Schlagwort: Treibhausgas

  • Digitale Lösung macht Fortschritte bei Treibhausgasen sichtbar

    Digitale Lösung macht Fortschritte bei Treibhausgasen sichtbar

    Das Zürcher Unternehmen Integrale Planung GmbH (Intep) hat laut einer Mitteilung einen neuen Emission Tracker herausgebracht, der KMUs den Einstieg in die CO2-Bilanzierung deutlich vereinfachen soll. Das web-basierte Tool bereitet zudem die Ergebnisse visuell auf und ermöglicht einen mehrjährigen Vergleich. Auf diese Weise sollen Fortschritte klar sichtbar und messbar gemacht werden.

    Der Emission Tracker orientiert sich an dem Greenhouse Gas Protocol und deckt alle drei Scopes, inklusive der indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, ab. Die Emissionsfaktoren seien wissenschaftlich validiert und werden regelmässig aktualisiert. Aktivitäts- und Emissionsdaten, die Intep während seinen Projektarbeiten sammeln konnte, ermöglichen ausserdem eine vereinfachte Berechnungsmethodik mithilfe von Branchendurchschnitten.

    Die visuell aufbereiteten Ergebnisse bieten einen Überblick über die wichtigsten Emissionsquellen, von der Energieversorgung bis hin zu den Ausgaben und Investitionen. Ein PDF-Bericht kann zur Kommunikation verwendet werden und bietet gleichzeitig praktische Tipps zur Emissionsreduktion. Mit dem Emission Tracker Plus können Unternehmen zudem eine zusätzliche zweistündige, persönliche Beratung durch Expertinnen und Experten von Intep erhalten.

    „Gerade KMU fehlen oft die finanziellen Mittel, die passenden Werkzeuge und das nötige Know-how,“ erklärt Dr.-Ing. Lisa Winter, Geschäftsführerin bei Intep Berlin. „Mit dem Emission Tracker ermöglichen wir ihnen einen niederschwelligen Einstieg in die Treibhausgasbilanzierung“. Auch Verbände, Gemeinden oder Grossunternehmen können profitieren, indem sie im Rahmen der Emission Tracker Partnerschaft Lizenzen für ihr KMU-Netzwerk erwerben.

  • Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an

    Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, Eawag, erweitern auf dem Empa-Gelände in Dübendorf ihren Campus, der laut einer Medienmitteilung in Kürze unter dem Namen co-operate in Betrieb gehen soll. Architektur und Gestaltung der Erweiterung seien als „Wegweiser“ für klima- und umweltfreundliches Bauen konzipiert und zeigen Ansätze für weniger Ressourcenverbrauch und minimalen CO2-Ausstoss, für mehr Kreislaufwirtschaft durch weniger Materialverbrauch sowie zum Gewinnen und Einsparen von Energie, heisst es.

    In der Nähe des Eingangsbereichs zum Campus ist ein attraktives Gebäude errichtet worden. Die Konstruktion ist ein Holz-Beton-Parkhaus, welches von Implenia in Hybridbauweise umgesetzt wurde. Statt Betonrippendecken wurden auf einer Fläche von 9300 Quadratmeter Holzbalkendecken verwendet. Dadurch komme der Bau mit erheblich dünneren Betonschichten aus und senke den Verbrauch des „Klimasünders“ Zement.

    Beleuchtung, Elektrotrassen und Abwasserleitungen mussten laut Kevin Olas, Leiter des Immobilienbereichs der Empa, mit Rücksicht auf die Ästhetik der Hybridkonstruktion installiert werden. Zudem galt es, mit Blick auf den Klimawandel die Modulbauweise aus Fertigteilen anzuwenden. So liessen sich bei Bedarf Teile des Gebäudes beispielsweise in Werkstätten umwandeln.

    Neben Baustoffen Stahl, Beton oder Holzelemente seien auch menschliche „Rohstoffe“ wiederverwertbar: So eigne sich Urin durch die enthaltenen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium als Rohstoff für die Düngerherstellung. Das im Laborgebäude eingebaute Urin-Sammelsystem NoMix-WCs schaffe den Rohstoff für das Recycling-Düngemittel Aurin. Dieses wird vom Eawag-Spin-Off Vuna vertrieben.

    Weitere Bausteine auf dem Campus seien Photovoltaik, Recycling-Asphalt sowie Asphaltverzicht bei der Landschaftsgestaltung, die auf eine Förderung der Biodiversität fokussiert und das Anpflanzen einer vielfältigen Flora vorsehe.

    Quelle: empa.ch