Im 2. Quartal 2023 zogen im Vergleich zum Vorquartal schweizweit gesehen sowohl die Preise der Einfamilienhäuser (+0,7%) wie auch diejenigen der Eigentumswohnungen (+1,6%) an. Bei den Einfamilienhäusern stiegen die Preise in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration am meisten an (+3.4%), während die Preise in den städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration und in den intermediären Gemeinden stabil geblieben sind. Das Marktsegment der Eigentumswohnungen weist in sämtlichen Gemeindetypen höhere Preise auf als im 1. Quartal 2023. Der stärkste Preisanstieg fand in der Kategorie der städtischen Gemeinden einer mittelgrossen Agglomeration statt (+2,4%). Weitere Informationen unter www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell
Schlagwort: Vorjahr
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Warmer Winter senkt Stromverbrauch
Die Schweiz hat 2022 insgesamt 61,3 Terawattstunden Strom benötigt, informiert das Bundesamt für Energie in einer Mitteilung. Nach Abzug von Übertragungs- und Wärmeverlusten ergibt sich ein Stromendverbrauch von 57,0 Terawattstunden. Im Jahresvergleich fiel der Stromendverbrauch damit um 1,9 Prozent oder 1,1 Terawattstunden geringer als 2021 aus.
Zur Senkung des Stromverbrauchs hat vor allem der warme Winter 2022/23 beigetragen. Darüber hinaus wirkten auch Effizienzsteigerungen und Stromsparappelle verbrauchssenkend. Die positive Wirtschaftsentwicklung und eine leichte Steigerung der Bevölkerung wirkten hingegen verbrauchssteigernd.
Die inländische Elektrizitätserzeugung belief sich 2022 auf 63,5 Terawattstunden gegenüber 64,2 Terawattstunden im Jahr zuvor. Nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen ergibt sich 2022 eine Nettoerzeugung von 57,9 Terawattstunden. Der Löwenanteil von 52,8 Prozent wurde dabei von den Wasserkraftanlagen geleistet. Kernkraftwerke trugen 36,4 Prozent, die konventionell-thermischen Kraftwerke und die Anlagen für Erneuerbare zusammen 10,8 Prozent bei.
Den Importen von Strom im Umfang von 33,1 Terawattstunden standen im Berichtsjahr Exporte von 29,7 Terawattstunden gegenüber. Trotz des Importüberschusses von 3,4 Terawattstunden konnte im Stromhandel jedoch ein kleiner positiver Aussenhandelssaldo von 71 Millionen Franken verbucht werden.
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Eigenheimpreise resistent trotz stärkstem Zinsanstieg seit 30 Jahren
Die Preise für Wohnimmobilien legten im Jahr 2022 trotz dem stärksten Zinsanstieg seit 30 Jahren nominal erneut zu, allerdings deutlich weniger stark als im Vorjahr. Bei den Einfamilienhäusern erhöhten sich die Preise im vergangenen Jahr im Mittel um 4 Prozent, was deutlich unter dem Vorjahreswert von 9 Prozent lag. In derselben Periode konnten die Preise von Eigentumswohnungen mit 5.7 Prozent etwas zulegen – auch hier weniger deutlich als noch 2021, das einem Anstieg von 8.3 Prozent gleichkam. Mit genauerem Blick auf die die vier Regionen der Schweiz mit den meisten getätigten Transaktionen (Käufe und Verkäufe von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen) – Zürich, Nordwestschweiz, Bern, Genfersee – zeigt sich aber ein differenziertes Bild: So weisen inflationsbereinigt nur noch die Hälfte der Regionen entweder für Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen einen Preisanstieg auf.
Die Analyse von Homegate und ImmoScout24 zusammen mit dem Swiss Real Estate Institute beruht dabei auf den effektiven Verkaufspreisen des Swiss Real Estate Data Pools. Dieser umfasst die von Credit Suisse, UBS sowie Zürcher Kantonalbank finanzierten Eigenheimobjekte und deckt rund 40 Prozent aller Transaktionen in der Schweiz ab. Im Jahr 2022 wurden rund 7’200 Verkäufe von Eigenheimen in den untersuchten Regionen registriert. Dies kommt gegenüber 2021 wie bereits im Jahr zuvor einem Rückgang um rund 10 Prozent gleich, welcher sich jedoch anders als im Vorjahr zum grossen Teil bei den verkauften Eigentumswohnungen niederschlug.
Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group, sieht die Gründe für den verlangsamten Preisanstieg vor allem in den kräftigen Leitzinserhöhungen und den dadurch gestiegenen Hypothekarzinsen sowie einem rückläufigen Effekt von Homeoffice gegenüber 2021: «Der Anfang 2022 vorausgesagte dämpfende Effekt der steigenden Zinsen auf die Entwicklung der Eigenheimpreise hat sich bestätigt, wenn auch weniger stark als man hätte annehmen können. Die Eigenheimpreise scheinen aber langsam ihren Zenit erreicht zu haben. Abgesehen davon, dass sich viele mit den jetzigen Preisen ein Eigenheim schlicht nicht mehr leisten können, hat mit der wieder rückläufigen Nutzung von Homeoffice auch die Bewertung der Arbeitssituation in den eigenen vier Wänden wieder abgenommen. Beides dämpfte den Preisanstieg im Laufe des vergangenen Jahres». Von einer Immobilienblase ist hierzulande aber angesichts des knappen Bodens und des weiterhin ungebrochenen Zuzugs in die Schweiz nicht auszugehen, so Waeber weiter. Dies zumal sich Kaufimmobilien insbesondere an Orten wie Genf und Zürich nach wie vor grosser Beliebtheit erfreuen würden.
Einfamilienhäuser in der Region Genfersee über 70 Prozent teurer als in Region Bern
Mit einem kräftigen Preiswachstum von 9.3 Prozent legten die Preise für Einfamilienhäuser in der Region Zürich 2022 am deutlichsten zu – und dies sogar als einzige Region mit einem höheren Preisanstieg als 2021 mit einer Zunahme von 7.7 Prozent. Das durchschnittliche Einfamilienhaus kostete CHF 1.53 Mio. Dadurch holte die Region Zürich im Vergleich zur nach wie vor teuersten Region Genfersee zunehmend auf: der Abstand zum durchschnittlichen Einfamilienhaus-Preis in der Region Genfersee verringerte sich um 80’000 Franken, respektive 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Region Genfersee kostete ein Durchschnittsobjekt im Jahr 2022 mit 1.74 Mio. CHF und damit 3 Prozent mehr als noch 2021. In den Regionen Bern und Nordwestschweiz glichen sich die durchschnittlichen Objektpreise für Einfamilienhäuser ebenfalls etwas an, da die Preise in der Region Bern eine fast doppelt so hohe Zunahme verzeichneten (6.3 Prozent auf CHF 1.02 Mio.) als in der Region Nordwestschweiz (3.6 Prozent auf CHF 1.14 Mio.). Unter Berücksichtigung der letztjährigen Inflation ergibt sich damit für die Nordwestschweiz lediglich ein minimaler Preisanstieg von 0.8 Prozent. Dennoch bleibt Bern die günstigste Region, um ein Einfamilienhaus zu kaufen.Eigentumswohnungen in der Region Genfersee fast so teuer wie in der Region Zürich
Bei den Eigentumswohnungen fiel das Wachstum in der Region Zürich für 2022 mit 3.7 Prozent verhalten aus, insbesondere im Vergleich zu demjenigen von Einfamilienhäusern. Dennoch bleiben die Objekte in dieser Region mit durchschnittlich CHF 1.12 Mio. die teuersten aller vier untersuchten Regionen. Aufgrund eines beachtlichen Preisanstiegs in der Region Genfersee von 12 Prozent gegenüber 2021 verringerte sich die Differenz zum Spitzenreiter deutlich (von CHF 120’000 auf CHF 40’000). Nach wie vor mit Abstand am preiswertesten für potentielle Käufer:innen von Eigentumswohnungen ist die Region Bern. Die durchschnittlichen Preise legten hier im vergangenen Jahr lediglich um 2.9 Prozent auf CHF 0.7 Mio. zu. Unter Berücksichtigung der Inflation kann für diese Region gar von einer Stagnation gesprochen werden. Neben der Region Genfersee zeigte sich auch die zweitgünstigste Region – die Nordwestschweiz – von den steigenden Zinsen und dem rückläufigen Trend zum Homeoffice unbeeindruckt: die Preise stiegen 2022 mit 7.9 Prozent sogar nochmals deutlich stärker an als im Vorjahr (5.6 Prozent). Eine durchschnittliche Eigentumswohnung kostet mit CHF 820’000 nun CHF 60’000 mehr als noch 2021.Mit Blick auf die Objektpreise pro Quadratmeter Nettowohnfläche zeigt sich insbesondere für die Regionen Genfersee und Zürich ein zusätzlicher Effekt. So stiegen in der Region Zürich die Quadratmeterpreise deutlich schneller an, als dies im gleichen Zeitraum für die Objektpreise der Fall war. Dies deutet auf sinkende Wohnflächen der gehandelten Objekte hin. In der Region Genfersee war es hingegen genau umgekehrt, das heisst die Objektpreise legten fünf Prozentpunkte mehr zu, als dies bei den Quadratmeterpreisen der Fall war. Somit wurden in der Region Genfersee für 2022 tendenziell grössere Objekte am Markt verkauft als noch 2021.
Die günstigsten Häuser gibt es in Aarburg, die teuersten in Uetikon am See*
Wenig erstaunlich: Von den fünf Gemeinden mit den höchsten mittleren Preisen für Einfamilienhäuser stammten drei aus der Region Zürich. Am teuersten sind diese in Uetikon am See (CHF 4.0 Mio.), gefolgt von Kilchberg (CHF 3.68 Mio.) und Meilen (CHF 3.41 Mio.). Diesen folgen zwei Gemeinden in der Region Genfersee mit Vésenaz (CHF 3.06 Mio.) und Nyon (CHF 2.98 Mio.). Dabei sind zwei Erkenntnisse beachtenswert: erstens waren alle fünf der teuersten Gemeinden für Einfamilienhäuser im vergangen Jahr noch nicht aufgeführt, zweitens sind die Preise in diesem höchsten Segment nochmals deutlich gestiegen. Bei den höchsten mittleren Preisen für Eigentumswohnungen stammten sogar alle fünf Gemeinden aus der Region Zürich: angeführt von Küsnacht (CHF 2.52 Mio.), Zumikon, Herrliberg und Meilen (je CHF 2.3 Mio.) sowie Erlenbach (CHF 2.16 Mio.).Auf der anderen Seite der Skala stammen die preiswertesten Wohneigentumsobjekte in den vier untersuchten Regionen – sowohl für Einfamilienhäuser als auch Eigentumswohnungen – ausnahmslos aus dem Kanton Aargau. So sind Eigentumswohnungen je nach Gemeinde ab CHF 400’000 (Klingnau), Einfamilienhäuser konnten im vergangenen Jahr ab CHF 610’000 (Aarburg) gekauft werden. Dies zeigt eindrucksvoll: Zum Preis einer Eigentumswohnung im Zürcherischen Küsnacht gibt es im weniger als 35 Kilometer entfernten Klingnau deren sechs zu kaufen. Und sogar knapp sieben Einfamilienhäuser – oder ein komplettes Mehrfamilienhaus – können in Aarburg zum Preis von einem in Uetikon am See stehenden Einfamilienhaus gekauft werden. Auch diese beiden Orte liegen Luftlinie gerade einmal 60 Kilometer auseinander.
Peter Ilg, Leiter des Swiss Real Estate Instituts, ist zusammenfassend für die Ergebnisse der neusten Home Market Price Analysis erstaunt, wie robust das Preiswachstum im Eigenheimmarkt ist: «Nach neun Jahren Negativzinsen ist die Zinswende mit mehreren Leitzinserhöhungen von insgesamt 1.75 Prozentpunkten im vergangenen Jahr abrupt eingetreten. Erstmals seit über 30 Jahren hat die Nationalbank den Leitzins innerhalb eines Jahres so deutlich angehoben». Fallende Eigenheimpreise in der Schweiz hätten Ilg bei dieser Zeitenwende – kombiniert mit einem tendenziellen Rückgang der Nutzung des Homeoffice – daher nicht erstaunt. «Dennoch bin ich verwundert, wie robust das Preiswachstum im Eigenheimmarkt ist: In drei von acht untersuchten Segmenten war der Preisanstieg trotz dieses Gegenwinds sogar deutlich über dem Vorjahr», so Ilg zusammenfassend zu den Erkenntnissen der Home Market Price Analysis für 2022.
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Duravit verzeichnet 2022 erneut Umsatzrekord
Zur vorläufigen Bekanntgabe der Ergebnisse sagt CEO Stephan Tahy: „Wir sind unserem Wachstumsziel, bis 2025 eine Milliarde Euro Umsatz zu erreichen, trotz erschwerter Bedingungen in einigen Regionen wieder ein Stück nähergekommen. Die aktuellen Zahlen bestätigen unseren Kurs und stimmen uns zuversichtlich.“ Tahy, der vor mehr als zwei Jahren den Vorstandsvorsitz bei der Duravit AG übernahm, sieht den Erfolg unter anderem darin begründet, dass es der Duravit weltweit gelingt, als Team die Maßnahmen der strategischen Planungen entsprechend umzusetzen und damit Marktanteile zu gewinnen.
Nachhaltigkeit als Innovationstreiber
Weiterhin wirkt sich die schon seit Jahren bei Duravit etablierte „local-for-local“-Strategie positiv aus, die Duravit unter anderem aus Nachhaltigkeitsgründen verfolgt. Auch weiterhin soll das Augenmerk auf lokaler Produktion, Belieferung und Beschaffung liegen. Nur so kann Duravit das ambitionierte Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden, erreichen. In diesem Rahmen werden auch verschiedene Möglichkeiten zur grünen Energiegewinnung und – anwendung intensiv geprüft.Wachstumsimpulse durch neue Serien
Wachstumstreiber waren neben erfolgreichen Neueinführungen aus dem Jahr 2021, wie der Komplettbadserie D-Neo, zudem neue Serien wie Duravit No.1, die sich als echte Blockbuster Serien erfreulich gut entwickeln. Auf der Salone del Mobile in Mailand präsentierte Duravit unter anderem die neue Serie Zencha des deutschen Stardesigners Sebastian Herkner, die mit edler Optik, sanften Formen und ansprechender Haptik aus dem täglichen Badezimmeraufenthalt ein Ritual der Entspannung und der inneren Einkehr macht. Mit dem Ausbau des Armaturensegments durch die Serie Tulum von Philippe Starck stärkt Duravit weiterhin die Position als Komplettbadanbieter.Neben dem soliden Kerngeschäft der Keramik konnte 2022 auch Zuwachs in den Sparten SensoWash, Wannen und Armaturen generiert werden.
Ausbau des Globalen Projektgeschäfts
Auf die globale Strategie zahlt ebenfalls der Ausbau des internationalen Projektgeschäfts ein. Dieser wichtige Zweig wurde entsprechend verstärkt und vereinheitlicht. So stellt Duravit sicher, dass Projektkunden die bestmögliche Betreuung erhalten – bei jedem Projekt weltweit.Starke Partner in allen Bereichen
In diesem Rahmen setzt Duravit weiter auf starke Vertriebspartner. Das Prinzip des dreistufigen Vertriebs steht für Duravit nach wie vor im Mittelpunkt. Daher wird die Differenzierung der Absatzkanäle durch ein unterschiedliches Produktportfolio konsequent umgesetzt, um den jeweiligen Bedürfnissen gerecht zu werden.Ausblick 2023
Duravit muss sich weiterhin mit abschwächender Konjunktur in vielen Regionen der Welt, steigenden Energiepreisen, hohen Rohstoffkosten und dem Fachkräftemangel auseinandersetzen. Aufgrund der anhaltend ausgeprägten Bereitschaft des Unternehmens, weiterhin massiv zu investieren, und der hohen Fähigkeiten des Duravit Teams, die Strategie des Unternehmens global umzusetzen, steht Tahy auch dem Jahr 2023 optimistisch gegenüber. -

Rückgang der Preise für Häuser, Preisentwicklung drittes Quartal 2022
Zum ersten Mal seit der Covid-Pandemie sind die Hauspreise in 14 Kantonen zurückgegangen, vor allem in Zürich, Basel, der Zentralschweiz und im Jura. Die stärksten Preisrückgänge sind in den Kantonen Glarus (-1,9%) und Jura (-1,6%) verzeichnet worden. Da der Bestand an zum Verkauf stehenden Immobilien seit Jahresbeginn um 14% gestiegen ist, ist es wahrscheinlich, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzen wird.
In den Alpenkantonen steigen die Preise hingegen weiter an. Im Wallis sind die Preise für Häuser um 1,6% und die für Wohnungen um 1,7% in einem Quartal gestiegen. Dasselbe gilt für Graubünden, wo der Wert von Wohnungen um 1,5% zugenommen hat.
Preise für Wohnungen weniger empfindlich
Die Preise für Wohnungen reagieren weniger empfindlich auf den Anstieg der Hypothekarzinsen. In zwei Kantonen ist eine leichte Preiskorrektur verzeichnet worden -0,3% in Neuenburg und Uri. In den grossen Agglomerationen hat sich der Preisanstieg fortgesetzt +1,3% in Zürich, +1,0% in Basel und +0,9% in Genf.
«Insgesamt verlangsamt sich der Schweizer Immobilienmarkt unter dem Einfluss steigender Hypothekarzinsen auf ein ähnliches Tempo wie in der Zeit vor der Pandemie. Es ist schwierig vorherzusagen, was in den kommenden Monaten passieren wird, aber ein weiterer Anstieg der Zinsen ist sehr wahrscheinlich. Dies könnte zu einem noch stärkeren Preisrückgang im ganzen Land führen», so die Analyse von Jonas Wiesel.
Detaillierte Infos unter: https://realadvisor.ch/de/schweizer-immobilienpreis-barometer-q3-2022

