Schlagwort: Venture Kick

  • Venture Kick fördert irmos technologies mit 150’000 Franken

    Venture Kick fördert irmos technologies mit 150’000 Franken

    Irmos technologies erhält von Venture Kick finanzielle Unterstützung in Höhe von 150’000 Franken. Das aus Forschungszentren der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorgegangene Start-up hat eine Plattform entwickelt, mit der über Sensoren und intelligente Algorithmen Vibrationen etwa von Verkehr, Wind, Bauarbeiten und seismischen Ereignissen in strukturelle Zustandsdaten umgewandelt werden. Auf diese Weise soll die strukturelle Integrität von Bauwerken in Echtzeit überwacht werden.

    Laut einer Medienmitteilung von Venture Kick ist eine stärkere Kontrolle von Gebäuden und Brücken erforderlich, weil 50 Prozent der 1,1 Millionen Schweizer Gebäude ihre geplante Lebensdauer überschritten haben. Irmos technologies hat die Plattform den Angaben zufolge bereits bei mehreren Pilotprojekten eingesetzt, etwa im offiziellen Gästehaus der Schweizer Eidgenossenschaft, dem Bellevue Palace in Bern, und im Kantonsspital Glarus. Mit dem Bundesamt für Strassen ist ein langfristiges Überwachungsprojekt vereinbart.

    Das Jungunternehmen plant, die Mittel von Venture Kick in den Ausbau der Marktpräsenz in der Schweiz und die Entwicklung des Geschäftsplans für sein internationales Wachstum im Jahr 2024 zu investieren. Angesichts der schweren Schäden, die das Erdbeben im Februar in der Türkei mit über 30‘000 menschlichen Opfern und 10’000 zerstörten Gebäuden angerichtet hat, ist laut irmos ein Frühwarnsystem in der Schweiz dringend erforderlich. Das Marktvolumen für dessen Nutzung wird hier auf jährlich 100 Millionen Franken geschätzt.

    „Wenn unser Start-up ein Segelboot ist, dann war Venture Kick buchstäblich der Wind und der Kompass für unsere unternehmerische Reise“, wird Panagiotis Martakis, Geschäftsführer von irmos technologies, in der Mitteilung zitiert. „Neben der massiven finanziellen Unterstützung haben die Coaching-Kicks und das Netzwerk von Investoren und Branchenexperten unsere Forschungsidee in ein wertvolles kommerzielles Angebot verwandelt.“

  • Enerdrape gewinnt mit Klimapaneelen für Gebäude

    Enerdrape gewinnt mit Klimapaneelen für Gebäude

    Enerdrape hat 150000 Franken im Rahmen des Förderprogramms von Venture Kick gewonnen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt eine nachhaltige Lösung zur Klimatisierung von Gebäuden. Das System des Start-ups besteht aus modular aufgebauten Paneelen, die in Innenräumen installiert werden. Diese nutzen die vorhandene thermische Energie und Abwärme, um das Gebäude zu heizen und zu kühlen.

    Alleine das Heizen und Kühlen von Gebäuden ist den Angaben von Enerdrape zufolge in Europa für rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich. Laut dem Start-up erfordern nachhaltige Alternativen oft einen komplexen Installationsprozess und sind zudem teuer. Dagegen sei die Lösung von Enerdrape günstig und einfach umsetzbar. Die Paneele der Firma sind insbesondere für die Installation in Tiefgaragen sowie in Geschäftsgebäuden vorgesehen. In Europa sieht Enerdrape hier einen potenziellen Markt von 40 Millionen Franken.

    Die Förderinitiative Venture Kick unterstützt Jungunternehmen von der Idee bis zur Firmengründung. Die Venture Kick Stiftung hat das Institut für Jungunternehmen, das in Schlieren ZH, St.Gallen und Lausanne vertreten ist, mit der Durchführung der Initiative mandatiert.

  • NaturLoop gewinnt 150’000 Franken für Verbundstoffe aus Kokosnuss

    NaturLoop gewinnt 150’000 Franken für Verbundstoffe aus Kokosnuss

    Das Jungunternehmen NaturLoop aus Biel BE hat 150‘000 Franken bei Venture Kick für sein Projekt zur Herstellung nachhaltiger Biokomposite, oder Verbundwerkstoffe, aus Kokosnussschalen gewonnen. NaturLoop will laut Medienmitteilung das Geld verwenden, um seine Marketingaktivitäten zu verstärken und bis Ende 2022 ein neues Pilotprojekt auf den Philippinen zu errichten. Dort soll eine Fabrik zur Herstellung von Cocoboard entstehen. Die Naturfaserplatte wird aus Kokosnussschalen hergestellt. Durch den Einsatz von Kokosnussschalen anstelle von Holz will das Bieler Start-up die Abholzung einschränken, die lokale Verfügbarkeit von Möbeln und Baumaterialien erhöhen, den Lebensunterhalt der Bauern verbessern und eine Kreislaufwirtschaft fördern.

    NaturLoop will mit Cocoboard holzbasierte Verbundwerkstoffe ersetzen. Diese setzen laut der Mitteilung Formaldehyd und andere schädliche Gase frei, was zu einer Verschmutzung der Innenraumluft führt. Ausserdem führe deren Produktion zu übermässigem Abfallaufkommen und Energieverbrauch. Das Start-up will nun einen Teil der rund 21 Millionen Tonnen Kokosnussschalen verwenden, die jährlich weltweit anfallen und entweder verbrannt oder in den Müll geworfen werden. NaturLoops Cocoboard ist eine Naturfaserplatte, die aus Kokosnussschalen hergestellt und mit natürlichem Tanninkleber zu Platten verpresst wird. Sie kann zur Herstellung von Möbeln, Schränken, Fussböden oder Deckenplatten verwendet werden.

    „Was Venture Kick von anderen Startup-Programmen unterscheidet, sind die Menschen dahinter: Das Feedback, das ich während des Kickers Camps bekam, war ehrlich und unvoreingenommen‟, wird Daniel Dinizo, Mitgründer und CEO von NaturLoop, zitiert.

    NaturLoop ist eine Ausgründung der Berner Fachhochschule (BFH) und wurde von Daniel Dinizo (CEO) und Michail Kyriazopoulos (CTO) mitbegründet. Das Team arbeitet derzeit an exklusiven Lieferverträgen, Vorverkaufsaufträgen, der Fertigstellung des Produktionskonzepts und der Eröffnung der Seed-Finanzierungsrunde. NaturLoop schätzt laut der Mitteilung den Markt für importierte Holzwerkstoffe auf 1 Milliarde Dollar.