Schlagwort: Vernetzung

  • Digitale Gästeplattform stärkt den Standort Glarus

    Digitale Gästeplattform stärkt den Standort Glarus

    Der GlarnerlandPass bündelt Meldewesen, Gästekarte und Reisebegleiter in einem integrierten System und vernetzt Tourismus, Kultur und Gewerbe auf einer gemeinsamen Plattform. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Tourismus-Neuausrichtung, die mit dem Zusammenschluss aller Organisationen per 2024 begann. Unter der neuen Dachmarke «Glarnerland» entsteht vor den Toren Zürichs ein alpines Gesamterlebnis mit starker regionaler Identität, das digital sichtbar, kombinierbar und buchbar wird.

    Gästezentrierung und digitale Nähe
    Die Anwendung begleitet den Gast entlang der gesamten Customer Journey und ermöglicht interaktive Kommunikation in Echtzeit. Berücksichtigt werden nicht nur Übernachtungsgäste, sondern auch Tagesgäste, Zweitwohnungsbesitzer und Einheimische. Für Gäste mit Übernachtung ist der öffentliche Verkehr im gesamten Kanton im Pass inbegriffen. Ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität.

    Wertschöpfung durch lokale Vernetzung
    Tourismusbetriebe, Gewerbe und Kulturinstitutionen werden aktiv eingebunden. In Workshops und Fokusgruppen entsteht ein gemeinsames Verständnis für digitale Prozesse, neue Produkte werden entwickelt und zusätzliche Vertriebskanäle erschlossen. Diese enge Zusammenarbeit stärkt die regionale Wirtschaft und sorgt für echte Wertschöpfung im Glarnerland.

    Nachhaltige Steuerung und moderne Technologie
    Die Plattform erlaubt eine flexible Lenkung der Besucherströme und liefert über die gesammelten Daten wertvolle Impulse für eine nachhaltige Destinationsentwicklung. Technologisch basiert das System auf bewährten, modularen Lösungen führender Destinationen und nutzt die Anbindung an discover.swiss.

    Sichtbarkeit durch ESAF 2025
    Mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2025 bietet sich eine ideale Gelegenheit, den Pass einem breiten Publikum vorzustellen. Die Kombination aus alpiner Authentizität, digitaler Innovation und integrativer Standortstrategie macht das Projekt zu einem Vorzeigemodell für die Zukunft des Tourismus.

  • Vernetzte Teams als Schlüssel zum Erfolg

    Vernetzte Teams als Schlüssel zum Erfolg

    Der elfte ImmoSummit der FRZ Flughafenregion Zürich (FRZ) hat mit einer Rekordbeteiligung von knapp 700 Fachleuten aus der Bau- und Immobilienwirtschaft stattgefunden, informiert die FRZ in einer Mitteilung. Die Veranstaltung am 18. Juni in THE HALL in Dübendorf stand unter dem Motto Vom Silo zum Mannschaftssport. Der Tenor lautete, dass Klimawandel, Regulatorik und wirtschaftliche Unwägbarkeiten nicht im Alleingang, sondern nur mit vernetzten, agilen und interdisziplinären Teams zu bewältigen sind.

    Eine ganze Reihe von Referierenden leuchtete einzelne Aspekte dieser Kernbotschaft aus. Dabei skzizzierte FRZ- Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard Kooperationsbereitschaft, schnelle Entscheidungsfähigkeit und digitale Kompetenz als für die Branche zukünftig unerlässliche Fähigkeiten. Regierungspräsident Martin Neukom führte aus, dass «Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und eine sichere Energieversorgung» nur dann erreichbar sind, «wenn Kanton, Gemeinden und die Privatwirtschaft konsequent als lernendes System agieren».

    Fredy Hasenmaile kündigte das Ende der Einzelkämpfer am Immobilienmarkt an. «Ohne systematische, strategische Partnerschaften zwischen Investoren, Behörden und Betreibern wird die Branche ihre strukturellen Engpässe nicht lösen können», so der Chefökonom von Raiffeisen Schweiz. Thomas Sevcik stellte die These auf, dass die Flughafenregion „zur Exzellenz verdammt“ sei. „Flughafenregionen sind weltweit die Bahnkorridore von Metropolregionen“, so der Mitgründer der Denkfabrik Arthesia. Andrea Claudio Thöny, Geschäftsführer der IPZ Operation AG, legte die Wirtschaftskraft des entstehenden Innovationsparks Zürich dar.

  • Expertise und strategische Partnerschaften in Hotelentwicklung

    Expertise und strategische Partnerschaften in Hotelentwicklung

    In der Hotelimmobilienbranche vollzieht sich derzeit ein tiefgreifender Strukturwandel. Die Ansprüche der Gäste ändern sich rasant, und die Strukturen von Eigentümern und Betreibern werden zunehmend komplexer. Patrick Vogler, ehemaliger CEO des Grand Resort Bad Ragaz, und Professor Norbert Hörburger, Forscher und Dozent im Bereich Hospitality an der Fachhochschule Graubünden, haben die Hotelinvest GmbH gegründet. Ihr Ziel: die nachhaltige Nutzung und Weiterentwicklung von hochwertigen Beherbergungsimmobilien durch gezielte Beratung und Vermittlung.

    Gezielte Strategien für nachhaltigen Erfolg
    Die Hotelinvest GmbH legt grossen Wert auf eine sorgfältige Auswahl von Investitionsobjekten und Investoren. Vor jeder Transaktion werden umfassende Analysen, Machbarkeitsstudien und Plausibilitätsprüfungen durchgeführt. Das Team besteht aus hochqualifizierten Senior Consultants, darunter Eva White, eine international erfahrene Spezialistin für Hospitality-Immobilientransaktionen, und Annette Fink, Expertin für Wellness- und Spa-Management sowie Marketing und Positionierung. «Unser Fokus liegt im nachhaltigen Erfolg unserer Kundschaft», betont Norbert Hörburger. «Wir bieten optimalen Marktzugang für Käufer und Verkäufer durch unsere hervorragende Vernetzung.»

    Vielfältige Hotelkonzepte und flexible Lösungen
    Dank ihrer umfangreichen Erfahrung und ihres grossen Netzwerks zu internationalen Investoren ist die Hotelinvest GmbH ein idealer Partner für verschiedene Hoteltypen, von Stadthotels und Service Apartments bis hin zu Ferienresorts. Patrick Vogler hebt hervor, dass in der Stadthotellerie der Trend zu jungen, digitalisierten Hotelkonzepten geht, die mit weniger Personal auskommen. Auch in anderen Bereichen der kommerziellen Beherbergung entstehen innovative Service-Living-Formen, die flexibel auf unterschiedliche Immobiliensituationen reagieren können.

    Strategische Zusammenarbeit und umfassende Unterstützung
    Die Hotelinvest GmbH setzt auf die Entwicklung vertrauensvoller Partnerschaften und bietet umfassende Unterstützung während des gesamten Investitions- und Entwicklungsprozesses. Dank ihres Netzwerks können sie Projektentwickler, Bauherren und Architekten bereits vor, während und nach der Transaktion begleiten und bei der konzeptionellen Ausrichtung ihrer Investitionen und Bauvorhaben unterstützen. «Mit unserer Aussensicht und unserem Erfahrungsschatz entstehen oft völlig neue, erfolgversprechende Konzepte», erklärt Norbert Hörburger.

    Diese strategische und umfassende Herangehensweise an die Entwicklung von Hotelimmobilien ermöglicht es, innovative und nachhaltige Lösungen zu schaffen, die den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Branche gerecht werden.

  • Der Durchgangsbahnhof an der LUGA 2024

    Der Durchgangsbahnhof an der LUGA 2024

    Der Durchgangsbahnhof Luzern steht im Mittelpunkt der diesjährigen Luga, der Zentralschweizer Frühlingsmesse, die vom 26. April bis 5. Mai 2024 stattfindet. Auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern wird das Jahrhundertprojekt dreidimensional erlebbar gemacht. Besucherinnen und Besucher haben die einzigartige Gelegenheit, sich interaktiv und spielerisch über das Projekt zu informieren und dessen enormen Nutzen für die gesamte Region zu erfahren.

    Regierungspräsident Fabian Peter betont die Bedeutung der Sonderschau: «Mit der Präsentation des Durchgangsbahnhofs Luzern auf der Luga geben wir der Zentralschweizer Bevölkerung die Möglichkeit, das Projekt hautnah zu erleben und zu verstehen, welchen Mehrwert es für unsere Region mit sich bringt.»

    Die Sonderschau findet nicht nur in der Halle 1 statt, sondern wird auch auf dem Messe-Vorplatz erlebbar sein. Dort liegt der Fokus auf dem öffentlichen Verkehr, mit verschiedenen Aktionen unter dem Motto «erleben, ausprobieren und mitmachen». Der Durchgangsbahnhof Luzern ist mehr als nur ein Bahnhof; er ist ein entscheidender Baustein für ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz in der gesamten Zentralschweiz.

    Täglich steigen über 100.000 Personen am Bahnhof Luzern ein, aus oder um. Doch die Kapazitätsgrenze ist erreicht, und zusätzliche Verbindungen sind nicht mehr möglich. Der Durchgangsbahnhof Luzern öffnet den Weg für die Weiterentwicklung der nachhaltigen Mobilität und ermöglicht eine zukunftsweisende Gestaltung des öffentlichen Verkehrsnetzes.

    Die Sonderschau zum Durchgangsbahnhof Luzern ist eine gemeinsame Initiative des Kantons Luzern und des Verkehrsverbunds Luzern (VVL), unterstützt von der Stadt Luzern, der Zentralschweizer Konferenz des öffentlichen Verkehrs und weiteren Partnern.

  • Arbon als Vorreiter in der Standortförderung

    Arbon als Vorreiter in der Standortförderung

    Die «Initiative Zukunft Arbon» hat kürzlich ihr erstes grosses Netzwerktreffen veranstaltet, ein Zusammentreffen von Innovatoren und Entscheidungsträgern, das den Reichtum und das Potenzial der Region in den Fokus rückte. Gastgeber Daniel Camen von der Insel auf Rädern GmbH schuf eine inspirierende Atmosphäre für den Austausch von Ideen und Visionen. Stadtpräsident René Walther und SECO-Botschafter Dr. Eric Jakob unterstrichen die Bedeutung der regionalen Vernetzung und des einzigartigen Wirtschaftspotenzials Arbons.

    Samuel Struhs, Projektleiter der Initiative, hob die Bedeutung des kollektiven Engagements hervor. Die Initiative, so Struhs, lebt durch die aktive Beteiligung und das Engagement ihrer Mitglieder, die das Netzwerk der Zukunft gestalten. Ein gemütlicher Abend mit Marroni und Glühwein bot den perfekten Rahmen für regen Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte.

    Andy Suter von der A.Vogel AG stellte den Phyto Valley vor, ein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit in der Naturmedizin, das die Bodenseeregion und den Thurgau international sichtbar macht. Dieser Cluster veranschaulicht die Stärke gemeinsamer Anstrengungen und die globale Bedeutung lokaler Innovationen.

    Die «Initiative Zukunft Arbon» steht für eine dynamische Gemeinschaft, die durch Diversität und den gemeinsamen Willen zur Gestaltung einer prosperierenden Zukunft geprägt ist. Die Veranstaltung bestätigte den eingeschlagenen Weg und motivierte die Beteiligten, die regionalen Entwicklungsprozesse aktiv weiterzuführen und zu unterstützen.

  • «Zürich soll als Innovationsstandort noch stärker werden»

    «Zürich soll als Innovationsstandort noch stärker werden»

    Sie haben zu Beginn dieses Jahres die Leitung der Standortförderung übernommen. Welche Massnahmen haben Sie getroffen, um sich gut und schnell einzuleben?
    Fabian Streiff: Ein wichtiger Punkt war für mich die Vernetzung mit kantonalen Akteuren, Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft und der Wissenschaft. Den Umständen geschuldet, musste dies zunächst virtuell geschehen. Aber noch relevanter war für mich die Frage, wie wir die Unternehmen unterstützen können – gerade während der Pandemie. Der Informationsbedarf der Unternehmen war enorm. Vor allem in Zeiten, in denen Instrumente wie beispielsweise die Kurzarbeit und Härtefallhilfe zur Anwendung kamen.

    Was haben Sie konkret unternommen, um die Unternehmen zu unterstützen?
    Das Amt für Wirtschaft und Arbeit hat schon früh den intensiven Austausch mit den Unternehmern gesucht, um zu eruieren, welche Themen wir auf nationaler Ebene adressieren müssen und welche wir innerhalb des Kantons lösen können. Zudem haben wir eine Hotline für die Unternehmen eingerichtet und verschiedene Websites stetig aktualisiert. Nun richten wir unseren Blick auf die Zukunft und widmen uns der Fragestellung, wie wir die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zürich positiv beeinflussen können.

    Wie sieht dieser Plan aus?
    In Gesprächen mit Zürcher Unternehmen hat sich bestätigt, dass wir den Fokus noch stärker auf einen attraktiven Innovationsstandort legen sollten. Innovationen entstehen vermehrt in Netzwerken, weshalb starke Innovationsökosysteme einen bedeutenden Beitrag zum zukünftigen Erfolg der Zürcher Wirtschaft leisten. Diese gilt es zu stärken. Ein zentrales Thema sind neue hybride Arbeitsformen wie Home-Office oder das Arbeiten von Co-Working-Spaces aus. Wir müssen uns fragen, was dies für den Standort und seine Entwicklung bedeutet. Spannend ist auch, wie der Wirtschaftsstandort Zürich für Unternehmen attraktiv bleiben kann. Gibt es Möglichkeiten, den Zugang zu Talenten und Fachkräften zu verbessern, gerade im Kontext des mobilen Arbeitens? Welche Rolle kann der Staat einnehmen, um hier einen Beitrag zu leisten? Das alles sind offene Fragen – wir sehen bereits Tendenzen, aber natürlich auch Folgen daraus, wie zum Beispiel die Diskussion über eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts.

    Verliert der Wirtschaftsstandort Zürich jetzt wirklich an Attraktivität?
    Viele Unternehmen beantworten diese Frage mit einem klaren Nein. Es zeichnen sich aber Verschiebungen ab. So prognostizieren grosse Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Konzentration auf einzelne Standorte. Das heisst, gewisse Immobilien könnten frei werden. Andererseits könnten diese schnell wieder für neue Arbeitsformen wie beispielsweise Co-Working-Spaces genutzt werden. Ländliche Zentren dürften dank Home-Office-Möglichkeiten wieder belebter werden. Der Wirtschaftsstandort Zürich wird auch durch die Hochschulen gestärkt, die mit ihren erfolgreichen Spin-offs und Forschungsarbeiten einen super Job machen und in den Rankings ganz vorne dabei sind. Die Unternehmen im Kanton Zürich konnten letztes Jahr zudem in grossem Umfang Risikokapital anziehen, was sehr erfreulich ist.

    Wie kam es zu dieser positiven Entwicklung trotz der Pandemie?
    Zürich hat sich in den vergangenen Jahren gut positioniert, insbesondere mit Blick auf die digitale Transformation. Hier werden Spitzenkräfte benötigt und am Standort Zürich auch gefunden. Dies dank den Hochschulen und des Talentpools, der sich in den letzten Jahren stark weiterentwickeln konnte. Zuerst hatten die Banken Magnetwirkung, nun sind es die grossen Unternehmen aus der Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie. Das Zusammenspiel der verschiedenen Branchen ist für die Zukunft vielversprechend. Auch im Bereich der Forschung registrieren wir eine positive Entwicklung. Die genannten Punkte werden im Standortwettbewerb immer relevanter. Aber andere Standorte schlafen nicht und haben sich national und international sehr gut positioniert, weshalb die führende Position des Kantons Zürich keine Selbstverständlichkeit ist. Sie muss weiterhin im Bereich der Innovation gestärkt werden.

    Der Kanton Zürich ist der führende Wirtschaftsstandort der Schweiz. Weshalb?
    Die Attraktivität von Zürich basiert auf verschiedenen Faktoren. Angefangen bei der Bildung, über hochqualifizierte Arbeitskräfte, bis hin zu starken Branchen aus der Finanzwirtschaft und immer mehr aus den Bereichen Life-Science-Technologie, Cleantech sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese Vielfalt an Kompetenzen ermöglicht starke Ökosysteme, wodurch branchenübergreifendes Lernen und Innovieren gestärkt werden. Die Lebensqualität per se spricht ebenfalls für den Standort Zürich.

    Was unternehmen Sie, um diesen Status auch in Zukunft zu sichern?
    Unsere neue Strategie weist drei Schwerpunkte auf: Der erste ist die starke Fokussierung auf Innovationsthemen in den Bereichen Finanztechnologie, Digital Health, Biotech, Cleantech sowie im Bereich neue Mobilität. Hier wollen wir mehr Vernetzung und Möglichkeiten für Kooperationen schaffen. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den regionalen Standortförderungen, um die Branchenvielfalt zu stärken. Die Grösse des Kantons Zürich verlangt ein vernetztes Arbeiten, um der Vielseitigkeit der einzelnen Regionen gerecht zu werden. So können wir auch spannende regionale Projekte unterstützen, wie es beispielsweise beim Bio-Technopark in Schlieren der Fall war. Aktuell sehen wir dies auch beim Digital Health Center in Bülach. Den dritten Schwerpunkt setzen wir bei der Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der Innovation. Hier können wir darauf hinwirken, dass es bei den Regulierungen auf Bundesebene nötige Anpassungen für spezifische Innovationsthemen gibt.

    Welche Regulierungen weisen dringenden Anpassungsbedarf auf?
    Mit Blick auf einen starken Innovationsstandort Zürich stehen aktuell die Folgen sowie Lösungen nach dem gescheiterten Rahmenabkommen mit der EU im Fokus. Der Ausschluss aus Horizon Europe wiegt schwer. Weiter sind Anpassungen im Arbeitsrecht aufgrund der veränderten Bedürfnisse zu prüfen – wie zum Beispiel beim mobilen Arbeiten.

    Welche Areale suchen Unternehmen derzeit am meisten?
    Wir sehen von der Kundenseite her einen Bedarf nach Flächen an gut erschlossenen Lagen, die in ein Ökosystem eingebunden sind. Es wird vermehrt die Verbindung zu den Hochschulen gesucht. Biotech-Labors werden auch immer wichtiger. Schlieren konnte sich in diesem Bereich enorm entwickeln. Dennoch verzeichnen wir hier eine Nachfrage, die überregional noch nicht gesättigt werden kann.

    Was ist das Problem?
    Im Biotechbereich sind die auf den Markt kommenden Flächen jeweils sehr schnell wieder besetzt. Es braucht vermehrt Investoren, die bereit sind, in Labors zu investieren. Die Entwicklung eines solchen Projekts dauert in der Regel zwei Jahre oder länger. Eine entsprechend vorausschauende Planung ist zwingend.

    Wie sehen Sie die Zukunft für die Bürogebäude im Kanton Zürich mit dem Hintergrund der sich verändernden Arbeitsmodelle?
    Mit dieser Frage setzen wir uns aktuell stark auseinander. Die Arbeitgeber wollen allgemein noch attraktiver werden. Die Anforderungen an einen Büro-Arbeitsplatz werden also steigen. Doch ob das nun bedeutet, dass man pro Arbeitnehmenden mehr Fläche benötigt, oder ob es zu Zusammenlegungen kommt, werden wir erst in ein bis zwei Jahren sehen. Wir glauben aber, dass das Thema Co-Working noch wichtiger wird. Allerdings in einer umfassenderen Form als heute – im Sinne eines Begegnungsortes, wo ein vertiefter Austausch mit der Wissenschaft, den Behörden und weiteren Akteuren im Ökosystem stattfinden kann. Quasi ein Co-Working-Plus.

    Welche Standorte sind am begehrtesten?
    Die Stadt Zürich und die Flughafenregion bleiben weiterhin sehr attraktiv. Am Flughafen verzeichnen wir beim neu gebauten The Circle eine hohe Nachfrage. Und das Limmattal ist mit der Limmattalbahn und dem Bio-Technopark noch attraktiver geworden. Die Stadt Winterthur und die Region Zimmerberg sind dank der ZHAW ebenfalls beliebte Standorte.

    Welche Unternehmen interessieren sich für The Circle?
    The Circle zieht nicht nur Unternehmen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie wie etwa Microsoft oder Oracle an, sondern auch aus dem Bereich Life Sciences. Digital Health ist hier ein wichtiges Thema. Nach einer Corona-bedingten schwierigen Startphase zieht das Geschäft am Circle nun an, und es sind bereits 85 Prozent der Flächen vermietet.

    Welches sind die wichtigsten Quellenmärkte für den Kanton Zürich?
    Die USA ist nach wie vor mit Abstand der stärkste Markt. Wichtig sind auch Europa, insbesondere Deutschland, sowie China und Japan. Neu konzentrieren wir uns auf Korea und Israel. Die Unternehmen denken immer mehr in Forschungs- und Entwicklungs-Hubs. Zürich ist für viele Unternehmen nicht nur eine internationale Business-Location, sondern eben auch ein solcher Hub. Die Vermarktung im Ausland übernimmt die Standortmarketing-Organisation Greater Zurich Area für uns.

    Wie soll sich der Wirtschaftsstandort Zürich in den nächsten 10 Jahren entwickeln?
    Er soll als Innovationsstandort noch stärker werden. Zürich hat eine lange Geschichte und als Finanzplatz eine grosse Bekanntheit. Das ist wichtig – auch mit Blick auf zukünftige Ansiedlungen im Bereich Finanztechnologie. Zürich soll sich zudem in den Bereichen künstliche Intelligenz und neue Mobilität profilieren, wie beispielsweise bei der Entwicklung von autonomen Systemen. Wir glauben an eine Bewegung weg vom klassischen Finanzplatz Zürich hin zu einem Wirtschaftsstandort, der in den genannten neuen Themen und in der Digitalisierung sehr stark sein wird. Die Zürcher Wirtschaft ist bereits jetzt gut aufgestellt und zeigt sich krisenresistent – doch zukünftig soll Zürich noch innovativer, attraktiver und somit noch stärker werden.

    Fabian Streiff mit seinem Team.

  • Schweizer Städte werden intelligenter

    Schweizer Städte werden intelligenter

    Eine Smart City soll dank Digitalisierung, Vernetzung, Partizipation und Effizienz zu einer höheren Lebensqualität und mehr Nachhaltigkeit beitragen. So erklären die meisten Schweizer Städte laut einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) das Konzept der Smart City.

    Die ZHAW hat die Studie in diesem Jahr erstmals durchgeführt und wurde dabei von mehreren Partnern unterstützt. Insgesamt 84 Schweizer Städte und städtische Gemeinden haben daran teilgenommen. Den Ergebnissen zufolge schätzt mehr als die Hälfte von ihnen das Thema Smart City als wichtig oder sehr wichtig ein und beschäftigt sich aktiv damit. Per Ende 2020 verfügten allerdings erst 23 Städte über eine ausgearbeitete Smart City-Strategie. Diese Zahl dürfte laut ZHAW in den kommenden Jahren zunehmen. Bei sieben Städten ist beispielsweise schon eine Strategie  in Erarbeitung.

    Die ZHAW hat die Entwicklung von intelligenten Städten anhand von neun Dimensionen untersucht. Die befragten Städte konnten insgesamt 329 bestehende Projekte in diesen Dimensionen vorweisen. Die meisten Projekte – insgesamt 98 – sind in der Dimension Smart Governance angesiedelt. So erleichtern etwa Stadt-Apps oder Chatbots den Zugang zu verwaltungsrelevanten Informationen. In diese Kategorie gehören aber auch digitale Baubewilligungen oder die digitale Umzugsmeldung.

    Weiter sind 76 Projekte in der Dimension Smart Energy and Environment angesiedelt. Besonders oft wurde hier die Zertifizierung als Energiestadt genannt. Viele Projekte haben die Förderung von erneuerbaren Energien und die Ressourcenschonung als Ziel. Aber auch intelligente Stromnetze und Beleuchtungssysteme stehen in mehreren Städten im Fokus.

    Die meisten Smart City-Projekte werden laut der ZHAW innerhalb der Verwaltung, von den Energieversogern oder von der Politik angestossen. Dabei orientieren sich die Städte oft an anderen Städten im In- und Ausland. Viele Städte wünschen sich jedoch insgesamt mehr Unterstützung vom Bund und von den Kantonen.