Schlagwort: Transport

  • Grünes Licht für Cargo sous terrain

    Grünes Licht für Cargo sous terrain

    Mit dem Sachplan-Beschluss des Bundesrats wird das innovative Gütertransportsystem Cargo sous terrain erstmals offiziell raumplanerisch verankert. Das privat initiierte Projekt soll künftig Waren durch ein unterirdisches Tunnelsystem vom Mittelland bis in die Städte transportieren. Dies rund um die Uhr, emissionsarm und unabhängig vom Strassenverkehr.

    Die Grundlage bildet das Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport (UGüTG), das bereits 2022 in Kraft trat. Es ermöglicht Unternehmen wie CST, solche Systeme unter klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen zu planen und umzusetzen.

    Erste Etappe zwischen Härkingen und Zürich definiert
    Im neu eingefügten Teil des Sachplans Verkehr legt der Bund nun den raumplanerischen Korridor für die erste Teilstrecke von Härkingen nach Zürich fest. Auch die geplanten Standorte für die Logistik-Hubs sind darin räumlich verortet. Der Plan schafft damit Planungs- und Rechtssicherheit für alle beteiligten Ebenen, vom Bund über die Kantone bis zu den Gemeinden.

    Kritische Punkte fliessen in Weiterentwicklung ein
    Im Rahmen einer Anhörung im ersten Halbjahr 2024 konnten betroffene Kantone und Gemeinden Stellung beziehen. Thematisiert wurden unter anderem die Auswirkungen auf das Grundwasser, das Verkehrsaufkommen an den Hubs und der Umgang mit dem Ausbruchmaterial aus dem Tunnelbau. Die Rückmeldungen werden in die Weiterentwicklung des Sachplans integriert. Widersprüche zu bestehenden Richtplänen bestehen laut Bund nicht.

    Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Baubewilligung
    Mit dem Eintrag in den Sachplan ist eine zentrale Voraussetzung für die spätere Baubewilligung erfüllt. Weitere Bewilligungs- und Genehmigungsverfahren stehen noch bevor, doch der aktuelle Entscheid stärkt die Umsetzungsfähigkeit des Gesamtprojekts erheblich.

    Weg frei für ein neues Logistikzeitalter
    Mit dem Sachplanbeschluss setzt der Bundesrat ein klares Zeichen für nachhaltige und innovative Infrastrukturentwicklung. Cargo sous terrain könnte langfristig den Güterverkehr in der Schweiz revolutionieren, unterirdisch, leise und flächenschonend. Der raumplanerische Rahmen steht, jetzt beginnt die nächste Etappe der Umsetzung.

  • ZIMEYSAVER – eine Zukunft für Meyrin, Satigny, Vernier

    ZIMEYSAVER – eine Zukunft für Meyrin, Satigny, Vernier

    Dieses wichtige Entwicklungsprojekt wird in enger Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Gemeinden, der Stiftung für Industriegelände sowie verschiedenen Verbänden, Unternehmern und Bewohnern der Region durchgeführt. Diese Partnerschaft garantiert die Berücksichtigung der verschiedenen Interessen und die Schaffung eines harmonischen Zusammenlebens von Gewerbe- und Wohnflächen.

    Attraktive und erschwingliche Flächen
    Eine der grössten Herausforderungen des Projekts ist die Schaffung von attraktiven und diversifizierten Grundstücken und Immobilien zu erschwinglichen Preisen für produktive Aktivitäten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der geschickten Integration von Gewerbe- und Wohnflächen, um eine kohärente und angenehme Umgebung für alle Beteiligten zu schaffen.

    Optimierung der Verkehrsinfrastruktur
    Die Verbesserung des Gütertransports und der Mobilität von Personen ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Die geplanten Verkehrswege und die neuen Autobahnanschlüsse werden die Zugänglichkeit des Gebiets erheblich verbessern. Zwei Buslinien mit hohem Servicegrad werden ab 2024 eine bessere Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden der Region ermöglichen.

    Umweltqualität und Wohnraum
    Der Schwerpunkt wird auf der Verbesserung der Umweltqualität durch die Schaffung von offenen und qualifizierten Räumen und der Bereitstellung neuer Einrichtungen für Unternehmen und Angestellte, wie Kindergärten, Restaurants und kleine Geschäfte, liegen.
    Die nächsten Schritte
    2024 wird die Entwicklung des Masterplans für gemischte Aktivitäten fortgesetzt und die Baugenehmigung für die „Bar de Montfleury“ sowie den neuen Autobahnanschluss eingereicht. Im nächsten Jahr ist geplant, eine öffentliche Übersicht über die Zonenänderungen und den Masterplan für das Industriegebiet Tuilire zu erstellen und mit den Arbeiten am Siedlungsweg am rechten Ufer zu beginnen. Bis 2031 sollen die Umsetzung des „Montfleury-Riegels“ und der Autobahnkreuz realisiert werden.

    Bisherige Erfolge
    Das Projekt hat bereits viele Meilensteine erfolgreich umgesetzt, darunter die Verabschiedung mehrerer Masterpläne und Investitionskredite sowie die Vorbereitung künftiger Entwicklungsphasen. So wurde der Masterplan für die Industrie- und Gewerbegebiete bereits im Mai 2022 vom Staatsrat verabschiedet.

  • TerraRail Modalsplit fährt Bau-Aushub per Bahn ab

    TerraRail Modalsplit fährt Bau-Aushub per Bahn ab

    Mit der neu gegründeten Firma TerraRail Modalsplit AG soll der Transport von Aushub bei grossen Bauprojekten im Kanton Zürich von der Strasse auf die Schiene verlagert werden. Die Unternehmungen HASTAG (Zürich) AG mit Sitz in Birmensdorf ZH, Schneider Umweltservice AG in Meilen ZH und Eberhard Bau AG in Kloten ZH haben sich laut Medienmitteilung von Eberhard Bau zu der Firma zusammengeschlossen. TerraRail Modalsplit hat seinen Sitz ebenfalls in Kloten.

    Anlass für das Zusammenspannen der drei Firmen ist eine neue gesetzliche Bestimmung im Kanton, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Seit dem 1. Juli 2021 muss im Kanton Zürich sauberer Aushub aus Baugruben mit einem Volumen von über 25’000 Kubikmetern zwingend mit der Bahn abtransportiert werden.

    Mit Gründung der TerraRail Modalsplit AG wird der Transport von Aushubmaterial und Gesteinskörnung per Bahn angeboten und der Lastwagenverkehr auf die Schiene verlagert. An den Standorten Rümlang, Volketswil, Winterthur und Birmensdorf kann der Aushub angeliefert und dann die Gesteinskörnungen abgeholt werden. Die Standorte ­– Birmensdorf ist noch in der Entwicklung – bieten laut der Mitteilung alle einen direkten Bahnanschluss und können die notwendigen Umschlagskapazitäten abdecken. Danach werden die Aushubmaterialien per Bahn abtransportiert und in einer Materialentnahmestelle abgelagert oder verwertet.

    Die neue Firma kann „die mit dem Gesetz ausgelöste Nachfrage abdecken, Synergien zum bisherigen Baustellentransport nutzen und den Verkehrsraum mit der Bahn entlasten. Die Dienstleistung konnten wir bereits für erste Ausschreibungen aktiv anbieten“, wird Markus Streckeisen, Verwaltungsratspräsident der TerraRail Modalsplit AG, zitiert.

  • Schindler optimiert Transportzeiten in Gebäuden

    Schindler optimiert Transportzeiten in Gebäuden

    Schindler hat eine neue Generation von Gebäude-Transitmanagement namens Schindler Port 4D auf den Markt gebracht. In diese jüngste Version seiner bestehenden Transitmanagementlösung ist eine eigenentwickelte Smartphone-App integriert.

    Einer Medienmitteilung der Unternehmens aus Ebikon zufolge reduziert Schindler Port 4D den Energieverbrauch einer Aufzugsgruppe um bis zu 40 Prozent. Zudem können Funktionen wie Gesichtserkennung, Robotik und digitale Unterhaltung integriert werden. So haben Architekten und Planer mittels Hardware- und Software-Schnittstellen die Möglichkeit etwa zu regeln, wer wann und wo in einem Gebäude Zutritt hat oder transportiert wird und wann digitale Unterhaltung zugespielt wird.

    „Gebäude werden für Menschen gebaut“, lässt sich der Verantwortliche für Transitmanagementlösungen, Florian Troesch, zitieren. „Mit Schindler Port 4D machen wir Gebäude noch attraktiver, umweltfreundlicher und leichter zugänglich.“

  • Lidl halbiert Fussabdruck

    Lidl halbiert Fussabdruck

    Lidl hat ein selbstgestecktes Umweltziel übertroffen. Bis 2020 habe das Unternehmen seine relativen CO2-Emissionen gegenüber 2013 um 35 Prozent reduzieren wollen, erläutert Lidl Schweiz in einer Mitteilung. Letztendlich sei der CO2-Ausstoss aber um 53 Prozent gesenkt worden. Als besonders wirkungsvolle Massnahme hebt Lidl dabei eine Umstellung im eigenen Transportbereich hervor. Hier will das Unternehmen bis 2030 nur noch mit Bio-Flüssiggas angetriebene Lastwagen einsetzen.

    Lidl Schweiz habe ein CO2-Management eingeführt, bei dem die jährlichen CO2-Emissionen des Unternehmens erfasst werden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Darauf aufbauend leitet das Unternehmen Massnahmen zur Reduzierung des Ausstosses ab. Die verbleibenden Emissionen werden kompensiert.

    Damit habe Lidl Schweiz bereits zum fünften Mal die Bedingungen für eine Zertifizierung mit den Swiss Climate Label CO2-neutral erfüllt, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge ist Lidl Schweiz das erste Unternehmen seiner Art in der Schweiz, dessen Filialen und Warenverteilzentren alle nach der Energieeffizienznorm ISO 50001 zertifiziert sind.

  • Öffentlicher Verkehr soll Photovoltaik ausbauen

    Öffentlicher Verkehr soll Photovoltaik ausbauen

    Die Photovoltaik bietet allen Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs die Möglichkeit, ihre Energieversorgung zu einem grossen Teil in die eigene Hand zu nehmen. Darauf verweist ein neuer Leitfaden des Bundesamts für Verkehr. Die Behörde hat ihn zusammen mit dem Schweizerischen Fachverband für Solarenergie, Swissolar, erarbeitet.

    Wie Swissolar in einer Zusammenfassung dieses Leitfadens schreibt, könne die Solarenergie einen entscheidenden Beitrag zum Ersatz der nicht erneuerbaren Energien im öffentlichen Verkehr leisten. Augenblicklich liege der Stromverbrauch aller Verkehrsunternehmen bei etwa 2,7 Terawattstunden. Hinzu kommen 120 Millionen Liter Diesel. Soll der gesamte öffentliche Verkehr in Zukunft CO2-neutral betrieben werden, benötigt er rund 3,5 Terawattstunden Strom. Davon würden bereits heute 2 Terawattstunden, also 60 Prozent, von den Wasserkraftwerken der SBB produziert.

    Die Produktion der restlichen 1,5 Terawattstunden mit Sonnenenergie würde etwa 1 Quadratmeter Photovoltaik-Modulfläche pro Einwohner in der Schweiz erfordern. Dieselbe Fläche pro Einwohner liefert die benötigte Energie, um eine Person in einem Jahr 2500 Kilometer weit mit dem Zug zu befördern. Wie das Bundesamt für Energie in seinem Magazin energeia plusangibt, beträgt das Potenzial für Solarstrom am Schweizer Gebäudepark der Verkehrsunternehmen 67 Terawattstunden pro Jahr. Das übertreffe den gesamten aktuellen Schweizer Stromverbrauch um 10 Prozent.

    Der Leitfaden berät kleine und grosse Transportunternehmen bei Investitionsmöglichkeiten und Bewilligungsverfahren für Immobilien, Bahntechnik und Infrastruktur. Zudem geht er auf Fördermöglichkeiten und den Eigenverbrauch ein. Er liefert auch konkrete behördliche Empfehlungen, die den öffentlichen Verkehr dabei unterstützen, klimaneutral zu werden.