Schlagwort: USA

  • Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Europas Innovationsfinanzierung stärken

    Technologie-Start-ups sind entscheidend für den Fortschritt disruptiver Innovationen. Doch finanzielle Hürden hemmen ihr Wachstum, wie eine neue Studie des EPA verdeutlicht. Der Vergleich mit den USA zeigt, dass es in Europa insbesondere in späteren Finanzierungsphasen an privatem Kapital fehlt. Dies zwingt viele innovative Unternehmen dazu, ausserhalb Europas nach Investoren zu suchen.

    Ein neues Bewertungssystem
    Mit dem TIS hat das EPA eine präzise Kennzahl entwickelt, um die Spezialisierung von Investoren auf patentierte Technologien zu bewerten. Der TIS basiert auf über 1000 Einzelwerten und gibt an, wie hoch der Anteil patentaktiver Unternehmen im Portfolio eines Investors ist. Damit können Start-ups gezielt nach Kapitalgebern suchen, die besonders innovationsfreundlich sind.

    Öffentliche Investoren als zentrale Stütze
    Die Studie zeigt, dass öffentliche Institutionen eine tragende Rolle bei der Innovationsförderung spielen. Programme wie der Europäische Innovationsrat, nationale Förderagenturen wie Innosuisse oder Bpifrance und die Europäische Investitionsbank bieten essenzielle Unterstützung in frühen Finanzierungsphasen. Allerdings fehlt es an einer nahtlosen Anschlussfinanzierung durch private Investoren, was die Skalierung innovativer Technologien erschwert.

    Europäische und US-amerikanische Finanzierungsmodelle im Vergleich
    Während in Europa 62% der privaten Investoren auf Early-Stage-Finanzierungen fokussiert sind, liegt der Anteil bei den 100 grössten US-Investoren mit späterem Finanzierungsfokus deutlich höher. 98 der Top-100-Investoren in den USA sind privat, über die Hälfte davon spezialisiert auf Wachstumsfinanzierung. Diese Unterschiede verdeutlichen die Lücke in der europäischen Kapitalstruktur.

    Neue digitale Tools zur Investorenfindung
    Um Start-ups den Zugang zu Kapital zu erleichtern, erweitert das EPA seine digitalen Werkzeuge. Der Deep Tech Finder wurde um einen Filter ergänzt, der Investoren gezielt nach Finanzierungsphase, Standort und Technologiefeld auffindbar macht. So können Start-ups effizient passende Kapitalgeber identifizieren und ihre Finanzierungschancen verbessern.

    Wege zu einem stärkeren Innovationsökosystem
    Die Studie unterstreicht den Handlungsbedarf für eine bessere Vernetzung von öffentlicher und privater Innovationsfinanzierung in Europa. Mit neuen digitalen Hilfsmitteln wie dem TIS und dem Deep Tech Finder setzt das EPA entscheidende Impulse, um die Finanzierungslücke zu schliessen und Start-ups langfristig im europäischen Markt zu halten.

  • Baustoffanbieter plant Börsengang in den USA

    Baustoffanbieter plant Börsengang in den USA

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Hauptsitz in Zug wird seine Niederlassung in den Vereinigten Staaten laut einer laut Medienmitteilung vollständig ausgliedern und als Holcim United States an der New Yorker Börse kotieren. Holcim in den USA hat seinen Hauptsitz in Chicago, ist aber darüber hinaus nach eigenen Angaben an 350 Orten in 43 Bundestaaten präsent und beschäftigt in den USA 7000 Mitarbeitende.

    Holcim mache Fortschritte bei dem vorgesehenen vollständigen Ausgliedern des Nordamerikageschäfts, heisst es in der Medienmitteilung. Das Nordamerikageschäft soll an der New York Stock Exchange als „domestic issuer“ (lokaler Anbieter) gemäss Regularien der Börsenaufsicht SEC kotiert werden, nach US-Regeln berichten und die Aufnahme in relevante US-Aktienindizes anstreben. Eine zusätzliche Kotierung an der Schweizer Börse SIX sei geplant, um den Bedürfnissen europäischer Investoren Rechnung zu tragen.

    Die geplante Ausgliederung unterliegt der Zustimmung der Aktionäre an der ordentlichen Generalversammlung von Holcim am 14. Mai 2025. Die Umsetzung eines positiven Beschlusses werde dann bis Ende des ersten Halbjahres 2025 erwartet, heisst es von Holcim.

    Holcim ist ein weltweit arbeitender Anbieter von Baulösungen mit einem Umsatz von 27 Milliarden Franken im Jahr 2023 und rund 63‘000 Mitarbeitenden. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben eine breite Palette an fortschrittlichen Lösungen, von den nachhaltigen Baustoffen ECOPact und ECOPlanet über die Kreislauftechnologie ECOCycle bis zu modernen Dach- und Dämmsystemen des Tochterunternehmens Elevate im belgischen Zaventem.

  • Immobilienentwickler reduziert Gewinne zur Stärkung künftiger Investitionen

    Immobilienentwickler reduziert Gewinne zur Stärkung künftiger Investitionen

    Die sitEX Properties Holding AG hat im ersten Halbjahr einen Bruttoumsatz von 10,86 Millionen Franken erwirtschaftet, informiert die Schwyzer Immobilienentwicklungsfirma in einer Mitteilung. Im Vorjahreszeitraum belief sich der Bruttoumsatz auf 32,70 Millionen Franken. Der Reingewinn nach Steuern ging im selben Zeitraum von 7,34 Millionen auf 1,51 Millionen Franken zurück.

    «In den letzten zehn Jahren hatte sitEX das Glück, ausnahmslos profitable Halbjahres- und Jahresergebnisse zu erzielen», wird CEO Beat Kähli in der Mitteilung zitiert. Derzeit befinde sich das auf Immobilien in der Schweiz und den USA spezialisierte Unternehmen aber «in einer Investitionsphase, weshalb im Vergleich zu den Vorjahren nur geringe Gewinne erzielt werden konnten». Nach Angaben von Kähli verfügt sitEX aktuell über eine Entwicklungspipeline im Umfang von mehr als 5 Milliarden Franken. Damit sei «die Grundlage für künftige nachhaltige Gewinne gesichert», so der Unternehmenschef.

    In den vergangenen Jahren hatte sitEX von den erzielten Gewinnen rund 60 Millionen Franken an die Anteilshaltenden ausgeschüttet. In diesem und im nächsten Jahr will sich das Unternehmen dagegen auf die Rückzahlung von Verbindlichkeiten und Investitionen konzentrieren, erläutert sitEX-Verwaltungsratspräsident Christoph Stutz.

  • SFS stärkt Marktpräsenz in Amerika

    SFS stärkt Marktpräsenz in Amerika

    SFS mit Sitz in Heerbrugg hat per 1. Juli das Geschäft mit Befestigungen und weiteren Produkten der Connective Systems & Supply, Inc. (CSS) mit Sitz in Denver im US-Bundesstaat Colorado gekauft. Damit erhält der weltweit aktive Hersteller von Präzisions- und Befestigungsteilen aus der St.GallenBodenseeArea Marktzugang zu der stark wachsenden Region um Denver, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

    Das Geschäft wird organisatorisch in die zur SFS-Gruppe gehörende Triangle Fastener Corporation (TFC) in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania eingegliedert. TFC ist als Anbieter von Befestigungstechnik und weiteren Produkten für Endanwender in der Bauindustrie an 25 Handelsstandorten in den USA aktiv.

    Innerhalb der SFS-Gruppe ist TFC im Segment Befestigungssysteme der Division Konstruktion zugeordnet. „Mit der Übernahme stärkt TFC die Marktposition in diesem attraktiven Markt“, heisst es in der Medienmitteilung. Die Region um Denver gilt als Wachstumsregion in den USA. Die Bauindustrie in Nordamerika erlebte in den vergangenen Jahren ebenso wie in Europa einen starken Aufschwung.

    CSS wurde 1985 gegründet und hat sich seitdem zu einem „wichtigen Partner für Befestiger und weitere Produkte für Endabnehmer in der Bauindustrie im Bundesstaat Colorado“ entwickelt. Das verkaufte Geschäft von CSS erwirtschaftete mit seinen 20 Mitarbeitenden einen Umsatz von 15 Millionen Dollar im vergangenen Jahr.

    Die Mitarbeitenden werden von SFS übernommen, die beiden Standorte in der Region Denver werden beibehalten und vom bisherigen Management weitergeführt.

  • Sika fährt die Produktion in USA hoch

    Sika fährt die Produktion in USA hoch

    Sika hat in Stafford im US-Bundesstaat Virginia ein neues Werk zur Herstellung von Betonzusatzmitteln eröffnet. Laut einer Medienmitteilung soll mit der zusätzlichen Fertigungskapazität und in Kombination mit dem bestehenden Werk in Fairless Hills im US-Bundesstaat Pennsylvania die starke Nachfrage in den Ballungszentren North East und Mid Atlantic optimaler bedient werden.

    Kurze Transportwege für Rohstoffe und Endprodukte verringern den CO2-Ausstoss und haben einen positiven Einfluss auf die betriebliche Effizienz, heisst es. Die Leistungsfähigkeit der neuen Anlage sei auf den steigenden Bedarf durch das angekündigte Infrastrukturprogramm in Höhe von 200 bis 250 Milliarden Franken ausgerichtet.

    Für die Baubranche stehen die Zeichen in Nordamerika auf Wachstum. In den nächsten Jahren wird mit Investitionen in Höhe von 1 Billion Franken die Infrastruktur modernisiert und ausgebaut.

  • Holcim akquiriert Marktführer in USA

    Holcim akquiriert Marktführer in USA

    Holcim hat eine Vereinbarung zur Übernahme von SES Foam LLC aus Spring im US-Bundesstaat Texas getroffen. Das grösste unabhängige Unternehmen für Sprühschaumdämmung in den USA wird im Jahr 2022 voraussichtlich einen Nettoumsatz von 200 Millionen Dollar erzielen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, könne SES auf ein zweistelliges Wachstum zurückblicken. Die Firma produziert innovative energieeffiziente und biobasierte Lösungen für neue und umweltfreundliche Sanierungsprojekte.

    Diese Übernahme im „hochprofitablen“ amerikanischen Sprühschaumstoffmarkt sei ein weiterer spannender Schritt in der Expansion des Bereichs Solutions & Products, „der unsere ,Strategie 2025 – Beschleunigung des grünen Wachstums‘ vorantreibt“, wird dessen Chefin Jamie Gentoso zitiert. SES „ist eine hervorragende Ergänzung zu unserem Dach- und Dämmstoffgeschäft“. Damit erhöhe sich der Proforma-Nettoumsatz 2022 von Holcim in diesem Geschäftsbereich einschliesslich der jüngsten Akquisitionen von Firestone Building Products bis Malarkey auf 3,5 Milliarden Dollar.

    SES wurde 2009 gegründet. Neben seinen „überlegenen“ und umweltfreundlichen Produkten wie einem biozertifizierten Schaum auf Saccharosebasis zeichne sich SES durch seine wertsteigernden Dienstleistungen für Bauunternehmen aus, darunter technische Schulungen vor Ort, Unternehmensberatung, Markenbildung und Unterstützung bei der Kundengewinnung.

  • Flughafen Zürich baut Dock A neu

    Flughafen Zürich baut Dock A neu

    Der Flughafen Zürich hat das Projekt namens Raumfachwerk zum Sieger seines Wettbewerbs für den Bau des neuen Flughafenterminals Dock A mit Tower und Dockwurzel gekürt. Es setzte sich gegen zehn Mitbewerber durch und soll das bestehende und in die Jahre gekommene Dock A ersetzen.

    Ab 2030 soll damit laut einer Mitteilung des Flughafens Zürich „das wohl bisher grösste hauptsächlich aus Holz hergestellte Flughafendock gebaut werden“, und zwar bei laufendem Betrieb neben dem bestehenden Dock A. Die Investitionen werden auf rund 700 Millionen Franken geschätzt.

    Das Planungsteam für dieses Projekt wird von dem renommierten Architekten Bjarke Ingels geleitet. Nebst seinem in Kopenhagen und New York ansässigen Architekturbüro BIG ist auch die grösste Architektur- und Ingenieursfirma der USA, HOK, beteiligt sowie das Zürcher Architekturbüro 10:8. Es zeichnete etwa für den Umbau des Bahnhofs Zürich Oerlikon verantwortlich. Die im Flughafenbau erfahrene Londoner Ingenieur- und Beratungsfirma Buro Happold gehört ebenso mit zu diesem Team wie das auf Holzbau spezialisierte Ingenieurbüro Pirmin Jung aus Rain.

    Das Team hat laut Bjarke Ingels versucht, der komplexen globalen Herausforderung der CO2-Absenkung mit einer möglichst einfachen Lösung zu begegnen, einem Raumtragwerk aus Massivholz: „Ein einfaches, aber ausdrucksstarkes Design, das in der Tradition verwurzelt und der Innovation verpflichtet ist und die kulturellen und natürlichen Elemente der Schweizer Architektur verkörpert.“

  • Sachwerte werden unverzichtbar

    Sachwerte werden unverzichtbar

    Viele reden noch darüber, ob sie kommt – dabei ist sie längst da. Die Zinswende hat auch die Schweiz erreicht. Wobei das Wort Wende etwas grösser klingt als das, was da tatsächlich geschah. Es handelt sich nämlich schlicht um einen Vorzeichenwechsel: Erstmals seit vielen Jahren notieren die Renditen von mittel- und langfristigen Frankenobligationen wieder nominal im Plus. Dieselbe Entwicklung ist im Euroraum zu beobachten, und die Spreads in den Peripheriestaaten nehmen ebenfalls zu.

    Droht ein Ende des Immobilienbooms?
    Der Grund für die Nervosität an den Zinsmärkten ist schnell gefunden. Die Inflation steigt diesseits wie jenseits des Atlantiks – und das inzwischen so schnell, dass die US-Notenbank Fed inzwischen deutlich die Zügel anzieht. Deshalb starren nun alle auf die Europäische Zentralbank (EZB): Wird sie den USA folgen und damit die hiesige Wirtschaft ebenfalls mit höheren Kapitalkosten belasten? Und was hiesse das für die Schweizerische Nationalbank (SNB)? Droht uns ein Ende des guten wirtschaftlichen Umfelds und des langjährigen Immobilien- und Sachwertbooms?

    Weder noch. Denn die Lage in Europa ist fundamental anders als in den USA. Erstens waren im Euroraum und in der Schweiz die Real- und teilweise auch die Nominalzinsen jahrelang negativ, das hat es in den USA nie gegeben. Auch negative Leitzinsen, wie sie die EZB und die SNB für Depositen seit vielen Jahren verlangen, sind in den USA unbekannt. Genau wie die hier von Geschäftsbanken inzwischen vielfach üblichen Negativzinsen für grössere Sichteinlagen. Zweitens ist das Wachstum in Europa strukturell schwächer als in den USA. So wuchs das amerikanische Bruttoinlandprodukt im letzten Jahr um 5,7% und legte im vierten Quartal sogar 6,9% zu. Das relativiert selbst die Teuerung, die zuletzt mit 7,5% den höchsten Wert seit 40 Jahren erreichte. Die Beschäftigung in den USA ist stark gestiegen, die Arbeitslosigkeit sinkt. Und zugleich sitzen die US-Bürger nach zwei Jahren Pandemie auf viel Geld. All das ermöglicht es dem Fed, entschieden gegen die Inflation anzukämpfen.

    Langsame Zinserhöhungen
    Die EZB dagegen steckt im Zinstief fest. Selbst wenn sie es um die Inflation auszubremsen wollte, kann sie die Zinsen keinesfalls so schnell und entschieden anheben wie das Fed. Denn das viele billige Geld, das sie in den vergangenen zehn Jahren in den Markt pumpte, hat die Schuldenlast der EU-Staaten so massiv erhöht, dass die Zentralbank mit einem Zinsanstieg nicht nur den Aufschwung abwürgen, sondern auch den eigenen Mitgliedstaaten die Luft zum Atmen nehmen würde. Selbst die Triple-A-Nation Deutschland steckt inzwischen in der Zinsfalle.

    Als Folge davon sind auch der SNB weitgehend die Hände gebunden. Einerseits ist der Franken gegenüber dem Euro so stark wie seit Januar 2015 nicht mehr. Anderseits hält sich die Inflation in der Schweiz aktuell in Grenzen. Die Konjunkturforschungsstelle Kof erwartet für 2022 einen Anstieg der Konsumentenpreise von 2,0% und für 2023 einen Anstieg von 1,3%. Die steigenden Energiekosten tangieren die Schweizer Wirtschaft geringer als die Wirtschaftsräume der USA und der Eurozone, und die starke Währung wirkt generell preishemmend. Will die SNB nicht das Risiko einer noch stärkeren Währung eingehen, wird sie die ersten Zinsschritte der EZB abwarten müssen, bis sie ihrerseits eine Annäherung der Leitzinsen an die Null-Marke vornehmen kann.

    Mit anderen Worten: Die geldpolitische Wende ist da. Aber in Europa inklusive der Schweiz absolvieren wir sie im Zeitlupentempo. Die EZB wird ihre Ankaufprogramme für Anleihen zurückfahren, den Spielraum für grosse Zinsschritte hat sie nicht. Die EZB muss und wird die Inflation ein Stück weit laufen lassen. Die SNB wird wahrscheinlich nicht unter Zugzwang stehen, da die Inflation massvoll bleiben wird. Sie wird betreffend Zinserhöhungen behutsam vorgehen.

    Sachwerte bleiben Trumpf
    In einem solchen Umfeld sind Investoren auf Realwerte angewiesen, die einzigen Anlagen, die ihnen Inflationsschutz und Renditeperspektiven bieten. Investitionen in Immobilien und andere Sachwerte werden also unverzichtbar, und weil der Anlagedruck steigt, geht auch der Preisauftrieb in dem Segment weiter. Was wir hier erleben, ist keine Blasenbildung. Hier wirken ganz normale Marktkräfte. Wer in den USA eine Blase fürchtet, kann sich ebenfalls entspannen: Dort sind die Renditeniveaus bei den meisten Anlageklassen – gerade auch an den Immobilienmärkten – strukturell höher als im Euroraum. Das wiederum wirkt als Puffer gegen steigende Kapitalkosten. Wenn das Fed nun die Rückkehr zur Zinsnormalität plant, ist das also kein Grund zur Beunruhigung, sondern vielmehr der Beweis für wirtschaftliche Stärke.

    Davon sind wir in Europa und in der Schweiz weit entfernt. Stattdessen müssen wir uns auf eine Phase mit anhaltend niedrigen Realzinsen einstellen. In diesem Umfeld, welches das Halten von Bargeld und nominal verzinsten Anlagen bestraft, versprechen Aktien, Immobilien und Rohstoffe weiterhin den grössten Erfolg. Wertpapiere global tätiger Immobilienunternehmen weisen vor diesem Hintergrund weiterhin gute Perspektiven auf. In der Schweiz hat sich der Immobilienmarkt in den letzten Jahren preislich stark nach oben bewegt. Solange die negativen Realzinsen anhalten, gibt es aus wirtschaftlicher Sicht aber wenig Gründe, weshalb die Preise fallen sollten.

  • Holcim übernimmt Hersteller von Transportbeton in den USA

    Holcim übernimmt Hersteller von Transportbeton in den USA

    Das Zuger Baustoffunternehmen Holcim hat das Unternehmen Cajun Ready Mix Concrete im US-Bundesstaat Louisiana gekauft. Mit der Übernahme der dazugehörigen acht Werke für Transportbeton, 108 Mitarbeitenden und 51 Mischfahrzeugen will Holcim seinen Bereich Transportbeton erweitern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach ist der Hersteller von Transportbeton das grösste Unternehmen seiner Branche im Grossraum Baton Rouge. „Mit dieser Akquisition erweitern wir unsere Präsenz im dynamischen Markt von Baton Rouge und bekräftigen unseren Fokus auf Wachstum in Nordamerika“, wird Toufic Tabbara, Leiter der Region Nordamerika bei Holcim, in der Medienmitteilung zitiert. Cajuns Beziehungen zur Industrie und seine technischen Fähigkeiten seinen eine ideale Ergänzung für Holcims Geschäft.

    Über den Kaufpreis gibt Holcim in seiner Medienmitteilung nichts bekannt. Cajun wurde 2014 gegründet und bietet Beton und Kundenservice für private, gewerbliche und industrielle Partner an.

  • Übernahme macht Bauwerk zum Weltmarktführer

    Übernahme macht Bauwerk zum Weltmarktführer

    Die Bauwerk Group habe per Anfang Mai Somerset Hardwood Flooring aus Somerset im US-Bundesstaat Kentucky übernommen, informiert die in der St.GallenBodenseeArea ansässige und international tätige Unternehmensgruppe für Parkett und Sägewerksleistungen in einer Mitteilung. Durch die Übernahme generiere Bauwerk jährlich rund 400 Millionen Franken Umsatz und steige somit zum globalen Marktführer für Qualitätsparkett auf, heisst es dort weiter. Über die finanziellen Details der Übernahme haben die beiden Transaktionspartner Stillschweigen vereinbart.

    Mit der Übernahme will Bauwerk die eigene Präsenz in den USA und Kanada stärken. Die auf Massivparkett spezialisierte Neuerwerbung könne gleichzeitig vom Bauwerk-Fachwissen für Mehrschichtparkett profitieren, schreibt die Bauwerk Group. Auch unter der neuen Eigentümerin soll Somerset Hardwood Flooring als Marke erhalten bleiben. Die Leitung der Marke wird der bisherige Verkaufsleiter von Somerset Hardwood Flooring, Paul Stringer, übernehmen.

    „Mit Somerset Hardwood Flooring haben wir den idealen Partner für die US-Expansion der Bauwerk Group gefunden“, wird Patrick Hardy, CEO und Präsident der Bauwerk Group AG, in der Mitteilung zitiert. „All die Anforderungen, die wir an eine Akquisition gestellt haben, wie eine gute Marktpositionierung, eigene Produktion und die Verbundenheit bezüglich Werten und Mitarbeitenden trifft auf Somerset Hardwood Flooring zu.“

  • Holcim übernimmt Malarkey Roofing in den USA

    Holcim übernimmt Malarkey Roofing in den USA

    Das weltweit tätige Zuger Baustoffunternehmen Holcim hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Malarkey Roofing Products unterzeichnet. Malarkey ist laut Medienmitteilung ein führendes Unternehmen auf dem amerikanischen Markt für Bedachungen von Wohngebäuden. Es hat seinen Hauptsitz in Portland im US-Bundesstaat Oregon. Die Transaktion habe einen Wert von 1,35 Milliarden Dollar und werde zu 100 Prozent mit Barmitteln finanziert. Holcim erwartet, dass bis zum dritten Jahr Synergien in Höhe von 40 Millionen Dollar pro Jahr realisiert werden.

    Der Nettoumsatz von Malarkey Roofing Products für 2022 wird mit 600 Millionen Dollar prognostiziert. Das Unternehmen kann laut der Mitteilung auf ein zweistelliges Wachstum im hochprofitablen Wohndachmarkt der USA mit einem Volumen von 19 Milliarden Dollar verweisen. Beide Unternehmen haben sich nachhaltiges Bauen zum Ziel gesetzt.

    „Die Übernahme von Malarkey Roofing Products ist ein hervorragender Start für unsere ‚Strategie 2025– Accelerating Green Growth‘, mit der wir unseren Geschäftsbereich Lösungen & Produkte erweitern und zu einem weltweit führenden Anbieter von Dachsystemen werden“, wird Holcim-CEO Jan Jenisch zitiert. Mit Malarkey positioniere sich Holcim als Komplettanbieter für Bedachungen. Die Strategie zur Beschleunigung des grünen Wachstums soll diesen Bereich bis 2025 auf 30 Prozent des Konzernnettoumsatzes ausweiten.

    Gregory Malarkey, Präsident des 1956 gegründeten Unternehmens Malarkey Roofing, sieht in Holcim den richtigen Partner. „Wir haben jahrzehntelang nach einem Unternehmen gesucht, das mit unserer Vision übereinstimmt, unsere Werte teilt und uns helfen kann, unsere Wachstumsstrategie zu beschleunigen.“ Wie Malarkey konzentriere sich auch Holcim stark auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft und den Übergang zu nachhaltigem Bauen, wird Malarkey weiter zitiert.

  • Sika übernimmt in USA Marktführer für begrünte Dächer

    Sika übernimmt in USA Marktführer für begrünte Dächer

    Sika entwickelt sich in Nordamerika zur Nummer eins für Dachbegrünungen: Der Produzent bauchemischer Produktsysteme und industrieller Dicht- und Klebestoffe übernimmt die in Chicago ansässige American Hydrotech Inc. und ihre kanadische Tochtergesellschaft Hydrotech Membrane Corporation mit Sitz in Ville d’Anjou in der Provinz Quebec.

    Das Unternehmen ist laut einer Medienmitteilung von Sika als „etablierter und anerkannter Hersteller von Flüssigmembranen“ der „klare Marktführer“ für Dachbegrünung. Auch bei der Abdichtung von Dächern und Fundamenten von Einkaufszentren habe Hydrotech eine starke Marktstellung. Das Unternehmen erzielte 2020 einen Umsatz von 83 Millionen Franken.

    „Durch die Übernahme werden wir der klare Marktführer in den schnell wachsenden Anwendungsbereichen Dachbegrünung und Bauwerksabdichtung“, so Christoph Ganz, Sikas Regionalleiter Americas. Dass Hydrotech langlebige und mit 40 Prozent Rezyklaten hergestellte Produkte anbietet, „passt perfekt zu Sikas Nachhaltigkeitsstrategie und stärkt unsere Position in Grossstädten, wo begrünte Dächer immer wichtiger werden“.

  • Locatee expandiert nach New York

    Locatee expandiert nach New York

    Die Zürcher Firma Locatee hat neu einen zweiten Sitz in New York. Das dort arbeitende Team soll ab sofort amerikanische Unternehmen bei der Planung ihres tatsächlichen Bedarfs an Büroflächen unterstützen. Weil die Bürolandschaft nach der Pandemie völlig anders aussehen werde als davor, sei es nötig, sich ein klares Bild von der tatsächlichen Belegung und Auslastung zu machen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Dieser Expansion in den USA sein ein weiterer Schritt hin zum Ziel, der weltweite Marktführer für Arbeitsplatzanalyse zu werden. Diese Analyse nutzt die vorhandenen drahtgebundenen und drahtlosen Netzwerke vor Ort, um genau festzustellen, wie effektiv die Büroflächen eines Unternehmens genutzt werden. Dies ermögliche es, je nach Bedarf zu vergrössern oder zu verkleinern.

    „Wir wissen, dass grosse Unternehmen oft Schwierigkeiten haben, genau zu erkennen, wie sein Immobilienportfolio genutzt wird“, so Locatee-CEO Thomas Kessler. „Und dies führt zu enormen Kostenbelastungen in Form von verschwendetem Platz. Wir wollen Unternehmen dabei helfen, ihr Immobilienportfolio effektiv zu verwalten.“

    Locatee wurde 2014 gegründet. 2016 war die Schweizerische Post das erste Unternehmen, das Locatee in allen Immobilien einsetzte. Heute, so Locatee, werde seine Plattform von Unternehmen wie Deloitte, Swiss Re und anderen der 1000 weltweit wertvollsten Firmen in mehr als 60 Ländern genutzt.