Schlagwort: U-Bahn

  • Geothermie in unterirdischen Bauwerken

    Geothermie in unterirdischen Bauwerken

    Ingenieurinnen und Ingenieure des Labors für Bodenmechanik (LMS) an der EPFL haben laut ihrer Mitteilung die Nutzung von Geothermie in zwei sehr unterschiedlichen Anwendungsfällen untersucht: in einer U-Bahn-Station und in einem unterirdischen Rechenzentrum. Dabei ging es den Forschenden in diesem Innosuisse-Projekt gemeinsam mit dem international tätigen Ingenieursbüro Amberg Engineering aus dem Kanton Zürich um die Optimierung der Klimatisierung durch eine verbesserte Nutzung von energetischen Geostrukturen.

    Dies sind Bauteile von Gebäuden, die sich im Boden befinden und für die Wärmeleitung verwendet werden können. Dazu zählen Energiepfähle, Bodenplatten und Wände von Untergeschossen. Die zwei Studien wurden in der Fachzeitschrift „Tunnelling and Underground Space Technology” veröffentlicht.

    Für die von dem Team entwickelten übertragbaren Modelle wurden entweder die meisten physikalischen Faktoren der unterirdischen Eisenbahninfrastruktur berücksichtigt oder aber neben der Geometrie des Gebäudes und der mechanischen Belüftung auch die Kapazität zur Ableitung überschüssiger Wärme durch geothermische Aktivierung.

    Die Forschenden fanden unter anderem heraus, dass sich ein geothermisches System in einem unterirdischen Rechenzentrum in drei bis sieben Jahren amortisiert. Ersetzt die geothermische Energie die von Gasheizkesseln erzeugte Wärme, könnten die jährlichen CO2-Emissionen am typischen Standort dieser Fallstudie um 45 Prozent gesenkt werden.

    Sofie ten Bosch, Bauingenieurin im LMS und Studienhauptautorin, konnte in diesen beiden Untersuchungen ihre Doktorarbeit in zwei konkreten Anwendungen umsetzen. Sie sagt: „Die Technologie zur Bewertung des Potenzials von Geothermie in einem bestimmten Gebiet ist mittlerweile ausgereift, und wir sehen, dass die Branche bereit ist, neue Möglichkeiten für die optimale Nutzung dieser nachhaltigen Wärmequelle zu erkunden.”

  • Implenia baut Tunnel in Norwegen

    Implenia baut Tunnel in Norwegen

    Das gesamte Fornebubanen-Projekt umfasst den Bau einer Eisenbahnlinie von der Halbinsel Fornebu mit Anschluss an die U-Bahn in Oslo. Die im Dezember vergangenen Jahres begonnenen Bauarbeiten sollen 2027 fertiggestellt sein. Im Rahmen des Projekts hat Fornebubanen Implenia mit Planung und Bau eines Tunnel auf einer Strecke von 2,3 Kilometer beauftragt, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Dietlikon in einer Mitteilung. Das Vertragsvolumen wird dort mit 1,2 Milliarden Norwegischen Kronen oder umgerechnet 131 Millionen Franken angegeben.

    Das Projekt entspreche „perfekt unserer Strategie grosser, komplexer Infrastrukturprojekte mit Fokus auf Nachhaltigkeit und den Einsatz neuer Technologien“, wird Audun Aaland, Head of Tunneling und Country President Norwegen bei Implenia, in der Mitteilung zitiert. Neben dem Bau des Tunnels inklusive seiner Querprofile wird Implenia auch Baugruben und Felsschächte für die Stationen Flytårnet und Fornebuporten realisieren.

    „Diejenigen Unternehmen, die am meisten in alternative Kraftstofftechnologien investieren und zur Elektrifizierung der Maschinen und Anlagen beitragen, haben bei diesem Wettbewerb am besten abgeschnitten“, erläutert Grete Tvedt, Projektleiterin bei Fornebubanen, in der Mitteilung. „Der Fokus auf Nachhaltigkeit scheint gute Lösungen hervorzubringen, nicht nur in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch für das gesamte Projekt.“

    Die Vertragsunterzeichnung soll nach Ablauf einer zehntägigen Einsprachefrist vorgenommen werden. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Mai dieses Jahres vorgesehen.