Schlagwort: Wärmenetze

  • Gewinnplus dank günstiger Beschaffung und weniger Reservebedarf

    Gewinnplus dank günstiger Beschaffung und weniger Reservebedarf

    Das Stadtwerk Winterthur hat sein Geschäftsjahr 2024 über den Erwartungen abgeschlossen. Die Gründe dafür liegen laut seiner Mitteilung in den gesunkenen Marktpreisen bei der Beschaffung von Gas und einem geringeren Aufwand für die vom Bund verordnete Winterreserve. So wurden 311 Millionen Franken umgesetzt und 26 Millionen Franken Gewinn erzielt.

    Im Wassernetz kam es zu weniger Leitungsbrüchen und der Betrieb der Kehrichtverwertungsanlage verlief weitestgehend unterbruchsfrei. Bei der Fernwärme mussten für die Abdeckung von Verbrauchsspitzen deutlich weniger Öl und Gas eingekauft werden. Zudem stieg die Anzahl der Kundinnen und Kunden, die sich an die Wärmenetze anschlossen. Als Folge der vom Winterthurer Stimmvolk beschlossenen Finanzierung der städtischen Pensionskasse konnten frühere Rückstellungen aufgelöst werden.

    Bezüglich der Herausforderungen in der Gegenwart und der Zukunft nennt das Stadtwerk steigende Kosten für Betriebsmittel und Fremdleistungen in allen Geschäftsfeldern und den zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Gleichzeitig stellt die steigende Eigenproduktion von Solarstrom durch Privatleute und Unternehmen den Angaben zufolge eine Herausforderung dar, weil sie dadurch vom Stadtwerk Winterthur weniger Strom beziehen. Zudem sind die Abnahmemengen schwerer vorhersehbar, weil der Bezug dann stärker vom Wetter abhängt.

    Hohe Kosten kommen auf den Energielieferanten durch die Erneuerung der Kehrichtverwertungsanalge sowie die Umbau- und Erweiterungsprojekte für die Abwasserreinigungsanlage und die Wärmenetze zu. Dazu sei ein grosser Rahmenkredit notwendig, über den voraussichtlich Ende nächsten Jahres abgestimmt werde. Darüber hinaus seien komplexe Vorbereitungen zur rechtlichen und finanziellen Zusammenführung der Wärmenetze in Arbeit. Auch die Kosten für Umweltauflagen und für Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz beschäftigten das Stadtwerk Winterthur zunehmend.

  • Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Das Aargauer Energie-Förderprogramm wird bis 2026 mit einem Bruttokredit von 97,2 Millionen Franken fortgeführt. Dieser Beschluss des Grossen Rats, der mit 89 zu 47 Stimmen verabschiedet wurde, weicht vom ursprünglichen Vorschlag des Regierungsrats ab. Die Regierung hatte eine Verlängerung bis 2028 und ein Gesamtbudget von 176,5 Millionen Franken vorgesehen. Der kürzere Zeitraum wurde aufgrund möglicher Sparmassnahmen des Bundes gewählt, die die kantonale Mitfinanzierung erschweren könnten.

    Kontroverse um die Fördermittel
    Während SP, Mitte, GLP und Grüne die Erhöhung des Kredits begrüssten, zeigten sich FDP und SVP skeptisch. Die FDP forderte ein Budget von 88,25 Millionen Franken, das die Hälfte der ursprünglich vorgeschlagenen Gesamtkosten für vier Jahre decken würde. Die SVP lehnte das Programm grundsätzlich ab und kritisierte staatliche Eingriffe.

    Schwerpunkte des Programms
    Das Förderprogramm unterstützt Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Gefördert werden unter anderem:

    • Verbesserungen der Gebäudehülle
    • Holzheizungen und Wärmepumpen
    • Anschlüsse an Wärmenetze
    • Solarthermische Anlagen
    • Projekte zur Entwicklung von Wärmenetzen

    Zudem stehen Mittel für Pilotprojekte zur Verfügung. Laut der kantonalen Botschaft haben frühere Programme gezeigt, dass die Energieeffizienz gesteigert und der CO₂-Ausstoss signifikant gesenkt werden konnten.

    Finanzierung aus CO₂-Abgaben
    Der grösste Teil der Fördermittel stammt aus Bundesbeiträgen, darunter aus der CO₂-Teilzweckbindung und dem Impulsprogramm des Bundes. Der Kanton selbst trägt rund 25 % der Gesamtkosten.

    Perspektiven für Hauseigentümer
    Die Begrenzung auf zwei Jahre wirft Fragen zur langfristigen Planung auf. Hauseigentümer und Bauherren betonten die Notwendigkeit von Kontinuität bei Förderprogrammen, um Investitionen in nachhaltige Gebäudetechnologien zu fördern.

    Das Energie-Förderprogramm des Kantons Aargau bleibt ein wichtiges Instrument zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz. Die begrenzte Laufzeit bis 2026 reflektiert jedoch die Unsicherheiten über die Bundesfinanzierung und stellt Planungsherausforderungen für die Zukunft dar.