Schlagwort: Uri

  • Uri und Tessin betreiben das Kraftwerk Lucendro künftig gemeinsam

    Uri und Tessin betreiben das Kraftwerk Lucendro künftig gemeinsam

    Das Kraftwerk Lucendro in der Gotthardregion auf dem Gebiet der Gemeinde Airolo wird künftig von den Kantonen Uri und Tessin gemeinsam betrieben. Das ist laut einer Mitteilung das Ergebnis einer Vereinbarung, die am 1. November erzielt worden ist. Die Einigung wurde dank einer seit 2022 laufenden Mediation des Bundesamtes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erzielt. Gemäss der Vereinbarung sind beide Kantone zu je 50 Prozent an der künftigen Gesellschaft beteiligt, die ihren Sitz in Airolo haben wird. Uri erhält einen Mehrheitsanteil am Strom. Der technische Betrieb und der Unterhalt werden wie bisher durch die Azienda Elettrica Ticinese (AET) sichergestellt. Uri übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung.

    Das Kraftwerk wurde 1942 bis 1948 durch die damalige Atel errichtet, die später in Alpiq aufging. 2013 entschieden die beiden Kantone, nach dem Heimfall die Konzession für die Alpiq nicht mehr zu verlängern. 2015 erwarb AET das Werk.

    Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Gotthardreuss und des Ticino, das in den Stauseen Lucendro und Sella aufgefangen wird. Es produziert rund 103 Gigawattstunden im Jahr.

  • Holzkreislauf Uri soll effiziente regionale Holznutzung sichern

    Holzkreislauf Uri soll effiziente regionale Holznutzung sichern

    Die Strategie Holzkreislauf Uri wurde ins Leben gerufen, damit Urner Holz besser zur CO2-Reduktion in der Atmosphäre genutzt wird. Konkrete Projekte, um die Effizienz der regionalen Holznutzung zu erhöhen, wurden vom Urner Regierungsrat und dem Engeren Rat der Korperation Uri nun gebilligt. „Holz bietet nicht nur eine nachhaltige Lösung, um Uri zu einem klimaneutralen Standort auszubauen“, wird Wendelin Loretz, Vizepräsident und Waldchef der Korporation Uri in einer Medienmitteilung des Regierungsrats im Kanton Uri zitiert. Auch die regionale Wertschöpfung werde damit unterstützt.

    Holzkreislauf Uri soll daher Impulse für eine funktionierende Verarbeitungskette vom einheimischen Wald über die Holzverarbeitungsbetriebe bis zur Nutzung setzen, heisst es. Daran beteiligt sind Kanton Uri, die Korporation Uri und engagierte Urner Akteurinnen und Akteure, unterstützt von Forschenden der Hochschule Luzern.

    Im Rahmen einer Zukunftskonferenz im März 2022 seien Arbeitsgruppen gegründet und konkrete Projekte ausgearbeitet worden. Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung wollen, beginnend mit dem Aufbau einer Plattform zur Vernetzung der Beteiligten, eine integrale Ressourcenpolitik Wald und Holz verfolgen. Für die Kombination aus Wald, Wirtschaft und Bevölkerung seien ein Baumpflanzungsprojekt, eine Projektstudie zur Untersuchung der Machbarkeit einer genossenschaftlichen Sägerei mit Integration der Wald- und Holzkette, ein Holz-Stuhl-Projekt in Schulen und ein Wald- und Holzführer geplant.

  • Urner Regierung weist Einsprache der Umweltverbände gegen Konzessionserneuerung für CKW ab

    Urner Regierung weist Einsprache der Umweltverbände gegen Konzessionserneuerung für CKW ab

    Ein rascher Ausbau der erneuerbaren Energien ist nötiger denn je. Der Stromhunger in der Schweiz wird grösser, die Verlässlichkeit auf Stromimporte aus dem Ausland schwindet und ein Drittel der jährlichen inländischen Stromproduktion wird mit dem Ausstieg aus der Kernenergie wegfallen. Kurz: Damit in der Schweiz nicht schon sehr bald Stromengpässe herrschen, müssen dringend neue Kraftwerke gebaut werden. 

    Der Urner Regierungsrat hat 2018 das angepasste Konzessionsgesuch zur Nutzung der Meienreuss öffentlich aufgelegt und sprach sich damit für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Kanton Uri aus. Die Umweltverbände WWF und Pro Natura haben daraufhin Einsprache erhoben. CKW suchte wiederholt den Dialog mit den Einsprechern, um eine Einigung zu erzielen, jedoch ohne Erfolg. An seiner Sitzung vom 5. Juli 2022 hat die Urner Regierung nun die Einsprache der Umweltverbände abgewiesen und damit ein wichtiges Zeichen für die Energiewende gesetzt. Die Umweltverbände können auf diesen Entscheid Beschwerde beim Urner Obergericht einreichen und damit den Gerichtsweg beschreiten, welcher bis vor Bundesgericht gehen kann. Dies würde eine massive Projektverzögerung auslösen. CKW-CEO Martin Schwab erhofft sich jedoch, dass auch sie den Ernst der Lage erkannt haben: «Im Sinne der Energiewende und angesichts der aktuellen Energiekrise muss es möglich sein, dass wir solch wichtige Projekte von nationaler Bedeutung zügig realisieren können. Dazu braucht es zielgerichtetes Handeln aller Seiten. Man kann nicht für die Energiewende, den Ausbau erneuerbarer Energien und mehr Klimaschutz sein und gleichzeitig wichtige Projekte blockieren», so Schwab. 

    Kraftwerk von nationaler Bedeutung produziert Strom für die Urner Bevölkerung  
    Das Kraftwerk Meiental kommt auf dem Gemeindegebiet von Wassen zu liegen und ist ein Gemeinschaftsprojekt von CKW und mehreren lokalen Partnern. Die Investitionssumme beträgt rund 37 Mio. CHF. Die Wasserkraft bildet in der Schweiz seit über 100 Jahren das Rückgrat der Stromversorgung. Denn sie produziert zu jeder Zeit – auch im Winter – zuverlässig und planbar ökologisch nachhaltigen, erneuerbaren Strom. Aufgrund von ökologischen Auflagen steht die Wasserkraft bis 2050 jedoch vor Produktionseinbussen von rund 10 Prozent. CKW will mit dem Laufwasserkraftwerk Meiental einen wichtigen Beitrag zu mehr erneuerbarer Stromproduktion und zur Versorgungssicherheit im Kanton Uri leisten. Die anvisierte Jahresproduktion beträgt 32 GWh. Das entspricht dem Verbrauch von rund 7100 durchschnittlichen 4-Personen-Haushalten. 

    Ursprüngliches Projekt überarbeitet und reduziert  
    Das Kraftwerksprojekt erfüllt sämtliche Anforderungen des « Schutz- und Nutzungskonzepts Erneuerbare Energien im Kanton Uri » (SNEE ). Der SNEE zeigt auf, wo im Kanton Uri Anlagen für die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Wind und Sonne erstellt werden können und wo Landschaften und Fliessgewässer ungeschmälert erhalten bleiben sollen. Auf Basis des SNEE hat CKW ihr 2008 eingereichtes, ursprüngliches Projekt überarbeitet und von zwei auf eine Kraftwerksstufe im Unterlauf der Meienreuss reduziert. Auf die Nutzung des ökologisch wertvolleren Oberlaufs mit teilweisem Auencharakter sowie der alpinen Seitengewässer wird verzichtet. Mit einer Schutz- und Nutzungsplanung werden diese Gewässerteile für die beantragte Konzessionsdauer von 80 Jahren von der Nutzung zur Energieproduktion ausgeschlossen. 

    Aufgrund der grossen Produktionsmenge gilt das Kraftwerk Meiental gemäss Schweizer Energiegesetz als Kraftwerk von nationaler Bedeutung. Das nationale öffentliche Interesse an einer sicheren Stromproduktion geht somit regionalen Schutzinteressen vor. Weiter ist es für den Kanton Uri ohne dieses Kraftwerk nicht möglich, sein gesetztes Ausbauziel der eigenen Energieproduktion von 150 GWh realisieren zu können.  

  • Ein Kanton schafft sich Erreichbarkeit

    Ein Kanton schafft sich Erreichbarkeit

    Im neuen Kantonsbahnhof in Altdorf werden die Bahn- und Busverbindungen der südlichen Zentralschweiz gebündelt. Neue Zugshalte und zusätzliche Verbindungen steigern das Fachkräftepotenzial deutlich. Wissensbasierte Dienstleister auf der Nord-Süd-Achse profitieren vom Direktzugang in die Arbeitsmärkte der Greater Zurich Area sowie des Grossraums Mailand und treffen auf Technologien in den Sektoren Präzisionstechnik, Alpintechnik, Verkehrs- und Sicherheitstechnik und Umwelttechnologien. Auf der Werkmatt Uri hat sich der Kanton Uri mit Weitsicht Entwicklungsflächen gesichert, die er exklusiv für hochwertige Arbeitsplätze zu attraktiven Konditionen abgibt. Mit dem Neubau der Urner Kantonalbank direkt an der Perronkante des neuen Kantonsbahnhofs wird eine Arbeitswelt mit bezugsfertigen Büros angeboten. Am Bahnhofplatz eröffnete erst kürzlich das deutsche IT-Unternehmen Essendi IT seinen neuen Schweizer Sitz.

    Der Kanton Uri ist auch ein fantastischer Lebens- und Freizeitraum mit seiner Seenlandschaft (Wasser- und Segelsport), den Bergen und Flüssen (Outdoor, Klettern, Wandern, Resort Andermatt), einem authentischen, ungekünstelten Erfahrungsraum mit der Ur-Geschichte und Tradition der Schweiz. So entstehen Inspirationen für neue Geschäftsideen.

  • «Innovative Energiekonzepte auf der Überholspur»

    «Innovative Energiekonzepte auf der Überholspur»

    Eine vorausschauende Planung hat beim Bau des Neubauprojekts «SisCampus» ein interessantes Energiekonzept ergeben. Ziel war, ein umwelt- und klimaschonendes Konzept umzusetzen. Die Bauherrschaft hat sich für ein Konzept entschieden, das sich an dieser Zielsetzung orientierte. Das Hauptrisiko lag im neuzeitlichen Ansatz, und das ohne Abstützung auf Erfahrungswerte. So konzentrierte man sich in erster Linie nicht an effekthaschenden Elementen, wie z.B. sichtbarer Fotovoltaik als Label für ein nachhaltiges Klimaimage.

    Im Kern der Innovation standen die Nutzung und Speicherung von natürlich vorhandenen Energieressourcen. Dazu wird die Sonnenenergie und das Grundwasser als Wärme- respektive Kühlquelle in optimaler Abstimmung genutzt. Die bauliche Voraussetzung lag in der Schaffung einer adäquaten Speichermöglichkeit. Dazu wurde die gesamte Baumasse als Speicher definiert und mit thermoaktiven Bauteilen, sogenannten TABS, ausgerüstet. Diese sorgen für eine optimale Temperaturverteilung im gesamten Massenspeicher bei einer Vorlauftemperatur von < 30 Grad.

    Mit dem Einsatz einer elektrochromen Fassadenverglasung (SageGlas) als primäres Steuerelement können Energieverbrauch, Tageslicht und Blendung dynamischen beeinflusst werden. Dabei lässt sich der Energiedurchlass von Sonnenenergie im Faktor 10 (G-Wert 0.03-0.35) einfach regeln. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass am Standort mit starkem Föhneinfluss auf weitere traditionelle Sonnenschutzlösungen wie Jalousien oder Wärmeschutzeinrichtungen verzichtet wurde.

    Ein Kernelement im Klimakonzept ist die Lüftung. Auf energieverzehrende Klimaanlagen und Aktivlüftungssysteme wurde verzichtet. Lüftungsanlagen findet man nur im Gastrobereich in der Küche, im Restaurant und in den Hotelzimmern. Der Bürobereich wird von Hand belüftet und mittels motorisierter Fensterflügel stossgelüftet.

    Mit diesen Kernelementen konnte das ganzjährige Klimaziel von 22-26 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 35-60 % erzielt werden. Der Investitionsaufwand für Heizen und Kühlen liess sich räumlich und systemtechnisch um mehr als >60% reduzieren.

    Mittels einem aussagekräftigen Monitoring wird das Raumklima laufend aufgezeichnet. Der Energiebedarf liegt aktuell bei ca. 8 W/m2 und wird im Sommer 2022 nach 2-jährigem Betrieb erstmals umfassend validiert.

  • Andermatt Alpine Apartments

    Andermatt Alpine Apartments

    Die Immobilien von Andermatt Swiss Alps können sowohl als Erst- als auch als Zweitwohnsitz genutzt werden. Im Falle eines Zweitwohnsitzes haben die Eigentümerinnen und Eigentümer die Möglichkeit, das Apartment während ihren Abwesenheiten an Feriengäste zu vermieten und somit Einnahmen zu generieren. Das Team der Andermatt Swiss Alps kümmert sich um die gesamte Organisation und Abwicklung der Vermietung. Vom Reservationsablauf über die Reinigung bis hin zur Gästebetreuung vor Ort. Durch dieses Vermietungsprogramm sind die Apartments besser genutzt, und Andermatt Reuss ist das ganze Jahr belebt. Das verringert auch die Anzahl der so genannten kalten Betten, und zahlreiche Gäste können sich an den stilvoll eingerichteten Apartments erfreuen.

    Ferien in modernen Apartments
    Die Apartments in Andermatt Reuss sind die optimale Unterkunft für eine Auszeit in den Bergen. Je nach Ausstattung für Familien, Paare oder Ferien mit Freunden. Die Ganzjahresdestination Andermatt bietet im Winter sowie im Sommer abwechslungsreiche Aktivitäten und Anlässe für Gross und Klein. Die Andermatt Konzerthalle wird das gesamte Jahr bespielt und bietet ein vielseitiges Programm. Das Skigebiet ist in wenigen Minuten zu Fuss oder bequem mit dem kostenlosen Skibus erreichbar und die Langlauf Loipe erstreckt sich bis wenige Meter vor die Haustür. Im Sommer beginnen die Wanderwege und Bike Trails wenige Schritte ausserhalb von Andermatt. Zudem befinden sich im Dorfteil Andermatt Reuss einige Shops, Restaurants und Bars.

  • Strickermatte: Wohnen und Arbeiten am neuen Bahnhof

    Strickermatte: Wohnen und Arbeiten am neuen Bahnhof

    Die Überbauung Strickermatte wird sich gegenüber des Kantonsbahnhofs Altdorf über mehrere Parzellen erstrecken. Sie macht die Gegend zu einer verdichteten Wohn- und Gewerbesiedlung und strebt einen schonenden Umgang mit den Landreserven an. Die Überbauung will die vorhandenen Grundstücke optimal ausnützen und sich als Ganzes harmonisch in die bestehende Bebauungsstruktur einfügen.

    Geplant sind sieben Mehrfamilienhäuser mit 104 Wohnungen, Gewerbeflächen in den Erdgeschossen der südlich gelegenen Gebäude und zwei Tiefgaragen. Die Gewerbeflächen entstehen in den vordersten Gebäuden unmittelbar am neuen Bahnhofplatz und sollen Passanten des Bahnhofs interessante Angebote bieten.

    Ziel des Projekts ist die Schaffung von Wohnraum für Personen jeden Alters und von attraktiven Aussenflächen, die privat und öffentlich genutzt werden können. Die Wohnungen verfügen über Balkone oder Loggias und einen wertigen Innenausbau mit Parkettböden, Einbauschränken und eigenem Waschturm. Die Mehrheit der Gebäude wird hindernisfrei gebaut und soll so den Anforderungen sämtlicher Generationen Rechnung tragen.

    Mit einem Anschluss an das Fernwärmenetz der Heizwerk Uri AG, einer Photovoltaikanlage und Ladestationen für Elektromobile entsprechen die Gebäude den heutigen Nachhaltigkeitsstandards. Ein Mobilitäts-Angebot mit Car-Sharing soll auch die Möglichkeit schaffen, in Zukunft ganz auf ein eigenes Auto zu verzichten.

    Der Abbruch der früheren Industrie- und Gewerbebauten ist bereits erfolgt, und die Aushubarbeiten haben begonnen. Die Fertigstellung der ersten Neubauten ist auf Ende 2023 geplant. Die Arbeiten an der Gesamtüberbauung sollen rund 3.5 Jahre dauern.

    Entwickelt und realisiert wird das Bauprojekt durch die Bricks AG in Zusammenarbeit mit der HTS Architekten und Partner AG.

  • Post-NEAT: Auf zu neuen Ufern!

    Post-NEAT: Auf zu neuen Ufern!

    Zwei Gewerbebauten sind im Gebiet Grund der einstigen NEAT-Baustelle bereits realisiert worden. Weitere Projekte nehmen Form an und verbreiten Aufbruchstimmung von Amsteg aus über Silenen bis nach Bristen. Andermatt hat das Tourismusresort, Altdorf ist stolz auf den Kantonsbahnhof. Um den gesamten Kanton und alle Regionen ins beste Licht zu rücken, brauche es aber noch weitere Leuchttürme, findet der Silener Gemeindepräsident Hermann Epp: «Von 1999 bis 2016 nutzte die AlpTransit Gotthard diese Fläche zwischen Gotthardstrasse und Reuss als Installationsplatz für den Bau des Neat-Basistunnels. Nun wollen wir auf dem freigewordenen Boden gemeinsam mit Partnern und Investoren neue Chancen für Wirtschaft, Freizeit, Wohnen und Tourismus realisieren», sagt Epp.

    Neben dem Werkhof eines Bauunternehmens sind bereits mehrere Projekte aus den umfassenden Plänen für den Grund in den Betrieb übergegangen. Der Gemeinde ist das regionale Ärzte- und Sportzentrum inklusive Restaurant besonders wichtig. Uri hat nach wie vor die tiefste Ärztedichte der Schweiz. Auch zeichnet sich eine Überalterung der Urner Bevölkerung ab. Der Bedarf an hausärztlichen Leistungen nimmt zu. Hingegen wird es zunehmend schwierig, junge Ärztinnen und Ärzte zu bewegen, in einem Bergkanton eine Praxis zu führen. Es zeigt sich, dass Gemeinschaftspraxen mit der Möglichkeit von Teilzeitpensen und flexiblen Beteiligungsoptionen einem Bedürfnis der jungen Ärzteschaft entsprechen. Das Ärztezentrum ist daher gut geeignet, die hausärztliche Versorgung für die Gemeinde Silenen sowie das mittlere und obere Reusstal langfristig und nachhaltig sicherzustellen und zu erhöhen. Am 13. August 2022 findet ein Tag der offenen Tür statt.

    Mehr Informationen:
    www.silenen.ch
    www.az-silenen.ch
    www.grundimmobilienag.ch

  • Vertikal gebautes Handwerkerzentrum in Erstfeld

    Vertikal gebautes Handwerkerzentrum in Erstfeld

    In der Industrie und im Gewerbesektor werden Firmengebäude traditionellerweise eingeschossig gebaut, um die optimale Logistik zu ermöglichen und die Wege zu verkürzen. Dieser Gedanke hat seinen Ursprung in einer Zeit, in der Land als unendliche Ressource galt und das Auto ins Zentrum der Planung rückte.

    Doch Boden ist eine endliche Ressource. Aus Nachhaltigkeitsgründen sollte so wenig Boden wie möglich verbaut und versiegelt werden. Die Industrie muss daher neue Wege finden, um versiegelte Erdgeschossflächen zu minimieren, ohne an Flexibilität zu verlieren.

    Einen solchen Weg geht das Handwerkerzentrum Ha2 in Erstfeld. Sein Konzept: Es stapelt die Fläche, die sonst auf einem einzigen Geschoss verteilt wäre, in die Höhe. Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoss und zwei Obergeschossen. Letztere sind über eine für Lieferwagen befahrbare Rampe erschlossen. Sie schliesst über einen Laubengang an jedes Geschoss an. Auch ein Lastenlift ist verfügbar.

    Nicht nur bei der Baufläche legt das Handwerkerzentrum Ha2 Wert auf Nachhaltigkeit. Der Bau wurde auf Langlebigkeit ausgelegt, beispielsweise durch hohe Innenräume und die Trennung der Primär-, Sekundär- und Tertiärstrukturen. Letztere soll auch den schlechten CO2-Haushalt des Betons relativieren. Die Gebäudehülle des Handwerkerzentrums besteht aus Holz, der Sonnenschutz wurde konstruktiv erstellt. Je nach Nutzungspartei wird mit Abfall-Holzschnitzeln oder Grundwasser geheizt. Mit einer Schreinerei als Mitnutzerin könnte das Gebäude auch ausschliesslich durch die Verbrennung von Holzschnitzelabfällen beheizt werden.

    Das Regenwasser wird in einer Zysterne aufgefangen und wiederverwertet – das spart 40 Prozent des Frischwassers.

    Das Handwerkerzentrum Ha2 hat den Anspruch, so simpel und effizient wie möglich geplant und realisiert zu werden. Das Erdgeschoss ist überhöht gebaut und lässt sich in zwei Ebenen unterteilen. Dies sorgt für mehr Flexibilität in der Nutzung.

    Das Handwerkerzentrum wird in der Gewerbezone der Gemeinde Erstfeld gebaut, nördlich des Ortskerns, die NEAT- und A2-Anschlüsse in unmittelbarer Nähe. In der Nachbarschaft befinden sich unter anderem eine Fischzucht sowie eine Systemtechnikfirma.

    Im Handwerkerzentrum sollen sich kleine, ortsansässige Handwerkerfirmen entwickeln können. Ein wichtiger Punkt ist deshalb auch die Erschwinglichkeit der Flächen.

    Einen Teil der Flächen beansprucht ein Unternehmen für eine Sanitärausstellung. Zudem ist im Erdgeschoss ein Takeaway-Stand geplant. Unter den Interessierten sind ausserdem eine ortsansässige Schreinerei, Hanfpflanzenstartups sowie Spengler- und Elektrofirmen.

    Das Handwerkerzentrum Ha2 befindet sich aktuell im Status des Vorprojektes. Das Baubewilligungsverfahren soll im Juni 2022 beginnen. Der Bezug des Gebäudes ist auf den Herbst 2023 geplant.

    Luftbild Mikrolage: Der Standort des Handwerkerzentrums zeichnet sich aus durch die optimale Anknüpfung an gegebene Verkehrswege.
  • Neue Dienstleistungs- und Gewerbearena in der Werkmatt Uri geplant

    Neue Dienstleistungs- und Gewerbearena in der Werkmatt Uri geplant

    Die Franz Kempf AG will ihre Tätigkeit in ein neues Gebäude in der Werkmatt Uri verlegen, das sie zu bauen gedenkt. Da sie jedoch nur einen kleinen Teil des Gebäudes auf der 7000 Quadratmeter grossen Parzelle nutzen wird, sucht Geschäftsführer und Firmeninhaber Franz Kempf Betriebe, die Bedarf an Eigentums- oder Mietfläche haben.

    Das Unternehmen für Gips-, Stuckatur- und Plattenarbeiten hat an seinem jetzigen Standort zu wenig Platz. Zudem sieht Kempf im neuen Standort grosses Potenzial. Er ist gut erschlossen und bietet Mitarbeitenden einen Arbeitsort mit hoher Lebensqualität in der Nähe der Natur. Durch die Kooperation mit anderen Unternehmen entstehen ausserdem neue Arbeitsplätze im Kanton Uri.
    Um Interessenten aus der ganzen Schweiz anzusprechen, hat Kempf in verschiedenen Medien in Basel, Zürich, der Innerschweiz, dem Aargau und dem Tessin inseriert. Im Moment ist er an der Auswertung der Interessenten, die sich gemeldet haben. Was für Unternehmen das sind, will er noch nicht verraten: «Es ist sehr spannend, aber aus Diskretionsgründen kann ich darüber noch keine Angaben machen.»

    Das neue Gebäude soll nach den Bedürfnissen der Interessenten entwickelt werden. Kempf hofft auf einen baldigen Projektstart und den Bezug der Gewerbeflächen ab 2024. Die Parzelle, in der Kempf seine Dienstleistungs- und Gewerbearena bauen möchte, ist die südlichste der Werkmatt. Sie befindet sich direkt neben dem neuen Autobahnanschluss.

    Franz Kempf, Geschäftsführer und Inhaber der Franz Kempf AG.
  • Für bestes Arbeiten und Leben

    Für bestes Arbeiten und Leben

    Der Gotthard ist ein Mythos, ein europaweit bekanntes Wahrzeichen, welches uns Menschen schon seit Jahrhunderten immer wieder vor vermeintlich unlösbare Herausforderungen stellt, so aber auch ganze Generationen zu neuen Höchstleistungen angetrieben hat. Auch heute noch spornt uns der Gotthard an, fördert Innovation nicht nur, sondern fordert diese regelrecht. Der Name Gotthard strahlt nach Norden, Süden, aber auch über unsere Landesgrenzen hinaus und steht wie kaum ein anderer Name für Beständigkeit, Robustheit, Pioniergeist, Innovation und Ingenieurskunst. Der Markenname Innovationspark Gotthard steht für die Symbiose von Standfestigkeit, Dauerhaftigkeit und Kraft mit Kreativität, Optimismus, Naturverbundenheit, Gemeinschaft und Offenheit.

    Neue Talente wünschen sich einen Arbeitsort mit Zukunftsperspektiven, bauen ihre Standortwahl aber auch auf Soft Factors auf und suchen nach einem Top-Umfeld für ihre Familie, die Freizeit und Erholung. Regionen ausserhalb der grossen Zentren etablieren sich dank einem günstigen Kostenumfeld (Steuern, Energie, Liegenschaftenpreise) zu attraktiven Alternativen. Der Kanton Uri ist prädestiniert, ein solches Lebensumfeld zu entwickeln und attraktiv zu werden für «Arrivierte».

    Der Innovationspark Gotthard bietet für Firmen der «Outdoor Technik» oder aus den Branchen «Natur, Energie und Innovation» ein inspirierendes Umfeld zur wissens- und innovationsorientierten Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen.

    Er konzentriert sich auf Firmen, welche ihren Talenten (Gen Y, Gen Z) Wohnen und flexibles Arbeiten in intakter Umwelt mit reichhaltigem Sport- und Kulturangebot «vor der Haustüre» anbieten möchten.

    Denkbar sind:

    • Shared Services (räumlich: Empfang, Cafeteria , Sitzungszimmer usw. wie auch inhaltlich: Administrative Services). Die Firma kann sich auf ihre Hauptaktivität konzentrieren.
    • Fab Lab (Angebot für Kleinserien, 3D Printer, Simulation und Coaching, Betriebskonzepte, Abläufe usw.)
    • Inspirationsräume zur Förderung von Innovation in gemeinsamer Interaktion
    • Reinräume, Räume für mech. Fertigung, Versuchslabore, Testcenter
    • Büroräume
    • Flexible, offene Flächen (Engineering, Testing , Produktion, Administration) zeichnen die angestrebte Nutzung aus. Es unterscheidet sich von einem reinen Büroflächenangebot.
  • Beim Bahnhof Altdorf entsteht neue Urbanität

    Beim Bahnhof Altdorf entsteht neue Urbanität

    «Bei diesem Wohn- und Geschäftshaus haben wir den Fokus auf eine nachhaltige Konzeption gelegt. Ökologie, Ökonomie und Soziales befinden sich im Einklang. Bei «Cubo» steht die soziale und funktionale Durchmischung des Gebäudes im Mittelpunkt. Diese wird mit vielfältigen und gemeinschaftlichen Nutzungsformen erreicht. Mit diesen zukunftsorientierten Ansätzen werden Anreize geschaffen für die Gründung neuer Arbeits- und Lebensmittelpunkte in der Region», erläutert René Chappuis, Geschäftsleitung der verantwortlichen CAS Gruppe. Der Denkansatz überzeugt. Die Wohnungen und Büroflächen waren innert kürzester Zeit vermietet. Die Möglichkeit, sich im Haus im Alltag zu begegnen, findet besonders bei Pendlern und Neuzuzügern Anklang.

    Treppenhaus als Begegnungszone
    Die kubische Gebäudehülle umschliesst zwei Gewerbegeschosse, vier Wohngeschosse sowie ein Attikageschoss. 36 hochwertige Mietwohneinheiten zu 2.5- bis 4.5-Zi-Wohnungen wurden insgesamt realisiert. «Begegnung, Austausch und die Möglichkeit für gemeinsame Treffen prägen das Raumkonzept. So überrascht das Gebäude mit einer sehr grosszügigen Erschliessungszone. Das von Tageslicht erhellte Atrium dient gleichzeitg als Begegnungszone zur Förderung des sozialen Austausches der Bewohnerinnen und Bewohner», führt Helen Chappuis, Geschäftsleitung und Bereichsleiterin Architektur, aus. Zur Förderung der sozialen Kommunikation sei weiter die Waschküche im Ergeschoss angesiedelt und als Waschbar gestaltet.

    Ökostrom vom Dach
    Bei der Planung wurde der Nachhaltigkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt. Das Gebäude ist mit einer modernen Holzfassade ausgestattet und wird mit einer Grundwasser-Wärmepumpe geheizt, welche über die auf dem Flachdach installierte Photovoltaikanlage gespiesen wird. In der Einstellhalle können Ladestationen für Elektroautos einfach zur Verfügung gestellt werden. Die PV-Anlage mit einer Leistung von 36 Kilowatt produziert pro Jahr rund 34’000 Kilowattstunden Ökostrom. Damit können pro Jahr rund sechs Tonnen CO2-Ausstoss vermieden werden, was rund 42’000 Autokilometern entspricht. Im Rahmen eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) wird der Solarstrom möglichst vor Ort verbraucht. Im Sommer fliesst überschüssiger Solarstrom zurück ins Netz, im Winter wird zusätzlich Energie aus dem öffentlichen Netz bezogen. Dank diesem innovativen Konzept erhalten die Mieter Solarstrom vom eigenen Hausdach, der erst noch weniger kostet als Netzstrom.

  • Untere Turmmatt: Neues urbanes Quartier mit acht Mehrfamilienhäusern

    Untere Turmmatt: Neues urbanes Quartier mit acht Mehrfamilienhäusern

    In Altdorf entsteht mit der Wohnüberbauung «Untere Turmmatt» ein neues urbanes Quartier. Acht Mehrfamilienhäuser mit 108 Wohnungen sollen sich über die Höhenstaffelung sorgfältig in das Ortsbild einfügen und den Übergang von der Wohnzone zur Industriezone bilden.

    Zwischen den Mehrfamilienhäusern entsteht als Begegnungszone ein neuer parkähnlicher Innenhof mit einheimischen Bäumen und Gräsern. Spielplätze, Spielgassen, Aufenthaltsbereiche und Sitzmöglichkeiten laden die Bewohnerinnen und Bewohner zum Verweilen ein und fördern den Austausch innerhalb der Überbauung.

    Die klar strukturierte Fassade der Wohnüberbauung erhält durch Details wie Abrundungen, textiler Putz und französischen Fenstern einen wohnlichen Charakter. Auf den Dächern der Überbauung entstehen intensiv begrünte Dachgärten.

    Die Wohnüberbauung soll in drei Etappen entstehen. Momentan ist die erste Etappe im Abschluss. Sie umfasst vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 64 Wohneinheiten, bestehend aus Geschoss-, Attika- und Maisonettewohnungen. Die Wohnungen variieren in der Grösse von 3.5 bis 6.5 Zimmern. Alle Wohnungen verfügen über einen witterungsgeschützten privaten Aussenraum in Form eines Balkons oder einer Loggia. Manche Wohnungen haben zudem direkten Zugang zu den Dachgärten. Im März 2022 wurden die ersten 20 Wohnungen an ihre Käufer übergeben. Im Juni folgen die nächsten 15 und im Oktober weitere 11 Wohnungen. Die restlichen Wohnungen sollen im April 2023 bezugsbereit sein.

    Die zweite Bau-Etappe ist in Vorbereitung. Sie umfasst zwei Mehrfamilienhäuser, in einem davon entstehen Mietwohnungen. Der Baubeginn der zweiten Etappe ist auf den Herbst 2022 geplant. Die dritte Bau-Etappe mit weiteren zwei Mehrfamilienhäusern ist auf 2024 und 2025 geplant.

    Die Erschliessung des neuen Quartiers erfolgt über die Fabrikstrasse und über Fussgängerwege von der Hellgasse und vom Turmmattweg. Die Mehrfamilienhäuser sind direkt an die Tiefgaragen angeschlossen. In der Nähe der Überbauung gibt es Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs.

  • Ein modernes Spital am Fusse des Gotthards

    Ein modernes Spital am Fusse des Gotthards

    Der Kanton Uri baut ein neues Regionalspital mit Vorbildcharakter. Nach drei Jahren Bauzeit wird der Neubau Kantonsspital Uri (KSU) im Juni 2022 eröffnet. Uri verbucht damit einen Rekord: Das neue Spital ist das grösste Hochbauprojekt, das der Kanton als Bauherr je umgesetzt hat. Das Spital im Hauptort Altdorf ist ein Generationenwerk, das die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auf Jahre sichern und verbessern wird. Von der Architektur über die Gestaltung bis zur Ausführung: Der Neubau des KSU ist auf die heutigen und künftigen Bedürfnisse im Kanton Uri ausgerichtet. «Mit dieser Investition sichern wir die medizinische Grundversorgung in Uri für die nächsten Generationen. Die Arbeiter auf der Baustelle waren mit grossem Einsatz dabei. Dank ihrem Engagement konnten auf der Baustelle Erschwernisse wie die Corona-Pandemie gemeistert werden. Zudem konnte der reguläre Spitalbetrieb ungehindert weiterlaufen», sagt Regierungsrat Roger Nager.

    Neue Hülle, neues Innenleben
    Dank der Investition kann das Kantonsspital Uri seine Rolle als medizinisches Kompetenzzentrum in Zukunft wahrnehmen. Bei der medizinischen Behandlung wird das KSU dazugewinnen: Der Patientin, dem Patienten stehen künftig kurze Wege, bequeme Zimmer, mehr Privatsphäre, moderne Untersuchungsräume und guter Service zur Verfügung. Dem Team der Darlington Meier Architekten, Zürich, ist ein kompakter, eigenständiger und stilvoller Bau gelungen. Das neue Gebäude ist von einem grossen Spitalpark umgeben. Das Bauwerk schafft auf behutsame Weise eine neue, starke Identität. So finden sich die Besucherinnen oder die Patienten schnell und einfach zurecht. Das gelingt durch den sorgfältigen Einsatz von Material, Licht und Farbe. So sieht man überall im Neubau das Tageslicht, sogar in den Operationssälen blickt man in die imposante Urner Bergwelt. Als wichtiger Stützpunkt sichert das KSU auch für Personen, die nicht in Uri leben, die Notfallversorgung entlang der Nord-Süd-Achse.

    Riesiger Rückhalt in der Bevölkerung
    Am 24. September 2017 haben 85,5 Prozent der Urner Stimmbevölkerung dem Baukredit für den Um- und Neubau des Kantonsspitals zugestimmt. Roger Nager ist überzeugt: «Die Patientinnen und Patienten sowie die rund 600 Mitarbeitenden des Kantonsspitals werden sich im Neubau wohlfühlen».

  • Ein Holzchalet-Trio für höchste Ansprüche

    Ein Holzchalet-Trio für höchste Ansprüche

    Alle drei charmanten Holzchalets sind mit einem Durchgang verbunden. Hinter dem Bauprojekt steht ein umfassendes Konzept, das auf nachhaltigen Tourismus setzt. Parallel dazu wird die Berg-Academy aufgebaut, Kursanbieterin in den Bereichen gesunder Mensch, gesunde Umwelt und nachhaltiges Unternehmertum. Die Academy wird die «Live-Seminare» in der Berglodge37 durchführen. Externe Seminaranbieter können eigene Seminare auf den Eggbergen durchführen. Firmen und Organisationen buchen die Lodge für interne Seminare in den erwähnten Gebieten. Ruhe suchende Erwachsene können den Ort für einen persönlichen Boxenstopp, einen «Digital Detox» oder ganz einfach für ein paar Relax-Tage nutzen.

    Mit der Berglodge37 erfüllten sich die beiden Betreiber einen Traum: «Dieses Herzensprojekt hat schon lange in uns geschlummert», sagt Ruth Koch. «Das Betreiben einer Bergoase, in der sich neugierige Menschen treffen und inspirieren können, ist unser gemeinsame Traum», ergänzt Martin Reichle. Beim Bau der Berglodge37 wurde grosser Wert auf eine optimale Energiebilanz gelegt und viel regionales «Mondholz» eingesetzt, während abnehmendem Mond gefälltes Holz. Dieses Holz hat, gemäss einer ETH-Studie, nachweislich verschiedenste positive Eigenschaften wie eine bessere Stabilität, bessere Haltbarkeit, Feuerbeständigkeit, Härte sowie Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge. Auch bei der Auswahl der Möbel war nur das Beste gut genug. Alle Zimmer sind mit Bettsystemen des Schweizer Herstellers Leibundgut aus dem Berner Oberland ausgestattet. Das weltweit einzige Bett mit automatischer Formanpassung an jede Körperform und Schlaflage bietet einen perfekten Schlafkomfort und garantiert beste Erholung.

    Als konsequent nachhaltiger Betrieb setzt die Berglodge37 auf eine vegetarische Küche. Die Gäste sollen die Erfahrung machen können, dass vegetarisches Essen genauso gut schmecken kann wie fleischhaltige Gerichte. Die Lodge versteht sich als ein innovativer Arbeitgeber im Kanton Uri. Das widerspiegelt sich in der Wahl der Mitarbeitenden, die praktisch alle aus der Region stammen. Die Eröffnung der Berglodge37 ist auf Mitte Juli 2022 geplant. Mehr Informationen: www.berglodge37.com.

  • «Es lohnt sich, in erneuerbare Energien zu investieren.»

    «Es lohnt sich, in erneuerbare Energien zu investieren.»

    Stimmt es, dass das Dätwyler Werk in Schattdorf (UR) seit dem Jahre 2012 klimaneutral ist?
    Reto Burkart: Ja, das ist korrekt.

    Und wie haben Sie dieses Ziel schon so früh erreicht?
    Es waren zwei unabhängige Aktivitäten, die dazu führten. Dank einem neuen externen Partner konnten wir 2008 unsere Ölheizung durch ein Holzheizwerk ersetzen. Die Prozess- und Heizenergie für unser Werk wird seit diesem Zeitpunkt mittels Holzschnitzel erzeugt. Zudem beziehen wir seit 2012 zertifizierten Strom aus Wasserkraft.

    Was können andere Firmen von Ihrem (zeitlichen) Knowhow-Vorsprung lernen?
    Ich denke, ein Unternehmen sollte bezüglich nachhaltiger Energien ein gewisses Grundwissen im Haus haben. Man sollte aber nicht immer versuchen, alles komplett in die eigene Hand zu nehmen. Wir haben immer mit externen Spezialisten zusammengearbeitet, die sich solchen Themen annehmen können und viel spezifischeres Knowhow haben als wir. Wichtig ist aber, dass man den Partner kennt und ihm vertrauen kann.

    Hätten Sie gedacht, dass das Thema Nachhaltigkeit einmal so wichtig werden würde?
    Ja, natürlich, und wir waren und sind auch darauf vorbereitet und werden nicht aufhören, das Thema weiter zu bearbeiten. Klar ist es heute mehr «en vogue», sich der Nachhaltigkeit anzunehmen, aber meiner Meinung nach profitieren wir als Unternehmen schon lange von diesem Setup, denn die Nachhaltigkeit bezieht sich ja nicht nur auf den Energie- und Materialverbrauch. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden sind genauso Teil davon.

    Was sind Ihre Ziele für die nächsten zehn Jahre?
    Was die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden betrifft, sind wir am Standort Schattdorf daran, über viele kleine interne Programme das Verständnis für die Wichtigkeit dieser Themen zu erhöhen. Wir arbeiten diesbezüglich auch sehr intensiv mit externen Partnern wie der SUVA zusammen.

    Bezüglich Umwelt arbeiten wir stetig daran, den absoluten und relativen Verbrauch von Brennstoffen, Elektrizität und Wasser sowie die Abfallmenge zu verringern. Zudem hat sich Dätwyler zum Ziel gesetzt, bis 2030 an allen Standorten weltweit klimaneutral zu sein.

    Reto Burkart, Leiter Dätwyler Werk Schattdorf
  • Kunst im ehemaligen «Sackmagazin»

    Kunst im ehemaligen «Sackmagazin»

    2019 hat Christoph J. Hürlimann vom Kanton Uri das ehemalige «Sackmagazin» des Architekten Robert Maillart auf dem Werkmatt-Areal in Uri gekauft. Hürlimann, der zusammen mit seiner Familie die Stiftung «Kunstdepot» mit Sitz in Göschenen gründete, besass davor bereits das benachbarte «Silomagazin» des Architekten Eduard Züblin.

    An einer Medienorientierung zusammen mit dem Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind gab
    Christoph Hürlimann 2019 nach seinem Kauf einen Einblick in seine Pläne: «Meine Vision ist die Errichtung eines Weges der Kunst in Uri. Dieser soll beim Haus für Kunst Uri in Altdorf beginnen, sich fortsetzen zum Kunstsilo und Kunstdepot Altdorf in der Werkmatt Uri, über das Kunstdepot Göschenen führen und den Abschluss im Museum Sasso San Gottardo auf dem Gotthardpass finden. Mit dem Kauf des ehemaligen Sackmagazins ist diese Vision ein Stück näher gerückt.» Auch Camenzind zeigte sich erfreut über den Verkauf: «Für den Kanton Uri ist der Kauf des Gebäudes durch Christoph Hürlimann ein Glücksfall.»

    Mittlerweile nutzt Hürlimann die beiden denkmalgeschützten Gebäude auf dem Werkmatt-Areal, um in ihnen verschiedene Sammlungen von Kunstobjekten aufzubewahren und auszustellen. Er hat die beiden historischen Gebäude in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt für kulturelle, künstlerische und gesellschaftliche Nutzungsformen entwickelt. Diese Umnutzung wertet sowohl die beiden historisch bedeutsamen Gebäude als auch das gesamte Areal auf.
    Um das ehemalige Sackmagazin für die neue Nutzung aufzubereiten, war einige Arbeit notwendig: «Wir mussten diverse Arbeiten ausführen: Das Treppenhaus als Fluchtweg erweitern, elektrische Installationen nachrüsten, viele Stellwände einbauen, diverse Malerarbeiten erledigen, Sicherheitstechnische Installationen vornehmen, Einbruchsicherungen anbringen», sagt Hürlimann.

    Die Werkmatt Uri im Gebiet Eyschachen südwestlich des Bahnhofs Altdorf ist eine der letzten grossen Landreserven im Urner Talboden. Das 12 Hektaren umfassende Areal liegt zwischen den Bahngeleisen und der Gotthardautobahn A2. Bereits vor über 100 Jahren entstanden dort erste Nutzungen, die einen direkten Bahnanschluss benötigten: Die prominentesten Beispiele sind die beiden 1912 und 1913 entstandenen eidgenössischen Getreidemagazine der Architekten Eduard Züblin und Robert Maillart.

  • Die Aufbruchstimmung im Kanton Uri ist sichtbar

    Die Aufbruchstimmung im Kanton Uri ist sichtbar

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    Eröffnet wurde der Anlass von Landammann und Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. In seinem Referat erläuterte er die positive Entwicklung der vergangenen Jahre: «Auf engstem Raum wird viel investiert und dabei befruchten sich private und öffentliche Investitionen gegenseitig. Exemplarisch dafür ist die Entwicklung rund um den neuen Kantonsbahnhof in Altdorf oder die Tourismusentwicklung Andermatt», so Camenzind.

    Im darauffolgenden Referat thematisierte Christoph Bugnon, Vorsitzender der Geschäftsleitung Urner Kantonalbank, den wichtigen Beitrag, den das Unternehmen mit dem neuen Dienstleistungsgebäude zur Entwicklung rund um den Kantonsbahnhof leistet. Raphael Krucker, CEO der Andermatt Swiss Alps, porträtierte in seinem Referat die Tourismusentwicklung in Andermatt.

    Abschliessend erläuterte Mario Epp, Standortförderung Uri, die Vorzüge des Wirtschaftsraums Uri: «Wir verfügen über ein optimales Kostenumfeld, kurze Wege zu den Entscheidungsträgern und sind hervorragend erschlossen, direkt an der europäischen Nord-Süd-Achse. Kurzum: Der Kanton Uri bietet beste Voraussetzungen für unternehmerische Erfolge.»

    Der darauffolgende Netzwerk-Apéro mit der Bau- und Immobilienbranche rundete den Anlass ab. Mit dem Anlass verknüpft ist die aktuelle Ausgabe von unserem Magazin «immo!nvest». Es zielt darauf ab, die positiven Entwicklungen im Kanton Uri aufzuzeigen und Interessenten für den Standort Uri zu begeistern.

    Wir blicken zufrieden auf den 92. immoTable Uri zurück. Es war ein erfolgreicher Anlass und wir möchten uns bei allen Teilnehmern ganz herzlich bedanken. Ebenfalls ein Dankeschön geht an Monika Schärer für die tolle Moderation und unsere Referenten Urban Camenzind, Christoph Bugnon, Raphael Krucker und Mario Epp für die interessanten und anregenden Referate. Ein grosses Danke auch an unsere Partner Kanton Uri, Urner Kantonalbank, eSMART und PropTechMarket.

    Am 16. Juni 2022 geht es mit dem 93. immoTable Flughafenregion Zürich in der Eventalm in Rümlang weiter. Darauf folgen der 94. immoTable Suisse Romandie am 06. Oktober 2022 in Lausanne und der 95. immoTable Basel am 24. November 2022.

  • Werkmatt Uri – Raum für Ideen

    Werkmatt Uri – Raum für Ideen

    Der Kanton Uri und die Gemeinde Altdorf erschliessen in der Werkmatt Uri Land für neue Business-Chancen für Unternehmerinnen und Investoren. Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe finden hier flexible Möglichkeiten. So sollen hier in Zukunft insgesamt über 1000 wertschöpfungsintensive Arbeitsplätze entstehen.

    Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung
    Als Eigentümerin strebt der Kanton Uri eine Win-win-Situation mit zukünftigen Investoren, Besitzerinnen und Nutzern im Areal an. Die öffentliche Hand investierte darum in das Gebiet zwischen dem künftigen Kantonsbahnhof und dem neuen Autobahn-Halbanschluss Altdorf Süd einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Grundstücke können im Kauf oder im Baurecht erworben werden.

    Erste Parzellen wurden bereits verkauft, und die erste Erschliessungsetappe ist fertig realisiert. In den nächsten Jahren sollen weitere Baufelder schrittweise verkauft und bebaut werden. Der Kanton entwickelt das Areal Werkmatt Uri koordiniert, so dass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen im regionalen Gesamtinteresse entstehen. Der Quartiergestaltungsplan dient bauwilligen Investoren und Firmen als eigentümerverbindliches, parzellenscharfes Planungsinstrument. Er setzt Leitplanken hinsichtlich Nutzung, Gestaltung, Infrastruktur und insbesondere Arbeitsplatzdichte.

    Zunehmendes Interesse spürbar
    Das Interesse an der Werkmatt Uri hat durch die Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs im Dezember 2021 noch einmal zugenommen. Bereits verkauft sind die beiden denkmalgeschützten Gebäude, das «Sackmagazin» des Architekten Robert Maillart und das «Silomagazin» des Architekten Eduard Züblin. Wo der Bund früher Getreidesäcke für den Notfall stapelte, finden sich heute spannende Sammlungen an Kunstobjekten. Mit der Kässbohrer Schweiz AG, einer Herstellerin von Geländefahrzeugen, hat bereits ein erstes Unternehmen als Käuferin eine Parzelle erworben und bebaut. Weitere spannende Projekte sind in Planung – wie die nachfolgenden Artikel in diesem Magazin illustrieren.

  • Nachhaltige Urner Energielösungen

    Nachhaltige Urner Energielösungen

    Die Energiezukunft in der Schweiz ist ein Dauerthema. Ein Rezept für mehr Unabhängigkeit ohne Vernachlässigung der beschlossenen Klimaziele sind lokale, nachhaltige und CO2-freie Energielösungen. EWA-energieUri bietet mit ihren integrierten Gesamtenergielösungen, kurz SmartEnergy, eine clevere Lösung für die individuelle Energiewende. Konkret steckt folgendes hinter SmartEnergy: Strom mit einer Photovoltaik-Anlage selber produzieren und speichern, nachhaltige Wärme- und Kälteproduktion, Ladelösungen für die Elektromobilität, den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte und Wasser mit SmartMetern messen und visualisieren – alles vernetzt und optimiert mit einer intelligenten Steuerung.

    Grosser Mehrwehrt für Eigentümer
    Eine solche integrierte Gesamtenergielösung setzt EWA-energieUri aktuell bei der Überbauung «Plätzli» in Altdorf um. Das Projekt mitten im Altdorfer Dorfkern umfasst zwei Gebäudekörper mit insgesamt 24 Wohnungen. Ein Teil der in Zukunft benötigten Energie wird mit einer Photovoltaik-Anlage produziert. Davon profitieren alle Wohnungsbesitzer. Der mit Sonnenkraft produzierte Strom kann beispielsweise für das Aufladen des Elektroautos oder die Klimatisierung der Räumlichkeiten genutzt werden. Eine intelligente Steuerung verbindet zudem alle Systeme und optimiert diese. So ist der benötigte Strom sicher dann verfügbar, wenn er gebraucht wird. Da auch der Reststrom aus erneuerbarem, lokalem URstrom aus Urner Wasserkraft stammt, sind die integrierten Gesamtenergielösungen von EWA-energieUri zu 100 Prozent CO2-frei.

    Profitieren vom Nahwärmeverbund
    Das Projekt «Plätzli» in Altdorf zeigt noch einen weiteren grossen Vorteil von integrierten Gesamtenergielösungen gut auf: Die nachhaltigen Technologien können unkompliziert für weitere Liegenschaften erweitert werden. Von den zwei neu installierten Wärmepumpen im «Plätzli» profitieren im Rahmen des Nahwärmeverbunds auch fünf bereits bestehende Gebäude in der Nachbarschaft. Diese können sich von ihren bisherigen Öl-Heizungen verabschieden und die Energiebilanz ihrer Liegenschaften beträchtlich steigern. Gerade für Besitzerinnen und Besitzer älterer Liegenschaften stellt diese Möglichkeit einen grossen Mehrwert dar. So können sie einfach und unkompliziert von nachhaltigen Lösungen profitieren und gleichzeitig mithelfen, einen weiteren Schritt Richtung erneuerbare Energiezukunft zu machen.

  • Standort Uri – den Stier bei den Hörnern packen

    Standort Uri – den Stier bei den Hörnern packen

    Beste Lage direkt an europäischer Nord-Süd-Achse
    Schon immer – aber spätestens mit dem Bau der sagenumwobenen Teufelsbrücke im Jahr 1230 – führt die direkteste Verbindung zwischen Europas Süden und Norden durch Uri. Seit der Eröffnung des Gotthard-Eisenbahntunnels im Jahr 1882 sind schnelle Personen- und Warentransporte auch auf der Schiene gewährleistet. Und 2016 ging mit dem Gotthard-Basistunnel ein neues Jahrhundertwerk in Betrieb: Seither ist Uri durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt (57 km) mit dem Süden verbunden.

    Mit der Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs in Altdorf 2021 rückte der Süden und Norden noch näher an Uri: Neu sind Lugano in 50 Minuten, Mailand in zwei Stunden und Zürich in einer Stunde bequem mit Direktverbindungen erreichbar.

    Die zentrale Lage des Standorts Uri mit vorteilhaften Anbindungen auf einen Blick.

    Optimales Kostenumfeld
    Uri besticht nicht nur mit seiner vorteilhaften Lage, sondern auch mit einem attraktiven Kostenumfeld. Einerseits kombiniert der Gotthardkanton mehrere finanzielle Vorteile zugunsten der Wohnbevölkerung: Die Steuerbelastung, Krankenkassenprämien und Wohnkosten fallen verhältnismässig tief aus. Der Anteil der Eigentumsobjekte mit mindestens vier Zimmern, die man sich mit einem Haushaltseinkommen von CHF 134’000 leisten kann, liegt 2021 im schweizerischen Mittel bei 31 Prozent. In Uri liegt dieser Wert bei 40 bis 50 Prozent. Das unterstreicht die attraktiven Immobilienpreise in Uri. Gleichzeitig liegen die Steuerabzugsmöglichkeiten für Familien deutlich über dem Schweizer Durchschnitt. So verbleiben den Urnerinnen und Urnern von jedem Lohnfranken in Uri rund 50 Prozent zur freien Verfügung. Mit Blick auf das verfügbare Einkommen und die finanzielle Wohnattraktivität zählt der Kanton Uri zur klaren Schweizer Spitze.

    Genauso profitieren auch Unternehmen von verhältnismässig kostengünstigen Land- und Immobilienpreisen. Aber auch im Unternehmenssteuerwettbewerb sticht Uri viele Kantone aus. Denn der Gotthardkanton kennt seit Jahren eine Flat Rate Tax – sowohl für natürliche wie juristische Personen. Die tiefen Unternehmenssteuern kommen insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen entgegen. Die Gewinnsteuer beträgt rund 12,6 Prozent und die Kapitalsteuer 0,001 Prozent (Kantons- und Gemeindesteuern bei Sitzgemeinde Altdorf). Sowohl im schweizerischen als auch im internationalen Vergleich belegt Uri damit einen absoluten Spitzenplatz!

    Schnelle und verlässliche Realisierung von Geschäftsideen
    In Uri werden Entscheidungsträger und verlässliche Partner in Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft schnell erreicht. Denn: Ein kleiner Kanton bedeutet auch kurze Wege. Die Kleinheit bedeutet auch massgeschneiderte Lösungen, so dass Geschäftsideen pragmatisch zur Umsetzung gelangen. Zusätzlich kann Uri mit engagierten und umsetzungsstarken Arbeitnehmern auftrumpfen, die sich durch Loyalität und hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber auszeichnen.

    Einmalig einfache Kombination von Arbeit und Freizeit
    Kajakfahrt vor Arbeitsbeginn? Langlaufen während der Mittagspause? Kurzwanderung am Abend mit der Familie? Eingebettet in eine attraktive Berg- und Seelandschaft, ermöglicht der Kanton Uri mit seinen Naherholungsgebieten diese einmalige Kombination von Arbeit und Freizeit. In Uri steckt Energie und Lebensqualität – entdecken Sie diesen Mehrwert beim Arbeiten, nach Feierabend und an freien Tagen.

    Das Gute liegt so nah: Einzigartige Kombination von Freizeit und Arbeit im Kanton Uri. (Bild: Angel Sanchez)

    Zahlreiche Investitionen auf kleinstem Raum
    Im Kanton Uri entsteht gerade sehr viel. An kaum einem anderen Ort wird auf engstem Raum so viel investiert. Daraus resultieren bedeutende Impulse, die zur spürbaren Aufbruchstimmung im Kanton Uri beitragen. Exemplarisch dafür ist die Entwicklung des Urner Wohnungsmarktes. Er wuchs in den letzten 10 Jahren um fast 3000 neue Wohnungen – das bedeutet eine beachtliche Zunahme von 16 Prozent.

    Auch die in den vergangenen Jahrzenten stagnierende Urner Wohnbevölkerung wächst seit einigen Jahren wieder deutlich. All das unterstreicht die attraktiven Rahmenbedingungen, ist aber auch den namhaften Investitionen in den Standort Uri zu verdanken.

    Aufstieg in die touristische Champions League
    Zu diesem Wachstum beigetragen hat insbesondere auch die Tourismusentwicklung in Andermatt. Bedingt durch den Teilrückzug des Militärs, sah sich die Berggemeinde mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Die Wende brachte der ägyptische Investor Samih Sawiris. Seit 2009 investierte er zusammen mit Mitinvestoren über CHF 1,3 Milliarden und katapultierte Andermatt dadurch in die touristische Champions League. CHF 130 Millionen flossen in die Modernisierung und den Ausbau der Winter- und Sommersportanlagen. Weitere Investitionen erfolgten in einen ökologisch betriebenen 18-Loch-Golfplatz und in eine multifunktionale Konzerthalle für fulminante Musikerlebnisse sowie Konferenzen und Ausstellungen. Mit Andermatt Reuss entstand ein komplett neuer Dorfteil mit Hotels, Apartmenthäusern, Gastro- und Gewerbebetrieben und einem eigenen Dorfplatz, der Piazza Gottardo.

    Mit mehr als 1000 Angestellten ist die Andermatt Swiss Alps AG, die Betreiberin des Tourismusresorts, heute die grösste Arbeitgeberin in Uri. Andermatt ist eine aufstrebende und attraktive Tourismusdestination. Weitere Investitionen sind bereits geplant: Einerseits wird der neue Dorfteil Andermatt Reuss etappenweise um nochmals 18’000 m2 erweitert. Andererseits wird Vail Ski Resorts die Mehrheit an der Bergbahninfrastruktur in Andermatt übernehmen und plant weitere Investitionen von über CHF 100 Millionen.

    Neu entstandener Dorfteil Andermatt Reuss mit Blick auf die «Piazza Gottardo». (Bild: Andermatt Swiss Alps)

    Mehr Mobilität und Attraktivität im Urner Talboden
    Trotz beeindruckender Entwicklung im Bergdorf Andermatt und deren Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Uri: Rund 80 Prozent der Urner Bevölkerung leben im Talboden, wo sich auch die meisten Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe konzentrieren. Dieses Gebiet erfuhr in den vergangenen Jahren substanzielle Veränderungen. Mit dem Entwicklungsschwerpunkt Urner Talboden rund um den Kantonsbahnhof in Altdorf packt Uri ein Generationenprojekt an: Hier entstehen nachhaltige Nutzungen im regionalen Gesamtinteressen und die entsprechenden Wirtschafts-, Siedlungs- und Verkehrsinfrastrukturen werden sorgfältig aufeinander abgestimmt.

    Mit der Inbetriebnahme des neuen Kantonsbahnhofs in Altdorf konnte im Dezember 2021 ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Neu halten Intercity-Züge in Altdorf, wodurch der Bahnhof an die Gotthard-Basislinie angebunden wird. Auch das regionale und überregionale Buskonzept wird auf den neuen Knotenpunkt ausgerichtet. Aus der besseren Erreichbarkeit sollen Impulse für Wirtschafts- und Siedlungsprojekte entstehen. Erste Effekte sind bereits sichtbar: In unmittelbarer Umgebung zum Bahnhof sind mit «Vena» und «Cubo» bereits moderne Wohnbebauungen realisiert worden. Weitere, wie die Überbauung «Strickermatt» in unmittelbarer Lage zum Kantonsbahnhof, sind in Ausführung. Auch die Urner Kantonalbank gestaltet die Entwicklung rund um die neue Urner Verkehrsdrehscheibe aktiv mit. Mit ihrem neu errichteten Dienstleistungsgebäude am Bahnhofplatz 1 setzt sie sich für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Kantons und der Bank selber ein. Dort sind modernste Büroräumlichkeiten an bester Lage entstanden. Einen Drittel beansprucht die UKB selbst als neuen Hauptsitz, weitere 3100 m2 werden vermietet. Spannende neue Firmen aus dem In- und Ausland haben sich hier bereits angesiedelt.

    Werkmatt Uri – Raum für Geschäftsideen
    Zentrales Puzzleteil des Entwicklungsschwerpunktes bildet die Werkmatt Uri in Altdorf. Sie ist die grösste zusammenhängende Landreserve in Uri. Der Kanton Uri als Eigentümer investierte einen Millionenbetrag in das Gebiet zwischen dem neuen Kantonsbahnhof und dem künftigen Autobahn-Halbanschluss. Auf rund 120’000 m2 bietet das Areal Business-Chancen für zukunftsorientierte Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Künftig sollen auf dem Areal über 1000 Arbeitsplätze entstehen. Ziel ist es, das Areal koordiniert zu entwickeln, sodass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen entstehen können. Die öffentliche Hand als Anbieterin strebt eine Win-win-Situation mit Investoren und den zukünftigen Besitzern und Nutzern im Areal an.

    Wie die Werkmatt dereinst, inkl. Autobahn-Halbanschluss, aussehen könnte.

    Weitere zukunftsträchtige Entwicklungen stehen an
    Verschiedene Generationenprojekte konnte der Kanton Uri bereits realisieren, wie vorstehend bereits beschrieben. Weitere gewichtige Entwicklungsprojekte stehen an. Eine neue Verkehrsdrehscheibe in Göschenen ist in Planung. Neben Bahnhof für Bahn und Busse und einem Parkhaus ist eine Seilbahnverbindung vom Bahnhof Göschenen ins Skigebiet Andermatt angedacht.

    Dazu kommt die West-Ost-Umfahrung im Urner Talboden, welche die Siedlungsgebiete vom Strassenverkehr entlasten und damit aufwerten wird. In Altdorf wird ein neuer Autobahn-Halbanschluss realisiert, der den Urner Talboden noch besser erschliesst. Bereits heute arbeitet der Bund zudem am Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels. Schliesslich entstehen auch neue Velowege, welche Uri für den Langsamverkehr noch attraktiver machen sollen. Daneben gewinnen Investitionen in Bildung und Forschung noch stärker an Bedeutung. Erste Ansätze bestehen hier bereits: Einerseits mit dem Institut Kulturen der Alpen, das sich den Besonderheiten des alpinen Raums widmet – von den prähistorischen Zeugnissen über spezifische Traditionen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart. Andererseits mit dem Logistikum Schweiz in Altdorf, einem Forschungs- und Innovationszentrum für Logistik und Supply Chain Management.

    Standortförderung Uri – Ihr umsetzungsstarker Partner
    Im Kanton Uri sind viele spannende Entwicklungen im Gange. Die Standortförderung arbeitet daran, diesen Schwung wirtschaftlich nachhaltig zu nutzen und in Arbeitsplätze und Mehrwert für den ganzen Kanton umzumünzen. Wie funktioniert die Standortförderung Uri?

    Zum einen machen wir die Vorzüge des Gotthardkantons und die spannenden Entwicklungen sichtbar. Standortkommunikation und -vermarktung erfolgt via Web, Print, Messeauftritte und über das persönliche Netzwerk. Insbesondere die Mitgliedschaft in der Greater Zürich Area soll dazu führen, dass der Standort Uri mit seinen Vorzügen noch besser wahrgenommen wird. Ansiedlungsinteressenten, wie auch bestehende Unternehmen und Startups, begleitet die Standortförderung in Beratungen oder bei Standortbesichtigungen oder Baulandsuche.
    Sie ist gleichzeitig auch die Informations- und Anlaufstelle der Verwaltung für die Urner Wirtschaft. Zusätzlich stellt sie den Kontakt mit den Schlüsselpersonen in Wirtschaft, Bildung, Innovationsförderung und Behörden her.

    Breites Instrumentarium
    Die Standortförderung Uri kann auf ein breites Instrumentarium zur Unterstützung von Unternehmen zurückgreifen. Für den Einzelfall werden sie massgeschneidert definiert. Davon profitieren zum Beispiel innovative Jungunternehmen in Form von Starthilfen. Eine weitere Möglichkeit ist die Unterstützung von überbetrieblichen Initiativen mit der Neuen Regionalpolitik (NRP), einem Förderinstrument für ländliche Räume und Berggebiete. Als Starthilfe oder Wegbereiterin kann sie unternehmerischen Initiativen zum Durchbruch verhelfen.

    Bei der Standortförderung Uri dürfen Sie mit schnellen, kompetenten und verbindlichen Reaktionen zu ihren Anliegen rechnen.

    Herzlich willkommen im Lebens- und Wirtschaftsstandort Uri. Packen Sie mit uns den Stier bei den Hörnern!

    Bild: Das Team der Standorförderung Uri.
  • Urner Kantonalbank – zuverlässige Partnerin für einen attraktiven Wirtschaftsraum

    Urner Kantonalbank – zuverlässige Partnerin für einen attraktiven Wirtschaftsraum

    Der neue Hauptsitz der Urner Kantonalbank (UKB) beim Kantonsbahnhof wurde Ende März 2022 bezogen. Die akribisch vorbereitete Zügelaktion während drei Tagen war der lang ersehnte Abschluss einer rund zweieinhalbjährigen Bauphase. Auch verschiedene Mieterinnen und Mieter des neuen, fünfgeschossigen Dienstleistungsgebäudes sind mittlerweile eingezogen. Der Vermietungsstand von über 70% bei Fertigstellung des Gebäudes bestätigt die erfolgreiche Standortentwicklung im Urner Talboden und darüber hinaus. Mit dem modernen und attraktiven Begegnungsort leistet die Urner Kantonalbank in verschiedenen Rollen einen wichtigen Beitrag zum neuen Eingangstor zum Kanton Uri. Sie ist Bauherrin des multifunktionalen Gebäudes, Investorin, welche wirtschaftliche Impulse setzt, Vermieterin, die Räume schafft für neue Unternehmen und Arbeitgeberin, die eine moderne und innovative Arbeitswelt ermöglicht.

    UKB Neubau – viel Flexibilität für alle
    Mit der gewählten stützenfreien Konstruktion des gesamten Erdgeschosses und einem Glasanteil der Fassade von 75 %, die den Arbeitsplätzen viel Licht schenken, lassen den Neubau transparent und lebendig erscheinen. Das Dienstleistungsgebäude ist nach Minergie-Standard zertifiziert. Zudem ist der Neubau an das Fernwärmenetz des Heizwerks Uri angeschlossen. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach wird etwa 61’000 kWh Strom produzieren, was circa 15 Prozent des Gesamtenergiebedarfs des Gebäudes entspricht. Die flexible Raumaufteilung auf jedem Stockwerk lässt moderne Arbeitsformen auf lange Zeit zu. Zugleich fördert die Flexibilität den Austausch, Synergien und Innovation. Im 1. Obergeschoss befindet sich ein multifunktionaler Saal für bis zu 99 Personen, der für Events und Schulungen nicht nur von der festen Mieterschaft genutzt werden kann. Von der totalen Nutzfläche von 6240 m² steht nur noch wenig Fläche im EG und 1. OG zur Vermietung offen.

    Innovationsbiotop Uri – fördert Innovation und Bildung im Kanton Uri
    Während den vergangenen Jahren wurde im Kanton Uri viel Aufbauarbeit in eine attraktive Infrastruktur zur Weiterentwicklung des Kantons Uri geleistet, um beste Voraussetzungen für einen Wachstumsmarkt im Kanton zu generieren. Mit der Aufwertung des Bahnhofs Altdorf zum Kantonsbahnhof wird die Standortgunst des Kantons Uri für neue Dienstleistungs-, High-Tech- und Gewerbenutzungen erheblich gesteigert, und es entstehen viele weitere Chancen für neue wirtschaftliche Impulse.

    Mit dem Innovationsbiotop im 3. OG realisiert die UKB mit ihren Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik einen Standort für Innovation und Bildung. Dieser soll als Nukleus zur Förderung von Innovation, Bildung und Forschung, aber auch als Organisation der Vernetzung und Ressourcenbeschaffung für innovative Unternehmen, welche den gesamten Kanton umfassen, dienen.

  • «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    Herr Camenzind, wie hat sich die Urner Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren verändert?
    Als ich 2012 ins Amt gekommen bin, haben wir die Ansiedlungsstrategie angepasst und sind eine Zusammenarbeit mit der Greater Zurich Area eingegangen. Das war ein wichtiger Schritt. Dann kam die Tourismusentwicklung in Andermatt dazu. Solche Entwicklungen sind wichtige Standortfaktoren und Verkaufsargumente. Man redet heute im Kanton Uri weniger über die Stausituation vor dem Gotthardtunnel sondern mehr über Andermatt. Die Entwicklung im Urner Talboden ist indes anders gelagert. Hier haben wir es in den letzten sechs, sieben Jahre vor allem mit Quartierentwicklungen zu tun gehabt. Wir als Kanton Uri besitzen im Urner Talboden auch Land, welches wir entwickeln möchten und das für Gewerbe und Industrie zum Verkauf steht. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist der neue Kantonsbahnhof, an dem seit dem letzten Dezember internationale Züge halten. Bei uns ist in letzter Zeit sehr viel passiert. Diese Entwicklungen nehmen wir dankbar im Standortmarketing auf, damit wir spannende Geschichten erzählen können.

    Was sind die Vor- und Nachteile der neuen Destination Andermatt und des Kantons generell?
    Der Vorteil von Andermatt ist ganz klar: Wir sind als Kanton Uri positiv im Gespräch. Wir können unser Image verbessern und etwas für die Ausstrahlung des ganzen Kantons tun. Alleine in Andermatt sind 1000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Und das nicht etwa durch Umlagerungen oder Umstrukturierungen. Es sind Arbeitsplätze, die wir in der Art und Vielzahl bislang nicht hatten. Das ist sicher sehr positiv. Und es hilft uns wiederum auch auf anderen Gebieten, wo wir vielleicht noch schwächer aufgestellt sind. Dieser Effekt strahlt mittlerweile in die umliegenden Gemeinden aus. All das wirkt sich positiv aus – bis hinunter in den Urner Talboden um Altdorf.
    Die Nachteile sind gestiegene Immobilienpreise – vor allem in Andermatt. Das ist teils schwierig für die lokale Bevölkerung. Ich bin aber überzeugt, dass Andermatt und seine Bevölkerung unter dem Strich von der Tourismusentwicklung profitieren.

    Wie sieht die Situation im Kantonshauptort Altdorf aus?
    Hier in Altdorf sind wir gut unterwegs – insbesondere dank dem neuen Verkehrsknotenpunkt in Altdorf. Dadurch ist der Kanton noch besser erschlossen. Wir haben hier gute Entwicklungen, etwa mit der Dätwyler in Schattdorf, welche unter anderem Kaffee-Kapseln für Nespresso herstellt. Die Perspektiven des Kantons Uri sind wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Vorher haben wir nur von Arbeitsplatzabbau der RUAG, SBB und beim Militär geredet. Das ist nicht mehr das Thema. Heute suchen
    die Firmen hier händeringend nach Arbeitskräften.

    Wie sehen Angebot und Nachfrage auf dem Urner Immobilienmarkt aus?
    In Altdorf und im Urner Talboden ist in den letzten zehn Jahren so viel gebaut worden wie noch nie. Die Befürchtungen, es gebe aufgrund der Neubauten irgendwann hohe Leerstände, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Wir haben keine hohe Leerwohnungsziffer. Es sind in den vergangenen zehn Jahren etwa 3000 Wohnungen im Kanton neu gebaut worden. Das ist für Urner Verhältnisse viel. Die Preise sind hingegen stabil geblieben und nicht unter Druck geraten. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir im Verhältnis wenig Wohnfläche pro Einwohner hatten. Bis vor zehn Jahren waren wir noch bei etwa knapp 40 Quadratmeter pro Person. Im Schweizer Schnitt sind wir mittlerweile bei 50 Quadratmeter pro Person. Da haben wir jetzt ein wenig aufgeholt. In den letzten fünf, sechs Jahren ist darüber hinaus auch ein Bevölkerungswachstum im Kanton Uri festzustellen. Dies absorbiert die Wohnungen, die gebaut werden. Der Markt funktioniert.

    Wie geht es dem Gewerbestandort Uri?
    Eine der stärksten Branchen im Kanton Uri war schon immer die Baubranche. Das hat mit den grossen Infrastrukturprojekten zu tun: Kraftwerke, Bahngeleise, Autobahn, Tunnelbau. Das sind alles Baumeisteraufgaben. Da wird etwas gebaut, später stehen dann Sanierungen in regelmässigen Abständen an. Nehmen wir beispielsweise die Autobahn: Die Gotthardautobahn wird – mit der notwendigen Sanierung – jetzt quasi zum dritten Mal gebaut. In diesem Bereich tut sich also immer etwas. Dann ist Dätwyler mit seinen etwa 900 Angestellten in Uri ein sehr wichtiger Akteur. Die Metallverarbeitung war bei uns schon immer stark. Wir haben sehr viele mechanische Metallverarbeitungsbetriebe mit grossem Knowhow.

    Wir kommen auf den Neubau der Urner Kantonalbank zu sprechen: Welche Impulse gehen davon aus?
    Auf den entstandenen Büroflächen konnten bereits spannende Firmen eingemietet oder angesiedelt werden, unter anderem das norwegische Software-Unternehmen Crayon. Das ist eine internationale Firma, die auch weiterwächst und erst vor wenigen Jahren in den Kanton Uri gekommen ist. Das hilft uns und dem Standort. Auch ziehen solche Erfolgsgeschichten immer weitere Ansiedlungen an. Das hat Ausstrahlung über den Standort Altdorf hinaus. Zusätzlich entstehen noch weitere Bauwerke rund um den Kantonsbahnhof wie Wohnungen und Geschäfts- und Gewerbeflächen. Es ist wichtig, dass wir am verkehrsreichsten Punkt von Uri eine weitsichtige und ausgewogene Entwicklung haben, und der Neubau der Urner Kantonalbank ist hierfür ein guter Start.

    Alles in allem finden auf kleinstem Raum im Kanton Uri gerade sehr viele Investitionen statt. Die positive Aufbruchstimmung und Dynamik gilt es jetzt, gewinnbringend zugunsten des Kantons Uri zu verwenden.

  • Ansiedlungen erreichen Vor-Corona-Niveau

    Ansiedlungen erreichen Vor-Corona-Niveau

    Die Firmenansiedlungen nehmen nach der Corona-Delle wieder zu. Die Greater Zurich Area AG (GZA) als Standortmarketingorganisation von neun Kantonen hat 2021 insgesamt 125 Unternehmen ansiedeln können, ein Zuwachs von 36 Firmen im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020. Davon kamen laut einer Mitteilung der GZA 42 Unternehmen aus den USA (+20), 19 aus Deutschland (+4), zehn aus Italien (+5) und je fünf aus China (-6), Grossbritannien und Singapur.

    Insgesamt haben die Firmen 582 Arbeitsplätze im Wirtschaftsraum geschaffen, ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den nächsten fünf Jahren sollen es insgesamt 1843 Stellen werden.

    Die ICT-Branchen sind mit 42 Unternehmen am stärksten vertreten, gefolgt von den Life Sciences mit 25 Firmen und der Maschinenindustrie mit 18 sowie den Finanzdienstleistungen mit 13 Firmen. Die Life Sciences-Firmen haben 235 Stellen geschaffen, gefolgt von den ICT-Firmen mit 154 Stellen.

    Die Bedeutung der Firmen für den Standort geht aber über die Zahl neuer Arbeitsplätze hinaus. „Wir sprechen gezielt solche Firmen an, die eine hohe Wertschöpfung erzielen und das bestehende Ökosystem stärken“, sagte GZA-Geschäftsführerin Sonja Wollkopf Walt an einer digitalen Medienkonferenz.

    Zu den neu angesiedelten Firmen gehört etwa Benchling. Der amerikanische Anbieter von Cloud-Lösungen für Biowissenschaften will im Circle am Zürcher Flughafen bis zu 150 Arbeitsplätze schaffen. Das chinesische Pharmaunternehmen Hengrui hat bereits in Basel seinen Europasitz und richtet nun einen Standort für Forschung und Entwicklung in Zürich ein.

    Das deutsche RegTech-Unternehmen targens wird von Schwanden GL aus seine Software für Compliance-Lösungen an Banken in der Schweiz und Liechtenstein verkaufen. Ruedi Becker, der Schweiz-Chef der Tochter der Landesbank Baden-Württemberg, konnte seine Vorgesetzten zusammen mit der GZA von den Vorteilen von Glarus überzeugen.

    Das freut den Glarner Standortförderer Christian Zehnder. Glarus sei bisher stark im verarbeitenden Gewerbe und in der Nahrungsmittelproduktion. „Wir wollen von unserem traditionellen Image wegkommen“, sagte er. „Bei der Ansiedlung von Firmen sind wir aber auf den starken Partner GZA angewiesen, der den Standort international vermarktet.“

    Ähnlich sieht es Sonja Wollkopf Walt: Die Ansiedlung von targens stärke das Ökosystem insgesamt und sende das Signal, dass der Wirtschaftsraum über Zürich und Zug hinausreicht. „In der Greater Zurich Area gibt es für jedes Unternehmen den idealen Standort.“

    Der Greater Zurich Area gehören die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Tessin, Uri, Zug und Zürich an.

  • Kanton Uri stellt 3 Millionen energetische Sanierungen bereit

    Kanton Uri stellt 3 Millionen energetische Sanierungen bereit

    Der Kanton Uri hat sein Förderprogramm Energie Uri 2021 verabschiedet. Im kommenden Jahr will er insgesamt 3,1 Millionen Franken für energetische Sanierungen zur Verfügung stellen. Damit stehen etwa so hohe Mittel zur Verfügung wie im aktuellen Rekordjahr 2020.

    Im Fokus des Unterstützungsprogramms liegt die Sanierung von Gebäudehüllen, wie der Kanton in einer Mitteilung erklärt. Diese tragen stark dazu bei, dass die Energie- und Klimaziele des Bundes und des Kantons erreicht werden können. Mit einem Fördersatz von 60 Franken pro Quadratmeter werde weiterhin ein hoher Anreiz für die Gebäudehüllensanierung gesetzt, heisst es. Der Kanton bietet in diesem Bereich auch eine Beratung an. Neben der unverbindlichen Erstberatung beim Amt für Energie Uri wird neu auch eine detailliertere Beratung lanciert.

    Neben Sanierungen von Gebäuden wird im Rahmen des Programms etwa auch der Ersatz von alten Ölheizungen oder die Solarenergie unterstützt.

  • Uri verabschiedet Digitalisierungsstrategie

    Uri verabschiedet Digitalisierungsstrategie

    Der Urner Regierungsrat hat laut einer Medienmitteilung seine Digitalisierungsstrategie verabschiedet. Diese legt die grundsätzliche Richtung fest, die der Kanton im Bereich Digitalisierung einschlagen will. Sie dient auch als Orientierungsrahmen, um in den kommenden fünf bis zehn Jahren strategische Vorhaben umzusetzen. Insgesamt soll die Strategie der Attraktivität des Wohn- und Wirtschaftsstandorts Uri einen positiven Schub verleihen, heisst es.

    Die Digitalisierung könne für den Kanton Uri „zu einem eigentlichen Entwicklungstreiber werden und die Positionierung Uris massgeblich stärken“, hält der Regierungsrat im Regierungsprogramm 2020 bis 2024 fest. Dafür müssten die „gesellschaftlichen Besonderheiten Uris wie auch die besonderen Chancen Uris als Wirtschafts- wie als Home-Office-Standort mit Rückzugsqualität“ in Betracht gezogen werden.

    Bei der Erarbeitung der Digitalisierungsstrategie wurde der Kanton Uri auch von der Hochschule Luzern (HSLU) unterstützt. Wie Projektleiter Stephan Käppeli in einer Mitteilung der HSLU vom Februar hervorhebt, eignet sich der Kanton „in verschiedener Hinsicht als Modellregion der Digitalisierung“.

  • Seedorf: Baubeschluss für Kraftwerk Palanggenbach

    Seedorf: Baubeschluss für Kraftwerk Palanggenbach

    Am letzten Donnerstag fiel der Baubeschluss für das neue Wasserkraftwerk in Seedorf. Ab April 2020 erfolgen die Vergabe und Bestellung der Bauarbeiten und die Vorarbeiten starten im Mai. Der offizielle Spatenstich ist für den Spätsommer geplant.

    Sie KW Palanggenbach AG investiert rund 21 Millionen Franken in das Projekt. Mit 85 Prozent soll der grösste Teil der Gesamtinvestition in Uri bleiben, zwischen 40 und 50 Firmen werden beteiligt sein.

    Mir 11,5 Millionen Kilowattstunden wird das Kraftwerk 2600 Haushalte mit Strom versorgen können. Zudem werde es 90’000 Franken Wasserzinsen pro Jahr zugunsten der Korporation plus Steuern für die Gemeinde Seedorf und den Kanton leisten. Im Vergleich zu einem Kohlekraftwerk spare es rund 14’000 Tonnen CO2 jährlich ein.