Schlagwort: Umnutzung

  • Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Die schweizweit tätige Baustoffhändlerin HGC stellt sich an ihrem Standort Luzern laut einer Mitteilung neu auf. Sie reagiert damit auf die Entwicklung des einstigen Industriegebiets Tribschen hin zu einem Stadtquartier in Zentrumslage.

    Bereits im vergangenen September hat die HGC ihr regionales Transportgeschäft an den neuen Standort Inwil verlegt. Von dort wird das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren auch alle regionale Kunden bedienen.

    Der alte Standort in Tribschen wird umgebaut. Auf dem Grundstück Tribschenstrasse 7/9 wurde bereits im vergangenen Jahr das alte Gebäude abgerissen. Hier entsteht das neue Boutiquehotel 6000. Im Dachgeschoss wird der neue Sitz der Zentralschweizer Baumeisterverbände eingerichtet.

    Das Gebäude auf dem benachbarten Grundstück Tribschentrasse 11 wird unter Nutzung der bestehenden Tragkonstruktion umgebaut. Die oberen fünf Geschosse sollen künftig unter dem Namen Tribschen Office als Büros vermietet werden. Die Hälfte der Fläche hat bereits Abnehmer gefunden. Im Erdgeschoss wird ein Gewerbebetrieb sowie das HGC-Abholgeschäft eingerichtet.

    Die HGC hat den Standort in Tribschen seit Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts genutzt. Die Totalsanierung und die Umnutzung erlauben es ihr, von der Quartierentwicklung zu profitieren.

    Die HGC wurde 1899 als Genossenschaft gegründet und hat ihren Hauptsitz in Zürich. Sie handelt mit Baumaterialien und verwandten Produkten. Sie gehört ihren über 3000 Genossenschaftern in allen Bausparten.

  • Neues Wohnensemble praegt Winterthurer Stadtraum

    Neues Wohnensemble praegt Winterthurer Stadtraum

    Die Cham Swiss Properties plant mit dem Bau des Hochhauses Rocket und den drei Tigerli-Wohngebäuden in der Winterthurer Lokstadt ein städtebauliches Ensemble. Rocket & Tigerli, wie die Immobiliengesellschaft das Bauprojekt nennt, bieten laut einer Mitteilung künftig Platz für 300 Mietwohnungen, davon 30 Prozent im preisgünstigen Segment. Somit prägt das Ensemble mit dem 100-Meter Hochhaus nicht nur die Winterthurer Skyline, sondern lindert auch die städtische Wohnungsknappheit.

    Eine Baubewilligung wurde von der Stadt Winterthur bereits im April 2025 erteilt, allerdings mit mehreren Auflagen. So forderte die Stadt den Verzicht auf die geplante Hotelnutzung in der „Rocket“ zugunsten der Errichtung von Mietwohnungen. Infolge der Revision plant die Baugesellschaft nun mit 5000 Quadratmetern Extrawohnraum und widmet das Erdgeschoss, anstelle eines Hotel-Check-Ins, öffentlich zugänglichen Verkaufs- und Gastronomieflächen. Auch das Dachgeschoss wird mit einem Aussichtsraum sowie einer Fläche für Veranstaltungen und Gastronomie umgenutzt.

    , ist trotz Herausforderungen bei der Umnutzung zuversichtlich:

    „Eine öffentliche Zone in einem Wohngebäude bringt Herausforderungen in Bezug auf Privatsphäre und Sicherheit mit sich. Aber wir sind zuversichtlich, eine gute Lösung umsetzen zu können, sodass die gesamte Bevölkerung die Aussicht aus 100 Metern Höhe geniessen kann“, wird Thomas Aebischer in der Mitteilung zitiert, CEO der Cham Swiss Properties.

    Auch das Nachhaltigkeitskonzept des Hochhauses wurde verbessert : anstelle eines Holz-Hybridbaus wird Rocket jetzt mit CO2-äquivalenten Alternativen, die Vorteile in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Materialverfügbarkeit bieten, realisiert. Die Zertifizierung nach dem SNBS Gold-Standard bleibt vorgesehen.

    Die Rechtskraft der Baubewilligung wird für 2026 erwartet, ab Mitte 2027 soll gebaut werden. Mit der Fertigstellung wird 2030 gerechnet.

  • Kirche Wipkingen wird zum Bildungsraum

    Kirche Wipkingen wird zum Bildungsraum

    Mit der Kirche Wipkingen steht ein bemerkenswertes Beispiel für adaptive Raumnutzung im Fokus. Seit 2019 nicht mehr für Gottesdienste genutzt, soll sie nun den Raumbedarf der benachbarten Schulanlage Waidhalde stillen. Ein von Vécsey Schmidt Architekten BSA SIA in Zusammenarbeit mit Anderegg Partner AG entwickeltes Konzept hat sich im Architekturwettbewerb durchgesetzt und verspricht eine behutsame, jedoch zukunftsorientierte Transformation. Eine neu eingezogene Decke ermöglicht die Schaffung eines Mehrzweckraums, einer Bibliothek und Verpflegungsmöglichkeiten auf Erdgeschossniveau, während das Obergeschoss flexible Nutzungsoptionen unter dem historischen Kirchengewölbe bietet.

    André Odermatt, Hochbauvorsteher, betont die Bedeutung dieser Initiative: «Die intelligente Umnutzung bestehender Bauten ist essentiell, um aktuellen Herausforderungen im städtischen Raum zu begegnen.» Das Projekt liefert nicht nur Lösungen für den drängenden Schulraumbedarf, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirche.
    Dank dieser Umnutzung werden bis zum Schuljahr 2031/32 die erforderlichen Räume für sechs bis acht weitere Klassen geschaffen. Filippo Leutenegger, Schulvorsteher, sieht darin ein Beispiel für die effektive Nutzung kreativer Lösungsansätze.

    Die Kooperation mit der reformierten Kirchgemeinde Zürich hat bereits Früchte getragen und plant, weitere kirchliche Gebäude für gemeinnützige Zwecke zu öffnen. Das Projekt in Wipkingen ist nur der Anfang einer Reihe von Initiativen, die den gemeinschaftlichen Nutzen in den Vordergrund stellen.

    Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 7,5 Millionen Franken, mit einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2026, rechtzeitig zum Schulbeginn 2026/27. Dieses Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt in der evolutionären Stadtentwicklung Zürichs, indem es zeigt, wie historische Substanz sinnvoll in die Zukunft geführt werden kann.

  • Umwandlung und Modernisierung des ehemaligen Swisscom-Gebäudes in Thun

    Umwandlung und Modernisierung des ehemaligen Swisscom-Gebäudes in Thun

    Das vorgestellte Vorhaben für die Umnutzung und Erweiterung der Liegenschaft an der Gewerbestrasse 15 zeichnet sich durch seine Einzigartigkeit und Vielseitigkeit aus. Es umfasst sowohl verschiedene Nutzungsformen als auch Wohnmodelle, und verbindet bestehende Strukturen mit neuen Bauten. Ein besonderes Merkmal des Projekts ist, dass es, nach Erteilung der Baugenehmigung, während des laufenden Betriebs der verbleibenden Mieter (Swisscom) realisiert werden soll.

    In der ersten Phase des Projekts wird das Gebäude von seiner aktuellen Fassade befreit, die bestehende Attika und die zwei darunterliegenden Geschosse abgetragen. Diese sollen durch drei Wohnetagen und eine neue Attika in Holzbauweise ersetzt werden. Die übrigen fünf Etagen des Gebäudes, vom 2. Untergeschoss bis zum 2. Obergeschoss, bleiben grösstenteils unverändert und werden weiterhin für Gewerbe, Lagerung und Technik genutzt. Eine neu hinzugefügte Terrasse im Süden des Gebäudes, zusammen mit einer Rampe an der Ostfassade, wird den Höhenunterschied zwischen dem Erdgeschoss und der Strasse barrierefrei überbrücken.

    Das Projekt hebt die Unterschiede zwischen dem bestehenden Gebäude und der Aufstockung auch in den Fassaden hervor: Die unteren Geschosse werden eine hinterlüftete Steinfassade haben, während die Aufstockung mit einer hinterlüfteten Keramikverkleidung versehen wird. Richtung Westen weicht das Gebäudevolumen den Gleisen, um akustischen Herausforderungen zu begegnen und eine Terrasse zu schaffen, die sowohl den Bewohnern als auch den Gewerbemieter als Freifläche dient. Die Zugänge zu den Wohnungen erfolgen über Laubengänge, Brücken und Begrünungen, die das Gebäude im Westquartier charakterisieren.

  • Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Die Vision: Aus einem ehemaligen Schulhaus soll ein Hotel realisiert werden, bei dem der ursprüngliche Nutzungscharakter ebenso wie die Originalsubstanz erhalten bleiben soll. Der Berliner Hotelier Kurt Hermandung und sein Partner Marc Konopatzki haben ihren Traum eines eigenen kleinen Privathotels verwirklicht. Dieses liegt nahe bei Düsseldorf, Köln und den Ruhrmetropolen. «Wir wollten ein kleines, feines Haus mit Charakter, aus dem wir etwas ganz Besonderes machen», sagen die Besitzer. «Nach langem Suchen sind wir auf diese ehemalige Grundschule gestossen – und auf einen Investor, der sich vorstellen konnte, mit uns daraus ein Hotel und aus der ehemaligen Turnhalle ein Restaurant zu machen.» Gestalterisch und konzeptionell griff man beim ehemaligen Schulhaus aus dem Jahre 1915 und die 1980 angebaute Turnhalle auf die ursprüngliche Gebäudenutzung auf.

    Aus Klassenzimmern wurden elegante Hotelzimmer
    Vom Entwurf über die Ausführungsplanung bis hin zur Bauleitung realisierten das ortsansässige Architekturbüro Wilde und Wehnau dieses anspruchsvolle Umnutzungskonzept. Ihre Leistungen umfassten ebenso das Konzept des Denkmalschutzkonzeptes, die Planung der Inneneinrichtung sowie die Lichtplanung. So wurden die Aussenfassade mit ihren typischen Schieferschindeln, dem repräsentativen Erker und den grünen Regenrinnen unter den Augen des Denkmalschutzes restauriert und erhalten. Aus den ehemaligen Klassenzimmern der Grundschule wurden elegant ausgestattete Einzel- und Doppelzimmer mit Eichenparkett und grosszügigen Bädern. Im Dachgeschoss wurde eine Junior-Suite eingebaut. Die früher in den Zimmern üblichen Minibars gehören der Vergangenheit an. Die Alternative ist viel origineller und ökologisch sinnvoller: Ein zentraler «Schulhauskiosk» im Erdgeschoss führt ein Angebot an verschiedenen Getränken.

    Eine Besonderheit im Haus sei der wiederhergestellte, sich über zwei Etagen erstreckende historische Brunnen mit frischem Trinkwasser, betonen die Hotelbesitzer. An die frühere Schulzeit erinnern alte Zeugnisse und Fotos. Sie finden sich in dem ganzen Gebäude wieder. Turnkästen dienen in den Zimmern als Kofferablage. Auch die alte Sprossenkletterwand der Turnhalle erhielt eine neue Funktion. Sie dient im Restaurant als Abtrennung zur Treppe.

    Ehemalige Turnhalle als Restaurant
    Die eher schmucklose Turnhalle wurde im Zuge der Umbauarbeiten vollständig zurückgebaut. Entstanden ist ein modernes Gebäude, welches nun das Restaurant «Die Turnhalle», die Lounge sowie die Bar beherbergen. Im historischen Schulgebäude erschliesst ein Lift barrierefrei alle Etagen und stellt die Verbindung der Hotelzimmer mit dem Restaurant her. Letzteres ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine neu eingezogene Decke unterteilt die ehemalige Turnhalle in zwei Stockwerke. Dadurch konnte die Fläche auf 800 Quadratmeter verdoppelt werden. So konnte Platz für vier Konferenzräume und eine kleine Bar zur Verpflegung des Tagungsbereichs geschaffen werden. Der Erweiterungsbau mit seinen grossen Glasflächen steht im gelungenen Kontrast zum alten und liebevoll restaurierten Schulhaus und ergänzt diesen auf ideale Weise. ■