Das Bundesamt für Verkehr hat laut einer Mitteilung die Planbewilligung für den Ausbau der Verbindung zwischen Zürich und Winterthur erteilt. Dafür soll ein neun Kilometer langer doppelspuriger Tunnel gebaut werden, der im Süden mit zwei Zulaufstrecken von Bassersdorf und Dietlikon erreicht wird. Im Norden endet er in Tössmühle in Winterthur. Gleichzeitig sollen die Bahnhöfe in Winterthur-Töss, Dietlikon, Bassersdorf und Wallisellen um- und ausgebaut werden.
Der Ausbau erweitert den heutigen Engpass durch Effretikon und Kemptthal durchgängig auf vier Spuren. Damit können die Reisezeiten verkürzt und das Angebot namentlich an Regionalverbindungen ausgebaut werden.
Die Kosten werden auf 3,3 Milliarden Franken in Preisen von 2014 veranschlagt. Der Ausbau ist Teil des Bahnausbauschrittes 2035, den das Bundesparlament 2019 beschlossen hat.
Die Plangenehmigung kann innerhalb von 30 Tagen an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden. Andernfalls kann die SBB das definitive Ausbauprogramm festlegen und Anfang 2026 mit den Vorarbeiten beginnen.
Die Arbeiten für die Freigabe der unbeschädigten Oströhre des Gotthard-Basistunnels laufen mit Hochdruck und kommen gut voran. Das stark beschädigte Spurwechseltor konnte erfolgreich durch ein mobiles Tor ersetzt werden. In den kommenden Tagen finden noch nötige Anpassungen im Stellwerk statt. Zudem sind Probefahrten nötig. Wie angekündigt, kann der Güterverkehr am 23. August 2023 wieder durch den Basistunnel rollen.
Stand jetzt können ab dann pro Tag rund 90 Güterzüge durch den Basistunnel verkehren. Rund 20 werden über die Panoramastrecke umgeleitet. Pro Tag können somit 110 Güterzüge über die Gotthardachse verkehren.
Für den Güterverkehr bringt die Öffnung der Oströhre bedeutend mehr Flexibilität und für die Güterkunden eine Entlastung. Zunächst werden im In- und Ausland abgestellte Transitzüge verkehren. Diese konnten wegen der Eckhöhe nicht über die Panoramastrecke umgeleitet werden. Damit alle Güter befördert werden können, müssen weiterhin auch Güterzüge über die Lötschberg-Simplon-Achse und über die Brenner-Strecke umgeleitet werden. Die genauen Produktionskonzepte sind in Erarbeitung. Die SBB setzt zusammen mit den Partnerbahnen alles daran, dass die Trassen für den Güterverkehr laufend erweitert werden können.
Tagesausflüge ins Tessin gut möglich Die Reisezüge werden nach wie vor über die Panoramastrecke umgeleitet. Das Angebot wird jedoch ab dem 24. August verbessert. Es können mehr Züge in maximaler Länge verkehren als heute. Das bringt mehr Sitzplätze für die Reisenden. Zu Spitzenzeiten am Wochenende kann es in den Zügen eng werden, weil keine Zusatzzüge eingesetzt werden können. Die SBB bittet um Verständnis und empfiehlt den Reisenden, vor der Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren. Tagesausflüge ins Tessin sind gut möglich.
Die SBB versteht den Wunsch, die Preise aufgrund der Reisesituation ins Tessin zu reduzieren. Generelle Preisreduktionen aufgrund der längeren Reisezeit sind jedoch nicht vorgesehen. Die SBB wird aber voraussichtlich ab dem 24. August wieder Spartickets auf den Verbindungen von und ins Tessin anbieten. GA-Kund:innen, die ihr Abo wegen der längeren Reisezeit nicht nutzen wollen, können dieses während 30 Tagen hinterlegen oder auch zu den bestehenden, attraktiven Konditionen erstatten lassen. GA-Night-Kund:innen mit Wohnort Tessin können ausserordentlich ab dem 10. September bis auf weiteres jeweils am Sonntagabend bereits ab 18.00 Uhr reisen. Das Reiseangebot wird entlang der Möglichkeiten angepasst.
Internationale Züge verkehren bald wieder direkt Auch im internationalen Personenverkehr konnte die SBB bereits Verbesserungen erreichen. Ab dem 24. August verkehren die grenzüberschreitenden Züge von und nach Italien grösstenteils wieder direkt. Die Reisezeit verlängert sich noch um 60 statt um bis zu 120 Minuten. Die Abfahrtszeiten müssen in Richtung Nord–Süd angepasst werden: Züge nach Mailand und Venedig verkehren ab Zürich eine Stunde früher. In Richtung Süd–Nord kommen die Züge in Zürich eine Stunde später an als üblich.
Die von und nach Basel via Gotthard verkehrenden Eurocity-Verbindungen fallen zwischen Lugano und Mailand aus. Diese Züge verkehren innerhalb der Schweiz als IC21. Für die Weiterfahrt ist ein Umstieg nötig. Die Züge von und nach Bologna verkehren bis voraussichtlich am 18. September ausschliesslich auf dem italienischen Streckenteil. In Chiasso ist ein Umstieg nötig.
Bundesrat Albert Rösti hat am 3. Juli die dritte Röhre des Gubristtunnels eröffnet. „Funktionierende Nationalstrassen entlasten Städte und Dörfer vom Ausweichverkehr und ermöglichen wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand. Diese Aufgabe muss das Netz auch künftig erfüllen können“, sagte der Verkehrsminister laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) an der Eröffnungsfeier. „Hier bauen wir für die Mobilität von morgen.“
Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betonte die Bedeutung für den Wirtschaftsraum. „Mit der Eröffnung der dritten Gubriströhre wird der Verkehr in Richtung Bern und Luzern viel besser fliessen – das ist gut für die Nerven der Autofahrerinnen und Autofahrer und für unsere Volkswirtschaft“, wird sie zitiert.
Der Zürcher Stadtrat Michael Baumer wies auf die Entlastung des Verkehrs in der grössten Schweizer Stadt hin. „Es ist wichtig, dass die Infrastruktur in und um die Stadt mit dem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum Schritt halten kann und dabei die Innenstadt entlastet, damit eine effiziente und nachhaltige Mobilität für die ganze Bevölkerung möglich ist.“
Der Weininger Gemeindepräsident Mario Okle lobte die Zusammenarbeit der involvierten Verwaltungen. „Der Austausch mit den Kantons- und Bundesbehörden hat sich spürbar verbessert.“
Die Projektierung der dritten Röhre begann 2001. 2016 wurde der Bau der Röhre begonnen. Insgesamt werden in den Bau der neuen Röhre und in die Sanierung der beiden bestehenden Röhren 1,55 Milliarden Franken investiert. Die Sanierungsarbeiten dauern noch bis Ende 2027 an. Danach wird der Tunnel über sieben Spuren verfügen.
In den vergangenen zehn Jahren hat der Verkehr von und nach Luzern um rund 20 Prozent zugenommen. Prognostiziert ist ein weiteres Wachstum – die A2 und A14 stossen aber bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Bei der Verzweigung Rotsee vor Luzern treffen die Verkehrsströme der Nord-Süd-Achse A2 und der A14 von Zürich-Zug aufeinander. Auf der Stadtdurchfahrt kommen der regionale und lokale Ziel- und Quellverkehr hinzu. Um die Situation zu entspannen, will der Bund die Verkehrssituation auf den beiden Autobahnen mit dem Bypass Luzern massgebend verbessern. Ohne den Bypass würde der Ausweichverkehr auf das untergeordnete Strassennetz zunehmen und in der Folge auch den öffentlichen Verkehr behindern.
Das Kernelement des Bypasses besteht aus zwei zweispurigen Tunnels mit einer Länge von 3760 Metern Richtung Norden und 3850 Metern Richtung Süden, die die Stadt Luzern und die Reuss unterqueren. Im Norden liegen die Anschlusspunkte im Bereich Ibach und im Süden im Bereich Grosshof (Luzern-Kriens). Der projektierte Tunnel-Bypass soll primär den Transitverkehr aufnehmen.
Zudem ist ein Ausbau der A14 im Norden von heute vier auf künftig sechs Fahrstreifen ab der Verzweigung Rotsee bis Anschluss Buchrain geplant. Um dies zu bewerkstelligen, wird der Tunnel Rathausen mit einer dritten Röhre erweitert. Die Bauwerke werden an der Verzweigung Rotsee angepasst. Bei der Verzweigung Rotsee wird die Fahrspur A2/A14 Basel in Richtung Zug auf zwei Spuren ausgebaut, um den bestehenden Engpass zu eliminieren.
Neu wird die A2 zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Luzern-Kriens zur Stadtautobahn, die ausschliesslich dem Ziel-, Quell- und Binnenverkehr der engeren Agglomeration Luzern dient. Daran erschlossen sind Emmen Süd, Luzern-Zentrum und Luzern-Kriens. Bei Bedarf, also beispielsweise im Ereignisfall oder bei Unterhalts- und Instandsetzungsarbeiten, dient die Stadtautobahn als Ausweichroute zum Bypass und umgekehrt.
Die Grosshofbrücken als neues Eingangstor für die Stadt Kriens.
Im Süden ist im Tunnel Spier zwischen den Anschlüssen Luzern-Horw und Hergiswil eine Ummarkierung auf je drei Fahrstreifen in beide Richtungen geplant. Der dritte Fahrstreifen verlängert jeweils die Ein- und Ausfahrtsspur. Die Stadt Kriens erhält mit den neuen Grosshofbrücken ein neues Eingangstor: Auf dem Dach ist eine Parkanlage mit Wegen vom Sonnenberg nach Kriens, Horw und Luzern geplant. Unterhalb der Brücke soll ein vielfältiger Nutzungsmix aus Cafés, Läden und Gewerbeflächen entstehen.
Der Bypass Luzern sieht den Bau von drei neuen Strassenabwasserbehandlungsanlagen (SABA) in Rathausen, bei der Verzweigung Rotsee und bei Grosshof-Kriens vor. Dank diesen wird das Schmutzwasser der Autobahn auf ökologische Weise gereinigt, bevor es in die umliegenden Gewässer fliesst.
Das Entlastungsprojekt Bypass soll den Verkehrsfluss auf den Autobahnen verbessern und die Funktionalität der Nord-Süd-Achse sicherstellen. Zudem werden damit Ausweichrouten bei Unfällen oder Unterhaltsarbeiten geschaffen. Die Zentralschweiz und die Agglomeration Luzern profitieren von einer besseren Erreichbarkeit, und die Stadtautobahn wird vom Durchgangsverkehr entlastet. Nicht zuletzt wird die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht.
Der Tunnel Rathausen wird mit einer dritten Röhre erweitert.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,8 Mrd. Franken und werden vom Bund finanziert. Läuft alles nach Plan, soll der Bypass nach rund 12 Jahren Bauzeit – unter Vorbehalt der noch ausstehenden Plangenehmigungsverfügung – zirka 2035 befahrbar sein.
Die in Lugano ansässige Pini Gruppe übernimmt das Geotechnikunternehmen Geodata mit Sitz in Turin. Beide Firmen zeichne aus, dass sie als Familienunternehmen begonnen und sich zu weltweiten Akteuren im Engineering-Sektor entwickelt haben, heisst es in einer Medienmitteilung der Pini Gruppe. Ihr CEO, Andrea Galli, will mit dieser Akquise „alle Werte stärken, die es diesem Unternehmen ermöglicht haben, Ingenieurgeschichte zu schreiben”. Sie ermögliche laut Pini den Zugang zum Sektor der erneuerbaren Energien, besonders zur Wasserkraft.
Damit zählt das Unternehmen nunmehr 700 Mitarbeitende. Die Übernahme werde die Entwicklungspläne des vor 70 Jahren gegründeten Engineering- und Consulting-Dienstleisters stark beschleunigen und seine Position „als führendes Unternehmen bei Planung, Baumanagement und Beratungsdiensten stärken”, heisst es in der Mitteilung weiter.
Geodata ist hauptsächlich in der Planung unterirdischer und wasserbaulicher Arbeiten tätig. Das Unternehmen wurde 1984 gegründet, verfügt über 16 Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Indien und Malaysia und ist in 20 Ländern aktiv. Mit dieser strategischen Akquisition möchte die Pini Group den Angaben zufolge von der Expertise eines Unternehmens profitieren, das den Bau von mehr als 4000 Kilometern Tunnel und mehr als 3500 Projekte weltweit geplant und überwacht hat, so die Pini Group.
Am 5. August haben die Bauarbeiten für Hamburgs Fernwärmetunnel begonnen, informiert Implenia in einer Mitteilung. Die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon realisiert das Projekt im Auftrag von Wärme Hamburg. Der 1,16 Kilometer lange Tunnel wird die Elbe rund 2 Kilometer westlich des Elbtunnels für die Autobahn unterqueren.
Ab Winter 2024/25 soll damit Abwärme aus Industrieprozessen im Süden in den Norden der Hansestadt transportiert werden. Dies ist Voraussetzung, damit das Kohlekraftwerk in Wedel durch Energie aus dem künftigen Energiepark Hafen der Hamburger Energiewerke GmbH ersetzt werden kann. „Wir freuen uns, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt für die Hamburger Energiewerke planen und realisieren dürfen und damit zu einer nachhaltigen Energieversorgung in Hamburg beitragen können“, wird Thomas Fiest, Head Tunnelling Deutschland von Implenia, in der Mitteilung zitiert.
Im ersten Bauabschnitt erstellt Implenia Start- und Zielschacht mit 1,5 Meter dicken Schlitzwänden und einer Tiefe von 30 Metern. Dann wird eine Tunnelvortriebsmaschine den eigentlichen Tunnel mit einem Durchmesser von 4,55 Metern bohren. Zugänge und Betriebseinrichtung für den Betrieb sollen in den Schächten untergebracht werden.
Die Erweiterung des Wärmeverbundes zum geplanten Anschluss des EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg geht voran. Die Baufirma SMCE forage et tunnel mit Sitz in Sierentz hat dafür zwei 90 Meter lange Tunnel unter der Autobahn A35 im Elsass hindurchgebohrt, heisst es in einer Medienmitteilung von Primeo Energie aus Münchenstein. In die Tunnel werden anschliessend die Rohre verlegt, die die Wärme künftig zum Flughafen transportieren.
Die Wärme stammt aus dem Biomassekraftwerk in der elsässischen Stadt Saint-Louis. Es wird betrieben von dem Energieunternehmen R-CUE, einer Tochterfirma des Energieversorgers Primeo Energie. Über das bestehende Fernwärmenetz von 12,3 Kilometern versorgt R-CUE bisher umgerechnet 5000 Haushalte mit Wärme und produziert gleichzeitig Strom.
Mit dem EuroAirport kommt ein grosser Wärmeabnehmer dazu. Der Flughafen hat allein einen Heizenergiebedarf von 3000 Wohnungen. Dessen Anschluss an den Verbund „wird den Verbrauch an fossilen Brennstoffen um 90 Prozent reduzieren“ und damit dessen Energiemix dekarbonisieren. Gleichzeitig spart der Anschluss Heizkosten ein, heisst es in der Medienmitteilung.
Später sollen weitere Stadt- und Gewerbegebiete an das Fernwärmenetz im Ballungsgebiet von Saint-Louis angeschlossen werden, darunter das Hyperzentrum Saint-Louis, die Zonen Zentrum, Süd und Nord, die Entwicklungszone Lys (ZAC) sowie der Technoport. Insgesamt soll das Netz auf 30 Kilometer Länge wachsen.
Bis 2030 sollen bis zu 68 Gigawattstunden pro Jahr an zusätzlicher Wärme verteilt werden. Das entspricht 10’000 Haushalten und erfordert den Bau eines neuen Biomasseheizwerkes, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Die Erweiterung des Wärmeverbundes Saint-Louis war Ende 2020 beschlossen worden.
Implenia wird für Wärme Hamburg einen rund 1,2 Kilometer langen Tunnel erstellen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon in einer Mitteilung. Der Tunnel soll den Hamburger Norden an ein neues Wärmenetzwerk anschliessen. Dazu wird er rund 2 Kilometer westlich des Elbtunnels für die Autobahn die Elbe unterqueren.
Die Arbeiten sind in zwei Phasen gegliedert, wobei die Phase der Planung bereits im Oktober angegangen wurde. Nun habe Implenia den Auftrag für weitere Planungen und Bauarbeiten ab Anfang 2022 erhalten, heisst es in der Mitteilung. Das Auftragsvolumen insgesamt wird dort auf rund 75 Millionen Franken beziffert.
Bis zum ersten Quartal 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu wird Implenia zunächst Schlitzwände für den Start- und den Zielschaft mit einer Tiefe von bis zu 42 Metern erstellen. Zwischen ihnen soll dann ein 1,16 Kilometer langer und rund 4,5 Meter im Durchmesser messender Tunnel gebohrt und mit Betonfertigteilen ausgekleidet werden. Darüber hinaus ist Implenia auch für die Planung und den Einbau der Betriebstechnik der Fernwärmeleitung zuständig.
„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt für unseren Kunden Wärme Hamburg erstellen dürfen“, wird Erwin Scherer, Head Tunnelling von Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Dass wir damit einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Wärmeerzeugung, motiviert uns zusätzlich, denn Nachhaltigkeit ist ein Unternehmenswert von Implenia, den wir auch in diesem Projekt leben werden.“
Ein von Implenia geführtes Gemeinschaftsunternehmen hat einen Auftrag von Tunnel Euralpin Lyon Turin (TELT) erhalten. Es geht dabei um die Planung und den Bau eines Teils des Mont-Cenis-Basistunnels in Frankreich. Der betroffene Abschnitt des insgesamt 57,5 Kilometer langen Tunnels ist rund 4 Kilometer lang und verläuft ab dem Portal Villard-Clément.
Die Partner von Implenia im Rahmen des Projekts sind die Firmen NGE, Itinera und Rizzani de Eccher. Implenia hält 34 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen. Die Projektpartner haben den Auftrag den Angaben zufolge aufgrund der technischen Optimierungen gewonnen, die sie während der Ausschreibungsphase eingebracht haben. Bei der Bewertung der technischen Lösungen haben sie den ersten Platz belegt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 248 Millionen Franken. Das Projekt wird etwa viereinhalb Jahre dauern.
„Implenia ist stolz darauf, einen so wichtigen Teil des zukünftigen europäischen Bahnnetzes planen und bauen zu dürfen“, wird Erwin Scherer, Global Head Tunnelling bei Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Wir können in solchen Vorhaben unsere grosse Erfahrung in allen Bereichen umfangreicher Infrastrukturprojekte als Stärke ausspielen“, fügt er hinzu.
Der Auftraggeber TELT ist ein französisch-italienisches Unternehmen, das für den Bau und das Management des grenzüberschreitenden Abschnitts der Neubaustrecke Lyon-Turin beim Mont-Cenis-Basistunnel verantwortlich ist. Dieser Abschnitt soll zu einem zentralen Ring des Mittelmeerkorridors werden – einem, der neun Achsen des europäischen Verkehrsnetzes TEN-T (Trans-European Transport Network). Der Ausbau soll unter anderem die Verlagerung von Transportgütern von der Strasse auf die Schiene fördern.
Das Bundesamt für Strassen hat der ARGE secondo tubo (zu deutsch: zweite Röhre) den Zuschlag für die Erstellung eines vier Kilometer langen Zugangsstollens zur zweiten Gotthardröhre erteilt. In dieser Arbeitsgemeinschaft hat Implenia laut ihrer Medienmitteilung die Federführung. Sie ist mit 40 Prozent daran beteiligt, ebenso wie Webuild Group/csc. Weitere 20 Prozent hält Frutiger.
Den Angaben zufolge habe sich die ARGE secondo tubo bei der Ausschreibung mit der höchsten Punktzahl aus der Bewertung aller Zuschlagskriterien gegen vier weitere Angebote und zwei zusätzliche Varianten durchsetzen können. Der Zuschlag unterliege noch einer 20-tägigen Beschwerdefrist. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Frühling beginnen und zweieinhalb Jahre dauern.
„Der Gotthard-Strassentunnel ist ein zentrales Infrastruktur-Projekt für die Schweiz, bei dem Implenia als grösster Schweizer Baudienstleister mit viel Erfahrung und geballtem Spezialisten-Know-how einen wichtigen Beitrag leisten kann“, wird der Chef der Implenia-Division Civil Engineering, Christian Späth, in der Mitteilung zitiert.
Implenia hatte im November 2020 bereits den Zuschlag für die Umlegung des Sicherheitsstollens Nord erhalten. Damit ist dieses aktuelle bereits das zweite Los für den Bau der zweiten Röhre beim Gotthard-Strassentunnel. Diese Vergabe gehe der Veröffentlichung der Ausschreibung für die beiden grösseren Lose um einige Monate voraus, heisst es in der Mitteilung weiter. In den Jahren von 2001 und 2014 war Implenia schon massgeblich am Bau des Gotthard-Basistunnels für die Bahn beteiligt. Damals betrug das gesamte Auftragsvolumen 2,84 Milliarden Franken.
Das gesamte Fornebubanen-Projekt umfasst den Bau einer Eisenbahnlinie von der Halbinsel Fornebu mit Anschluss an die U-Bahn in Oslo. Die im Dezember vergangenen Jahres begonnenen Bauarbeiten sollen 2027 fertiggestellt sein. Im Rahmen des Projekts hat Fornebubanen Implenia mit Planung und Bau eines Tunnel auf einer Strecke von 2,3 Kilometer beauftragt, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Dietlikon in einer Mitteilung. Das Vertragsvolumen wird dort mit 1,2 Milliarden Norwegischen Kronen oder umgerechnet 131 Millionen Franken angegeben.
Das Projekt entspreche „perfekt unserer Strategie grosser, komplexer Infrastrukturprojekte mit Fokus auf Nachhaltigkeit und den Einsatz neuer Technologien“, wird Audun Aaland, Head of Tunneling und Country President Norwegen bei Implenia, in der Mitteilung zitiert. Neben dem Bau des Tunnels inklusive seiner Querprofile wird Implenia auch Baugruben und Felsschächte für die Stationen Flytårnet und Fornebuporten realisieren.
„Diejenigen Unternehmen, die am meisten in alternative Kraftstofftechnologien investieren und zur Elektrifizierung der Maschinen und Anlagen beitragen, haben bei diesem Wettbewerb am besten abgeschnitten“, erläutert Grete Tvedt, Projektleiterin bei Fornebubanen, in der Mitteilung. „Der Fokus auf Nachhaltigkeit scheint gute Lösungen hervorzubringen, nicht nur in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch für das gesamte Projekt.“
Die Vertragsunterzeichnung soll nach Ablauf einer zehntägigen Einsprachefrist vorgenommen werden. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Mai dieses Jahres vorgesehen.
Implenia und der Baukonzern Hochtief werden gemeinsam den 2,2 Kilometer langen Lärmschutztunnel Altona bauen. Das Projekt auf der Autobahn A7 in Hamburg hat laut einer Medienmitteilung von Implenia einen Auftragswert von rund 580 Millionen Euro. Auf dem Deckel dieses Tunnels sollen Kleingärten sowie Grün- und Parkanlagen entstehen. Zudem werden damit die beiden angrenzenden Stadtteile Othmarschen und Bahrenfeld wieder miteinander verbunden.
Die Arbeiten zwischen den A7-Anschlussstellen Othmarschen und Volkspark werden voraussichtlich im April 2021 beginnen und bis 2028 abgeschlossen sein. Implenia wird das Vorhaben in einer Arbeitsgemeinschaft mit Hochtief kaufmännisch leiten. Hochtief hat die technische Federführung. Der Anteil von Implenia am Gesamtauftragsvolumen beträgt 35 Prozent.
Wie Christian Späth, Head Division Civil Engineering bei Implenia, erklärt, habe sein Unternehmen in dem seit 2019 laufenden Angebotsverfahren zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten identifizieren können. „Dafür haben wir unter anderem Teile der Ausführungsplanung vorgezogen und sukzessive die Ergebnisse aus mehr aus 30 Abstimmungsterminen in die Kalkulation eingearbeitet. So konnten wir die Projektrisiken für alle Beteiligten deutlich minimieren.“
Die Neue Eisenbahn-Alpen-Transversale (NEAT) ist weitgehend fertiggestellt. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Bewilligung für den fahrplanmässigen Betrieb des Ceneri-Basistunnels erteilt, schreibt es in einer Mitteilung. Damit steht der Tunnel ab dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember für fahrplanmässige Passagier- und Güterzüge zur Verfügung.
Der Ceneri-Basistunnel war am 4. September eingeweiht worden. Seitdem wurden in einem Probebetrieb rund 5800 kommerzielle Personen- und Güterzüge durch den Tunnel geführt.
Der gut 15 Kilometer lange Tunnel ist der dritte der drei grossen Basistunnel, die im Rahmen der NEAT gebaut worden sind. Er ermöglicht auch direkte Verbindungen zwischen Lugano und Locarno. Diese bilden ein zentrales Element der S-Bahn Tessin.
Der Lötschberg-Basistunnel mit einer Länge von 35 Kilometern wurde 2007 als erster der drei grossen Tunnel in Betrieb genommen, der Gotthard-Basistunnel mit einer Länge von 57 Kilometern folgte 2016. Der knapp 20 Kilometer lange Simplontunnel ist bereits seit 1906 in Betrieb. Die Schweiz verfügt damit über zwei Flachbahnstrecken durch die Alpen.
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