungen für 8500 Menschen und 7500 Arbeitsplätze. «Klybeck Plus» könnte, ähnlich wie das Basler Gundeli oder das Genfer Quartier Le Pâquis, eine lebendige Durchmischung aus Wohnen und Arbeiten bieten und gleichzeitig so grün wie das Basler Gellertquartier sein.

    Die Studie unterstreicht, dass Basel, trotz aktueller Herausforderungen, über beträchtliches Potenzial verfügt, das durch strategische Planung und innovative Entwicklungskonzepte genutzt werden kann. Die Ergebnisse sind ein Weckruf für Stadtplaner, Entwickler und politische Entscheidungsträger, die vorhandenen Ressourcen zu mobilisieren und Basel als dynamische und zukunftsorientierte Stadt neu zu positionieren.

  • Kirche Wipkingen wird zum Bildungsraum

    Kirche Wipkingen wird zum Bildungsraum

    Mit der Kirche Wipkingen steht ein bemerkenswertes Beispiel für adaptive Raumnutzung im Fokus. Seit 2019 nicht mehr für Gottesdienste genutzt, soll sie nun den Raumbedarf der benachbarten Schulanlage Waidhalde stillen. Ein von Vécsey Schmidt Architekten BSA SIA in Zusammenarbeit mit Anderegg Partner AG entwickeltes Konzept hat sich im Architekturwettbewerb durchgesetzt und verspricht eine behutsame, jedoch zukunftsorientierte Transformation. Eine neu eingezogene Decke ermöglicht die Schaffung eines Mehrzweckraums, einer Bibliothek und Verpflegungsmöglichkeiten auf Erdgeschossniveau, während das Obergeschoss flexible Nutzungsoptionen unter dem historischen Kirchengewölbe bietet.

    André Odermatt, Hochbauvorsteher, betont die Bedeutung dieser Initiative: «Die intelligente Umnutzung bestehender Bauten ist essentiell, um aktuellen Herausforderungen im städtischen Raum zu begegnen.» Das Projekt liefert nicht nur Lösungen für den drängenden Schulraumbedarf, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirche.
    Dank dieser Umnutzung werden bis zum Schuljahr 2031/32 die erforderlichen Räume für sechs bis acht weitere Klassen geschaffen. Filippo Leutenegger, Schulvorsteher, sieht darin ein Beispiel für die effektive Nutzung kreativer Lösungsansätze.

    Die Kooperation mit der reformierten Kirchgemeinde Zürich hat bereits Früchte getragen und plant, weitere kirchliche Gebäude für gemeinnützige Zwecke zu öffnen. Das Projekt in Wipkingen ist nur der Anfang einer Reihe von Initiativen, die den gemeinschaftlichen Nutzen in den Vordergrund stellen.

    Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 7,5 Millionen Franken, mit einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2026, rechtzeitig zum Schulbeginn 2026/27. Dieses Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt in der evolutionären Stadtentwicklung Zürichs, indem es zeigt, wie historische Substanz sinnvoll in die Zukunft geführt werden kann.

  • Sieger der Bern Upcycling Challenge sind gekürt

    Sieger der Bern Upcycling Challenge sind gekürt

    Die Sieger der ersten Bern Upcycling Challenge stehen fest: Scrimber, Mymyio und Second Life Recharger. Der Preis des Departements Wirtschaft der Fachhochschule Bern und des Förderfonds der Berner Kantonalbank ist mit insgesamt 30’000 Franken dotiert. Er wurde beim 2. Anwenderforum in Bern verliehen.

    Laut einer Medienmitteilung soll der Wettbewerb die Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft in der Region stimulieren und einen aktiven Beitrag zum nachhaltigen Umbau der Unternehmen leisten. Gleichzeitig soll die Grossregion Bern als wichtiger Standort für die Kreislaufwirtschaft positioniert werden.

    Auf Platz 1 wählte die Jury das Projekt Scrimber. Dessen hochwertige tragenden Bauprodukte aus Holz können Beton und Stahl und damit CO2-Emissionen im Bauwesen ersetzen. Die Holzplatten werden aus minderwertigen Holzsortimenten wie kleinere, unregelmässige Stammquerschnitte oder Seitenware aus Sägewerken sowie aus Altholz hergestellt. Nach einer ersten Nutzungsphase in einem Gebäude können die Teile wiederverwendet werden.

    Platz 2 ging an die Upcycling-Möbel von Mymyio. Sie werden mit ausgemustertem Büromaterial hergestellt, was aber nicht erkennbar ist. Mymyio kann aus Lagerbeständen mit wertvollen Rohstoffen sogar massgeschneiderte Produkt- und Projektlösungen anbieten.

    Auf Platz 3 landete das Projekt Second Life Battery Recharger, ein System, mit dem alte Batterien von E-Bikes neu genutzt werden können. Es wurde von der Ausbildungs- und Erlebnisplattform Swiss Bike Park Oberried entwickelt, gemeinsam mit Partnern wie Gustoil, Petrusso, Thömus, Twinner, Stromer und der GVB Kulturstiftung.

  • Digitaler Stillstand in der Immobilienwirtschaft

    Digitaler Stillstand in der Immobilienwirtschaft

    Die sechste Ausgabe des «Digital Real Estate Index» weist erstmals seit 2020 einen leichten Rückgang in der digitalen Reife der Branche auf, mit einer Bewertung von 4,6 auf einer Skala von 1 bis 10. Trotz Fortschritten durch Building Information Modeling (BIM) bei Planern und Bauunternehmen bleibt die Entwicklung bei Eigentümern und Investoren hinter den Erwartungen zurück.

    Obwohl zwei Drittel der befragten Unternehmen mehr als ein Prozent ihres Umsatzes in Digitalisierung investieren, zeigt sich ein rückläufiger Trend bei grösseren Firmen. Externe Faktoren wie Zinswenden und Lieferkettenprobleme scheinen die digitale Transformation zu hemmen, während regulatorische Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit als Katalysator für Digitalisierungsbestrebungen dienen.

    Während KI und maschinelles Lernen hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Integration in die Branche noch hinter den Erwartungen zurückbleiben, festigt sich BIM als wichtige Technologie für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Die Nutzung von Smart Building-Technologien nimmt zu, wobei der Fokus auf Ressourcenschonung liegt und andere Vorteile wie Nutzererlebnis und Komfort zunächst in den Hintergrund treten.

    Die Studie zeigt, dass die Immobilienbranche an einem kritischen Punkt in ihrer digitalen Evolution steht. Trotz des offensichtlichen Potenzials digitaler Technologien und der Notwendigkeit einer stärkeren Integration zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit, bedarf es konkreter Massnahmen und Investitionen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse und dient als Richtschnur für zukünftige Entwicklungen in der digitalen Landschaft der Immobilienwirtschaft.

  • Neugestaltung der Bauen+Wohnen Messe Luzern für 2024

    Neugestaltung der Bauen+Wohnen Messe Luzern für 2024

    Im Zentrum von Luzern, am Ufer des Vierwaldstättersees, wird das KKL als Schauplatz der Messe Bauen+Wohnen 2024 dienen. Das von Jean Nouvel entworfene KKL, das Natur und Architektur harmonisch vereint, symbolisiert die progressive Ausrichtung der Messe. Diese Neuausrichtung fokussiert auf eine qualitativ hochwertige Ausstellung mit informativen Fachvorträgen und bietet den idealen Rahmen für Besucher, um ihre Bauprojekte erfolgreich zu realisieren.

    Die Messeveranstalter haben auf das Feedback von Besuchern und Ausstellern reagiert und ein kompaktes Konzept entwickelt, das auf Effizienz und Nutzen abzielt. Die Aussteller profitieren von einem optimierten logistischen Aufwand und attraktiven Paketen, die den Kundenkontakt fördern. Zudem wird der Freitag speziell für Fachleute aus Planung, Architektur und Immobilienverwaltung gestaltet, wodurch ein wertvoller Wissens- und Netzwerkaustausch ermöglicht wird.

    Marco Biland, Messeveranstalter, äussert sich begeistert über die vollständige Ausbuchung und die positive Resonanz auf das neue Konzept. Das Programm der dreitägigen Veranstaltung umfasst neben der Ausstellung auch Vorträge, Beratungsangebote und Podiumsdiskussionen, die sowohl Fachleuten als auch dem breiten Publikum wichtige Einblicke und Anregungen bieten. Die Sonderschau Energie, in Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Stadt Luzern sowie weiteren Partnern, wird dabei ein zentrales Highlight sein.

    Insgesamt stellt die Bauen+Wohnen Messe Luzern 2024 einen bedeutenden Schritt in Richtung zukunftsfähiger und nachhaltiger Baupraktiken dar und etabliert sich als ein unverzichtbarer Treffpunkt für die Immobilienbranche in der Zentralschweiz.

  • Die Industrielle Revolution im Digitalen Zeitalter

    Die Industrielle Revolution im Digitalen Zeitalter

    Die Vision von digitalen Paralleluniversen, bekannt als das Metaverse, wird zunehmend zu einer realen Möglichkeit für Industrieunternehmen. Das von Neal Stephenson geprägte Konzept ist nicht mehr nur ein Science-Fiction-Szenario, sondern nimmt Gestalt an in Initiativen wie dem iguversum von igus, welches eine Brücke zu einer neuen Art des Vertriebs und Engineerings schlägt. Diese fortschrittliche Technologie, unterstützt von Künstlicher Intelligenz und Big Data, könnte bis 2030 einen Marktwert von mehreren Billionen Dollar erreichen.

    Das Industrial Metaverse ermöglicht es Unternehmen, physische Technologien in 3D-Modelle zu übertragen und internationale Teams in virtuellen Räumen zusammenzubringen. So können sie Anlagen und Maschinen effizienter als jemals zuvor planen und simulieren. Siemens’ Digital Native Factory in Nanjing ist ein Vorreiter mit ihrem Digital-Twin-Ansatz, der die Genauigkeit der Planung und Produktivität der Fabrik erheblich verbessert hat. Ebenso nutzt igus das iguversum, um Kunden und Vertriebsmitarbeiter durch virtuelle Welten zu führen, in denen Produkte und Lösungen interaktiv erlebbar gemacht werden.

    Die Zukunft des Industrial Metaverse verspricht eine Zusammenarbeit ohne geografische Grenzen, wo globale Teams als Avatare ganze Projekte in der digitalen Welt durchführen und somit den Aufwand physischer Treffen und traditioneller Kommunikationsmittel eliminieren. Dies führt nicht nur zu einer anschaulicheren Darstellung von Projekten, sondern auch zu einer beschleunigten und effizienteren Projektumsetzung.

    Neben der Optimierung der Entwicklungsprozesse von Produkten, ermöglicht das Metaverse auch innovative After-Sales-Servicekonzepte. Technische Schulungen könnten in einer immersiven Umgebung stattfinden, die ein lebensechtes Lernen und Interagieren mit digitalen Zwillingen realer Objekte erlaubt.

    Augmented Reality, bekannt durch Spiele wie Pokémon Go, stellt die nächste Stufe der Entwicklung dar. Diese Technologie erlaubt es Ingenieuren, 3D-Modelle aus dem Metaverse in ihre reale Umgebung zu projizieren und so die Kompatibilität von geplanten Maschinen mit ihrer Umgebung zu beurteilen.

    Die Herausforderung bleibt jedoch, das Bewusstsein und Verständnis für das Industrial Metaverse zu steigern. Eine Umfrage von TeamViewer zeigt, dass viele Menschen noch nicht über die Technologie informiert sind. Es bedarf daher weiterer Aufklärung, um das volle Potenzial dieser revolutionären digitalen Transformation zu entfalten.

  • ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion (BUK ETHZ) an der ETH und die Klimastiftung Schweiz arbeiten künftig hinsichtlich klimafreundlicher Baustoffe und Methoden zusammen. Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung umfasst die Kooperation die Beurteilung der bei der Klimastiftung eingehenden Förderanträge sowie die Bekanntmachung der Fördermöglichkeiten und der geförderten Innovationen.

    Neue klimafreundliche Materialien und Baumethoden seien notwendig für die Klimaadaption des Immobiliensektors. Um sie marktfähig und bekannt zu machen, müssten innovative Lösungen an Pilotprojekten getestet und demonstriert werden. Die BUK ETHZ werde die Praktikabilität von Innovationen ergänzend zur Klimastiftung Schweiz abschätzen und damit das Restrisiko vermindern helfen. Finanzielle Schwachpunkte könne die Klimastiftung ausgleichen.

    «Erstanwendungen im Baubereich sind immer eine schwierige und risikoreiche Phase für neue Produkte und Methoden», werden die beiden Dozenten Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ zitiert. «Mit dieser Kooperation können wir da einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Baubranche liefern. Das zeigen Spin-offs wie FenX oder Oxara aus dem Umfeld der ETH, die von der Klimastiftung gefördert wurden.»

    FenX verwandelt mineralische Abfälle in leistungsstarke und nachhaltige Dämmstoffe für die Bauindustrie. Oxara entwickelt zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologie, die das Upcycling von Bauschutt und Aushubmaterialien in einer Vielzahl von Beton- und Blockanwendungen ermöglicht.

  • Enshift automatisiert Weg von Grossgebäuden zu Netto Null

    Enshift automatisiert Weg von Grossgebäuden zu Netto Null

    Das junge Baarer Cleantech-Unternehmen enshift bietet Besitzenden von gewerblichen Grossimmobilien eine digitale Komplettlösung für den Weg zu Netto Null an. Laut einer Medienmitteilung soll sie den kompletten Transformationsprozess hin zu lokalen und erneuerbaren Energien automatisieren und vereinfachen.

    Deren Instrumentarium umfasst den Angaben zufolge alles, was für die Konzeption, Vergabe, Finanzierung, Realisation und Leistungsoptimierung vonnöten ist. Es erstreckt sich über den Lebenszyklus aller momentan verfügbaren erneuerbaren Energietechnologien.

    „Wir haben zwar unsere 2050 Netto-Null-Ziele gesteckt, aber der Weg dorthin ist für den Bau- und Immobiliensektor völlig unklar“, wird Gründer und CEO Pierre Bi zitiert. „Wir glauben, dass unsere Lösung die Transformation beschleunigen und energetische Sanierungen in Europa um Faktor 3 steigern kann.“ Als Zeichen des „ausgeprägten Willens“, einen positiven Beitrag zur Veränderung zu leisten, bietet enshift kommerziellen Gebäudebesitzenden in der Schweiz kostenlose Objekt- und Potenzialanalysen an.

    Bi hatte bereits Aeris Cleantech ins Leben gerufen. Das auf Luftreinigung fokussierte Unternehmen wurde im November 2021 von iRobot, einem nordamerikanischen Spezialisten für Reinigungsroboter, aufgekauft.

    In der ersten Etappe einer Seed-Finanzierungsrunde hat Bis neue Firma enshift 3,5 Millionen Franken eingenommen. Daran beteiligten sich internationale Investoren wie die israelische Sarona Ventures, OneCreation mit Sitz in Vevey VD und über die Berliner Global Founders Capital der Gründers des Start-up-Beschleunigers Rocket Internet, Oliver Samwer. Inzwischen arbeiten den Angaben zufolge 20 Ingenieure und Entwicklerinnen bei enshift, während die ersten grünen Energieprojekte bereits in die Umsetzungsphase gehen.

  • Winterthur setzt Schwerpunkte für ein attraktives Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten

    Winterthur setzt Schwerpunkte für ein attraktives Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten

    Die hohe Lebensqualität der Stadt Winterthur hat sich mittlerweile herumgesprochen. Immer mehr Menschen wohnen, arbeiten und studieren hier. Aktuell zählt die Stadt im Wirtschaftsraum Zürich über 120’000 Einwohnerinnen und Einwohner, rund 75’000 Beschäftigte, knapp 11’000 Hochschulstudierende und rund 11’000 Lernende an Berufsmittelschulen. Die städtische Prognose sagt ein Bevölkerungswachstum auf rund 135’000 Menschen bis ins Jahr 2040 voraus. Dieses Wachstum möchte Winterthur als Chance für die Entwicklung bestehender urbaner Qualitäten nutzen, indem sie räumliche Schwerpunkte setzt.

    Der Grossteil dieser Entwicklung soll innerhalb des bereits heute sehr dynamischen urbanen Rückgrats von Winterthur (siehe Grafik) vorangetrieben und gelenkt werden, in Ergänzung zur bestehenden Siedlungsstruktur. Die Stadt soll entlang der Hauptverkehrsachsen von Töss im Südwesten bis Oberwinterthur im Nordosten verdichtet und die Nutzungsvielfalt vergrössert werden.

    Verdichten entlang des urbanen Rückgrats
    Aus städtebaulicher Perspektive ergeben sich sechs Gebiete mit enormem Wachstums- und Verdichtungspotenzial. Die Stadt konzentriert sich entlang des urbanen Rückgrats auf sechs Schwerpunktgebiete (vgl. Grafik): Winterthur Süd, Zürcherstrasse, Stadtraum Hauptbahnhof, Wissensquartier, Grüze Plus und Umfeld Bahnhof Oberwinterthur. Hier sollen gezielt mehr Wohnraum, neue Arbeitsplätze, und zusätzliche Aufenthalts- sowie Begegnungsräume für Freizeit und Kultur entstehen. Dabei wird auf eine hohe Versorgungsqualität geachtet, welche kurze Wege ermöglicht und dadurch auch einen Beitrag zu Netto Null bis 2040 leistet.

    Behutsame Entwicklung der Quartiere
    Die bestehenden Quartiere werden dabei nicht vergessen – im Gegenteil. Durch die räumliche Fokussierung auf eine hochwertige Innenentwicklung entlang des urbanen Rückgrats werden sie vom Verdichtungsdruck entlastet. Punktuelle Verdichtungen bleiben an geeigneten Lagen möglich, damit auch das dortige Wohnangebot vielfältig entwickelt und die Qualitäten der Aussenräume verbessert werden können. Das in der «Räumlichen Entwicklungsperspektive Winterthur 2040» festgelegte Ziel, sogenannte «5-Minuten-Quartiere» zu fördern, ist ein wichtiges Anliegen der Stadt und trägt zu einem nachhaltigen Zusammenspiel von Wohnen, Arbeiten und Freiraum und damit zum Erhalt der heute so geschätzten hohen Lebensqualität bei.

    Amt für Städtebau, Winterthur
  • Als Microsoft Solutions Partner for Infrastructure (Azure) wurde Inventx ausgezeichnet

    Als Microsoft Solutions Partner for Infrastructure (Azure) wurde Inventx ausgezeichnet

    Kunden von Inventx profitieren in Zukunft von spezifischem zertifizierten Know-how rund um Microsoft-Azure-Lösungen und der gestärkten Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen. Inventx setzt in der Begleitung von Projekten strategisch auf einen hybriden Ansatz in der Befähigung ihrer Kunden, das volle Potenzial von Multi-Cloud-Ökosystemen auszuschöpfen. So können Inventx-Kunden ihre Leistungen agiler, effizienter und resilienter sowie besser skalierbar erbringen und gleichzeitig ihre digitale Transformation beschleunigen. Der jeweils spezifische Cloud-Mix stellt sicher, dass Kunden für ihre Bedürfnisse langfristig optimal aufgestellt sind und bleiben. 

    «Wir sind stolz auf die Bestätigung unserer Expertise. Inventx pflegt seit 2015 eine intensive Zusammenarbeit mit Microsoft. Jetzt ist der Weg frei, die aufgebaute Community Cloud mit der Azure Cloud zu erweitern und so das volle Potenzial der Cloud zu nutzen», so Markus Stutz, Cluster Leader Multi-Cloud & PaaS bei Inventx. 

    2022 wurde aus dem Microsoft Partner Network (MPN) ein ausdifferenziertes Microsoft Cloud Partner Program (MCPP). Das neue Programm ermöglicht Endkunden eine detailliertere und transparentere Beurteilung der Kompetenzen ihres Dienstleisters. 

  • Werkstadt Zürich: Transformation in ein klimafreundliches Quartier

    Werkstadt Zürich: Transformation in ein klimafreundliches Quartier

    Die SBB verwandelt das 42’000 m2 grosse Werkstadt-Areal in Zürich bis 2035 in einen belebten urbanen Stadtraum. Die historische Bausubstanz bleibt erhalten und wird künftig ein spannungsvolles Ensemble mit den Neubauten und Aufstockungen bilden. Die Transformation der ehemaligen SBB-Werkstätten erfolgt äusserst nachhaltig und beinhaltet Massnahmen des klimagerechten Bauens, Ansätze der Kreislaufwirtschaft sowie ein innovatives Energiekonzept.

    Bestand weiterentwickeln
    In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege werden die bestehenden Gebäude in den kommenden Jahren schrittweise umgebaut sowie mit Neubauten und Aufstockungen ergänzt. Als Herzstück des Areals vereint die ehemalige Wagenwerkstätte «Gebäude Q» ab 2023 einen vielfältigen Nutzungsmix unter einem Dach. Durch die Weiterentwicklung entsteht ein spannungsvolles Zusammenspiel zwischen historischer Bausubstanz, baulicher Verdichtung und öffentlicher Nutzung der Aussenräume.

    © SBB AG, Martin Zeller

    Klimagerechte Bauweise
    «Die SBB will ab 2030 klimaneutral sein. Das klimakompatible Bauen ist ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel zu erreichen», sagt Gabriele Bühler, Projektleiterin bei der SBB. Verschiedene Massnahmen des klimagerechten Bauens sind in die Planung eingeflossen. So erlaubt beispielsweise die Anordnung der Neubauten auch künftig eine gute Zirkulation kühler Luftströmungen. Das Dachwasser wird, wo möglich, in einem oberirdischen System versickert und dient auch der Kühlung. Versiegelte Flächen werden möglichst entsiegelt. Die Transformation folgt einem systemischen Ansatz, der die Gebäude über den gesamten Lebenszyklus betrachtet. Damit wird das Ziel verfolgt, den CO2-Ausstoss möglichst tief zu halten. Um die Zirkularität sicherzustellen, sind sämtliche Bauteile auf der Madaster-Plattform erfasst. Zudem wird besonderes Augenmerk auf die Wiederverwendung von Bauteilen gelegt. 

    Energiekonzept: 100% erneuerbar
    Mit einer Energielösung, die zu 100% auf erneuerbaren Energien basiert, konnte ewz die öffentliche Ausschreibung der SBB für sich entscheiden. Als Quelle für Wärme und Kälte dient Grundwasser, das in vier Brunnen auf dem Areal gefasst wird. Von dort gelangt das Wasser zu den Energiezentralen in den grösseren Gebäuden, wo sich Wärmepumpen und Kältemaschinen befinden, die es auf die erforderliche Temperatur bringen. Ein Anergienetz verbindet sämtliche Gebäude und sorgt für einen Austausch von überschüssiger Energie zwischen den Gebäudegruppen. So lässt sich beispielsweise Wärme oder Kälte, die in einem Gebäude im Überfluss vorhanden ist, in einem anderen verwenden. Dieses System hat zudem den Vorteil, dass nicht in jedem Gebäude eine Grundwasserbohrung nötig ist. Die kleineren Gebäude sind über ein Nahwärmenetz an die Energiezentralen angeschlossen. Die Wärme- und Kälteerzeugung erfolgt zu 100% CO2-frei, da auch der Reststrom aus erneuerbaren Quellen stammt. Dank des Einsatzes eines monovalenten Energiesystems führt dies im Endausbau zu einer CO2-Reduktion von mehr als 2’100 Tonnen pro Jahr.

    Hoher Eigenverbrauch von Solarstrom
    ewz plant, finanziert, erstellt und betreibt zudem die Trafoanlagen sowie die Mittelspannungsleitungen zur Versorgung des Areals mit elektrischer Energie. «Ein Teil des Stroms, den die Werkstädter*innen auf dem Areal verbrauchen, wird vor Ort mit Photovoltaik produziert», erklärt Markus Fischer, Leiter Verkauf bei ewz Energielösungen. Dafür wollen die SBB und ewz die Dachflächen optimal für die Solarstromproduktion nutzen. Sowohl das Dach des zentralen Gebäudes Q wie auch die Dächer anderer Gebäude, die sich aus statischer Sicht und von ihrer Ausrichtung her für die Solarstromgewinnung eignen, sollen mit Photovoltaikanlagen eingedeckt werden. Die SBB verpflichtet ihre Mietparteien auf dem Areal zur Teilnahme an einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). «Im Endausbau wird der ZEV aus rund 300 Parteien bestehen, die den lokal produzierten Strom vor Ort nutzen. Damit lässt sich eine hohe Eigenverbrauchsquote erzielen, die wesentlich zur Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlagen beiträgt», sagt Markus Fischer. Er rechnet damit, dass der Eigenverbrauch auf dem Werkstadt-Areal im Endausbau bei nahezu 100% liegen wird.

    © SBB AG, Martin Zeller

    Vorteile durch Contracting
    Für die Eigentümerin hat diese Form der Zusammenarbeit unter anderem den Vorteil, dass die finanziellen Risiken und die Aufwände für die Verwaltung sehr tief sind. Fällt eine Anlage aus, sorgt ewz dafür, dass sie schnellstmöglich wieder in Betrieb geht. Damit das System effizient betrieben werden kann, beginnt ewz kurz nach der Inbetriebnahme mit einer energetischen Betriebsoptimierung. In einem kontinuierlichen Prozess werden die Anlagen optimiert und den effektiven Bedürfnissen der Nutzung angepasst, bis sie möglichst wenig Energie und Kosten verschlingen und ein Maximum an Komfort für die Nutzer*innen bieten.

    Die Werkstadt Zürich ist ein gelungenes Beispiel für die weitsichtige Umnutzung eines historischen Industrieareals. Durch die gezielte Erneuerung und Erweiterung des Bestandes und ein wegweisendes Energiekonzept schafft die Bauherrschaft gemeinsam mit den Planenden und ewz Mehrwerte für die künftigen Nutzer*innen wie auch für die Umwelt. Erfahren Sie hier mehr über das innovative Energiekonzept des Werkstadt-Areals.

    www.ewz.ch/energielösungen

  • Hilti will Transformation in der Bauindustrie führen

    Hilti will Transformation in der Bauindustrie führen

    Hilti hat zum Jahresbeginn 2023 ihre neue Strategie Lead 2030 eingeführt, informiert die weltweit aktive Unternehmensgruppe für Werkzeugherstellung mit Sitz in Schaan in einer Mitteilung. Sie soll Hilti in den Stand versetzen, die Transformation in der Bauindustrie anführen zu können. Dazu investiert die Unternehmensgruppe kontinuierlich in Produktinnovationen.

    Bereits im Geschäftsjahr 2022 hat Hilti die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahresvergleich um 17,2 Prozent auf 437 Millionen Franken angehoben. Im selben Jahr hat der Werkzeughersteller zudem „die umfangreichste Produkteinführung der Unternehmensgeschichte“ getätigt, heisst es in der Mitteilung. Konkret wurde die neue Akku-Plattform Nuron mit mehr als 70 Geräten auf den Markt gebracht.

    Die höheren Investitionen haben im Verbund mit gestiegenen Kosten und dem starken Franken die Gewinne von Hilti negativ beeinflusst. Mit 731 Millionen fiel der Betriebsgewinn 2022 um 13,7 Prozent geringer als im Vorjahr aus. Der Reingewinn sank gleichzeitig um 16,3 Prozent auf 565 Millionen Franken. Die weltweit erwirtschafteten Umsätze legten hingegen um 10,0 Prozent in Lokalwährungen auf 6,35 Milliarden Franken zu.

    „2022 war ein herausforderndes Jahr, das zwangsläufig seine Spuren in unserer Profitabilität hinterlassen hat“, wird CEO Jahangir Doongaji in der Mitteilung zitiert. „Dennoch haben wir unser Wachstumsziel in Lokalwährungen erreicht und weiter massiv in die Zukunft unseres Unternehmens investiert.“

  • Absage «SVIT Digital Day»

    Absage «SVIT Digital Day»

    Der «SVIT Digital Day» wurde im Jahr 2022 parallel zur eingangs erwähnten Immobilien-Messe im Kongresszentrum Zürich durchgeführt. Mit dem Wegfall dieser Plattform hat der Verband entschieden, mit dem «SVIT Digital Day» 2023 wieder an den Ursprungsstandort «Kosmos Zürich» zurückzukehren. Leider hat uns im Dezember 2022 die Nachricht erreicht – und Sie haben es sicher auch aus der Presse entnommen – dass der Betrieb des «Kosmos Zürich» per sofort eingestellt und die Bilanz beim Konkursgericht deponiert wurde, weil die Schuldenlast und Kosten zu hoch seien. Es war nicht mehr möglich, den Betrieb auf eine gesunde Basis zu stellen.

    Die Botschaft hat auch einschneidende Konsequenzen für den «SVIT Digital Day», denn die Akquisition einer adäquaten Infrastruktur zu gleichen Kosten und im gleichen Zeitraum ist sehr schwierig und herauffordernd. Vor allem der Faktor Zeit hat dazu beigetragen, dass der SVIT Zürich für das Jahr 2023 den Messetag aussetzt. Parallel sind in der «SVIT Digital Kommission» Ideen entstanden, für das Jahr 2024 sauber und geordnet eine neue Networking-Plattform zu schaffen. Die Veranstaltung soll im 1. Halbjahr 2024 lanciert werden und diverse Themen, das Business betreffend, beinhalten. Dabei sind wir davon überzeugt, hier ein weiteres, vorausschauendes und attraktive Gefäss zu schaffen. Gerne informieren wir Sie bei näherem Interesse über die geplanten Absichten und Inhalte.

  • Digitale Prozesse verändern die Baubranche

    Digitale Prozesse verändern die Baubranche

    Grundlage für die digitale Transformation ist die Cloud. Sie ermöglicht die Speicherung großer Datenmengen an zentraler Stelle. Für ein Bauprojekt geschieht das in der Regel in einem BIM-Modell, auf das alle Beteiligte Zugriff haben. In diesem digitalen Zwilling des realen Gebäudes werden alle Daten kontinuierlich erfasst und verwaltet. Änderungen lassen sich in Echtzeit verfolgen. So entsteht Transparenz, der Planungs- und Bauprozess wird verlässlicher, schneller und weniger anfällig für Fehler oder Missverständnisse.

    Ebenso wichtig wie ein nachvollziehbarer Planungs- und Bauprozess sind Zeitmanagement und Kostenkontrolle. Softwaretools, die anhand eines BIM-Modells Mengen ermitteln und daraus Kosten ableiten, schaffen bereits in der Planungsphase Verlässlichkeit. Bei Materialengpässen oder Preissteigerung lassen sich Ausführungsvarianten und Materialien miteinander vergleichen.

    Nachholbedarf bei BIM
    Obgleich die große Mehrheit der Branche den Mehrwert dieser Technologien erkennt, sieht sich weniger als die Hälfte der deutschen Planungs- und Bauunternehmen in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC vom Dezember 2020 hervorgeht. Bei BIM haben gar über zwei Drittel der Befragten noch Nachholbedarf. Das Bewusstsein für das Potenzial digitaler Instrumente ist also vorhanden, die Umsetzung scheitert aber oft an mangelnden Kenntnissen. Ein Grund dafür ist, dass digitale Lösungen von Bauherrn viel zu selten eingefordert werden. 80 Prozent der Studienteilnehmer berichten, dass das nur teilweise oder gar nicht der Fall ist.

    Abhilfe schaffen soll u. a. das neue BIM-Portal des Bundes, das am 11. Oktober 2022 an den Start ging. Es stellt Informationen, Anwendungen und einheitliche Daten bereit, mit der die Digitalisierung von Bauvorhaben vorangebracht werden soll. Dazu zählen u. a. interaktive und webbasierte Werkzeuge, Datenbibliotheken sowie herstellerneutrale Bauteile-Informationen. Die Plattform soll ständig weiterentwickelt werden. Sie ist das Ergebnis eines Stufenplans, der bereits 2015 in Kraft trat und die schrittweise Einführung von BIM auf den Weg bringen sollte. Bis heute ist der Einsatz von BIM allerdings nur für die Ausschreibung öffentlicher Infrastrukturprojekte verpflichtend, nicht für den Hochbau allgemein.

    Daten ermöglichen industrielle Fertigung und serielles Bauen
    Ohne Digitalisierung keine industrielle Fertigung: Die Verfügbarkeit von Daten in BIM-Modellen, sowohl über Bauteile wie über das Gebäude selbst, ist die Voraussetzung für die standardisierte und automatisierte Fertigung in der Werkshalle, ohne die wiederum das serielle und modulare Bauen, oft als Allheilmittel gegen Wohnungsnot und Fachkräftemangel dargestellt, nicht vorankommt. Aus den digitalen Daten werden standardisierte, aber frei kombinierbare Bausätze, die in der Fabrik vollautomatisch zusammengebaut werden, seien es Fenster, Wände oder ganze Fassaden. Auf der Baustelle werden ganze Wohnungen oder Teile davon dann nur noch zusammengesetzt, auf Basis standardisierter Grundrisse. Die Vorteile dieser Art des Bauens liegen auf der Hand: geringere Bauzeit, Kosteneinsparungen, weniger Schutt auf der Baustelle, weniger Lärm vor Ort und weniger Baumängel aufgrund besserer Qualitätssicherung.

    Auch auf der Baustelle: IoT, AR, VR, KI und Machine Learning
    Digitale Werkzeuge kommen aber nicht nur in der Planung, sondern auch auf Baustellen zum Einsatz. Die grundlegende Technologie hierfür ist das Internet of Things (IoT). Es vernetzt Geräte und Baufahrzeuge und ermöglicht deren Interaktion und autonomen Betrieb. Das gilt auch für Roboter, die zunehmend auf Baustellen unterstützende Arbeiten verrichten, was mit Blick auf den Fachkräftemangel immer wichtiger wird. Dazu gehören auch 3-D-Druckverfahren, bei denen Roboterarme mittlerweile ganze Häuser aus schnell aushärtendem Beton fertigen. Künftig soll das auch mit Metallbaustoffen möglich sein.

    Auch Technologien, die man eher vom Maschinen- und Anlagenbau kennt, halten langsam Einzug in die Bauindustrie. KI und Machine Learning zum Beispiel helfen bei der Projektsteuerung. Sie erlauben Prognosen hinsichtlich Zeit- und Kostenvorgaben und schlagen Alarm, sobald etwas in die falsche Richtung läuft. Virtual Reality (VR) ermöglicht es Planern, in ihr CAD- oder BIM-Modell einzutauchen, und Augmented Reality (AR) kann ein wichtiges Hilfsmittel für die Erkennung von Risiken und die Vermeidung von Unfällen auf Baustellen sein. Schließlich gibt es auch immer mehr hilfreiche Apps rund um die Baustelle. Speziell Bauunternehmen und Handwerker nutzen sie gerne, etwa für die Erfassung von Maßen und Massen und auch für die Kommunikation mit Auftraggebern oder Bauleitern.

    Die BAU 2023 zeigt, speziell im Ausstellungsbereich BAU IT, die neuesten Entwicklungen rund um die Digitalisierung des Planens und Bauens. Darüber hinaus bieten mit der digitalBAU (Februar 2024) sowie der digitalBAU conference & networking (4.-6. Juli 2023) zwei weitere Veranstaltungen die Möglichkeit, Chancen der digitalen Transformation live zu erleben.

  • Arealentwicklung in Basel – Dynamik pur

    Arealentwicklung in Basel – Dynamik pur

    Mit uptownBasel entsteht auf den rund 50’000 m2 Grundfläche des ehemaligen Brown Boveri Areals in Arlesheim ein Kompetenzzentrum für die Industrie 4.0. Im Rahmen eines neuartigen Konzepts werden hier junge Start-up-Unternehmen in der schweizweit ersten Vertretung der internationalen Plattform plug-and-play direkt neben Industriegrössen der Region wie etwa Straumann, Bouygues Energies & Services und den zum Bouygues-Konkurrenten Vinci gehörenden Tochterfirmen Axians (ICT) und Actemium (Industrietechnik) arbeiten.

    Auf dem 70’000 m2 grossen BaseLink-Areal in Allschwil werden derweil die letzten Baufelder entwickelt. Die Strategie, das Verbindungsstück zwischen den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt nach den Ansiedlungen von Janssen/Johnson & Johnson (ehemals Actelion) sowie dem schnell wachsenden Spin-off Idorsia im bestehenden Gewerbegebiet in einen neuen Life Sciences-Campus zu überführen, scheint aufgegangen zu sein: Am ersten April bezog das Swiss Tropical Health Institut sein neues Gebäude auf dem Areal, mittlerweile sind auch die Innovationsgarage durch die Universität Basel und der erste von zwei Teilen des Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus bezogen. Hierhin verlegt auch das Pharma-Unternehmen Basilea seinen Sitz. Auch Herzog und de Meuron setzen mit der Entwicklung ihrer eigenen Baufelder, auf denen das Alba-Haus entsteht, auf Life Sciences. Entstehen soll ein Geschäftshaus mit einem Raumprogramm für Start-ups sowie Grossunternehmen, gemeinsam genutzten Flächen und Dienstleistungen des täglichen Gebrauchs.

    Weitere 68’000 m2 werden in Basel-Stadt mit dem Campus Rosental Mitte, gleich beim Badischen Bahnhof, zu einem gemischten städtischen Quartier entwickelt. Das einstmals für die Öffentlichkeit geschlossene Syngenta-Areal wurde 2016 bis 2019 von der Stadt Basel übernommen und wird nun durch die öffentliche Hand weiterentwickelt bzw. zu einem gemischten Areal mit Wohnnutzungen und neuen Wirtschaftsflächen transformiert. Ein ähnlicher Prozess findet auch im 300’000 m2 umfassenden ehemaligen Werkareal von Novartis und BASF statt: Das 2019 von Swiss Life und der Rhystadt AG übernommene Klybeck-Areal wird schrittweise transformiert und soll zukünftig Lebensraum für bis zu 8500 Bewohner und 7500 Arbeitsplätze bieten.

  • pom+ verstärkt Führungsebene in der Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsberatung

    pom+ verstärkt Führungsebene in der Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsberatung

    Jakob von Heyl ist Professor für Internationales Projektmanagement an der Hochschule für Technik, Stuttgart, im Fachgebiet Digitale Projektabwicklung, Agile und Lean Management. Von Heyl wird bei pom+ seine Kenntnisse im Bereich Lean Management für die Leitung von Projekten in der Digitalisierung sowie im Organisations- und Prozessmanagement einbringen, außerdem seine Erfahrung in Aufbau und Entwicklung von PropTech-Unternehmen. Von Heyl wird seine Tätigkeit im Hochschulwesen weiterführen und so die Nähe zur Forschung sicherstellen.

    Lisa Lamm-Winking ist gelernte Architektin, war zuletzt als Head of Project Advisory & Sustainability bei einem deutschen Beratungsunternehmen in der Immobilienbranche tätig und ist bei der DGBN Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen als Auditorin aktiv. Sie wird ihre Erfahrung im Bereich Nachhaltigkeitsberatung, ESG Due Diligence, Entwicklung und Revitalisierung von Immobilien inklusive Nachhaltigkeitsstrategien sowie Klimaschutzfahrpläne einbringen.

    Mit dem Sitz von Lamm-Winking und von Heyl in Köln und Stuttgart baut die Firma zudem seine regionale Präsenz in Deutschland aus.

    Rebekka Ruppel, CEO, kommentiert: „Wir sind sehr glücklich mit Jakob von Heyl und Lisa Lamm-Winking zwei engagierte und ausgewiesene Experten gewonnen zu haben. Dies ist ein weiterer Meilenstein für unser Wachstum in verschiedenen Geschäftsfeldern, Regionen und Ländern, für und mit unseren Kunden.“

  • Implenia Capital Markets Day: «Fit for Growth»

    Implenia Capital Markets Day: «Fit for Growth»

    Implenia lud heute zu einem Capital Markets Day ein: CEO, CFO und die Division Heads erläuterten, wie die Gruppe ihre finanziellen Ziele erreichen will. Die Kernkompetenz von Implenia ist die erfolgreiche und profitable Entwicklung, Planung und Umsetzung grosser und komplexer Immobilien- sowie Infrastrukturprojekte mit einem integrierten Dienstleistungsangebot, und zwar termin- und budgetgerecht, in hoher Qualität sowie unter Einhaltung hoher Safety- und Nachhaltigkeitsstandards. Trotz des aktuell volatilen wirtschaftlichen Umfelds ist Implenia bereit, die sich bietenden Marktchancen zu nutzen.

    Phase «Fit for Growth» innerhalb der strategischen Prioritäten von Implenia zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit 
    Um die Margen zu steigern, differenziert Implenia seine strategische Priorität Portfolio durch sektororientierte Spezialisierung und entwickelt neue Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette ‒ Rückwärts- und Vorwärtsintegration. Durch selektive Akquisitionen plant die Gruppe, die Integration entlang der Wertschöpfungskette in margenstarken Geschäftsfeldern zu beschleunigen.

    In der strategischen Priorität Profitables Wachstum verbessert Implenia mit seinem Value-Assurance-Ansatz weiterhin das Management von Risiken und Performance, was stabile und verlässliche Prognosen ermöglicht. Zudem ist es der Gruppe gelungen, die offenen Nachträge wesentlich zu reduzieren. Sie verbessert ihre Operational Excellence weiter und optimiert das Nettoumlaufvermögen.

    Bei der Priorität Innovation liegen die Schwerpunkte auf Industrialisierung, Digitalisierung und BIM sowie Nachhaltigkeit. In diesen Bereichen hat sich Implenia zum Ziel gesetzt, die Gestaltung des Markts mitzuprägen und in der Branche führend zu sein.

    Mit der vierten strategischen Priorität Talente und Organisation zieht Implenia die besten Talente an, entwickelt sie und hält sie längerfristig im Unternehmen. Mit Massnahmen in den drei Bereichen «Collaboration and Employee Engagement», «Talent Management» und «Recruitment Excellence» arbeitet Implenia daran, sich am Arbeitsmarkt als bevorzugter Arbeitgeber zu positionieren.

    Beitrag der Divisionen zu den Schwerpunkten: Bestehendes Geschäft verbessern, bestehendes Geschäft ausbauen, neue Geschäftsmöglichkeiten entwickeln, selektive Akquisitionen 
    Die Divisionen haben ihre jeweiligen Strategien darauf ausgerichtet, zu den Schwerpunkten der Gruppe beizutragen.

    Division Real Estate – Fokussierte Diversifizierung in vier Geschäftsbereiche für nachhaltige, digitalisierte und industrialisierte Immobiliendienstleistungen und -produkte. Die Division wird weiterhin in ihr eigenes Real Estate Portfolio in der Schweiz und in Deutschland investieren und dieses weiterentwickeln, mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit. Mit ihren Dienstleistungen und Produkten wird sie die Industrialisierung und digitale Lösungen vorantreiben. Partnerschaften mit Ina Invest (an der Implenia mit 42,5% beteiligt ist) und anderen strategischen Partnern werden steigende, wiederkehrende Dienstleistungserträge generieren.

    Division Buildings – Umfassendes Angebot für Neubau und Modernisierung, Erweiterung der Wertschöpfungskette, Spezialisierung und innovative Pilotprojekte. Die Division ist spezialisiert auf grosse und komplexe Immobilienbauprojekte. Sie hat eine führende Marktposition in der Schweiz und wächst stark in Deutschland. Im Bereich Consulting treibt sie die Integration entlang der Wertschöpfungskette voran. Die Division stärkt ihre Kompetenzen für komplexe Projekte mit höchsten Kundenanforderungen, beispielsweise Immobilien für das Gesundheitswesen, die Forschung oder Rechenzentren. Frühe Wertschöpfung und Partnerschaftsmodelle sind für die Projektakquisition von zentraler Bedeutung. 

    Division Civil Engineering – Verbindung von langjähriger Erfahrung und umfassender Expertise mit Operational Excellence und innovativen Lösungen für die Zukunft. Die Division ist auf grosse und komplexe Infrastrukturprojekte spezialisiert, beispielsweise in den Bereichen Transport und Mobilität, Energieversorgung sowie industrialisierte Brücken. Neben ihrer führenden Position in den Märkten Schweiz und Deutschland hat die Division mit ihrem Teilbereich Tunnelling auch eine starke Präsenz in Österreich, Frankreich, Norwegen und Schweden. Die Bereiche Tunnel- und Verkehrstechnik, Predictive Maintenance sowie neue Baumaterialien integriert sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vorwärts- sowie auch rückwärts. Die Division steigert ihre Effizienz durch Digitalisierung, BIM, Lean Management und Prozessoptimierung.

    Division Specialties – Transformation und Skalierung innovativer Geschäfte zur nachhaltigen Gestaltung der Bauindustrie. Die Division ist auf komplexe Nischengeschäfte spezialisiert und treibt die Transformation ihres Portfolios weiter voran. Sie ergänzt damit das Profil von Implenia als integrierter Anbieter. Zudem skaliert die Division ihre profitablen Geschäftseinheiten in den anderen Divisionen. Sie initiiert und entwickelt neue Geschäftsmodelle, beispielsweise Dienstleistungs-Plattformen oder Nachhaltigkeitskonzepte und generiert Planungs- sowie Consulting-Erträge in den Bereichen Baulogistik, Value Engineering, Energieoptimierung sowie standardisierte energetische Sanierungs- und Unterhaltslösungen.

    Finanzielle Ziele der Gruppe: Fokus auf Profitabilität, gestärktem Eigenkapital und anhaltend positivem Cash Flow
    Kurz- bis mittelfristig will Implenia den Umsatz stabilisieren und steigern, hauptsächlich durch organisches Wachstum. Mittel- bis langfristig soll der Umsatz durch organisches und anorganisches Wachstum zusätzlich erhöht werden. Die Gruppe hat zum Ziel, kurz- bis mittelfristig eine EBIT-Marge von ~3,5% und mittel- bis langfristig von >4,5% zu erreichen. Basierend auf dem starken operativen Geschäft will Implenia die Eigenkapitalquote bis 2023 auf >20% verbessern, mittelfristig sollen 25% erreicht werden. Implenia will die Aktionäre am Erfolg des Unternehmens nach abgeschlossener Transformation beteiligen. Daher beabsichtigt die Gruppe, der Generalversammlung eine vorsichtige Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen ab Frühjahr 2023 vorzuschlagen. Weitere mittelfristige finanzielle Ziele sind ein positiver Free Cash Flow sowie die Rückkehr zu einer Netto-Cash-Position durch ein profitables operatives Geschäft.

    Implenia bestätigt das Jahresziel für 2022 von mehr als CHF 130 Mio. EBIT, ohne weitere Einmaleffekte aus der Transformation.