Schlagwort: Umzonung

  • Drei Ausnahmen der Planungssicherheit für Bremgarten

    Drei Ausnahmen der Planungssicherheit für Bremgarten

    Vor über sieben Jahren startete Bremgarten die Gesamtrevision seiner Nutzungsplanung. In mehreren Etappen wurden Reglemente und Dokumente überarbeitet, immer unter Einbezug der Bevölkerung. Im Oktober 2024 hiess die Gemeindeversammlung die Revision gut, im Dezember 2025 folgte die Genehmigung durch den Regierungsrat. Zwei dagegen eingereichte Beschwerden wurden beide abgewiesen.

    Umzonung als Herzstück
    Die wichtigste Massnahme im Siedlungsgebiet ist die Umzonung des Gebiets Oberebene, von der reinen Arbeitszone in eine neue Wohn- und Arbeitszone. Gleichzeitig wird eine Kernzone zur Entwicklung des Bahnhofareals festgelegt und die Arbeitszone Oberebene als wirtschaftlicher Schwerpunkt von regionaler Bedeutung gestärkt. Das schafft Spielraum für Investitionen und Stadtentwicklung.

    Kulturland und Altstadt neu geregelt
    Im Kulturlandplan werden übergeordnete Freihaltegebiete und Gewässerräume verbindlich verankert. Darunter fallen das Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung. Auch das Reglement für das Bauen in der Altstadt wurde überprüft und präzisiert. Ein wichtiges Signal für Eigentümerschaft und Investoren, die Planungssicherheit brauchen.

    Drei Punkte noch offen
    Der Regierungsrat schickte drei Änderungsanträge zurück. Die Nichtunterschutzstellung von zwei Liegenschaften an der Birrenbergstrasse 10 und am Glärnischweg 5/7 sowie die beantragte ersatzlose Streichung eines Paragrafen zu Dachdurchbrüchen in der Bau- und Nutzungsordnung. Bereits im November 2025 hatte der Stadtrat vorausschauend einen Kredit von 200’000 Franken für die erneute Aufbereitung gesichert.

    Gemeinde entscheidet im Juni
    Am 11. Juni 2026 kommt die Einwohnergemeindeversammlung nochmals zusammen. Dann sollen die drei zurückgewiesenen Punkte abschliessend geregelt werden. Bremgarten steht kurz vor dem Ende eines langen Planungsprozesses und vor dem Beginn einer neuen Phase der Stadtentwicklung.

  • Umzug schafft Entwicklungschance mit Seeblick

    Umzug schafft Entwicklungschance mit Seeblick

    Weil es den aktuellen Anforderungen an ein modernes Gesundheitszentrum nicht mehr genügt, wird das Kantonsspital Luzern gemeinsam mit dem Pflegezentrum Seeblick nach Schenkon verlegt. Für das 47‘000 Quadratmeter grosse Areal wollen der Kanton als Eigentümer und die Stadt Sursee eine attraktive Zukunft planen, heisst es in einer Mitteilung.

    Bereits ersten Einschätzungen zufolge eignet sich das Areal für eine gemischte Bebauung mit Wohn- und Geschäftsräumen. So könnten Wohneinrichtungen sowohl für Familien, Paare, Singles oder auch für Senioren geschaffen werden, Dienstleistungs- und Gastronomieangebote könnten das Areal vervollständigen. Das oberhalb des Sempachersees gelegene Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zur Altstadt von Sursee und verfügt bereits heute über eine gute Erschliessung mit verschiedenen Verkehrsmitteln.

    „Mit dem Umzug eröffnet sich die einmalige Chance, den bisherigen Standort in Sursee neu zu nutzen“, wird Regierungsrat Reto Wyss in der Mitteilung zitiert. „Dieses attraktive Areal mit Seeblick an guter Lage soll dafür umgezont werden. Mit den nächsten Planungsschritten soll aufgezeigt werden, was wo realisierbar ist“. Ab Frühling 2026 soll mit dem beginnenden Umzug des Spitals eine Planungsphase für das neue Quartier beginnen. Dabei sind verschiedene Treffen mit der örtlichen Bevölkerung und Interessengruppen geplant. Ab 2034 ist das Areal voraussichtlich frei und könnte neu bebaut werden. Auch an ein Einbeziehen der bereits bestehenden Bausubstanz wird gedacht.

  • Masterplan für das Jenny-Areal

    Masterplan für das Jenny-Areal

    Das rund 30 ha grosse Jenny-Areal der Fritz + Caspar Jenny AG ist tief in der Industriegeschichte des Glarnerlands verankert. Wo seit 1834 Textilproduktion stattfand, entsteht heute ein vielschichtiger Ort mit neuer Perspektive. Die Nähe zum Bahnhof Ziegelbrücke, die Grösse des Geländes und die vorhandene Infrastruktur machen das Areal zu einem Schlüsselstandort für die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung im Kanton.

    Planung mit Weitblick und Partizipation
    Im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses wurde ein strategischer Masterplan erarbeitet, basierend auf einer umfassenden Testplanung mit vier interdisziplinären Teams. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine langfristige Entwicklung, die auf regionale Raumordnung, wirtschaftliche Potenziale und soziale Vielfalt abgestimmt ist. Der Siegerentwurf von Blättler Dafflon Architekten mit Tony Fretton Architects und Studio Vulkan überzeugte durch seine starke Verbindung von Natur, Baukultur und offenen Freiräumen.

    Vielfältige Nutzung als Standortstrategie
    Bereits heute vereint das Areal verschiedene Nutzungen. Von der Carlsberg Supply Company über kreative Arbeits- und Wohnformen wie das Loft Z25 bis zur kantonalen Berufsschule Glarus. Der Masterplan baut auf dieser Vielfalt auf und erweitert sie um neue Bildungs-, Dienstleistungs- und Wohnangebote. Auch ein Hotelprojekt wird geprüft. Ziel ist es, das Jenny-Areal als Wirtschafts-, Wohn- und Lernort dauerhaft zu etablieren und nachhaltig zu beleben.

    Baukultur als identitätsstiftendes Element
    Zentral für die Entwicklung ist der respektvolle Umgang mit dem baukulturellen Erbe. Das Areal gehört zum Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz. Bestehende Gebäude von architektonischer und historischer Bedeutung sollen erhalten und gezielt integriert werden. Der denkmalgeschützte Reitstall etwa soll als prägendes Element das neue Arealkonzept bereichern und zur Identität des Orts beitragen.

    Rechtliche Rahmenbedingungen im Fokus
    Die Umsetzung des Masterplans setzt eine angepasste Nutzungsplanung voraus. Aktuell wartet das Projekt auf die Rechtskraft der Nutzungsplanung II der Gemeinde Glarus Nord. Erste Schritte zur Umzonung sind erfolgt, doch zentrale rechtliche Voraussetzungen stehen noch aus. Mit dem Abschluss dieses Prozesses kann das Entwicklungspotenzial des Jenny-Areals vollständig erschlossen werden . Ein entscheidender Schritt für die Zukunft des Standorts.