Schlagwort: Überbauung

  • Neue Überbauung kombiniert Wohnen, Gewerbe und Nahversorgung

    Neue Überbauung kombiniert Wohnen, Gewerbe und Nahversorgung

    Die Schlieremer Halter AG hat laut einer Mitteilung Ende März die Überbauung AuPark plannmässig abgeschlossen und an die Bauherrschaft Swiss Life Asset Managers übergeben. Im Rahmen des Projekts entstanden fünf Mehrfamilien- und Geschäftshäuser mit Blick auf den Zürichsee und die Halbinsel Au.

    Die Überbauung AuPark umfasst insgesamt 300 Wohnungen, darunter 111 Stockwerkeigentumseinheiten, heisst es in der Projektbeschreibung. Dazu kommen Gewerbeflächen und ein Coop, der als Nahversorger für das Quartier dienen soll. Der namensgebende AuPark liegt im Herzen des Projekts und dient mit weitläufigen Rasenflächen als zentraler Treffpunkt und Erholungsraum für die Bewohnerschaft.

    „Im Rahmen unserer Totalunternehmerleistung wurde das Projekt gezielt verdichtet und der Wohnungsmix optimiert“, so das Unternehmen in der Mitteilung. „Das Ergebnis: eine nachhaltige, marktfähige Entwicklung mit hoher Wohnqualität – auch im Segment des preisgünstigen Wohnungsbaus.“ 

  • Testplanung für die Überbauung des AEW Areals in Aarau

    Testplanung für die Überbauung des AEW Areals in Aarau

    Die AEW will im Herbst zusammen mit dem Stadtbauamt Aarau eine Testplanung für die Überbauung auf dem AEW Areal durchführen. Die Immobilien AEW AG ist Eigentümerin der bald 60 Jahre alten Überbauung, die aus einem Hochhaus, dem Obergericht und einem Restaurant besteht. Die Eigentümerin ist zu 100 Prozent Tochter der AEW Energie AG, die zusammen mit den Gerichten Aargau als grösste Mieter der Gebäude die zukünftigen Anforderungen an den Standort und Arbeitsort analysiert habe, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Untersuchung hat ergeben, dass eine bauliche Entwicklung und Verdichtung des Areals für den langfristigen Erhalt der heutigen Nutzung notwendig ist. Mit der anstehenden Testplanung sollten laut der Mitteilung die Rahmenbedingungen und Anforderungen an eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Areals vertieft untersucht und geklärt werden. Die bestehenden Bauten werden in den Test miteinbezogen, um aufzuzeigen, wie mit ihnen verfahren werden könnte.

    Aufbauend auf den Erkenntnissen aus der Testplanung soll ein fundierter Richtungsentscheid gefällt werden, der für die Weiterentwicklung im Jahr 2025 ausschlaggebend sein wird. Drei Planungsteams sollen im Austausch mit den Begleitgremien die Planungskonzepte erarbeiten. Die Testplanung wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein.

  • Binding Preis für Biodiversität 2023 erhält Ökoquartier in Lausanne

    Binding Preis für Biodiversität 2023 erhält Ökoquartier in Lausanne

    Die Arealentwicklung «Pra Roman» der Genossenschaft Codha und des Vereins «Sur le Pra» hat den Binding Preis für Biodiversität 2023 gewonnen, weil die Überbauung die ökologischen wie sozialen Vernetzungsfunktionen für das Quartier und die Stadt äusserst vorbildhaft übernimmt und das Projekt von Anfang an partizipativ angegangen wurde. Der Preis 2023 war zum Jahresthema «wegweisende Arealentwicklungen» ausgeschrieben worden.

    Lebensräume ökologisch vernetzt
    Die Siedlung «Pra Roman» mit zwölf Mehrfamilienhäusern auf einer Fläche von 22’000 Quadratmetern liegt an der Peripherie von Lausanne. Bei der Arealüberbauung vom Jahr 2020 wurde die Umgebung vorbildlich in die Planung und Erstellung miteinbezogen. So schuf die Preisträgerin etwa wechselfeuchte Wildkorridore mit integrierten Kleinstrukturen für Amphibien und Kleinsäuger und zur Förderung der Wildpflanzen. Dieses Bewusstsein, Verantwortung für die ökologische Vernetzung in einem grösseren System zu übernehmen, ist zentral für die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.

    Bewohnerschaft in Planung miteinbezogen
    Die Sensibilisierung der Bewohnerschaft zur Biodiversitätsförderung war von Anfang an ein wichtiger Teil des Projektes «Pra Roman». Codha, die Bauherrin und Genossenschaft für gemeinnütziges Wohnen, initiierte zu Beginn der Planungsphase den Verein «Sur le Pra» und entwickelte einen partizipativen Prozess. Zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner trafen sich schon früh zu Bauplatzrundgängen oder Naturbeobachtungen und entwarfen mit hoher Gestaltungsfreiheit in Workshops ihre naturnahen Aussenräume, die sie später eigenständig realisierten. Die Bauherrin unterstützte sie dabei finanziell.

    Gemüsegarten ermöglicht Begegnung und Sensibilisierung
    Eine dieser Grünflächen ist der Gemeinschafts-Gemüsegarten. Hier tauscht man sich aus und lernt die Natur als Lebensgrundlage kennen. Die Kultur der nachhaltigen Lebensweise und Landnutzung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt «Pra Roman». Die umliegenden Ökosysteme werden beobachtet, in ihrer Vielfalt nachgeahmt und mit dem Siedlungsraum verbunden.

    «Wir sind überzeugt, dass dieses ausgezeichnete Beispiel weitere Immobilienentwickelnde ermutigt, Biodiversität früh mitzudenken und viele Menschen einzubeziehen», sagt Peter Lehmann, Vizepräsident der Jury des Preises.

    Anerkennungspreis geht an das Projekt Areal Bach in St. Gallen
    Neben dem Hauptpreis vergibt die Stiftung für kleinere Areale den mit 25’000 Franken dotierten Anerkennungspreis. Das Areal Bach, eine Zwischennutzung beim Bahnhof St.Fiden in St.Gallen, erhält diesen Preis, weil es eindrücklich das Potenzial der vielen brach liegenden Flächen in den Städten aufzeigt. Der Verein Areal Bach hat mit seinem Durchhaltewillen und Engagement Widerstände überwunden, die Chance gepackt und gemeinsam mit der Bevölkerung die Flächen ökologisch aufgewertet und mit kreativen Ideen belebt. Er hat es geschafft viele Akteure mit ins Boot zu holen, um so ein gemeinschaftlich getragenes, vielfältiges Projekt zu realisieren. Aus einem Unort entstand eine grüne Oase auf Zeit, die die Grundlagen für Biodiversität und Aufenthaltsqualität für die Planung einer zukünftigen Arealentwicklung schaffen kann.

  • Siegerprojekt für Bahnhofareal Horgen Oberdorf steht fest

    Siegerprojekt für Bahnhofareal Horgen Oberdorf steht fest

    Auf dem rund 2 100 Quadratmeter grossen Bahnhofareal Horgen Oberdorf plant die SBB neuen Wohn- und Geschäftsraum und eine moderne Verkehrsdrehscheibe. Mit einem Studienauftrag hat die SBB ein städtebaulich überzeugendes und nachhaltiges Projekt für das Areal gesucht. Eine Jury aus externen Fachexpertinnen, Vertretern der Auftraggeber sowie der Gemeinde hat nun das Siegerprojekt erkoren. Das Siegerteam – bestehend aus Galli Rudolf Architekten AG, Westpol Landschaftsarchitektur und Schnetzer Puskas Ingenieure AG – lieferte das überzeugendste Gesamtkonzept: Das Planungsteam berücksichtigt mit seinem Vorschlag die örtlichen Gegebenheiten und bringt Freiraum und Städtebau gekonnt zusammen. Die Jury lobt in ihrem einstimmig getroffenen Entscheid die Art und Weise, wie sich der aus unterschiedlichen Volumen bestehende Baukörper in das Ortsbild einfügt. Das Projekt nimmt die Strukturen des talseitigen Quartiers und jene des Quartiers südlich der Neugasse auf. 

    45 Wohnungen mit gemeinschaftlichen Dachgärten  
    Die Basis der neuen Überbauung bildet ein Sockelgeschoss, das den Bahnhof in seiner ganzen Länge überdacht und verbindet. Darüber sind fünf Gebäude mit seeseitig orientierten Wohn- und Geschäftsräumen angeordnet. Auf dem Dach des Geschäftshauses wird eine Photovoltaikanlage installiert, auf den vier Wohnhäusern entstehen gemeinschaftliche Dachgärten. Die Gebäudezwischenräume werden zu privaten Grünflächen. Die Gebäudehülle nimmt mit ihrem Fassadenraster aus Holzrahmen- und Photovoltaikelementen Bezug auf das am Hang gelegene Industrieareal Schweiter. Auf Ebene der Gleise sorgt eine spezielle statische Konstruktion für einen stützen- und damit hindernisfreien Raum, von dem der Personen-, Bus- und Taxiverkehr profitiert. Zwei Sockelbauten bieten den Reisenden und Bahnhofbesuchern Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Der neue Bahnhofplatz erhält ein Restaurant/Café sowie Sitzgelegenheiten. Eine Baumreihe mit Sitzbänken und Warteunterständen entlang der Hangkante fassen den Platz und erzeugen so eine Dorfplatzatmosphäre. Mit der Treppe zwischen Bahnhofplatz, Stadtterrasse und Passerelle entsteht eine neue Quartierverbindung. Die Oberdorfstrasse wird zur Begegnungszone umgestaltet und erhält seeseitig ein breiteres Trottoir. Dies erhöht die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr und erleichtert die Querung. 

    Mit der Überbauung am Bahnhof Horgen Oberdorf schafft die SBB an bestens erschlossener Lage rund 45 Wohnungen, davon einen Drittel im preisgünstigen Segment. Die Wohnungsgrössen variieren zwischen 1.5 und 4.5 Zimmern. Für Gastronomie und Verkauf stehen circa 240 Quadratmeter zur Verfügung, für Dienstleistungen 750 Quadratmeter. 20 P+R-Parkplätze, rund 100 Bike+Rail-Abstellplätze sowie zwei Taxistandplätze ermöglichen ein bequemes Umsteigen zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Die Gebäude werden nach den Vorgaben der DGNB-Nachhaltigkeitsstandards errichtet. Mit einer Umsetzung ist voraussichtlich ab Ende 2025 zu rechnen. 

    Öffentliche Projektausstellung in der Gemeindeverwaltung 
    Die Wettbewerbseingaben werden für die interessierte Öffentlichkeit ausgestellt: am 25. Mai 2023 bis 2. Juni 2023 jeweils zu den Öffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung Horgen, Bahnhofstrasse 10, 8810 Horgen. 

  • Sternenmatte Worb wird zur Wohnüberbauung

    Sternenmatte Worb wird zur Wohnüberbauung

    Der Gasthof Sternen in Worb ist identitätsstiftend für die Gemeinde. Das angrenzende Areal Sternenmatte «Stärnematt» Worb wird nun zu einer Wohnüberbauung weiterentwickelt. Der Gasthof Sternen soll auf dem Areal weiterhin eine Hauptrolle spielen.

    Die Sternenmatte Worb befindet sich an natur- und gleichzeitig zentrumsnaher Lage mit Schulen, Praxen und Kino um die Ecke. Die Anbindung ans Wegnetz macht ausserdem einen Schnellabstecher in die Badi möglich und stärkt die Quartiervernetzung.

    Das aus einem Studienverfahren hervorgegangene Projekt, welches unter der Federführung von Kast Kaeppeli Architekten erarbeitet wurde, konnte in der Zwischenzeit zum wegleitenden Richtprojekt für die Planungsinstrumente weiterbearbeitet werden.

    Das Richtprojekt sieht drei Worb-spezifische Gebäudegruppen mit ähnlichem Fussabdruck vor. Durch die Anordnung und die eher geringe Höhe der viergeschossigen Bauten soll der Gasthof Sternen seine Bedeutung auf dem Areal beibehalten. Ein Generationenspielplatz lässt zudem eine räumliche Vernetzung entstehen, und diese konzentriert die Begegnungen aus dem Dorf und der Siedlung. Die Bebauung will vielfältige, naturnahe und offene Aussenräume schaffen.

    Die neuen Wohnungen sollen ein breites Spektrum an Zielgruppen ansprechen – von mittelständischen Familien bis hin zu «Best Agers». Geplant sind 84 Eigentums- und Mietwohnungen mit je 3,5 bis 5,5 Zimmern. Originelle und unterschiedliche Wohnungsgrundrisse bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten für unterschiedliche Wohnformen. Alle Wohnungen haben dank den verwinkelten Gebäudekörpern eine Ausrichtung in zwei bis vier Himmelsrichtungen und dadurch eine gute Besonnung sowie vielschichtige Ausblicke.

    Im Juni 2022 wurde die Vorprüfung für das Projekt abgeschlossen. Aktuelles Ziel für den Vermarktungsstart ist Sommer 2023. Die Realisierung soll voraussichtlich im Frühling 2024 beginnen.

  • Halter realisiert Siegerprojekt in Emmen

    Halter realisiert Siegerprojekt in Emmen

    Am Seetalplatz in Emmen soll eine neue Überbauung mit vielfältiger Nutzung für sämtliche Bevölkerungsgruppen entstehen. Dazu hat es einen Wettbewerb gegeben, an dem sich sechs Architekturbüros beteiligt haben. Laut Medienmitteilung ist die von Westpol Landschaftsarchitektur aus Basel gemeinsam mit Dreier Frenzel architecture + communication aus Lausanne erstellte Studie daraus als Sieger hervorgegangen und wird zur Weiterbearbeitung empfohlen.

    Im Auftrag der Wohnbaugenossenschaft Rüüssegg wird die Planung und Realisierung der Überbauung unter der Federführung der Halter AG erfolgen. Die Fertigstellung der Gesamtüberbauung auf den betreffenden Baufeldern ist per Ende 2026 vorgesehen.

    Die Wohnbaugenossenschaft Rüüssegg mit Sitz in Luzern ist Baurechtsnehmerin. Sie wurde von der Halter AG und der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Wir sind Stadtgarten gegründet, nachdem diese als Bietergemeinschaft im Juni 2021 vom Luzerner Regierungsrat den Zuschlag bei der Vergabe des Baurechts erhalten hatten.

    Das siegreiche Konzept „bietet Anlass für soziale Interaktion, Kommunikation und den Austausch der Bewohner und Nutzer untereinander“, wird der Geschäftsführer der Wohnbaugenossenschaft Rüüssegg, Thomas Häusler, zitiert.

    „Nebst einem preislich und flächenmässig ausgewogenen Wohnungsmix sieht das Projekt zudem altersgerechte Wohnangebote, Gewerbe-, Büro- und Atelierflächen vor, die eine Durchmischung und eine soziale Vielfalt ermöglichen“, wird Peter Lötscher, Leiter Portfoliomanagement der Dienststelle Immobilien beim Kanton Luzern, zitiert. Damit werde auch der Auftrag des kantonalen Parlaments erfüllt.

  • Litterna: Endlich Einigung erzielt

    Litterna: Endlich Einigung erzielt

    Mit der Litterna-Halle, erbaut 1978, verbinden die Visper zahlreiche Erinnerungen, war die Halle doch von 1979 bis 2019 Heimspielstätte des EHC Visp. Vor dem Abriss der Halle wurde der Abschied im Herbst 2019 denn auch gebührend mit einer Party gefeiert – und gleichzeitig wurde die neue Eissport- und Eventhalle, die Lonza Arena, eingeweiht. Für das Litterna-Areal besteht bereits seit 2018 ein rechtskräftiger Quartierplan, der mehrere gemischt genutzte Wohn- und Gewerbebauten vorsieht. Entsprechend plante die Bauherrschaft Swiss Prime Anlagestiftung, nach dem Abriss der Halle im Herbst 2020 mit den Bauarbeiten für die insgesamt vier Gebäude zu beginnen. Die Einsprache eines Bewohners gegen das Baugesuch verzögerte jedoch den Bewilligungsprozess. Dennoch wurde das Baugesuch vom Visper Gemeinderat im Dezember 2020 bewilligt, die Einsprache abgewiesen: Die Bauten und Anlagen würden dem Zweck und dem Quartierplan entsprechen, argumentierte die Gemeinde. Der Einsprecher zog seine Beschwerde weiter und gelangte im Frühjahr 2021 an den Staatsrat. Die Walliser Regierung lehnte die Beschwerde gegen den Entscheid der Gemeinde ebenfalls ab, worauf der Einsprecher an das Kantonsgericht als nächste Instanz gelangte. Bevor jedoch die Walliser Justiz nun einen weiteren Entscheid fällen konnte, haben Einsprecher und Bauherrin eine Einigung erzielt.

    Somit steht den Bauarbeiten auf dem rund 15’700 m2 grossen Areal, das durch seine Lage entlang der Bahnlinie und der Nähe zu den Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs einen wichtigen Baustein in
    der übergeordneten Siedlungsentwicklung von Visp darstellt, nichts mehr im Weg. In den vier Gebäuden entstehen 138 Mietwohnungen, Gewerberäumlichkeiten in den Erdgeschossen, eine Kindertagesstätte sowie ein Detailhandelsgeschäft. Die ersten Wohnungen dürften frühestens im Herbst 2023 bezugsbereit sein. Die Bauherrin Swiss Prime Anlagestiftung investiert am Visper Standort rund 70 Millionen Franken. Totalunternehmerin ist die Eiffage Suisse, die Bauarbeiten werden von der Volken Group ausgeführt.

  • Umwelt Arena realisiert Leuchtturmprojekt in Urdorf

    Umwelt Arena realisiert Leuchtturmprojekt in Urdorf

    Die Überbauung der Umwelt Arena in Männedorf hat vom Bundesamt für Energie den Watt d’or 2021 erhalten. Die beiden Mehrfamilienhäuser in Männedorf können ihren Energiebedarf über Photovoltaikmodule an Fassaden und Dächern und zwei Windräder decken. Ihre Bewohner sind dadurch bis zu einer Obergrenze von Strom- und Heizkosten befreit.

    Nun legt die Umwelt Arena mit einem neuen Leuchtturmprojekt nach. In Urdorf sollen drei weitere energieautarke Wohngebäude realisiert werden, wird in einem Beitrag auf energeia+ erläutert. Der Blog des Bundesamts für Energie wird die Umsetzung des Projekts in einer losen Serie von Beiträgen begleiten. Im ersten Beitrag erläutert Walter Schmid, Investor und Initiant der Umwelt Arena, die geplante Überbauung.

    Wie bereits in Männedorf werden auch die Überbauungen in Urdorf ihre Energie selbst produzieren, erklärt Schmid. „An der Fassade, auf dem Flachdach oder der Einfahrt in die Tiefgarage sind Photovoltaik-Anlagen installiert.“ Im Sommer produzierte überschüssige Energie soll dabei ins Gasnetz eingebracht und im Winter zurückbezogen werden. Um das Gas wieder in Strom und Wärme zu verwandeln, wird in die Keller der Gebäude eine Hybridbox installiert. Bis zu einer Obergrenze sollen die Mieter der Wohngebäude von Strom- und Heizkosten befreit werden.

    In der Broschüre zum Projekt wird die Überbauung in Urdorf als „nationales Zukunftsprojekt“ bezeichnet. Denn das Projekt solle zeigen, „dass es sich lohnt, energieeffizient zu bauen und alle dabei gewinnen“, meint Initiator Schmid. Männedorf habe bereits gezeigt, dass die Idee funktioniere, das grösser angelegte Projekt in Urdorf solle sie „noch günstiger, ökonomischer machen“. Denn nur so könnten Nachahmer gewonnen werden.

  • „Gupfengarten“ in Niederweningen erhält Baubewilligung

    „Gupfengarten“ in Niederweningen erhält Baubewilligung

    Die Baubewilligung für die Wohnüberbauung Gupfengarten in Niederweningen ist jetzt rechtskräftig. Der Bau auf einem gut erschlossenen Areal südlich des 3000-Einwohner-Dorfes soll laut Medienmitteilung im Spätsommer beginnen. Das Projekt wird vom Zürcher Projektentwicklerin Steiner AG im Auftrag der Evostate Immobilien AG realisiert.

    Das Projekt Gupfengarten umfasst 36 Reiheneinfamilienhäuser sowie drei Mehrfamilienhäuser mit 21 Stockwerkeigentumswohnungen. Es soll bis im 3. Quartal 2023 fertiggestellt sein. Für die Architektur zeichnet Graf Biscioni Architekten AG verantwortlich.

    Othmar Ulrich, Leiter Immobilienentwicklung der Region Ost bei der Steiner AG, verweist in der Medienmitteilung darauf, dass die Vermarktung der Wohnungen schon im letzten Jahr begonnen hat. „Mit der rechtskräftigen Baubewilligung ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht“, so Ulrich. Die 36 Reiheneinfamilienhäuser mit 4,5 und 5,5 Zimmern verfügen nach diesen Angaben über einen eigenen Privatgarten und sind kinderfreundlich gestaltet. Die 21 Etagenwohnungen im Stockwerkeigentum mit 2,5 bis 4,5 Zimmern haben einen gedeckten Aussenbereich. Die als verkehrsfrei angelegte Siedlung hat eine Tiefgarage mit direktem Zugang zu den Wohneinheiten.

    Das Projekt Gupfengarten setzt auf Nachhaltigkeit mit Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Die Gebäudehülle wird in Holzbauweise für optimale Wärmedämmwerte erstellt. Die Überbauung Gupfengarten liegt in Gehdistanz zum Bahnhof. Von dort sind es mit dem Zug 35 Minuten ins Zentrum von Zürich.

  • Die Entwicklung des Metalli läuft nach Plan

    Die Entwicklung des Metalli läuft nach Plan

    Die Überbauung Metalli liegt in der Kernzone von Zug und soll neu gestaltet werden. Städtebauliche Projekte sind bekanntlich langwierige Vorhaben. Eingriffe in Stadtkörper verändern das Aussehen einer Stadt und tangieren entsprechend viele Menschen. «Wir sind uns der Verantwortung bewusst. Entsprechend wichtig ist es zu erfahren, was die Bedürfnisse der Bevölkerung, der Bewohner und allen weiteren Nutzern der Metalli sind», sagt Peter Wicki, Projektentwicklungsleiter bei Zug Estates. Politiker, Interessensverbände und andere Gruppen oder Personen bringen ebenfalls ihre Anliegen mit ein. Entstehen soll demnach ein intensiv begrüntes, nachhaltiges und ökologisches Metalli. Dabei soll der Bau architektonische und städtebauliche Highlights aufweisen. Die heutigen Qualitäten und der breite Angebotsmix sollen erhalten bleiben. Die Interessensgruppen sprechen sich für einen Ort der Begegnungen aus, wo auch nicht kommerzielle Aktivitäten möglich sind. Gewünscht wird ein neuer Stadtplatz, der das in den letzten Jahren stark gewachsene Zentrum beim Bahnhof zwischen Zug und Baar belebt. Die bestehende Glaspassage wird geschätzt und soll in gleicher oder ähnlicher Form erhalten bleiben. Ein Ausbau des Langsamverkehrs wird angestrebt – genauso wie bezahlbaren Wohnraum, mehr Pop-up-Stores und andere spontane oder temporäre Nutzungen von Räumlichkeiten.

    Dialog mit allen
    «Dieser Spagat des Einbezugs der verschiedenen Interessensgruppen und dabei dennoch eine klare und starke Idee zu entwickeln, die diesen für Zug so wichtigen Ort trägt und die Stadt noch lebenswerter macht, ist eine grosse Herausforderung und wird es bis zum Schluss bleiben», sagt Wicki. Zwei weitere wesentliche Fragestellungen reizen ihn besonders bei diesem Projekt: «Wie können wir weiterwachsen, ohne noch mehr Land zu verbrauchen und trotzdem die Qualität der heutigen Siedlungsräume erhalten oder gar steigern? Es geht im Kern um eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Innenverdichtung». Ebenso wichtig ist Wicki, wie sich die Innenstädte im Wandel des Einkaufsverhaltens verändern. «Im neuen Lebensraum Metalli müssen wir auf diese beiden zentralen Fragen eine Antwort finden.» Dies sei eine äusserst relevante und spannende Aufgabe.

    Nachhaltiger und grüner
    Heutzutage werden urbane Lebensräume anders konzipiert als früher. Das Metalli sei nie als reines Einkaufszentrum entwickelt worden, wie der Projektentwicklungsleiter erklärt. Von daher bringe das Areal zahlreiche Qualitäten eines modernen Lebensraums bereits mit. «Es ist heute schon ein lebendiges Quartier mit den unterschiedlichsten Nutzungen und Aufenthaltsqualitäten. Wir wollen diese Qualitäten weiter stärken.» Mit dem neuen Metalli-Platz vernetze man das Quartier noch weiter mit der umliegenden Stadt. «Die klimatischen Bedingungen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Der neue Lebensraum Metalli wird nachhaltiger und grüner werden.» Besonderes Augenmerk liegt auf der Pflanzung weiterer Bäume und der Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Freien. Das Nutzungskonzept des neuen Lebensraums soll sich den jeweils aktuellen Anforderungen der Metalli-Besucher anpassen. «Der Handel wird sich weiter verändern. Die Welten von on- und offline werden verschmelzen. Die Unternehmen müssen neue Wege finden, um Konsumenten anzusprechen», resümiert Wicki. Die Metalli biete dafür eine ideale Plattform. Darüber hinaus möchte man mehr Produkte aus der Region anbieten.

    Im letzten Herbst wurde das Richtprojekt von Hosoya Schaefer Architects mit Nyx Architects und dem Landschaftsarchitekten Lorenz Eugster bei der Stadt Zug eingereicht. Dieses Projekt ging als Sieger aus dem städtebaulichen Wettbewerb hervor. Derzeit wird der Bebauungsplan erarbeitet. Für diese Phase ist ein Zeitraum von zwei Jahren geplant. Parallel dazu wird die Ausschreibung des Projektwettbewerbs vorbereitet. «Wenn weiterhin alles nach Plan läuft, werden wir im Jahr 2025 mit den Bauarbeiten starten können», sagt Wicki.