Schlagwort: Umweltschutz

  • Klimafonds Stadtwerk Winterthur vergibt Fördergelder

    Klimafonds Stadtwerk Winterthur vergibt Fördergelder

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur vergibt in diesem Jahr 70‘000 Franken für umweltfreundliche Projekte, heisst es in einer Mitteilung. Der Klimafonds fördert bereits seit 2007 Projekte zu Klimaschutz, Energieeffizienz sowie CO2-Reduktion.

    Mit einer Summe von 30‘000 Franken wird die in Kloten ansässige Next Gas GmbH bedacht. Sie entwickelt Biogasreaktoren für kleine und mittlere Bauernhöfe. Dabei wird das Potential von Gülle für das Erzeugen von dezentraler Wärme und Strom genutzt. Die Fördermittel sollen in ein Pilotprojekt fliessen, in dem bei laufendem Betrieb das Fermentierungsverfahren von Next Gas getestet wird.

    Mit 20‘000 Franken wird ein Pilotprojekt des Vereins Soily unterstützt. Hier wird bei Betrieben in der Region Winterthur ein Spezialkompost mit einem idealen Gemisch von Mikroorganismen getestet. Dafür wird zunächst ein Versuchsfeld von 50 Quadratmetern angelegt.

    Die in Wallisellen ansässige SimpleTrain GmbH bietet eine Online-Plattform für internationale Bahnreisen an. Die erweiterte Plattform soll auch Buchungen für bislang nicht angebundene Strecken ermöglichen. Mit der Unterstützung von Klimafonds Stadtwerk Winterthur werden konkrete Routen wie die von Winterthur nach Barcelona via Lyon angeboten. Für das Projekt erhält SimpleTrain ebenfalls eine Unterstützung in Höhe von 20’000 Franken.

    Der Fonds finanziert sich unter anderem durch freiwillige Beiträge von Stromkunden in Höhe von 2 Rappen pro bezogene Kilowattstunde. Für einen durchschnittlichen vierköpfigen Haushalt bedeutet dies einen Betrag von 8 Franken je Monat, heisst es in der Mitteilung.

  • Eine neue Vision für den Metropolitanraum Zürich

    Eine neue Vision für den Metropolitanraum Zürich

    Die Metro-ROK 2050 Initiative stellt die Notwendigkeit heraus, den Siedlungsraum sinnvoll und nachhaltig zu nutzen, um die Lebensqualität zu erhöhen und das ökologische Gleichgewicht zu wahren. Mit dem Fokus auf vier zentrale Handlungsräume — Stadtlandschaft, Übergangslandschaft, Kulturlandschaft und Naturlandschaft — zielt das Konzept darauf ab, eine ausgewogene Entwicklung zu fördern. Besonders der Schutz von Grünflächen und die qualitätsvolle Innenentwicklung spielen eine zentrale Rolle. Durch die strikte Begrenzung der Siedlungserweiterung bis 2040 und die Förderung von Transformationsprojekten im Bestand, die das Kreislaufprinzip berücksichtigen, soll eine umweltfreundliche Städteplanung realisiert werden.

    Innovative Technologien und Energieeffizienz
    Ein weiterer wichtiger Aspekt des Metro-ROK 2050 ist die Integration von fortschrittlichen Technologien und ökologischen Bauweisen, um die CO2-Bilanz des Metropolitanraums zu verbessern. Das Konzept betont die Bedeutung von erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, um den Herausforderungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Die Vermeidung weiterer Bodenversiegelung und die Nutzung von Grünflächen zur Hitzebekämpfung in urbanen Zentren sind ebenfalls prioritäre Massnahmen.

    Nachhaltige Mobilität als Schlüsselkomponente
    Ergänzend legt das Raumordnungskonzept einen starken Fokus auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs und nachhaltiger Mobilitätslösungen. Das Ziel, den Anteil des öffentlichen Verkehrs bis 2050 zu erhöhen und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel zu fördern, ist entscheidend für die Reduzierung der Umweltbelastung und die Steigerung der Lebensqualität in der Region. Kurze Wege und emissionsarme Verkehrsmittel sollen dabei helfen, den ökologischen Fussabdruck zu minimieren.

    Zusammenarbeit und zukunftsorientierte Planung
    Die Metro-ROK 2050-Initiative spiegelt das Engagement der beteiligten Kantone wider und setzt neue Massstäbe in der regionalen Raumplanung. Das aktualisierte Konzept, das am 3. November vom Metropolitanrat einstimmig angenommen wurde, dient als richtungsweisender Rahmen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung des gesamten Metropolitanraums Zürich. Durch die integrierte Betrachtung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren strebt das Konzept danach, den Metropolitanraum als lebenswerten und nachhaltigen Ort zu gestalten.

  • Zürichs dynamischer Schritt in die Kreislaufwirtschaft

    Zürichs dynamischer Schritt in die Kreislaufwirtschaft

    Die Umsetzung von «Circular Zürich» begann Anfang Februar mit der Vorstellung einer detaillierten Agenda, die speziell auf die Bedürfnisse der städtischen Verwaltung zugeschnitten ist. Doch die Strategie bietet auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zahlreiche Anknüpfungspunkte. Durch die Adaption einzelner Massnahmen können KMU nicht nur umweltfreundlicher agieren, sondern langfristig auch finanziell profitieren.

    Schritte zur Implementierung in KMU
    Ein grundlegender Aspekt der Kreislaufwirtschaft ist das effiziente Recycling und die Trennung von Wertstoffen. Sara Graf, Projektleiterin bei Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ), betont die Wichtigkeit und Einfachheit dieser Massnahme für Betriebe: Wertstoffe wie Papier, Karton, PET-Flaschen, Glas und Alu-Dosen können oft kostenfrei recycelt werden, was unmittelbar zu Einsparungen bei den Entsorgungskosten führt. Doch Recycling ist nur der Anfang.

    Materialverbrauch minimieren und Prozesse optimieren
    Sonja Gehrig, die die gesamtstädtische Koordination von «Circular Zürich» leitet, weist darauf hin, dass über die betrieblichen Grenzen hinaus gedacht werden muss. Die Analyse des eigenen Materialverbrauchs und die Optimierung der Produktionsprozesse sind entscheidende Schritte. Ökologisch nachhaltiges Produktdesign, das Reparierbarkeit und Langlebigkeit der Produkte fördert, kann Unternehmen nicht nur Kosten sparen, sondern auch zu neuen Geschäftsmodellen wie dem Vermieten von Produkten führen.

    Verlängerung von Konsum- und Nutzungsphasen
    Der letzte Schritt betrifft die Maximierung der Produktlebensdauer durch Strategien des Teilens, Wiederverwendens, Reparierens und Wiederaufbereitens. Hierdurch werden Produkte nicht nur länger genutzt, sondern tragen auch zur Ressourcenschonung bei. Secondhand-Plattformen und Firmeninitiativen, die den Kreislaufgedanken verinnerlichen, spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der kreislauforientierten Wirtschaft.

    Die Stadt als Innovationslabor
    Zürich sieht sich selbst als Testfeld für neue, kreislauffähige Ideen und Produkte. Fachleute der Stadt sind bereit, Unternehmen zu unterstützen, die innovative Lösungen anstreben. Dieser proaktive Ansatz stärkt nicht nur die städtische Infrastruktur, sondern fördert auch eine breite Adaption kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien.

    Mit «Circular Zürich» positioniert sich die Stadt Zürich als ein Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft, der zeigt, wie durch konkrete Massnahmen und kooperative Ansätze eine nachhaltige Transformation in urbanen Räumen realisiert werden kann.

  • Inertstoffdeponie Chalberhau in Rümlang soll erweitert

    Inertstoffdeponie Chalberhau in Rümlang soll erweitert

    Die Inertstoffdeponie Chalberhau in Rümlang steht vor einer notwendigen Erweiterung, um die Kapazitätsgrenzen zu erweitern und die Entsorgung von nicht wiederverwertbaren Rückständen innerhalb des Kantons Zürich sicherzustellen. Die Deponie hat eine strategisch günstige Lage nahe Zürich, was kurze Transportwege ermöglicht. Der bestehende Standort erreicht Anfang 2024 seine Kapazitätsgrenze, was die Planung einer Erweiterung erforderlich macht.

    Der Entwurf des kantonalen Gestaltungsplans „Erweiterung Deponie Chalberhau“ wurde in Zusammenarbeit mit Eigentümern, Interessenorganisationen, Umweltverbänden, der Gemeindeverwaltung, der Betreiberin sowie kantonalen Amtsstellen entwickelt. Der Plan berücksichtigt neben der Ausdehnung der Deponie auch wichtige Umwelt- und Landschaftsschutzmaßnahmen und legt die Schritte für die Wiederaufbereitung und Endgestaltung fest.

    Vom 19. April bis zum 21. Juni 2024 sind die Planungsunterlagen für alle interessierten Parteien öffentlich einsehbar. Diese Frist ermöglicht es den Bürgern, ihre Meinungen und Bedenken zu äußern, welche dann von den zuständigen Fachstellen ausgewertet und in einem Einwendungsbericht festgehalten werden. Die offizielle Festsetzung des Gestaltungsplans erfolgt nach Abschluss dieses Prozesses durch die Baudirektion. Die breite Einbindung der Öffentlichkeit und die umfassenden Abstimmungen im Vorfeld zielen darauf ab, eine ausgewogene Lösung zu finden, die sowohl den betrieblichen Bedarf als auch die ökologischen und gesellschaftlichen Anforderungen berücksichtigt.

  • Rolltreppenfirma erhält Spitzenbewertung im globalen Umwelt-Rating

    Rolltreppenfirma erhält Spitzenbewertung im globalen Umwelt-Rating

    Von der renommierten Non-Profit-Umweltorganisation Carbon Disclosure Project wurde das Unternehmen mit der Bestnote «A» für sein Engagement im Bereich des Lieferantenmanagements ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erfolgte im Rahmen des Supplier-Management-Rating-Leaderboards für das Jahr 2023. Dabei belegt KONE den 55. Platz unter insgesamt 21.000 geprüften Unternehmen im Clean200-Ranking der Corporate Knights, einem kanadischen Unternehmen, das sich auf die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft spezialisiert hat.

    Als einziger Vertreter seiner Branche in der Clean200-Liste unterstreicht es das ambitioniertes Nachhaltigkeits- und Umweltengagement. Mikko Korte, betont die Bedeutung dieser Anerkennung und hebt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Lieferanten hervor, die zur Reduzierung der CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus der Produkte beiträgt.

    Das Rating, das als Höchststandard für Umwelttransparenz gilt, basiert auf freiwillig bereitgestellten Unternehmensdaten zu CO2-Emissionen, Klimarisiken und Reduktionsstrategien. Die vergebene Note «A» spiegelt das umfassende Umwelt-Leadership und das Verständnis für Umweltrisiken wider.

    Neben der Anerkennung durch das CPD hat das Unternehmen auch eine führende Rolle bei der Umsetzung eigener Umweltziele gezeigt, wie sie von der Science Based Targets Initiative validiert wurden. Durch eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie strebt  sie bis 2030 an, ein CO2-neutrales Unternehmen zu werden und die betrieblichen Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2018 um 50 % zu reduzieren.

    Diese ehrgeizigen Ziele umfassen nicht nur die direkten Treibhausgas-Emissionen, sondern auch die indirekten Emissionen im Zusammenhang mit dem Energieverbrauch und der Beschaffung von Ressourcen. Die Firma beabsichtigt ausserdem, die Emissionen im Zusammenhang mit seinen Produkten und deren Lebenszyklus um 40 % zu senken, indem es auf nachhaltige Materialien und Energiequellen setzt.

  • Bevölkerung fordert beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien

    Bevölkerung fordert beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien

    Die Schweiz steht vor einer entscheidenden Weiche in ihrer Energiepolitik. Mit dem sogenannten «Mantelerlass» haben Regierung und Parlament die Weichen für eine verstärkte Nutzung von Solar-, Wind- und Wasserkraft gestellt. Ein entscheidender Schritt hierfür ist das «Stromgesetz», über das die Bevölkerung am 9. Juni 2024 abstimmen wird. Eine repräsentative Umfrage, durchgeführt von einem Marktforschungsinstitut, offenbart, dass eine überwältigende Mehrheit von 78 % der Bevölkerung den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen möchte.

    Patrick Drack, Geschäftsführer von STIEBEL ELTRON Schweiz, unterstreicht die Bedeutung dieses Gesetzes für die Energiezukunft des Landes: «Das Stromgesetz ist ein fundamentaler Baustein für die Reduktion der Treibhausgasemissionen auf netto null bis 2050 und zielt darauf ab, unsere Energieversorgung nachhaltiger und sicherer zu gestalten.» Besonders die Vermeidung einer Energieknappheit im Winter steht im Fokus der politischen Bemühungen.

    Die Umfrageergebnisse verdeutlichen zudem, dass die Schweizer Bevölkerung eine ausgewogene Berücksichtigung von Natur- und Landschaftsschutz neben der Stromproduktion fordert. Während 42 % gegen einen Vorrang der Stromproduktion vor dem Umweltschutz sind, befürworten 58 % eine solche Priorisierung, sofern sie sorgfältig abgewogen wird.

    Parallel zur Energiewende wird ein Anstieg des Strombedarfs erwartet, insbesondere für das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Hier bietet die Wärmepumpentechnologie eine effiziente Lösung, indem sie überwiegend Umweltenergie nutzt. Obwohl bereits ein hoher Anteil neuer Bauten auf Wärmepumpen setzt, basiert die Heizversorgung von über der Hälfte aller Wohngebäude immer noch auf fossilen Brennstoffen. Umweltfreundliche Alternativen werden durch umfangreiche Förderprogramme unterstützt, um den finanziellen Übergang zu erleichtern.

    Die Ergebnisse des «Energie-Trendmonitor 2024» zeigen weiterhin eine starke Zustimmung von 84% der Bevölkerung für finanzielle Unterstützung bedürftiger Haushalte bei der Umrüstung auf umweltfreundliche Heizsysteme. Ebenso befürworten 79 % gezielte Massnahmen zur Senkung der Strompreise für klimafreundliche Heizungen, wie den Wärmepumpentarif.

  • Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Die Accelleron Industries AG hat laut einer Medienmitteilung an ihrem Hauptsitz in Baden im Beisein von Stadtammann Markus Schneider die grösste Photovoltaikanlage der Stadt eingeweiht. Die Anlage wurde im Dezember in Betrieb genommen. Sie verteilt sich auf vier Dächer von Betriebsgebäuden mit 2533 Modulen und einer Kapazität von 1 Megawatt Spitzenleistung und soll etwa 1 Gigawattstunde pro Jahr produzieren. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens dem jährlichen Energiebedarf von 400 Haushalten oder 150 Fahrten um die Welt mit einem Elektroauto. Accelleron decke nun 10 Prozent seines jährlichen Strombedarfs in Baden mit grüner Energie, heisst es weiter.

    „Als führendes Unternehmen in der Turboladerindustrie setzt sich Accelleron für die Dekarbonisierung ein und leistet einen positiven Beitrag zur  Nachhaltigkeit“, wird Herbert Müller zitiert, Präsident der High Speed Division von Accelleron und Co-Geschäftsführer der Tochterfirma Turbo Systems Switzerland. Accelleron Schweiz leiste mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien, so Müller weiter. Markus Schneider war Ehrengast an der Einweihungsfeier. „Ich danke Accelleron als wichtigem Badener Unternehmen für dieses Engagement für die erneuerbaren Energien. Genau solche Projekte brauchen wir auf den Dächern der Badener Unternehmen“, wird Schneider zitiert.

    Von der internen Projektfreigabe bis zur Inbetriebnahme der Anlage im Dezember 2023 vergingen laut der Firmenmitteilung weniger als acht Monate. Obwohl sich das Projekt noch in einer frühen Betriebsphase befinde, seien bereits wichtige Erkenntnisse gewonnen worden, Das gelte etwa für die Auswirkungen der Schneelage auf die Stromproduktion mit Solaranlagen, so Accelleron.

  • Neues Lehrkonzept für Biodiversität im Bauwesen lanciert

    Neues Lehrkonzept für Biodiversität im Bauwesen lanciert

    Angesichts der zunehmenden Herausforderungen des Artensterbens und des Verlusts an Biodiversität, insbesondere in urbanen Gebieten, hat das Projekt Campus4Biodiversity ein Lehrkonzept entwickelt, das darauf abzielt, zukünftige Fachleute in der Baubranche zu schulen und zu sensibilisieren. Dieses Konzept, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Baustoffe und biobasierte Materialien (IBBM) der Berner Fachhochschule (BFH), dem Netzwerk für Nachhaltigkeitslösungen (SDSN Schweiz) und der Non-Profit-Organisation scaling4good erstellt wurde, ist nun öffentlich zugänglich.

    Das Lehrkonzept stellt eine Reaktion auf den alarmierenden Zustand der Biodiversität in der Schweiz dar, wo fast die Hälfte der Lebensräume und über ein Drittel der Arten bedroht sind. Barbora Starovicova, Leiterin des Projekts, betont die Notwendigkeit, das Bewusstsein und Verständnis der Baufachleute zu schärfen, um effektive Lösungen für diese Umweltprobleme zu finden.

    Das Konzept richtet sich an Dozierende und Leitende von Baukursen an Universitäten und Fachhochschulen. Es soll den Studierenden nicht nur das notwendige Wissen vermitteln, sondern auch praktische Ansätze bieten, um biodiversitätsfördernde Maßnahmen in und um Gebäude herum zu entwickeln und umzusetzen.

    Die Bereitstellung des Lehrkonzepts als frei zugängliche Ressource ist ein entscheidender Schritt, um eine breite Wirkung zu erzielen und die Bauindustrie in Richtung einer nachhaltigeren Praxis zu führen. Dieses Konzept könnte sich als wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung des Artensterbens und zur Förderung der Biodiversität in städtischen Umgebungen erweisen.

  • Solarbetriebenes Wohnmobil lädt Zugfahrzeug auf

    Solarbetriebenes Wohnmobil lädt Zugfahrzeug auf

    Die Hochschule Luzern (HSLU) hat ein praktisches Beispiel für ein nachhaltiges Leben ohne CO2-Emissionen entworfen: ein Wohnmobil. Der Strom, den der Solar Butterfly in seinem Inneren benötigt, wird von ausklappbaren Solarflügeln produziert. Damit wird auch das elektrische Zugfahrzeug aufgeladen. An der Umsetzung des Projekts sind laut einer Medienmitteilung Studierende um Stephen Wittkopf massgeblich beteiligt. Er leitet den Wissens- und Innovationstransfer am Departement Technik & Architektur der HSLU.

    Der Solar Butterfly wird derzeit nahe Luzern in der Zentralschweiz gebaut. Sein Baumaterial besteht grösstenteils aus Kunststoffabfällen, die im Meer gesammelt und dann umgewandelt werden. Das Wohnmobil ist 10 Meter lang und mit hochgeklappten Sonnenpaneelflügeln 13 Meter breit. Insgesamt bieten sie 80 Quadratmeter Fläche zur Gewinnung von Solarstrom.

    Initiiert wurde das Projekt vom Schweizer Umweltpionier Louis Palmer. Er war vor 15 Jahren der erste Mensch, der die Welt mit einem solarbetriebenen Auto umrundet hat. Ab Mai 2022 wird der Solar Butterfly zusammen mit seinen Passagieren um die Welt reisen. Auf dieser Weltumrundung wollen sie 1000 inspirierende Projekte gegen die Erderwärmung identifizieren, aufzeichnen und sie dann veröffentlichen.

  • Lidl halbiert Fussabdruck

    Lidl halbiert Fussabdruck

    Lidl hat ein selbstgestecktes Umweltziel übertroffen. Bis 2020 habe das Unternehmen seine relativen CO2-Emissionen gegenüber 2013 um 35 Prozent reduzieren wollen, erläutert Lidl Schweiz in einer Mitteilung. Letztendlich sei der CO2-Ausstoss aber um 53 Prozent gesenkt worden. Als besonders wirkungsvolle Massnahme hebt Lidl dabei eine Umstellung im eigenen Transportbereich hervor. Hier will das Unternehmen bis 2030 nur noch mit Bio-Flüssiggas angetriebene Lastwagen einsetzen.

    Lidl Schweiz habe ein CO2-Management eingeführt, bei dem die jährlichen CO2-Emissionen des Unternehmens erfasst werden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Darauf aufbauend leitet das Unternehmen Massnahmen zur Reduzierung des Ausstosses ab. Die verbleibenden Emissionen werden kompensiert.

    Damit habe Lidl Schweiz bereits zum fünften Mal die Bedingungen für eine Zertifizierung mit den Swiss Climate Label CO2-neutral erfüllt, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge ist Lidl Schweiz das erste Unternehmen seiner Art in der Schweiz, dessen Filialen und Warenverteilzentren alle nach der Energieeffizienznorm ISO 50001 zertifiziert sind.

  • Schweiz unterzeichnet internationale Erklärung für E-Mobilität

    Schweiz unterzeichnet internationale Erklärung für E-Mobilität

    Die Schweiz hat laut einer Medienmitteilung des Bundesamts für Energie (BFE) am Donnerstag im Rahmen des Global e-Mobility Forum 2020 eine internationale Deklaration für das Null-Emissionen-Ziel im Verkehr unterzeichnet. Diese Erklärung trägt den Titel „Katowice Partnership for E-Mobility“. Sie wurde im Dezember 2018 bei der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz geboren. Heute gehören ihr 44 Staaten und rund drei Dutzend subnationale Verwaltungseinheiten, Städtebünde und Nichtregierungsorganisationen an.

    Bereits damals hatten sich nach Angaben der Ausrichter 38 Länder aus fünf Kontinenten sowie Organisationen und Allianzen dieser Erklärung angeschlossen, ebenso wie 1500 Städte und Regionen sowie 1200 Unternehmen. Insgesamt repräsentierten sie über ein Drittel der Weltbevölkerung. Die Schweiz habe die Erklärung seinerzeit wegen der „anstehenden gesetzgeberischen und politischen Arbeiten nicht unterzeichnet“, so das BFE in der Mitteilung.

    Jedoch hätten noch im Dezember 2018 das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und „zahlreiche Schweizer Akteure“ die Roadmap Elektromobilität 2022 „sehr erfolgreich“ lanciert. Ziel dieser Roadmap ist, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen. „Damit steht der Unterzeichnung der ,Katowice Partnership for E-Mobility‘ nichts mehr im Wege.“

    Sie bringe „keine Rechte und Verpflichtungen“ mit sich. Doch die unterzeichnenden Länder und Organisationen sollen emissionslose Fahrzeuge fördern, Flottenziele festlegen und international zusammenarbeiten. Weitere Ziele seien die Förderung des grünen öffentlichen Verkehrs, der Ausbau einer intelligenten Infrastruktur, die Verbesserung der Luftqualität sowie Forschung und Entwicklung in diesen Bereichen.

  • Flughafen Zürich AG spannt mit Synhelion SA zusammen

    Flughafen Zürich AG spannt mit Synhelion SA zusammen

    Bis 2050 soll die gesamte Flughafeninfrastruktur kein CO2 mehr ausstossen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Flughafen Zürich AG eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Synhelion eingegangen. Das 2016 gegründete Spinoff der ETH Zürich arbeitet erfolgreich an der Entwicklung von synthetischen Treibstoffen. Synhelion erforscht und entwickelt eine Technologie, um aus Luft und Sonnenlicht synthetisches Gas herzustellen. Dieses wird zu Treibstoff weiterverarbeitet, der in gängigen Motoren verbrannt werden kann. Der Treibstoff bindet bei der Herstellung CO2 aus der Luft und ist damit im Gegensatz zu fossilen Kraftstoffen emissionsfrei.

    Synthetischer Treibstoff ab 2023 verfügbar

    Die Produktion grosser Mengen an synthetischem Treibstoff bleibt die grosse Herausforderung dieser Technologie. Eine neue Testanlage, die voraussichtlich in der Schweiz stehen soll, wird zu deren Erforschung beitragen. Ab 2023 dürfte in der Testanlage bereits synthetischer Treibstoff anfallen. Die Flughafen Zürich AG sagt mit der eben unterzeichneten Absichtserklärung zu, der Synhelion die gesamte verfügbare Jahresmenge des in der Testanlage produzierten nachhaltigen Treibstoffs zu Selbstkosten abzukaufen.

    Diese werden während der Testphase deutlich über dem Preis von fossilem Treibstoff liegen. Die Flughafen Zürich AG unterstützt die Aktivitäten von Synhelion und trägt dazu bei, dass synthetischer Treibstoff bald in grösseren Mengen verfügbar ist und der Preis mittelfristig mit jenem von fossilen Kraftstoffen konkurrenzfähig wird.

    «Wir wollen jedoch nicht nur den Flughafen als Infrastruktur CO2-frei betreiben, sondern auch einen Beitrag leisten, im Luftverkehr fossile Brennstoffe schneller abzulösen und so in Zukunft klimafreundlicher zu fliegen. Denn nicht das Fliegen per se ist für den CO2-Ausstoss verantwortlich, sondern die fossilen Brennstoffe», sagt Emanuel Fleuti, Leiter Umweltschutz der Flughafen Zürich AG.