Schlagwort: Treibhausgasemissionen

  • 61 Millionen für klimafreundliche Gebäude

    61 Millionen für klimafreundliche Gebäude

    Gebäude sind im Kanton Zürich für über 40 Prozent des Energieverbrauchs und 30 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Seit September 2022 gilt darum, Öl- und Gasheizungen in bestehenden Gebäuden müssen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimafreundliche Alternativen ersetzt werden, wenn dies technisch und finanziell möglich ist. 2025 stehen für diesen Wandel 61 Millionen Franken an Fördergeldern bereit. Diese Mittel fliessen gezielt in Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Förderung nachhaltiger Heizsysteme.

    Stärkere Förderung für grössere Heizungsersätze
    Das Förderprogramm legt 2025 einen besonderen Schwerpunkt auf den Ersatz grösserer fossiler Heizungen. Während die Sockelbeiträge für kleinere Anlagen leicht gesenkt wurden, profitieren grössere Heizungen ab etwa 30 Kilowatt Leistung von erhöhten, leistungsabhängigen Förderungen. Dies trägt den höheren technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei solchen Projekten Rechnung.

    Belohnung für umfassende Gebäudemodernisierungen
    Eine gut gedämmte Gebäudehülle spart Heizenergie, reduziert Heizkosten und verbessert das Wohnklima. Daher wird bei Gesamtmodernisierungen ein zusätzlicher Anreiz gesetzt. Wer mindestens 90 Prozent der Dämmfläche von Dach, Fassaden und Böden modernisiert, erhält einen Zusatzbeitrag. Förderungen für Modernisierungen nach MINERGIE-Standard sind ab 2025 an die Zusatzzertifizierung «ECO» geknüpft, um auch Aspekte wie Kreislauffähigkeit und graue Energie zu berücksichtigen.

    Unterstützung für dezentrale Heizsysteme
    Dezentral installierte Elektro- oder fossile Heizungen stellen eine besondere Herausforderung dar. Ab 2030 sind stromintensive Elektroheizungen im Kanton Zürich verboten. Hauseigentümer, die solche Systeme durch klimafreundliche Alternativen ersetzen, profitieren neu von mindestens 15 000 Franken Zuschuss für die Installation eines Wärmeverteilsystems. Dies soll die aufwändige Umrüstung erleichtern und beschleunigen.

  • Solaranlagen sind umweltfreundlicher denn je

    Solaranlagen sind umweltfreundlicher denn je

    Das für 2023 aktualisierte Faktenblatt Environmental Life Cycle Assessment of Electricity from PV Systems der Internationalen Energieagentur in Paris macht deutlich, dass Photovoltaikanlagen zunehmend umweltfreundlicher werden. Es gibt einen Überblick über die ökologische Lebenszyklusbewertung von vier verschiedenen Photovoltaiksystemen.

    Das Faktenblatt für 2023 beruht laut einer Mitteilung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) auf der Expertise von Matthias Stucki und Michael Götz sowie zweier weiterer Fachleute. Die beiden Wissenschaftler der ZHAW gehören der Forschungsgruppe Ökobilanzierung am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen an.

    Das Faktenblatt 2023 hebt unter anderem die erhebliche Verringerung der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Systemen hervor, die Strom mit fossilen Brennstoffen erzeugen. Demnach hat sich die Photovoltaiktechnologie so weit weiterentwickelt, dass sich diese Emissionen über den gesamten Lebenszyklus der begutachteten Systeme in den vergangenen zehn Jahren halbiert haben.

    Für Systeme mit monokristallinem Silizium sind dies in der Schweiz noch rund 36 Gramm CO2-Äquivalente pro Kilowattstunde Strom und für CdTe (Cadmiumtellurid)-Systeme 25 Gramm CO2-Äquivalente pro Kilowattstunde Strom. Auch die Zeit, die ein Modul benötigt, um die Energie zu erzeugen, die für seine Herstellung benötigt wurde, liegt sowohl für Systeme mit monokristallinem Silizium wie auch für CdTe-Systeme erstmals in der Geschichte bei einem Jahr oder weniger.

  • Pionierarbeit im ESG-Datenmanagement für die Immobilienbranche

    Pionierarbeit im ESG-Datenmanagement für die Immobilienbranche

    Angesichts des hohen Beitrags der Immobilienbranche zu den globalen Treibhausgasemissionen ist es dringend erforderlich, effiziente Lösungen zur Reduzierung dieser Emissionen zu finden. Wincasa hat sich dieser Aufgabe angenommen und unterstützt seine Klienten aktiv auf dem Weg zu Netto-Null Emissionen. Dabei stösst man auf die Komplexität der Datenerfassung und -verwaltung im Bereich der Nachhaltigkeit, insbesondere angesichts der diversen Datenquellen und der Anforderungen an die Datenqualität.

    Die ESG-Datenmanagement-Plattform
    Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Wincasa in Kooperation mit Novalytica eine ESG-Datenmanagement-Plattform entwickelt. Diese Plattform ermöglicht die Integration verschiedenster Datenquellen und die Auswertung gemäss internationalen Reporting-Standards. Ein wesentliches Merkmal der Plattform ist die Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz zur automatisierten Prüfung der Datenqualität.

    Innovative Werkzeuge auf der Plattform
    Ein Schlüsselelement der Plattform ist der Zirkularitätsindex, ein Werkzeug zur Bewertung der Wiederverwendbarkeit von Materialien in Gebäuden. Dieses Tool ermöglicht es, den Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten Hand in Hand zu bewerten. Darüber hinaus erleichtert der Einsatz von Materialpässen in der Bauplanung die Identifizierung von nachhaltigen und kosteneffizienten Bauvarianten, indem sie eine detaillierte Übersicht über Baustoffe und ihre Eigenschaften bieten.

    Zukunftsperspektiven und Impact
    Durch die Einführung dieser Plattform leistet das Unternehmen einen bedeutenden Beitrag zur Förderung umweltbewussten und ressourcenschonenden Bauens in der Immobilienbranche. Die Plattform stellt nicht nur ein Instrument zur Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards dar, sondern ebnet auch den Weg für zukunftsorientierte, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Bauweisen.

  • Neue Ära der Umweltpolitik

    Neue Ära der Umweltpolitik

    Die UREK-N hat den Entwurf des CO2-Gesetzes für 2025-2030 mit einer Mehrheit von 18 zu 7 Stimmen angenommen. Dieser Entwurf beinhaltet die Halbierung der Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2030 im Vergleich zu 1990, wobei 75% der Reduktionen im Inland erzielt werden sollen. Die Kommission unterstützt viele Aspekte des Bundesrates, wie das Festhalten am maximalen CO2-Abgabebetrag von 120 Franken pro Tonne und lehnt eine Erhöhung ab.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung erneuerbarer Energien. Die Kommission hat vorgeschlagen, bis zu 45 Millionen Franken aus dem Ertrag der CO2-Abgabe für diesen Zweck zu verwenden, einschliesslich der Unterstützung von Anlagen zur saisonalen Energiespeicherung. Auch die Elektromobilität wird gefördert, indem die Basisinstallation von Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge unterstützt wird, mit einem Budget von maximal 20 Millionen Franken pro Jahr.

    Im Bereich des Strassenverkehrs schlägt die Kommission eine reduzierte leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für emissionsarme Lastwagen vor, die mit Elektro-, Wasserstoff- oder erneuerbaren Treibstoffen betrieben werden. Bei den Emissionsvorschriften für neue Fahrzeuge setzt die Kommission konkrete Zwischenziele für Personenwagen fest, um eine lineare jährliche Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen.

    Zur Förderung erneuerbarer Treibstoffe im Luftverkehr plant die Kommission, eine Beimischpflicht für erneuerbare Flugtreibstoffe einzuführen und eine Abgabe für Flüge von Privat- und Businessjets einzuführen.

    Die UREK-N hat auch wichtige Entscheidungen zum Beschleunigungserlass getroffen, der darauf abzielt, die Genehmigungsverfahren für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Die Kommission unterstützt den Bundesratsentwurf weitgehend, fordert aber einige Ergänzungen, um die Einbindung von Standortgemeinden in das Verfahren zu gewährleisten.

    Insgesamt setzt die UREK-N mit diesen Entscheidungen ein starkes Zeichen für den Umweltschutz und die Förderung erneuerbarer Energien in der Schweiz.

    Die Kommission hat vom 6. bis 8. November 2023 unter dem Vorsitz von Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP/FR) und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern getagt.

  • ESG-Plattform für effizientes Management von Nachhaltigkeitsdaten

    ESG-Plattform für effizientes Management von Nachhaltigkeitsdaten

    Die Arealentwicklung «Pra Roman» der Genossenschaft Codha und des Vereins «Sur le Pra» hat den Binding Preis für Biodiversität 2023 gewonnen, weil die Überbauung die ökologischen wie sozialen Vernetzungsfunktionen für das Quartier und die Stadt äusserst vorbildhaft übernimmt und das Projekt von Anfang an partizipativ angegangen wurde. Der Preis 2023 war zum Jahresthema «wegweisende Arealentwicklungen» ausgeschrieben worden.

    Die Formulierung von Absenkungszielen und die nachvollziehbare Berichterstattung über deren Erreichung wird von Investoren und Politik gefordert. Wincasa begleitet seine Kundinnen und Kunden proaktiv auf dem Weg hin zu Netto-Null. Als Immobiliendienstleister verfügt Wincasa über viele Daten aus dem Betrieb von Immobilien und dank einem dedizierten Team über sehr viel Know-how im Bereich Nachhaltigkeit. Die Quantifizierung und das Reporting von Nachhaltigkeitsthemen ist aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Datenquellen komplex. Eine weitere grosse Herausforderung ist zudem die Qualität der Daten und der manuelle Aufwand, der zu ihrer Überprüfung und Verbesserung erforderlich ist. Zudem existieren verschiedene ESG-Frameworks und Berichtstandards, wie z.B. die Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB), deren Messkriterien und Anforderungen sich voneinander unterscheiden. Diese Herausforderungen machen es für die Kundinnen und Kunden von Wincasa schwierig, die gestiegenen Anforderungen an die Nachhaltigkeit und deren transparente Berichterstattung zu erfüllen.

    Integrierte Aufbereitung von ESG-Daten
    Als führender Schweizer Immobiliendienstleister möchte Wincasa gemeinsam mit dem Data Science PropTech-Unternehmen Novalytica Nachhaltigkeits-Reportings einfacher und transparenter machen – so die Vision. Zu diesem Zweck wurde eine Plattform zum Management von ESG-Daten entwickelt. Mit dieser wird unter anderem die Erstellung eines GRESB-Reportings deutlich erleichtert. Dr. Niklas Naehrig, Leiter Strategie & Nachhaltigkeit Wincasa sagt dazu: «Unsere Plattform erlaubt es, unterschiedlichste Datenquellen zu integrieren und Daten nach internationalen Reporting-Standards auszuwerten. Neben der Nutzung von Datenquellen aus der Bewirtschaftung ermöglicht die ESG-Plattform auch die Einbindung von öffentlich verfügbaren Daten und die automatisierte Prüfung der Datenqualität mit einer smarten Verbindung aus künstlicher und menschlicher Intelligenz.»

    Automatisierte Prüfung der Datenqualität
    Derzeit wird die von Wincasa und Novalytica entwickelte Lösung als Pilotprojekt im Portfolio eines namhaften Schweizer Immobilieneigentümers erprobt. Für den Eigentümer ist Nachhaltigkeit ein bedeutender Bestandteil der Unternehmensstrategie. Der Einsatz der Plattform wird den Aufwand zur Erhebung und Auswertung der Nachhaltigkeitsdaten für die verschiedenen Benchmarks und Standards beträchtlich verringern und die Datenqualität signifikant erhöhen. Zugleich ermöglicht die Plattform detailliertere Einblicke in das Nachhaltigkeits-Potenzial des Portfolios.

    Quelle www.wincasa.ch

  • Meilenstein der Transparenz über Treibhausgasemissionen der Immobilienbranche

    Meilenstein der Transparenz über Treibhausgasemissionen der Immobilienbranche

    Immobilien sind nach dem Verkehr und der Industrie mit einem Anteil von 23.9% der drittgrösste Verursacher von Treibhausgasemissionen in der Schweiz. Zur Erreichung der Klimaziele von Netto-Null führt daher kein Weg an nachhaltigen Immobilien vorbei. Immobilien sieht man allerdings nicht an, ob sie umweltfreundlich sind oder nicht. Früh entstanden daher Labels und Ratings, die Auskunft geben sollen über die Nachhaltigkeit von Immobilien.

    Vergleichbarkeit ist zentral
    Was anfänglich viel zur Förderung und zum besseren Verständnis der Nachhaltigkeit von Immobilien beigetragen hat, ist mittlerweile selbst zum Problem geworden. Die Vielfalt von Labels und Initiativen im Nachhaltigkeitsbereich überfordert viele Marktteilnehmer. Zudem lassen sich die einzelnen Ratings kaum miteinander vergleichen. Etliche Ratings umfassen mehrere Dutzend Indikatoren, so dass letztlich nicht mehr klar ist, was sie überhaupt ausdrücken wollen. Viele Anlagegefässe im Immobilienbereich sind heute zudem als nachhaltig etikettiert und wenden ESG-Kriterien an, ohne dass jedoch Klarheit besteht, wie nachhaltig die jeweiligen Immobilien sind.

    Der Trend geht in Richtung Offenlegung von Umweltkennzahlen
    Anleger verlangen jedoch immer präzisere Informationen und wollen verschiedene Anlageprodukte nicht nur bezüglich Rendite oder Risiken, sondern auch bezüglich Nachhaltigkeit miteinander vergleichen können. Der Trend geht heute daher in Richtung direkter Offenlegung von Umweltkennzahlen, wie zum Beispiel Energieverbrauch oder Treibhausgasemissionen. Im letzten Jahr haben die Verbände AMAS und KGAST ihre Mitglieder zur Veröffentlichung der wichtigsten Kennzahlen in den Jahresberichten von Immobilienfonds und Immobilien-Anlagestiftungen mit Abschlussdatum ab Ende 2023 verpflichtet bzw. aufgefordert. 

    Weshalb braucht es einen Standard?
    Allerdings ist die Berechnung dieser Kennzahlen alles andere als einfach. Für dieselben Liegenschaften können unterschiedliche Werte resultieren, je nach Berechnungsmethodik. Eine Standardisierung ist daher nötig. REIDA hat sich dieser Aufgabe angenommen und einen Standard für die Ermittlung der wichtigsten umweltrelevanten Kennzahlen im Immobilienbereich erarbeitet. Nach diesem REIDA-Standard wurde im Jahr 2022 ein Benchmarking mit 3984 Bestandsliegenschaften beziehungsweise 36 Immobilienportfolios durchgeführt, die total über knapp 23 Mio. m2 Energiebezugsfläche verfügen.

    Was wurde gemessen?
    Erfasst und bilanziert werden nur real gemessene Verbrauchswerte. Dies stellt einen grossen Unterschied zu anderen Erhebungen dar, bei denen vielfach keine Verbrauchsdaten vorliegen und die daher zumeist mit berechneten Werten (Schätzungen auf Basis von Richtgrössen) operieren. Für jedes der Immobilienportfolios wird zusammen mit den Ergebnissen auch der Abdeckungsgrad ausgewiesen. Dieser beschreibt den Anteil der Liegenschaften im Portfolio, für welche gemessene Energieverbrauchsdaten vorliegen. Im Durchschnitt beträgt der Abdeckungsgrad aller 36 Portfolios 83.1%. Die Offenlegung des Abdeckungsgrades dient ebenfalls der Transparenz, ist aber noch wenig verbreitet. Eine Analyse der Jahresberichte von kotierten Immobilienfonds durch pom+Consulting im Jahr 2022 hat etwa ergeben, dass nur 25% derselben, quantitative Angaben zum Abdeckungsgrad enthielten.

    Benchmarking-Resultate und deren Einordung
    Der mittlere Energieverbrauch im REIDA-Benchmarking-Portfolio beläuft sich auf 97.4 kWh pro m² Energiebezugsfläche. Die Bandbreite liegt zwischen 59 und 146 kWh/ m². Für Portfolios am unteren Rand der Werte dürften Spezialsituationen verantwortlich sein – z.B. dass Single Tenants viel Energie selbst einkaufen, was gemäss aktueller Methodik in der Energiekennzahl noch nicht berücksichtigt wird. In einer Online-Umfrage der Universität Lausanne, die 66 Portfolios von institutionellen Investoren mit gut 31 Mio. m² Gebäudefläche analysiert hat, wurde für das Bezugsjahr 2020 ein etwas höherer Wert von 105.5 kWh/m² Energiebezugsfläche ausgewiesen – allerdings ohne Verwendung einer einheitlichen Berechnungsmethodik.

    Der Anteil der erneuerbaren Energie beträgt im REIDA CO2-Benchmarking im Durchschnitt 25.8%, bei einer Bandbreite von 13% bis 54%. Im Durchschnitt betragen die Treibhausgasemissionen der Portfolios, die am REIDA-Benchmarking teilgenommen haben, 13.1 kg CO2-Äquivalente pro m² Energiebezugsfläche. Das Benchmarking berücksichtigt neben Kohlendioxid auch alle anderen Treibhausgase, wie z.B. Methan oder Lachgas, und berechnet daraus CO2-Äquivalente (CO2e). Das REIDA-Portfolio 2022 erzielt damit einen sehr guten Wert – bei einer Bandbreite zwischen 4.1 und 22.4 kg CO2e/m². Die von der Universität Lausanne erhobene Stichprobe gelangte im Mittel zu einem Wert von 19.6 kg CO2e/m². Wiederum ist ein direkter Vergleich mangels einheitlicher Berechnungsmethodik nur mit Vorbehalt möglich.

    Angabe von Unsicherheitsbereichen
    Eine weitere Errungenschaft des REIDA-Benchmarkings ist die Angabe von Unsicherheitsbereichen. Denn die verwendeten Verbrauchs- und Emissionswerte sowie die Berechnungen sind stets mit Unsicherheiten behaftet (z.B. ungenaue Messsensoren, kleine Umrechnungsunschärfen von vermietbarer Fläche auf Energiebezugsfläche). Diese Unsicherheiten werden für jedes Portfolio aggregiert und auf Stufe der Kennzahlen in Form eines Unsicherheitsbereichs ausgewiesen, der anzeigt, wie verlässlich die Kennzahl ist. Die Angabe des Unsicherheitsbereichs erfolgt dabei als doppelte Standardabweichung, was bedeutet, dass der tatsächliche Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% im angegebenen Unsicherheitsbereich liegt. Bei der Kenngrösse der CO2e-Emissionsintensität weisen die einzelnen Portfolios Unsicherheitsbereiche von 0.3 bis zu 5.8 kg CO2e/m² auf.

    Neuer Standard für ESG-Reporting in der Schweiz
    Mit dem CO2-Benchmarking setzt REIDA einen neuen Standard und erreicht dadurch einen Meilenstein im ESG Reporting von Immobilien in der Schweiz. Der Standard soll zudem nicht nur hinsichtlich Methodik und Datenqualität laufend verbessert werden, sondern mit der Zeit auch bisher noch ausgeklammerte Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit umfassen. Eine der wichtigsten Pendenzen wird es sein, nicht nur die Betriebsphase von Immobilien abzudecken, sondern ihren gesamten Lebenszyklus abzubilden und insbesondere das Thema der grauen Energie einzubauen. Die Ergänzung von Ratings und Zertifikaten – die bezüglich Transparenz und Vergleichbarkeit Grenzen haben – sowie der Übergang zum direkten Ausweisen der eigentlichen Schlüsselkennzahlen sind damit in vollem Gange.

  • ESB fördert Umstellung auf Fernwärme

    ESB fördert Umstellung auf Fernwärme

    ESB hat zum Monatsbeginn ein Programm zur Förderung eines Anschlusses an Wärmeverbünde in Biel aufgelegt, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung. Damit wolle ESB die Bieler Klimastrategie unterstützen, heisst es dort weiter. Insbesondere will ESB einen Beitrag zum Ziel der Stadt leisten, bis 2050 klimaneutral zu werden.

    Derzeit wird ein Grossteil der Gebäude in der Stadt Biel mit fossilen Energieträgern geheizt, schreibt ESB. In einer Umstellung auf Fernwärme liege daher „ein hohes Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen“. Um möglichst viele Immobilienbesitzende zu erreichen, wird die Förderung des Anschlusses an ein Fernwärmenetz unabhängig vom aktuellen Energieträger gewährt.

    Für einen Förderbeitrag zu den Anschlusskosten müssen die Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Zum einen muss sich die fragliche Immobilie auf dem Gebiet der Stadt Biel befinden und an einen Wärmeverbund angeschlossen werden, der zu mindestens 80 Prozent mit erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben wird. Zum anderen muss die Heizenergie aus dem Wärmeverbund bezogen werden, sobald sie zur Verfügung steht. Kalte Anschlüsse sind somit von der Förderung ausgeschlossen. Im Falle eines auch vom Kanton Bern geförderten Anschlusses wird der ESB-Förderbeitrag zudem um die kantonale Förderung gekürzt.

  • Dietiker Stadtrat legt neue Energie- und Klimastrategie 2050 vor

    Dietiker Stadtrat legt neue Energie- und Klimastrategie 2050 vor

    Der Stadtrat von Dietikon hat die neue Energie- und Klimastrategie 2050 mit sieben konkreten Handlungsfeldern genehmigt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Energieeffizienz und die Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt der Strategie, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Unter den sieben in der neuen Strategie benannten Zielen sticht die Absicht hervor, die energiebedingten Treibhausgasemissionen der Stadtverwaltung grösstenteils bis 2030 auf Null zu reduzieren. Für die Bevölkerung und die Unternehmen gilt das Ziel der Freiheit von Treibhausgasemissionen dann für 2040. Und bis 2050 sollen dann auch die nicht energiebedingten Emissionen wie in der Landwirtschaft oder bei der Abfallverwertung emissionsfrei oder mit sogenannten negativen Emissionen kompensiert werden. Die konkrete Umsetzung soll sofort beginnen. Bis Ende Jahr wird die kommunale Energieplanung überarbeitet.

    „Die Strategie erlaubt uns, den Klimaschutz und die Energiewende in Dietikon noch zielgerichteter umzusetzen“, wird Stadtrat Anton Kiwic zitiert, Hochbauvorstand und Präsident der Energiekommission. Dietikon leiste damit seinen Beitrag zu den globalen Bestrebungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und für die zukünftige Standortqualität für Bevölkerung und Wirtschaft.

    Eine kleine sechsseitige Broschüre zur neuen Strategie mit vielen Links zur Klimapolitik ist auf der Internetseite der Stadt Dietikon abrufbar. Dort heisst es: Dietikon wird klimaneutral. Dazu reduzieren wir die Treibhausgasemissionen bis spätestens im Jahr 2050 auf Netto-Null. Zudem bleiben wir den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft verpflichtet und nehmen als Energiestadt Gold und Smart City eine Vorreiterrolle in der nationalen Energie- und Klimapolitik ein.

  • Batterieprojekt soll Seetransporte nachhaltiger machen

    Batterieprojekt soll Seetransporte nachhaltiger machen

    Das Projekt Current Direct soll die Treibhausgasemissionen im Seetransport um bis zu 482’000 Tonnen CO2-Äquivalente jährlich verringern, erläutert Blackstone Resources in einer Mitteilung. Der Zuger Batterieexperte ist einer von insgesamt 13 Partnern, die das als Energy as a Service angelegte Projekt aufgegleist haben. Die Europäische Union unterstützt Current Direct über ihr Forschungsprogramm Horizon 2020.

    Blackstone Resources steuert zum Projekt im 3D-Druck hergestellte Lithium-Ionen-Batteriezellen bei. Bei deren Herstellung werden laut Mitteilung modernste Materialien angewendet, die die Kosten der Herstellung senken. Zudem können die verwendeten Materialien wiederverwertet werden.

    Insgesamt will Current Direct die Kosten für batterieelektrisch betriebene Schiffsantriebe um die Hälfte reduzieren. Über das Energy as a Service-Modell werden Schiffseigner ausserdem von den Kapitalkosten entlastet. Somit biete Current Direct „Energieunternehmen, institutionellen Investoren und staatlichen Akteuren einen Mechanismus, um sich an der grünen Transformation der europäischen Handels- und Passagierflotte zu beteiligen“, schreibt der Zuger Batterieexperte.