Schlagwort: unternehmensentwicklung

  • Neuer Direktor soll Energieversorger strategisch weiterentwickeln

    Neuer Direktor soll Energieversorger strategisch weiterentwickeln

    Der Verwaltungsrat der Regio Energie Solothurn hat Martin Bucher zum Direktor gewählt und so in seiner Position bestätigt. Bucher hatte die operative Leitung des regionalen Energieversorgers bereits im Juli 2025 übernommen und das Unternehmen erfolgreich geführt, heisst es in einer Mitteilung. Besonders durch seine hohe fachliche Kompetenz, seine strategische Klarheit sowie seine integrative und zielorientierte Führung habe Bucher in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren mit über 100 Mitbewerbern überzeugt.

    Bevor er vergangenes Jahr bei der Regio Energie Solothurn begann, sammelte Bucher langjährige Führungserfahrung in der Energie- und Finanzbranche, unter anderem bei Energieversorgungsunternehmen sowie in der Unternehmensberatung. Der neue Direktor kombiniert damit technisches, regulatorisches und betriebswirtschaftliches Know-How, das ihn dazu befähigt, die Regio Energie Solothurn nachhaltig weiterzuentwickeln, so die Mitteilung.

    Die Regio Energie Solothurn beliefert die Stadt Solothurn und umliegende Gemeinden mit Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Das öffentlich-rechtliche Unternehmen ist zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Solothurn. Die Stadtpräsidentin Stefanie Ingold ist von Amtes wegen Verwaltungsratspräsidentin.

  • Architekt übernimmt operative Leitung im Unternehmen

    Architekt übernimmt operative Leitung im Unternehmen

    Die fsp Architekten AG hat Raman Misinovic zu ihrem neuen Chief Operating Officer ernannt. Er wird gemeinsam mit CEO und Inhaber Christoph Kaech sowie Selim Manjusak, Chief Digital Officer und Chief People Officer, die Verantwortung für die strategische und operative Weiterentwicklung des Unternehmens übernehmen, heisst es in einer Mitteilung. Misinovic war zuvor einige Jahre Projekt- und Teamleiter bei fsp und später als selbstständiger Architekt tätig.

    „Raman kennt uns seit vielen Jahren“, heisst es in der Mitteilung. „Seine architektonische Erfahrung, sein unternehmerischer Blick und sein Verständnis für integrierte Prozesse prägen seine Arbeit. In den vergangenen Jahren hat er diese Perspektiven weiter geschärft und bringt sie nun in neuer Rolle bei fsp ein.“

    Raman Misinovic schloss 2012 seinen Bacheleor in Architektur an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ab. Er bildete sich anschliessend an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sowie der Universität Stanford weiter und erhielt 2016 seinen Master in Virtuelles Design und Konstruktion und digitales Bauen an der FHNW.

    Misinovic war zwischen 2013 und 2021 als Projekt- und Teamleiter bei fsp tätig. Später arbeitete er als Inhaber und selbstständiger Architekt bei der RAUMKO GmbH sowie der IMMOMIS GmbH. Seine vertieften Kenntnisse in Architektur, Organisation und Prozesse möchte er nun in der Geschäftsleitung von fsp Architekten einbringen. „Gemeinsam mit Christoph Kaech und Selim Manjusak gestalten wir die Weiterentwicklung von fsp – vernetzt, unternehmerisch und mit einem klaren Anspruch an Qualität und Zusammenarbeit“, erklärt er in einer Mitteilung.

  • Strategische Neuausrichtung durch Verkauf der Bautochter an Demathieu Bard

    Strategische Neuausrichtung durch Verkauf der Bautochter an Demathieu Bard

    Die Steiner AG, bekannt für ihre herausragenden Projekte in der Immobilienentwicklung, hat die Tochtergesellschaft Steiner Construction SA erfolgreich an Demathieu Bard verkauft, eine international agierende Baugruppe mit Sitz in Frankreich. Dieser Schritt ist Teil einer strategischen Entscheidung, sich auf die Kernkompetenzen im Immobiliensektor zu konzentrieren und gleichzeitig die Entwicklungskapazitäten und geografische Reichweite zu erweitern.

    Arjun Dhawan, Delegierter des Verwaltungsrates und Vizepräsident des Eigentümers, der Hindustan Construction Company Ltd. (HCC), sieht in dieser Entwicklung eine konsequente Folge der erfolgreichen Unternehmensführung in den letzten zehn Jahren. Durch die Konzentration auf Immobilienentwicklung soll der Shareholder Value maximiert und das langfristige Wachstum gesichert werden.

    Stéphane Monceaux, Generaldirektor von Demathieu Bard, äussert sich positiv über die Übernahme, welche die internationale Präsenz der Gruppe stärkt und ihre Position im Bausektor festigt. Er betont die Bedeutung der Synergien zwischen den Kompetenzen beider Unternehmen und die Chancen, die sich aus dieser Akquisition ergeben.

    Die Steiner AG plant, ihr Entwicklungsportfolio weiter auszubauen und in ein breiteres Netz von Geschäftsmöglichkeiten zu investieren, unterstützt von einem Kreis strategischer und finanzieller Partner. Der Fokus liegt dabei auf langfristigem Wachstum im Bereich der Immobilienentwicklung.

    Mit dieser Transaktion stärkt Demathieu Bard seine Stellung als eines der führenden Unternehmen im Bau- und Immobiliensektor. Die Gruppe, die für ihre technische Kompetenz und ihr Know-how in komplexen Bauvorhaben bekannt ist, erweitert mit diesem Schritt ihr Portfolio und festigt ihre Präsenz auf dem internationalen Markt.

  • Laurent Spindler übernimmt die Position des CFO bei Properti

    Laurent Spindler übernimmt die Position des CFO bei Properti

    Laurent Spindler übernimmt in seiner neuen Rolle als CFO die Verantwortung für Accounting, Controlling, Compliance und Operations des Unternehmens und ist aktiv im Bereich Investment tätig. Seine Fachkenntnisse, insbesondere in den Bereichen Controlling, M&A Transaktionen, Finanzierung, Kapitalmärkte, Compliance und Prozessoptimierung während der Wachstumsphase, spielen eine entscheidende Rolle in Properti’s Strategie für nachhaltige Unternehmensentwicklung und Expansion.

    Früher hatte Laurent Spindler unter anderem die Position des CFO und Mitglieds der Geschäftsleitung bei HIAG inne, wo er maßgeblich am erfolgreichen Börsengang und der Etablierung des Unternehmens als führende börsennotierte Immobiliengesellschaft auf dem Schweizer Markt beteiligt war. Davor arbeitete er über acht Jahre bei Ernst & Young.

    Laurent Spindler, CFO, äußerte sich dazu: „Ich freue mich sehr darauf, Properti in dieser entscheidenden Phase des Wachstums zu unterstützen. Es ist eine spannende Herausforderung, meine Erfahrung und Fachkenntnisse in ein engagiertes und innovatives Team einzubringen, um die Vision von Properti in der Immobilienbranche weiter voranzutreiben und neue Meilensteine zu setzen.“

    Levent Künzi, CEO und Mitgründer von Properti, kommentierte die Ernennung wie folgt: „Mit der Aufnahme von Laurent Spindler in unser Team gewinnen wir einen erfahrenen Finanzexperten, der unser Führungsteam perfekt ergänzt. Sein umfassendes Wissen in den Bereichen Immobilien und Finanzen wird entscheidend dazu beitragen, Properti in die nächste Wachstumsphase zu führen. Wir sind begeistert, ihn an Bord zu haben.“

  • Andreas Zettel: «Das neue Raumplanungsgesetz erfordert ein aktives Management der Entwicklungsschwerpunkte»

    Andreas Zettel: «Das neue Raumplanungsgesetz erfordert ein aktives Management der Entwicklungsschwerpunkte»

    Herr Zettel, der Kanton Luzern, alle Luzerner Gemeinden sowie Netzwerkpartner aus Wirtschaft und Industrie engagieren sich finanziell und ideell für einen wachsenden Wirtschafts- und Wohnstandort Luzern. Wie beurteilen Sie deren Erfolg?
    Wenn wir auf die letzten Jahre zurückblicken, beobachten wir eine dynamische Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Luzern. In den Jahren 2012 bis 2017 ist die Anzahl Unternehmen und Arbeitsplätze im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich gewachsen. Im erwähnten Zeitraum sind kantonsweit über 2 000 Unternehmen und über 15 000 Arbeitsplätze entstanden. Das ist ein nationaler Spitzenwert. Die gemeinsamen Anstrengungen haben sich also gelohnt. Auch letztes Jahr hat der Firmenbestand wiederum um über drei Prozent zugenommen.

    Was macht den Kanton Luzern denn besonders attraktiv?
    Ich würde die attraktive Kombination verschiedener Standortfaktoren in den Vordergrund rücken. Sie macht letztlich die Standortqualität aus. Nebst den stimmigen harten Faktoren wie tiefe Steuern, Verfügbarkeit von Arbeitskräften oder die gute Erreichbarkeit, ist der Kanton Luzern auch landschaftlich reizvoll und kulturell spannend. Jährlich besuchen viele Touristen die Region Luzern. Von den touristi-
    schen Angeboten profitiert direkt auch die lokale Bevölkerung.

    Zurück zu den harten Fakten. Gibt es noch Flächen, welche für Firmenansiedlungen und Unternehmensentwicklungen zur Verfügung stehen?
    In der Tat hat sich der Markt in den letzten Jahren stark verändert. Die Verfügbarkeit von Baulandgrundstücken und entwickelten Arbeitsflächen ist eine zentrale Herausforderung der Zukunft. Das neue Raumplanungsgesetz gibt enge Grenzen vor. So sind Einzonungen nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich. Folglich liegt der Fokus zukünftig klar in der Entwicklung nach Innen und auf die bessere Ausnützung von Flächen. Das betrifft in hohem Ausmass auch die Unternehmen, insbesondere das lokale KMU-Gewerbe. Namentlich die Immobilienwirtschaft ist gefordert, neue, attraktive und bezahlbare Angebote zu schaffen für diese Betriebe.

    Wo sehen Sie örtlich die Möglichkeiten für Neuansiedlungen?
    In den neuen Stadtzentren LuzernSüd und LuzernNord sind attraktive neue Flächen am entstehen. Im Zentrum der Stadt Luzern ist die Entwicklung räumlich limitiert, das heisst, hier erfolgt die Entwicklung im Rahmen von Arealentwicklungen, welche die letzten Baulücken füllen und sich in die bestehende Stadt eingliedern müssen. Aus regionaler Optik bedeutet dies, dass sich die Stadt Luzern als funktionaler Raum ausdehnt und neue, attraktive Stadtzentren in den umliegenden Gemeinden entstehen, welche hervorragend erschlossen sind und eine neue urbane Qualität bieten können. Persönlich sorge ich mich etwas um die reinen Arbeitszonen, diese wurden im Zuge der Innenentwicklung häufig einer anderen Nutzung zugeführt, ohne dass Ersatz entstanden ist. Diese Flächen fehlen dann dem Gewerbe.

    Also sind diese Flächen ein knappes Gut?
    Nun, dieser Eindruck kann tatsächlich entstehen. Bei genauerem Hinsehen fällt aber auf, dass es im Kanton Luzern noch eine beträchtliche Anzahl von Grundstücken gibt, welche eingezont, aber noch nicht entwickelt sind. Hier ist die Frage, ob die Grundeigentümer überhaupt entwickeln möchten. Wir stellen eine gewisse Tendenz zur Baulandhortung fest, was klar nicht in unserem Sinne ist. Manchmal fehlt es aber nicht nur am Willen, sondern auch einfach am Wissen, wie man diese Flächen entwickeln könnte. Vor allem die Filetstücke müssen sehr clever und nachhaltig entwickelt werden, damit auch die nächste Generation maximal davon profitieren kann.

    Wie sieht die Entwicklungsstrategie im Kanton Luzern aus?
    Im aktuellen Richtplan wurden zwölf sogenannte kantonale Entwicklungsschwerpunkte (kurz ESP) definiert. Dabei handelt es sich um grossflächige Arbeitsplatzgebiete an gut erschlossenen Standorten. Dabei wird eine eine qualitative Entwicklung angestrebt, wobei insbesondere auch die Abstimmung von Siedlung und Verkehr eine wichtige Rolle spielt. Die ESP sind ein zentrales Element der Luzerner Standortpolitik und ein wichtiges Instrument der gemeinsamen Wirtschaftsförderung von Kanton und Gemeinden.

    Wo befinden sich diese Entwicklungsschwerpunkte?
    Sie orientieren sich aufgrund der wirtschaftlichen Potenziale an den Hauptverkehrsachsen des Kantons Luzern. Hauptsächlich befinden sie sich an gut erschlossenen Lagen, welche verkehrstechnisch gut liegen, mit dem Auto, aber auch mit dem ÖV.

    Wie ist der Stand dieser Entwicklungsschwerpunkte?
    Sehr unterschiedlich. Während etwa in der Stadtregion Luzern die bereits erwähnten Gebiete LuzernSüd und LuzernNord relativ weit fortgeschritten und bereits in der Umsetzung sind, besteht beispielsweise in den beiden Regionalzentren Hochdorf oder Willisau ein erhebliches Nachholpotenzial. Diese Gebiete sind es, welche in den nächsten Jahren vermehrt in den Fokus von Investoren und Entwicklern rücken werden.

    Wo kann man sich über die einzelnen Entwicklungsschwerpunkte informieren?
    Investoren und interessierte Unternehmen können sich bei uns melden, denn wir haben eine gute Übersicht über den Stand dieser Gebiete und kennen sämtliche Ansprechpartner. Zentral für die Entwicklung dieser ESP sind nebst den Standortgemeinden auch die vier regionalen Entwicklungsträger im Kanton Luzern. Das heisst LuzernPlus, Sursee-Mittelland, Region Luzern West und Idee Seetal. Das positive Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft ist ein Kernelement unserer gemeinsamen Wirtschaftspolitik. Dieses wollen wir weiter verbessern. ■