Schlagwort: Wärmeenergie

  • Tiefengeothermie hat hohes Potenzial im Baselland

    Tiefengeothermie hat hohes Potenzial im Baselland

    Tiefengeothermie könnte im Kanton Basel-Landschaft möglicherweise zwischen 200 und 1800 Gigawattstunden nutzbares Wärmepotenzial pro Jahr liefern. Das entspricht zwischen 10 und 100 Prozent des künftigen Energiebedarfs für Raumwärme und Warmwasser. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Bericht zum Potenzial der tieferen Geothermie im Kanton Basel-Landschaft. Sie wurde vom Amt für Umweltschutz und Energie in Auftrag gegeben und geht auf das Postulat 2022/346 von Rolf Blatter zurück.

    Das tatsächliche Potenzial hängt laut einer Medienmitteilung des Kantons von verschiedenen technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab und lässt sich daher nur mit einer weiteren Erkundung genauer beziffern. Weil das Baselland zu den geologisch vielfältigsten Kantonen gehöre, sei die Anzahl von Situationen, die sich für eine geothermische Nutzung eignen, entsprechend gross.

    Über das Potenzial der Tiefengeothermie im Kanton hätten bis jetzt keine Schätzungen vorgelegen. Die weitverbreitete oberflächennahe Geothermie mit Erdwärmesonden trägt den Angaben zufolge etwa 100 Gigawattstunden zur genutzten Umweltwärme bei. Der Bund wird mit dem neuen CO2-Gesetz ab 1. Januar 2025 die hydrothermale Geothermie für die Wärmeversorgung fördern.

  • AEW baut Wärmeverbund im Industriegebiet Villmergen

    AEW baut Wärmeverbund im Industriegebiet Villmergen

    Die AEW Energie AG hat angekündigt, beim Ausbau der erneuerbaren Wärmeenergie effizienter zu werden und gründet im Villmerger Industriegebiet für 12 Millionen Franken einen Wärmeverbund. Die Gemeinde erteilte laut einer Medienmitteilung die Bewilligung für das im April eingereichte Baugesuch. Die Bauarbeiten sollen im 4. Quartal des laufenden Jahres starten. Als Datum für die erste Lieferung mit erneuerbarer Fernwärme an rund 550 Einfamilienhäuser wird die Heizperiode 2024/2025 genannt.

    David Gautschi, Leiter Produktion bei der AEW, hat bekanntgegeben, dass sich mit der Gesamtwärme jährlich 710’000 Kubikmeter Erdgas einsparen lassen, die 1500 Tonnen CO2-Emissionen verursachen würden.

    Als Brennstoff nutzt der Wärmeverbund den Angaben zufolge Altholz, nach Bedarf Holz aus der Region gemäss ökologischer Kaskadennutzung sowie Sonnenenergie mithilfe einer Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 200 Kilowatt.

    Die Versorgungseinheit soll zwischen der Bünztalstrasse im Südwesten, der Gemeindegrenze im Südosten, der Bahnlinie im Nordosten und der Landwirtschaftszone im Nordwesten entstehen. Die Heizzentrale wird auf dem Areal der Cellpack AG an der Durisolstrasse gebaut. Die Brennstoffe sollen über die Anglikerstrasse und das Areal der Cellpack AG geliefert werden.

    Der Aargauer Stromversorger will mit dem Projekt einen Beitrag zur Energiestrategie 2050 leisten.

  • Umfassende Energiesysteme by EKZ

    Umfassende Energiesysteme by EKZ

    Die Kombination und das zentrale Management von Stromerzeugung und -speicherung, Wärme- und Kälteerzeugung sowie Elektromobilität in einem integrierten Energiesystem führt zur Vereinfachung des Immobilienmanagements, zu maximalem Wohn- und Arbeitskomfort sowie zu optimaler Energieeffizienz in der Produktion. Überdies wird die ökologische Nachhaltigkeit sichergestellt.

    Hier wird an den Zielen der Energiestrategie 2050 gebaut. Seit Herbst 2019 ist die Überbauung Verdeblu mehrheitlich fertiggestellt und bewohnt. Bemerkenswert ist, dass diese Überbauung ihren Energiebedarf zu einem hohen Anteil selbst deckt, und das ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen.

    «Die Vorgaben der Energiestrategie 2050 sind für die Immobilienwirtschaft auch eine Chance», erklärt Dieter Stutz von der Atlantis AG, die in den Bereichen Umweltberatung, Siedlungsplanung und Architektur tätig ist und das Projekt entwickelt hat. Die Wärmeversorgung übers Grundwasser sei die beste und überzeugendste Lösung gewesen für das Areal. Gemeinsam mit EKZ hat Atlantis dieses komplexe Bauprojekt geplant und umgesetzt.

    Energieproduktion vor Ort
    Im westschweizerischen Epalinges entstand die Überbauung «Grand Chemin», wobei ein Teil des benötigten Stroms von einer Photovoltaikanlage (PV) vor Ort produziert wird. In Emmen (LU) entsteht ein Mehrfamilienhaus-Neubau, der sich durch vier Wärmepumpenanlagen mit Grundwasser als Energiequelle sowie einer Photovoltaik-Anlage mit ZEV auszeichnen wird. So gesehen hat die Energie-Zukunft auch hierzulande schon längst begonnen.

  • Riehen erhält grünes Licht für Geothermieausbau

    Riehen erhält grünes Licht für Geothermieausbau

    Riehen kann mit seiner Planung für den Ausbau einer weiteren Geothermie-Anlage fortfahren. Sie würde die Zahl der mit klimafreundlicher Wärmeenergie versorgten Einwohnerinnen und Einwohner von bisher 8500 auf 12’500 erweitern. Die Referendumsfrist ist Ende Oktober abgelaufen. Damit ist der positive Bescheid des Einwohnerrats nun rechtskräftig. Das teilt die Wärmeverbund Riehen AG (WVR) jetzt mit.

    In einem nächsten Schritt stehen im Sommer 2021 seismische Untersuchungen zur Erkundung des Untergrunds für das Projekt geo2riehen an. Damit wird ein geeigneter Standort für die Bohrungen gesucht. Bestätigt sich die Machbarkeit der Anlage, könnte 2023 mit den Bohrungen begonnen werden. Sie sollen mehr natürlich vorkommendes Thermalwasser zur Wärmenutzung erschliessen.

    Eine bereits vorliegende Machbarkeitsstudie bestätige dem Projekt „gute Aussichten auf Erfolg“. Die Bohrungen zur Förderung des Thermalwassers und der Bau der Anlage werden mit rund 20 Millionen Franken zu Buche schlagen. Die Kosten teilen sich die beiden Aktionäre, die Gemeinde Riehen und die Basler Energieversorgerin IWB. Das Bundesamt für Energie hat eine Förderung von 1,2 Millionen Franken zugesichert und weitere 5,1 Millionen Franken in Aussicht gestellt.

    Die Beteiligung von IWB ist von zunächst 27 auf jetzt 50 Prozent gestiegen. Das, so der WVR, erleichtere nicht nur die Finanzierung. Auch der Betrieb der Anlagen und des wachsenden Versorgungsnetzes lasse sich so besser mit IWB koordinieren: „Die schritt- und teilweise Stilllegung der Gasversorgung wird damit optimal auf das Wachstum des Riehener Wärmenetzes abgestimmt.“