Schlagwort: Tunnelbau

  • Infrastrukturinvestitionen gewinnen in Europa an Dynamik

    Infrastrukturinvestitionen gewinnen in Europa an Dynamik

    Das Bauunternehmen Implenia sichert sich bedeutende Infrastrukturprojekte in Deutschland und Norwegen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Zum Auftragspaket gehören die Neue Peenebrücke Wolgast, der Ersatzneubau der Mainbrücke Marktbreit, der erste Bauabschnitt des Riederwaldtunnels in Frankfurt am Main sowie der Neubau der Lågen-Brücke in Norwegen.

    Für die Neue Peenebrücke Wolgast führt Implenia eine Arbeitsgemeinschaft mit DSD Brückenbau, Victor Buyck Steel Construction und Stahl Technologie Niesky. Die rund 1,4 Kilometer lange Zügelgurtbrücke verbindet künftig die Autobahn A20 mit der Insel Usedom und zählt mit 42 Metern lichter Höhe und 70 Meter hohen Pylonen zu den grössten Brücken ihrer Art in Europa. Die Bauarbeiten laufen seit Dezember 2025 und dauern voraussichtlich bis 2030.

    Beim Ersatzneubau der Mainbrücke Marktbreit auf der Autobahn A7 ist Implenia technischer Federführer in einer Arbeitsgemeinschaft mit Plauen Stahl Technologie. Die neue Brücke wird als Stahlverbundhohlkasten im Taktschiebeverfahren gebaut, ist rund 925 Meter lang und 31 Meter breit. Der Bau erfolgt bei laufendem Verkehr und wird bis etwa 2033 abgeschlossen. Abgerundet werden die neuen Aufträge in Deutschland durch den Neubau des Riederwaldtunnels in Frankfurt am Main. In einer Arbeitsgemeinschaft mit Wayss & Freytag Ingenieurbau und Bickhardt Bau realisiert Implenia das Kernstück des Lückenschlusses zwischen zwei wichtigen Autobahnabschnitten. Der rund 1,1 Kilometer lange Tunnel wird in offener Bauweise erstellt, die Arbeiten haben 2025 begonnen und dauern etwa drei Jahre.

    In Norwegen errichtet Implenia im Auftrag der AF Gruppen die Lågen-Brücke auf der neuen Autobahn E6 Roterud–Storhove. Die 552 Meter lange, vierspurige Betonhohlkastenträgerbrücke überspannt den Fluss Lågen nördlich von Lillehammer. Strenge Umweltauflagen zum Schutz von Brutvögeln, Laichgebieten und der Artenvielfalt minimieren die Eingriffe in das sensible Delta-Gebiet.

  • Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Die DB InfraGO AG hat Implenia mit dem Bau des innerstädtischen Abschnitts der Nordmainischen S-Bahn in Frankfurt beauftragt. Konkret soll das Bau- und Immobilienunternehmen aus Opfikon für das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn den unterirdischen Abschnitt der S-Bahn von der Konstablerwache über die neue S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief) bis nach Fechenheim realisieren. Das Auftragsvolumen beziffert sich auf über 200 Millionen Euro, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der Auftrag umfasst die Startbaugrube Trog und die Baugrube für die unterirdische S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief), eine Reihe von Nebenbaugruben und Ingenieurbauwerke, sowie zwei etwa 1,2 Kilometer lange Tunnelröhren. Sie werden im maschinellen Vortrieb erstellt. Zudem wird Implenia umfangreiche Wasserhaltungsmassnahmen durchführen und eine Reihe Spezialtiefbauleistungen erbringen. Die Arbeiten sollen Anfang 2026 aufgenommen und bis 2031 abgeschlossen werden.

    «Der weitere Ausbau einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur ist zentral für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte», wird Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Ich freue mich, dass Implenia mit seiner langjährigen Erfahrung und umfassenden Expertise zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in der dicht besiedelten Region Rhein-Main beitragen darf.»

  • Implenia gewinnt Grossauftrag in Schweden

    Implenia gewinnt Grossauftrag in Schweden

    Trafikverket hat einen Grossauftrag an Implenia vergeben. Konkret soll die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft für die schwedische Behörde für Infrastruktur einen Bauabschnitt mit Eisenbahntunnel und Bahnhof im Haga-Projekt realisieren. Die Auftragssumme beläuft sich auf mehr als 100 Millionen Franken, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung.

    Das Haga-Projekt ist Teil der neuen West Link-Verbindung, mit der Göteborgs Nahverkehr an die durch die Stadt verlaufenden Strecken angeschlossen wird. Implenia wird dabei in Göteborg unter dem Stadtteil Vasastan den neuen unterirdischen Bahnhof Haga mit Bahnsteigen und drei Eingängen bauen. Dazu kommt ein Bahntunnel mit parallel verlaufendem Service- und Notfalltunnel sowie den Lüftungs- und Brandschutztunneln.

    Der Beginn der Bauarbeiten ist für den Herbst dieses Jahres geplant, 2029 soll das Projekt abgeschlossen werden. „Implenia wird die langjährige, umfassende Erfahrung für die Umsetzung des Projekts nutzen und in logistisch herausfordernden, engsten innerstädtischen Platzverhältnissen die neue wichtige Verkehrsinfrastruktur realisieren“, wird Christian Späth, Head Division Civil Engineering bei Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Wir danken Trafikverket für das erneute Vertrauen in Implenia als Experte für grossen, komplexen Tunnel- und Ingenieurbau.“

  • Albulatunnel feiert Eröffnung

    Albulatunnel feiert Eröffnung

    Die Rhätische Bahn (RhB) hat am 8. Juni die offizielle Eröffnung des neuen Albulatunnels begangen. Der Anlass wurde von über 300 geladenen Gästen aus Bahnbranche, Politik, Wirtschaft und Tourismus verfolgt, informiert die RhB in einer Mitteilung. Als Ehrengast trat Albert Rösti, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, auf. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden durch einen Publikumsanlass am 9. Juni an den Nord- und Südportalen in Preda und Spinas ergänzt.

    Der 5860 Meter lange neue Albulatunnel wird die bereits 1903 in Betrieb genommene alte Verbindung zwischen Preda und Spinas ersetzen. Der alte Tunnel ist heute Bestandteil des UNESCO-Welterbes und soll in Zukunft zum Sicherheitstunnel umgebaut werden. Zwischen den beiden Tunneln wurden dafür zwölf Querverbindungen geschaffen.

    Die RhB hatte sich 2010 nach eingehender Prüfung für den Bau eines neuen Tunnels anstelle der Instandsetzung des alten Tunnels entschieden. „Ausschlaggebende Argumente dafür waren der relativ geringe Kostenunterschied, kaum fahrplanrelevante Einschränkungen während der Bauphase und das wesentlich höhere Sicherheitsniveau einer Neuanlage“, heisst es diesbezüglich in einer Broschüre der RhB zum Tunnelprojekt. Als weitere Vorteile für den Neubau werden dort hohe Qualität und Nachhaltigkeit genannt. Für den in zehn Jahren Bauzeit fertiggestellten Tunnel wurden insgesamt 407 Millionen Franken investiert. Der erste fahrplanmässige Zug durch den neuen Tunnel soll am 12. Juni verkehren.

  • Firma gewinnt zweiten Auftrag für Rogfast-Tunnelprojekt

    Firma gewinnt zweiten Auftrag für Rogfast-Tunnelprojekt

    Das Bauunternehmen Implenia gewinnt mit seinem norwegischen Partnerunternehmen Stangeland Maskin ein zweites Teilprojekt im Rogfast-Tunnelprojekt. E02 Kvitsøy ist noch komplexer als der E03 Boknafjord-Tunnel, den Implenia bereits heute zusammen mit Stangelang Maskin als Gemeinschaftsunternehmen baut und beläuft sich auf ein Auftragsvolumen von 420 Millionen Franken für Implenia. Der Auftragswert für das Gesamtprojekt umfasst 540 Millionen Franken

    „Wir sind stolz darauf, dass wir zusammen mit unserem Joint-Venture-Partner Stangeland Maskin für dieses wichtige Projekt ausgewählt wurden“, wird Erwin Scherer, Gesamtleiter für Tunnelbau bei Implenia, in einer Mitteilung zitiert. „E02 Kvitsøy ist ein weiteres komplexes Tunnelprojekt und passt daher perfekt zu unserer Strategie.Wir werden unsere umfassende Expertise in den Bereichen Tunnelbau, Beton sowie Wasser- und Frostschutz einbringen.“ Die Vertragsunterzeichnung mit der norwegischen Strassenverwaltung ist für den 7. Juni angesetzt.

    E02 Kvitsøy ist ein 8,8 Kilometer langer Gegenverkehrstunnel mit einem Querschnitt von 10,5 Metern. Er soll südlich und nördlich von  Kvitsøy im Fylke Rogaland in Südnorwegen in etwa 230 Metern Tiefe unter der Meeresoberfläche entstehen. Im Tunnel enthalten sind zwei Lüftungsschächte, ein Knotenpunkt mit Rampen und ein Kreisverkehr sowie 1,6 Kilometer Strasse im Tagbereich, zwei Brücken und eine grosse Meeresaufschüttung. Auf dieser soll ein Gewerbegebiet entstehen. Der Start für die Arbeiten ist für Spätsommer 2024 geplant, die Fertigstellung für 2030. Implenia ist mit 77 Prozent, Stangeland Maskin mit 23 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Implenia ist beim anstehenden Bauprojekt für den Tunnelvortrieb und den Innenausbau des Tunnels verantwortlich, während Stangeland Maskin für den Materialtransport einschliesslich der Aufschüttung, die Erdarbeiten sowie den Strassenbau im Tunnel- und Tagbereich zuständig ist.

  • Implenia hat Federführung beim Bau von Tunnel Ligerz

    Implenia hat Federführung beim Bau von Tunnel Ligerz

    Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) IBD hat von der SBB den Zuschlag für den Bau des Tunnels Ligerz bekommen, informiert Implenia in einer Mitteilung. Die Bau- und Immobilienfirma aus Opfikon hat die Federführung bei der ARGE IBD. Neben Implenia gehören der Arbeitsgemeinschaft die Bauunternehmen Bernasconi aus Luterbach SO und De Luca aus Biel BE an.

    Der Auftrag umfasst die Einrichtung eines 2,1 Kilometer langen Doppelspurtunnels mit vier Fluchtstollen und einem 114 Meter langen Viadukt für die Autobahnausfahrt der N5, sowie verschiedene Zusatzbauten. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf insgesamt 220 Millionen Franken. Rund 150 Millionen Franken davon entfallen auf den Anteil von Implenia.

    Der Auftrag ist das Los 2 des Doppelspurausbaus Ligerz-Twann, mit dem der Bahnengpass auf der Jurafusslinie zwischen Lausanne und Biel beseitigt werden soll. Die Zürcher Bau- und Immobilienfirma setzt für das Projekt ihre Fachleute aus den Bereichen Civil, Tunnelbau, Spezialtiefbau, Kunstbauten, Bahntechnik sowie Seearbeit ein. „Wir freuen uns darauf, dieses grosse und komplexe Bahninfrastrukturprojekt gemeinsam mit unseren ARGE-Partnern auszuführen und unsere langjährige Erfahrung und Expertise in diesem Bereich erneut unter Beweis zu stellen“, wird Christian Späth, Head Division Civil Engineering bei Implenia, in der Mitteilung zitiert. Als grosse Herausforderung der Umsetzung wird dort die Lage des Tunnels in geschützten Gebieten beschrieben.