Schlagwort: umwelt

  • Ökobilanz-Rechner unterstützt nachhaltiges Bauen

    Ökobilanz-Rechner unterstützt nachhaltiges Bauen

    Die Umweltproduktedeklarationen (EPD) nach SN EN 15804 ermöglichen es, die ökologischen Auswirkungen eines Baustoffs über seinen gesamten Lebenszyklus transparent darzustellen. Bauherren erhalten so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für nachhaltiges Bauen, die über einzelne Umweltparameter hinausgeht und eine umfassende Bewertung erlaubt.

    Baustoff Kreislauf Schweiz stellt seinen Mitgliedern unabhängig verifizierte Durchschnitts-EPD für verschiedene Betonsorten und Gesteinskörnungen zur Verfügung. Diese Daten bilden eine verlässliche Basis für nachhaltige Bauprojekte.

    Ökobilanz-Rechner als digitales Hilfsmittel
    Zur Berechnung von CO₂-Emissionen, Energieverbrauch und weiteren Umweltindikatoren wurde ein branchenspezifischer Ökobilanz-Rechner entwickelt. Dieses verifizierte Berechnungstool bietet der Bauindustrie eine praxisnahe Möglichkeit, Umweltproduktedeklarationen zu ermitteln und zu optimieren.

    Das Onlinetool unter oekobilanz-rechner.ch ermöglicht eine orientierende Analyse, ersetzt jedoch keine vollständige EPD-Erstellung. Auf Wunsch können die eingegebenen Daten zur Erstellung einer offiziell verifizierten Umweltproduktedeklaration weiterverarbeitet werden.

    Transparenz und Optimierung für die Baubranche
    Mit dem Ökobilanz-Rechner steht der Bauwirtschaft ein wertvolles Instrument zur Verfügung, um nachhaltige Materialentscheidungen datenbasiert zu treffen. Durch die optimierte Erfassung und Bewertung von Umweltauswirkungen trägt das Tool zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks im Bauwesen bei und unterstützt eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.

  • Klima Charta Zug+: Unterstützung für KMU im Kanton Zug

    Klima Charta Zug+: Unterstützung für KMU im Kanton Zug

    Rund 50% der CO2-Emissionen im Kanton Zug stammen aus der Wirtschaft, was den dringenden Handlungsbedarf in diesem Bereich verdeutlicht. Die Zuger Wirtschaftskammer, das Institut WERZ (OST), das Technologie Forum Zug und der Switzerland Innovation Park Central haben gemeinsam mit dem Kanton Zug die Klima Charta Zug+ gegründet, um insbesondere KMU in der Umsetzung klimaschonender und wirtschaftlicher Massnahmen zu unterstützen.

    Beratung, CO2-Fussabdruck und Massnahmen
    Das Beratungsangebot der Klima Charta bietet Unterstützung und Werkzeuge, um CO2-Emissionen im eigenen Unternehmen zu erkennen und zu reduzieren. Der Kanton Zug übernimmt 50% der Beratungskosten und hat dafür 1,6 Millionen Franken zugesagt, rund 60 Prozent des Budgets. Die restlichen Mittel kommen aus der Privatwirtschaft. Die Geschäftsstelle der Initiative, beim Zuger Umweltinstitut WERZ angesiedelt, bietet Fachwissen und Beratung, von Energieeinsparungen über Emissionssenkungen bis hin zu praxisorientierten Lösungen für konkrete Herausforderungen im Unternehmen.

    Klimaschutz als Standortvorteil
    Klimaschutz ist längst mehr als ein Trend – er wird zum wichtigen Unternehmens- und Standortvorteil. Die Klima Charta Zug+ unterstützt KMU dabei, Emissionen zu reduzieren und nachhaltige Standards zu setzen. Gleichzeitig entsteht eine wachsende Charta-Community, in der engagierte Zuger Unternehmen Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Die Bereitschaft, in klimafreundliche Innovationen zu investieren, stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und des Kantons.

    Konkrete Unterstützung für KMU
    Alex Beck, Co-Leiter der Initiative, betont: «Wir haben als Wirtschaft die Pflicht,
    eine intakte Umwelt für die nächsten Generationen zu schaffen.» Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen senken möchten, erhalten durch die Klima Charta individuelle und praxistaugliche Lösungen – von nachhaltigen Heizsystemen bis hin zur Bereitstellung von Solarstrom für E-Ladestationen.

    Nachhaltige Investitionen für eine klimafreundliche Zukunft
    Als Teil der Klima Charta Zug+ erfüllen Unternehmen die steigenden Anforderungen im Klimaschutz und positionieren sich als verantwortungsbewusste Akteure. Alex Beck betont, dass die Vorbildwirkung einzelner Firmen eine «Eigendynamik» schafft, die über das Unternehmen hinauswirkt. Durch die Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz wird eine Kultur des Engagements gefördert, die eine nachhaltige Entwicklung für den Kanton Zug ermöglicht.

  • Innovative Ansätze in der Immobilienbewirtschaftung

    Innovative Ansätze in der Immobilienbewirtschaftung

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Der Vormittag steht ganz im Zeichen der «Nachhaltigen Liegenschaften». Hier erkunden Sie, wie Sie Ihre Immobilien nicht nur effizient bewirtschaften, sondern auch umweltbewusst gestalten können. Unsere Experten werden Ihnen aufzeigen, welche optionalen Dienstleistungen Sie integrieren können, um den ökologischen Fussabdruck Ihrer Liegenschaften zu minimieren und gleichzeitig Werte für Ihre Kunden zu schaffen.

    Sozialverträgliche Entmietungsprozesse
    Im Nachmittagsteil widmen wir uns dem sensiblen Thema der «Sozialverträglichen Entmietungsprozesse». In diesem Abschnitt lernen Sie, wie unterschiedliche Entmietungsstrategien implementiert werden können, welche sowohl rechtliche als auch ethische Aspekte berücksichtigen. Diskutieren Sie mit unseren Fachreferenten, wie Sie entspannten Dialog und faire Lösungen fördern können, um das Vertrauen Ihrer Mieter zu gewinnen und langfristige Beziehungen aufzubauen.

    Fachreferenten

    • Dr. Joëlle Zimmerli, Zimraum GmbH
    • Dr. Christian Brütsch, Stratcraft GmbH
    • Pascal Stutz, CEO SVIT Zürich

    Nutzen Sie diese Gelegenheit, um sich mit anderen Führungspersönlichkeiten auszutauschen und wertvolle Impulse für Ihre eigene Praxis mitzunehmen. Seien Sie Teil einer Bewegung, die nicht nur auf wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch auf eine nachhaltige und sozial verantwortliche Immobilienbewirtschaftung abzielt.

    Melden Sie sich noch heute an und gestalten Sie aktiv die Zukunft der Branche!

  • Fünf Firmen stehen im Finale des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich

    Fünf Firmen stehen im Finale des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich

    Die Finalisten des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024 stehen fest. Eine unabhängige, regional stark verankerte Expertenjury hat sich für Hauenstein AG, Hawa Sliding Solutions AG, Luzi AG, RepRisk AG und Schneider Umweltservices AG entschieden, informiert der SVC in einer Mitteilung.

    «Ich freue mich sehr auf den Prix SVC und glaube die Entscheidung, wer den Preis gewinnt, war noch nie so anspruchsvoll wie dieses Jahr», wird Jury-Präsident Christopher Blaufelder, Partner bei McKinsey & Company Schweiz, dort zitiert. «Wir haben durchwegs qualitativ hochwertige Firmen aus verschiedensten Industrien in der Endauswahl.» Alle zeichnen sich laut Blaufelder durch einen Fokus auf Qualität und Innovation aus.

    Die Hauenstein AG aus Rafz ZH setzt in ihrer Baumschule und ihren Gartencentern auf die nachhaltige Eigenproduktion einheimischer, winterharter Pflanzen. Die Hawa Sliding Solutions AG aus Mettmenstetten ZH ist auf Schiebelösungen für Räume, Möbel und Fassaden spezialisiert. Die global aktive Luzi AG aus Dietlikon ZH entwickelt und produziert Duftkreationen.

    Die RepRisk AG aus Zürich ist auf die Identifizierung von Geschäfts- und ESG-Risiken spezialisiert. Die Schneider Umweltservice AG aus Meilen ZH hat sich innovativen und umweltfreundlichen Lösungen bei Wiederverwendung und Wiederverwertung verschrieben.

    Der Swiss Venture Club gehört zu den grössten Unternehmernetzwerken in der Schweiz. In acht Regionen vergibt er alle zwei Jahre den Prix SVC. Der Preis zeichnet innovative Unternehmen in der Region für herausragende Leistungen aus, mit denen nachhaltige wirtschaftliche Erfolge realisiert werden können.

  • Erleichterungen beim Bauen in lärmbelasteten Gebieten

    Erleichterungen beim Bauen in lärmbelasteten Gebieten

    Im Zuge der Revision des Umweltschutzgesetzes möchte die UREK-N das Bauen in lärmbelasteten Gebieten vereinfachen. Grundsätzlich soll in neuen Wohnungen mindestens die Hälfte der lärmempfindlichen Räume über ein Fenster verfügen, das die Lärmgrenzwerte einhält. Erleichterungen sind möglich, wenn kontrollierte Lüftungen installiert werden oder ein ruhiger, privat nutzbarer Aussenraum zur Verfügung steht. Diese Regelungen sollen eine Balance zwischen Verdichtung und Lärmschutz schaffen.

    Positionen des Nationalrates und des Ständerates
    Der Ständerat schlägt vor, dass bei Wohnungen mit kontrollierter Lüftung die Grenzwerte an keinem offenen Fenster mehr eingehalten werden müssen. Die UREK-N hält jedoch die nationalrätliche Version für ausgewogener, da sie eine pragmatische Lösung zur Bewältigung der Wohnungsknappheit bietet. Die Kommission betont, dass Baubewilligungen nur erteilt werden, wenn die Gebäude verschärften Schallschutzanforderungen entsprechen und Massnahmen zur Begrenzung von Lärmemissionen weiterhin vorgeschrieben sind.

    Kein Abbau der Lärmschutzvorschriften in Fluglärm-Gebieten
    Die UREK-N verzichtet auf spezifische Fluglärm-Grenzwerte und schliesst sich dem Ständerat an. Damit sollen keine weiteren gesetzlichen Anpassungen notwendig sein, um Bauten in Flughafennähe zu ermöglichen. Die Kommission sieht keine zusätzlichen Einschränkungen für Gemeinden bezüglich der Senkung des Tempolimits vor.

    Altlastensanierung und VOC-Lenkungsabgabe
    Im Bereich Altlastensanierung hält die UREK-N daran fest, dass Eigentümer für die Kosten der Untersuchung und Sanierung privater Spielplätze und Hausgärten aufkommen müssen. Zudem beantragt die Kommission, Alternativen zur VOC-Lenkungsabgabe zu prüfen und fordert eine vertiefte Analyse des Bundesrates.

    Geoinformationsgesetz und Energieforschung
    Die UREK-N hat beschlossen, den Entwurf zur Änderung des Geoinformationsgesetzes zur gründlichen Überprüfung an den Bundesrat zurückzuweisen. Im Bereich Energieforschung wird eine Harmonisierung der Kreditperiode des SWEETER-Programms mit dem vierjährigen Geltungszeitraum der BFI-Botschaft angestrebt.

    Zustimmung zur Stromreserve
    Die Kommission tritt ohne Gegenstimme auf die Änderung des Stromversorgungsgesetzes ein und betont die Bedeutung einer sicheren Stromversorgung auch in extremen Lagen. Sie wird das Konzept der Stromreserve vertieft prüfen und verschiedene Varianten analysieren, um die Versorgungssicherheit zu garantieren und dabei die Umweltauswirkungen und Kosten zu minimieren.

    Zudem empfiehlt die UREK-N dem Bundesrat, stärkere Anreize für die Bildung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften zu setzen und diese von Netznutzungsentgelten zu entlasten. Die Sitzung fand unter dem Vorsitz von Nationalrat Christian Imark und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti statt.

  • Davos Baukultur diskutiert nachhaltige Transformation der gebauten Umwelt

    Davos Baukultur diskutiert nachhaltige Transformation der gebauten Umwelt

    Die Davos Baukultur Allianz hat an ihrer Jahresversammlung am 18. Juni in Genf die Weichen für eine nachhaltige Transformation der gebauten Umwelt gestellt. An der von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider eröffneten Konferenz wurden entsprechende Vorgehensweisen und erfolgreiche Modelle aus der Praxis diskutiert, informiert das Bundesamt für Kultur in einer Mitteilung. Die 2023 in Partnerschaft mit dem Weltwirtschaftsforum (WEF) gegründete Allianz ist davon überzeugt, dass sich nachhaltiges, kreislauffähiges und gleichzeitig erschwingliches Bauen sowohl aus sozialer und ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnt.

    Der Davos Baukultur Allianz gehören aktuell 27 Staaten, 21 internationale Unternehmen der Bau- und Immobiliengesellschaft sowie eine Reihe zivilgesellschaftlicher und internationaler Organisationen an. «Die Davos Baukultur Allianz steht für die Notwendigkeit, die vielfältigen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gemeinsam anzugehen», wird Alois Zwinggi, Managing Director des WEF, in der Mitteilung aus seiner Ansprache an der Konferenz zitiert. «Mit ihrer sektorenübergreifenden Aufstellung ist die Allianz ein Vorbild für ein effektives, wirkungsvolles Schaffen besserer Lebensräume für alle.»

    Zu den Schweizer Gründungspartnern gehört der weltweit aktive Baustoffkonzern Holcim. «Unsere gebaute Umwelt muss mit dem Menschen im Mittelpunkt und in erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor sowie der Zivilgesellschaft gestaltet werden», so Cédric De Meeûs, Head Public Affairs & Government Relations bei Holcim, an der Konferenz.

  • Bundesrat unterstützt Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts

    Bundesrat unterstützt Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts

    Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats hat eine Vorlage erarbeitet, die vorsieht, das Verbandsbeschwerderecht für Umweltorganisationen bei kleineren Wohnbauten innerhalb der Bauzone einzuschränken. Diese Initiative zielt darauf ab, den bürokratischen Prozess der Baugenehmigung zu vereinfachen, insbesondere für Bauvorhaben von geringer Grösse.

    Der Bundesrat hat am 27. März 2024 Stellung zu dieser Vorlage genommen und unterstützt die Vorschläge der UREK-N. Er befürwortet die Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts bei Wohnbauten bis zu einer Grösse von 400 m2 Geschossfläche innerhalb von Bauzonen. Dieser Schritt soll dazu beitragen, den Bauprozess für private Bauherren effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Schutz bedeutender Umwelt- und Kulturerbbestätten zu gewährleisten.

    Darüber hinaus stimmt der Bundesrat den von der UREK-N vorgeschlagenen Ausnahmen zu. Insbesondere sollen das Verbandsbeschwerderecht bestehen bleiben bei Bauvorhaben, die bedeutende Ortsbilder, geschichtliche Stätten und Kulturdenkmäler beeinflussen, sowie bei Bauten in sensiblen Gebieten wie Biotopen oder Gewässerräumen.

    Die Vorlage wird voraussichtlich in der Sondersession im April vom Nationalrat behandelt. Diese Entwicklung verdeutlicht die fortlaufenden Bemühungen, einen ausgewogenen Ansatz zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz in der Baubranche sicherzustellen.

  • Diese Wandfarbe reinigt sich selbst und baut Schadstoffe ab

    Diese Wandfarbe reinigt sich selbst und baut Schadstoffe ab

    Forscher der Technischen Universität Wien haben eine Wandfarbe entwickelt, die sich durch Sonneneinstrahlung selbst reinigt und Schadstoffe aus der Luft chemisch abbauen kann. Es ist allgemein bekannt, dass Wandfarben schnell schmutzig werden und regelmässig erneuert werden müssen. Zudem kämpfen wir immer noch mit Luftschadstoffen in unseren Innenräumen. Die Notwendigkeit, Farbe regelmässig zu erneuern, steht im Widerspruch zu nachhaltigen Wohn- und Umweltprinzipien. Das Forschungsteam der Technischen Universität Wien und der Università Politecnica delle Marche in Italien hat eine Lösung für dieses Problem entwickelt: Eine Wandfarbe, die sich unter dem Einfluss von Sonnenlicht selbst reinigt und zudem Luftschadstoffe abbauen kann.

    Nano-Titanoxid-Partikel ermöglichen neue Durchbrüche
    Viele Menschen träumen von einer Wandfarbe, die sich von selbst reinigt. Dieser Traum könnte nun endlich Realität werden. Der Schlüssel zu dieser bahnbrechenden Innovation liegt in der Integration von speziell modifizierten Titanoxid-Nanopartikeln in die Farbe. Diese winzigen Partikel nutzen die katalytische Kraft des Lichts, um nicht nur Schadstoffe aus der Luft anzuziehen, sondern sie auch effektiv abzubauen. Dadurch bleibt nicht nur die Luft sauberer, sondern die Wandfarbe behält auch über einen längeren Zeitraum ihre Schönheit und Reinheit. «Seit Jahren versucht man, spezielle Wandfarben zur Luftreinigung einzusetzen», erklärt Prof. Günther Rupprechter vom Institut für Materialchemie an der TU Wien. «Titanoxid-Nanopartikel sind hier besonders vielversprechend, da sie eine Vielzahl von Schadstoffen binden und abbauen können.» Zu den Schadstoffen, die entfernt werden können, gehören beispielsweise Haushaltschemikalien oder Emissionen aus Baumaterialien und Möbeln. Herkömmliche Titanoxidpartikel mussten bisher mit UV-Licht aktiviert werden, um ihre reinigende Wirkung zu entfalten – eine Anforderung, die in Innenräumen schwer umsetzbar ist. Das Forschungsteam hat es geschafft, die Partikel so zu modifizieren, dass sie bereits durch das breitere Spektrum des sichtbaren Sonnenlichts aktiviert werden können. Dies wurde erreicht durch die Zugabe von Phosphor, Stickstoff und Kohlenstoff zu den Titanoxidpartikeln, wodurch sie in der Lage sind, Schadstoffe auch ohne direkte UV-Bestrahlung abzubauen.

  • Nationalrat setzt neue Akzente für Umwelt, Raumplanung und Energie

    Nationalrat setzt neue Akzente für Umwelt, Raumplanung und Energie

    Die nationalrätliche Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N) hat beschlossen, das Beschwerderecht von Umweltschutzorganisationen bei kleineren Wohnbauprojekten einzuschränken. Die Änderung des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz zielt darauf ab, den Rechtsrahmen für kleinere und mittlere Wohnbauprojekte anzupassen, um ungleiche finanzielle Mittel zwischen Parteien auszugleichen.

    Darüber hinaus hat die Kommission die Beratung des Bundesgesetzes über die Aufsicht und Transparenz in den Energiegrosshandelsmärkten begonnen, um eine angemessene Aufsicht und Transparenz sicherzustellen. Im Zuge der Diskussion über ein Strommarkt-Abkommen mit der EU erörterte die Kommission die volkswirtschaftliche Bedeutung einer sicheren Stromversorgung und die Notwendigkeit, die Schweizer Regelungen mit denen der EU in Einklang zu bringen.

    Im Bereich der Kreislaufwirtschaft hat die Kommission die meisten Differenzen mit dem Ständerat ausgeräumt, insbesondere bezüglich der Lockerung des Siedlungsabfallmonopols. Es bleibt jedoch noch Uneinigkeit in der Frage, ob unverkaufte biogene Produkte entpackt werden sollen.

    Weitere Diskussionen der Kommission umfassten die Teilrevision des Umweltschutzgesetzes, die sich auf den Lärmschutz und Altlastensanierungen konzentriert. Die Motion «Mit Verdichtung und gemeinnützigem Wohnungsbau gegen die Wohnungsnot» wurde von der Kommission abgelehnt, da sie der Meinung ist, dass die bestehenden gesetzlichen Grundlagen bereits ausreichend sind. Zudem wurde ein Postulat zur Optimierung der Nutzung von Energieholz eingereicht.

    Die Sitzungen der Kommission am 22. und 23. Januar 2024 standen unter der Leitung von Nationalrat Christian Imark und wurden teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern abgehalten.

  • Nationalrat setzt neue Akzente für Umwelt, Raumplanung und Energie

    Nationalrat setzt neue Akzente für Umwelt, Raumplanung und Energie

    Die nationalrätliche Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N) hat beschlossen, das Beschwerderecht von Umweltschutzorganisationen bei kleineren Wohnbauprojekten einzuschränken. Die Änderung des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz zielt darauf ab, den Rechtsrahmen für kleinere und mittlere Wohnbauprojekte anzupassen, um ungleiche finanzielle Mittel zwischen Parteien auszugleichen.

    Darüber hinaus hat die Kommission die Beratung des Bundesgesetzes über die Aufsicht und Transparenz in den Energiegrosshandelsmärkten begonnen, um eine angemessene Aufsicht und Transparenz sicherzustellen. Im Zuge der Diskussion über ein Strommarkt-Abkommen mit der EU erörterte die Kommission die volkswirtschaftliche Bedeutung einer sicheren Stromversorgung und die Notwendigkeit, die Schweizer Regelungen mit denen der EU in Einklang zu bringen.

    Im Bereich der Kreislaufwirtschaft hat die Kommission die meisten Differenzen mit dem Ständerat ausgeräumt, insbesondere bezüglich der Lockerung des Siedlungsabfallmonopols. Es bleibt jedoch noch Uneinigkeit in der Frage, ob unverkaufte biogene Produkte entpackt werden sollen.

    Weitere Diskussionen der Kommission umfassten die Teilrevision des Umweltschutzgesetzes, die sich auf den Lärmschutz und Altlastensanierungen konzentriert. Die Motion «Mit Verdichtung und gemeinnützigem Wohnungsbau gegen die Wohnungsnot» wurde von der Kommission abgelehnt, da sie der Meinung ist, dass die bestehenden gesetzlichen Grundlagen bereits ausreichend sind. Zudem wurde ein Postulat zur Optimierung der Nutzung von Energieholz eingereicht.

    Die Sitzungen der Kommission am 22. und 23. Januar 2024 standen unter der Leitung von Nationalrat Christian Imark und wurden teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern abgehalten.

  • Gebäudehülle-Forum kommt in die Umwelt Arena

    Gebäudehülle-Forum kommt in die Umwelt Arena

    Gebäudehülle Schweiz lädt am 24. April 2024 zum Kader- und Unternehmerforum – rund um das Handwerk 2024 ein. Der ganztägige Anlass findet in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach statt. Das Forum steht laut einer Ankündigung unter dem Motto Gesund wachsen mit und dank der Energiewende.

    «Wir stecken mitten in der Energiewende», heisst es in der Einladung des Verbands Schweizerischer Gebäudehüllen-Unternehmen. Diese stelle insbesondere Akteure der Baubranche vor diverse Herausforderungen. Volle Auftragsbücher, fehlende Fachkräfte, Zeitnot, starke Preisschwankungen auf allen Ebenen seien Schlagwörter, die beliebig erweitert werden können.

    Das Kader- und Unternehmerforum liefere praxisorientierte Impulse in Form von Fachreferaten und einer Podiumsdiskussion. Dabei soll laut Einladung vermittelt werden, wie man ein Unternehmen weiterhin fit halten und erfolgreich am Markt positionieren kann.

    Der Branchenverband Gebäudehülle Schweiz ist nach eigenen Angaben seit der Gründung 1907 Kompetenzzentrum der Gebäudehüllen-Branche. Gemeinsam mit weiteren Fachverbänden werden an den beiden Standorten bei Polybau in Uzwil und Polybat in Les Paccots FR Grund- und Weiterbildungen rund um das Berufsfeld Gebäudehülle angeboten, heisst es weiter. In Zusammenarbeit mit Produktherstellern, Spezialisten der Gebäudehülle, Wissenschaft, Forschung, Technik sowie Architektur und Planung werden innovative, zukunftsweisende Lösungen und Produkte entwickelt.

  • ESG-Themen dominieren die Zukunft des Immobilienmarktes

    ESG-Themen dominieren die Zukunft des Immobilienmarktes

    Die Studie «Emerging Trends in Real Estate 2024» zeigt auf, dass 75% der Immobilienbranche in Europa sich durch Zinsbewegungen, steigende Inflation und unsicheres Wirtschaftswachstum herausgefordert fühlen. Gleichzeitig zeichnet sich ein Trend ab, dass ESG-Themen langfristig den Immobilienmarkt prägen werden, wobei 80% der Befragten dies als Hauptfaktor bis 2050 sehen.

    In Europa sind London, Paris und Madrid die Top-Destinationen für Immobilieninvestitionen, während Zürich auf Platz 16 aufgestiegen ist. Jedoch sanken die Transaktionsvolumina drastisch, in der Schweiz um 58%. Anleger wenden sich zunehmend Nischentrends wie neuer Energieinfrastruktur zu, was neue Investitions- und Entwicklungsmöglichkeiten in Bereichen wie Batteriespeicher, Solarparks und Elektrofahrzeugen eröffnet.

    Die Studie weist auch auf Herausforderungen hin, wie die geopolitische Lage, die europäische Energiekrise und weltweite Inflation. Trotz eines gewissen Optimismus für 2024 bleibt die Sorge um eine mögliche Rezession bestehen. Sebastian Zollinger von PwC Schweiz sieht jedoch eine positive Zukunft für den Immobilienmarkt, vorausgesetzt, dass Herausforderungen wie der Klimawandel gemeinsam angegangen werden.

  • Pionierarbeit im ESG-Datenmanagement für die Immobilienbranche

    Pionierarbeit im ESG-Datenmanagement für die Immobilienbranche

    Angesichts des hohen Beitrags der Immobilienbranche zu den globalen Treibhausgasemissionen ist es dringend erforderlich, effiziente Lösungen zur Reduzierung dieser Emissionen zu finden. Wincasa hat sich dieser Aufgabe angenommen und unterstützt seine Klienten aktiv auf dem Weg zu Netto-Null Emissionen. Dabei stösst man auf die Komplexität der Datenerfassung und -verwaltung im Bereich der Nachhaltigkeit, insbesondere angesichts der diversen Datenquellen und der Anforderungen an die Datenqualität.

    Die ESG-Datenmanagement-Plattform
    Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Wincasa in Kooperation mit Novalytica eine ESG-Datenmanagement-Plattform entwickelt. Diese Plattform ermöglicht die Integration verschiedenster Datenquellen und die Auswertung gemäss internationalen Reporting-Standards. Ein wesentliches Merkmal der Plattform ist die Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz zur automatisierten Prüfung der Datenqualität.

    Innovative Werkzeuge auf der Plattform
    Ein Schlüsselelement der Plattform ist der Zirkularitätsindex, ein Werkzeug zur Bewertung der Wiederverwendbarkeit von Materialien in Gebäuden. Dieses Tool ermöglicht es, den Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten Hand in Hand zu bewerten. Darüber hinaus erleichtert der Einsatz von Materialpässen in der Bauplanung die Identifizierung von nachhaltigen und kosteneffizienten Bauvarianten, indem sie eine detaillierte Übersicht über Baustoffe und ihre Eigenschaften bieten.

    Zukunftsperspektiven und Impact
    Durch die Einführung dieser Plattform leistet das Unternehmen einen bedeutenden Beitrag zur Förderung umweltbewussten und ressourcenschonenden Bauens in der Immobilienbranche. Die Plattform stellt nicht nur ein Instrument zur Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards dar, sondern ebnet auch den Weg für zukunftsorientierte, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Bauweisen.

  • ViLICHT setzt auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft

    ViLICHT setzt auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft

    Die Kernfrage des urbanen Wandels ist oft, wie ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Umwelt gefunden werden kann. In diesem Sinne ist Chur West ein Labor für neue Ansätze im Stadtmanagement. Mit dem Projekt sollen nicht nur die Verkehrsnetze ausgebaut und optimiert, sondern auch Raum für Kreativität, kulturelle Veranstaltungen und nachhaltiges Wohnen geschaffen werden. Die Nähe zu wichtigen Verkehrsknotenpunkten wie dem Bahnhof macht den Stadtteil besonders für Pendler attraktiv und fördert so auch die lokale Wirtschaft.

    «ViLICHT» ist ein mehrdimensionales Mobilitätskonzept. Neben dem Ausbau des ÖPNV werden auch nachhaltige Mobilitätskonzepte wie Radwege und Elektrotankstellen in die Planungen einbezogen. Davon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch die Lebensqualität durch weniger Lärm und Luftverschmutzung.

    Aber auch der soziale Aspekt spielt bei der Entwicklung von Chur West eine wichtige Rolle. Neue Wohnkonzepte, die sowohl bezahlbaren Wohnraum als auch hochwertige Architektur bieten, sind Teil des Konzepts. Hinzu kommen Bildungseinrichtungen und soziale Dienstleistungen, die eine lebendige und vielfältige Gemeinschaft fördern. Veranstaltungsorte, Parks und Freizeitangebote sollen Chur West zu einem Ort machen, an dem man nicht nur wohnt, sondern lebt.

    Das Projekt ist somit mehr als ein Stadtentwicklungsplan. Es ist ein ganzheitliches Konzept, das Stadtentwicklung als interdisziplinäre Herausforderung begreift und ihr mit kreativen, nachhaltigen Lösungen zu begegnen versucht. Die Partnerschaft zwischen der Stadt Chur und der RhB unterstreicht dabei die Bedeutung einer durchdachten, kooperativen Planung. Durch diese Zusammenarbeit können Synergien geschaffen werden, die sich sowohl auf den Verkehrsbereich als auch auf die gesamte Stadtentwicklung positiv auswirken.

    Der Aufstieg von Chur West zu einem zweiten urbanen Zentrum ist also kein Zufall, sondern das Ergebnis sorgfältiger Planung und innovativer Ansätze. In einer Zeit, in der Städte weltweit vor grossen Herausforderungen stehen, kann Chur West als Modell für eine nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung dienen.

  • Die clevere Alternative zu Erdgas und Heizöl in Ilanz

    Die clevere Alternative zu Erdgas und Heizöl in Ilanz

    Die Komplexität und raschen Veränderungen stellen nicht nur Immobilieneigentümerschaften und Unternehmen vor Herausforderungen, sondern auch Gemeinden und Städte. Nah- und Fernwärmenetze werden als intelligente Alternative zu Erdgas und Heizöl immer wichtiger, da sie alle Anforderungen erfüllen und zusätzlich lokale Wertschöpfung ermöglichen.

    Vielseitige Energiequellen
    Nah- und Fernwärmenetze können mit verschiedenen Energiequellen betrieben werden und sind daher nahezu überall umsetzbar. Eine potenzielle Quelle ist die Abwärme von Abwasserreinigungsanlagen. Darüber hinaus können erneuerbare und lokal verfügbare Energiequellen wie Erdwärme, Holz, Grundwasser sowie See- und Flusswasser als Wärme- oder Kältequelle genutzt werden. Diese Energieträger müssen nicht importiert werden. Im Verbund können auch verschiedene Energiequellen kombiniert werden, was die Versorgungssicherheit erhöht.

    Verschiedene Verbundtypen
    Nah- und Fernwärmenetze können nach ihrer Grösse und Ausrichtung unterschieden werden. Nahwärmenetze versorgen äusserst effizient mehrere Gebäude, während Fernwärmenetze über grössere Entfernungen ganze Stadtteile oder Gemeinden versorgen. Technisch gesehen sind die Unterschiede zwischen Nah- und Fernwärme gering, da sie weitgehend identisch funktionieren.

    Umfassender Service
    Durch die Partnerschaft mit ewz haben Immobilieneigentümerschaften, in diesem Fall Ilanz, einen erfahrenen und zuverlässigen Energiedienstleister an ihrer Seite. Dieser übernimmt alle Aufgaben von der Planung und Finanzierung bis zur Umsetzung und dem Betrieb von Nah- oder Fernwärmenetzen. Dank langjähriger Erfahrung und einem Expertennetzwerk werden individuell passende Lösungen für Projekte in der gesamten Schweiz entwickelt.

  • Swiss Cobra reduziert Umweltbelastung von Cheminées

    Swiss Cobra reduziert Umweltbelastung von Cheminées

    Swiss Cobra will Cheminées mit einem patentierten Edelstahlständer revolutionieren. Mit seinem Produkt namens Cheminée Cobra lassen sich die Hölzer gezielt parallel zueinander positionieren. Damit kann das Luft-Gasgemisch um die Hölzer strömen. Der Ständer „erleichtert nicht nur das Anzünden und verschönert das Flammenbild, sondern leistet zusätzlich einen beeindruckenden Beitrag zum Umweltschutz”, wie Christian Schmid, Geschäftsführer von Swiss Cobra, in einer Mitteilung erklärt.

    Der Beitrag von Cheminée Cobra zum Umweltschutz wurde nun auch im Rahmen einer vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützten Studie belegt. Diese attestiert dem Produkt laut Mitteilung eine Schadstoffreduktion von bis zu 40 Prozent. Schmid erklärt die Studienergebnisse auch im Detail. Demnach kann Cheminée Cobra Methangas (OGC) um bis zu 64 Prozent, Kohlenmonoxid (CO) bis zu 38 Prozent und Russ sowie Feinstaub um 24 Prozent reduzieren.

    Die vom BAFU im Rahmen der Umwelttechnologieförderung (UTF) unterstützte Studie ist von der akkreditierten Schweizer Prüfstelle für Holzfeuerung an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch AG erstellt worden. Die detaillierten Ergebnisse können online eingesehen werden.

  • EPFL und uHoo wollen Umweltqualität in Innenräumen verbessern

    EPFL und uHoo wollen Umweltqualität in Innenräumen verbessern

    Die EPFL arbeitet im Rahmen des EU-Projekts INPERSO an besseren Standards für die Umweltqualität in Innenräumen (Indoor Envrionmental Quality, IEQ). Das Ziel ist es, einen neuen Ansatz für die IEQ-Bewertung zu entwickeln, der dann europaweit eingesetzt werden kann. Dies soll insbesondere bei der Sanierung von Wohn- und Bildungsgebäuden helfen.

    Sarah Crosby, EPFL-Forscherin und Leiterin des Projekts, hat mit ihrem Team mehrere Lösungsanbieter evaluiert, welche die nötigen Umweltdaten für das Projekt liefern könnten. Laut einer Medienmitteilung haben sie sich nun für die Firma uHoo aus Singapur als Partnerin entschieden. Diese kann mit verschiedenen Sensoren 13 Parameter in Innenräumen messen und die Daten auf einer digitalen Plattform darstellen.

    Dustin Jefferson Onghanseng, CEO und Mitgründer von uHoo, begrüsst die Zusammenarbeit mit der EPFL. „Unsere Lösung soll einen bedeutenden Einfluss auf die gebaute Umwelt nehmen, indem sie das Bewusstsein für einen gesünderen, grüneren und bewussteren Umgang mit Innenräumen schärft“, erklärt er.

    Die Umweltplattform von uHoo wird Unternehmensangaben zufolge weltweit von privaten und öffentlichen Organisationen bei Gewerbe-, Wohn- und Industriegebäuden, im Gesundheitswesen oder an Flughäfen eingesetzt. Das Unternehmen verfügt neben seinem Hauptsitz in Singapur auch über Standorte in Hongkong und den USA.

  • Parlament einigt sich bei Solarpflicht für Gebäude

    Parlament einigt sich bei Solarpflicht für Gebäude

    Der Nationalrat entschied am Montag wie der Ständerat, auf Antrag einer Minderheit bei der Bereinigung des Energie-Mantelerlasses. Die Mehrheit der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek-N) hatte indes auf der generellen Solarpflicht für Dächer und Fassaden bestanden, unterlag aber knapp.

    Energieminister Albert Rösti hatte vor dieser Formulierung gewarnt und gemahnt, die Vorlage mehrheitsfähig zu halten. Noch nicht einig sind sich die Räte bei der Solarpflicht für Parkplätze. Der Nationalrat will sie für grosse Flächen, der Ständerat nicht. Er hat nun wieder das Wort zur Vorlage.

  • Zum umweltfreundlichen Spital mit «Best Practices»

    Zum umweltfreundlichen Spital mit «Best Practices»

    Im Gesundheitssektor wurde der Umweltaspekt bisher oft vernachlässigt. Das Forschungsprojekt „Green Hospital – Ressourceneffizienz bei Schweizer Spitälern“ hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für umweltrelevante Prozesse in Schweizer Spitälern zu schärfen. Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms „Nachhaltige Wirtschaft: ressourcenschonend, zukunftsfähig, innovativ“ (NFP 73) wurde eine Liste von praxisorientierten Maßnahmen veröffentlicht, um Spitäler in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie zu unterstützen.

    Die Studie, geleitet von Matthias Stucki am ZHAW-Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen, hat ergeben, dass insbesondere die Bereiche Wärme, Catering, Gebäudeinfrastruktur und Medikamente für den Großteil der Umweltbelastung durch Spitäler verantwortlich sind. Aber auch andere Faktoren wie Stromverbrauch, Abfallmanagement und die Verwendung von medizinischen Produkten spielen eine Rolle.

    Die aus der Studie abgeleiteten „Best Practices“ wurden aus einer Vielzahl von Literaturquellen und Praxisbeispielen zusammengestellt. Diese Massnahmen zielen darauf ab, die Umweltauswirkungen bei gleichbleibender Qualität der Gesundheitsdienstleistungen zu minimieren. Dabei wurde besonderer Wert auf die Auswahl von Maßnahmen mit hoher Klimarelevanz und großer Umsetzbarkeit gelegt.

    Insgesamt zeigt die Studie, dass die größten Chancen für eine Verbesserung der Umweltbilanz in der Konstruktion von langlebigen und ressourceneffizienten Gebäuden, der Nutzung erneuerbarer Energien und der Einführung von pflanzenbasierten Gerichten im Verpflegungsangebot liegen.

    Dieses Forschungsprojekt stellt einen wichtigen Schritt dar, um die schweizerische Krankenhauslandschaft nachhaltiger zu gestalten und setzt einen Meilenstein für zukünftige Initiativen in diesem Bereich.

  • EcoVadis verleiht Hilti erneut Umwelt-Rating in Gold

    EcoVadis verleiht Hilti erneut Umwelt-Rating in Gold

    Hilti hat von EcoVadis zum dritten Mal das Umwelt-Rating in Gold erhalten. Diese Auszeichnung bekommen branchenübergreifend nur die besten 5 Prozent der weltweit mehr als 100’000 bewerteten Unternehmen. Zudem wurde dem Bauchtechnologieunternehmen auch das Prädikat Leader on Carbon Management verliehen. Die in Paris ansässige und weltweit tätige Umwelt-Rating-Agentur würdigte Hilti laut seiner Medienmitteilung als „Unternehmen mit einem erstklassigen Treibhausgas-Managementsystem und grossen Ambitionen bei der Dekarbonisierung“.

    Grundlage für diese „herausragende Bewertung“ sei das Bekenntnis von Hilti zur Science Based Targets Initiative. Unternehmen, die ihr beitreten, verpflichten sich, ihren CO2-Fussabdruck bis 2030 deutlich zu reduzieren und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Darüber hinaus attestierte EcoVadis der Hilti Gruppe im Vergleich zum Vorjahresrating weitere Verbesserungen in den Kernbereichen Umwelt und Geschäftsethik. Unter anderem sei die hohe Datentransparenz zum Lebenszyklus der Hilti-Produkte hervorgehoben worden.

    „Wir treten an, um für unsere Kunden der beste Partner in Sachen Nachhaltigkeit zu sein“, wird CEO Jahangir Doongaji zitiert. „Die diesjährige Bewertung bestärkt uns darin, unsere Ambitionen weiter voranzutreiben. Neben unserem Ziel, selbst nachhaltiger zu werden, hilft unser differenziertes Produkt- und Dienstleistungsangebot unseren Kunden, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“

  • Landis und swr+ fusionieren

    Landis und swr+ fusionieren

    Die langjährigen Partnerunternehmen swr+ und Landis agieren künftig unter dem gemeinsamen Dach der Landis AG. Das neu aufgestellte Planungs- und Ingenieurbüro mit seinen 50 Mitarbeitenden hat seinen Sitz einer Medienmitteilung zufolge am bisherigen Hauptstandort von Landis in Geroldswil. Alle Mitarbeitenden aus beiden Unternehmen werden in das neu geschaffene Kompetenznetzwerk integriert. Für die Kundschaft ändert sich nichts: die Ansprechpartner bleiben dieselben.

    Im Rahmen eines Management-Buyouts bei swr+ haben Geschäftsführer Thomas Brocker, Serge Bütler, Roger Hersche, Samuel Lienhart und André Wenzinger per 1. Juli die Aktien von Alleininhaber Peter Rauch übernommen. In einem zweiten Schritt soll allen Mitarbeitenden die Partizipation am Unternehmen und seiner Entwicklung ermöglicht werden.

    Neben seinem Sitz in Landis verfügte Landis bisher über Zweigbüros in Brüttisellen im Glattal und in St.Gallen. Das Planungs- und Ingenieurbüro ist auf Infrastrukturbau, Immobilien- und Raumentwicklung sowie Baurecht spezialisiert. Die 1948 gegründete Firma swr+ hatte ihren Sitz in Dietikon und ein Zweigbüro in Aarau. Sie verstand sich als interdisziplinäres Baubüro für Immobilien- und Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität, Wasser sowie Umwelt und Klima. Dieses Dienstleistungsangebot und die entsprechenden Kompetenzen sind künftig aus einer Hand erhältlich.

  • Raumplanung, das Mass aller Dinge?

    Raumplanung, das Mass aller Dinge?

    Quelle: Schweizerische Eidgenossenschaft

    Tatsächlich sind die kantonalen und kommunalen Planungsinstrumente jedoch unvollständig, starr, rein quantitativ und verfolgen kein dreidimensional entwickeltes Zukunftsbild. Die Folgen sind bekannt: Unstimmige Stadtbilder, zu niedriges Verdichtungspotenzial, wachsendes Verkehrsaufkommen, unkoordinierte infrastrukturelle Anlagen und schliesslich eine unzufriedene Bevölkerung.

    Eine vorausschauende Raumplanung mit neuen Konzepten ist unumgänglich, denn die heutigen trägen Planungsinstrumente der Raumplanung stehen offensichtlich im Widerspruch zum dynamischen Prozess der Stadtplanung und verfehlen bis heute die im RPG definierten Ziele.

    Mit dem Einsatz der bereits vorhandenen GIS-Daten könnten schweizweit, anhand von qualitativen Zukunftsszenarien, vorausschauend die potenziellen Auswirkungen auf sämtliche relevante Themen wie Innenverdichtung, Flächennutzung, Verkehr, Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen und viele weitere, visualisiert, bewertet und partizipativ kommuniziert werden – und zwar über die kantonalen Grenzen hinaus.

    Gebäude im Kontext der Raumplanung
    Die Raumplanung schafft denn auch die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Quartieren und letztlich des Gebäudebestands. Redet man von nachhaltigen Gebäuden, so greift die isolierte Betrachtung und reine Fokussierung auf deren Substanz zu kurz. Gebäude sind in ihrem Kontext und somit unter Berücksichtigung ihres Beitrags zur Reduktion des Verkehrsaufkommens, zur Verdichtung sowie zur sozialen Integration zu verstehen. Dieser Logik folgend sind in der Schweiz die beiden Standards SNBS Hochbau fürs Bauen und SSREI für den Bestand entwickelt worden. Beide sind in ihrer inhaltlichen Ausprägung im internationalen Vergleich stets einzigartig.

    Quelle www.ssrei.ch

  • IWB prüft alpine Solaranlage auf Melchsee-Frutt

    IWB prüft alpine Solaranlage auf Melchsee-Frutt

    IWB hat einen Zusammenarbeitsvertrag mit der Alpgenossenschaft Kerns ausserhalb der steinernen Brücke abgeschlossen. Dieser sieht laut einer Medienmitteilung vor, die Machbarkeit einer Solaranlage auf der Hochebene Melchsee-Frutt zu prüfen. Dabei soll ausser den technischen Einzelheiten auch analysiert werden, welche Auswirkungen eine Photovoltaikanlage auf die bisherige Bewirtschaftung und die Umwelt hätte.

    Die gute Erschliessung, die hohe Lage und der Schnee begünstigten die Stromproduktion gerade auch im Winter, heisst es in der Mitteilung. Die Anlage würde an das Elektrizitätswerk Obwalden angeschlossen.

    Die beiden Vertragspartner haben bereits mit der Gemeinde Kerns und dem Kanton Obwalden Gespräche aufgenommen. Auch weitere Interessenvertreter und Umweltorganisationen sollen in die Gespräche einbezogen werden.

    Markus Ettlin-Niederberger, Präsident der Alpgenossenschaft Kerns, begrüsst die Ausweitung des Vorhabens. „Wir können einen aktiven Beitrag zu einer erneuerbaren und sicheren Energieversorgung leisten und steigern erst noch die lokale Wertschöpfung“, wird er in der Mitteilung zitiert. Auch Pascal Semlitsch sieht im Projekt ein grosses Potenzial. „Melchsee-Frutt bietet sehr gute Voraussetzungen für eine alpine Solaranlage“, wird der Leiter Investments bei IWB zitiert. „Wir haben das Ziel, dass mehr erneuerbarer, einheimischer Solarstrom ganz lokal und umweltverträglich produziert werden kann.“

    IWB hat bereits an der Staumauer Muttsee im Kanton Glarus zusammen mit der Axpo eine alpine Solaranlage errichtet.

  • Aargauer Departement wird für Mediation ausgezeichnet

    Aargauer Departement wird für Mediation ausgezeichnet

    Der Mediationspreis des Schweizerischen Dachverbandes Mediation (SDM) geht zum ersten Mal an einen Kanton. Das Aargauer Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) wird für seine konsensorientierten Verfahren bei Infrastrukturvorhaben geehrt. Das Vorgehen des BVU zeige, „dass gelebte Demokratie mit Mediation und mediationsähnlichen Partizipationsinteressen verschiedene Formen bietet, die weit über Mehrheitsentscheide hinaus gehen“, heisst es in der Begründung des SDM. Wo sich Kontroversen und unterschiedliche Interessen abzeichneten, würden die Möglichkeiten der Mediation genutzt. Das BVU unter seinem Generalsekretär Markus Büsser nehme eine Vorreiterrolle bei der Mediation im öffentlichen Bereich ein.

    Das BVU ist erfreut über die Auszeichnung. „In den Aufgabenbereichen des BVU gehören Zielkonflikte, Differenzen und unterschiedliche Perspektiven zum Tagesgeschäft“, wird Büsser in einer Mitteilung des Kantons zitiert. „Die Departementsleitung macht sich deshalb regelmässig Überlegungen, wie sie eine Kommunikations- und Konfliktkultur fördern kann, die eine dialogorientierte und nachhaltige Zusammenarbeit ermöglicht.“ Das BVU verweist etwa auf die Runden Tische bei der Erweiterung des Steinbruches Mellikon, den Auen im Rietheimer Feld und die Verrechnung der Netznutzungspreise für den Strom.

    Der Schweizer Mediationspreis wird 2023 zum dritten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurde auch das Alterszentrum Haus Tabea in Horgen ZH. Der Preis wird im Rahmen des SDM-Kongresses übergeben, der am 16. und 17. Juni in Lausanne stattfindet.

  • Ecospeed entwickelt Software zur CO2-Bilanzierung von Spitälern

    Ecospeed entwickelt Software zur CO2-Bilanzierung von Spitälern

    Die Ecospeed AG beginnt in Kürze mit dem sogenannten Roll-out ihrer Software zur CO2-Bilanzierung von Spitälern. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sei die Entwicklungsarbeit nahezu abgeschlossen. „Unser Ziel ist es, den Krankenhäusern und ihren Betreibergesellschaften eine ganz einfach zu bedienende Software zur Gesamtbilanzierung der Treibhausgasemissionen zur Verfügung zu stellen“, wird Ecospeed-Geschäftsführer Christoph Hartmann zitiert. „Für diese Aufgabe bauen wir eine branchenspezifische Plattform auf.“

    Wie Hartmann weiter erklärt, werde jedes Krankenhaus die Software einsetzen können, „um seinen individuellen ,Corporate Carbon Footprint‘ zu ermitteln. Damit sind die Kliniken in der Lage, Handlungsfelder zu erkennen und die Pfade zur schrittweisen Dekarbonisierung zu planen.“ Auch Erfolge könnten damit dokumentiert werden. Ausserdem kämen die Spitäler der künftigen CSR-Berichtspflicht nach, mit der Unternehmen in der EU ab dem 1. Januar 2024 offenlegen müssen, wie und in welchem Umfang sie ihrer Verantwortung bezüglich der Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt nachkommen.

    Erster Pilotkunde ist ein Krankenhausverbund mit 17 Kliniken im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Erste Ergebnisse liegen bereits vor. „Bei den direkten Emissionen zeigen sich grosse Unterschiede, die auf den Zustand der Gebäudehülle sowie das Alter und den Zustand der Heizungsanlagen zurückzuführen sind“, so Hartmann. „Die Scope 3-Emissionen sind aber deutlich höher, verursacht insbesondere durch die zugekauften Materialien und den Verkehr. Die erfassten und aufbereiteten Daten geben den Kliniken klare Hinweise, wo es Verbesserungspotenzial gibt.“

  • Strüby baut neue Produktionshalle für Trox Hesco

    Strüby baut neue Produktionshalle für Trox Hesco

    Strüby aus Seewen errichtet für Trox Hesco eine neue Produktionshalle mit Büros in Rüti. Trox Hesco strebt damit laut einer Medienmitteilung die Effizienzsteigerung und Modernisierung der Produktion und Logistik an. Mit dem Neubau verbunden seien zudem Pläne, die bislang ausgelagerte Fertigung der Pulverbeschichtung an einem zentralen Ort zusammenzufassen. Die neue Halle biete zusätzlichen Platz für Büros, eine Cafeteria und einen modernen Ausstellungsraum.

    Trox Hesco fertigt und liefert Komponenten und Systeme für lufttechnische Anlagen aus einer Hand. Zu den Stärken zählen dem Gebäudetyp angepasste Systemlösungen. In Rüti werden Produkte für lüftungs- und klimatechnische Anlagen gefertigt.

    Nach einer umfangreichen Vorbereitung erfolgte am 23. März 2023 der Spatenstich für die neue Produktionshalle. Die Holzbaufirma Strüby Unternehmungen realisiert als Gesamtdienstleisterin die Architektur, Projektentwicklung, Engineering, Produktion, Realisation, Kundendienst, Gebäudeunterhalt sowie Schreinerarbeiten.

    Das Gebäude steht auf einem Fundament und einer Bodenplatte aus Stahlbeton, darüber entsteht ab dem Erdgeschoss ein moderner Bau in Holzelementbauweise. Durch die Verwendung von 2500 Kubikmeter Konstruktionsholz und einer Photovoltaikanlage mit einer Jahresleistung von 590‘000 Kilowatt zur Stromerzeugung für Heizwärme und Warmwasser unterstreiche Trox Hexo „die Verbundenheit zur Natur und zu dem nachwachsenden Rohstoff“ und werde sämtlichen energetischen Anforderungen gerecht.

  • Kommission des Kantonsrats stimmt Verlängerung der Flughafenpisten zu

    Kommission des Kantonsrats stimmt Verlängerung der Flughafenpisten zu

    Die Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt des Kantonsrats Zürich spricht sich mit acht zu sieben Stimmen für die geplante Verlängerung der Pisten 28 und 32 am Flughafen Zürich aus, informiert der Kantonsrat Zürich in einer Mitteilung. Nach Ansicht der acht Kommissionsmitglieder aus SVP, FDP, Mitte und EVP wird eine Verlängerung der beiden Pisten ausschliesslich zur Konsolidierung des Flugbetriebs in den Spitzenzeiten und bei schlechten Wetterbedingungen führen. In der Mitteilung wird hier unter anderem grössere Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit angeführt.

    Die Minderheit aus SP, GLP und Grüne fürchtet dagegen, dass eine Verlängerung der Pisten auch für einen Ausbau der Kapazitäten am Flughafen Zürich genutzt wird. Sie lehnen jedoch jegliches Wachstum am Flughafen „aufgrund der drängenden Klimaprobleme“ ab, heisst es in der Mitteilung.

    Der Flughafen nimmt die Entscheidung „erfreut zur Kenntnis“, wie er in einer Mitteilung schreibt. Die Verlängerung der Pisten sei eine wichtige Massnahme, um die Sicherheitsmarge zu erhöhen und den Betrieb zu stabilisieren. Sie führten nicht zu einer Erhöhung der Kapazität. Es bestehe kein Zusammenhang zwischen der Länge der Pisten und der Zahl der landenden und startenden Flugzeuge.

    Auch die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst den Kommissionsentscheid. Das bestehende System habe sich als „zu wenig stabil“ erwiesen. Vermehrte Verspätungen gefährdeten „die Funktion des Flughafens Zürich als einziges interkontinentales Luftverkehrsdrehkreuz der Schweiz“, schreibt die ZHK in einem Kommentar. „Die bereits vom Bund geforderten Pistenverlängerungen ermöglichen es dem Flughafen, bei allen Wetterlagen zuverlässig und stabil zu funktionieren.“

    Im nächsten Schritt muss der Kantonsrat entscheiden. Das Vorhaben untersteht dem fakultativen Referendum.

  • Holcim setzt sich ehrgeizigere Klimaziele

    Holcim setzt sich ehrgeizigere Klimaziele

    Holcim dokumentiert die Fortschritte bezüglich seiner Klimastrategie im nun veröffentlichten zweiten Klimabericht. Mit diesem Bericht gebe das Unternehmen, einer der grössten Baustoffproduzenten der Welt, auch seine beschleunigten Klimaziele bekannt, heisst es dazu in einer Medienmitteilung.

    Diese seien im Einklang mit dem 1,5 Grad-Rahmen der Scienced Based Targets Initiative aktualisiert worden, so Nachhaltigkeits- und Innovationschefin Magali Anderson. Holcim wolle „eine Vorreiterrolle beim kohlenstoffarmen und zirkulären Bauen“ einnehmen.

    Demnach hat Holcim die Investitionen in grüne Technologien 2022 um 15 Prozent auf 403 Millionen Franken erhöht. Aufgrund dessen konnte der Konzern den Angaben zufolge seine CO2-Emissionen pro Einheit Nettoumsatz um 21 Prozent senken. 2023 sollen es weitere 10 Prozent sein.

    Desweiteren verpflichtet sich Holcim, bis 2030 kumulativ 2 Milliarden Franken in ausgereifte Technologien zur CO2-Abscheidung aus der Luft zu investieren. Damit sollen pro Jahr mehr als 5 Millionen Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden.

    6,8 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle wurden in neuen Gebäuden wiederverwertet. Mit diesem Zwischenergebnis wird das Unternehmen voraussichtlich sein Ziel übertreffen, bis 2025 rund 10 Millionen Tonnen zu erreichen. „Wir setzen uns dafür ein“, so CEO Jan Jenisch, „kohlenstoffarmes und zirkuläres Bauen voranzutreiben und Gebäude nachhaltiger zu nutzen, um Städte zu bauen, die für Menschen und den Planeten funktionieren.“

    Dieser zweite Klimabericht wird der Generalversammlung am 4. Mai zur Abstimmung vorgelegt. Dies spiegelt laut der Mitteilung Holcims Verpflichtung wider, dem Aktionariat ein Mitspracherecht bei der Klimastrategie einzuräumen.

  • Die Sustainability Days 2023 zeigen, es ist Zeit zu handeln

    Die Sustainability Days 2023 zeigen, es ist Zeit zu handeln

    Unter dem Motto «Get things done» präsentierten die Sustainability Days in den vier Kongress- und Ausstellungsformaten SmartSuisse, Re‘ Summit, Future-Proof Infrastructure und MUT – Messe für Umwelttechnik während dem 28. und 29. März 2023 Trends, konkrete Lösungen in Form von innovativen Produkten und Dienstleistungen sowie Strategien und Ausblicke. «Wir freuen uns, dass die Sustainability Days mit ihren 15 Themenschwerpunkten rund um Nachhaltigkeit einen so hohen Anklang gefunden haben. Unser Ziel ist, uns künftig als zentrale Plattform für eine nachhaltige Zukunft in den Bereichen Smart City, Corporate Sustainability,
    Umwelttechnik und Infrastruktur zu etablieren», sagt Julien Rousseau, Brand Director der Sustainability Days, zufrieden.


    Denkanstösse von nationalen und internationalen Stimmen
    Den Auftakt der Kongressreihen mit insgesamt über 170 Referierenden machte am 28. März unter anderem Marco Lambertini, Sonderbeauftragter und ehemaliger Director General von WWF International. Er plädiert für die Einleitung eines tiefgreifenden Wandels unseres Wirtschaftsmodells, um zu einer naturfreundlichen Gesellschaft zu werden und die Entwicklung von der Umweltzerstörung abzukoppeln. Auch der Keynote Speaker und Architekt Thomas Rau unterstreicht die Notwendigkeit eines schnellstmöglichen Wandels. Für ihn dabei ein wichtiger Weg: die Kreislaufwirtschaft. Seines Erachtens müssen wir die Wertschöpfungskette neu denken, hin zu einer Werterhaltungskette. Material muss in einer begrenzten Welt als etwas betrachtet werden, das nur vorübergehend genutzt und anschliessend wieder dem Kreislauf der Dinge übergeben wird.


    Auch der politische Blickwinkel auf das Thema Nachhaltigkeit spielte eine grosse Rolle. So diskutierten die Schweizer Stadtpräsidentinnen und -präsidenten Stefanie Ingold (Solothurn), Beat Jans (Basel), Michael Künzle (Winterthur), Barbara Thalmann (Uster) und Beat Züsli (Luzern) über das Ziel klimaneutraler Städte. Einigkeit herrschte darüber, dass der Klimaschutz in diesem Kontext keine Alibiübung sei. Dies zeige unter anderem, was für Massnahmen und Überlegungen bereits aufgegleist bzw. angedacht seien. Städte hätten durchaus eine Vorbildfunktion, da sie oftmals über mehr Ressourcen verfügen. Regula Rytz, ehemalige
    Nationalrätin und Präsidentin der Grünen Schweiz, warf als Historikerin einen Blick auf das Thema «Sustainable Technology: zwischen echter Transformation und Fortschrittsmythen». Laut ihr brauchen neue Herausforderungen in der Umweltpolitik neue Formen von nachhaltiger
    Technologie – und es braucht Pioniergeist für echte Transformation. Pekka Timonen, Bürgermeister von Lahti, stellte in seiner Keynote die Erfolgsgeschichte der traditionellen Industriestadt vor. So hat sich Lahti zu Finnlands führender grüner Stadt und zu einem Vorreiter unter den nachhaltigen Städten Europas entwickelt.


    In weiteren Keynotes und Sessions stand der Klimawandel als solcher im Fokus. Der Generalsekretär der UN-Organisation WMO, Petteri Taalas, zeigte eindrücklich den Klimawandel sowie die damit einhergehenden Klimakatastrophen und zukünftige Szenarien mit globaler Auswirkung auf. Man müsse jetzt handeln, wenn die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels in diesem Jahrhundert verhindern werden sollen. Und auch Prof. Dr. Reto Knutti, Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich und Redner beim Re‘ Summit, das gemeinsam mit sun21 organisiert wird, teilt diese Ansicht. Nach ihm können den Klimawandel nur eine vollständige Abkehr von fossilen Brenn- und Treibstoffen sowie Netto-Null Emissionen vor 2050 begrenzen. Die Hindernisse seien dabei nicht primär technisch wirtschaftlicher Natur, sondern eine Kollision von Identitäten und die Frage, wie man auf die Herausforderungen reagieren solle. Neu war im Rahmen der SmartSuisse die Erweiterung der Themenschwerpunkte um Health, welches auf reges Interesse stoss. So diskutierten z.B. beim Health Podium Expertinnen und Experten aus der Praxis unter dem Aspekt Datensicherheit vs. Datennutzung, ob Gesundheitsdaten das neue Gold sind.


    Branchenübergreifende Begegnungen
    Ein weiteres Highlight war die Networking Dinner Party am Dienstagabend. Bei einem Drei-Gänge-Menü in lockerer Atmosphäre kamen Teilnehmende aller Formate zusammen, um branchenübergreifend miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und zu diskutieren. Unterhaltsam durch den Abend geführt wurden sie dabei vom Stand Up-Comedian und Zauberer Michel Gammenthaler sowie von «The Blackouts», die mit ihrer LED-Show gezeigt haben, wie Kunst und Technologie genutzt werden können, um eine Botschaft zu transportieren und Menschen zu inspirieren. Zu Gast war auch der Schweizer Abenteurer und Visionär
    Bertrand Piccard, der bei seinem Auftritt von seiner Weltumrundung in einem Solarflugzeug ohne Treibstoff berichtete. Als Pionier in der Betrachtung der Ökologie durch die Linse der Rentabilität setzt er sich heute für erneuerbare Energien und saubere Technologien ein.


    Konkrete Lösungen zum Anfassen und Ausprobieren
    Die Begleitausstellung bot reichlich Gelegenheit zum fachlichen Austausch sowie zum Netzwerken. 72 Anbieterinnen und Anbieter präsentierten ihre Lösungen und Innovationen und konnten wichtige Kontakte mit den Besuchenden sowie auch anderen Mitwirkenden knüpfen. «Die SmartSuisse ist für die SBB ein wichtiger Treffpunkt, um sich mit anderen Expertinnen und Experten auszutauschen, unsere Projekte weiterzuentwickeln und neue Ideen zu generieren. Dies ganz im Sinne des Smart City Lab Basel Mottos ‚vernetzen, entwickeln, testen, erleben’»,
    heisst es seitens Smart City Lab Basel, SBB AG.


    In der Ausstellung gab es zudem spannendes zu erleben: Der Aussteller SAAM (Swiss Association for Autonomous Mobility) stellte im Rahmen der SmartSuisse das von SwissMoves initiierte Projekt des teleoperierten Fahrens vor und bot den Besuchenden die Möglichkeit an, in einem aus Fribourg gesteuerten Fahrzeug auf einer Teststrecke mitzufahren. Ebenfalls Teil der Ausstellung war die MUT – Messe für Umwelttechnik, die mit ihrem Angebot das Fachpublikum der Schweizer Umwelttechnikbranche bediente. «Das Treffen der Cleantech-Industrie an der MUT zeigt die Notwendigkeit, ökologische und pragmatische Lösungen zu fördern», sagt Andreas Knecht von der Mokesa AG, welche Ausstellerin an der Messe für Umwelttechnik war.

    Virtuell diskutiert: nachhaltige Infrastrukturprojekte
    Das Future-Proof Infrastructure diskutierte am 28. März virtuell die Herausforderungen, denen sich Infrastrukturprojekte stellen müssen, um Nachhaltigkeit zu erreichen, wie z.B. finanzielle und politische Widerstandsfähigkeit. Hierfür brachte der virtuelle Kongress wichtige internationale Interessenvertreter, Investoren sowie Infrastrukturexpertinnen und -experten zusammen. Die Diskussionen machten deutlich, dass in allen Sektoren ein immenses inanzierungsdefizit bei Infrastrukturinvestitionen besteht und es dringend notwendig ist, den Klimawandel durch die Verbesserung nachhaltiger Ergebnisse der Infrastruktur zu bekämpfen. Lösungen für die Finanzierung von Infrastrukturen wurden unter anderem vom FAST-Infra Panel angesprochen, das darauf abzielt, private Investitionen in wertvolle Infrastrukturen freizusetzen. Ausserdem wurde erörtert, wie Einrichtungen zur Projektvorbereitung wichtige Infrastrukturprojekte in Ländern mit begrenztem Zugang zu finanziellen und technischen Ressourcen ans Licht bringen können. Partner des Formats ist die Global Infrastructure Basel Foundation (GIB). Die zweite Ausgabe der Sustainability Days findet voraussichtlich vom 9. bis 11. April 2024 in Basel statt.

  • Rücklaufquote von Solarmodulen liegt nahe bei 100 Prozent

    Rücklaufquote von Solarmodulen liegt nahe bei 100 Prozent

    In der Schweiz installierte Photovoltaikmodule werden nach Ablauf ihrer Lebensdauer fast alle der Wiederverwertung zugeführt, informiert SENS eRecycling in einer Mitteilung. Die privatwirtschaftlich organisierte Stiftung nimmt ihren Partnern bei Herstellern und Importeuren die damit verbundene Arbeit ab. Von diesem System profitieren nach Ansicht von SENS eRecycling Hersteller, Importeure, Hauseigentümer und Umwelt.

    Im Preis einer Solaranlage ist bereits eine vorgezogene Recyclinggebühr enthalten. Diese liegt derzeit bei 40 Franken pro Tonne, erläutert SENS eRecycling. Die Stiftung selbst wende jedoch aktuell rund 440 Franken pro Tonne für Rücknahme, Transport und Recycling auf. „Die Finanzierung des Systems geht nur deshalb auf, da die momentanen Mengen an installierten Photovoltaikanlagen die Menge an ausgedientem Material nach wie vor deutlich übersteigen und sich somit der Fonds von Jahr zu Jahr weiter anhäuft“, heisst es in der Mitteilung. Für 2035 rechnet SENS eRecycling damit, bereits 70’000 Tonnen Photovoltaikmodule entsorgen zu müssen.

    Die derzeit anfallenden Mengen sind nach Angaben der Stiftung zudem zu gering, als dass sich die Wiederverwertung für Entsorgungsbetriebe in der Schweiz selbst lohnt. Aktuell arbeitet SENS eRecycling daher mit der KWB Plan Real GmbH zusammen. Die deutsche Firma lässt die Module in einem Recyclingbetrieb nahe der Schweizer Grenze zerlegen. Metalle können vollständig wiederverwertet werden, das Glas wird zusammen mit dem Silizium zur Herstellung von Glaswolle genutzt. Auf diese Weise können aktuell rund drei Viertel der Rohstoffe wieder dem Kreislauf zugeführt werden, so SENS eRecycling.