Schlagwort: Vorsorge

  • Berufliche Vorsorge mit hoher Verzinsung

    Berufliche Vorsorge mit hoher Verzinsung

    Das Jahr 2024 war für die Vorsorgeeinrichtungen ein Erfolg. Dank positiver Entwicklungen an den Kapitalmärkten konnte eine durchschnittliche Netto-Vermögensperformance von 7,4 % erzielt werden. Nur noch 0,8 % der Einrichtungen wiesen zum Jahresende eine Unterdeckung auf. Auch die aktiven Versicherten profitieren. Ihre Altersguthaben wurden mit durchschnittlich 3,76 % verzinst, deutlich über dem gesetzlichen Mindestzinssatz von 1,25 %.

    Marktrisiken bleiben
    Trotz des positiven Rückblicks auf 2024 mahnt die OAK BV zur Vorsicht. Marktverwerfungen infolge geopolitischer Spannungen belasten bereits das laufende Jahr. Der Aufbau und Erhalt von Wertschwankungsreserven bleibt daher essenziell, um mögliche Verluste abzufedern und das System langfristig zu stabilisieren. Ein durchgeführter Stresstest zeigt, die Vorsorgeeinrichtungen sind aktuell gut aufgestellt.

    Fokus auf Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen
    Die Oberaufsichtskommission richtet ihr Augenmerk weiterhin auf Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen, die rund 75 % der aktiven Versicherten betreuen. In dieser heterogenen Struktur sieht die OAK BV Risiken durch Interessenkonflikte, Konkurrenzdruck und zu geringe Reserven bei schnellem Wachstum. Neue Vorgaben zur Abgrenzung zwischen Verzinsung und Leistungsverbesserungen sowie zu Geschäften mit nahestehenden Personen sollen Transparenz und Stabilität erhöhen.

    Der nächste Entwicklungsschritt
    Neben der laufenden Aufsicht setzt die OAK BV Impulse zur Weiterentwicklung des Systems. Eine einheitlichere Aufsichtspraxis, klarere Regeln für Vermittlung und Revision sowie eine risikoorientierte Meldepflicht sollen das System zukunftsfähig machen. Die Evaluation der Strukturreform BVG wird zeigen, wo gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.

    Robustes System, wachsam bleiben
    Die berufliche Vorsorge in der Schweiz präsentiert sich Ende 2024 solide und widerstandsfähig. Doch die Herausforderungen bleiben. Nur mit konsequenter Aufsicht, struktureller Weiterentwicklung und einem klaren Fokus auf die Interessen der Versicherten kann die langfristige Sicherheit gewährleistet werden.

  • St. Galler Regierungspräsident Stefan Kölliker strategischer Neuzugang im Verwaltungsrat

    St. Galler Regierungspräsident Stefan Kölliker strategischer Neuzugang im Verwaltungsrat

    Im Zuge der Neuformierung, die mit einer Fokussierung auf Bau, Kapital und Vorsorge einhergeht, hat Hans Klaus, ein langjähriges Verwaltungsratsmitglied, seinen Rückzug bekanntgegeben. Dieser Schritt erfolgte nach erfolgreicher Umsetzung der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, die Klaus seit 2021 massgeblich mitgestaltet hat. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer Ära, in der er wesentliche Beiträge zur Entwicklung und Positionierung von Admicasa geleistet hat.

    Neue Impulse durch Stefan Kölliker
    Mit der Wahl von Stefan Kölliker, der über tiefgreifende Kenntnisse in Politik und Wirtschaft verfügt, setzt Admicasa auf eine fortgesetzte innovative und interdisziplinäre Strategie. Köllikers Erfahrungen aus seiner Zeit als Vorsteher des Bildungsdepartements und Regierungspräsident von St. Gallen sind besonders wertvoll für zukünftige Projekte und Herausforderungen, wie beispielsweise die Bekämpfung der Wohnungsknappheit.

    Kölliker selbst betont das innovative Potenzial des Unternehmens und die Möglichkeit, sein breites Wissen aktiv einzubringen. Seine Vision, branchenübergreifende Probleme mit neuen Ansätzen anzugehen, wird von Serge Aerne, hochgeschätzt. Aerne sieht in Kölliker nicht nur einen Nachfolger, sondern einen Impulsgeber, der das Unternehmen mit seinem umfangreichen Netzwerk und seiner politischen sowie wirtschaftlichen Expertise bereichern wird.

    Ausblick und strategische Ziele
    Mit der Integration von Stefan Kölliker in den Verwaltungsrat verfolgt Admicasa das Ziel, seine marktführende Position weiter auszubauen. Köllikers Hintergrund und seine strategische Denkweise sind entscheidend, um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen und Admicasa in eine neue Phase des Wachstums und der Innovation zu führen.

  • Teilzeitarbeit hat Auswirkungen auf Vorsorge und AHV-Finanzierung

    Teilzeitarbeit hat Auswirkungen auf Vorsorge und AHV-Finanzierung

    In der Schweiz nimmt die Teilzeitarbeit, besonders unter Frauen, zu. Das Bundesamt für Statistik (BFS) berichtet, dass im Jahr 2022 rund 30 Prozent der alleinstehenden Frauen ohne Kinder in Teilzeit arbeiteten, im Vergleich zu nur 15 Prozent der Männer. Diese Arbeitsweise beeinflusst nicht nur das individuelle Einkommen und die Vorsorgeleistungen, sondern auch die Finanzierung der umlagefinanzierten AHV.

    Eine Studie von UBS-Ökonomen unter dem Titel «Teilzeit: Auswirkungen auf die Altersvorsorge» beleuchtet, dass Teilzeitarbeit zu reduzierten Vorsorgeleistungen und einer verminderten Sparkapazität führt. Dies betrifft insbesondere Alleinstehende ohne Kinder, wobei die entstehende Vorsorgelücke oft überproportional zur Pensumsreduktion ausfällt. Bei Paaren hingegen kann Teilzeit in Verbindung mit einkommensabhängigen Kita-Subventionen weniger dramatische Auswirkungen haben.

    Die UBS-Studie «AHV 2030 – Arbeitsmarktszenarien zur fiskalischen Nachhaltigkeit der AHV» zeigt, dass eine veränderte Arbeitsmarktbeteiligung direkte Auswirkungen auf die AHV-Finanzierungslücke hat. Steigende Erwerbsbeteiligung der Frauen könnte diese Lücke leicht reduzieren, während eine verringerte Beteiligung der Männer die Lücke vergrössern würde. Eine höhere Erwerbsbeteiligung von älteren Arbeitskräften hätte ebenfalls einen positiven Effekt.

    Die zukünftigen Entwicklungen des Arbeitsmarktes und gesellschaftliche Trends wie eine bessere Work-Life-Balance oder vermehrte Kinderbetreuung durch Männer könnten weitere Strukturreformen der AHV notwendig machen. Die UBS-Ökonomen betonen, dass Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt allein nicht ausreichen, um die Finanzierungslücke der AHV zu schliessen.

  • Valuu erweitert auf Privatkredite

    Valuu erweitert auf Privatkredite

    Valuu bietet ab sofort auch digitale Vergleichsmöglichkeiten für Privatkredite an, informiert die Eignerin der Vergleichsplattform, PostFinance,  in einer Mitteilung. Der entsprechende Prozess sei gemeinsam mit Kunden und Kundinnen und den Kreditgebenden entwickelt worden, heisst es dort weiter. Prüfung und Kreditvergabe werden anfänglich von Migros Bank, BANK-now, Cembra Money Bank, eny Finance und good finance verantwortet.

    „Als Vorreiterin im Schweizer Markt bietet Valuu ihren Kundinnen und Kunden einen unabhängigen Direktvergleich für Privatkredite“, wird Thomas Jakob, Chief Business Unit Officer Platform Business bei PostFinance, in der Mitteilung zitiert. „Wie bereits aus dem Hypothekargeschäft bekannt, können Kundinnen und Kunden individuelle Angebote transparent vergleichen und anschliessend direkt online beantragen – und damit Zeit und Geld sparen.“

    PostFinance werde Valuu auch in Zukunft weiter optimieren und neue Kreditgeber für Hypotheken und Privatkredite einbinden, heisst es in der Mitteilung. Langfristig verfolgt das Unternehmen das Ziel, Valuu „zur führenden Schweizer Vergleichs- und Abschlussplattform in den Bereichen Finanzieren, Versichern und Vorsorgen“ zu entwickeln.

  • MoneyPark bezieht grösseren Standort in Winterthur

    MoneyPark bezieht grösseren Standort in Winterthur

    MoneyPark wächst in Winterthur. Im vergangenen Jahr konnte das dortige Team des Unternehmens von drei auf sechs Beraterinnen und Berater ausgebaut werden. Entsprechend hat MoneyPark nun neue Räumlichkeiten bezogen. Der Standort befindet sich an der Metzggasse 20 und umfasst einer Mitteilung zufolge sechs Beratungszimmer.

    „Jetzt wollen wir weiterwachsen und unsere Kundinnen und Kunden intensiv rund um die Themen Hypotheken, Vorsorge und Immobilienkauf sowie -verkauf betreuen“, wird Flavian Scheidegger zitiert. Er hat im Juni die Leitung der Winterthurer Filiale von Andreas Leu übernommen.

    Nicht nur die Filiale in Winterthur expandiert. Auch MoneyPark hat kürzlich seine Geschäftstätigkeit erweitert. So können sich Kundinnen und Kunden nicht nur bei der Finanzierung und Vorsorge, sondern auch bei Fragen rund um die Immobiliensuche, den Kauf, Besitz und Verkauf beraten lassen.