Schlagwort: Verwaltungszentrum

  • Zukunft für das AHV-Areal in Schwyz

    Zukunft für das AHV-Areal in Schwyz

    Der Umzug der Kantonsverwaltung in das neue Verwaltungs- und Sicherheitszentrum Kaltbach eröffnet neue Möglichkeiten für die Nachnutzung des bisherigen Verwaltungsstandorts. Der Kanton Schwyz betont seine Verantwortung, das frei werdende Areal nicht sich selbst zu überlassen, sondern gemeinsam mit der Gemeinde Schwyz eine wertschöpfende und zentrumsfördernde Nutzung zu etablieren. Im Rahmen einer Investorenausschreibung soll das Baurecht an einen privaten Investor vergeben werden, um die Entwicklung voranzutreiben.

    Erkenntnisse aus dem Studienverfahren
    Bereits 2022/23 führte das kantonale Hochbauamt ein Studienverfahren zur Analyse von Nutzungsmöglichkeiten des Areals durch. Dabei wurde die hohe Attraktivität des Standorts für privatwirtschaftliche Projekte deutlich. Erste Bebauungskonzepte zeigten, dass gewerbliche Nutzungen, kombiniert mit zentrumsfördernden Elementen wie Kulturräumen oder Grünflächen, das Dorf städtebaulich bereichern könnten.

    Fahrplan bis zur Umsetzung
    Die nächsten Schritte sehen die Ausarbeitung einer Teilrevision der kommunalen Nutzungsplanung vor, die bis 2025 abgeschlossen sein soll. Die anschließenden Verfahrensschritte, einschließlich einer Volksabstimmung in der Gemeinde Schwyz, dürften bis 2027 dauern. Der geplante Zeitrahmen bis zur baulichen Umsetzung eines Nachfolgeprojekts erstreckt sich bis 2029, nach dem Umzug der Kantonsverwaltung.

    Ein Überblick über den Fahrplan

    Bis 2. Quartal 2025: Erarbeitung der Teilzonenplanrevision

    Bis 1. Quartal 2026: Mitwirkung und kantonale Vorprüfung

    Bis 4. Quartal 2026: Öffentliche Auflage und Einspracheverhandlungen

    Bis 3. Quartal 2027: Volksabstimmung in der Gemeinde Schwyz

    Ab 2029: Bauliche Umsetzung

    Nachhaltigkeit und Wertschöpfung
    Das Zielbild für das Areal an der Bahnhofstrasse 15 umfasst vorrangig gewerbliche Nutzungen, ergänzt durch öffentlich zugängliche Bereiche. Grünflächen und kulturelle Einrichtungen könnten das Quartier zusätzlich beleben und zur Attraktivität des Standorts beitragen. Der Kanton und die Gemeinde Schwyz sehen in diesem Projekt eine Chance, den urbanen Charakter zu stärken und langfristig zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Zentrums beizutragen.

    Die Nachnutzung des ehemaligen AHV-Gebäudes ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Dorfkerns von Schwyz. Mit einer strategischen Planung und klar definierten Meilensteinen arbeiten Kanton und Gemeinde daran, ein wertschöpfendes und nachhaltiges Quartier zu schaffen. Die Investorenausschreibung und die Teilzonenplanrevision stellen zentrale Elemente auf dem Weg zu einem lebendigen und wirtschaftlich attraktiven Stadtteil dar.

  • Richtungsweisender Verwaltungsneubau in Liestal geplant

    Richtungsweisender Verwaltungsneubau in Liestal geplant

    Die Vision eines innovativen und nachhaltigen Verwaltungszentrums nimmt in Liestal konkrete Formen an: Das Projekt HARMONIE, entworfen vom Planungsteam Buchner Bründler Architekten und Rapp AG, hat sich in einem anspruchsvollen Wettbewerbsprozess durchgesetzt und soll nun am Kreuzbodenareal realisiert werden. Die Planungen für das Holzgebäude zeichnen sich durch eine herausragende städtebauliche Qualität aus, die sich harmonisch in die bestehende Umgebung einfügt und durch einen Restaurant-Pavillon zur Rheinstrasse hin abgerundet wird.

    Das Gebäude ist Teil des strategischen Projekts «Optimierung Verwaltungsstandort Liestal», das eine Konsolidierung der derzeit rund 45 Standorte der kantonalen Verwaltung vorsieht. Ziel ist es, die administrative Effizienz zu steigern und den Verwaltungsbetrieb unter modernsten Arbeitsbedingungen zu zentralisieren. Das Projekt HARMONIE wird einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung dieser Vision leisten, indem es zahlreiche Arbeitsplätze in einem umweltfreundlichen und innovativ gestalteten Neubau zusammenführt.

    Die Verwendung von Holz als nachwachsendem Rohstoff unterstreicht das Engagement des Kantons Basel-Landschaft für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung. Zudem trägt das Projekt zur Revitalisierung des städtischen Kerns von Liestal bei und setzt neue Massstäbe in der Gestaltung öffentlicher Bauten.

    Mit der öffentlichen Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge im Februar 2024 bietet sich der Bevölkerung die Gelegenheit, einen umfassenden Einblick in die Planungen zu erhalten und Teil des Dialogs über die zukünftige Gestaltung ihres Verwaltungszentrums zu sein. Die Realisierung des Projekts HARMONIE wird somit nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung verbessern, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung Liestals leisten.

  • Ein neues Verwaltungs- und Sicherheitszentrum in Hybridbauweise

    Ein neues Verwaltungs- und Sicherheitszentrum in Hybridbauweise

    Auf einer Fläche von rund 40’000 Quadratmetern plant der Kanton Schwyz den Neubau seines Verwaltungs- und Sicherheitszentrums auf dem Areal Kaltbach. Dieses liegt am nordwestlichen Dorfausgang zwischen den Strassen Richtung Sattel und Seewen.

    Geplant sind 430 Arbeitsplätze. Genügend Platz also für die kantonale Verwaltung, die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz und Zug, den Hauptpolizeiposten der Kantonspolizei Schwyz, Stützpunkte der Feuerwehr und für den Rettungsdienst. Zudem ist eine Produktionsküche vorgesehen, von der aus in Zukunft alle kantonalen Liegenschaften versorgt werden sollen. Der Neubau ermöglicht es, teure und ungeeignete Mietlösungen aufzulösen und damit langfristig Kosten von rund 1 Mio. Franken pro Jahr einzusparen. Darüber hinaus können hier Aussenstandorte der kantonalen Verwaltung im Talkessel von Schwyz gebündelt werden, was die Effizienz der einzelnen Arbeitsabläufe erhöht und für die Mitarbeitenden eine moderne und hochwertige Arbeitsumgebung realisieren.

    In einem einstufigen offenen Projektwettbewerb suchte das Hochbauamt des Kantons Schwyz nach der bestmöglichen Umsetzung für den Neubau, der in erster Linie als Ersatz für das am Ende seiner Lebensdauer angekommene AHV-Gebäude an der Bahnhofstrasse in Schwyz dient. Das neue Verwaltungs- und Sicherheitszentrum soll sich gut in die attraktive landschaftliche Lage integrieren und in Dialog mit den bereits bestehenden Bauten treten. Vorgabe waren die Erfüllung des Minergie-A-Standards sowie optimale Nutzerfreundlichkeit mit fixen und flexiblen Arbeitsplätzen, die Schaffung von Begegnungs- und Rückzugsräumen sowie Räumlichkeiten für Teamarbeit und konzentriertes Arbeiten. Vorschläge in der nachhaltigen Holzbauweise waren ausdrücklich erwünscht.

    Als Sieger ging das Team Sollberger Bögli Architekten AG aus Biel und Klötzli Friedli Landschaftsarchitekten AG aus Bern hervor. Ihr Projekt «Propeller» überzeugte die Jury mit einer konzeptionell sehr klaren und effizienten Organisation der verschiedenen Einheiten, einer hervorragenden städtebaulichen Integration. Die in die Landschaft ausstrahlende Gebäudefigur mit vier Flügen umfasst vier Aussenbereiche: Im Nordosten befindet sich der Eingangsbereich für die Verwaltung und die Besucher, im Südosten der Eingangsbereich für die Polizei, im Südwesten der Vorplatz der Feuerwehr und im Nordwesten derjenige der Ambulanz.

    Das kreuzartig konzipierte Gebäude soll in der Hybridbauweise erstellt werden: Ein Leichtbau in Holz wird mit Stahl-, Beton- sowie Stahlbeton-Verbundkonstruktionen kombiniert. Erd- und Obergeschoss sind als Skelettbau in Holzbauweise konzipiert. Die Fassade soll begrünt und das Dach mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden. Im Innern des Gebäudes ist ein Atrium vorgesehen. Dank dem grossen Oberlicht entsteht ein fünfstöckiger Lichthof.

    Das kompakte Gebäude weist eine gute Wirtschaftlichkeit auf und überzeugt dank der differenzierten Konstruktion auch punkto Nachhaltigkeit. Im nächsten Schritt wird das Projekt mit den Planern in Zusammenarbeit mit den Nutzern und Fachplanern überarbeitet. Anschliessend wird dem Kantonsrat Anfang 2024 die Ausgabenbewilligung zu Realisierung beantragt werden. Läuft alles nach Plan, könnte der Neubau Ende 2027 bezugsbereit sein.