Schlagwort: Verpflichtungskredit

  • Bundesrat beantragt 218,1 Millionen für zivile Bundesbauten

    Bundesrat beantragt 218,1 Millionen für zivile Bundesbauten

    Das grösste einzelne Bauvorhaben in der Immobilienbotschaft 2023 ist die Sanierung und Erweiterung des Gewächshausareals Reckenholz (ZH). 29,5 Millionen Franken sind hierfür veranschlagt. 21,1 Millionen Franken werden für die Erweiterung der Verbindungsebene beim Verwaltungszentrum Liebefeld (Köniz, BE) beantragt. Weiter soll in Kameruns Hauptstadt Yaoundé ein Neubau für die Kanzlei und die Residenz der Schweizer Vertretung gebaut werden. Der Verpflichtungskredit dafür beträgt 27,5 Millionen Franken. 

    Sanierung und Erweiterung des Gewächshausareals Reckenholz 
    Reckenholz ist eines der beiden regionalen Forschungszentren von Agroscope. Die dortigen äusseren Gewächshäuser sowie die Haustechnik im Betriebsgebäude haben das Ende ihres Lebenszyklus überschritten. Die Gewächshäuser werden durch energieeffiziente und flexibel nutzbare klimatisierte Forschungskammern ersetzt. Die Haustechnik im Betriebsgebäude wird saniert und an die neuen Anforderungen angepasst. 

    Erweiterung der Verbindungsebene beim Verwaltungszentrum Liebefeld 
    Der Campus Süd in Liebefeld gliedert sich in mehrere Verwaltungs- und Laborgebäude für das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sowie das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS). 2025 wird das Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung (Agroscope), das Teil des BLW ist, nach Posieux umziehen. Dies ermöglicht eine Weiterentwicklung des Campus ab 2026. Als Vorbereitung dafür sowie um mobil-flexible Arbeitsformen einzuführen, soll die unterirdische Verbindungsebene erweitert werden. Damit können bestehende und allfällige im Rahmen der Weiterentwicklung hinzukommende Gebäude besser räumlich und technisch verbunden sowie in das Zutritts- und Sicherheitskonzept eingebunden werden. 

    Neubau der Kanzlei und der Residenz Yaoundé 
    Die Schweizer Vertretung in Kamerun ist derzeit in gemieteten Gebäuden untergebracht. Auf einer bundeseigenen Parzelle soll nun eine flexible und funktionale Botschaftsinfrastruktur erstellt werden. Der Neubau vereinfacht die funktionalen Abläufe zwischen der Kanzlei, der Residenz sowie einer Dienstwohnung, welche sich neu am selben Standort befinden. Dies ermöglicht Synergien beim Sicherheitskonzept sowie den technischen Infrastrukturen und erlaubt eine multifunktionale Nutzung beispielsweise der repräsentativen Räumlichkeiten. 

    Weitere Immobilienvorhaben 2023 
    Einen weiteren Verpflichtungskredit von 140 Millionen verwendet das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) für nicht einzeln spezifizierte Vorhaben unter einem Betrag von 10 Millionen Franken, für nicht planbare oder dringliche Liegenschaftskäufe sowie für die Projektierung von zu­künftigen Immobilienbotschafts-Projekten.

  • Innovationspark Dübendorf –  Stärkung des Aktionariats von IPZ Property AG

    Innovationspark Dübendorf – Stärkung des Aktionariats von IPZ Property AG

    Die weltweit tätige Unternehmensgruppe Angst+Pfister mit Sitz in Zürich, ein  führender Entwickler, Hersteller und globaler Lieferant von Hochleistungskomponenten und Engineeringlösungen, beteiligt sich signifikant an der IPZ Property AG. Diese ist im Auftrag der Stiftung Innovationspark Zürich (Stiftung IPZ) für die Planung, Erschliessung und Realisierung des Innovationsparks Zürich auf dem ehemaligen Militärflugplatz Dübendorf verantwortlich.

    „Mit dem neuen Aktionär ist es uns gelungen, einen nächsten, strategisch sehr bedeutsamen Schritt zur Stärkung des Generationenprojekts zu gehen. Zum ersten Mal beteiligt sich ein namhafter industrieller Partner aus der Schweiz als Investor am Innovationspark Zürich“, sagt Peter Bodmer, Präsident der Stiftung IPZ. Entscheidenden Anteil habe dabeigehabt, dass es über die letzten zwei Jahre gelungen sei, dank der äusserst guten Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Zürich, dem Bund als Landbesitzer, den Anrainergemeinden, der Stiftung IPZ, der Immobiliendienstleisterin HRS und weiteren Partnern die rechtlichen und politischen Weichen richtig zu stellen.

    Spannendstes Entwicklungsprojekt der Schweiz
    „Für uns ist der Innovationspark Zürich das mit Abstand spannendste Entwicklungsprojekt in der Schweiz“, begründet Christof Domeisen, CEO und Delegierter des Verwaltungsrates von Angst+Pfister, den Investitionsentscheid der Unternehmensgruppe. „Als global tätige Unternehmung mit einer über 100jährigen Geschichte sind wir davon überzeugt, dass die enge Verzahnung zwischen Forschung und Entwicklung an einem Ort eine ideale Plattform schafft, um in der Zukunft erfolgreich zu sein. Genau diese Bedingungen erfüllt der Innovationspark Zürich auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf. Dieser Gestaltungsraum ermöglicht es, Wissen aus der Forschung erfolgreich in Lösungen und Produkte zu überführen. Der Standort eignet sich hervorragend für ein einzigartiges innovatives Umfeld und ist im internationalen Vergleich äusserst attraktiv.“

    Für die HRS, die bisher massgeblich die planerischen und baulichen Entwicklungsschritte als Hauptinvestor ermöglicht hat, zeigt sich Inhaber und CEO Martin Kull zuversichtlich, dass es über die nächsten Jahre gelingen werde, weitere gewichtige Investoren an Bord zu holen. „Unser Ziel war es immer, die Entwicklung des Innovationsparks im Rahmen der sehr konstruktiven Public Privat Partnership mit dem Kanton Zürich auch wirtschaftlich tragfähig zu machen. Die Entwicklungen der letzten zwei Jahre geben uns Recht, dass wir damit auf Kurs sind.»

    Politischer Prozess erfolgreich abgeschlossen
    Nachdem der vom Zürcher Kantonsparlament Ende November 2022 mit grosser Mehrheit beschlossene Verpflichtungskredit mit Verstreichen der Referendumsfrist am 7. Februar 2023 rechtskräftig wurde, ist der politische Prozess erfolgreich abgeschlossen. Für Andrea Claudio Thöny, als Leiter der IPZ Property AG zuständig für die Gesamtentwicklung auf dem Areal, ist damit der Weg für die zeitnahe Umsetzung der nächsten Phase geebnet. „Mit Rechtskraft des Kantonsratsbeschlusses kann der Zürcher Regierungsrat zusammen mit der IPZ Property AG nun die entsprechenden Baurechtsverträge abschliessen. Geplant ist, dass die ETH Zürich und die Universität Zürich demnächst die bestehenden Flugzeughangars übernehmen können. Derzeit läuft zudem ein Architekturwettbewerb für die Neubauten der ersten grossen Entwicklungsphase, an dem sich sowohl international renommierte Architekturbüros als auch junge Nachwuchstalente aus der Schweiz beteiligen. Und sehr erfreulich ist, dass sich immer mehr Firmen für eine Ansiedlung auf dem IPZ interessieren. Seit die politischen Entscheidungen gefallen sind, geht es nun zügig voran.“

    Ansiedlung von zahlreichen Firmen und Institutionen in den nächsten Jahren
    Bereits als Partner am Projekt beteiligt sind die ETH Zürich und die Universität Zürich sowie die Kantonalbank Zürich. Sie haben in den ehemaligen Flugzeughangars und Gebäuden in der Randzone des Geländes Forschungs- und Entwicklungslabors sowie einen Start-up-Hub aufgebaut und sind damit entscheidend am Aufstarten und an der zügigen Entwicklung des Generationenprojekts beteiligt.

    Die Nähe zu weltweit führenden Hochschulen ist für die Industrie ein Schlüsselelement für die Attraktivität des IPZ. Diese Verzahnung zwischen universitärer Forschung und industrieller Entwicklung an einem Ort, der verkehrstechnisch national und international hervorragend erschlossen ist und dank seinen Dimensionen auch flächenintensive Tests zu Boden und in der Luft ermöglicht, ist im weltweiten Vergleich selten. Dutzende weitere Firmen und Institutionen sind ebenfalls im IPZ eingemietet, allerdings noch nicht auf dem Gelände selbst untergebracht, da für ihre Ansiedlung zunächst die entsprechenden Nutzflächen erstellt werden müssen.