Schlagwort: Universität St.Gallen

  • Universität St.Gallen installiert neue Photovoltaikanlage

    Universität St.Gallen installiert neue Photovoltaikanlage

    Die Universität St.Gallen (HSG) wird in diesem Sommer eine weitere Photovoltaikanlage errichten. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll die neue Anlage auf den Dächern des Alumnihauses sowie des Hans-Ulrich-Auditoriums auf dem Gelände des Weiterbildungszentrums Holzweid (WBZ) errichtet werden. Die HSG unterstreicht mit dieser Neuinstallation ihr Bestreben, bis 2030 Netto-Null-Klimaneutralität zu erreichen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Anlage wird von den St.Galler Stadtwerken (sgsw) finanziert, gebaut und betrieben. Sie soll eine jährliche Leistung von 83‘000 Kilowattstunden erbringen, das entspricht laut HSG dem Jahresbedarf von 20 Einfamilienhäusern. Die genutzten Dachflächen wurden von HSG-Studierenden in einem Masterprojekt eruiert und auf ihre Eignung untersucht.

    „Die Freude darüber, dass die Anlage nach längerer Planung realisiert werden kann, ist gross“, wird Michael Domeisen, Geschäftsführer der HSG Stiftung, einer der Eigentümer der WBZ-Gebäude, in der Mitteilung zitiert.  „Es ist wichtig, dass möglichst viele von uns einen Beitrag zur nachhaltigen Stromproduktion leisten. Die Dächer sind ideal geeignet für den Bau und Betrieb einer Photovoltaikanlage.“

  • SQUARE, das zukunftsweisende HSG Learning Center

    SQUARE, das zukunftsweisende HSG Learning Center

    Architekt? Träumer? Oder beides? Sou Fujimoto ist jedenfalls kein Architekt wie jeder andere. Und damit genau der Richtige, um das neue Experimentierfeld der Universität St.Gallen für zukunftsgerichtete Formen des Lernens und Lehrens oben auf dem Rosenberg zu bauen: SQUARE. Mit seinen Bauwerken lotet Fujimoto immer wieder aus, was möglich ist. Viele reiben sich dann die Augen und fragen sich, ob seine radikal gezeichneten Schöpfungen wirklich Gebäude sind oder doch räumliche Illusionen. Das SQUARE jedenfalls ist real. Zart umhüllt von einer leichten, fast ätherisch wirkenden Glasfassade, die so komplex ist, dass sich nur drei Anbieter für das Projekt bewarben. Am Ende setzte sich Aepli Metallbau mit seiner innovativen AAC-Elementfassade durch. Ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Ostschweiz, auf das wir alle stolz sein können. 

    Erfolg durch Präzision und Präzision durch Teamwork 
    Um eine «Null-Toleranz-Fassade» wie diese zu realisieren, müssen alle Beteiligten auf höchstem Qualitätsniveau arbeiten und ihren Toleranzrahmen strikt einhalten. Teamwork und gegenseitiges Vertrauen sind der Schlüssel zum Erfolg, deshalb arbeitete Aepli Metallbau besonders eng mit dem Baumeister, dem Gerüstbauer, dem Dachdecker, der Haustechnik und den Kranführern zusammen. Jeder Schritt wurde vorab sorgfältig geplant und aufeinander abgestimmt. Beispielsweise wurden die immens grossen Elemente der Fassade vom Kran zwischen Gerüst und Gebäude heruntergelassen. Und anschliessend von vier Mitarbeitenden des Aepli-Montageteams exakt auf vormontierte Ankerpunkte und das darunterliegende Modul gesteckt. Dabei kamen Lasermessgeräte zum Einsatz, um die Ankerpunkte vorgängig am Rohbau exakt zu setzen. Auch in der Logistik waren clevere Lösungen gefragt. Die übergrossen Elemente wurden in der Aepli-Produktionshalle vorproduziert. Allerdings konnten sie nicht – wie sonst üblich – stehend auf Lastwagen durch die engen Strassen des Quartiers transportiert werden, sondern liegend. Um diese dann auf der Baustelle aufzurichten und an den Montagekran zu hängen, kam ein zweiter Kran zum Einsatz.  

    Die Aepli-AAC-Fassade: energetisch und optisch eine Klasse für sich 
    Die Aussenhülle des SQUARE-Bauwerks zeigt eindrucksvoll, wie gut sich aussergewöhnliche Ästhetik und zukunftsweisende Nachhaltigkeit ergänzen können. Passend zu den raumhohen Verglasungen wurde sie als vorfabrizierte Glasfassade konzipiert, die aus einer AAC-Elementfassade (AAC = AEPLI-AIR-Control®) besteht. Diese technisch hochstehende, kompakte Doppelhautfassade mit Rafflamellenstoren im Glaszwischenraum deckt höchste energetische Anforderungen ab, schützt vor extremer Sonneneinstrahlung und lässt aussergewöhnlich viel Tageslicht in das Gebäude einfallen. Durch die konsequente Trennung von Gebäudestruktur, Fassadenhaut und technischen Gebäudeinstallationen wurde ein hoher Standard für Nachhaltigkeit erreicht. Im laufenden Betrieb des Bauwerks wird ein Grossteil der benötigten Energie umweltschonend durch Erdsonden und eine Photovoltaikanlage gewonnen. Auch die komplette Entwässerung des Gebäudes zeugt von Einfallsreichtum: Sie findet in der Fassade statt. Das Regenwasser läuft hier über alle Etagen ab – nach demselben Prinzip wie ein chinesischer Brunnen.  

    Die transparente Fassade: leicht in der Wirkung, komplex in der Umsetzung 
    Bauwerke wie das HSG Learning Center prägen das Bild, das man hierzulande von der japanischen Architektur hat: transparent, offen, entmaterialisiert, fast schon ätherisch. Diese sichtbare Leichtigkeit ist allerdings nur mit komplexen technischen und planerischen Lösungen zu realisieren. Das beginnt bei der Architektur und geht über die Logistik bis hin zur äusserst anspruchsvollen Montage. Um beispielsweise die vom Architekten gewünschte optische Leichtigkeit zu erzeugen, arbeitete Aepli Metallbau mit raumhohen Fassadenelementen aus Glas, die keine Brüstung aufweisen. Dies war nur eine von vielen Herausforderungen, wenn man die konsequente Trennung von Gebäudestruktur und Fassadenhaut und die Grösse der Fassadenelemente sowie die fehlenden Brüstungsbänder berücksichtigt. Insgesamt baute und montierte das Team 448 Fassadenelemente in 304 unterschiedlichen Ausführungen. Diese sind bei diesem Projekt allerdings nicht direkt miteinander verbunden – es gibt also weder einen Anfang noch ein Ende. Die sonst üblichen Zwischenräume einer Brüstung, die eine Nachjustierung ermöglichen, existieren schlicht und einfach nicht. Was bedeutet, dass schon minimale Abweichungen genügen, damit das Ganze nicht passt. 

    Die neue Qualität des Lernens 
    SQUARE soll eine innovative Denk- und Arbeitsstätte sein, die neue Arten des Lernens und der Interaktion zwischen Studierenden, Lehrenden und Personen aus der Praxis ermöglicht. Basierend auf einem didaktischen Konzept strebt die HSG damit eine neue Qualität des Lernens an, um Studierende im digitalen Zeitalter bestmöglich auf ihre späteren beruflichen Aufgaben vorzubereiten. SQUARE ist als Ökosystem für die weitere Entwicklung der Lern- und Lehrkultur an der Universität St. Gallen zu verstehen. 

  • HSG weiht Lernzentrum Square ein

    HSG weiht Lernzentrum Square ein

    Am Sonntag den 13. Februar weiht die HSG ihr neues Lernzentrum ein. Square stelle einen „Prototyp der Universität der Zukunft“ dar und solle als „Ort der überraschenden Begegnung und gegenseitigen Inspiration“ dienen, schreibt die HSG in einer Mitteilung. „Die neuen Lern- und Lehrformate, die in Square entwickelt werden, sollen die ganze Universität inspirieren und unsere Studierenden bestmöglich auf die Praxis vorbereiten“, wird HSG-Rektor Bernhard Ehrenzeller dort zitiert.

    Die Arbeit von Square fusst auf drei Säulen, die Fakultät, Alumni und Studierende gemeinsam entwickelt haben. So soll das Lernzentrum zum einen als Experimentierfeld für neue Formate dienen, die bei Erfolg an der HSG und anderen Universitäten umgesetzt werden können. Für das am 21. Februar beginnende Frühjahressemester wurden 80 bestehende Lehrveranstaltungen ausgewählt, die im Square durchgeführt und ausgewertet werden sollen.

    Zum anderen wird Square die Rolle eines Basislagers für einen Austausch zwischen Studierenden, Alumni und Forschenden übernehmen. Dabei hat die HSG den Einbezug von Persönlichkeiten aus diversen Berufen und gesellschaftlichen Gruppen geplant. Für das Frühjahrssemester haben unter anderem Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender Deutsche Bank, Gabriele Fischer, Chefredakteurin und Verlegerin des deutschen Wirtschaftsmagazins „Brand eins“, und Bundeskanzler Walter Thurnherr zugesagt.

    Nicht zuletzt soll Square auch als öffentlicher Raum für einen kritischen Diskurs von und mit denjenigen dienen, die nicht direkt mit der HSG verbunden sind. Um Ansässige St.Gallens sowie Gäste aus nah und fern anzulocken, will Square sich als Marktplatz mit einer offenen Atmosphäre präsentieren. Dazu wird Musik, Barista-Kaffee und eigens für Square gebrautes Bier offeriert.