Schlagwort: Wälder

  • Bundesrat unterstützt Preisempfehlungen für Schweizer Holz

    Bundesrat unterstützt Preisempfehlungen für Schweizer Holz

    Die Initiative 21.463 «Preisempfehlungen auch für Holz aus Schweizer Wäldern» soll den rund 250 000 Schweizer Waldeigentümerinnen und -eigentümern eine bessere Orientierung am Markt bieten. Durch die Möglichkeit, Richtpreise zu vereinbaren, ähnlich wie in der Landwirtschaft, können die Waldbesitzer ihre Verkaufspreise besser an den Marktbedingungen ausrichten. Dies trägt zur Stabilität und Transparenz auf dem Holzmarkt bei und unterstützt die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder.

    Positive Effekte der Preisempfehlungen
    Der Bundesrat sieht in der Einführung von Preisempfehlungen einen wichtigen Schritt zur Förderung der Wald- und Holzwirtschaft. Durch die Veröffentlichung dieser Empfehlungen soll ein marktgerechteres Verhalten der Akteure unterstützt werden. Dies führt zu indirekten positiven Effekten, da der Verkauf von Holz einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der Waldbewirtschaftung und -pflege leistet. Damit werden alle Funktionen des Waldes, einschliesslich seiner ökologischen und sozialen Leistungen, besser sichergestellt.

    Eigenverantwortliche Umsetzung durch Branchenorganisationen
    Die Umsetzung der Preisempfehlungen soll eigenverantwortlich durch die Organisationen der Wald- und Holzbranche erfolgen. Der Bundesrat betont, dass die vorgeschlagene Regelung im WaG keine kartellrechtlich unzulässige Beseitigung des Wettbewerbs darstellt. Einzelne Unternehmen sind nicht zur Einhaltung der empfohlenen Preise verpflichtet, und es werden keine Preisempfehlungen für Konsumentenpreise festgelegt. Dies stellt sicher, dass der Wettbewerb weiterhin fair bleibt und die Preisempfehlungen lediglich als Orientierungshilfe dienen.

    Mit der Unterstützung der parlamentarischen Initiative setzt der Bundesrat ein Zeichen für die Stärkung der Schweizer Waldwirtschaft. Die Einführung von Preisempfehlungen für Rohholz soll die Markttransparenz erhöhen, die finanzielle Basis für die nachhaltige Waldbewirtschaftung sichern und somit langfristig die vielfältigen Funktionen des Waldes erhalten.

  • Von Antiken Ursprüngen bis zur modernen Architektur

    Von Antiken Ursprüngen bis zur modernen Architektur

    1. Entwicklung in Europa
      In Europa war Holz bis in die Neuzeit ein beliebtes Baumaterial. Die Bauweisen entwickelten sich von Block- zu Pfostenbauten, wobei letztere besonders in waldarmen Gegenden geschätzt wurden. Diese Pfostenbauten, die weniger Holz benötigten und flexible Füllmaterialien wie Lehm verwendeten, hatten aufgrund der Feuchtigkeit jedoch eine begrenzte Lebensdauer.
    2. Revolution durch Fachwerkbau
      Der Fachwerkbau, der sich seit dem 12. Jahrhundert in Nordalpenregionen etablierte, brachte eine Revolution in der Bautechnik mit sich. Diese Bauweise ermöglichte langlebigere Strukturen durch die Verwendung von Pfosten und Streben, die Feuchtigkeitsschäden reduzierten und den Bau von mehrstöckigen Gebäuden ermöglichten. Fachwerkbauten zeichnen sich durch ihre dekorativen Fassaden und technische Raffinesse aus.
    3. Ostasiatischer Holzbau
      Im Unterschied zum europäischen Holzbau ist der traditionelle ostasiatische Holzbau hauptsächlich ein Skelettbau, der sich durch seine komplexen Dachkonstruktionen auszeichnet. In diesem Baustil tragen nicht die Wände, sondern die Dachkonstruktionen die Hauptlast, was zu einer einzigartigen Raumwirkung und Erdbebensicherheit führt.
    4. Einfluss der Industrialisierung
      Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert in Europa setzte die Ablösung des herkömmlichen Holzbaus durch Mauerwerk und Stahlbeton ein. Trotzdem erfuhr Holz durch Innovationen wie verleimte Holzträger und neue Konstruktionstechniken eine Wiederbelebung und Weiterentwicklung.
    5. Renaissance des Holzbaus im 21. Jahrhundert
      Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends erlebt der Holzbau eine Wiedergeburt, angetrieben von ökologischen Vorteilen und technischen Innovationen. Moderne Bauweisen umfassen hybride Konstruktionen aus Holz, Beton und Stahl. Diese Entwicklungen haben zu einer vielfältigen und energieeffizienten Verwendung von Holz in der Architektur geführt.
    6. Die Zukunft des Holzbaus
      Der Holzbau hat sich nicht nur in der Bauweise, sondern auch in der Wahrnehmung verändert. Von traditionellen Methoden bis zur digitalen Fertigung und BIM ist Holz heute ein hochmoderner, vielseitiger Baustoff. Mit zunehmender Akzeptanz in der Baugesetzgebung und kontinuierlicher technischer Innovation bleibt Holz ein zentrales Element moderner Architektur.

    Holz als Baumaterial hat eine tiefe historische Verwurzelung, die bis in die Jungstein- und Bronzezeit zurückreicht. Wie prägend war das Holz schon damals für den Bau von Pfahlbauten in der Bodenseeregion und der Ostschweiz? Welche faszinierenden Einblicke bieten uns diese frühzeitlichen Holzbauwerke? Sie entstanden aus dem Bedürfnis, Wälder für Ackerflächen zu roden. Und so ermöglichten sie nicht nur die Besiedelung von Seenahen Gebieten, sondern schufen auch Schutz und neue Transportwege. Ein erstaunliches Zeugnis vergangener Zeiten, das uns bis heute beeindruckt.

  • Holzkreislauf Uri soll effiziente regionale Holznutzung sichern

    Holzkreislauf Uri soll effiziente regionale Holznutzung sichern

    Die Strategie Holzkreislauf Uri wurde ins Leben gerufen, damit Urner Holz besser zur CO2-Reduktion in der Atmosphäre genutzt wird. Konkrete Projekte, um die Effizienz der regionalen Holznutzung zu erhöhen, wurden vom Urner Regierungsrat und dem Engeren Rat der Korperation Uri nun gebilligt. „Holz bietet nicht nur eine nachhaltige Lösung, um Uri zu einem klimaneutralen Standort auszubauen“, wird Wendelin Loretz, Vizepräsident und Waldchef der Korporation Uri in einer Medienmitteilung des Regierungsrats im Kanton Uri zitiert. Auch die regionale Wertschöpfung werde damit unterstützt.

    Holzkreislauf Uri soll daher Impulse für eine funktionierende Verarbeitungskette vom einheimischen Wald über die Holzverarbeitungsbetriebe bis zur Nutzung setzen, heisst es. Daran beteiligt sind Kanton Uri, die Korporation Uri und engagierte Urner Akteurinnen und Akteure, unterstützt von Forschenden der Hochschule Luzern.

    Im Rahmen einer Zukunftskonferenz im März 2022 seien Arbeitsgruppen gegründet und konkrete Projekte ausgearbeitet worden. Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung wollen, beginnend mit dem Aufbau einer Plattform zur Vernetzung der Beteiligten, eine integrale Ressourcenpolitik Wald und Holz verfolgen. Für die Kombination aus Wald, Wirtschaft und Bevölkerung seien ein Baumpflanzungsprojekt, eine Projektstudie zur Untersuchung der Machbarkeit einer genossenschaftlichen Sägerei mit Integration der Wald- und Holzkette, ein Holz-Stuhl-Projekt in Schulen und ein Wald- und Holzführer geplant.