Schlagwort: transports publics

  • Neuer unterirdischer Bahnhof in Genf – das grösste Bahnprojekt des 21. Jahrhunderts

    Neuer unterirdischer Bahnhof in Genf – das grösste Bahnprojekt des 21. Jahrhunderts

    Das endgültige Design des unterirdischen Bahnhofs in Genf wurde kürzlich festgelegt. Nach langen Beratungen einigten sich die beteiligten Partner – das Bundesamt für Verkehr (BAV), der Kanton Genf, die Stadt Genf und die SBB – auf die letzten Details, die eine erhebliche Kapazitätserweiterung ermöglichen werden. Der neue Bahnhof wird nicht nur zwei zusätzliche Unterführungen für Passagiere umfassen, sondern auch einen zweigleisigen Tunnel in Richtung Flughafen, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Projekt darstellt.

    Der Bahnhof Genf-Cornavin, der drittgrösste Bahnhof der Schweiz, spielt eine entscheidende Rolle im täglichen Pendlerverkehr, sowohl innerhalb des Landes als auch auf internationaler Ebene. Jeden Tag nutzen 156.000 Reisende und Passagiere den Bahnhof. Der neue unterirdische Teil, der Teil des Programms „Léman 2030“ ist, wird die Effizienz des Verkehrs im Genferseebecken und im Grossraum Genf erheblich verbessern. Es ist vorgesehen, mindestens drei zusätzliche Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung zu verkehren und die Taktung auf der Strecke La Plaine – Genf auf einen Viertelstundentakt auszubauen.

    Neben den neuen Durchgangsbereichen, die den Durchgang durch den Bahnhof erleichtern und den Zugang zu den Bahnsteigen vereinfachen, wurden auf Wunsch der Auftraggeber zusätzliche Studien durchgeführt. Diese Studien führten zu Lösungen, die die Kapazität des bestehenden Bahnhofs nach der Inbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs erhöhen. Es wird eine neue zentrale Unterführung und eine östliche Unterführung entlang der Rue des Alpes geschaffen. Die Planung der Modernisierung des bestehenden oberirdischen Bahnsteigs bleibt jedoch für ein späteres unabhängiges Projekt vorgesehen.

    Die Kosten und der Zeitplan für den neuen unterirdischen Bahnhof sind noch nicht endgültig festgelegt und werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2024 bekannt gegeben, wobei die öffentliche Ausschreibung voraussichtlich Ende 2027 erfolgen kann. Die Bauzeit für den unterirdischen Bahnhof wird auf etwa neun Jahre geschätzt, mit einem Budget von etwa 1,9 Milliarden Franken, die vom Bund, dem Kanton Genf und der Stadt Genf finanziert werden. Die angestrebte Inbetriebnahme ist für 2038 vorgesehen.

    Die Partner begrüssen den Fortschritt der Planung und erkennen die Fortschritte an, die im Rahmen ihrer Zusammenarbeit erzielt wurden. Gleichzeitig sind sie sich der zahlreichen Herausforderungen bewusst, die noch bewältigt werden müssen, um den Erfolg des Projekts sicherzustellen. Eine ausführliche Präsentation des Projekts ist für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant, um einen detaillierten Überblick über die Fortschritte und die noch zu erledigenden Aufgaben zu geben.

  • Projekt Grands Esserts in Veyrier

    Projekt Grands Esserts in Veyrier

    Das Herzstück des Projekts ist die Esplanade Jean-Piaget, die zusammen mit der Promenade des Cirses die Grün- und Freiflächen des Standorts charakterisiert. Diese gut durchdachte Anordnung unterstreicht den Wert der hohen Umweltstandards und dient der städtischen Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels. Die Planung berücksichtigt strikt die Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit, um einen Lebensraum zu schaffen, der sowohl für die Bewohner als auch für die Umwelt von Vorteil ist.

    Partizipativer Planungsansatz
    Eine umfassende Konsultation der lokalen und kantonalen Akteure sowie der zukünftigen Nutzer stellt die Weichen für die Urbanisierung, die Mobilität und die Umweltgestaltung des neuen Stadtteils. Diese kooperativen Planungsprozesse gewährleisten, dass alle Beteiligten in die Entscheidungsfindung einbezogen werden und tragen zur Akzeptanz des Projekts bei.

    Förderung der sanften Mobilität und optimale Erreichbarkeit
    Die Förderung der sanften Mobilität steht im Mittelpunkt der Verkehrsplanung für Les Grands Esserts. Ein attraktives Netz von Rad- und Fußwegen verbindet den neuen Stadtteil mit wichtigen Punkten wie dem Stadtzentrum von Genf, Carouge und Veyrier. Diese Infrastruktur wird durch eine bessere Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere an den Léman Express, ergänzt, was die autofreie Mobilität innerhalb des Gebietes erleichtert.

    Erhaltung und Aufwertung der natürlichen Umwelt
    Besondere Aufmerksamkeit wird der Erhaltung und Aufwertung der natürlichen Ressourcen wie dem Waldrand und der Landschaftsgestaltung der Promenade des Cirses gewidmet. Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Erhalt der Biodiversität, sondern bieten den Bewohnern auch qualitativ hochwertige Erholungsräume.

    Das Projekt Grands Esserts setzt neue Maßstäbe in der Wohn- und Geschäftsentwicklung durch die vollständige Integration ökologischer Prinzipien und die Schaffung einer inklusiven und nachhaltigen Gemeinschaft. Mit der Fertigstellung der ersten Bauphase bis 2030 wird Les Grands Esserts zu einem Modell für urbanes Leben in Harmonie mit der Umwelt werden.