Am 28. März fand in Yverdon-les-Bains der erste Schweizer Wasserstoffkongress statt. Der Anlass brachte Unternehmerinnen und Unternehmer, Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger zusammen. Die Vielfalt der Rednerinnen und Redner ermöglichte es, das Thema unter zahlreichen Aspekten abzudecken. Der erste Schweizer Wasserstoff-Kongress wurde in Zusammenarbeit mit Planair, CleanTech Alps und dem Westschweizer H2-Netzwerk organisiert und war ein voller Erfolg.
Wasserstoff ist kein Allheilmittel, um alle Energieprobleme der Schweiz zu lösen, aber er bietet zahlreiche Möglichkeiten. Beim ersten Schweizer Wasserstoffkongress gab es einen fruchtbaren Austausch und eine starke Zusammenarbeit. Dies verdeutlicht die Bedeutung des Themas für die Schweiz, und alle Beteiligten sind bereit, gemeinsam zu arbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und eine nachhaltige Energiezukunft aufzubauen.
Was von diesem Tag festgehalten werden muss Vertreter und Vertreterinnen aus der Energie-, Gas- und Industriebranche, Unternehmer und Unternehmerinnen sowie Politiker sind sich einig: Die Schweiz muss unbedingt an das europäische Netz angeschlossen werden. Es ist entscheidend, dass unser Land diese Chance nicht verpasst.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Forderung nach einer klaren Strategie und geeigneten Rahmenbedingungen seitens des Bundes, um den Markt voranzutreiben.
Trotz der bestehenden operativen Herausforderungen konnten beim Kongress positive Bilanzen von laufenden Projekten wie Green Gaz in Aigle und Hydrospider gezogen werden. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Entwicklung von Wasserstoffprojekten wie H2 Bois, Gruyère Hydrogène Power und Prhysm.
Zudem präsentierte aeesuisse ihre Positionierung zum Thema Wasserstoff mit der Veröffentlichung der Broschüre «10 Punkte zum Thema Wasserstoff».
Eine Leidenschaft, die unsere Grenzen übersteigt Wasserstoff ist mehr denn je ein aktuelles Thema. Er bewegt die Fachwelt und die Politik über die Grenzen der Schweiz hinaus. In Europa werden die Diskussionen über seine Chancen und Risiken beschleunigt und in vollem Gang gehalten. Der Schweiz und ihrem Kompetenzpool kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. «Wir erleben derzeit eine starke Begeisterung für Wasserstoff, mit grossen Ankündigungen auf internationaler Ebene. Die Schweiz ist in vielen Bereichen führend in der Innovation, z. B. bei der Kompression oder der Speicherung. Wir müssen daher unsere Führungsposition ausbauen und dürfen uns nicht von der europäischen Konkurrenz überholen lassen», sagt Laurent Scacchi Direktor Westschweiz der aeesuisse.
Der Fachkräftemangel stellt eine der grössten Herausforderungen in der Immobilienwirtschaft dar. Um diesem entgegenzuwirken, bringt das SVIT five Real Estate Symposium 2024 führende Experten zusammen, um neue Wege in der Rekrutierung zu diskutieren. Jan-Egbert Sturm, renommierter Professor für Angewandte Wirtschaftsforschung, wird seine Prognosen zur Branchenzukunft teilen. Markus Steckeisen, erfahrener Unternehmer und Studienleiter an der HWZ, sowie Yannick Blättler, Unternehmer und Kenner der Generation Z, werden ihre Perspektiven einbringen. Das Symposium dient als essentielle Informations- und Networking-Plattform für die Immobilienbranche, um innovative Lösungsansätze für den Fachkräftemangel zu entwickeln und umzusetzen. Mit diesem Fokus etabliert sich das jährliche Real Estate Symposium als ein Muss für Fachleute der Immobilienwirtschaft.
Der GEAK: Die Basis Die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) definiert im Rahmen der GEAK-Normierung die Methodik für die Bilanzierung von Energie, CO2 und Treibhausgasen für den Betrieb von Gebäuden. Diese wird anschliessend von Minergie und SNBS in allen Produkten übernommen. Neben den Skalen zur Gesamtenergie und Gebäudehüllenqualität wurde bereits 2022 eine Skalierung der CO2-Emissionen ergänzt, die im Einklang mit dem Schweizer Treibhausgasinventar steht. Im März 2023 wurde zusätzlich eine Methode für die Bilanzierung der vorgelagerten Emissionen (Elektrizitätsproduktion, Fernwärme) ergänzt, so dass nun die gesamten in der Betriebsphase verursachten Treibhausgasgasemissionen ausgewiesen werden können.
Die Minergie-Standards: Komfort, Effizienz und Klimaschutz Die Gebäudestandards von Minergie fokussieren auf Komfort, Effizienz und Klimaschutz. Bei der Anpassung der Minergie-Standards stechen drei Massnahmen heraus:
1. Treibhausgasemissionen (THGE) in der Erstellung: Neu gelten für alle Neubauten im Minergie-Standard Grenzwerte für die durch die Erstellung verursachten THGE. Die Grenzwerte sind so definiert, dass zu deren Einhaltung in jedem Fall Optimierungen vorgenommen werden müssen, aber weiterhin an allen Standorten und Lagen gebaut werden kann. Zudem wird die Installation von Photovoltaik und Erdsonden-Wärmepumpen dank flexiblen Grenzwerten nicht behindert. In den nächsten Jahren werden die Grenzwerte sukzessive verschärft. Mit dem gleichzeitig optimierten vereinfachten Nachweis wird das Verständnis für die relevantesten Massnahmen zur Reduktion der THGE geschärft. Die Bilanzierung kann auch von (noch) nicht spezialisierten Architektur- und Planungsbüros mit sehr wenig Aufwand vorgenommen werden.
2. Hitzeschutz: Auch in der Schweiz überhitzen die Gebäude mit den wärmer werdenden Sommermonaten öfter und stärker. Bisher wurde anhand von Erfahrungswerten vergangener Jahrzehnte modelliert, wie oft das Innenraumklima den minimalen Gesundheits- und Komfortanforderungen nicht mehr genügen kann. Neu muss der Nachweis für den Sommerlichen Wärmeschutz bei Minergie anhand von Klimadaten erbracht werden, welche MeteoSchweiz für die nächsten Jahrzehnte errechnet hat. Wie bisher darf ein Minergie-Wohnbau dabei bei Standardnutzung nicht mehr als 100 Stunden pro Jahr Temperaturen von über 26.5°C aufweisen. Dies bedingt ein adäquates architektonisches Konzept kombiniert mit entsprechend optimierter Gebäudetechnik. Vermehrt wird im Sommer ein Teil der Eigenstromproduktion für die Temperierung (Freecooling) oder sogar Kühlung der Gebäude aufgewendet werden müssen.
3. Photovoltaik (PV): Neu wird durch eine objektspezifische Verschärfung der Minergie-Kennzahl sichergestellt, dass die belegbare Dachfläche bei allen Minergie-Gebäuden voll für die Eigenstromproduktion genutzt wird. Darunter wird verstanden, dass Dachaufbauten für Gebäudetechnik, Fenster, Lifte oder Terrassen weiterhin möglich sind, aber die verbleibende Fläche voll mit Modulen belegt wird. Bei Sanierungen sind die Möglichkeiten einer vollständigen Nutzung der Dachfläche eingeschränkter als im Neubau, was im Grenzwert berücksichtigt ist. Bei Gebäuden mit bis zu 4 Stockwerken wird mit dieser Anpassung eine Leistung von 20-40Wp/m2 EBF installiert, im Vergleich zu 10Wp/m2 gem. Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) 2014. Auf die Einführung einer minimalen Leistung der PV-Anlagen von 20Wp/m2 EBF und damit de facto einer Pflicht zu Fassadenanlagen bei hohen Gebäuden wird aufgrund der aktuellen Unsicherheiten beim Brandschutznachweis von Fassadenanlagen vorerst verzichtet. Nach Vorliegen einer von der Branche breit getragenen Lösung wird diese Anforderung eingeführt werden.
Ausserdem wird die Anforderung an die Gebäudehülle (bei Minergie- und Minergie-A-Bauten) erhöht. Ebenso müssen zur Erfüllung der Minergie-Kennzahl bspw. effizientere Geräte und Beleuchtung (in Zweckbauten) eingesetzt werden – für einen möglichst effizienten und fossilfreien Betrieb. Zur Sicherstellung eines optimalen Betriebs wird die Monitoring-Pflicht auf Gebäude ab 1’000 m2 EBF ausgeweitet. Zudem sind Minergie-Gebäude für die Elektromobilität bereit (und überwiegend mit Strom ausgerüstet).
Für alle Anpassungen gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen an den Minergie-Gebäudestandards stehen im entsprechenden Faktenblatt Minergie-Standards oder im Detail im Produktreglement Minergie-Gebäudestandards 2023.1.
Der Zusatz ECO: Das Plus für Ökologie und Gesundheit Die Minergie Baustandards werden mit dem Zusatz ECO um eine besonders gesunde, kreislauffähige und klimafreundliche Bauweise ergänzt. Der erneuerte ECO-Zusatz besticht mit klarer Struktur, vereinfachtem Bewertungssystem und bringt die aktuellen Themen in das Label.
Neu wurde das Thema «Klimaschutz und Ressourcen» mit 8 Vorgaben gestärkt, davon 2 neue zu «Restwert rückzubauender Bestandsbauten» und zum «Einsatz lokaler Ressourcen». Die Grenzwerte für Graue Energie und Treibhausgase wurden angepasst. Im Thema «Gebäudekonzept und Kreislaufwirtschaft» steht weiterhin die Nutzungsflexibilität und Wiederverwendung bzw. Wiederaufbereitung im Zentrum. Der Bereich «Gesundheit» wurde gekürzt, vereinfacht und im Bereich Baumaterialien verständlicher formuliert. Neu sind die Innovationsvorgaben in den Bereichen Gesundheit und Ökologie.
Dank des neuen Bewertungssystems und der gemeinsamen Abwicklung mit dem Minergie-Nachweis auf der Label-Plattform vereinfacht sich die Nachweisführung und Zertifizierung. Die Kombination der strengeren Minergie-Baustandards mit dem neuen ECO-Zusatz bietet Bauherrschaften ein Label, das sie auf dem Weg in das zukunftsfähige Bauen unterstützt und die Qualität sicherstellt.
Für die Anpassung gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen am Zusatz ECO stehen im entsprechenden Faktenblatt Zusatz ECO oder im Detail im Produktreglement, Zusatz ECO 2023.1.
Der SNBS-Hochbau: Umfassend nachhaltig Mit dem SNBS-Hochbau werden Gebäude in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit (Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt) geprüft und zertifiziert. Mit der aktuellen Anpassung wird die Anzahl Kriterien und Messgrössen um rund ein Viertel auf 35 Kriterien resp. 98 Messgrössen reduziert. Dies vor allem durch Weglassen, was in Normen und rechtlichen Grundlagen bereits ausreichend geregelt ist.
Verschärft und ergänzt werden hingegen die Anforderungen für klimaangepasstes und CO2-armes Bauen. So wird bspw. das Denken in Kreisläufen geschärft, die Wiederverwendung von Bauteilen geregelt oder der Einbezug rückzubauender Gebäudeteile in die Bewertung der Treibhausgasemissionen von Neubauten integriert.
Ein weiteres neues Thema ist das Mikroklima, also die Begrünung von Aussenräumen, Beschattung von Aufenthaltsbereichen oder Gestaltung von Eigenschaften von Oberflächen im Aussenraum.
Für die Anpassung gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen am SNBS-Hochbau stehen im entsprechenden Faktenblatt SNBS-Hochbau oder im Detail im Kriterienbeschrieb SNBS-Hochbau 2023.1.
Das SNBS-Areal: Für Nachhaltigkeit auf Arealebene Neu können die bekannten Qualitäten des SNBS-Hochbau auch auf Ebene Areal zertifiziert werden. Es wurden 22 Schlüsselkriterien vom SNBS-Hochbau auf das Areal übertragen und 8 neue Kriterien entwickelt. Es handelt sich dabei um Aspekte, deren Thematisierung sich bei Einzelgebäuden oft nicht lohnen, aber in Arealen entscheidend zu deren Nachhaltigkeit beitragen. Dazu gehören beispielsweise die Governance des Areals, Anforderungen an die Entwicklungsphase oder die Einbindung des Areals ins Umfeld. Im Areal sind Kompensationen bei Treibhausgasen, Energie, Mobilität und Bodennutzung möglich. Die Themen ESG und EU-Taxonomie werden im Kriterienbeschrieb ebenfalls adressiert. Zertifizierbar sind sämtliche Nutzungen auf einem Areal.
Mehr Informationen zum neuen SNBS-Areal stehen im entsprechenden Faktenblatt SNBS-Areal oder im Detail im Kriterienbeschrieb SNBS-Areal 2023.1. Projekte können ab sofort geplant und ab November 2023 eingereicht werden.
Das Minergie-Areal: Klimaschutz im Areal Minergie-Areale orientieren sich an denselben Zielen wie die Minergie-Baustandards, umfassen aber auch arealspezifische Anforderungen. Die einzelnen Gebäude sind mehrheitlich nach Minergie zu zertifizieren und erfüllen so neben höchsten Anforderungen an Energie- und Treibhausgasemissionen überdurchschnittliche Anforderungen an den Hitzeschutz und die Raumluftqualität. Neu bei Minergie sind die Vorgaben ans Arealmanagement, die klimaangepasste Gestaltung des Aussenraums und Anreize zu einer klimafreundlichen Mobilität. Damit soll auf Minergie-Arealen eine besonders hohe Lebensqualität sichergestellt werden.
Mehr Informationen zum neuen Minergie-Areal stehen im entsprechenden Faktenblatt Minergie-Areal oder im Detail im Produktreglement Minergie-Areal 2023.1. Projekte können ab sofort geplant und ab November 2023 eingereicht werden.
Ablösung der 2000-Watt-Areale Mit der Einführung des SNBS-Areal und des Minergie-Areal wird das bisher durch das Bundesamt für Energie geführte 2000-Watt-Areal abgelöst. Bestehende Areale «in Entwicklung» oder «in Transformation» finden in einem der neuen Areal-Labels eine gleichwertige Anschlusslösung. Für den Übergang ist gegenüber der Neuzertifizierung ein erleichtertes Verfahren vorgesehen.
Die seit rund 60 Jahren in Sursee ansässigen Möbel Ulrich AG und Truvag AG planen gemeinsam auf dem Ulrich-Areal zwischen der Ringstrasse und der Pilatusstrasse ein Büro-, Gewerbe- und Wohnhaus, welches das bestehende Möbelhaus ergänzt und belebt. Das Projekt namens ALEA soll zur neuen Visitenkarte für den Ort werden: Vorgesehen sind 70 bezahlbare Mietwohnungen, die zwischen 2,5 und 4,5 Zimmer umfassen und im Holzbau erstellt werden. Hinzu kommen 2400 Quadratmeter Gewerbe- und 1600 Quadratmeter Verkaufs- und Gastroflächen. Das Projekt punktet nicht zuletzt mit seiner zentralen Lage direkt am Bahnhof.
Der rund 49 Meter hohe CO2-neutrale Holzbau wurde von der Planergemeinschaft Leuenberger Architekten AG aus Sursee und Deon AG aus Luzern entwickelt. Die Wohnungen werden sichtbare Holzträger und teilweise auch Holzwände aufweisen. Das umweltfreundliche Material ist atmungsaktiv, isolierend, sehr stabil und tragfähig. ALEA bedeutet im Altgriechischen «Wärme und Schutz» – diese Merkmale sollen für die zukünftigen Bewohner und Arbeitnehmenden sicht- und spürbar werden. Aus Brandschutzgründen musste lediglich bei der Fassadengestaltung auf das heimische und nachhaltige Holz verzichtet werden.
Aber auch seiner lateinischen Bedeutung wird ALEA mit seiner Würfelform gerecht. Der untere Teil des Gebäudes umfasst drei Etagen – dieser wird in den Hang integriert. Sichtbar wird somit die Silhouette mit rund 41 Metern Höhe. Während der obere Teil des Gebäudes für die Wohnnutzung vorgesehen ist, steht der Sockelbereich für Büros, Läden, Gewerbe und Gastronomie zur Verfügung. Eine Passerelle schafft eine sichere und schnelle Fussgängerverbindung zwischen dem Kotten-Quartier und dem Bahnhof. Alle Plätze und Verbindungen des Neubaus sind öffentlich zugänglich.
Das sorgfältig durchdachte Verkehrskonzept soll den motorisierten Individualverkehr auf ein Minimum beschränken: Zu diesem Zweck sind Sharing-Angebote für Autos, Velos und E-Scooters geplant. Die Einstellhalle wird dementsprechend mit einer minimalen Anzahl an Parkplätzen bestückt. Die Mietpreisgestaltung soll darüber hinaus Anreize für ein Leben ohne Auto bieten. Um den Langsamverkehr zu fördern, sind grosszügige Abstellplätze für Velos konzipiert.
ALEA vereint Wohnen und Arbeiten.
Damit die Mieter nicht anonym leben, sollen das Miteinander und die Durchmischung gefördert werden: Ein öffentlicher Platz mit Restauration auf der Höhe des Bahnhofs schafft mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten rund um das Gebäude Begegnungsmöglichkeiten. Den Bewohnern steht zudem eine begrünte Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Des Weiteren sind mehrere begrünte Etagenterrassen geplant.
Den regional stark verwurzelten Initianten ist es wichtig, dass «Surseer für Surseer» bauen:
Nicht nur bei den ausführenden Partnern wurde auf eine regionale Verankerung geachtet, auch bei der Vermietung sollen bevorzugt Personen mit Wohn- oder Arbeitsort Sursee berücksichtigt werden. Ausserdem wird die Truvag AG mit rund 80 Mitarbeitenden ihren Hauptsitz in den Neubau verlegen. Mit dem von der Möbel Ulrich AG und der Truvag AG geplanten Gebäude wollen die beiden traditionsreichen Unternehmen einen Mehrwert für Sursee schaffen und das Areal bereichern. Die Baukosten sollen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.
Eidgenössisch diplomierte Immobilientreuhänder:innen sind Experten, wenn es um das Immobilienmanagement geht. Die Jobmöglichkeiten sind breit gefächert: Strategische Aufgaben, Beratung, entwickeln von Konzepten für die Unternehmungsführung, analysieren und bewerten verschiedener Immobilienportfolios oder auch das Gestalten von Führungsprozessen gehören zum Berufsalltag. Diese Fachleute verantworten Immobilien im strategischen und im operativen Bereich und sind in der Lage, optimale Vermarktungsstrategien auszuarbeiten und ihre Kunden auch in rechtlichen und finanziellen Fragen zu unterstützen. Die Ausbildung eignet sich ebenfalls für eine spätere selbständige Tätigkeit oder für eine Führungsposition.
Zur Person Moritz Rolf ist seit 2010 in der Immobilienbranche tätig. Nach Abschluss des berufsbegleitenden Studiums im Jahr 2013 hat Rolf zunächst bei einem Facility Management-Dienstleister in der Projektentwicklung und Beratung in Berlin gearbeitet. 2017 ist er in die Schweiz ausgewandert und arbeitet seitdem bei SBB Immobilien – erst als Key Account Manager und seit 2021 als Projektleiter im Bereich Nutzung und Akquisition. Er macht derzeit berufsbegleitend die Weiterbildung zum Immobilientreuhänder.
Moritz Rolf, Projektleiter im Bereich Nutzung und Akquisition SBB Immobilien und in Ausbildung zum Immobilientreuhänder:
Welche Grundausbildung bringen Sie mit? Nach dem Gymnasium habe ich in meinem Geburtsland Deutschland ein duales Bachelor-Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre mit Fachrichtung Facility Management absolviert. Dank wechselnden Theorie- und Praxisphasen konnte ich mir währenddessen fundierte Grundkenntnisse der Immobilienbranche aneignen.
Sie sind in der Ausbildung zum eidgenössisch Dipl. Immobilientreuhänder. Weshalb haben Sie sich für diese Weiterbildung entschieden? Mir war es wichtig, dass die Weiterbildung zum einen sehr praxisorientiert ist und zum anderen den Fokus klar auf den Schweizer Markt legt. Da mein Studium auf die deutsche Branche ausgerichtet war, kann ich mit dieser Weiterbildung mein Profil zielgerichtet abrunden.
Es gibt verschiedene Anbieter dieser Ausbildung. Welchen haben Sie gewählt und was waren die Gründe? Ich habe mich für die WISS Schulen für Wirtschaft-Informatik-Immobilien entsch-ieden. Dies vor allem dank positiven Erfahrungen aus meinem Umfeld. Da ich mich recht kurzfristig für die Weiterbildung entschieden habe, war ich sehr froh, dass die WISS auch einen Online-Studiengang anbietet. Dadurch kann ich mich problemlos von überall zu den Lehrveranstaltungen dazuschalten und erhalte mir somit eine gewisse Flexibilität.
Wie erleben Sie die Weiterbildung? Natürlich sprechen einem nicht alle Themen gleich an. Aber im Grossen und Ganzen macht die Weiterbildung sehr viel Spass, und ich lerne ungemein viel Neues sowie spannende Menschen und andere Perspektiven kennen.
Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen? Im zeitlichen Aufwand und bei der Selbstdisziplin. Zweimal die Woche zusätzlich zum «normalen» Berufsalltag jeweils weitere vier Stunden an einer Online-Vorlesung teilzunehmen, ist für mich schon eine gewisse Herausforderung.
Was reizt Sie an diesem Bereich besonders? Berufsbilder, in denen es viele Schnittstellen zu anderen Bereichen gibt, fand ich schon immer reizvoll. Ich denke, dass man als Immobilientreuhänder eine Scharnierfunktion wahrnimmt und als Bindeglied zwischen verschiedenen Interessengruppen fungiert. Welche Talente und Eigenschaften sind für diese Weiterbildung wichtig? Eine gewisse Affinität zu Immobilien muss auf jeden Fall vorhanden sein. Als Immobilientreuhänder bist du Generalist und musst imstande sein, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Es ist zentral, unternehmerisch und vernetzt zu denken.
Eignet sich die Weiterbildung für junge Berufseinsteiger? Da als Zulassungsvoraussetzung einige Jahre hauptberufliche Praxiserfahrung notwendig sind, eignet sie sich eher weniger. Allerdings braucht man nicht zwangsläufig einen klassischen Immobilienhintergrund, sondern kann auch als Quereinsteiger beginnen. Entscheidend ist, dass Immobilien den beruflichen Alltag definieren.
Zur Person Adrian Müller Er ist gelernter Metallbauer und technischer Kaufmann mit eidg. Fachausweis und startete seine Immobilien-Karriere 1999 als Bewirtschafter bei der Gribi Theurillat AG. 2001 schloss Müller den Immobilienbewirtschafter mit eidg. Fachausweis und 2004 die Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Immobilientreuhänder ab. Danach war er während vier Jahren als Geschäftsführer der Trimag AG tätig. Seit 2009 ist er mit seinem eigenen Unternehmen selbständig. Müller ist zudem Vorstandsmitglied im SVIT beider Basel und Präsident des Hauseigentümerverbands Therwil-Ettingen-Biel-Benken. Zudem agiert er als Vermietervertreter bei der Schlichtungsstelle Basel-Land.
Adrian Müller, eidg. Dipl. Immobilientreuhänder und Geschäftsführer von ADRIAN MUELLER IMMO-TREUHAND:
Wie sieht Ihr Berufsalltag in maximal fünf Sätzen beschrieben aus? Als Inhaber eines Immobilienunternehmens mit zehn Mitarbeitenden und einer Auszubildenden ist mein Alltag sehr vielseitig und abwechslungsreich. Ich pflege einen engen Kontakt zu meinen Kunden und meinem Netzwerk und bin Ansprechpartner für jegliche Probleme in sämtlichen Immobilienfragen. Nebst der Personalführung verantworte ich den Immobilienhandel und stelle sicher, dass die Qualität unserer Dienstleistungen stimmt.
Welche Grundausbildung eignet sich für die Weiterbildung zum Immobilientreuhänder? Ich bin der Meinung, dass das Immobiliengeschäft von der Pike auf gelernt werden muss. Der Einstieg erfolgt idealerweise über eine Stelle als Assistent in der Immobilienbewirtschaftung. Nachdem man genügend Erfahrung in der Funktion als Assistent gesammelt hat, ist man bereit für die Weiterbildung. Als langjähriges SVIT- und Vorstandsmitglied empfehle ich als ersten Schritt den Lehrgang zum Immobilienbewirtschafter mit eidgenössischem Fachausweis an der SVIT Real Estate School. Einem guten Bewirtschafter stehen in unserer Branche alle Türen offen.
Welche Talente und Eigenschaften sind wichtig? Man muss gerne organisieren, vernetzt denken, belastbar sein sowie ein umfangreiches kaufmännisches und sachspezifisches Wissen mitbringen. Für mich ist ein Immobilienfachmann einer, der alle Stufen des Immobilienbewirtschaftens durchlebt hat.
Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders? Die Vielseitigkeit und den Kontakt mit Menschen. Die Immobilienwirtschaft hat sich als sehr krisenresistent erwiesen. Spannend finde ich auch Beratungen im Rechtsbereich sowie Hilfestellung bei Kauf- oder Sanierungsentscheiden.
Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen? Die Immobilienbranche boomt zwar, aber gerade in der Bewirtschaftung, die zum Grundgeschäft gehört, mangelt es an guten Fachkräften. Viele Berufseinsteiger sind sich nicht bewusst, wie anspruchsvoll dieser Job ist. Die Arbeit ist sehr komplex, und durch die vielerorts voranschreitende Digitalisierung läuft derzeit vieles doppelspurig.
Wie wird sich das Berufsbild des Immobilientreuhänders Ihrer Meinung nach entwickeln? Vor zwanzig Jahren war der eidg. Dipl. Immobilientreuhänder die höchste Ausbildung, die man absolvieren konnte. Nach der breitgefächerten Ausbildung war man als sogenannter Generalist befähigt, ein KMU zu führen. Heute ist die höchste Ausbildung der Master in Real Estate, und die Absolventen arbeiten nach der Ausbildung oft in grösseren Firmen. Die fortschreitende Digitalisierung wird unsere Tätigkeit hinsichtlich Prozesse und Abläufe sicher verändern. Die Immobilienbranche bleibt aber ein People-Business – die persönliche und individuelle Beratung wird nicht an Bedeutung verlieren. Künftig dürften Immobilientreuhänder eher als Spezialisten und weniger als Generalisten tätig sein.
Was raten Sie Berufseinsteigern, um erfolgreich im Beruf Fuss fassen zu können? Eine gute Grundausbildung ist die Voraussetzung – dazu gehören ein grosses Engagement und etwas Glück.
Welche Meilensteine und Highlights haben Sie in Ihrem Berufsleben bis-lang erreicht und erlebt? Es gibt viele Meilensteine in meiner beruflichen Karriere. Nebst meiner selbständigen Tätigkeit war ein Highlight im 2020: Damals durften wir für die Helvetia 30 Wohnungen einer Bestandesliegenschaft in Stockwerkeigentum umwandeln und konnten diese Eigenheime erfolgreich innert kurzer Frist verkaufen.
Ein Team von Axpo hat in Zusammenarbeit mit regionalen Bauunternehmen vier Jahre lang an einem umweltfreundlichen Generator gearbeitet. Entstanden ist eine Batteriespeicherlösung, welche Dieselgeneratoren an Baustellen ersetzen kann. Die Technologie namens emost (electric mobile storage/Deutsch: elektrischer mobiler Speicher) kann auch bei Veranstaltungen oder in Notfällen eingesetzt werden. Sie wurde im Frühling 2021 bereits mit dem Innovationspreis von IDEE SUISSE ausgezeichnet.
Nun hat Axpo beschlossen, die Technologie an ein Konsortium aus dem bestehenden Management des Projekts sowie mehreren Schweizer Unternehmern zu verkaufen. Damit werden die Kontinuität im Management und der Wissenstransfer optimal gewährleistet, schreibt Axpo in einer Medienmitteilung. Alle relevanten Rechte und Verträge sind per Ende Oktober 2022 an die neu gegründete emost AG mit Sitz in Dietikon übergeben worden.
Das Gründungsteam besteht den Angaben zufolge aus dem gesamten Managementteam, das die Technologie in den vergangenen Jahren entwickelt hat. CEO der emost AG wird Benedikt Domke. Verwaltungsratspräsident wird Christoph Sutter, der bisher die Axpo-Division Renewables geleitet hat. Er will sich insbesondere auf die internationale Expansion fokussieren.
Der Nutzer muss nur noch sein persönliches Gerät mitbringen – WLAN, Drucker, Kaffeebars und alles, was es zum Arbeiten braucht, ist im Branch Collab bereits vorhanden. Und man arbeitet hier nicht nur am eigenen Tisch, sondern auch in der Worklounge und in Kreativzonen, in Lobbys, in Big Rooms und an der «Arbeitsbar». Die Möglichkeit, andere Unternehmer zu treffen und bei einem zwanglosen Kaffee Erfahrungen austauschen zu können, ist ein grosser Vorteil bei der kreativen Arbeit und beim Networking.
Arbeit als Gemeinschaftsprojekt Die neue Co-Working-Area ermöglicht den Gedanken- und Meinungsaustausch, steigert die Produktivität und ermöglicht zielgerichteteres Arbeiten. Kollaborativ werden nachhaltigere und oft auch unkonventionellere Ergebnisse erzielt. Zudem stehen im Branch Collab modern ausgerüstete Besprechungsräume zur Verfügung, die es erlauben, Präsentationen mit Kunden und Mitarbeitern in professioneller Umgebung abzuhalten.
Industrielle Umgebung Branch Collab ist eine Initiative der Halter AG, die ihren Hauptsitz vergangenes Jahr ebenfalls nach Schlieren ins JED verlegt hat. Das architektonische Konzept von JED vereint nachhaltig umgenutzte Industrie-Infrastruktur mit zukunftsweisender neuer Office-Architektur und ist ganz auf Wissenstransfer, Kreativität und Innovation ausgelegt.
Flexible Buchungspakete Arbeitsplätze und Besprechungsräume können ganz flexibel und auf Stunden- oder Tagesbasis gemietet werden. Attraktive Pakete bieten Einzelpersonen und kleineren Unternehmen moderne Plug&Work-Arbeitsplätze sowie Sitzungszimmer, Worklounges und Kreativräume – all dies gepaart mit abwechslungsreicher Gastronomie – von der Kaffeebar Caffetino mit eigener Rösterei bis zum Restaurant Eve’s Kitchen.
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