Schlagwort: Wärme

  • Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Die Flughafen Zürich AG geht den Bau eines zweiten Testbrunnens einer etwa 300 Meter unter dem Flughafengelände liegenden eiszeitlichen Rinne an, informiert die Flughafenbetreiberin in einer Mitteilung. Sie plant, die wasserführende Rinne als Wärme- und Kältespeicher für emissionsfreies Heizen und Kühlen des Flughafengebäudes zu nutzen. Ein im vergangenen Herbst angelegter Testbrunnen hatte bereits erfolgversprechende Resultate geliefert.

    „Die Wassermengen, die gepumpt werden konnten, sowie die Fliessgeschwindigkeit des Wassers stimmen uns weiter zuversichtlich, dass die Rinne als Wärme- und Kältespeicher dienen kann“, wird Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. „Nun braucht es weitere Tests, um festzustellen, in welchem Ausmass dieser Speicher nutzbar ist.“

    Aktuell wird ein geeigneter Standort für den zweiten Brunnen gesucht. Einmal angelegt, soll er für Zirkulationstests mit dem ersten Brunnen verbunden werden. „Mit diesem nächsten Schritt prüfen wir die Effizienz eines solchen Speichers und können bei positiven Resultaten schliesslich den konkreten Ausbau planen“, erläutert Hüni.

    Die Flughafenbetreiberin setzt darauf, über die Rinne den überwiegenden Teil des Heiz- und Kühlbedarfs für das Flughafengebäude decken zu können. Je nach Ergiebigkeit könnte der Wasserspeicher dabei mit Erdsondenfeldern kombiniert werden. Als voraussichtliche Kosten für die Investition werden in der Mitteilung rund 8 Millionen Franken genannt. Dabei kann sich die Flughafen Zürich AG auf finanzielle Förderung durch das Bundesamt für Energie stützen.

  • Paradigmenwechsel in der Energieplanung

    Paradigmenwechsel in der Energieplanung

    Zahlreiche Länder haben sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu sein. Dies erfordert für Gebäude- und Energiesysteme einen raschen Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien und eine stärkere Vernetzung verschiedener Sektoren. Gebäude, Mobilität, Industrie sowie Strom, Wärme und synthetische Brennstoffe müssen interagieren und integriert geplant werden. Matthias Sulzer von der Empa und Michael Wetter vom Lawrence Berkeley National Laboratory argumentieren, dass die aktuellen Planungsprozesse dieser Komplexität nicht gerecht werden und daher ein Paradigmenwechsel notwendig ist.

    Aktuelle Planungsprozess – ein Silo-Denken
    Heutige Planungsprozesse sind nach Disziplinen organisiert, was zu ineffizienten und suboptimalen Ergebnissen führt. Ingenieure und Architekten arbeiten nacheinander, anstatt interdisziplinär zusammen. Diese lineare, «Wasserfall»-artige Vorgehensweise lässt wenig Raum für Iterationen und Optimierungen im Gesamtsystem. Sulzer betont, dass dieser Ansatz nicht mehr ausreicht, um den Anforderungen zukünftiger, flexibler Energiesysteme gerecht zu werden.

    Inspiration aus der Chip-Industrie
    Sulzer und Wetter schlagen einen Planungsansatz vor, der von der Chip-Industrie inspiriert ist. Der Elektronik- und Computer-Wissenschaftler Alberto Sangiovanni-Vincentelli hat mit seinem «Platform-based Design» die Chip-Herstellung revolutioniert. Dieses Konzept nutzt verschiedene Abstraktionsebenen zur ganzheitlichen Analyse und Optimierung von Systemen und schafft allgemeingültige, modular kombinierbare Modelle. Dieses Modell könnte auch auf Gebäude- und Energiesysteme angewendet werden, um die Planung zu automatisieren und zu modularisieren.

    Vorteile eines modellbasierten Planungsprozesses
    Ein modellbasierter Planungsprozess würde bedeuten, dass Modelle nicht nur zur Analyse, sondern auch zur Spezifikation und zum Bau von Systemen genutzt werden. Diese Blaupausen könnten modular kombiniert werden, um das Design und die Funktionalität eines Systems eindeutig zu bestimmen. Dies würde die Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse revolutionieren und die notwendige Digitalisierung und Automatisierung fördern, um die ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele zu erreichen.

    Pilotprojekt an der Empa
    Das EU-Projekt GOES, geleitet von der Empa, ist ein erster Schritt zur Anwendung des «Plattform-based Design» im Energiesektor. Auf dem Empa-Campus in Dübendorf wird eine Pilotanlage mit 144 Erdsonden als erste Anwendung dieses Konzepts entwickelt. Ziel ist es, die verschiedenen Abstraktionsebenen der Entscheidungsfindung zu definieren und die Schnittstellen zu standardisieren.

    Die Umsetzung eines automatisierten und modularen Planungsprozesses ist entscheidend für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2050. Sulzer und Wetter sind überzeugt, dass dieser Paradigmenwechsel die Flexibilität und Effizienz der Energiesysteme erheblich steigern wird. Der Ansatz bietet eine vielversprechende Lösung, um die Herausforderungen der Dekarbonisierung zu meistern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

  • Ein neues Zuhause für Familien und Kreativität im Leutschenbach

    Ein neues Zuhause für Familien und Kreativität im Leutschenbach

    Das Herzstück der Siedlung besteht aus zwei u-förmigen Gebäudekomplexen, die zum Grünraum hin geöffnet sind und durch Pavillonbauten im Innenhof ergänzt werden. Diese Anordnung schafft einen lebendigen, gemeinschaftlichen Siedlungshof, der Kindergärten und Gemeinschaftsräume beherbergt und somit zu einem sozialen Treffpunkt wird.

    Die Wohnsiedlung bietet eine Vielzahl von 2- bis 6½-Zimmer-Wohnungen sowie spezielle Atelier- und Gemeinschaftswohnungen, um unterschiedlichste Wohnbedürfnisse zu erfüllen. Besonderes Augenmerk wird auf grosszügige Familienwohnungen und kreative Räumlichkeiten gelegt, die flexibles und innovatives Wohnen ermöglichen.

    Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stehen im Fokus der Wohnsiedlung. Durch den Bau nach Minergie-P-ECO und Minergie-ECO Standards sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen für Wärme und Strom leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die grossflächige Installation von Photovoltaik-Modulen gewährleistet eine umweltfreundliche Stromversorgung.

    Die Gestaltung der Aussenanlagen fördert die Biodiversität und verbessert das Mikroklima im Quartier. Die Aufwertung der Grünflächen entlang des Riedgrabens und der das Quartier verbindende «Innere Garten Leutschenbach» schaffen naturnahe Erholungsräume, die den Bewohnenden eine hohe Lebensqualität bieten.

    Die Wohnsiedlung Leutschenbach ist ein Beispiel für die gelungene Verbindung von urbanem Wohnen, sozialer Durchmischung und ökologischer Verantwortung. Sie spielt eine wesentliche Rolle in der Entwicklung Leutschenbachs zu einem attraktiven und lebendigen Stadtteil, der den Anforderungen eines modernen, nachhaltigen Lebensstils gerecht wird.

  • «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    Das innovative und langfristig ausgerichtete Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach einer etappierten Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren erfolgreich fertiggestellt. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem früheren Gewerbeareal in Burgdorf BE. Bei der Konstruktion wurde über 6600 m3 Schweizer Holz verwendet, das als natürlicher CO2-Speicher dient und aufgrund kurzer Transportwege eine ausgezeichnete Ökobilanz aufweist.

    Der Energiebedarf für das gesamte Areal wird zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Der Strom stammt von den PV-Anlagen auf den Gebäudedächern, während die Wärme für Heizung und Warmwasser aus einer Heizzentrale kommt, die mit Schweizer Pellets betrieben wird. Das durchdachte Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Car-Sharing, Velos und öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working Space unterstützt das Arbeiten von Zuhause aus und entlastet somit indirekt die Verkehrswege. Zudem sorgt die Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip im Sommer für eine natürliche und effiziente Kühlung und macht das Projekt dank der vielfältigen einheimischen Pflanzen zu einem wahren Hotspot der Biodiversität.

    Label mit hohen Anforderungen
    Im April 2024 erhielt das bisher grösste Immo-Projekt vom Verein Minergie das begehrte Zertifikat: das Label Minergie-Areal, nachdem es bereits mit dem Label Minergie-A-ECO ausgezeichnet wurde. Der neue Standard, der seit September 2023 besteht, wird von verschiedenen Organisationen wie dem Verein Minergie, den Kantonen, der Wirtschaft und dem Bundesamt für Energie unterstützt. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen minimalen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen während Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude verfügen über einen besonders effizienten Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftaustausch. Zudem wird der Aussenraum des Minergie-Areals so gestaltet, dass die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität erhöht werden, beispielsweise durch grüne Bepflanzung und Beschattungsmöglichkeiten. Ein weiterer Pluspunkt des Minergie-Areals ist die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität.

    Die Überbauung in Burgdorf BE setzt neue Massstäbe im Holzbau für Wohnungen. Mit 168 Eigentumswohnungen in zehn Mehrfamilienhäusern ist es das grösste Bauprojekt seiner Art, das Schweizer Holz und den Minergie-A-ECO-Standard vereint. Von Anfang an standen Nachhaltigkeitsaspekte im Mittelpunkt, was dem Projekt das erste Minergie-Areal-Zertifikat für ein realisiertes Projekt einbrachte.

    Dank der eleganten Holzfassaden fügt sich das Ensemble architektonisch optimal in die natürliche Umgebung ein. Die klar definierten Begegnungs- und Spielzonen mit dörflichem Charme fördern die Beziehungen zwischen den Bewohnern. Gleichzeitig gewährleistet die Architektur die Privatsphäre und schafft Wohnräume mit idealen Luft-, Licht- und Schalleigenschaften. Gemeinschaftsfördernde Elemente wie ein grosszügiger Gemeinschaftspavillon und die professionelle Homeoffice-Zone «fm produktiv» runden das Angebot ab.

    Die Wohnungen bieten 2.5 bis 5.5 Zimmer und sind für Singles, Paare und Familien jeden Alters konzipiert. Die Grundrisse sind flexibel gestaltet, sodass sie zukünftigen Bedürfnissen angepasst werden können. Der Bau erfolgte ab dem Erdgeschoss in Holzelementbauweise.

    Die Energieversorgung basiert konsequent auf erneuerbaren Quellen. Der Strom für die rund 400 Bewohnerinnen und Bewohner stammt von den PV-Anlagen auf den Dächern der Mehrfamilienhäuser (700 MWh/Jahr). Die Wärme wird in einer Heizzentrale mit Schweizer Holzpellets erzeugt.

    Das Mobilitätskonzept setzt auf Veloverkehr, öffentlichen Verkehr, E-Fahrzeuge und Car-Sharing. Es stehen Velounterstände, Ladestationen, Reparatur- und Reinigungsbereiche zur Verfügung. Zusätzlich können Bewohner via App eines der beiden Elektroautos des quartiereigenen Car-Sharing nutzen oder bequem den Bus nutzen, der halbstündlich vom Quartier nach Burgdorf verkehrt. Die Nachfrage nach den Eigentumswohnungen sowie nach den Mietwohnungen war von Anfang an sehr gross. Bereits Monate vor Fertigstellung, waren alle 168 Wohnungen verkauft respektive vermietet. Die fairen Verkaufs- und Mietpreise haben sicher zum grossen Erfolg beigetragen, z.B. war eine Wohnung mit 4.5 Zimmern bereits ab CHF 610’000 erhältlich (abzüglich Minergie-Fördergelder des Kantons Bern).

  • Strategien gegen urbane Hitzeinseln: Die Bedeutung von Grün- und Wasserflächen

    Strategien gegen urbane Hitzeinseln: Die Bedeutung von Grün- und Wasserflächen

    Die Herausforderung, der sich städtische und industrielle Zentren angesichts der globalen Erwärmung stellen müssen, ist das Phänomen der Hitzeinseln, das durch eine Kombination aus Klimawandel und Urbanisierung verstärkt wird. Die Überhitzung urbaner Gebiete resultiert aus einem Mangel an Vegetation und einem Überschuss an Wärme absorbierenden Oberflächen wie Beton und Asphalt. Die hohe Dichte von Gebäuden und die mangelnde Luftzirkulation auf engen Strassen verschärfen das Problem zusätzlich.

    Um die negativen Auswirkungen dieser Hitzeinseln, wie erhöhte Energiekosten für die Klimatisierung, Luftverschmutzung und Gesundheitsrisiken, zu bekämpfen, sind Städte wie Zug und Zürich dazu übergegangen, umfassende Klimaanalysen und -modelle in die Stadtplanung zu integrieren. Ziel ist es, neue Quartiere so zu gestalten, dass sie zur Minderung von Hitze beitragen und nicht zur Entstehung von Hitzeinseln führen.

    Die Anpassung bestehender Strukturen erfordert jedoch zusätzliche Anstrengungen. Viele Städte erforschen Kombinationslösungen aus Begrünung, der Anlage von Wasserflächen und dem Einsatz von Baumaterialien, die weniger Hitze absorbieren. Ein Beispiel hierfür ist die Stadt Sitten/Sion, die auf dem Dach einer Landwirtschaftsschule einen japanischen Garten errichtet und vor dem Schulgebäude einen Teich angelegt hat. Darüber hinaus wird die Bodenversiegelung aufgebrochen und durch helleren Asphalt ersetzt, um die Wärmespeicherung zu reduzieren.

    Es wird deutlich, dass einzelne Massnahmen nicht ausreichen, um das komplexe Problem der Hitzeinseln zu lösen. Eine ganzheitliche Herangehensweise, die unter dem Motto «Mehr Grün und Blau statt Grau» steht, ist erforderlich, um die Lebensqualität in städtischen Gebieten auch unter sommerlichen Hitzebedingungen zu erhalten und zu verbessern.

  • Stäfa erhält erneuerbare Wärme und Kälte

    Stäfa erhält erneuerbare Wärme und Kälte

    Mit einem nachhaltigen Energieprojekt soll die Wärme- und Kälterversorgung der Gemeinde Stäfa erneuert werden. Laut einer Medienmitteilung werden die lokale Industrie und 500 Liegenschaften in Stäfa ab 2026 mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgt. Die Industriebetriebe sollen zusätzlich erneuerbare Kälte für ihre Kühlprozesse aus dem See erhalten. Das Projekt wird von  Energie 360° realisiert. Das Projekt sieht vor, mit dem Ersatz von Gas- und Ölheizungen künftig 7000 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Diese Emissionseinsparung entspricht dem Verbrauch von 2,6 Millionen Litern fossilen Heizöls, heisst es in der Mitteilung. Die Wärmegewinnung soll mit Wärmetauschern in einem unterirdischen System erfolgen. Der Bau der Seewasserfassung und der unterirdischen Energiezentrale beginnt im Sommer 2024. Die ersten Leitungen des Wärme- und Kältenetzes werden 2025 verlegt, ab 2026 werden dann die Industriebetriebe und die ersten Liegenschaften an die neue Wärme- und Kälteversorgung angeschlossen.

    „Energie 360° hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Kund*innen bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie zu liefern“, wird Romeo Deplazes, Leiter Lösungen bei Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. „Der Energieverbund Stäfa ist ein weiterer Schritt zur Transformation der Schweiz von fossil zu erneuerbar.“

  • Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Die AEW Energie AG hat am 16. November den Baubeginn für die Wärmezentrale im Villmerger Industriegebiet mit einem ersten Spatenstich begangen. Die Wärmezentrale wird auf dem Gelände der Cellpack Power Systems errichtet. Sie soll laut einer Mitteilung in einer ersten Phase mit einem Heizkessel für Altholz mit einer Nennleistung von 2000 Kilowatt und einem Ölkessel für die Spitzenlast mit einer Nennleistung von 4000 Kilowatt ausgestattet werden.

    Die Anlage liefert Ende 2024 erstmals Wärme. Sie soll rund 710‘000 Kubikmeter Erdgas ersetzen und damit den Ausstoss von 1500 Tonnen CO2 vermeiden. Im Endausbau soll ein weiterer Altholzkessel von 4000 Kilowatt Nennleistung hinzukommen. Damit sollen auch weitere Unternehmen im Industriegebiet versorgt werden können. Die Erweiterung des Wärmeverbunds auf angrenzende Gebiete ist angedacht.

    Das Altholz soll mehrheitlich aus unbehandelten Holzabfällen des Industriegebiets stammen und nach Bedarf mit Holz aus der Region ergänzt werden. Der Ölanteil für die Spitzenlast soll höchstens 10 Prozent betragen. Auf dem Dach und an zwei Seiten der Wärmezentrale wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Diese erreicht eine Spitzenleistung von 260 Kilowatt.

  • Die clevere Alternative zu Erdgas und Heizöl in Ilanz

    Die clevere Alternative zu Erdgas und Heizöl in Ilanz

    Die Komplexität und raschen Veränderungen stellen nicht nur Immobilieneigentümerschaften und Unternehmen vor Herausforderungen, sondern auch Gemeinden und Städte. Nah- und Fernwärmenetze werden als intelligente Alternative zu Erdgas und Heizöl immer wichtiger, da sie alle Anforderungen erfüllen und zusätzlich lokale Wertschöpfung ermöglichen.

    Vielseitige Energiequellen
    Nah- und Fernwärmenetze können mit verschiedenen Energiequellen betrieben werden und sind daher nahezu überall umsetzbar. Eine potenzielle Quelle ist die Abwärme von Abwasserreinigungsanlagen. Darüber hinaus können erneuerbare und lokal verfügbare Energiequellen wie Erdwärme, Holz, Grundwasser sowie See- und Flusswasser als Wärme- oder Kältequelle genutzt werden. Diese Energieträger müssen nicht importiert werden. Im Verbund können auch verschiedene Energiequellen kombiniert werden, was die Versorgungssicherheit erhöht.

    Verschiedene Verbundtypen
    Nah- und Fernwärmenetze können nach ihrer Grösse und Ausrichtung unterschieden werden. Nahwärmenetze versorgen äusserst effizient mehrere Gebäude, während Fernwärmenetze über grössere Entfernungen ganze Stadtteile oder Gemeinden versorgen. Technisch gesehen sind die Unterschiede zwischen Nah- und Fernwärme gering, da sie weitgehend identisch funktionieren.

    Umfassender Service
    Durch die Partnerschaft mit ewz haben Immobilieneigentümerschaften, in diesem Fall Ilanz, einen erfahrenen und zuverlässigen Energiedienstleister an ihrer Seite. Dieser übernimmt alle Aufgaben von der Planung und Finanzierung bis zur Umsetzung und dem Betrieb von Nah- oder Fernwärmenetzen. Dank langjähriger Erfahrung und einem Expertennetzwerk werden individuell passende Lösungen für Projekte in der gesamten Schweiz entwickelt.

  • Nachhaltiger Baustoff und CO2-Senke für die Zukunft

    Nachhaltiger Baustoff und CO2-Senke für die Zukunft

    Beton ist in der Schweiz der am häufigsten verwendete Baustoff. KLARK könnte ihn nun auch zu einem Vorreiter in der Nachhaltigkeit machen, da das Produkt als CO2-neutral beworben wird. Der Beton vereint diese ökologischen Vorteile ohne Kompromisse bei der Materialqualität oder Verarbeitungsfähigkeit einzugehen. Das macht ihn zu einer attraktiven Option für den Hochbau.

    Der Schlüssel zur Klimafreundlichkeit liegt in der Beimischung von Pflanzenkohle, die aus unbehandeltem Restholz hergestellt wird. Durch ein spezielles Pyrolyseverfahren wird CO2 in der Pflanzenkohle langfristig gebunden, wodurch der Beton zu einer echten CO2-Senke wird. Ein Neubau eines Einfamilienhauses könnte so etwa so viel CO2 einsparen, wie ein durchschnittliches Auto in der Schweiz in einem Zeitraum von zehn Jahren emittiert.

    «Unsere Priorität liegt in der sinnvollen Verwertung aller Materialien,» sagt Christian Wengi von Logbau. «Deshalb haben wir intensiv in Forschung und Entwicklung investiert.»

    Die Produktentwicklung wurde von Experten der Ostschweizer Fachhochschule begleitet, die die optimale Rezeptur für den Beton ermittelt haben.

    Das Prinzip der Pflanzenkohle ist nicht neu und hat eine lange Geschichte. Sie wurde bereits in der Eisenzeit produziert und hat in den letzten Jahren durch zahlreiche wissenschaftliche Studien ein Revival erlebt. Roland Christen, Gründer von Infratrace, betont die Verfügbarkeit von Holzabfällen in der Schweiz als Kohlenstoffquelle und setzt sich für den offenen Zugang zu Forschungsergebnissen ein.

    Darüber hinaus könnte das Pyrolyseverfahren, mit dem die Pflanzenkohle hergestellt wird, zukünftig in Heizkraftwerken eingesetzt werden, die neben Wärme auch Gas produzieren.
    Neben dem Klimaschutz bietet der Beton durch die leicht dunklere Färbung durch die Pflanzenkohle auch interessante Designmöglichkeiten. Insgesamt zeigt das Beispiel KLARK, wie Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können, um die Baubranche grundlegend zu verändern.

  • Wärmeverbund Ennetsee nimmt Arbeit auf

    Wärmeverbund Ennetsee nimmt Arbeit auf

    Mit der Öffnung der Transportleitung zwischen Perlen und Rotkreuz hat WWZ den ersten Abschnitt seines Wärmeverbunds Ennetsee in Betrieb genommen. „Ab jetzt fliesst Abwärme von der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Renergia, Perlen ins Verteilnetz Rotkreuz und versorgt erste Liegenschaften in der Gemeinde mit regionaler, umweltfreundlicher und CO2-neutraler Energie für Heizung und Warmwasser“, erläutert der Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorger in einer entsprechenden Mitteilung.

    Nach Fertigstellung soll der Wärmeverbund Ennetsee neben Rotkreuz auch das zu Risch ZG gehörende Dorf Holzhäusern, das Gebiet Bösch in der Gemeinde Hünenberg ZG, Hünenberg See und Cham mit Abwärme aus der KVA Renergia versorgen können. WWZ rechnet damit, dass dann mit dem Wärmeverbund jährlich mehr als 12’000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden. Aktuell arbeitet das Unternehmen an weiteren Fernwärmeleitungen in Rotkreuz und am nächsten Abschnitt der Haupttransportleitung von der Kehrichtverbrennungsanlage bis nach Cham.

  • Wetzikon stimmt für das Fernwärmenetz

    Wetzikon stimmt für das Fernwärmenetz

    Die Stimmberechtigten von Wetzikon haben am 3. September der Gründung der Fernwärme Wetzikon AG zugestimmt. Der Fernwärmeverbund mit Abwärmenutzung wird ab 2025 bis zu 50 Prozent der Wetziker Haushalte mit CO2-neutraler Energie versorgen. Laut einer Medienmitteilung werden die Energiedienstleisterin Energie 360° und die Stadt Wetzikon mit 40 beziehungsweise 60 Prozent gemeinsame Teilhaber der neuen Aktiengesellschaft.

    Die neue Aktiengesellschaft wird mit der Abwasserreinigungsanlage Wetzikon und der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) langfristige Wärmeverträge abschliessen. Die Fernwärme soll über eine Transportleitung aus der KEZO Hinwil nach Wetzikon gebracht und von dort auf die Haushalte verteilt werden. Die Energiezentrale ist beim Freibad Wetzikon geplant.

    „Bei Energieverbünden gilt es, lokal verfügbare Wärmequellen zu nutzen“, wird Romeo Deplazes von Energie 360° zitiert. „In Wetzikon steht die Fernwärme aus der Kehrichtverwertung zur Verfügung, das ist ideal.“

    „Je schneller wir die Fernwärme Wetzikon realisieren können, desto besser“, findet Stadtrat Heinrich Vettiger. „So werden wir unabhängiger von fossilen Brennstoffen aus dem Ausland und nutzen regionale Abwärme, die sowieso anfällt.“ Energie 360° sei mit ihrer langjährigen Erfahrung und der fundierten Expertise die ideale Partnerin.

    Die Energiedienstleisterin baut und betreibt nach eigenen Angaben rund um den Zürichsee für verschiedene Gemeinden und Unternehmen bereits Energieverbünde mit Seewassernutzung. In Dielsdorf ZH wird die Abwärme von Datenzentren genutzt, um künftig bis zu 3500 Haushalte mit Wärme zu versorgen.

  • WWZ baut Geschäft mit Fernwärme aus

    WWZ baut Geschäft mit Fernwärme aus

    Die WWZ-Gruppe beobachtet eine steigende Nachfrage nach Fernwärme und Fernkälte. Der entsprechende Geschäftsbereich habe seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2023 im Jahresvergleich um 15 Prozent gesteigert, informiert der Zuger Energie-, Telekom- und Wasserversorger in einer Mitteilung. Im Berichtshalbjahr hat die Gruppe weitere Liegenschaften an ihre Energieverbünde Circulago und Ennetsee anschliessen können.

    Zukünftig soll der nach Ansicht von WWZ zukunftsträchtige Geschäftsbereich weiter ausgebaut werden. In Steinhausen wurde bereits eine Machbarkeitsstudie für einen Wärmeverbund durchgeführt, mit der Gemeinde Baar arbeitet die Gruppe derzeit an einer Machbarkeitsstudie. Investitionen in Fernwärme und Fernkälte führten zwar „vorübergehend zu höheren Betriebskosten, die Investitionen zahlen sich aber mittelfristig mit stabilen Cashflows aus“, schreibt WWZ.

    Auch im ersten Halbjahr 2023 hat der Ausbau des Fernwärme- und Fernkältegeschäfts die Betriebskosten des Unternehmens um knapp 4 Prozent erhöht. Das Betriebsergebnis konnte dennoch um 27 Prozent auf 13,6 Millionen Franken gesteigert werden. Hintergrund sind im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 166,5 Millionen Franken gestiegene Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen. Der Reingewinn fiel mit 15,7 Millionen um 8,4 Millionen Franken höher als im ersten Halbjahr 2022 aus.

  • Aufbau der Wärmezentrale Frick startet mit Spatenstich

    Aufbau der Wärmezentrale Frick startet mit Spatenstich

    Die Industriellen Werke Basel (IWB) haben auf dem Firmenareal von der in Frick ansässigen Stahlton Bauteile AG mit dem Bau einer neuen Holzschnitzel-Heizzentrale für die geplante Wärmezentrale begonnen. Am 4. Juli 2023 fand der Spatenstich statt.

    Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, erhalten die ersten Kunden ab Herbst 2024 Zugang zu Wärme aus regenerativer Produktion. Als Rohstoff soll Holz aus dem Forstrevier Thiersteinberg verwendet werden. Aktuell werde jede dritte Heizanlage in Frick noch fossil betrieben.

    Zur Leistungsfähigkeit des Wärmeverbunds heisst es, dass IWB künftig bis zu 20 Gigawattstunden Wärme pro Jahr erzeugen kann. Das Einsparpotenzial der Gemeinde Frick liege bei 2700 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Der Ausbau des Leitungsnetzes für die regenerative Wärmeversorgung soll im Herbst 2023 beginnen.

    Der in der Mitteilung zitierte CEO der Stahlton Bauteile AG, Ernst Gisin, betont das langjährige Engagement des Unternehmens für Nachhaltigkeit. „Wir haben unter anderem vor zwölf Jahren das thermisch aktivierte Bürogebäude nach Minergie-P-Standard gebaut und seit einem Jahr eine PV-Anlage mit einer Leistung von einem Megawatt-Peak in Betrieb.“ Der nächste Schritt sei der Austausch der Erdgasheizung in der Produktion durch den Anschluss an die Wärmezentrale.

  • Verbünde sollen 45 Prozent der Wärme in Winterthur liefern

    Verbünde sollen 45 Prozent der Wärme in Winterthur liefern

    Die Stadt Winterthur kann 45 Prozent des städtischen Wärmebedarfs mit öffentlichen Wärmeverbünden abdecken. Die Energie der Kehrichtverbrennungsanlage des Stadtwerks könnte 33 Prozent des Wärmebedarfs in der Stadt decken, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Holz, Biogas und Abwärmenutzungen könnten weitere 10 Prozent stellen. Die neue Energiezentrale Schützenwiese könnte mit der Nutzung der Grundwasserwärme weitere 2 Prozent abdecken.

    Rund zwei Drittel der dafür nötigen städtischen Wärmenetze sind bereits realisiert. Für das restliche Drittel sind weitere Investitionen nötig. So muss das Stimmvolk dem Baukredit für den Ersatz der Verbrennungslinie 2 der Kehrichtverbrennungsanlage zustimmen. Diese soll ab 2028 Abwärmeenergie aus der Rauchgasreinigungsanlage gewinnen. Zusätzlich müssen rund 300 Millionen Franken in den Ausbau der städtischen Wärmenetze investiert werden. Dazu soll bis Ende 2024 eine Kreditvorlage ausgearbeitet werden, über die das Stimmvolk ebenfalls abstimmen wird. Diese Wärmenetze sollen Gebiete mit hoher Energiedichte mit Wärme versorgen.

    Rund 55 Prozent des städtischen Wärmebedarfs müssen über private Lösungen gedeckt werden, schätzt der Stadtrat. Eine weitere Studie soll untersuchen, wie Gebiete mit niedrigerer Energiedichte wirtschaftlich und ökologisch erschlossen werden können.

  • Neue Wärmezentrale in Emmen geht in Betrieb

    Neue Wärmezentrale in Emmen geht in Betrieb

    Energie Wasser Luzern (ewl) hat am Dienstag, 4. April, in Emmen ihre neue Wärmezentrale eröffnet. Sie ist am Standort des Rüstungsbetriebs RUAG untergebracht. Laut einer Medienmitteilung rechnet der Versorger ewl im Endausbau mit einem jährlichen Wärmeabsatz von circa 22 Gigawattstunden. Dies entspreche dem Wärmebedarf von rund 2200 Vierpersonenhaushalten. Dadurch werden in der Region jährlich insgesamt circa 4600 Tonnen CO2 eingespart, heisst es in der Mitteilung von ewl.

    Die Eröffnung der Wärmezentrale Emmen Dorf wurde von der Fernwärme Luzern AG, einer Tochtergesellschaft von ewl Luzern, zusammen mit der Baurechtsgeberin RUAG Real Estate und Vertretern der Gemeinde Emmen durchgeführt. Sie wird als ein wichtiger Meilenstein im regionalen Fernwärmeausbau bezeichnet. Insgesamt investiere die Fernwärme Luzern AG für den Ausbau des Fernwärmenetzes in Emmen Dorf rund 31 Millionen Franken, wobei rund 8 Millionen Franken in die neue Zentrale inklusive Gebäude und Anlagen flossen.

    „Das Baurecht an die Fernwärme Luzern AG und die Fertigstellung dieser Wärmezentrale sind die Voraussetzung für den grossen ökologischen Schritt der RUAG – nämlich den Anschluss an den Fernwärmeverbund ab der Heizperiode 2023/24. Für RUAG ergibt sich damit eine Reduktion von rund 2000 Tonnen CO2 jährlich“, wird  Matthias Hauswirth, Chief Real Estate Officer von RUAG, zitiert.

    Nach dem Baustart im Februar 2022 hätten Lieferschwierigkeiten im Zuge des Ukrainekrieges zu Verzögerungen und Unsicherheiten geführt, heisst es von ewl-Verwaltungsratspräsident Patrik Rust in einer Mitteilung. Dass die Fertigstellung termingerecht erfolgen konnte, sei dem grossen Einsatz, der guten Zusammenarbeit und dem konstruktiven Austausch zwischen Planungsteam, Baufirmen und RUAG Real Estate als Baurechtgeberin zu verdanken.

  • Stimmvolk billigt Kredit für Fernwärme in Chur

    Stimmvolk billigt Kredit für Fernwärme in Chur

    Die Churer Energieversorgerin Energie Wasser Chur (IBC) kann ihr Fernwärmenetz massiv ausbauen. Die Stimmbevölkerung hat einer entsprechenden kommunalen Vorlage zu 60,85 Prozent zugestimmt. Sie besagt, dass die Stadt sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren mit 80 Millionen Franken an den Gesamtkosten für den Ausbau des Wärmenetzes beteiligt. Diese belaufen sich auf 314 Millionen Franken.

    Der Gemeinderat unterstützt die Vorlage laut seiner Urnenbotschaft vom 12. März mit 17 Ja- zu 4 Nein-Stimmen. Nun fördert Chur das Generationenprojekt der IBC, die eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt im alleinigen Eigentum der Stadt ist, mit 60 Millionen Franken zur Erhöhung des Dotationskapitals und in Form eines Darlehens. Weitere 20 Millionen hält die Stadt für eine allenfalls zu beanspruchende Bürgschaft vor.

    Die Investition ist aus Sicht des Gemeinderates notwendig, um den Umbau in eine erneuerbare Wärmeversorgung innerhalb der Stadt gewährleisten zu können. „Gleichzeitig kann damit auch der Wegfall der bisherigen Wertschöpfung aus dem Gasverkauf aufgefangen und die Erlöse anderweitig gesteigert werden“, heisst es in der Botschaft weiter. „Die heute für den Kauf von Erdöl und Erdgas abfliessenden Gelder verbleiben zukünftig in der Region.“

    Den Angaben zufolge will IBC bei Finanzinstituten Kredite von insgesamt 160 Millionen Franken aufnehmen. Weiters werde mit einem Beitrag von Bund und Kanton von 56 Millionen Franken gerechnet. Aus Eigenmitteln wolle das Unternehmen 38 Millionen Franken investieren.

  • Die Zukunft des Heizens hat begonnen

    Die Zukunft des Heizens hat begonnen

    Die Infrarottechnologie erobert zunehmend den Heizungsmarkt. Ob in privaten Wohnräumen, in der Hotellerie, im Gewerbe oder in Industriebetrieben: Heizen mit Infrarot verbessert das Raum- und Arbeitsklima gleichermaßen. Gleichzeitig ist diese Technologie wartungsfrei und kosteneffizient. Ob Haupt- oder Zusatzheizung, Decken- oder Wandmontage, Aufbau- oder Einbaupaneel: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Manche Produkte können aufgrund ihres geringen Gewichts sogar sicher an der Decke montiert werden – dort, wo die Heizplatte technischen Studien, Tests und praktischen Ergebnissen nach die höchste Heizwirkung entwickelt. Auch Kombilösungen aus Wärme und Licht oder als Bildheizung, Handtuchtrockner oder Wohnraumaufsteller sind Optionen, die Infrarotpaneele anbieten.

    Raus aus Gas und Öl, rein in die Infrarotheiztechnik: Heizplatten arbeiten höchst effizient. Sie haben die gleichmäßigste und höchste Infrarotstrahlung (76 Prozent) am Markt und erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Doch welche Eigenschaften und Merkmale machen ein Paneel zu einer hochwertigen Infrarotstrahlungsheizung? Und welche Kriterien gelten für ein Infrarotpaneel, das auch hält, was es verspricht?

    Trend: elektrisch betriebene Systeme
    Die kommenden drei bis fünf Jahre werden Heizungsjahre sein. Die Heizung steht zunehmend im Mittelpunkt, egal um welchen Wärmeerzeuger es sich handelt. Zumal beim Großhändler die Umsätze in der Heizungs- und Installationstechnik am schnellsten wachsen. „Daher werden wir diese Sortimentsbereiche noch mehr in den Fokus nehmen“, erklärt Christian Herbst, Produktmanager bei Reisser. Der Trend hin zu elektrisch betriebenen Systemen ist weiterhin ungebrochen: „In unseren Ausstellungen wird daher in Zukunft immer mehr energieeffiziente Heiztechnik zu sehen sein. Sowohl digital als auch offline werden wir unsere Kunden umfassend über intelligente und nachhaltige Heiztechnik informieren.“

    Dass in der Branche nach wie vor die klassischen Wärmeerzeuger wie Ölkessel und Gasthermen den Ton angeben, stellen die Fachleute immer wieder fest. Doch auch, dass sich der Markt inzwischen mit zukunftsweisenden Technologien wie beispielsweise Wärmepumpen beschäftigt. „Gerade in der jetzigen Situation und aufgrund der absehbaren Entwicklungen ist man mit dem Thema Elektro gut aufgestellt. Alles wird nachhaltiger und unsere Kunden sind offen dafür“, prognostiziert Herbst. Schon heute gibt es Anwendungsmöglichkeiten, um ein Haus elektrisch zu beheizen. Ob im Neubau für die gesamte Beheizung oder bei der Zusatzbeheizung von Räumen zeigt sich, dass durch Infratotheizplatten so manche Technologie unterstützt oder sogar abgelöst wird. „Mitunter ersetzt Infrarot schon heute die klassischen Wärmeträger und Wärmeerzeuger. Erst recht in Kombination mit Photovoltaik ergeben sich hier herausragende Möglichkeiten.“

    Anwender sollten auf Produkte verzichten, bei denen eine indirekte Wärmeübertragung an die strahlende Produktoberseite passiert. Denn bei dieser Variante wird eine Platte benötigt, die vor das Heizmedium installiert wird und in der Regel aus beschichtetem Stahlblech oder Glas besteht. Auf dem Wege der Wärmeübertragung vom Heizmedium auf die anliegende Produktvorderseite geht Energie verloren – und damit Strom und Geld. Aufbau, Qualität und Leistung sind Aspekte, die Nutzer berücksichtigen sollten. Nur dann greifen auch die Vorteile, die diese Technologie ermöglicht.

    Wärmeübertragung ohne Energieverluste
    Außerdem eignen sich Infrarotpaneele mit Kohlenstoff als Basis der Bauweise besser. Denn durch das Direktheizprinzip ist eine hocheffiziente Wirkweise möglich: Die Wärme entwickelt sich schnell und gleichmäßig von der Mitte der Paneele aus. Anders als bei Heizmedien aus Carbon (Folie, Heizdraht oder Faser) sind die natürlichen Kohlenstoff-Silizium-Produkte formstabil, vollflächig und leicht im Gewicht. Sie benötigen keine Einbettung in einen schweren Speicherkern und lassen sich direkt an der Produktvorderseite verbauen. Das ermöglicht eine Wärmeübertragung ohne Energieverluste. Die Leichtbauweise der Paneele eignet sich insbesondere in der Altbausanierung, weil die Platte bei dieser Technologie und durch die vielfach größere Masse nicht so rasch abkühlt. Sie strahlt länger nach, auch wenn das Thermostat die Heizanlage bereits abgeschaltet hat.

    Auch Spiegelheizungen erachten die Experten für Zwecke der Raumwärmeerzeugung für kritisch: Eine verspiegelte Oberfläche reflektiert den Infrarotstrahl und lässt ihn nicht durch. „Technisch gesehen und wenn man die physikalischen Tatsachen betrachtet, ist eine Spiegelheizung keine hocheffiziente Infrarot-Strahlungsheizung. Sie kann den Raum durch ihre Bauweise nicht erwärmen und dient lediglich zum Komfort – um zu verhindern, dass der Spiegel beschlägt“, erklärt Herbst. Das beste Strahlungsverhalten bei einem hohen Emissionsgrad bringen die Materialien Quarz und Keramik mit. Die Kombination aus vollflächigem, direkt an der Produktvorderseite sitzendem Heizmedium und rauer Quarzbeschichtung (wodurch sich die Oberfläche vergrößert) ermöglicht den höchsten Strahlungswirkungsgrad.

    „Die Zukunft des Heizens hat begonnen“, ergänzt Herbst. Doch ist die Zeit schon reif für Infrarot? „Wir arbeiten mit Weitblick, beschäftigen uns mit den Themen von morgen und haben heute schon die passenden Produkte parat.“ Auf dem Weg in eine hoch technologisierte Zukunft, da ist sich der Großhändler sicher, braucht es Profi-Lösungen. Herbst: „Wir arbeiten exklusiv mit entsprechenden Herstellern zusammen, die uns ihre patentierten Produkte zur Verfügung stellen. So können wir den Handwerkern schon jetzt die Technologie liefern, die zukunftsfähig ist.“

    Inzwischen gibt es sogar Produkte, die wohlige Strahlungswärme mit vollwertigem Raumlicht kombinieren. „Solche effizienten Wärme-Licht-Kombilösungen sind praktisch und stilvoll zugleich. Die Heizpaneele fungieren als direkte Beleuchtung, was einen ganz eigenen Wow-Effekt besitzt“, ergänzt Herbst. Der Kunde kann zum einen Größe und Ausführung wählen, sich zum anderen zwischen Aufbau- und flächenbündiger Einbauvariante sowie Wand- oder Deckenmontage entscheiden. „So wird die Heizung zum Eyecatcher und setzt gekonnt Akzente.“ Integrierte LEDs auf der Vorderseite beleuchten den Raum und erweitern die Funktionalität des Heizpaneels um ein Lichterlebnis. Für den gewerblichen Gebrauch öffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – beispielsweise in Foyers und Eingangsbereichen in Kombination mit dem Firmenlogo oder mit Werbebotschaften.

  • Implenia nimmt Arbeiten an Tunnel in Hamburg auf

    Implenia nimmt Arbeiten an Tunnel in Hamburg auf

    Am 5. August haben die Bauarbeiten für Hamburgs Fernwärmetunnel begonnen, informiert Implenia in einer Mitteilung. Die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon realisiert das Projekt im Auftrag von Wärme Hamburg. Der 1,16 Kilometer lange Tunnel wird die Elbe rund 2 Kilometer westlich des Elbtunnels für die Autobahn unterqueren.

    Ab Winter 2024/25 soll damit Abwärme aus Industrieprozessen im Süden in den Norden der Hansestadt transportiert werden. Dies ist Voraussetzung, damit das Kohlekraftwerk in Wedel durch Energie aus dem künftigen Energiepark Hafen der Hamburger Energiewerke GmbH ersetzt werden kann. „Wir freuen uns, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt für die Hamburger Energiewerke planen und realisieren dürfen und damit zu einer nachhaltigen Energieversorgung in Hamburg beitragen können“, wird Thomas Fiest, Head Tunnelling Deutschland von Implenia, in der Mitteilung zitiert.

    Im ersten Bauabschnitt erstellt Implenia Start- und Zielschacht mit 1,5 Meter dicken Schlitzwänden und einer Tiefe von 30 Metern. Dann wird eine Tunnelvortriebsmaschine den eigentlichen Tunnel mit einem Durchmesser von 4,55 Metern bohren. Zugänge und Betriebseinrichtung für den Betrieb sollen in den Schächten untergebracht werden.

  • Bund nutzt Geothermie für Gebäude

    Bund nutzt Geothermie für Gebäude

    Die meisten Gebäude des Nationalen Sportzentrums in Magglingen werden aktuell mit Gas beheizt, wie aus einer Medienmitteilung des Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL) hervorgeht. Das BBL realisiert aktuell eine Reihe von Neubau- und Sanierungsprojekten für das Bundesamt für Sport am Sportzentrum. Dabei wird erstmals vom Bund Geothermie für die Wärmeversorgung von Gebäuden eingesetzt. Ein neues Fernwärmenetz wird sowohl die bestehenden als auch die neuen Gebäude versorgen.

    Für die Wärmeversorgung wird Erdwärme aus einer Tiefe von 1300 Metern genutzt. Es wird erwartet, dass das geförderte Wasser eine Temperatur von 30 bis 50 Grad Celsius hat. Dazu werden zwei Bohrschächte realisiert. Über einen wird das warme Wasser nach oben gepumpt, über den anderen das abgekühlte Wasser wieder in die Tiefe gelassen. Zwischendurch entnimmt ein Wärmetauscher an der Oberfläche dem Wasser die Wärme und nutzt diese für die Versorgung der Gebäude.

    Während aktuell mit der Gasversorgung jährlich ein CO2-Ausstoss von 1300 Tonnen entsteht, soll dieser in Zukunft nur noch 70 Tonnen betragen.

  • Empa-Forschende entwickeln Energiesparriegel für Fenster

    Empa-Forschende entwickeln Energiesparriegel für Fenster

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben eine neuartige Wärmedämmung für Fenster entwickelt. Laut Medienmitteilung ist der Dämmsteg eine Art Sandwich, mit einer umweltfreundlichen Füllung. Im Inneren befindet sich aus wiederverwerteten PET-Flaschen geformter Schaumstoff mit mikroskopisch kleinen Luftbläschen. Dieser sogenannte gefüllte Energiesparriegel für Fenster hat einen sehr hohen Wärmedämmwert.

    Entwickelt wurde der Riegel von einem Empa-Team um Michel Barbezat und Giovanni Terrasi von der Abteilung Mechanical Systems Engineering zusammen mit Experten des Metallbauunternehmens Hochuli in Wigoltingen TG. Frank Hochuli hat für das Vorhaben eigens die Tochterfirma hochuli advanced gegründet. Hochuli bietet den Dämmsteg unter dem Markenzeichen Alpet an. Verglichen mit heutigen hochwertigen Ausführungen liesse sich die Wärmdämmung, etwa in einem neuen Bürogebäude, durchaus um bis zu einem Fünftel verbessern, wird Frank Hochuli zitiert.

    Das neue Produkt ist von den Empa-Forschenden auf Verschleissfestigkeit bei Dauerbeanspruchung wie auf die Eigenschaften der Wärmedämmung geprüft worden. Eine weitere Prüfung des neuartigen Dämmstegs ist beim Prüfinstitut ift im bayerischen Rosenheim vorgenommen worden. Das ift gilt laut der Medienmitteilung in der Branche seit Jahrzehnten als Referenz. Die Fachleute dort setzten laut der Empa-Mitteilung die Prototypen auch Brandversuchen, Bruchtests und anderen Belastungen aus, wie auf nicht sichtbare Mikrorisse nach 1000-stündiger Lagerung in Öl oder leichter Säure oder nach starkem Zug in Querrichtung.

    Nach Angaben von Frank Hochuli liegen offizielle Zertifizierungen zum Brandverhalten und zur statischen Belastbarkeit vor. Das Attest zur Wärmedämmung steht noch aus.

  • Neue Energielösungen am Start

    Neue Energielösungen am Start

    Gerade im Bereich Heizen von Wohnraum dominiert immer noch die Verwendung fossiler Brennstoffe. Dank innovativer Technologien entstehen hier neue klimafreundliche Alternativen – zum Beispiel das Heizen mit Seethermie oder die Nutzung der Abwärme von Computern. Beide Ansätze verwenden bestehende Wärmequellen zum Beheizen von Gebäuden.

    Die Seethermie ist eine der jüngsten Formen der Energiegewinnung und macht sich die Seen als riesige Wärmespeicher zu Nutze. Im Sommer nehmen die Seen die Wärme der Sonne auf und geben sie nur langsam ab. Selbst bei Minusgraden behält das Seewasser in der Tiefe eine gewisse Temperatur – ideal um dem Wasser in den unteren Schichten Wärme zu entziehen und diese als natürliche Heizquelle zu verwenden. Das Wasser wird dem See dann wieder kühler rückgeführt. Für das Ökosystem ist dies unbedenklich und steuert in gewissem Masse sogar der klimatischen Erwärmung entgegen. Mit dieser Technologie steht in Luzern das grösste Seethermie-Projekt der Schweiz erfolgreich am Start.

    Einen anderen Ansatz verfolgt das Pariser Startup «Qarnot» und setzt auf die Abwärme von Computern. Anstatt Rechner in grossen Serverräumen aufwendig zu kühlen, werden diese in Heizkörper eingebaut. In den Heizkörpern fliessen somit Daten statt Wasser. Die dezentrale Rechenleistung wird an grosse Firmen verkauft, die digitalen Heizkörper selbst an private Haushalte. Diese haben somit nach der Erstinvestition keine Heizkosten mehr. Je mehr Wärme gewünscht wird, desto mehr Datenleistung wird generiert. Die Daten sind verschlüsselt und werden auch nicht gespeichert, somit ist nicht nachvollziehbar, welche Daten fliessen. Dasselbe funktioniert auch mit Warmwasserboilern – in Bordeaux wurde bereits ein gesamter Wohnkomplex mit dieser Technologie ausgestattet. Aufgrund der weltweit steigenden Datenmengen scheint das zukünftige Potential somit enorm.

    Mehr zu intelligenten Lösungen lesen Sie hier:
    https://proptechmarket.net/loesungen

  • Zürich: Immer mehr erneuerbare Energie

    Zürich: Immer mehr erneuerbare Energie

    Die Wärmeversorgung von Zürich befindet sich im Umbau. Dabei spielt Energie 360° eine zentrale Rolle. Sie bietet Kundinnen und Kunden in der ganzen Schweiz klimafreundliche Alternativen zu Erdgas.

    Konsequente Transformation
    An erster Stelle steht lokal verfügbare, erneuerbare. Energie 360° plant in der Stadt Zürich 130 Gemeinschaftsanschlüsse. Dort werden Gebäude gebündelt an die Fernwärme angeschlossen. Zudem sind 14 Energieverbünde in unterschiedlichen Planungsphasen oder bereits in Bau. Zum Beispiel will man in Thalwil, im Zürcher Riesbach-Quartier oder in Wohlen (BE) die Seewärme zur Energiegewinnung nutzen. Die Folge davon ist, dass das Gasnetz nach und nach stillgelegt werden soll. In der Stadt Zürich sind dies bis 2050 rund 130 Leitungskilometer. Dank diesen Massnahmen stehen immer mehr Anwohnerinnen und Anwohnern ökologische Alternativen zur Verfügung. Gas wird vorerst Teil der Energieversorgung bleiben, doch Energie 360° erhöht laufend den erneuerbaren Anteil. Seit 1. Januar 2020 beträgt der Anteil Biogas bereits 20%, bis 2040 soll die Stadt Zürich zu 100% mit grünem Gas versorgt werden.

    Solide Finanzen
    Energie 360° steigerte den Umsatz 2019 auf 524,8 Millionen Franken (+7,7%), wovon 54,1 Mio. Franken auf erneuerbare Energien und Energielösungen wie Wärmeverbünde entfallen. Insgesamt verzeichnete Energie 360° bei den erneuerbaren Energien eine Absatzzunahme von 12,5%. Der Gesamtenergieabsatz – der direkte Energieabsatz plus Absatz an Wiederverkäufer – stieg auf 7591 Gigawattstunden (+2,6%). Die Zunahme ist auf kältere Temperaturen im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Der Personalbestand erhöhte sich von 239,6 auf 260,4 Vollzeitäquivalente oder von 249 auf 271 Mitarbeitende. Der Reingewinn beläuft sich auf 58,4 Millionen Franken; gegenüber 86,8 Millionen Franken im Vorjahr. Der Vorjahresgewinn war jedoch aufgrund eines steuerlich bedingten, einmaligen Sondereffekts von 41,2 Mio. Franken ausserordentlich hoch. Die Eigenkapitalquote liegt bei soliden 83,6%.

    Energieversorgung ist sichergestellt
    Die Versorgungssicherheit ist trotz Coronapandemie gewährleistet. Energie 360° versorgt Kundinnen und Kunden unverändert mit Energie und hält ihre Elektroladestationen am Laufen. Um die Kundinnen und Kunden zu unterstützen, wurde aber zum Beispiel die Zahlungsfrist auf 120 Tage verlängert. Zudem wird auf Mahngebühren verzichtet und die Möglichkeit in Raten zu bezahlen wird angeboten.

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